abumarvindaThemenstarter5 Beiträge · seit 201613. Mai 2016 · #1Mein Name ist Melvin, ich bin 27 Jahre alt und der Gründer von Get-Life-Experience. Meine Wurzeln liegen in Ghana. Dort verbringe ich fast jedes Jahr immer noch ein paar Wochen mit und bei meiner Familie. Aufgewachsen bin ich in Deutschland. Mit 19 Jahren habe ich den Schritt gewagt und das Nest meines Elternhauses verlassen, um die Welt zu entdecken. Mein erstes Ziel war England. Ich habe dort in einer Art „Travel and Work“ 6 Monate gelebt und gearbeitet, viele nette Menschen kennengelernt und diese Zeit als sehr schön in Erinnerung. London gehört deshalb zu meinen Lieblingsstädten. Danach bin ich für 5 Monate in die USA gegangen, erst 2 Wochen in New York und dann weiter an die Westküste nach San Francisco. Auch Frisco mit all seiner Lebendigkeit hat sich in den Monaten meines Aufenthalts einen festen Platz in meiner ganz persönlichen Bestenliste verdient. Gelebt habe ich auch in Accra und zurück in Europa waren meine weiteren Stationen dann Linz und Berlin. Für mich war das Füttern meiner Neugier auf die Welt und das Sammeln dieser interkulturellen Erfahrungen unheimlich wertvoll. Ich war fasziniert von der Vielfalt und dem Erleben anderer Mentalitäten und Lebensarten und fühlte mich wahrlich bereichert. Dieses verband sich mit meiner früh in mir keimenden Abneigung, den Entscheidungen anderer ausgeliefert zu sein und später in einem Hamsterrad mit immer wieder den gleichen Abläufen zu landen – nur für ein bisschen Sicherheit. Nein, ich wollte früh meine Termine und Prioritäten selbst bestimmen und sah mein Arbeitsfeld zu gegebener Zeit dort, wo ich selbst für mein Leben, meine Fehler und mein Tun verantwortlich wäre – mit allen Zweifeln und Risiken, aber auch allen Chancen und Möglichkeiten.
Und so war für mich relativ früh klar, dass ich spätestens nach Absolvierung meines Studiums eine Agentur gründen werde, damit Menschen die Möglichkeit bekommen, Auslandserfahrungen zu sammeln und damit – wie ich – die Chance erhalten, über den Tellerrand eines klimatisierten Hotels und einer touristischen Komfortzone hinaus ihren Horizont zu erweitern und letztlich ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
Mein Ziel ist es, Angebote zu vermitteln, die sich nicht nur Leute mit großem Budget und Geldbeutel leisten können. Und ich möchte, dass sich unsere angestrebte Kostengünstigkeit und unser Verständnis von gutem Service nicht ausschließen müssen.
www.get-life-experience.com
maggus785 Beiträge · seit 200813. Mai 2016 · #2Hm,
das scheinbar lukrative Geschäft mit den Volunteers,...möchte wohl jeder gerne ein Stück vom Kuchen ab haben.....!
Nachdenkliche Grüße
Markus
abumarvindaThemenstarter5 Beiträge · seit 201613. Mai 2016 · #3Hallo Markus,
Wir sind die erste Organisation, die sowohl in Deutschland als auch in den Zielländern von geschulten Fachpersonal verwaltet und organisiert wird.
Unser Teammitglieder Überblicken und Verwalten nicht nur alles vor Ort, sie sind auch selbst ein Teil der jeweiligen Kultur und Leute.
Interne Verwaltung durch heimischen Personal ist uns sehr wichtig und gleichzeitig unser USP ( Alleinstellungsmerkmal ).
Dies ermöglicht uns eine noch bessere und menschennähere Betreuung unseres Teams vor Ort.
Dies ist wichtiger als der jeglicher Profit.
Herzliche Grüße
www.get-life-experience.com
maggus785 Beiträge · seit 200814. Mai 2016 · #4Hi,
ich habe bisher halt leider noch kein Volunteerprogramm gesehen, welches mich überzeugt hat!
Die "Hilfe", die angeblich vor Ort geleistet wurde war für mich ehr fraglich und die Preise die dafür aufgerufen wurden, damit der Volunteer "helfen" durfte, waren ehr üppig bei mangelhafter Unterkunft und Verpflegung!
Es kann durchaus sein, dass bei den Projekten, die du betreust, jetzt alles besser und auch anders ist, ich würde mich darüber freuen!
Wenn ich dann aber so lese: Tansania 4 Wochen, Kosten EUR 1.100,- bei 20-30 geleisteten Arbeitsstunden pro Woche, Unterbringung im Mehrbettzimmer und 2 Mahlzeiten am Tag,...Flug extra,...!
Da kann man mit 10 Volunteers pro Monat schon ganz gut Geld verdienen,...,hier währe, wenn es ein ernst gemeintes "Hilfsprojekt" ist, eine offen Kalkulation in der dargestellt wird, wie und wo das erwirtschaftete Geld dann verwendet wird, sehr hilfreich und auch vertrauensfördernt!
Vielleicht kannst du hier etwas Klarheit schaffen, währe doch schön und würden sicherlich auch deine Kundschaft interessieren!
Gruß
Markus
abumarvindaThemenstarter5 Beiträge · seit 201614. Mai 2016 · #5Hallo Markus,
Wir finden es sehr gut, dass du alles hinterfragst.
Wir finden das eine Verwaltungsgebühr von 1100€ für einen vierwöchigen Aufenthalt angemessen ist.
Wir bitten dich auch die zu entstehenden Kosten zu berücksichtigen.
Ein größer Teil der Verwaltungsgebühr deckt die Kosten die Vorort entstehen.
Darunter fallen die Kosten für die Verpflegung und Unterbringung der Volunteers,
die Bezahlung der Mitarbeiter in den jeweiligen Projekten.
Was uns sehr wichtig und vielleicht erwähnenswert ist, das ein Teil Verwaltungsgebühr, selbst der Unterstützung der Projekte dient.
Das steht den jeweiligen Projekten für diverse Sachen zu Verfügung u.a. Für Lebensmittel und wichtige Ausstattung.
Jedes Wochenende werden für die Volunteers verschiedene Ausflüge organisiert, welche auch mit Kosten verbunden sind, die ebenfalls von der Verwaltungsgebühr gedeckt werden.
Bei Bedarf werden auch die Kosten für Medikamente übernommen.
Uns ist der soziale Aspekt am wichtigsten, deshalb sind wir immer bemüht die Kosten so gering wie möglich zu halten, aber wir können es beim besten Willen nicht schaffen die Gebühren abschaffen.
Ich hoffe du hast Verständnis
Herzliche Grüße
www.get-life-experience.com
maggus785 Beiträge · seit 200814. Mai 2016 · #6Hi Melvin,
entschuldige wenn ich nerve, aber ich habe mir mal erlaubt eine Kalkulation zu eröffnen.
Unterbringung pro Person im Mehrbettzimmer pro Nacht: EUR 4,- mal 30 Tage pro Monat EUR 120,-
Verpflegung pro Tag: EUR 3,- ....EUR 90,-
Pro 2 Mann, ein Betreuer,.....EUR 100,-
Ausflüge: EUR 50,-
Sonstige Kosten: EUR 100,-
Grob geschätzt Kosten pro Volunteer, pro Monat: EUR 460,-
Verdienst bei Verkauf von EUR 1.100,- : EUR 640,-, pro Person im Monat
Bitte berichtige meine Rechnung, falls ich hier irgendwo daneben liege, ich lasse mich gerne belehren!
Wohin fließt das erwirtschaftete Geld genau, gibt es hierfür Belege, oder Nachweise, wie ich sie sonst von entsprechenden Fördervereinen bekomme, oder gibt es bei diesen Projekten keine so offene Kalkulation?
Oder vielleicht sehe ich den Ansatz auch verkehrt, geht es hier ehr um eine Art Urlaub, bei der der Kunde die Möglichkeit hat, sich intensiver mit einem Land und der Problematik auseinander zu setzen und muss hierfür halt auch ganz normal bezahlen, wie bei einem Pauschalurlaub und bekommt zusätzlich noch ein gutes Gefühl vermittelt, "geholfen" zu haben?
Viele Grüße
Markus
PS Wie vielleicht schon gemerkt, bin ich generell der Entwicklungshilfe gegenüber sehr kritisch eingestellt, aber dies ist ein ganz anderes recht komplexes Thema!
abumarvindaThemenstarter5 Beiträge · seit 201614. Mai 2016 · #7Hallo Markus,
vielen Dank, für deine Kalkulation. Das erwirtschafte Geld geht zu 70 Prozent an unsere Partnerorganisation. Die Lebenshaltungskosten werden leider von vielen unterschätzt. Ich kann selber nur aus Erfahrung sprechen, da ich sehr oft in Afrika war.
Herzliche Grüße
www.get-life-experience.com
Joerg3'175 Beiträge · seit 200615. Mai 2016 · #8Hallo Melvin!
Herzlich willkommen im Forum.
Ich bin auch nicht gerade positiv diesen sogenannten "Freiwilligen"Projekten gegenueber eingestellt, da ich bei allen bis jetzt sehe wie man sich schaemlichst bereichert. Ok, es wird niemand dazu gezwungen.
Allerdings muss ich Dir absolut recht geben, dass die oben von Markus angegebenen Kosten in der Kalkulation, kaum zu realiesieren sind.
Zumindest hier in Namibia auf keinen Fall, ausser man lebt nur von Maispap und schlaeft unter einem Baum.
In ganz Namibia gibt es keine Unterkuft fuer 4 Euro
In welche Laender vermittelst Du denn diese Freiwilligen?
Gruesse vom Sambesi
Joerg
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
maggus785 Beiträge · seit 200815. Mai 2016 · #9
Joerg3'175 Beiträge · seit 200615. Mai 2016 · #10Hi Markus!
Ja in Tansania kann das mit wohnen und essen hinhauen, aber definitiv nicht in Namibia. Da musst du froh sein wenn du ganz bescheiden mit dem doppelten hinkommst.
Gruss
Joerg
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
abumarvindaThemenstarter5 Beiträge · seit 201615. Mai 2016 · #11Hi,
Das was wir anbieten nennt man auch Freiwilligentourismus, also Volunteerism. Man bekommt vor Ort im Land eine Einführungswoche in die Kultur und Sprache, macht Ausflüge und wird auch die Freiwilligenarbeit vorbereitet. An den Wochenenden hat man auch Zeit das Land zu erkunden.
Leider hattet ihr nicht die Möglichkeit unsere Organisation persönlich kennen zu lernen, um sich persönlich ein Bild zu machen.
Wir sind überzeugt davon, dass sich würde Meinung sehr positiv ändern würde. Wir laden euch herzlich ein uns näher kennen zu lernen.
Herzliche Grüße
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200715. Mai 2016 · #12Hi,
ich glaub', das ist alles nichts gegen deine Organisation, sondern eher Vorbehalte gegen die Art von "Freiwilligentourismus" überhaupt. Ich stehe dem auch eher sehr kritisch gegenüber, wenn junge Menschen aus Europa in afrikanischen oder anderen "Entwicklungsländern" Arbeiten verrichten und dafür auch noch Geld bezahlen sollen.
Warum?
Wenn es sich um Arbeiten handelt, für die keinerlei Erfahrung und keinerlei Fachwissen erforderlich sind (also einfache "Hilfsdienste"), so könnten dafür auch einheimische Kräfte lukriert werden, die allerdings dann bezahlt werden müssten. Nimmt man dafür also europäische "Freiwillige", nehmen diese den Einheimischen die Arbeitsplätze weg. In meinen Augen kann das nicht SInn und Zweck der Geschichte sein.
Handelt es sich aber um qualifizierte Tätigkeiten, dann sehe ich den Sinn darin nicht, zur Ausübung einer solchen auch noch zahlen zu müssen. Du hast in einem Beispiel "Lehrertätigkeiten" angeführt. Wo man auch eigenständig Änderungen und Weiterentwicklungen durchführen kann und sprichst dort von einem ganzen Jahr. Um dann daneben monatliche Kosten von € 1100 bzw. zweimonatliche Kosten von € 1.600 anzuführen. Das wären dann um die 10.000 Euro pro Jahr, die man entrichten muss, um offenbar 20-30 Stunden pro Woche Kinder zu unterrichten...
Das passt für mich einfach nicht zusammen, sorry.
lg
Wolfgang