BObonsaifloThemenstarter3 Beiträge · seit 201630. Mai 2016 · #1Liebe Leser/Afrikakenner,
Ich plane mit meiner Freundin zur Zeit meinen Urlaub für November, Dezember und mir schwirrt im Kopf eine Tour vom Krüger NP (SA) via Botswana via Victoria Falls nach Windhoek evtl via Etosha. Hierzu habe ich ein paar Fragen an die Profis hier.
Vorab kurz zu uns: Wir sind beide Studenten und 25 Jahre alt. Ich habe bereits ein Jahr in Kapstadt gelebt und Südafrika entsprechend schon ausgiebig bereist... bis auf Krüger;)
Budget: max 3.500 EUR und ca 5 Wochen Zeit...
Grundsätzlich haben wir Lust auf (rustikaleres) Camping mit 4WD und Rooftent und auch schon ein bisschen (normale) Campingerfahrung.
Ich habe nun einiges über Botswana gelesen, aber habe nie so recht eine Antwort auf die Frage gehört ob Botswana für klassischen Individualtourismus im Sinne von 4WD geeignet und bezahlbar ist? Alternativ steht Westaustralien auf dem Plan aber das kann man meiner Meinung nach auch später mal mit Kindern machen. Lohnt sich Botswana also auch mit unserem Budget oder empfehlt Ihr uns was anderes? Man hört immer dass Botswana eher Luxusreisende anspricht, die mit ihrem 4WD die nächste Luxuslodge ansteuern.
Eine weitere Frage die mir im Kopf rumschwirrt ist ob ich Botswana selber fahren kann oder nicht. Eine Selbstfahrertour kommt nicht in Frage da sie unser Budget vermutlich sprengt.
Über ein paar Ratschläge und Meinungen würde ich mich freuen.
Liebe Grüße aus München
Flo
Logi16,9k Beiträge · seit 201230. Mai 2016 · #2Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
Mellie1248 Beiträge · seit 201530. Mai 2016 · #3Hallo Flo,
Botswana lohnt sich für Individualtouristen auf jeden Fall. Es gibt auch nicht nur Luxus Lodges sondern auch Campsites in den National Parks. Auch ausserhalb der Parks gibt es Unterkünfte (viele bieten neben B&B auch Campsites an), die auf Selbstfahrer zugeschnitten sind. Billig ist Botswana allerdings trotzdem nicht. Ich würde Dir empfehlen hier im Forum mal in Reiseberichten zu stöbern um einen Eindruck zu bekommen, was einen Selbstfahrer dort erwartet. Der Botswana Reiseführer aus dem Hupe Verlag (auf Selbstfahrer zugeschnitten) ist auch sehr zu empfehlen um einen Überblick zu bekommen.
LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
BObonsaifloThemenstarter3 Beiträge · seit 201630. Mai 2016 · #4Hi Logi,
Sorry fürs Missverständnis. 3500€ pP. Wobei ich vermute dass 2500€ pP für Flüge und Fahrzeug draufgehen.
Hi Melli,
Vielen Dank für deinen Beitrag, ich werde dann mal weiterstöbern.
Aber grundsätzlich höre ich bei dir jetzt nicht durch, dass der Idee unmachbar ist;)
Lg
STStrubi86173 Beiträge · seit 201430. Mai 2016 · #5Hallo Flo,
Logi hats ja schon angesprochen: Um deine Frage beantworten zu können, müssten wir wissen, ob das Budget pro Person oder insgesamt ist und ob der Flug davon auch bezahlt werden muss!? Sollte es insgesamt sein, dann könnt ihr euch eure Tour wohl leider abschminken. Und auch 3500 pro Person sind bei 5 Wochen in Afrika leider nicht allzu viel.
Zum Thema Selbstfahren in Botswana: Möglich ist das auf jeden Fall. Machen wohl auch die meisten hier. In den Nationalparks hat man halt häufig mit Tiefsand zu kämpfen (in den nördlichen Parks ggf. auch mit Wasserdurchquerungen). Ein 4x4 mit ausreichend Bodenfreiheit ist in Botswana Pflicht, zumindest, wenn man selber auch in die NPs fahren will. Ob man sich das dann zutraut, muss jeder für sich entscheiden. Wir haben es ohne vorherige Erfahrungen gemacht und nicht bereut. Entsprechendes Auto, Respekt aber keine Angst, ein bissl Vorbereitung (ein bissl einlesen in die Technik und wie man sich in verschiedenen Situationen verhalten sollte, ggf. ein 4x4-Fahrtraining)... dann ist das mMn machbar. Wir haben es jedenfalls ohne Probleme, geschweige denn gefährliche Situationen geschafft 😉 .
Was die Bezahlbarkeit betrifft ist Botswana auf jeden Fall teurer als Südafrika und Namibia. Lodges sind bei eurem Budget (egal ob pro Person oder insgesamt) wohl nicht drin. Aber ihr wollt ja scheinbar eh campen (richtig so, wir fanden es grandios 😉 ). Das ist zwar auch nicht ganz günstig - ich meine, die Preise für eine Campsite in einem Nationalpark liegen derzeit bei um die 50€ +- pro Person und Nacht (korrigiert mich, wenn ich da vollkommen daneben liegen sollte) zzgl. der Nationalparksgebühren - , aber eben deutlich günstiger als Lodges.
Gruß
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200630. Mai 2016 · #6Hallo Flo,
das Budget reicht nicht... bzw. ihr wollt zu viel dafür. Botswana ist mit das teuerste Reiseland in Afrika (auch für Camper).
Wenn Du nur mal grob €100/Tag fürs Auto ansetzt, bist Du bei €2500 für 5 Wochen. Flug schlägt mit €1000 pp zu Buche, d.h. ihr habt für alle Unterkünfte, Ausflüge, Treibstoff, Essen etc. € 2500. Mit € 75 am Tag werdet ihr es auch als Camper nicht so richtig "urlaubsgerecht" hinbekommen.
Was könnt ihr tun? Mehr Geld auftreiben 😉 oder kürzer reisen.
Wieso macht ihr nicht z.B. Krüger und die ganze Region (vielleicht runter bis Durban, Lesotho und Swasiland) oder macht - sofern Krüger doch kein Muss ist - eine ausgedehnte Namibia-Reise?
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Mellie1248 Beiträge · seit 201530. Mai 2016 · #7Vielleicht als ganz grobe Richtlinie was Campingkosten in Botswana angeht: Wenn wir unsere Gesamtrechnung angucken (hauptsächlich Campsites in den NPs und ein Paar Übernachtungen ausserhalb, z.B.Khama Rhino, Planet Baobab, Kaziikini Community Camp etc) kommen dabei unter dem Strich rund €50 pro Person/Tag für Campsites und Park Eintritt raus. Was Ihr letztendlich für Eure €3500 pp bekommt hängt wirklich davon ab, was Ihr sehen wollt und wie lange Ihr unterwegs seid.
LG, Mellie
LG, Mellie
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BObonsaifloThemenstarter3 Beiträge · seit 201630. Mai 2016 · #8Hallo Ihr Lieben,
Vielen Dank für eure Meinungen. Ich hatte es fast befürchtet.
Budget hochschrauben möchte ich ungerne machen. Da finde ich passt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr.
@Christian: In Südafrika (Gardenroute und Kapstadt) waren wir erst im Februar, deswegen wollte ich eigentlich nur Kruger abgrasen und dann direkt weiter.
Ich habe mich aber, um ehrlich zu sein, noch gar nicht mit einer Fahrt Richtung Durban auseinandergesetzt. Aber ich vermute da kann man dass auf ein 4WD verzichten und günstige Lodges mit dem Mietwagen abfahren. Ich werd mich mal informieren!
Vielen Dank nochmals und liebe Grüße
Flo
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201230. Mai 2016 · #9Also mit 7000 Euro wird es schon eng - besonders wenn ihr viel in Botswana unterwegs seid. Hier mal die Kosten meiner Reise und die Route:
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Ich habe bis jetzt nur eine Reise gemacht (jedenfalls mit Mietwagen - auf meinen Radtouren habe ich ganz andere Kosten, die aber nicht hierher gehören).
2012 bin ich mit meiner Familie (2 Erwachsene + 6 1/2 jähriger Sohn) in 4 1/2 Wochen von Johannesburg - Panoramaroute - Krüger NP; Zimbabawe - Matobo NP- Hwange NP - Victoria Falls; Botswana - Chobe Riverfront; Namibia - Caparivi (mit Babwata NP) - Etosha NP - Twyfelfountain - Skeleton coast NP - Namib desert (Mirabib) - Sossusvlei - nach Windhoek gefahren. Insgesamt 6800km.
Ich war mit 4x4 und Dachzelt unterwegs, Flug mit SAA. Insgesamt hat die Reise 8400Euro gekostet - da ist aber wirklich alles dabei, wie Flugtickets, NP Gebühren,Heli-Flug über die Victoriafälle, Benzinkosten (die bei 6800km auch gut ins Gewicht fallen), Einwegmiete fürs Auto (ca. 400Euro), Essen etc - also Kosten von Flughafen München und zurück.
Wir haben aber eben nur gecampt - teilweise auch wild.
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Kommt man zwar auf ca. 3000 Euro pro Nase - aber Mietwagen geht eben hier durch 3, dann waren wir nicht so viel in Botswana unterwegs, dafür in Zimbabwe, was schon weitaus preisgünstiger als Botswana ist. Wie gesagt, kommt eben drauf an, wie lange ihr euch wo aufhalten wollt. Wenn ihr viel in Botswana sein wollt und dann noch hauptsächlich in den NPs wird es sehr eng, wenn nicht unmöglich.
toumtoum
AOaos1'166 Beiträge · seit 200806. Juni 2016 · #10Hallo,
was wollt ihr denn in Botswana besuchen? Man kann es auch einigermaßen günstig haben:
KTP: Camping 30 Pula p.P.
Central Kalahari: Camping 30 Pula p.P. bzw. 200 Pula p.P
Moremi: South Gate und Xakanaxa 260 Pula p.P.
Chobe: außerhalb bei der Ngoma Bridge oder Sinyati oder direkt in Kasane. Der Savuti-Teil geht allerdings nicht als Tagesbesuch (nur Transit von Khwai nach Ngoma).
(Außerhalb von Moremi am Khwai kann ich Tshaa Riverside Camp empfehlen 220 Pula p.P., am Khwai kann man auch viel Wild sehen ohne Parkgebühren)
Die Parkgebühren sind auch nicht so teuer. Sie liegen bei ungefähr bei 10 EUR p.P., im KTP sogar nur 2(!) EUR.
Grüße
Axel
Sille449 Beiträge · seit 201007. Juni 2016 · #11Hallo Flo,
ich möchte euch ermutigen, die Reise zu planen! Wir waren 2011 zu viert in Botswana, in der Hauptsaison Juli/August für vier Wochen und haben ziemlich runde 10 000 € ausgegeben. Wir hatten ein Auto mit rooftents, haben nach Ankunft und vor Abreise in Windhoek in einer Pension übernachtet, waren ab und an mal im Restaurant, waren in der Etosha, im Chobe, an den Vic Falls, 10 Tage im Delta, im Discovery Bed and Breakfast in Maun für ein paar Tage, haben einen Flug übers Delta gemacht... Ich habe nicht das Gefühl, wir haben schlecht gelebt! Allein die Flüge schlugen mit 3600€ zu Buche!
Also solltet ihr mit eurem Budget m.E. gut auskommen! Wenn ihr von Südafrika aus startet, kommt ihr doch mit weniger als 1000€ pro Flug aus, oder?
Wenn es hilft, könnte ich euch unseren alten Botswana Reiseführer ( Hupe Verlag) schenken, dann könntet ihr euch ein bisschen orientieren. Schreib mir ggf. eine pm.
Ansonsten: mutig voran!
Liebe Grüße von
Sille