Hallo zusammen, dieses Jahr waren wir für unsere Tour etwas früher dran, und starteten bereits am 18.02. in den Urlaub. Da sich kurzfristig Freunde entschlossen hatten, das 1. Mal Namibia zu bereisen, schmissen wir im Januar unsere Pläne (KTP und Norden Namibias) um, und ich investierte mehrere Tage in die Routenplanung und Buchung für einen 10 Tages-Trip mit unseren Freunden, davor waren ein paar Tage KTP geplant.
Ich schreibe den Reisebericht erst jetzt, da ich einige Dinge erst verdauen musste. Ich werde jetzt erst einmal einen Überblick über die Reise und die Übernachtungsmöglichkeiten geben, nach Laune folgen ein Bilder..
Die Route:
Tour allein:
Do 18.2. Flug MUC-JHB Fr 19 Flug JHB-WDH Sa 20 WDH - Auto + Haus reparieren So 21 WDH Mo 22 Red Dune Camp Di 23 Twee Rivieren Mi 24 Übernachtung Nossob Do 25 Übernachtung Nossob Fr 26 Übernachtung Twee Rivieren / Mata Mata Sa 27 Red Dune Camp So 28 WDH
Tour 2 Fahrzeuge (5 Kameras...):
Mo 29 WDH - Freunde abholen, abends Auto holen, Übernachtung Rooiklip Di 1.3. Übernachtung Sesriem Mi 2.3. Übernachtung Swakopmund - Deutsches Haus Do 3 Übernachtung Omandumba Fr 4 Übernachtung Aba Huab Campsite Sa 5 Übernachtung Olifantsrus So 6 Übernachtung Okaukuejo Mo 7 Übernachtung Halali Di 8 Übernachtung Onguma Mi 9 Übernachtung Düsternbrook Do 10 WDH - Gamedrive Düsternbrook, Flughafen
Nach der Landung in Windhoek musste ich erstmal am Auto bauen und andere Sachen werkeln, die Zeit wurde wie immer recht knapp. Interessant war, dass ich 4 Stunden für die Reparatur des Kühlerschlauchs investierte (erfolglos), anstatt ihn gleich zu wechseln: Zeitaufwand incl. Wasserablassen und einfüllen: eine halbe Stunde ..
Der Weg in den KTP Direkt nach der Abfahrt zum KTP, eine halbe Stunde Fahrt, Einkauf im Woerman in Klein-Windhoek, und beim Wiederlosfahren (Plan) die erste Panne: Das Fahrzeug springt nicht an.. die neu gekaufte Batterie im Aufbau war wohl defekt, und hat mir in Zusammenspiel mit dem Kühlschrank die Fahrbatterie in einer halben Stunde komplett leergezogen.. Also Thogen Batteries informiert, Fremdstarten, neue Batterie gekauft, alte dagelassen, statt um 9 ging es um 12.30 Uhr auf die Pad.. B1 bis Rehoboth, tanken, dann C25 und C15 bis Red Dune Camp. Generell waren die Pads sehr gut gepflegt, 80-90 km/h möglich, eine große Pfütze gab es allerdings unterwegs.
Das Red Dune Camp war schön und idyllisch wie immer, wie hier im Forum geschrieben fand wohl ein Besitzerwechsel statt, aber ausser einer Planierraupe auf dem Grundstück war nichts auffällig. Leider wohl die letzten Bilder in dieser Konstellation von diesem Camp..
Nachtstimmung.. Am nächsten Tag dann Weiterfahrt nach Mata Mata, unproblematische Einreise, bis auf eine Versammlung sämtlicher Angestellten auf Südafrika-Seite, erklärt durch eine Kapkobra im Office, die ein Ranger schließlich an der Zange raustrug und im Busch freiliess.. meine inzwischen jährliche Begegnung mit einer Kapkobra war insofern abgehakt, zum Glück diesmal ohne großes Herzklopfen.. eine kleine Rundfahrt bis zur ersten Abzweigung nach Nossob brachte viele Antilopensichtungen.. Die Campsite in Mata-Mata war recht voll, aber insgesamt sehr schön und ruhig, sehr angenehmes Publikum, Sanitary Blocks sauber. Am Wasserloch war nachts wenig los (zumindest als wir da waren, anscheinend gab es Sichtungen in der Nacht..).
Die erste Ausfahrt und die Strecke bis zur Abzweigung nach Nossob.. erstaunlich viele Giraffen und Strausse waren zu sehen.
Teil 229. Sept. 2016
V.A. der Hyänenbau an der 1. Kreuzung nach Nossob war sehr schön, selbst ganz kleine Junge waren zu sehen, und größere querten die Strasse auf dem Weg zum Bad.. insgesamt waren wir über eine Stunde dort.. Die Strecke vor Nossob war dann sehr mit Wellblech gesegnet..
Teil 329. Sept. 2016
Harte Erziehung..
Am Rastplatz..
In Nossob waren wir erst mal faul, etwas ausräumen, Sonne sitzen, Bier, Swimming-Pool, Braai vorbereiten.. Urlaub halt. Da wir ausnahmsweise mal 2 Nächte an einem Ort waren (plane ich jetzt öfter 😉 ), war alles sehr entspannt. Am nächsten Tag war ich dann zu faul zum fahren, außer einem kurzen Abstecher nach Norden vertrödelten wir unsere Zeit mit auf der Campsite sitzen, zum Outlook gehen (nichts am Wasserloch), Solaranlage und blöde Zweitbatterie zum Funktionieren bringen, SwimmingPool etc. Generell finde ich Nossob ein sehr schönes Camp, wir hatten einen Platz ohne Strom gesucht, ganz am Rand. Toiletten etc. alles sehr sauber, guter Standard, und wie immer im KTP sehr freundliche, hilfsbereite Mitarbeiter.
Abends dann ein Highlight (vorher war ich mir sehr unsicher, ob das was wird…): Sundowner Drive. Außer uns noch ein junges Pärchen dabei (großteils mit Knutschen und Selfies beschäftigt, und ein älteres Paar (der Herr mit riesigem Canon-Objektiv), die sich im Verlauf der Fahrt dann doch als nervig herausstellten, da anscheinend nur Löwen ein adäquates Fotomotiv abgaben.. Der Guide war sehr motiviert, und wir sahen nach zwei Kilometern über dem Trockenflusstal gleich mal einen Geparden.. Glück gehabt. Neben viel sonstigem Wild und einem super Sonnenuntergang mit glühendem Himmel waren ständig Spuren von Löwen zu sehen.. was den Fotografen am konstanten Quengeln und „schnell schnell“ animierte… Als es dunkel wurde, wurden uns die Handscheinwerfer an der Seite erklärt, und dass Löwen es nicht schätzen, direkt angestrahlt zu werden. Da die Spitze der Sandhügel in etwa die Höhe der Ladefläche des LandCruisers hatte, fand ich die Info, dass die Löwen dann in Richtung Licht ( = auf meinen Schoss) springen, interessant. Irgendwann fanden wir die Löwen dann (wohl 5 Stück), verfolgten sie eine Weile, hatten sie teilweise im Stand Auge in Auge gegenüber (dem Fotografen leuchtete ich zu schlecht, aber mit Löwe auf Augenhöhe, keiner Seitenwand und 1,5 Meter Abstand war ich dann doch lieber Feigling..). Auf dem Rückweg sahen wir dann noch viele für mich neue Tiere (Springhasen, Schlangen, eine Eule, ..).
Dünenstrecke nach Nossob
Teil 429. Sept. 2016
Wellblech
Ablenkung an der Campsite in Nossob
Sundownder Drive:
Teil 502. Okt. 2016
Am nächsten Tag ging es dann auf sehr schlechter Pad Richtung Gharagab. Bis Unions End gab es zwar schöne Tiersichtungen, aber die Strecke war weder superschnell, noch superlangsam (alles im Tempo-Limit des Parks!) auszuhalten. Der Aufbau incl. Inhalt sah dann auch entsprechend durchgeschüttelt aus. Die Strecke ab Unions End war dann traumhaft zu fahren, rote Dünen, durch den vorherigen Regen viel Grün und gelbe Blüten dazwischen.. eine herrliche Gegend.
Gharagab selbst ist wunderschön gelegen, die Zelte sind gut erhalten und sehr sauber. Der Empfang durch den Mitarbeiter dort war freundlich, und wir waren bis auf ein zweites, besetztes Zelt allein. Die kleine Terrasse incl. Grill Richtung Wasserloch lädt zum Faulenzen ein, ein Schakal, einige Vögel, und ein paar Antilopen ließen sich blicken. Das ursprünglich gefroren mitgenommene Fleisch (Kudu, Oryx, Hartebeest) war durch die Batteriequerelen inzwischen aufgetaut, aber noch gut. Da wir aber etwas zuviel hatten (akute Faulheit in Nossob und deshalb nur Rührei) hatten wir eine Portion über, was den Warden sehr freute..
Früh um halb 7 ging es dann am nächsten Tag los, leider ohne Löwenbesuch in der Nacht. Wir wollten über Nossob, Mata-Mata bis nach Red Dune Camp, durch den Besuch unserer Freunde war der Zeitplan etwas knapper geworden. Die Dünenstrecke zurück zur Hauptstrecke war wieder sehr schön, wobei einige Dünen sehr große Löcher in der Anfahrt aufwiesen, wo schwächere Fahrzeuge wohl mit viel Schwung versuchten, die Düne zu überwinden. Generell hatte ich keinerlei Problem mit meinem Fahrzeug, nur die Batterie im Motorraum hat sich irgendwann losgerissen – ohne Schaden allerdings. Die Hauptstrecke selbst war wieder nervenzerreibend, aber ein Traktor fuhr schon, um die schlimmsten Schäden auszubessern. Sichtungen hatten wir außer morgens nicht mehr viele, es war sehr heiss, und wir waren froh, um 17 Uhr das Red Dune Camp erreicht zu haben. Leider war dort niemand zu finden (reverviert hatten und angekündigt waren wir), nach fast einer Stunde warten und sinkender Laune fuhren wir dann einfach zur Campsite. Dort war es, wie immer, sauber und schön. Die Rückfahrt nach Windhoek war unspektakulär, ein Großeinkauf für uns und Freunde wurde noch erledigt, die Batterie festgezurrt, kleinere Reparaturen erledigt.
braune Hyänen gabs auch zu sehen..
faule Tiere..
Vergänglichkeit..
Anfahrt auf Gharagab..
Teil 602. Okt. 2016
auf der Terrasse gabs genug zu sehen..
Schwung hilft immer?
Abendstimmung
Leider nur teilweise gut geworden.. Morgens auf dem Rückweg Honigdachse und Schakale.. nicht ganz einig..
Teil 702. Okt. 2016
Kurz vor Mata Mata, endlich wieder mal die Wildkatze gesehen..
Auf dem Weg dem Heimweg
Am nächsten Tag kam die Condor dann in Windhoek an, natürlich leicht verspätet. Geplant war, das Fahrzeug bei Savannah abzuholen, und dann bis Rooiklip zu fahren. Bei Savannah dann lief die Übergabe des Fahrzeugs eigentlich sehr gut, aber die bestellten Schlafsäcke, Decken etc. waren nicht zu finden, und Mittagszeit war inzwischen auch – d.h., unser Berater war noch da, aber das Gebäude abgeschlossen. Also nach langer Diskussion doch noch einmal raus aus Windhoek, unseren Camper geholt, illegalerweise die Freunde in den Aufbau geladen, und um 14 Uhr wieder bei Savannah gestanden. Dann endlich ging es los – das erste Mal Linksverkehr für meinen Freund, das dauerte natürlich etwas. Die Route bis zum Gamsberg gefiel ihnen schonmal super, wir sahen Bergzebras, das Licht war mit Wolken in der Ferne super, einige Fotostopps wurden eingefügt, und die Zeit verging. Gegen Ende drückte ich ziemlich aufs Gas, da die Sonne schon unterging, und wir kamen genau mit der Dunkelheit auf Rooiklip an. Der erste Braai und die Windhoek Draught entspannten den Abend dann. Rooiklip war wie immer herrlich, ruhig, die sanitären Einrichtungen und der Grill sind super in die Landschaft eingepasst. Für mich einer der schönsten Plätze in Namibia.
Am Gamsbergpass - Bergzebras
schönes Licht..
Das letzte Licht wird zum fotografieren, weniger zum Fahren benutzt..
Hindernis..
angekommen!
Teil 804. Okt. 2016
Nicht so früh wie geplant am nächsten Morgen ging es weiter nach Sesriem. Hier kippte die Stimmung dann nach und nach. Fotostopps sind für mich normal, aber alle paar Kilometer anhalten, aussteigen, fotografieren und filmen gleichzeitig, das geht dann doch irgendwann auf die Nerven. Inzwischen wurde es auch richtig heiss, der Wind (heiss) kam direkt aus der Namib, und wir standen jetzt öfter mal 10 Minuten ohne Klimanlage in der prallen Sonne, weil das zweite Fahrzeug unbedingt noch etwas auf Film bannen musste – ich brauche nicht erwähnen, dass dieses Fahrzeug grundsätzlich nur mit Klima an und Fenster zu unterwegs war?
Schließlich kamen wir um 15 Uhr in der Campsite in Sesriem an, viel später als geplant, und schon genervt (ich). Sesriem war wie immer schön, wir bekamen eine Campsite sehr am Rand, Platz und Toiletten waren sauber, der Swimming Pool erfrischend (ich stand kurz vor dem Hitzekollaps). Nach kurzer Abkühlung dann Weiterfahrt ins Sossusvlei, was ganz gut klappte. Auf dem Rückweg dann wieder dutzende Fotostopps, und trotz des Hinweises, dass ich nicht in die Dämmerung kommen will, kamen wir erst im Dunkeln an. Ein Oryx sprang mir knapp vor dem Auto auf die Strasse, gesehen habe ich es erst im letzten Moment.. zum Glück ist nichts passiert. Gegen 21.30 Uhr war dann tatsächlich das Fleisch schon fertig, meine Laune war am Tiefpunkt, da konnte auch der Löffelhund, der die Wurst vom Grill klaute, bei mir nichts mehr retten.
nochmal der Gamsberg..
Strecke nach Sesriem
Staubsturm in Sesriem.. da waren plötzlich alle Fenster dicht, und wir überlegten, ob wir ins Vlei fahren.. bei fast 40 Grad herrlich.. 😉 zog dann aber nicht über die Campsite..
im Sossusvlei
Durst.. oder DIE VÖGEL
Teil 904. Okt. 2016
Die Fahrt nach Swakopmund war schön, Fotostopps selbstverständlich vorhanden, aber letztendlich kamen wir zeitlich gut passend unter der Dunstglocke an. Das obligatorische Bad im Atlantik war herrlich, danach gab es Bier vor dem Museum. Das Deutsche Haus hatte uns dieses Mal Zimmer im hinteren Teil (am Innenhof) zugeteilt, 2-stöckig ausgeführt, es war wohl nichts anderes frei. Die Zimmer haben keine Balkon, dafür aber 2 Bäder.. insgesamt gefallen mir die normalen Zimmer besser, aber sauber und schön sind auch diese eingerichtet. Das Hotel selbst gefällt mir mit seiner Mischung aus Südwester-Deutsch und Afrika sehr gut, das Essen war wie immer hervorragend, speziell Neptuns Dreizack mit den verschiedenen Fischen und Meeresfrüchten war ein kulinarisches Erlebnis. Den Abend beschloss ein Springbock an der Bar, da wenig los war, freute sich das Servicepersonal auch über eine Einladung.
Am nächsten Tag ging es Richtung Spitzkoppe, die Felsen dort waren wieder sehr beeindruckend, die Standzeiten für Foto und Film auch wieder. Spitzkoppe sieht sehr viel besser und gepflegter aus als 2011, inzwischen würde ich dort auch wieder übernachten, die Leute dort waren auch wieder sehr freundlich und hilfsbereit. Die Schlange auf der Toilette (im Dach) war ein kurzer Aufreger, eine Identifikation war leider nicht möglich. Da ein Gewitter aufzog, verzichteten wir auf die geplante geführte Tour zu den Malereien, und fuhren im Regen dem Erongo entlang nach Omandumba. Dort hatten wir die Campsite nahe dem San-Dorf gemietet, die relativ einsam liegt, zwischen großen Wollverwitterungen. Sie ist sehr schön angelegt, es gibt einen Grillplatz, hinter dem Felsen eine Freilufttoilette mit fließend Wasser, Freiluftdusche etc. Interessant war, dass wir am nächsten Tag (!) erfuhren, dass relativ frisch Nashörner ausgesetzt waren, die wohl in der Nacht auch in der Nähe waren.. das hätte ich schon gern früher gewusst, ich bin recht viel rumgelaufen im Busch.. außerdem erzählte uns der Farmer, dass ein Leopard 500 Meter Weg einen frischen Riss hat, und wir nur warten müssten, um ihn zu sehen. Die Entscheidung fiel dann aber doch auf Weiterfahren.
Gute Laune..
Fotos..
Spitzkoppe..
Erongo ..
Teil 1011. Okt. 2016
Noch Bilder von Erongo und Omandumba..
Regen auf der Fahrt ...
Abendstimmung wunderschöne Campsite
Klettern auf die Wollverwitterungen lohnt..
Ausflug mit den San, sehr interessant! Felsmalereien, Feuer machen, wie werden Schnüre gemacht, wie werden Fallen gestelllt?
Die Strecke nach Twyfelfontain (über Uis) war dann insgesamt gut zu fahren, und landschaftlich sehr schön! Sogar die Fotoaufenthalte hielten sich in Grenzen. Wir bekamen einen Standplatz im Aba Huab Camp. Das Camp ist generell schön gelegen am Trockenfluss, und die Stellplätze sind recht weit voneinander entfernt oder durch Büsche abgegrenzt. Die Toiletten/ Duschen sind vorhanden, der Windschutz aus grünem Textil ist aber teilweise zerrissen (blöde Sonne..). Sauber war es allerdings! Die Bar war tagsüber geöffnet, allerdings auch recht früh abends geschlossen. Abends und Nachts kamen ein paar Rindviecher, um aus der Pfütze, die aus der Toilettengrube austrat, zu saufen. Intelligenterweise stellt man sich also nicht direkt dahin, dann hat man mehr Ruhe. Gegen 17 Uhr am Abend kam einer der Angestellten gerannt und fragte alle Gäste, ob sie Wüstenelefanten sehen wollten, diese seien am Damm auf dem Gelände der Community. Wir räumten etwas um, meine Freundin ging ins zweite Auto, der Guide in unseres, ein kühles Windhoek Draught sorgte bei ihm für etwas Entspannung. Mit 4 oder 5 Autos im Schlepptau ging es dann zu den Elefanten, die wir beim herausklettern aus dem Damm beobachten konnten, und auch für etwa 30 Minuten begleiteten. Der Preis mit 100 oder 200 N$ pro Nase war dafür ok.
Teil 1111. Okt. 2016
Damaraland - die faszinierende Landschaft Twyfelfontain - sehr schöne und interessante Führung
Wüstenelefanten bei Aba Huab..
Abendstimmung
Teil 1218. Okt. 2016
Der Weg Richtung Galton-Gate war dann ohne Probleme, die Einfahrt in den Etosha auch. Die ersten Kilometer sind etwas langweilig, viel Busch links und rechts.. dann kamen aber die ersten Wasserlöcher, mit sehr vielen Tieren (Zebras, Antilopen, Giraffen), vielen Blüten und manchmal fast Sumpflandschaften.
Olifantsrus erreichten wir gegen 16.30 Uhr (Fotos..), die Campsite finde ich persönlich sehr schön, die 8 Plätze waren aber auch nur mit 3 oder 4 Autos besetzt. Leider sind Teile der sanitären Einrichtungen (Waschbecken) schon wieder defekt, aber insgesamt ist das Camp schön und sauber. Der zuständige Mitarbeiter war sehr freundlich und sichtlich stolz auf das Camp. Tiere sahen wir nicht viele am Wasserloch, bei der Menge an Wasser rundum kein Wunder.
Teil 1318. Okt. 2016
Junges Oryx
Olifantsrus erreichten wir gegen 16.30 Uhr (Fotos..), die Campsite finde ich persönlich sehr schön, die 8 Plätze waren aber auch nur mit 3 oder 4 Autos besetzt. Leider sind Teile der sanitären Einrichtungen (Waschbecken) schon wieder defekt, aber insgesamt ist das Camp schön und sauber. Der zuständige Mitarbeiter war sehr freundlich und sichtlich stolz auf das Camp. Tiere sahen wir nicht viele am Wasserloch, bei der Menge an Wasser rundum kein Wunder.
Teil 1418. Okt. 2016
Am nächsten Morgen, Richtung Okaukuejo, hatten wir dann einige interessante Sichtungen (ein Elefant in der Ferne, zwischen den Fahrzeugen ein Rhino, eine Gruppe Hyänen, Unmengen Giraffen), in Okaukuejo trafen wir dann gegen 16 Uhr ein. Auf der Campsite war es ziemlich voll, die Abstände sind winzig, aber die sanitären Anlagen sauber, das Wasserloch ist sowieso schön (leider waren viele Bustouristen da, die sehr laut waren). Gruppenintern war das Thema „Foto und Film“ vom Thema „Wassersparen in trockenen Ländern“ (nach zigfacher Ermahnung in den Tagen davor) kurzzeitig abgelöst: 2 mal duschen mit Haarewaschen (morgens und abends), Wäsche unter fließend Wasser ohne Schüssel mit offenem Ablauf waschen (5 Minuten), ständiges klarspülen der Frontscheibe mit Trinkwasser (filmen..).
sehr viele halbwüchsige Giraffenkadaver.. sicherlich 10-15 im Osten Etoshas..
Die Fahrt nach Halali am nächsten Tag brachte wieder einige schöne Sichtungen, und den Vorwurf, wir würden die Karte verkehrtherum halten (eine Abbiegung falsch genommen in 3 Tagen Etosha…). Leicht angesäuert erreichten wir um ca. 14.30 Uhr Halali, bekamen einen sehr schönen Schattenplatz am Rand, und gingen den Beschäftigungen nach. Halali ist insgesamt mein liebstes Etosha-Camp, ein immer ruhiger, schattiger Campingplatz mit sauberen Einrichtungen, der große Swimmingpool, ein sehr schönes Wasserloch, und ein geniales Restaurant (leider waren die Süssspeisen dieses Mal nicht ganz so herausragend wie sonst) mit sehr aufmerksamen Bedienungen. Mein Dauerthema (auch schon die letzten Tage) waren Solarzelle ausrichten, Batterie zum Leben erwecken und den Kühlschrank am Laufen halten, die anfängliche Tiefentladung etc. hielt sich bis zum Ende der Fahrt. Nachts hatten wir am Wasserloch Besuch von Nashörnern, am Morgen auch nochmals, sonst einige Antilopen, tagsüber über mehrere Stunden auch eine ruhende Herde Impalas.
Rhinos nachts am Wasserloch in Halali
Teil 1522. Okt. 2016
Die Strecke nach Namutoni war am nächsten Tag nicht sonderlich ereignisreich, wir verlängerten nochmals den Aufenthalt, da wir sonst schon um 13 Uhr den Park hätten verlassen müssen, und fuhren nach einer kurzen Besichtigung des Forts Richtung King Nehale Gate, wo wir bisher immer Elefanten fanden. So auch dieses Mal: Beim Einbiegen zu einem Wasserloch konnten wir einige Fahrzeuge bemerken, die sich vor der Leitkuh in Sicherheit brachten. Die Gruppe war friedlich am Wasserloch gewesen, als seitlich der Fahrzeuge eine Teilgruppe mit jungen Elefanten auftauchte, die Autos waren also im „Elefantensandwich“. Die Leitkuh fand das ganz offensichtlich nicht gut, ein teilweise recht schnelles Flüchten der Autos beruhigte die Situation allerdings. Dass in einem Kleinbus mal wieder, trotz Verbot, alle Seitentüren offen waren, war ja zu erwarten, die Leute fielen dann beim flotten Kurvenfahren fast raus.. Nach einer Minute war die Situation ruhig, alle Elefanten am Wasserloch, und ich hatte plötzlich allen Platz der Welt, eine gute Position einzunehmen (vorsichtig natürlich). Unsere Freunde hielten lieber 50 Meter mehr Abstand. Die Herde war ca. 30- 40 Tiere stark, und hielt sich etwa 30 Minuten am Wasserloch auf, incl. spielenden Jungelefanten etc.
Nachdem die Gruppe in Richtung Süden abgezogen war, fuhren wir zum King Neohale Gate, und hatten auf dem Rückweg auf der Straße 2x Kontakt mit 2-3 Elefanten, die aber dankenswerterweise kurz vor uns von der Strasse gingen.
Wir fuhren dann gegen 17 Uhr aus dem Park, nachdem wir das restliche Fleisch durchbraten mussten – so streng war die Kontrolle lange nicht gewesen, auch wenn es der Dame sichtlich leid tat. Onguma lag direkt ums Eck, die neue Campsite ist großzügig angelegt, ca. 15 Meter sind zwischen den einzelnen Plätzen, jede Campsite hat ein eigenes Küchen-/Toiletten-/Duschhaus. Ich fand die ganze Atmosphäre (es waren außer uns keine Gäste anwesend) sehr entspannend, und der zuständige Mitarbeiter nahm sich viel Zeit für ein Schwätzchen. Zusammengefaßt war Etosha mit enorm vielen Sichtungen gesegnet, was allerdings auch zu hunderttausend Film- und Fotopausen wegen jeder Giraffe und jedem Zebra führte.. was sich etwas außerhalb der guten Filmreichweite befand, war dann uninteressant. Ärger.. aber sehr souveräne Südafrikaner, die ruhig Platz machten.. vorhersehbar war die Situation nicht, die 2. Gruppe von Elefanten war nicht zu sehen gewesen..
schon wieder Elefanten.. Der Elefantenbulle, der der großen Herde folgte..
Teil 1622. Okt. 2016
Nochmal der Bulle..
Die Strecke nach Düsternbrook verlief dann ohne Probleme. Düsternbrook hatten wir wegen der Nähe zu Windhoek und Flughafen als letzte Station Erindi vorgezogen (die Wünsche der Freunde waren im Vorherein: unbedingt Zebra und Giraffe, Elefanten, und super wäre Hippo.. sonst alles was kommt). Die Lage der Lodge ist wunderschön über dem Flußbett, wir hatten (sündhaft teuer) die beiden Hippo-Chalets (eins Holz weiter hinten am See, eins Stein weiter vorne; inzwischen ist der See wohl „ein“ größerer See, weil wohl der Damm dazwischen gebrochen ist). Das Ganze war neben 3 Tagen Erindi im Chalet das teuerste, was ich jemals in NAM gemacht habe, und leider die größte Enttäuschung. Für den Preis fand ich das Gebotene nicht hinreichend, die Lage am Wasser ist super, rundum Berge/Hügel, Hippos zum Anschauen, Wasservögel, nachts war anderes Getier vor dem Haus (Antilopen). Aber: Die Räume und Ausstattung sind sehr abgewohnt und nicht liebevoll gestaltet, bei dem Preis für mich ein „no-go“. Die Toilette ist einfach in den Raum integriert, nach oben ins Zimmer offen, die Fenster bieten Mückennetze, die aber großteils kaputt sind, außerdem sind durch die Fugen im Holzhaus genügend Mücken gekommen. Anfangs war das Haus drückend heiss, später dann kalt. Im Steinhaus funktionierte weder das Wasser noch das Licht (solarbetrieben; was zu Schadenfreude ob des Wasserstreits führte, dort wohnten nämlich unsere Freunde wegen der besseren Sicht auf die Hippos). Das gebuchte Essen als Abschluss war auch eine Enttäuschung: Alle Personen sitzen zusammen an einem Tisch (ca. 15), was ich nicht sonderlich mag, und bei einem so großen Gästebetrieb auch nicht erwarte! Das Essen war nicht sonderlich gut und vor allem nicht reichlich: Kudubraten, Nudeln, Blumenkohl, Salat vorneweg, kleines Stück Apfelkuchen. Alles ging im Laufe des Essens aus, und nachgefüllt wurde nicht. Das bei einem Preis von 250 oder 300 N$ pro Nase ohne Getränke – das habe ich in Namibia noch nie erlebt. Der Service für Aktivitäten und beim Essen war eher lustlos.
Höhepunkt war der Morning Drive: Gebucht für uns 4, exklusiv ein Auto, zum Leopard und zu den Geparden. Auskunft: Sonnenaufgang, 6.30 Uhr. Das hiess im Dunkeln aufstehen, packen, einräumen, und kein Blick mehr auf die Hippos. Im Endeffekt standen wir dann am Haupthaus und warteten 30 Minuten, bis der Guide anschlappte. Meine Beschwerde bei der Empfangsdame brachte mir den lapidaren Hinweis ein, sie wüsste doch nicht, wann die Sonne genau aufginge.. diese Antwort bereute sie dann allerdings im Nachhinein, vermute ich.. ! Der Gamedrive selbst war gut durchgeführt, der Guide liess sich Zeit und erklärte viel.
Zusammengefasst kann ich Düsternbrook nicht empfehlen, für eine Nacht (und Gamedrive) haben wir zu viert mehrere Tausend N$ gezahlt, die so nicht gerechtfertigt waren.
Am nächsten Tag folgte dann nur die Abgabe des Autos, und abends das Fahren der Freunde zum Flughafen. Die Rückgabe funktionierte gut, es wurde nichts bemängelt.
Ausblick vom Hippo Chalet auf den Staudamm (unterer Teil) am oberen Chalet.. Das Holz-Chalet
Teil 1722. Okt. 2016
Morning Drive: Die Leopardin.. nur im "Käfig", aber trotzdem beeindruckend! Andere Leos ignorieren uns seit Jahren.. 🙁
Teil 1822. Okt. 2016
Die Geparden.. jeglicher Respekt ging verloren, als die Großkatzen um Futter bettelten, und - nein - nicht grollten, sondern ein zartes "Miau" wie eine Stubenkatze absonderten..