Bitte um Tips für Sossusvlei

38 Antworten · 8'838 Aufrufe · gestartet 18. Mai 2016 von And101
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274 Beiträge · seit 200619. Mai 2016 ·
Hallo Sasa,

so genau habe ich mich mit diesen beiden Fahrzeugen noch nie beschäftigt, was die Bodenfreiheit betrifft, dachte immer, der Hilux hätte etwas mehr. 2014 hatten wir einen Furtuner Automatik. Mir dem sind wir sehr gerne gefahren, staubdicht und verhältnismäßig leise von den Fahrgeräuschen. Was wir etwas umständlich fanden, war ein Radwechsel. Das Werkzeug dazu etwas einfach, der Vorgang etwas schwierig. Um den Wagenheber zu plazieren, muß man sich unter das Auto legen. Daraufhin haben wir uns 2015 einen Toyota Hilux 4x4 gemietet, laut und leider undicht, alles wurde eingestaubt, hatten vergessen, Müllsäcke mitzunehmen. Für 2017 buchen wir wieder einen Furtuner.

Es ist wohl egal, mit welchem der beiden Fahrzeuge man die Fahrt durch den weichen, tiefen Sand wagt. Wenn ich die Beitrage dazu lese, was den Reifendruck betrifft, vergeht mir soweiso schon die Lust dazu.
Und ich brauche auch nicht die Bewunderung am Ende einer gelungenen Durchfahrt, noch die mitleidsvollen Blicke, wenn wir uns festgefahren haben, aufliegen und nach Hilfe suchen. Da steig ich doch lieber in den Shuttle und genieße den Tag in Ruhe, ohne einen Gedanken zu verschwenden, ob die Hin- und Rückfahrt wohl klappt.

So wie ich Deinen Reiseplan in Erinnerung habe, bleibt ihr doch 2 Nächte im Sossusvlei oder? Warum fahrt ihr dann nicht am ersten Tag nachmittags ins Vlei soweit ihr Lust habt, genießt die Zeit, wenn die Sonne untergeht und besteigt eine der Dünen. Je später am Nachmittag, desto weniger Besucher. Und am nächsten Morgen besucht ihr das Death Vlei.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine wunderschöne Reise durch das Land, es ist ja bald soweit.

Grüße aus dem Norden

Frank
3x Südafrika, 5x Namibia, Australien, 5x USA, Canada und in vielen Ländern Europas unterwegs.
7'306 Beiträge · seit 200619. Mai 2016 ·
Cananga schrieb:
Es ist wohl egal, mit welchem der beiden Fahrzeuge man die Fahrt durch den weichen, tiefen Sand wagt. Wenn ich die Beitrage dazu lese, was den Reifendruck betrifft, vergeht mir soweiso schon die Lust dazu.
Und ich brauche auch nicht die Bewunderung am Ende einer gelungenen Durchfahrt, noch die mitleidsvollen Blicke, wenn wir uns festgefahren haben, aufliegen und nach Hilfe suchen. Da steig ich doch lieber in den Shuttle und genieße den Tag in Ruhe, ohne einen Gedanken zu verschwenden, ob die Hin- und Rückfahrt wohl klappt.

... ich hatte mal auf einer Fahrt zum Sossusvlei im VW Golf 1 einen Australier von Windhoek aus mitgenommen. Der war die ganze Fahrt trotz (zu) hohen Tempos völlig entspannt. Ab dem 4x2-Parkplatz sind wir mit dem Shuttle reingefahren. Er hat unterwegs immer geschaut und gemeint, wir wären dort auch mit dem Golf reingekommen. Ich mit Sicherheit nicht, aber er kannte solche Pisten und vielleicht hätte der das wirklich geschafft.

Auf dieser Fahrt sind mir aber auch die Fehler der Touristen aufgefallen. Zu dichtes Auffahren auf den Vordermann war der erste. Grub sich der erste ein, steckte auch der zweite direkt fest. Der Shuttle war damals ein Unimog und der blieb immer mal stehen, um etwas zu erklären. Die Autos dahinter fuhren sich regelmäßig fest, weil sie zu dicht auffuhren. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der absichtlich stehenbleibt, damit sich ein Tourist festfährt. Mit ausreichend Abstand wäre das aber nicht passiert.

Fahren in hohem Gang mit niedriger Drehzahl ist der zweite Fehler. Das ist prima für den Alltag, aber im Sand halt nicht. Da ist ein niedrigerer Gang mit höherer Drehzahl besser, damit der Motor das nötige Drehmoment hat und man nicht schalten muss.

Ein Allradfahrzeug ist ja prima, hilft aber nicht, wenn man vergisst, den Allradantrieb auch einzuschalten. 😉
Sind Sperrdifferentiale vorhanden, sollte man auch diese verwenden. Dann kommt man dort eigentlich auch gut durch. Je breiter die Reifen sind, desto besser.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'080 Beiträge · seit 200919. Mai 2016 ·
@ Wolfgang,

du hast den Fehler mit dem Anhalten nebeneinander vergessen, das habe ich das letzte Mal erlebt, es war ja nett gemeint das andere angehalten haben um zu helfen aber die Idee drei Fahrzeuge nebeneinander an der engsten Stelle der Piste zu parken war mehr als dämlich dadurch haben sich etliche andere auch festgefahren weil sie einfach anhalten mussten bis das Hindernis weg war....

lg sasowewi
4'130 Beiträge · seit 200819. Mai 2016 ·
Hallo, Sasa,

ich nehme mal an, du möchtest einen entspannten Urlaub mit deiner Tochter... 😉
Dann rate ich dir, von der Idee Abstand zu nehmen mit ihr in der Nachmittagshitze zwei Stunden durch den heißen weichen Sand zu wandern – ohne dass ihr eine Möglichkeit habt, das Ziel zu genießen.
Ich wage zu behaupten, Du wirst ihr und euch nachhaltig die Laune verderben durch eine solche Gewalttour.
Denn wenn ihr am Dead Vlei ankommt müsst ihr auch schon wieder los.
Von unschönen Überraschungen, die euch erwarten könnten, wie Sandsturm etc. braucht man da gar nicht erst anfangen.

Wenn ihr eine Wüstenwanderung plant, dann beginnt sie morgens früh - und sehr gut ausgestattet mit Getränken!! und einem kleinen Picknick.
Den Rückweg am Mittag könntet ihr dann ja mit dem Shuttle machen.

Am Nachmittag des Ankunftstages empfehle ich euch eine entspannte Tour zur Düne 45. Nehmt euch was Feines als Sundowner mit auf die Düne, mit dem ihr den Sonnenuntergang zelebrieren könnt und rutscht danach entspannt nach unten.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2016
2'391 Beiträge · seit 201619. Mai 2016 ·
Wiedermal vielen herzlichen Dank für die vielen informativen Antworten. Ich denke wir werden es so machen, wie Lillitrotter vorschlägt und zu Düne 45 fahren und dann dort ein wenig hochklettern und nachher Sandrutschen.Ist das nicht problematisch wegen der oben genannten Dornen?
2 Stunden Sandwandern werde ich mir mit Kind nicht antun. Eine Stunde über den Nordseestrand war schon mehr als grenzwertig 😉 und da ist der Sand bestimmt nicht so tief.
Am zweiten Tag entweder Shuttle oder evtl. eine geführte Lodgetour ins Deathvlei.
Wie heiß wird es denn im Juli über Tag dort und wie kalt des nachts? Wenn man den Sundowner genießt muß man ja nachher im Dunkeln raus fahren. Ist das kein Problem? Normalerweise raten ja alle vom Nachts fahren ab?

Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
7'306 Beiträge · seit 200619. Mai 2016 ·
Hallo Sasa,

Dornen sind vor allem im Sossusvlei und auf dem Weg zum Deadvlei.
An der Düne 45 sind mir keine in Erinnerung.

Im Juli kannst Du nachts durchaus auch Frost haben. Tagsüber ist trotzdem T-Shirt-Wetter.

Von der Düne 45 zum Parkeingang ist die Straße asphaltiert und in ordentlichem Zustand. Natürlich kann jederzeit eine Antilope über die Straße rennen, daher ist dort auch ein Tempolimit von 60(?) km/h. Im Dunkeln fährt man halt lieber noch etwas langsamer.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'664 Beiträge · seit 201220. Mai 2016 ·
Sasa schrieb:Wiedermal vielen herzlichen Dank für die vielen informativen Antworten. Ich denke wir werden es so machen, wie Lillitrotter vorschlägt und zu Düne 45 fahren und dann dort ein wenig hochklettern und nachher Sandrutschen.Ist das nicht problematisch wegen der oben genannten Dornen?
2 Stunden Sandwandern werde ich mir mit Kind nicht antun. Eine Stunde über den Nordseestrand war schon mehr als grenzwertig 😉 und da ist der Sand bestimmt nicht so tief.
Am zweiten Tag entweder Shuttle oder evtl. eine geführte Lodgetour ins Deathvlei.
Wie heiß wird es denn im Juli über Tag dort und wie kalt des nachts? Wenn man den Sundowner genießt muß man ja nachher im Dunkeln raus fahren. Ist das kein Problem? Normalerweise raten ja alle vom Nachts fahren ab? Siehst das ja von der Asphaltstraße aus, kannst dann vor Ort entscheiden ob Du Dich da einreihen möchtest oder lieber weiter fährst.

Viele Grüße

Sasa
Die Vorschrift besagt daß Du vor Sonnenuntergang raus sein mußt. Da Dein Kennzeichen bei Einfahrt vermerkt ist, und Du bei Büroschluß noch nicht bezahlt hast, wird man entweder losfahren Dich zu suchen, oder über den Autovermieter habhaft werden.
Düne 45 ist der Treffpunkt des Massentourismus, der durch Reisebusse angefahren wird und alle dann in Reihe über den Dünenkamm hochlaufen. Für mich ein Grund diesen Ort zu meiden.
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2016
663 Beiträge · seit 201520. Mai 2016 ·
Swakop1952 schrieb:Düne 45 ist der Treffpunkt des Massentourismus, der durch Reisebusse angefahren wird und alle dann in Reihe über den Dünenkamm hochlaufen. Für mich ein Grund diesen Ort zu meiden.
Die Busse sind alle am Morgen da. Du musst hin, wenn die Busse durch sind, im Idealfall einfach auf der Rückfahrt. Wir waren als wir dort waren ganz alleine, kein weiteres Auto am Parkplatz der Düne, wir zu zwiet ganz oben, kilometerweit nur Natur und kein Mensch zu sehen. Ist nur eine Frage der richtigen Uhrzeit,
7'306 Beiträge · seit 200620. Mai 2016 ·
Namibia-Neuling schrieb:
Swakop1952 schrieb:Düne 45 ist der Treffpunkt des Massentourismus, der durch Reisebusse angefahren wird und alle dann in Reihe über den Dünenkamm hochlaufen. Für mich ein Grund diesen Ort zu meiden.
Die Busse sind alle am Morgen da. Du musst hin, wenn die Busse durch sind, im Idealfall einfach auf der Rückfahrt. Wir waren als wir dort waren ganz alleine, kein weiteres Auto am Parkplatz der Düne, wir zu zwiet ganz oben, kilometerweit nur Natur und kein Mensch zu sehen. Ist nur eine Frage der richtigen Uhrzeit,

... der Grund, warum die meisten Leute morgens dort hingehen, ist, dass man diese Düne relativ bequem bis Sonnenaufgang erreichen und besteigen kann und dann die Sonne zwischen anderen Dünen aufgehen sieht. Vor ca. 20 Jahren war das auch noch ok und kein solcher Trubel. Außerdem war die heute asphaltierte Strecke noch fiese Piste mit teils kopfgroßen Steinen, also auch keine Reisebusse.

Natürlich ist man um die Mittagszeit ziemlich alleine dort, aber eben ohne das Erlebnis des Sonnenaufgangs. Mir gehts da so wie Hajo. Als ich im September an der Düne vorbeifuhr, hatte ich auch keine Lust mehr darauf.

Gruß
Wolfgang
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169 Beiträge · seit 200707. Jan. 2019 ·
Da wir insgesamt vier Tage für den Sossusvlei Park zur Verfügung haben, wollen wir den Park intensiv erkunden. Zwei Nächte übernachten wir in der Sossusvlei Lodge, zwei Nächte in der Sossus Dune Lodge. Auch wenn die alten Hasen vielleicht die Augen verdrehen werden, habe ich noch ein paar Fragen, die bei mir offen geblieben sind. Vielleicht kann jemand helfen?

- Wie "frei" kann ich mich im Park bewegen, wenn ich der Sossus Dune Lodge übernachte? Man liest schon mal eine Stunde vor / nach Sonnenuntergang, mal von gar keinen Beschränkungen. Was ist denn jetzt erlaubt?

- Irgendwo habe ich mal was von einer "Alternativdüne" zur Düne 45 gelesen - also einer schönen Düne, die von der Straße aus leicht erreichbar ist. Weiß jemand zufällig, welche Düne gemeint ist?

- Und noch mal die leidige Frage zu den letzten 5 4x4 Kilometern. Wir haben einen Toyota Hilux 3.0 Automatik zur Verfügung, einen Kompressor an Bord und zur Not eine Schaufel. Viele viele tausend Kilometer auf dem Buckel, aber keine Sand-Fahr-Erfahrung. Ich schwanke, ob ich es wagen soll oder nicht. Ich weiß, dass ein Ratschlag schwierig ist, aber vielleicht hat der eine oder andere von Euch eine Meinung oder einen Tipp hierzu.

Herzlichen Dank!
1'068 Beiträge · seit 201308. Jan. 2019 ·
Hallo lormon,
meinst du mit "Alternativdüne" vielleicht die Elim-Düne? Sie liegt relativ Nahe am Eingang, so ca. 4,5 km.

Also, zum Sandfahren gibt es doch kaum eine bessere Gelegenheit...falls du steckenbleiben solltest, kommen genügend Leute vorbei, die dich wieder rausziehen können- zur Not ein Shuttle gegen Bezahlung. 🙂
Aber wenn du vorher ordentlich Luft aus dem Reifen lässt und nicht zu zögerlich aber mit Gefühl durch den Sand fährst, wird es schon gehen.

Vier Tage für Sossusvlei..nicht schlecht!

Viele Spass und tolle Bilder

Gruß
Mabe
33,1k Beiträge · seit 200608. Jan. 2019 ·
Hallo Lormon,
- Wie "frei" kann ich mich im Park bewegen, wenn ich der Sossus Dune Lodge übernachte? Man liest schon mal eine Stunde vor / nach Sonnenuntergang, mal von gar keinen Beschränkungen. Was ist denn jetzt erlaubt?
von der Sossus Dune Lodge gibt es kein weiteres Tor, d.h. Du bist im Nationalpark. Theoretisch kannst Du zu jeder Tages- und Nachtzeit zu den Dünen. Ansonsten gilt: Mit dem Fahrzeug nur auf den/dem Weg/en.
- Und noch mal die leidige Frage zu den letzten 5 4x4 Kilometern. Wir haben einen Toyota Hilux 3.0 Automatik zur Verfügung, einen Kompressor an Bord und zur Not eine Schaufel. Viele viele tausend Kilometer auf dem Buckel, aber keine Sand-Fahr-Erfahrung. Ich schwanke, ob ich es wagen soll oder nicht.
Du musst schon extrem viel falsch machen (z.B. keine Luft aus den Reifen lassen) um mit dem Auto steckenzubleiben.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'042 Beiträge · seit 201608. Jan. 2019 ·
Hallo,
lormon schrieb:
- Und noch mal die leidige Frage zu den letzten 5 4x4 Kilometern. Wir haben einen Toyota Hilux 3.0 Automatik zur Verfügung, einen Kompressor an Bord und zur Not eine Schaufel. Viele viele tausend Kilometer auf dem Buckel, aber keine Sand-Fahr-Erfahrung. Ich schwanke, ob ich es wagen soll oder nicht. Ich weiß, dass ein Ratschlag schwierig ist, aber vielleicht hat der eine oder andere von Euch eine Meinung oder einen Tipp hierzu.
perfekte Vorrausetzungen hast du ja schon einmal mit dem Fahrzeug. Beim Automatik kannst Du unmöglich die Kupplung verbrennen (was so mancher Spezialist schon im Sand hin bekommen hat) und den Tip mit dem Reifendruck hast Du auch schon bekommen. Bevor Du in den Sand fährst schaltest Du noch die Getriebeuntersetzung an (4L) wozu Du anhalten musst. Ich weiß jetzt nicht mehr ob damit automatisch das VSC (das ESP von Toyota) ausgeschaltet ist, zur Sicherheit schaltest Du das manuell (es gibt einen Schalter) aus. Im Sand MUSS das aus sein, während das auf Schotter und Asphalt zusätzliche Sicherheit bringt brauchst du bei der Sandfahrt die Möglichkeit dass die Räder Schlupf bekommen können sonst regelt Dir das VSC die Motorleistung so lange herunter bis Du fast stehst…

Fahre niemals schneller als 50 km/h mit 4 L und im Sand sowieso nicht. Möglichst gleichmäßig mit so ca. 40 km/h sollte es locker gehen, den Rest erledigt die Automatik… 😉

Wie gut oder schlecht das geht kann Dir sowieso niemand beantworten, ich bin jetzt schon 4 mal hin und her gefahren und beim letzten Mal war der Sand vor allem auf dem Hinweg so gut, dass ich es kaum glauben konnte wie leicht das Fahrzeug lief.

Bevor ich es vergesse: Im weichen Sand NIEMALS Bremsen und möglichst auch nicht anhalten (das geht ganz schnell wenn man kein Gas mehr gibt).

Zum Schluss: Bevor man wieder auf Asphalt fährt den Reifendruck wieder erhöhen und den Allrad ausschalten… 😉

Gruß Markus
169 Beiträge · seit 200708. Jan. 2019 ·
Danke Euch! Für weitere Tipps bin ich sehr dankbar.
126 Beiträge · seit 200908. Jan. 2019 ·
Hallo Lormon,

wir waren im November 2 Nächte in der soussus dune lodge. Die meisten Selbstfahrer sind losgefahren, bevor der drive der Lodge startete - sicher mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang. In der Lodge kontrolliert niemand wann ihr losfahrt oder zurückkommt, ob euch die Ranger eine Strafe verpassen, wenn sie euch zu völlig exotischen Zeiten im Park erwischen, weiß ich nicht.

Ich halte eher das nachts fahren für das Problem. Manche Mietwagenfirmen verbieten es, bei anderen verlierst du den Versicherungsschutz. Insofern würde ich (und sind wir) nachts eh allenfalls auf der Teerstraße fahren. Und um bei Sonnen-auf- bzw- -untergang an den Dünen zu sein reicht die Stunde allemal. Ihr braucht schon sehr gute Kondition, um das auszunutzen.

Das mit den Alternativdünen ist einfach und schwierig zu zugleich. Ich denke du weisst, dass diese Tiefsandstrecke und dead bzw soussuvlei erst nach 60 km Teerstrecke kommen. Grundsätzlich kannst du überall an dieser Teerstrecke anhalten und dir eine Alternativdüne suchen. Aber !! Schau dir mal die Satelittenansicht in g..... an. Kurz nach sesriem geht es rechts ab zur oben schon erwähnten Elim Düne. Danach siehst du die nächsten 20 km das Dünenmeer rechterhand, aber wenn du reinwandern willst, sind das ca. 2km one way und das macht niemand. Kurz bevor die Straße das Tsauchab-Flussbett quert kommt die Straße nah an die Dünen ran und hier standen auch oft Autos. Dann quert man den Tsauchab und kommt der Sache langsam näher. Wie du im Satelittenbild siehst und mit Routenplaner ausmessen kannst, kommst den Dünen so ab km 38 nahe. Bei Km 40 kann man sehr nah an die Dünen fahren und loslaufen oder photografieren, km 45 eh und dann gibt es bis km 55 weitere praktikable Möglichkeiten. Dead vlei und Soussusvlei wirst du kennen. Die Wanderung zum Hidden vlei ist am Nachmittag sehr schön und mit einem maps -Ausdruck und etwas Orientierungssinn (und viel Wasser) kann man den Rückweg auch quer durch die Dünen gehen. Auch schön ist nachmittags abseits des 4x4 tracks von dead vlei Parkplatz zurück zum 2x4 zu laufen.

Ideen und Möglichkeiten gibt es genug, ihr braucht nur genug Ausdauer. Und da das die meisten nicht haben, ist es nachmittags regelmäßig leerer. Wir waren mittags gegen 4 am 2x4 Parkplatz und da stand nur ein weiteres Auto. Und selbst auf der vielgeschmähten Düne 45 waren abends nur 6 Menschlein.

Hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben. Wenn du weitere Fragen hast - gerne

Norbert
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2019
169 Beiträge · seit 200709. Jan. 2019 ·
Norbert61 schrieb:Hallo Lormon,

wir waren im November 2 Nächte in der soussus dune lodge. Die meisten Selbstfahrer sind losgefahren, bevor der drive der Lodge startete - sicher mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang. In der Lodge kontrolliert niemand wann ihr losfahrt oder zurückkommt, ob euch die Ranger eine Strafe verpassen, wenn sie euch zu völlig exotischen Zeiten im Park erwischen, weiß ich nicht.

Ich halte eher das nachts fahren für das Problem. Manche Mietwagenfirmen verbieten es, bei anderen verlierst du den Versicherungsschutz. Insofern würde ich (und sind wir) nachts eh allenfalls auf der Teerstraße fahren. Und um bei Sonnen-auf- bzw- -untergang an den Dünen zu sein reicht die Stunde allemal. Ihr braucht schon sehr gute Kondition, um das auszunutzen.

Das mit den Alternativdünen ist einfach und schwierig zu zugleich. Ich denke du weisst, dass diese Tiefsandstrecke und dead bzw soussuvlei erst nach 60 km Teerstrecke kommen. Grundsätzlich kannst du überall an dieser Teerstrecke anhalten und dir eine Alternativdüne suchen. Aber !! Schau dir mal die Satelittenansicht in g..... an. Kurz nach sesriem geht es rechts ab zur oben schon erwähnten Elim Düne. Danach siehst du die nächsten 20 km das Dünenmeer rechterhand, aber wenn du reinwandern willst, sind das ca. 2km one way und das macht niemand. Kurz bevor die Straße das Tsauchab-Flussbett quert kommt die Straße nah an die Dünen ran und hier standen auch oft Autos. Dann quert man den Tsauchab und kommt der Sache langsam näher. Wie du im Satelittenbild siehst und mit Routenplaner ausmessen kannst, kommst den Dünen so ab km 38 nahe. Bei Km 40 kann man sehr nah an die Dünen fahren und loslaufen oder photografieren, km 45 eh und dann gibt es bis km 55 weitere praktikable Möglichkeiten. Dead vlei und Soussusvlei wirst du kennen. Die Wanderung zum Hidden vlei ist am Nachmittag sehr schön und mit einem maps -Ausdruck und etwas Orientierungssinn (und viel Wasser) kann man den Rückweg auch quer durch die Dünen gehen. Auch schön ist nachmittags abseits des 4x4 tracks von dead vlei Parkplatz zurück zum 2x4 zu laufen.

Ideen und Möglichkeiten gibt es genug, ihr braucht nur genug Ausdauer. Und da das die meisten nicht haben, ist es nachmittags regelmäßig leerer. Wir waren mittags gegen 4 am 2x4 Parkplatz und da stand nur ein weiteres Auto. Und selbst auf der vielgeschmähten Düne 45 waren abends nur 6 Menschlein.

Hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben. Wenn du weitere Fragen hast - gerne

Norbert
Norbert, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich denke ich meine die "Dünennachbarn" der Düne 45. Die Elim Düne ist mir bekannt.

Da wir ja wirklich viel Zeit haben, wollten wir auch - wie Du empfiehlst - den Hidden Vlei Trail gehen. Du empfiehlst den Nachmittag - weil da generell schöneres Licht ist? Landschaftlich stelle ich mir Hidden Vlei im Vergleich zum Dead Vlei etwas weniger attraktiv vor - ist das richtig? Aber ein paar schöne Landschaftsaufnahmen wird es schon geben 😉
126 Beiträge · seit 200910. Jan. 2019 ·
lormon schrieb:
Norbert61 schrieb:

Da wir ja wirklich viel Zeit haben, wollten wir auch - wie Du empfiehlst - den Hidden Vlei Trail gehen. Du empfiehlst den Nachmittag - weil da generell schöneres Licht ist? Landschaftlich stelle ich mir Hidden Vlei im Vergleich zum Dead Vlei etwas weniger attraktiv vor - ist das richtig? Aber ein paar schöne Landschaftsaufnahmen wird es schon geben 😉
Hallo Lormon,

ja m.E. ist nachmittags schöneres Licht und vor allem für längere Zeit. Morgens wird das Licht eigentlich schon nach 15-20 Minuten ziemlich hart. Abends wird es 2 Stunden lang immer schöner. Noch wichtiger ist aber das Besucherverhalten. Alles rennt morgens zum dead vlei und die meisten dann auf Big Daddy. Man gewinnt ca. 45 Minuten relativer Ruhe (relativ deshalb, weil alle anderen die auch aus der Lodge kommen, auch hier unterwegs sind - bei uns waren sicher noch 20 Leute vor uns am 4x4 Parkplatz), wenn man von der Soussus dune startet und nur kurz zur Big Daddy ansteigt und dann als erster ins vlei abbiegst. Dann hast du etwas Ruhe und gute Photomöglichkeiten, bis die ersten von Big Daddy kommen und die Massen vom gate. Nachfolgend ein Bild vom 4x4 Parkplatz als wir gegen 8:40 zurück vom dead vlei sind.

2018_43304_NamibiaSesriemdeadvlei.jpg


Ich würde versuchen antizyklisch unterwegs zu sein. Keinesfalls morgens zum dead vlei. Wegen Hitze und Licht am späteren Nachmittag. Du hast dann allerdings das 4x4 Risiko. Nach 16 Uhr sind sind keine shuttles mehr unterwegs und wahrscheinlich zwischen 4x4 und 4x2-Parkplatz auch kaum andere Fahrzeuge - > also nicht festfahren. Oder mit einem der letzten shuttle rein und raus wandern.

Das hidden vlei selbst ist sicher deutlich weniger attraktiv, als das dead vlei (siehe Bild)

2018_43431_NamibiaSesriemWanderungHiddenvlei.jpg


Aber der Weg ist das Ziel, sprich viel schöne Landschaft unterwegs und eben einmalige Ruhe, also (fast) echtes Wüstenfeeling. Nachfolgend einige Impressionen - wenn man sich traut von markierten Weg abzuweichen gibt es noch viel mehr Möglichkeiten:

2018_43418_NamibiaSesriemWanderungHiddenvlei.jpg


2018_43422_NamibiaSesriemWanderungHiddenvlei.jpg


2018_43425_NamibiaSesriemWanderungHiddenvlei.jpg


2018_43437_NamibiaSesriemWanderungHiddenvlei.jpg


So ich denke das gibt einen Eindruck. Und, wenn es das Budget hergibt, natürlich noch fliegen (Flugzeug,Hubschrauber) - stören zwar die himmlische Ruhe am Nachmittag, aber von der ganzen Dimension bekommt man nur so einen Eindruck.

Grüße

Norbert
zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2019
169 Beiträge · seit 200712. Jan. 2019 ·
Tolle Bilder, Norbert - danke!

Wir haben bereits die Ballonfahrt gebucht, auch wenn mir bewusst ist, dass die nicht über Sossusvlei selbst fahren. Ich überlege zur Zeit, ob wir noch einen Flug buchen sollen.... nach dem Motto "darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an" 😗 Mal überlegen, vielleicht buchen wir vor Ort.

Bzgl. des Fahrens der 4x4 Strecke habe ich mich auch aufgrund Eurer ermutigenden Antworten entschieden, es einfach mal anzugehen. Dann kann man auch für den KTP ein wenig üben. Wenn es gut klappt und ich mich sicher fühle, werden wir dann die Dead Vlei Wanderung am späten Nachmittag angehen. Sollten wir uns auf der Rückfahrt festfahren, können wir ja vor Ort die Sterne genießen.... 😎 .
169 Beiträge · seit 200719. Jan. 2019 ·
Hat vielleicht schon mal jemand die Sossusvlei-Ballonfahrt gemacht? Welches Objektiv ist empfehlenswert? Ich würde auf 28 - 70 tippen. Und wie ist das mit meinem Fotorucksack? Kann ich den mit in den Korb nehmen oder muss ich den abgeben (was ich äußerst ungern tun würde....)?