Vom KTP zum Okavango Delta?

18 Antworten · 2'753 Aufrufe · gestartet 05. Juni 2016 von Berg-Eule
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201305. Juni 2016 · #1
Hallo,

ich fürchte, wir sind unheilbar erkrankt am Afrika-Fieber! 😉 Eigentlich sollte es 2017 in einen ganz anderen Erdteil gehen, aber nachdem wir gestern via TV wieder einmal in Namibia waren, wurden diesbezügliche Pläne aus unstillbarer Sehnsucht über Bord geworfen.

Nun gibt es zwei Ecken, die wir gern erkunden würden, den KTP (auch dank des wunderbaren Reiseberichtes von Loeffels) und das Okavango Delta, wo wir gern auch ein paar Tage Hausboot einbauen möchten. Reisezeit wäre um Pfingsten 2017, Dauer drei Wochen exklusive der Flugtage. Wir werden wieder mit Guide/Fahrer reisen und benötigen feste Unterkünfte - aber so weit bin ich noch nicht.

Bevor ich in Detailplanungen einsteige, habe ich eine grundsätzliche Frage: Wie kommt man vom KTP zum Delta? Kann man in der Mabuasehube Section den Park verlassen und über Tshane auf die A3 gelangen - wenn ja, was für Straßenzustände findet man da vor?

Oder kann man nur über Mata Mata oder Twee Rivieren raus? Muss man dann südöstlich ganz außen herum durch Südafrika fahren (Werda, Kang)? Selbst wenn man über Khakwe, Kolokwane "abkürzen" kann, müsste man ja, um dann nach Norden zu fahren, wieder durch die Mabuasehube Section. Auf meiner Karte sind da Pads verzeichnet, aber darf man da einfach den Park durchqueren?

Andernfalls über Namibia (Gobabis)? Das wären ja enorme Strecken!

Also grunsätzlich: Lassen sich KTP und Delta überhaupt sinnvoll verbinden?
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
3'883 Beiträge · seit 201105. Juni 2016 · #2
Hallo Berg-Eule,
lt. Ilona Hupe beträgt die Entfernung vom Kaa-Gate bis Kang 242 km, Fahrzeit 6 - 7 Stunden, davon 60 km schwieirge Piste aufgrund von Lkw-Spuren. Demnach kann man den KTP am Kaa-Gate betreten.
Das Gate zur Mabuasehube Sektion ist von dreierlei Richtungen zu erreichen. Die Zufahrt von Kokotsha gilt als die beste. Gesamtstrecke 123 km, 4 - 5 Stunden Fahrzeit. Teils Tiefsand.
Alle Zufahrten sind genau beschrieben, ich kann den Hupe Reiseführer aus eigener Erfahrung bestens empfehlen. Ich nehme stark an, dass du an beiden Gates den KTP genauso gut auch verlassen kannst.

Danke für den Hinweis auf die Löffels, den RB habe ich bisher nicht gelesen. Ich komme mit Lesen zur Zeit gar nicht nach.


LG freshy
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zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201305. Juni 2016 · #3
Danke Freshy für deine Infos. Wir waren - abgesehen von einem Abstecher zu den Vic Falls - bisher jedes mal in Namibia, andere Reiseführer muss ich mir also erst besorgen, weil das nun etwas überraschend kam. 😉

Habe mir schon gedacht, dass die Pads dort keine Autobahnen sind 😁 deshalb bin ich froh, dass wir einen Fahrer haben werden, aber der weiß noch nichts von seinem "Glück"! Bisher hatte er mit uns immer Routen dabei gehabt, die er selbst noch nicht kannte; tja, wer hier im Forum ist, erfährt Sachen, ... 😛
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Gast05. Juni 2016 · #4
Guten Morgen Berg-Eule,
ein paar Hinweise, damit du das rechtzeitig berücksichtigst:
Du kannst vom KTP in Kaa oder Mabuasehube nach BW, MUSST die Einreiseformalitäten aber in TR erledigen
UND, ohne eine paar Tage zu Kampieren geht das nicht. In Rooiputs (und Polentswa?) gibt es eine sehr teure lodge, aber Kaa und Mabua haben keine festen Unterkünfte.
Grüße
Nachtrag: Ich bin automatisch davon ausgegangen, dass Du über Mata Mata in den KTP kommst. Wenn Du jedoch auf der BW-Seite ein- und ausreist brauchst du nicht nach TR. Regel: Selbe Seite raus wie rein: Keine Grenzformalitäten. Aber auch so geht es nicht ohne zu kampieren
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201305. Juni 2016 · #5
Danke leser, ich sehe schon, das wird schwieriger als gedacht. Selfcatering haben wir schon gemacht, aber Campingausrüstung wollten wir eigentlich nicht mitnehmen. Was Grenzformalitäten betrifft, so nehmen wir ja einen Guide mit, der sich damit hoffentlich auskennt. Durch ihn müssen wir auch keine Angst vor schwierigen Pads haben, selbst würden wir uns so manches nicht zutrauen.

Das habe ich bei Bwana gefunden:

<<Erste feste Unterkunft bei Verlassen des KTFP nach Norden: .:

Enlang folgender Strasse (?) kommt nach 137 km vom Kaa-Gate das Entabeni Guesthouse. Das schöne an dieser Entdeckung ist, dass man es jetzt auch als Lodgegast ohne Campingausrüstung in einem Tag von Grootkolk Wilderness Camp oder Nossob Rastlager bis zur nächsten festen Unterkunft schafft.>>
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Gast05. Juni 2016 · #6
Hallo nochmals,
von dem Guesthouse in Hukuntsi wusste ich nicht, das schaut dann viel besser aus, also müsste es Kaa und ein Startpunkt ab mindestens Nossob sein. Von den südlicheren Camps aus ist das m. E. zu weit in einem Tag. TR/Rooiputs nach Kaa in einem Tag ist eine Gewalttour, mehr geht sicher nicht. Mabuasehube geht m. E. nicht ohne camping.
Falls du nicht unbedingt von Windhuk starten/abfliegen möchtest, ließe sich m. E. von Upington eine "schlankere" Tour machen.
Grüße
PS @ Grenzformalitäten: Die sind einfach, aber wenn du in Mata Mata rein und über Kaa hinausfährst musst du m. E. davor nach TR. Das heißt nicht, dass sich TR nicht lohnt, aber du musst es eben berücksichtigen. Nachdem sich die Streckenführung im KTP oft an der Verfügbarkeit der Quartiere zu richten hat, ist das eben ein Faktor.
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201305. Juni 2016 · #7
Hm, also machbar, aber stressig. Man kann dann wohl den Mabuasehube-Teil nur durchfahren, ohne sich dort aufzuhalten.

Wie gesagt, ich bin erst bei der sehr groben Planung und weiß gar nicht, was am Mabuasehube besonders ist, ob man was versäumt, wenn man nach ausführlichem Erkunden des restlichen Parks dort nur durchfährt.

Nun habe ich schon ein paar Tipps erhalten und werde damit unseren Fahrer/Guide anschreiben, ob er das mit uns machen würde.

Mein Mann sagte gestern: "Es kann nur eine Liebe geben"! 😉 ich habe jedenfalls Schmetterlinge im Bauch, wenn ich nur die Landkarte anschaue! (Und das in meinem Alter! 😊 )
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Gast05. Juni 2016 · #8
Mabuasehube ohne camping ist nicht möglich, nicht einmal wenn "man nur durchfährt", abgesehen davon, dass es auch keinen Sinn macht, genauso wenig wie durch Moremi nur durchzufahren, ist einfach schade das nicht für ein paar Tage zu genießen
Ich denke du musst Mabua streichen und dich für Ein-/Ausreise Kaa oder außen rum entscheiden.
Grüße
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201305. Juni 2016 · #9
Danke, leser, das erscheint mir sinnvoll.

Deinen Vorschlag wegen Upington behalte ich im Kopf, weiß aber nicht, ob das mit unserem Fahrer machbar ist.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'312 Beiträge · seit 200606. Juni 2016 · #10
Hallo Gabriele,

machbar ist fast alles.
Allerdings sehe ich große Schwierigkeiten für den KTP, was feste Unterkünfte angeht. Bei den Wilderness Camps sind oft nur 4-5 Hütten verfügbar. Und in der kühlerern Reisezeit fast sofort weg. Da bleiben meist nur die Main-Camps und das KalahariTented Camp.
Einfacher wäre dies definitiv als Camping Tour. Dies sowohl im KTP als auch Moremi/Savuti.
Macht in der Trockenzeit auch viel mehr Spass.
Viel Spass beim Planen!

LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201306. Juni 2016 · #11
Danke Claudia, leider kommt Camping für meinen Mann nicht infrage, er hat einige Bandscheibenvorfälle und braucht ein Bett.
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201306. Juni 2016 · #13
Danke für deinen Vorschlag, marimari, ich werde ihn "abspeichern" und drüber nachdenken.
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201307. Juni 2016 · #14
Hallo,

Freshy hat den Ilona Hupe-Reiseführer für Botswana erwähnt; wird dort auch der südafrikanische Teil des KTP beschrieben?

Vom Iwanowski konnte ich ein Inhaltsverzeichnis einsehen, da werden beide Teile behandelt.
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5'479 Beiträge · seit 200907. Juni 2016 · #15
Bezüglich Rücken und Camping. Es gibt heutzutage Isomatten, die einen besseren Komfort für einen kaputten Rücken bieten als so manche Betten in festen Unterkünften. Wenn man so eine Isomatte dabei hat, kann man sicher sein rückenschonend zu liegen. Ich habe eine Menge Camper mit Bandscheibenvorfall im Freundeskreis. Da hat keiner Probleme.
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201307. Juni 2016 · #17
Hallo Topobär, das Liegen auf solchen Matten mag ja komfortabel sein, aber das Hinlegen und Aufstehen weniger - da streiken dann auch die Knie. 😊 Tented Camps mit Betten wären schon angenehmer als Bodenzelte. 😉 Aber da lässt sich ja auch was finden.

Hallo Stefan, danke für den Link. Für das Delta habe ich schon bei Bwana gestöbert, für den KTP noch nicht. Und in deinem Reisebericht habe ich mir natürlich noch einmal speziell die infrage kommenden Unterkünfte angeschaut.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'835 Beiträge · seit 201510. Juni 2016 · #18
Hallo, wenn du mal meinen Reisebericht von 2014 liest, siehe unten, wirst dunsteten wie wir es geschafft haben zuerst den KTP und danach CKGR und Moremi zu besuchen. Wenn du in Nossob ein Chalet buchen kannst, ist es eine ganztägige langweilige Reise von Nossob über das Ka'a Gate zum Kalahari Highway zu gelangen. Eine tiefsandige Fahrt, lang aber problemlos. Dieses Jahr gehen wir bei Mata Mata rein und wieder raus, machen eine Übernachtung westlich von Gobabis und kommen am nächsten Tag in Maun an. In 2014 waren wir zwei Autos was den Regeln entspricht, heuer haben wir keine Feunde mit, so habe ich entchieden den sicheren Weg in Nam zu fahren. Wenn ihr nicht viel Zeit habt, würde ich auch nach Windhoek zurückkehren und dann direkt ins Delta in ein Camp fliegen. Good luck!
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201310. Juni 2016 · #19
Hallo Sadie, danke für deine Infos, ich werde deinen Reisebericht heute Abend studieren.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)