Zu den elektronischen Suchern: Hier kommt es sehr darauf an, was man vergleichen will. Erfahrungen mit Suchern an 3-4 Jahre alten Modellen sind nicht mehr relevant. Ich war 2012 mit einer Sony NEX-7 in Namibia unterwegs. Das war damals so ziemlich der beste spiegellose Systemkamera-Body, den man kaufen konnte (Leicas als Sonderkategorie mal ausgenommen). Die Auflösung des elektronischen Suchers war schon damals exzellent. Verzögerungen kaum wahrnehmbar. Probleme waren eine zu lange Anpassungszeit bei starken Lichtänderungen, z.B. Wechsel von Schatten auf pralles Sonnenlicht. Es hat 1-2 Sekunden gedauert, bis die Helligkeit nachgeregelt war. So lange war alles weiß. Nervig. Bei schnellen Bewegungen (z.B. Schwenks) "verschmierte" das Bild im Sucher. Das ist bei der aktuellen Generation kein Problem mehr.
Das Sucherbild ist bei elektronischen Suchern in spiegellosen APS-C-Kameras in der Regel größer und heller als bei optischen Suchern von APS-C-DSLRs. Insofern ist das in der Regel gerade bei "schlechten Augen" ein Vorteil. Wenn man sich dann noch an Features wie Fokus-Lupe, Focus-Peaking, Live-Histogramm usw. gewöhnt hat, möchte man das kaum noch missen. Ich ziehe einen elektronischen Sucher der letzten Generation jedenfalls mittlerweile jedem optischen Sucher vor.
Man könnte jetzt auch detailliert über spezielle Autofokusprobleme und mehr an früheren spiegellosen Systemkameras schreiben, aber das ist alles kaum noch relevant. Der Autofokus einer aktuellen A6300 schlägt auch weit teurere DSLRs und das mittlerweile auch in der Königsdisziplin, dem Focustracking beweglicher Objekte.
Contrapunkte können bei Spiegellosen vor allem noch das Objektivangebot und die Akkulaufzeit sein. Dauernd Display oder Sucher mit Strom zu versorgen, kostet Strom. Ein paar Ersatzakkus kosten zwar nicht viel Geld, aber wer z.B. viel Zeitraffer schießen will, der kommt bei ca. 350 Fotos mit einer Akkuladung und 25 fps maximal nur auf 14 Sekunden Video. Bei einer DSLR ist es meist das Doppelte. Bei den Objektiven muss man auch schauen, ob man die benötigten Brennweiten in der gewünschten Preis- und Qualitätskategorie bekommt. Bei einigen spiegellosen Systemen stellt sich auch die Frage, ob die überleben werden - man will ja ungern Tausende in ein System investieren, dass in 2 Jahren tot ist.
Nur für das Protokoll: Ich fotografiere aktuell mit einer DSLR. Wenn ich pro Spiegellose argumentiere, geht es mir also nicht darum, mein aktuelles System, meine letzte Kaufentscheidung schön zu reden.
@Elde: Alle 70-300 die ich kenne, haben 5.6 oder schlechter am langen Ende. Das ist zu lichtschwach, um einen Telekonverter sinnvoll betreiben zu können. An vielen Kameras funktioniert der Autofokus bei Objektiven mit F8 und schlechter nicht. Telekonverter fächern den Lichtstrahl weiter auf. Wenn ein Objektiv nicht im Normalbetrieb deutliche Auflösungsreserven hat, gewinnt man mit dem Telekonverter nichts. Telekonverter bringen am meisten bei lichtstarken Festbrennweiten oder auch einem 70-200/2.8.
es wurde ja schon viel angesprochen - besonders Guido hat da einige Kriterien angesprochen. Also die Fujifilm X-T1 scheint wirklich gute Bildergebnisse zu liefern - siehe hier. Gerade wegen der nur 16MP brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Hohe MP-Zahlen ist eigentlich oft Marketinggeschrei - damit einhergehend steigt physikalisch bedingt das Bildrauschen - besonders bei höheren ISO-Zahlen. So weist die Canon 760D ein höheres Rauschen auf, eben weil sie 24MP hat - siehe hier.. Eine geringere Anzahl von MP hätte dem System besser getan.
Wie Guido schon sagte, hat man bei Canon natürlich eine größere Objektivauswahl. Weiterhin ist wirklich zu berücksichtigen, ob das Kamerasystem längere Teit am Markt bestehen wird (glaube ich zwar für Fujifilm schon, bei Canon aber sehr sicher). Nichts ist ärgerlicher, als wenn man sich für ein System entschieden hat, Objektive gekauft hat und dann die Marke/System eingestellt wird.
Was mir aber aufgefallen ist und was hier überhaupt noch nicht angesprochen wurde, ist das doch sehr unterschiedliche Bedienkonzept. Motivprogramme, automatische Programme etc. weist die X-T1 im Gegensatz zur 760D überhaupt nicht auf. Bei der X-T1 hast du manuelle Belichtung, Zeitautomatik, Blendenautomatik und etwas umständlich zu erreichen Programmautomatik. Also im Endeffekt ist es eine Kamera für einen Fotografen, der genau weiß, ob er jetzt große Blende oder kurze Zeit braucht und auch weiß welche Konsequenzen das hat (Schärfentiefe, Verwacklungsgefahr etc.). Die 760D bietet sehr viele Motivprogramme, speziellen Modus für Gegenlichtaufnahmen, welcher sehr gut funktioniert, aber auch die Möglichkeit mit Blendenautomatik, mauell etc. zu arbeiten. Deshalb solltest du dich selber fragen, welche Art du bevorzugst - bist du mehr darauf auf, dich nicht um Blende und Zeit zu kümmern (also mehr automatic), dann ist die X-T1 nicht die beste Wahl von diesem Gesichtspunkt her. Lade dir einfach mal die Bedienungsanleitungen runter, damit du siehst, was die Kameras auch an Möglichkeiten anbieten. Da unterscheiden sich 760D und X-T1 extrem - deshalb auch etwas Verwunderung.
Hier ist noch ein Vergleich von der X-T1 mit einer Nikon D800. Wo auch sehr gut auf die Vorteile von der Fujifilm hingewiesen wird. Die D800 hat trotz hoher MP Zahl auch ein geringes Rauschen (was nicht der Regelfall ist).
Aber wie gesagt, beziehe in deine Überlegungen auch die Bedienung mit ein. Unter digitalkamera kann man auch sehr gut nachlesen, welche Vorteile und Nachteile etc. die Kameras haben (chip würde ich hier wirklich nicht heranziehen).
Übrigens habe ich eine 750D von Canon, Ich war durch meine Kameras zuvor und den Kauf von Objektiven auf Canon festgelegt. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Kamera wobei ein Kritikpunkt wirklich das höhere Rauschen bei höheren ISO Zahlen ist. Besonders die STM Objektive sind furs Filmen genial - extreme schnell fokussiert und komplett lautlos - da hört man bei Filmaufnahmen gar ein Geräusch.
Zum Thema Objektivwechsel noch, da das inzwischen einige Male als Problem angesprochen wurde: Man ist doch meistens mit Auto unterwegs, im Auto ist Staub ja normalerweise kein Problem.
Namibia-Neuling: Das halte ich für nicht sehr realistisch: man ist sehr viel zu Fuß unterwegs mit verschiedenen Objektiven- auch in den Dünen. Meinst du man sollte bei jedem Objektivwechsel schnell zum Auto zurücklaufen, da es innen staubfrei ist? Wer macht das denn?
Das Beste Zoom sind die Beine! Natürlich nicht in der Pfanne usw.!
Wir haben uns eine Pentax K5 gekauft (nach Pentax K10 und K7). Diese sind sehr gut abgedichtet gegen Staub und Feuchtigkeit, allerdings muß man beim Objektivwechsel aufpassen bei allen Kameras -vor allem bei Wind in den Dünen und Savannenlandschaften....! Und wie man den Sensor reinigt sollte man auch vorher probieren, meine ich.
Ich habe damals die x-m1 als Kit mit dem 16-50 mm und dem 50-230 mm xc objektiven gekauft. Jetzt habe ich noch das xf 100-400mm objektiv. Die xc objektive sind nicht ganz so lichtstark aber mir als hobbyfotograf genügen sie. Das xf ist natürlich schon eine andere Nummer. Bilder aus der Hand sind möglich, kein Problem. Im Auto nutze ich aber einen selbstgenähten bohnensack oder auch die rohrisolierung wie loeffel. Wegen den 16 mp würde ich mir keine Gedanken machen, da es wie schon gesagt auf einen guten Sensor ankommt und der ist bei Fuji wirklich gut! Wegen dem Bildausschnitt, dies ist schwer zu sagen aus einer Laus kann man halt keinen Elefanten machen ohne qualitätsverlust! In meinem Reisebericht sind auch Bildausschnitte zu sehen! Ich habe mich genau wegen den spezialprogrammen(Sonnenuntergang, sport,Strand etc) entschieden die x-m1 zu kaufen,einfach um schnell mal Die Möglichkeit zu haben umzustellen, normal fotografiere ich im s Programm! Also wie schon gesagt, ich bin voll zufrieden!
Grüße Kloppo
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013-
- die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014-
- Kloppo und die Klepperkischd 2015-
- How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016-
- Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
Tidou schrieb:@ Picco: Für mich ist die Schärfe von deinem Bild nicht gut genug. Wäre interessant zu sehen was du mit deinem neuen 100-400 Objektif hinbringst.
Endlich hab ich das Teilchen!!! 🤩 War heute 15 Minuten am alten Rhein und hab die ersten Aufnamen gemacht (jeweils das ganze Bild, unbearbeitet, nur verkleinert und darunter ein ebenfalls unbearbeiteter 1zu1-Crop):
Oben und unten: 400mm Brennweite (=KB 800mm)
Oben und unten: 100mm Brennweite (=KB 200mm)
Oben und unten: 400mm Brennweite (=KB 800mm)
Oben und unten: 100mm Brennweite (=KB 200mm)
Ich finds jetzt nicht so unscharf für die allerersten Versuche... 😉
Na das ist mal überzeugend! Aus den Exif-Daten kann ich aber das Objektiv nicht rauslesen, was ist das genau? Ich überlege mir aktuell auch ob ich mir eine Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera zulegen soll und nach diesen Bildern tendiere ich zur Systemkamera.
ein paar kurzes Inputs zur Diskussion: - Systemkamera oder DSLR - mit beidem kann man super Fotos machen, ein grundsätzliches "besser" gibt es nicht - "Die beste Kamera" gibt es nicht pauschal, aber vielleicht für dich persönlich. Deshalb: Es ist wichtig, dass du damit klarkommst, dass du dich wohlfühlst beim Fotografieren und das du das Gefühl hast, dass es passt. Sonst wirst du ewig dem "anderen" hinterherrennen - Die Kamera selber kommt und geht, entscheidender sind eher die Objektive, da sie in der Summe meistens teurer, langlebiger, werterhaltender und für die Qualität der Fotos viel wichtiger sind. Informier dich also vor einem System/Marken-Entscheid gut über das Objektivangebot und ob das deinen Vorstellungen und Fotografiergewohnheiten entspricht. - Als wichtiger Faktor für den Kamerakauf erachte ich nicht das System, sondern die Sensorgrösse. Grosser Sensor bedeutet: Mehr Spielraum beim Spiel mit Schärfentiefe, bessere Fähigkeiten bei wenig Licht (sei es wegen kurzen Verschlusszeiten oder Dunkelheit). Bei ISO 100 am Tag und Landschaftsaufnahmen mag man die Unterschiede kaum feststellen, in der Dämmerung am Tele hingegen sehr deutlich. Kleiner Sensor bedeutet: Weniger Gewicht, kleineres System, idR. günstiger - Systemkameras haben einen grossen Nachteil und das ist die Akkulaufzeit. Die ist bei DSLRs je nach Anwendung zwischen 2 bis 4fach länger. Das muss kein Problem sein, kann aber gerade auf Safari in Afrika durchaus ein Argument sein. - Systemkameras haben aber auch einen Vorteil und das ist der Autofokus: Es gibt kein "falsch fokussiertes Objektiv" mit Front-/Backfokus. Bzw. gibt es vielleicht schon, aber das Bildergebnis ist trotzdem scharf, weil mit Kontrastfokus gearbeitet wird (DSLR: Phasenfokus, ausser im Liveview) - Nicht ganz unerheblich sind auch die Gadgets, "Nebenfähigkeiten" und sonstigen Eigenschaften von Kameras. Von 4k-Video mit 60fps, WLAN, GPS und doppelte Kartenslots über Anzahl Bedienelemente, Auswahlräder und Schwenkbare Touchsdisplays und co. Es gibt kaum zwei identische Ausstattungen. Stell dir zusammen was dir wichtig ist, worauf du wert legst.
- Und jetzt kommt für mich der Punkt, weshalb ich bisher noch nicht von der DSLR weggekommen bin: Die Bedienung einer Kamera. Meine DSLR liegt perfekt in der Hand, ist sehr gut geeignet um auch ein "grosses/schweres" Tele dranzuhängen, die Bedienräder sind genau dort wo ich sie möchte, die Einstellungen kann ich problemlos blind bzw. mit dem Auge am Sucher vornehmen, es fühlt sich einfach alles genau richtig/am richtig Ort an. Diese positive haptische Erfahrung hatte ich bisher noch bei keiner Systemkamera, im Gegenteil, daran verzettel ich mich einfach zu oft.
Meine persönliche Empfehlung wäre deshalb: Geh in ein "richtiges" Fotogeschäft, frag ob du eine (oder besser zwei) Kameras mit Objektiv z.B. für einen Tag oder ein Wochenende ausleihen könntest gegen Gebühr und frag ob du dies am Kaufpreis anrechnen könntest falls es dazu kommen soll. Dann nimmst du dir Zeit und fotografierst ein bisschen das, was dich interessiert und kannst herausfinden mit was es dir am Ende besser gefällt (vom Bildergebnis und vom allgemeinen Umgang mit der Kombination).
(Ich bin hauptsächlich Nikon-DSLR-Nutzer mit mehreren Bodies, verwende teilweise aber auch eine P600-Bridge, immer mal wieder eine Kompaktkamera oder mein Smartphone. Tests mit Sony A6000, A7R, Fuji x100s und MFT waren für mich bisher nicht zufriedenstellend)
Gestern war ich in einer Höhle bei uns im Alpstein, im Wildkirchli. Da ich davor die ISO-Werte auf 200 fixiert hatte und im Manuell-Modus war hab ich mal so lange an der Belichtungszeit rumgetrieben bis ich im gemäss Kamera optimalen Belichtungsbereich war. Da dies in der doch recht dunklen Höhle 5 Sekunden waren war meine Neugierde geweckt...und ich hab freihand geknipst, ohne die ISO raufzustellen (bis ISO4000 geht bei der OM-D E-M5II in guter Qualität, einige Fotozeitschrifts-Tester meinen sogar höher geht gut)! 😉 Natürlich wars nicht wirklich toll, aber erstaunlich scharf...der Bildstabi hat da wirklich was geleistet! Die nächste Ecke hab ich dann mit 2 Sekunden geknippst, wieder freihand und kauernd. HIer das Resultat als Verkleinerung und ein 1zu1-Crop draus:
Vieleicht hilft es ja Antje sich ein Bild der Fähigkeiten der 'System-Kameras' zu machen.
Nicht schlecht, in der Tat. Hast du wohl auch noch eine ruhige Hand.
Jetzt würde mich noch interessieren, wie das bei z.B. 600mm aussieht. Das hat zwar nicht direkt was mit DSLR vs Systemkamera zu tun, sondern mehr vs Lens- vs Sensor-Stabilisation, aber man hört ja immer so unterschiedliches.
hallo ich habe auf meine Brasilienrundreise im Pantanal ein Lumix von Panasonic DMC-TZ60 mitgenommen und bin begeistert davon. 30 facher optischer Zoom (entspricht 700Tele) bei den Fogelaufnahmen hatte ich auch im Vergleich mit dem Ornitologen der mitkam und eine Spiegelrefelx mit grossem Tele hatte, die Nase vorn. Selbst im Serienmodus gute Bilder von fliegenden Hyanzintaras. Die Iguazu-Fasserfälle konnte ich auf A3 Poster-Grösse mit gutem Ergebnis rahmen lassen. Sie ist klein, leicht und hat eine super Leistung mit einigen nätzlichen Vorinstallierten Filtern für Sonnenuntergänge, Makro, durch Scheiben hindurch usw. Als Ersatzkamera werde ich im Oktober auf meiner Namibiarundreise eine Canon SX530HS mitnehmen bin auf deren Bilder gespannt. Sie hat ein 50 faches eingebautes Zoom. Wünsche schöne Erlebnisste Adrian Die beiden Bilder sind vom gleichen Standort aus gemacht.
@ Adrian : Ehrlich gesagt, ich kann es kaum glauben, dass du bessere Aufnahmen als der Ornithologe mit seiner Spiegelreflexkamera gemacht hast. Sei mir bitte nicht böse, aber ich finde deine Fotos nicht sehr gut. Vielleicht war der Ornithologe kein guter Fotograf. 😉
@ Picco : Ja, da sieht man das Limit mit solchen Kameras. Aber in Afrika wirst du die ja vor allem bei Tageslicht benutzen. Ich frage mich wie die Kamera mit deinem neuen Objektif bei einem rennenden Tier oder fliegendem Vogel mithält. Ist der Fokus schnell genug?
L.G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
Hallole, hach, da rede ich doch auch gern mit, obwohl ich weder die Canon noch die Fuji kenne, aber DSLR und Systemkamera von Nikon besitze. 🙂 Ich würde mich nicht auf die Chip verlassen, wenn es um Kameratests geht. Meine Informationsquelle ist da eher www.dpreview.com . Dort hat man die Möglichkeit, für existierende Kamerareviews Kameravergleiche anzuzeigen, die die Punkte Build quality, Ergonomics & handling, Features, Metering & focus accuracy, Image quality (raw), Image quality (jpeg), Low light / high ISO performance, Viewfinder / screen rating, Performance, Movie / video mode, Connectivity und Value einzeln bewerten. Da kann man sich dann raussuchen, was einem wichtig ist. Es sind ja nicht nur der Bildstabilisator, der Autofokus und eine ewig lange Brennweite wichtig. Letztere ist sogar oft eine Ursache für grottenschlechte Bilder, vor allem, wenn Konverter mit lichtschwachen Telezoomobjektiven kombiniert werden.
Zu den zitierten Auslösegeräuschen: Nikon hat bei den DSLR schon länger einen Quiet-Mode, mit dem man auch in Kirchen ohne laute Spiegelschläge Fotos machen kann.
Was mich an meiner Systemkamera z.B. unter vielen anderen Sachen im Vergleich mit der DSLR stört, ist die Aufwärmphase. Bei der DSLR drehe ich einen Knopf und kann sofort fotografieren. Bei der Systemkamera dauert es nach Drücken auf den "ON"-Knopf eine gefühlte Ewigkeit, bis sie dann mal knipsbereit ist. Noch schlimmer ist es, wenn das Objektiv ausgefahren werden muss. Auch stört, dass bei der Systemkamera vieles nur über Menu auf dem Display einzustellen ist. Das kann ich mit der Sonnenbrille überhaupt nicht erkennen.
Mit der Olympus habe ich auch geliebäugelt, aber es ist dann doch die D7100 geworden, weil der Rest des Equipments schon vorhanden ist und die Olympus und die Telezooms preislich auch nicht gerade billig sind.
Tidou schrieb:Ja, da sieht man das Limit mit solchen Kameras. Aber in Afrika wirst du die ja vor allem bei Tageslicht benutzen.
Entweder versteh ich Dich jetzt falsch oder Du hast was falsch verstanden...Da wurden die Einstellungen absichtlich so gewählt dass eine lange Belichtungszeit möglich wird ohne die Blende hochzudrehen, damit der Schärfebereich möglichst knapp wird und der Bildstabi möglichst viel beweisen muss, also freihand, nicht aufgesetzt und schon gar nicht mit Stativ. Der Bildstabi dieser Kamera gilt als einer der Besten, wenn nicht als aktuell Bester überhaupt. Zumindest hab ich das schon in mehreren Testberichten gelesen. Und nur den wollt ich austesten. Die Bilder wären auch mit viel kürzeren Belichtungszeiten möglich gewesen, statt Iso 200 Iso 4000 usw...
Tidou schrieb:Ich frage mich wie die Kamera mit deinem neuen Objektif bei einem rennenden Tier oder fliegendem Vogel mithält. Ist der Fokus schnell genug?
Ja, ist er. Schon mit der Vorgängerkamera und dem 75-300mm-Objektiv, was die deutlich langsamere Kobi war, waren Vögel im Flug kein Problem, auch Schmetterlinge im Flug hab ich mehrere erwischt. War vorhin kurz draussen und hab als ich die Vögel sah draufgehalten und abgedrückt (unbearbeitet, KB=800mm, Iso 100:
Oben: Verkleinerung, unten: 1zu1-Ausschnitt
Ich kann Dir nur mal empfehlen eine Olympus OM-D E-M5 Mark II mit dem Panasonic 100-400 in die Hand zu nehmen und auszuprobieren. Du wirst positiv überrascht sein.
Hallo Antje, noch einen Nachsatz, der vielleicht schon geschrieben wurde: nicht jede Systemkamera arbeitet mit MFT-Objektiven, das wurde in diesem Thread irgendwo so angedeutet. Die Fuji hat ein eigenes Bajonett, darum kannst du wohl nur Fuji-Objektive nutzen. Aber die Bedienknöpfe der Fuji sind schon schick. Erinnert irgendwie an alte Zeiten und wirkt sehr wertig. Viele Grüße, Nenette
Hallo Antje nach den unendlichen vielseitigen Fotofachtipps schwirrt dir sicher noch der Kopf. Kurz und knapp meine Empfehlung aus aktuellster Erfahrung. Lange habe ich gezögert und recherchiert meine Spiegelreflexkamera CANON 400 gegen die modernste Bridgekamera Panasonic Lumix FZ 1000 mit einer tollen 2,8! Leica-Optik 25-400 Tele und mit K4 Videotechnik zu wechseln. Endlich kein lästiger Objektivwechsel mehr! Auf der letzten Afrikadurchquerung habe ich über 1500 Farbfotos und tolle K4 Videos mit der erhofften einmaligen Qualität geschossen. Es war die beste Entscheidung meiner Jahrzehnte langen Fotozeit. Das Preis/Leistungsverhältnis hält was man versprochen hatte. 630.- € Mein Tipp anschauen und ausprobieren. Viel Spaß bei der Entscheidung wünscht Frank
also, kurz getestet, bei mir sieht das dann folgendermassen aus (d7200 + 200-500, bei 500mm): 1. foto Belichtungszeit 1.3s bei 750mm KB 2. foto Belichtungszeit 1/5s bei 750mm 3. foto 100%-crop vom zweiten