Permits Mesum Krater und Dorob Nationalpark

17 Antworten · 3'737 Aufrufe · gestartet 02. Sept. 2016 von desertcruiser
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Themenstarter56 Beiträge · seit 201302. Sept. 2016 ·
Hallo,
wir sind im Oktober wieder in Namibia und wollen von Swakop aus über Cape Cross zum Mesum Krater, Dorob Nationalpark und dann weiter zum Brandberg. Soweit ich mich eingelesen habe, benötigen wir für den Dorob NP ein permit. Bekommen wir das auch in Windhoek beim MET? Und wo gibt's das in Swakop? Für den Mesum Krater selbst benötigt man ja keines - oder?
Wäre für eine kurze, aktuelle Info dankbar.
Gruß
desertcruiser
"Von Zeit zu Zeit braucht jeder ein bisschen Wüste", Sven Hedin
2'097 Beiträge · seit 200602. Sept. 2016 ·
Hallo desertcruiser,

man braucht auch für den Besuch im Messum-Krater ein Permit. Dieses bekommst du in Swakopmund ebenfalls beim "Ministry of Environment and Tourism" (MET) an der Ecke Sam Nujoma/ Bismarck Straße. Camping ist im Messum übrigens nicht erlaubt.

Viel Spaß bei der weiteren Planung,
Uwe
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33,1k Beiträge · seit 200602. Sept. 2016 ·
Hi desertcruiser,

wo und wie Du Permits bekommst steht hier http://www.travel-namibia.com/national-parks/fees/
Für Dorob brauchst Du auf vielen Strecken kein Permit. Wo genau steht hier http://www.travel-namibia.com/wp-content/uploads/2015/03/DorobNationalPark-Flyer-Dec2011.pdf bzw.http://www.travel-namibia.com/wp-content/uploads/2015/03/DorobNationalPark-Maps-Dec2011.pdf

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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177 Beiträge · seit 201502. Sept. 2016 ·
Das ist aber immerhin verwirrend. Generell schein der Dorob-Nationalpark /noch) weitesgehend Permit-frei zu funktionieren, laut Karten gilt dies auch für die 4x4 Tracks zum Messum-Krater. Dies steht aber im Widerspruch zu den Aussagen bei Henties-Bay-Tourism

Siehe hier

Nach dieser Quelle ist für die Tracks ein Permit notwendig, das in Henties Bay erhältlich ist.

Weiß jemand, ob es sich um den "Eintritt" zum Dorob NP handelt oder ob es sich um ein spezielles Strecken-Permit handelt?
33,1k Beiträge · seit 200602. Sept. 2016 ·
Hi Mike17,

das war vor wenigen Wochen Thema hier (http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/290046-ugab-river-flussbett-befahrbar.html) und im Januar (http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/288166-messum-crater-permit-und-wege.html)

Viele Grüße
Christian
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177 Beiträge · seit 201502. Sept. 2016 ·
Das hatte ich gesehen, beantwortet aber nicht so richtig meine Frage. Laut Dorob-Broschüre ist der Messum-Krater "no permit required", laut Henties Bay Tourism muss man genau dort eine permit erwerben, um die Strecke zu fahren. Wollte eigentlich wissen, ob schon mal jemand diesen zumindest scheinbaren Widerspruch "praktisch" aufgelöst hat.
33,1k Beiträge · seit 200602. Sept. 2016 ·
Hi Mike,

in der Broschüre (letzter STand - mein Link war von 2011) die Henties Bay Tourism verlinkt steht auch ganz klar, dass kein Permit nötig ist, außer für ORV in den Dünen zw. WVB und SWK: http://hentiesbaytourism.com/images/downloads/DorobNationalPark_RulesRegulations_Dec2012.pdf

Viele Grüße
Christian
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177 Beiträge · seit 201502. Sept. 2016 ·
Danke, dann werde ich mal versuchen, das ganze direkt mit Henties Bay zu klären und halte Euch auf dem laufenden (mein praktisches Problem ist nämlich, dass ich wahrscheinlich an einem Sonntag Nachmittag in Henties Bay aufschlagen werde und da ggf. kein permit mehr bekomme).
1'166 Beiträge · seit 200802. Sept. 2016 ·
Bin Anfang Juni durch den Messumkrater gefahren - ohne Permit. Hinweisschilder, dass ein Permit benötigt wird, gab es keine (mir schon klar, dass man daraus nicht schließen kann, das kein Permit benötigt wird (An der Grenze zum Skeleton Coad NP stehen alle Nase lang solche Hinweisschilder)).

Der beschriebene 4x4-Trail (im Süden rein und im Westen wieder raus) erfodert kein 4x4 und auch keine hohe Bodenfreiheit, weist allerdings übelstes Wellblech auf.

Grüße
Axel
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zuletzt bearbeitet 02. Sept. 2016
2'097 Beiträge · seit 200603. Sept. 2016 ·
Hallo zusammen,

wir sind im Juli von Nordwesten kommend in den Messum Krater gefahren und haben auf dem Weg kein Schild gesehen, dass ein Permit benötigt wird, und wir hatten auch keines. Als wir an einem Picknickplatz Pause machten, näherte sich ein Fahrzeug mit Rangern. Sie fragten nach unserem Permit und behaupteten, dass wir ein Schild übersehen hätten. Sie beließen es zum Glück bei einer Verwarnung. Auf dem weiteren Weg Richtung Cape Cross lag kurz vor dem Abzweig auf die Küstenstraße ein Permit-Schild auf der Erde.
Auch wenn die Beschilderung nicht überzeugend ist, war die Aussage der Ranger eindeutig.

Viele Grüße
Uwe
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99 Beiträge · seit 201604. Sept. 2016 ·
Ja Messum braucht ein Permit. Ende Juli wollte ich auch hin von Swakop aus, aber dämlicherweise am Samstag vergessen, ein Permit in Swakop zu holen. Am nächsten Tag war Sonntag und in Henties Bay war die alte Touri-Info geschlossen und die neue noch nicht auf.
Wäre aber zeitlich nach Palmwag eh eng geworden, Ärger hielt sich in Grenzen 😉
16,9k Beiträge · seit 201219. Aug. 2025 ·
Küstenparks im Fokus

...
Tiefgreifende Schäden
Der WWF bezeichnete die Lage im Messum-Krater als besonders alarmierend. Neue Fahrzeugspuren beschädigen das empfindliche Gelände und verliefen teilweise direkt über tausend Jahre alte Welwitschia-Pflanzen, die trotz ihrer Anpassung an die Wüste sehr empfindlich sind. ...
Geplant sind unter anderem die Errichtung von Schutzbarrieren sowie die Aufstellung von Beschilderungen, die Besucher zu verantwortungsbewusstem Verhalten anleiten. Außerdem werden interaktive Karten erstellt, die gefährdete Stellen und Sperrzonen hervorheben. ...


LG
Logi
93 Beiträge · seit 202220. Aug. 2025 ·
Logi schrieb:Küstenparks im Fokus

...
Tiefgreifende Schäden
...
Geplant sind unter anderem die Errichtung von Schutzbarrieren sowie die Aufstellung von Beschilderungen, die Besucher zu verantwortungsbewusstem Verhalten anleiten.

Ich würde denken, eine einzige Grader-Fahrt kann hier mehr bewirken als 1000 neue Schilder und Barrieren.
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
16,9k Beiträge · seit 201220. Aug. 2025 ·
magpie13 schrieb:
Logi schrieb:Küstenparks im Fokus

...
Tiefgreifende Schäden
...
Geplant sind unter anderem die Errichtung von Schutzbarrieren sowie die Aufstellung von Beschilderungen, die Besucher zu verantwortungsbewusstem Verhalten anleiten.

Ich würde denken, eine einzige Grader-Fahrt kann hier mehr bewirken als 1000 neue Schilder und Barrieren.
Und Du möchtest dann mit dem Grader die noch verbliebenen endemischen Pflanzen endgültig beseitigen?

LG
Logi
1'097 Beiträge · seit 200920. Aug. 2025 ·
@Logi,

warum sollte Maintenance die noch verbliebenen endemischen Pflanzen endgültig beseitigen? Das Gegenteil ist doch der Fall. Wenn die Piste gepflegt würde, wäre das Problem imho nicht existent. Die stetig wachsende Zahl an neuen Tracks neben der Piste entsteht doch dadurch, dass es den Fahrern zu mühsam ist aufgrund des Zustandes. Das ist keine Relativierung aber da liegt doch auf der Hand, dass die einfachste Lösung darin besteht, die Piste in gutem/akzeptablem Zustand zu halten.
Warum die Pflege einer seit Ewigkeiten bestehenden Piste Pflanzen beseitigen soll, musst du bitte erklären. Da wächst doch gar nichts?!

Liebe Grüsse
Guido
33,1k Beiträge · seit 200620. Aug. 2025 ·
Die stetig wachsende Zahl an neuen Tracks neben der Piste entsteht doch dadurch, dass es den Fahrern zu mühsam ist aufgrund des Zustandes.
In 5% der Fälle mag das so sein, in 95% sind es schlichtweg abenteuerlustige Menschen, denen Regeln egal sind, die einfach gerade von A nach B fahren wollen, egal ob da schon eine "offizielle" Fahrspur ist oder nicht. Und die vorhandenen Hauptpisten sind eben auch keine öffentlichen Straßen und werden deshalb auch nicht gepflegt. Die Permit-Regeln sind auch eindeutig was "off-road driving" angeht, d. h. es ist schlichtweg verboten abseits der vorhandenen Hauptsuren zu fahren. Die Konsequenz anhaltenden Fehlverhaltens sind eben dann noch strengere Regeln, womöglich Verbote das Gebiet ganz allein (ohne Guide oder so) zu befahren usw. Die gleichen Phänomene gibt es ja nicht nur in Messum, sondern in weiten Teilen anderer Gebiete.

Viele Grüße
Christian

P.S. Ich hatte die Aussage ("Ich würde denken, eine einzige Grader-Fahrt kann hier mehr bewirken als 1000 neue Schilder und Barrieren.") auch so, wie scheinbar Logi, verstanden, dass man mit einem Grader alle illegalen Fahrspuren begradigen soll. Und das ist eben aufgrund der Natur nur mit weiterer Zerstörung möglich.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
93 Beiträge · seit 202220. Aug. 2025 ·
Logi schrieb:Und Du möchtest dann mit dem Grader die noch verbliebenen endemischen Pflanzen endgültig beseitigen?
Nein, das teilweise 10-20cm hohe "Wellblech" auf der existierenden, ganz offensichtlich gezielt gebauten, aber aktuell in Abschnitten komplett unbefahrbaren Piste.

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Idee hinter der Grader-Fahrt so offensichtlich ist, dass sie keiner weiteren Erklärung bedarf. Falls nicht, wäre frei nach "Captain Obvious" vielleicht ein Hinweis an die zuständigen Stellen hilfreich.
travelNAMIBIA schrieb:
Die stetig wachsende Zahl an neuen Tracks neben der Piste entsteht doch dadurch, dass es den Fahrern zu mühsam ist aufgrund des Zustandes.
In 5% der Fälle mag das so sein, in 95% sind es schlichtweg abenteuerlustige Menschen, denen Regeln egal sind, die einfach gerade von A nach B fahren wollen, egal ob da schon eine "offizielle" Fahrspur ist oder nicht.
In meinem Menschenbild resultieren die Fahrspuren eher daher, dass die Fahrer (berechtigte) Angst um ihr Fahrzeug und vulgo in dieser verlassen Gegend auch um ihr Leben und das ihrer Mitfahrer haben und die Piste folglich zur Gefahrenminderung verlassen.

Wenn ich mir die (informellen und vermutkich auch illegalen) Mining-Aktivitäten in der Gegend so anschaue, würde ich auch bezweifeln, dass die meisten Fahrzeuge zu touristischen Zwecken dort unterwegs sind.
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
16,9k Beiträge · seit 201220. Aug. 2025 ·
travelNAMIBIA schrieb:
P.S. Ich hatte die Aussage ("Ich würde denken, eine einzige Grader-Fahrt kann hier mehr bewirken als 1000 neue Schilder und Barrieren.") auch so, wie scheinbar Logi, verstanden, dass man mit einem Grader alle illegalen Fahrspuren begradigen soll. Und das ist eben aufgrund der Natur nur mit weiterer Zerstörung möglich.
Genau so.
Mir fiel dazu sofort wieder die gut gemeinte, aber schlecht gemachte Umsetzung im Dorob NP nach den Mad Max Dreharbeiter, ein.
Dabei wurden zwar die Spuren beseitigt, jedoch der Natur gravierender Schaden zugefügt.

LG
Logi