NEEEF-Konzept

57 Antworten · 14,1k Aufrufe · gestartet 22. Feb. 2016 von peterw
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1'003 Beiträge · seit 200809. Aug. 2016 · #41
Hallo Rodrigo,
teilweise haben wir ja schöne Diskussionen und ich erfreue mich immer daran, mit Hajo, leser oder Guido tiefsinnige Probleme anzureissen. So lange man "leben und leben lassen" akzeptiert, ist das auch OK und meist kann man sehr interessante Sachen erfahren. So hatten wir ja auch mal die Frage der Rolle der NVA im Angola/ RSA Krieg etc.. Guido hat immer sehr viele interessante Hintergrundinfos, Hajo hat vieles selbst erlebt und leser hat viel darüber "gelesen". Das macht so lange Spass, bis wieder jemand Polemik raushängen lässt und jemand beschimpft wird.
Interessant wäre für mich auch mal die Kommunalwahl etwas tiefer zu behandeln. Aber da hatte nun keiner weiter reagiert, scheint also nicht viele zu interessieren.
Die Debatte über das Schenken ist ja relativ glimfplich ausgegangen - auch ein interessantes Thema.
Gruss
Christian
78 Beiträge · seit 201009. Aug. 2016 · #42
Hallo Fordfahrer (und auch Swakop)

Obwohl ich in weiten Teilen nicht mit Deiner Meinung einher gehe, freut es mich, dass Du auch findest, dass nicht nur Toilettendiskussionen in ein Reiseforum gehören. Auch mir macht es immer wieder Freude hier mitzulesen, auch um zu sehen, wie selbst historische Abläufe und rechstaatliche Begrifflichkeiten welche in weiten Teilen der Bevölkerung, der wissenschaftlichen Literatur und der Presse längst annerkannt sind, von einigen Leuten ganz anders gesehen und erinnert werden.

Auch was die Polemik angeht stimme ich mit Dir überein, die sollte nicht sein. Nur vielleicht sind wir uns nicht immer einige was polemisch ist 🙂 . So finde ich es z.B. durchaus polemisch, zu sagen, das kein Land in Afrika in der Lage wäre ein demokratisches System aufzubauen. Auch finde ich es polemisch, wie Swakop, davon auszugehen, dass jemand der damals in Namibia lebte per se mehr 'recht' hat als jemand der sich damit in Archiven, Büchern und Gesprächen damit auseinandersetzt. Was weiss dann zum Beispiel ein damals junger südafrikanischer Soldat über die Beweggründe und Situation eines kubanishcen Soldaten auf der anderen Seite? Und umgekehrt? Was weiss ein Farmer der in Südnamibia lebte und arbeitete über die Sitation eines Fischers auf dem Sambesi? Erfahrungsberichte finde ich äusserst spannend und das ist ein Grund dafür sich auf solche Diskussionen einzulassen, auch wenn sie mir teilweise recht haarsträubend vorkommen. Aber sie sollten nicht als einzige Wahrheit rüberkommen. Mit Swakop's Anreicherungen wie "Da musst du aber viel lernen" und "mir ist meine Zeit zu schade das hier erläutern zu wollen" und irgendwelchen "Lügenpressen" vorwürfen können solche Diskussionen leider schnell verleiden.

Lange Rede kurzer Sinn, ich finds immer spannend andere Meinungen zu hören, nicht nur zu Toiletten, und ich helfe auch gerne mit meinem kleinen 'abgeschriebenen' Wissen weiter, wenn es jemanden interessiert. Daher auch mein erster Post, da Leser nach Literatur zum Thema fragte,. Ich dachte ein Standardwerk, geschrieben von einer Kuratorin der Britsh Library, welche sich seit Jahrzehnten mit Namibia auseinander setzt könnte doch mal ein relativ 'neutraler' Tip sein .. und da es eines der wenigen Bücher zur südafrikanischen Zeit in Namibia ist könnte es auch weitere interesierte Fomis ansprechen.

Herzlich,
Beginner
1'003 Beiträge · seit 200809. Aug. 2016 · #43
Lieber Beginner,
ich denke, dass meine Aussage durch das kleine mE durchaus nicht polemisch ist.

Es wäre für mich durchaus interessant, in welchem afrikanischen Land aktuell eine Demokratie nach unserem Verständnis funktionieren können. Also wir reden nicht über sowas wie in NAM oder RSA, wo die ehemaligen "Revolutionäre" immer noch mit historischem Bonus arbeiten, sondern sowas, wo eine konstruktive Diskussion zur Lösung von Problemen geführt wird und das Land nicht als großer Selbstbedienungsladen für die politische Elite und ihre Freunde betrachtet wird. Da fällt mir aktuell keins ein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob "unsere" Demokratie überall funktioniert. Im nahen und mitleren Osten zB mE überhaupt nicht. Da fehlt uns auch das Verständnis für die komplexen historischen, relegiösen und strategischen Zusammenhänge.

Ich finde, es macht Spass unterschiedliche Positionen zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen.

Und ja, ich glaube historische Werke zeichnen manchmal schon verzerrte Bilder, zumal da auch oft voneinander abgeschrieben wird. Das zentrale Werkzeug des Historikers sind Primärquellen und die haben wir noch nicht mal in der neueren ostdeutschen Geschichtsschreibung bemüht - noch weniger in der afrikanischen ... . Das Wort "bias" umschreibt das im Englischen schön. In D gibt's da kein richtiges Wort dafür.

Gruss und happy writing 🙂

Christian
5'479 Beiträge · seit 200909. Aug. 2016 · #44
fordfahrer schrieb:
Es wäre für mich durchaus interessant, in welchem afrikanischen Land aktuell eine Demokratie nach unserem Verständnis funktionieren können. Also wir reden nicht über sowas wie in NAM oder RSA, wo die ehemaligen "Revolutionäre" immer noch mit historischem Bonus arbeiten, sondern sowas, wo eine konstruktive Diskussion zur Lösung von Problemen geführt wird und das Land nicht als großer Selbstbedienungsladen für die politische Elite und ihre Freunde betrachtet wird. Da fällt mir aktuell keins ein.
Von Politikwissenschaftlern wird Ghana als das demokratisch Musterland in Afrika angesehen. Dort gab es schon mehrere friedliche Regierungswechsel nach Wahlen.
Mit einigen Abstrichen läuft es wohl auch in Botswana recht gut. Dort ist zwar bislang durchgehend die Unabhängigkeitspartei an der Macht, die Präsidenten haben sich aber alle an die verfassungsmäßige Amtszeit gehalten und hinsichtlich Korruption steht das Land ebenfalls sehr gut da. Alle Wahlen galten als fair und transparent.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast09. Aug. 2016 · #45
…..hatte einiges nachzulesen….kommt also auf noch mehr off topics nicht mehr an.

@ „Derartige Themen“ sind für mich ein Hauptmotiv zum Lesen hier und ich fände es (wie Rodrigo u. a) schade, wenn sie nicht stattfinden würden, erkenne aber unbedingt an, dass meine Erwartungshaltung atypisch ist.

@Abschaffung der Apartheid durch Volksentscheid um 1975 (!!) bleibe ich dabei, dass diese so nicht stattgefunden hat, sofern man damit nicht nur die „petty“ Apartheid meint (und das war auch erst später), sondern das Gesamtsystem, siehe folgend. Und Swakop1952, deine Einschätzung dazu interessiert mich unbedingt, authentische Wahrnehmungen sind (auch) Geschichte. Es gibt wohl auch noch andere Forumsmitglieder, die dazu aus eigenem Erlebnissen etwas sagen könnten.

@Danke Beginner für den Lesetipp. Ich sehe das auch so, dass der SA-Masterplan für Namibia eben ein „südafrikanischer“ war….Homelands, Mehrkammersystem, Minderheitenvertretungen anstelle von Grundrechten, allgemeinem Wahlrecht etc., an dem aber einige sogenannt "traditionelle Führer“ (wie in SA) durchaus ein Interesse hatten, alleine schon aus Angst vor Dominanz durch SWAPO/Ovambos. Das lässt sich auch leicht belegen, man braucht nur die dortigen Zeitungen aus dieser Zeit zu lesen (die ja aus Sicht von Swakop1952 wohl nicht als Lügenpresse einzustufen sind?)…etc. Als Namibia 1979 erstmals (!) legislative Befugnisse erhielt und tatsächlich Pettyapartheid-Bestimmungen abschaffte hat SA geschäumt (siehe z. B. obigen Artikel von Mudge selber).

@ petty apartheid. Wenn andere Anekdoten schreiben, darf ich auch, folgende gibt den Zeitgeist bez. „Abschaffung der Apartheid“ m. E. gut wieder.
Als die internationalen Boykotte (Peter Hain, Anti-Apatheid-Bewegung etc.) so richtig bissen (in der Öffentlichkeit hat vor allem der (Quasi-) Ausschluss vom internationalen Sport sehr geschmerzt), hat die Regierung als Gegenstrategie 1973 in Pretoria die (gemischtrassigen!) South African Games veranstaltet, an welchen auch tatsächlich einige nichtweiße Sportler teilnahmen. Blöderweise hatte man vergessen, die örtliche Polizei auf diese Situation vorzubereiten und die haben dann prompt ein paar farbige Sportler bei Spazierengehen und Sitzen auf der slegs blankes Parkbank verhaftet, peinlich. Im Eilverfahren wurden dann „internationale Zonen“ mit Ausnahmeregeln verordnet, für z. B. Burgers Park in Pretoria. Oder siehe auch die Verleihung des Status „Ehrenweiße“ für die mittlerweile wirtschaftlich wichtigen Japaner.

@Botswana sehe ich nicht so positiv wie Topobär und ich bin der Meinung, dass der korrupte Khama-Clan und seine BDP das Land genauso ausplündern und gegen die Wand fahren wie Zuma etc. Aber in die internationalen Medien kommt davon überhaupt nichts durch, die wenige Presse ist durchaus positiv, die örtlichen Medien zeichnen aber ein ganz anders Bild. Die PR-Abteilung in der Präsidentenkanzlei dürfte wohl die erfolgreichste des Systems sein.


@SADF in Angola ein Lesetipp:
Edward George:
The Cuban Intervention in Angola, 1965 – 1991
From Che Guevaran to Cuito Cuanavale
Das gibt es im Buchhandel aber hier als gratis pdf:
www.cabinda.net/The-Cuban-Intervention-in-Angola.pdf
Das Thema ist der Krieg in Angola, dessen ursächliche Verknüpfung mit Namibia wird aber auch ausführlich behandelt.
Vor allem die Einschätzung von Swakop1952 würde mich sehr interessieren.

Grüße
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2016
2'664 Beiträge · seit 201209. Aug. 2016 · #46
@ leser
Wie kannst Du behaupten es hätte kein Referendum stattgefunden? Du warst natürlich dabei. Als Militärangehörige haben wir in Unterstützung der Polizei die Wahllokale geschützt vor Terroranschlägen, in Zivilkleidung. Aber das muß ich mir wohl auch eingebildet haben. Danke.
Hier werden die üblichen Mainstreamansichten im Propagandaformat mal wieder in den Raum gestellt, da erübrigt sich die weitere Diskussion (Hauptsache Parkbänke). Das betrifft aber auch den Präsidenten von Botswana.
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2016
1'125 Beiträge · seit 200609. Aug. 2016 · #47
Guten Nachmittag,
seht, jetzt fängt's an, interessanter werden. Dank an die Initiatoren, das Spektrum etwas zu erweitern.
@Swakop: Meinst Du nicht, Du könntest Dich und Deine Erfahrungen stärker einbringen, wenn Du Deinen schweren Säbel (wohl in SWA gelernt; man merkt das leicht an den div. Leserbriefen der AZ) gegen das Florett austauschen würdest?
@ Alle: Fragen nach Toiletten werden natürlich auch in Zukunft ernsthaft behandelt. Immerhin gehört das zu den drei wichtigsten Fragen der Menschheit .... Widerspruch?
Ich wünsche einen vergnüglichen Abend!
Rodrigo
Rodrigo
Omnia vincit amor
Gast09. Aug. 2016 · #48
Hallo Swakop1952, habe ich ein Verständnis- oder ein Verständigungsproblem?

Du schreibst:
..diese Apartheidsgesetze sind in Namibia gemeinsam mit der Apartheid bereits um 1975 abgeschafft worden auf Betreiben von Dirk Mudge…
und später:
….suchte Mudge in der Mitte der 1970er Jahre das Gespräch mit den schwarzen Bevölkerungsgruppen bzw. Parteien, was später zur Turnhallen-Konferenz führte, um die Unabhängigkeit vor zu bereiten. Dem vorangegangen war dein Referendum unter weißen Wählern, das dieses alles ermöglichte, inklusive der Aufhebung der Apartheidsgesetze….
Das bedeutet für mich: In einem Referendum wurde zur Aufhebung der Apartheidgesetze ermächtigt und das war/wurde dann (um) 1975 umgesetzt, dann war die Apartheid in Namibia weg. Meinst du das nun so oder nicht und vor allem welche „Art von Apartheid“ meinst du denn?
Nachtrag: Es wäre eine echte Bereicherung der Diskussion, wenn jemand den Referendumstext beisteuern könnte und auch Daten und Fakten zur Umsetzung.
Grüße
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2016
1'003 Beiträge · seit 200810. Aug. 2016 · #49
Guten Morgen,
für den interessierten Leser hab ich hier eine kurze Zusammenfassung der gerade disskutierten Situation gefunden - nur falls jemand nicht so drin steckt wie Swakop und Leser. Zumindest ist das eine Interpretation, die einen Überblick über die doch komplexe Situation gibt.
Gruss
Christian

"
The control of South West Africa/Namibia and the UNO

South Africa first took over control of Namibia, then called South West Africa, during World War I when it was still a German colony. After the war South Africa received the country as a mandate under the League of Nations. In April 1945, at the first meeting of the UNO, Smuts hoped to get the go ahead for the incorporation of Namibia into South Africa. This would allow him to do by lawful means what many felt he should have done during the war. The General Assembly not only rejected Smuts application, but also insisted that the mandate be brought under the UN Trusteeship Committee like all other mandates and Smuts had to agree to submit reports to this committee.

Confrontation over Namibia increased in the 1950s, and in 1951 the UN appointed an ad hoc committee to negotiate with South Africa over Namibia. The negotiations failed in 1952 and South Africa withdrew from the Trusteeship Committee and protested against continued UN intervention. South Africa was convinced to return in 1957 after a new committee was set up, but its proposals regarding the partition of Namibia were unacceptable to both the Trusteeship Committee and the General Assembly. The National Party, during the apartheid period, wanted to include Namibia as a fifth province in the Republic of South Africa. The National Party hoped to gain more votes in this way and increase its majority.

In 1959 the UN found that South Africas administration went against the principles of the UN Charter, the Declaration of Human Rights and the advisory opinion of the International Court. South Africas violent actions in Windhoek after some black people protested against being moved to a new area led to the UN appointing a one-man commission and African states starting actions through the International Court.

The UN called on South Africa to lift all apartheid laws from Namibia and told the Trusteeship Committee to visit Namibia with or without the permission of South Africa. This proved difficult, and the UN eventually agreed on the formation of a seven-nation committee that would visit Namibia before 1 May 1962, prepare the country for the removal of South Africa and free and democratic elections so that Namibia could become independent. The UN would provide technical assistance and would ensure freedom for political prisoners and an end to discriminatory laws. South Africa assisted the committee in their visit to Namibia, and they found that South Africas administration of the area was not against the mandate system or a threat to peace. However, after leaving South Africa the same committee changed its findings, but action at this stage was difficult as the case was before the International Court.

In 1962 the court decided that it did have jurisdiction to try the case and it started to look at the record of South Africas action in Namibia, heard reports on the treatment of the people there and looked into the restrictions placed on black people in the country. During the hearings, which took six years, the one judge died and was replaced with a judge with more pro-South African ideas. It was eventually found, by a majority of 8 against 7, that the countries that brought the case before the court had no standing. This bought South Africa more time as otherwise the UN would have found itself in a position where it needed to start sanctions or other actions against South Africa. The decision brought caused an outcry in the General Assembly, which called on the Security Council to put pressure on South Africa.

The Security Councils first action on the issue was in January 1968 when it demanded that 37 political prisoners be released. In 1969 it recognised the General Assembly resolution of 1966 ending South Africas mandate over Namibia and calling for South Africa to leave the area. It saw South Africas refusal to do so as an aggressive action against the authority of the UN. The Security Council asked the International Court for the opinion on South Africas continued occupation in 1970. In 1971 the International Court of Justice gave an advisory opinion finding South Africas occupation of Namibia illegal and after this South Africa was defying the United Nations in her continued occupation of Namibia. The UN declared that South Africas mandate over Namibia was terminated. South African armed forces continued to occupy Namibia. The UN did not accept the proposal by South Africa to hold an all-races referendum in Namibia to test the popularity of the continued mandate.

In 1971 the Security Council called on the Secretary General, Kurt Waldheim, to make contact with all people of Namibia and to prepare for self-determination. Waldheim went to South Africa where he met with and had talks with Vorster. He also visited Namibia and held talks with different groups in that country. In Namibia a Convention was held between all the groups that wanted the immediate withdrawal of South Africa, and Waldheims representative met this Convention at the end of the year. Discussions were underway, until a deadlock was reached in 1973 when the Security Council called for an end to Waldheims mediation. The Convention called for the immediate withdrawal of South Africa, and the Security Council echoed this call in 1974. On 16 December 1974 the General assembly recommended that South Africa be excluded from participation in international organisations as long as it continued to practice apartheid and ignore the UN regarding Namibia and Zimbabwe. A deadline for withdrawal was set for 30 May 1975, and the Council met again on this date, but France, the USA and the UK vetoed the idea of sanctions.

In 1975 the Portuguese left Angola and Mozambique, changing the situation in southern Africa as the western powers began to fear socialist take over in the independent countries. The South African government negotiated with an Advisory Council in Namibia, which excluded SWAPO, and the Turnhalle Assembly reached a decision regarding a three-tier system of government and independence in 1978. This agreement however failed after it was seen that some apartheid laws would still be in place and there was political change inside Namibia, with parties re-forming. In September 1978 the Security Council passed a resolution finding that UN supervised elections were the only possibility for change. The five western powers on the Security Council visited Vorster in 1977 to discuss change. It was felt that South Africa should loosen constitutional bonds over Namibia and stop Namibian representation in the South African government, but it was agreed that South Africa could appoint an Administrator-General to the area. SWAPO accepted that the Administrator-General and a UN Commissioner would together supervise elections once political prisoners had been freed and discriminatory laws removed.

The Security Council accepted this plan in July 1978, but after the South African government carried out an attack on a SWAPO base problems opened up again. The South African government then held internal elections in Namibia in December 1978, which went again the UN elections planned for April 1979.

From 1978-1983 SWAPO became increasingly successful with guerrilla attacks in Namibia. The South African Defence Force (SADF) however kept up raids and attacks as well, and SWAPO suffered many political murders while South African rule continued. The elections of 1978 also caused more political problems in the area. In 1981 negotiations between SWAPO and the South African government opened up in Geneva, and were joined by other political groups from Namibia. These talks soon broke down, and conditions inside Namibia worsened with a negative economic growth rate and much violence.

Pik Botha proposed called for a regional conference in 1984, but by this time the problems had mounted. The situation in southern Africa had also undergone change after South Africa held talks with the USSR, a ceasefire was agreed on, and the Nkomati Accord was signed. After discussions with SWAPO in Lusaka in 1984 a transitional government was brought into being that was meant to replace the work of the Administrator General. The transitional government came into power in June 1985, which was proof of a deadlock at international level.

In 1988 Botha decided to restore the Administrator General to power to try and stabilise the situation. In May 1988 a conference was held in Zimbabwe to establish a plan of action to end apartheid and bring independence to Namibia. It was also at this time that the USA and USSR were discussing changes that would decrease the pressure of the Cold War. The USSR, under Gorbachev, offered to withdraw Soviet involvement from southern Africa and put pressure on Cuba to do the same if the USA brought about free elections in Namibia. The South African government was forced to adhere to the free elections. Negotiations took place in London, concerning the situation in Angola, but these excluded SWAPO. This led to clashes taking place between SWAPO and South African forces, and the Administrator General decided to suspend elections that had been planned. The UN Commissioner worked together with the Administrator General to try and solve the problem, although the UN peace keeping forces had not yet arrived.

On 14 September 1989 Sam Nujoma returned to Namibia after 29 years in exile, and elections were planned for 1 November. SWAPO took the majority in the election, with 41 of the 72 seats and 52% of the vote. A committee immediately began work on a constitution, which was finalised by the time of independence of celebrations in March 1990 in accordance with the UN Security Council Resolution 435 of 1978."
Quelle: http://www.sahistory.org.za/article/south-africa-and-united-nations-1946-1990
33,1k Beiträge · seit 200615. Sept. 2016 · #50
Hallo allerseits,

aktuell dazu: http://www.az.com.na/nachrichten/geingob-macht-im-daily-maverick-rckzieher-von-neeef/
"Geingob macht im „Daily Maverick“ Rückzieher von NEEEF"
"Staatspräsident hält Quotenkonzept für „schlechte Idee“ – Nicht das falsche Signal an Investoren senden"

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast24. Apr. 2017 · #51
Hallo,

es ist ja ein bisschen ruhiger geworden um NEEEF, aber im Mai soll es nun einen neuen Gesetzesentwurf zu NEEEF geben. Die namibische Regierung hat die namibischen Medien nun aufgefordert, positiv über NEEEF zu berichten. Eine positive Berichterstattung drängt sich ja auch förmlich auf:
- wenn man die Blaupause Zimbabwe vor Augen hat
- wenn relevante Ratingagenturen sagen, dass NEEEF Investoren von Namibia fernhalten wird
- wenn auch internationale Medien das immer wieder negativ bewerten, zuletzt der Economist (Der richtige, nicht der namibische)
http://www.economist.com/news/middle-east-and-africa/21720932-such-policies-did-not-work-out-well-zimbabwe-namibias-president-flirting

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200624. Apr. 2017 · #52
Moin zusammen,

hier das relativ nichtssagende Schreiben zum Thema vom OP.

Besten Gruß aus dem kalten Windhoek
Christian
📎 Mediarelease-NEEEFUpdateApril2017.pdf
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2017
33,1k Beiträge · seit 200627. Feb. 2018 · #53
Zum Thema aktuell.

Viele Grüße
Christian

"Staatspräsident Hage Geingob hat sich zum Auftakt eines Kabinetts-Workshops zum Thema „National Equitable Economic Empowerment Framework“ NEEEF deutlich für die Einführung dieses ausgesprochen. Es müssten strukturelle Probleme im Land durch staatliche Eingriffe ausgemerzt werden. Auch wenn Namibia im Kampf gegen die Armut seit der Unabhängigkeit deutliche Fortschritte gemacht hat, bleibe die Kluft zwischen Arm und Reich weiterhin riesig. NEEEF sei kein Gesetz gegen eine bestimmte Volksgruppe im Land, unterstrich Geingob. Es werde im Rahmen der Verfassung erarbeitet. - Die Finanzierung und Überwachung der korrekten Umsetzung eines solchen Gesetzes obliege allen Namibiern und staatlichen Organisationen. " (Hitradio Namibia, 27.2.2018)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,1k Beiträge · seit 200611. Apr. 2018 · #55
Hi zusammen,

heute in der Rede zur Lage der Nation hat Präsident Geingob die Implementierung von NEEEF in 2018 in Aussicht gestellt. Die gemunkelt wird es aber keine 25-Prozent-Klausel geben.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201219. März 2021 · #57
„Kommt darüber hinweg“ - Geingob und Co. setzen sich ehrgeizige Ziele https://www.az.com.na/nachrichten/kommt-darber-hinweg-2021-03-19/

Präsident Hage Geingob hat Gegner des umstrittenen Gesetzesentwurfs zur Ermächtigung ehemals Benachteiligter (NEEEB) aufgefordert, „darüber hinweg zu kommen“. Das Gesetz soll in diesem Jahr verabschiedet werden und stellt einen Teil des neuen, ambitionierten Harambee-Wohlstandsplans dar...


LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201204. März 2026 · #58
NEEEF-Gespenst wieder zurück: Premierminister bringt Gesetzentwurf in Rollen

Nach verschiedenen im Sande verlaufenen Anläufen will Namibias Regierung jetzt endgültig ein Gesetz für die „gerechte wirtschaftliche Teilhabe“ zuvor benachteiligter Namibier einführen. Schon 2016 hatte die Regierung das Namibian Equitable Economic Empowerment Framework (NEEEF) – ins Rollen gebracht. Wie sein Amt am späten Montagnachmittag mitteilte, hat Premierminister Elijah Ngurare persönlich eine erste Anhörung mit verschiedenen Interessenvertretern am gleichen Morgen geführt – unter Ausschluss der Presse. ...


LG
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