DREI MONATE LANG KREUZ UND QUER DURCH KENIA

Reisebericht 381 Antworten · 41,2k Aufrufe · gestartet 10. Jan. 2016 von Mzeekenya
Themenstarter527 Beiträge · seit 201329. März 2016 ·
lilytrotter schrieb:Hi,

...es ist doch immer schön wirklich gute Freunde zu haben!! 😄
du kannst dich glücklich schätzen!
Schön, dass es dir soweit gut geht.

Gruß lilytrotter
... du hast Recht - und zudem erspart es einem Feinde.
Themenstarter527 Beiträge · seit 201329. März 2016 ·
Eine ökologische Putzkolonne

Bevor ich morgen Mittwoch abschliessend für ein paar Tage ins Buffalo Springs und ins Samburu Reservat fahre, möchte ich euch eine kurze Geschichte erzählen, die ich so amüsant finde, dass ich sie teilen möchte.
Wie ich in einem vorherigen Post schrieb, wollte ich in die Aberdares fahren, um nach Lake Magadi und Lake Natron wieder mal richtig zu frieren.
Das hat denn auch prima geklappt und nach einer sternklaren, saukalten Nacht mit dickem Reif auf den Horstgräsern und den dichten Alchemilla-Beständen, war ich froh, wieder in tiefere Lagen fahren zu können. Die afroalpine Pflanzenwelt ist äusserst interessant und die Fauna ebenfalls.

blühende Riesensenezien auf 3000 m Höhe
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Alchemilla-Strauch (im Vordergrund), Aberdares
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Ich habe auf über 3 000 m schon oft Elefanten gesehen, Kaffernbüffel und sogar die schwarze Variante des Servals. Ebenfalls zählen Bergriedbock und Buschbock zur "Stammfauna", wenn man sie auch meist erst bei Anbruch der Dämmerung zu Gesicht bekommt.
Kaum war die Sonne hinter den Hügeln unter gegangen, wurde es empfindlich kalt und ich setzte mich in den Wagen. Nach kurzer Zeit bemerkte ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung und sah ein Buschbock-Weibchen vorsichtig auf den LC zukommen. Ein zweites und ein drittes folgten. Sie wandten sich der Front des Autos zu und ich vernahm ein Schaben und Knabbern, ohne mir erklären zu können, wie die Geräusche entstanden. Bis um 20.00 Uhr, kurz bevor ich unter den Daunenschlafsack kroch, kamen neun weibliche Buschböcke und ein männlicher Kronenducker. Um die Tiere nicht zu stören, stieg ich nicht aus. Ich vermutete, dass sie die Salzkrusten vom Magadisee ableckten und abknabberten. Mehrmals in der Nacht erwachte ich von schabenden und scharrenden Geräuschen und als der Morgen anbrach, schaute ich mir die Wagenfront an. Und siehe da: sie war blitzblank "geputzt" und die Stossstange erglänzte in makellosem Schwarz. Die Buschböcke hatten ganze Arbeit geleistet und die "Salzlecke" ausgiebig benützt.

So sah der Wagen auf dem Campingplatz am Lake Naivasha aus...
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... und so am Tag danach auf dem Campingplatz Reedbuck in den Aberdares
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zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2016
1’589 Beiträge · seit 201401. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee

so nun akzeptiert mein Desktop das Modem wieder. Das Forum laesst sich mit dem Laptop nicht richtig anschauen.

Da hat es Dich aber boes erwischt am Lake Natron. War uns auch passiert, doch hatten wir einige junge Maenner mit dabei. Tueckische Erde!

Du warst wohl grade an den heissesten Tagen an der Kueste. Die Hitzewelle wird hoffentlich nun mit dem Beginn der Regenzeit etwas abschwaechen. Mir lief in meinem Buero auch nur noch der Schweiss runter...

Liebe Gruesse und allzeit gute Fahrt
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter527 Beiträge · seit 201302. Apr. 2016 ·
Hallo Elvira,
danke für deine Nachrichten. Ja, Magadi und Natron waren buchstäblich mörderisch. Ich bin kein besonders ängstlicher Typ, aber als wir dort im Dreck steckten und ich physisch kaum noch in der Lage war, eine Schaufel zu heben, geschweige denn sie zu benützen, habe ich auf mein Leben nicht mehr viel gewettet. Aber offenbar war/ist meine Zeit noch nicht gekommen... Mir solls Recht sein - Afrika hat noch viel Schönes, das ich noch nicht kenne.
Zum ersten Mal überhaupt habe ich in diesen knapp vier Monaten in Kenia mehr geschwitzt als gefroren,. Die Hitze ist aber auch extrem und schlaucht die Leute täglich. Ich war jetzt 3 1/2 Tage im Buffalo Springs/Samburu und habe dort selten so viel Schweiss vergossen. Da half nicht einmal ein Sprung in den Swimming Pool im Buffalo Springs.


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Morgen gibts einen Ruhetag und ein Dankeschön dem Herrgott (welchem?), dass er mir noch ein paar gute Tage - oder mehr - geschenkt hat und schenken wird. Und dann reizen mich noch zwei, drei kühle Tage am Mount Kenya, bevor es am Donnerstag nach Nairobi geht und bald darauf in die Luft.
Grüsse aus dem "kühlen" Nanyuki. M.
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2016
1’739 Beiträge · seit 201002. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee

Ich wünsche Dir noch letzte schöne Tage in Kenia und freue mich natürlich auf jedes interessante Lebenszeichen von Dir. Ich hoffe, dass Du in der Schweiz ganz viel lange Weile haben wirst und uns mit ganz, ganz vielen Deiner Erlebnisse erfreuen wirst.

Eigentlich ist die Welt ja ein wenig ungerecht. Du darfst gleich zweimal in den Samburu/ Buffalo Springs und wir müssen hier ausharren und Monate/ Wochen und Tage zählen bis, na ja, bis wir auch mal wieder nach Afrika dürfen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1’589 Beiträge · seit 201402. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee

die Elefaentchen sind aber zu suess! Na dann schmelze nicht dahin. Ist bei mir etwas weiter suedlich trotz leichtem Regen letzter Nacht auch nicht besser.

Und wie gesagt, wenn Du Zeit und Lust hast, schau herein.

Viele Gruesse - will nun einen Film von Allen Root auf dem kenianischen Fernsehen schauen...
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter527 Beiträge · seit 201302. Apr. 2016 ·
Grüss dich, Christa,
die meisten Mit-Menschen würden das Leben, das Afrika und ich seit 50 Jahren mit- und manchmal auch gegen einander führen, so nicht leben wollen/können. Es hat für mich in all dieser Zeit gefühlsmässig immer nur Afrika gegeben - auch wenn ich, zusammen mit meiner verstorbenen Frau, für Buchaufträge in Australien, Indien, Kanada, ganz Europa usw. usf. unterwegs war. Wie oft habe ich Freunde und Bekannte damit genervt, dass ich ihnen von Afrika vorschwärmte und andere Orte, wenig diplomatisch, als zweitklassig bezeichnete. Afrika war (und ist) für mich immer sehr viel mehr als Beruf gewesen - es war (und ist) Berufung und ich habe viele Entbehrungen - zum grossen Teil auch finanzieller Art - auf mich genommen, um meinen Traum leben zu können. Ich habe 2013 versucht, mit Afrika abzuschliessen, aber nach einem Jahr in der Schweiz musste ich feststellen, dass mir das nicht gelang. Heute weiss ich, dass Afrika - in vielerlei Weise - mein Schicksal ist und ich von dem Kontinent nicht mehr loskommen werde...
Manchmal scheint mir, dass es jene, die die ganze Welt mit gleicher Intensität und Leichtigkeit bereisen, leichter haben.
Grüsse vom M.
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201302. Apr. 2016 ·
Hoi Elvira,
Lust habe ich viel, mit der Zeit hapert es zumindest diesmal. Heute in einer Woche sollte ich auf'm JKIA sein, eingecheckt haben und mein Pech verfluchen, Kenia schon wieder verlassen zu müssen. Aber wenn immer möglich, werde ich Anfang Oktober wieder hier sein und meine ersten 50 Afrikajahre feiern.
Schönen Abend. M.

PS. Ja, das Elefantenbaby, ein gutes Jahr alt, war so niedlich. Es konnte sich die längste Zeit mit einem Stock vergnügen und nachher damit, sich kiloweise Staub über den Rücken zu schleudern.

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PPS. Ich liebe Elefanten!
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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2016
1’739 Beiträge · seit 201002. Apr. 2016 ·
Hi Mzee

Ich glaube, ein wenig kann ich verstehen, was Dich immer wieder zurück nach Afrika zieht. Es ist eine ganz besondere Liebe, die man da in seinem Herzen mit sich rum trägt.

Die Eli Bilder sind wunderschön. Zum Glück wachsen ja Elis nicht so schnell. Vielleicht treffen wir den kleinen Kerl ja. Ich finde das Beobachten von kleinen Elis immer sehr aufregend. Im Tarangire hatten wir letztes Jahr auch sehr viele. Zwei solche kleinen Kerle aus unterschiedlichen Familien hatten auf der Piste vor uns gefallen am gemeinsamen Spiel gefunden. Plötzlich tobten sie beide mit wehenden Ohren auf uns zu. Wenn eine der Mütter sie nicht kurz vor unserem Auto gestoppt hätte, wären sie sicher in unserer stehendes Auto gerannt. Sie waren so miteinander beschäftigt, dass sie uns überhaupt nicht bemerkt hatten. Leider gab es kein Licht mehr für Fotos. Es war schon sehr spät.

50 Jahre Afrika - eine stolze Zeit - ein halbes Leben. Wir könnten ja am 02.10. nachmittags in Nairobi darauf anstossen, Vielleicht findest Du ja einen passenden Flug Anfang Oktober.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2016
699 Beiträge · seit 201002. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee,
ein schönes Schicksal hast du mit Afrika. Dies ist auch mein Schicksal. Kaum bin ich zurück aus Afrika, werde ich schon bald unruhig, wenn nicht die nächste Afrika-Reise in der Planung ist. Desöfteren bin ich auch zwei Mal im Jahr in Afrika. Da ich seit knapp einem Jahr nicht mehr berufstätig bin, werrden wohl auch einige längere Reisen nach Afrika in Angriff genommen. Was mir am meisten gefällt, ist die Einsamkeit in der herrlichen Natur. Davon kann ich nicht genug bekommen. 50 Jahre Afrika ist schon beachtlich. Ich habe leider Afrika erst vor 6 Jahren entdeckt.

Deine wehmütigen Anmerkungen über Afrika kann ich nicht so recht teilen. Genieße es einfach, dass Du mit Afrika eine zweite Heimat gefunden hast und das du die Möglichkeit hast auch dort hinzureisen. Ich z.B. bereue es, dass ich die ganzen Jahre immer in Asien war und erst so spät Afrika entdeckt habe. Ich sage mir heute oft, wie konnte ich immer nach Asien reisen.

Genieße deine letzten Tag in Kenia.

Grüße Giselbert
Themenstarter527 Beiträge · seit 201303. Apr. 2016 ·
Ja Christa, schauen wir mal, ob das im Oktober klappen wird.
Elefanten sind für mich - vielleicht zusammen mit den Menschenaffen - die faszinierendsten Tiere. Gestern war ich im Samburu mitten in einer Herde von vielleicht 60 Elefanten. Grosse Kühe mit zum Teil winzigen Kälbern ästen drei Meter hinter und drei Meter vor meinem Wagen und fühlten sich von meiner Anwesenheit offenbar überhaupt nicht gestört. Ein etwa zweijähriges Kalb kam neugierig zum LandCruiser und tastete die Motorhaube ab, um dann zufrieden zur Mutter zurück zu kehren. Und man sollte nicht vergessen: das sind wilde Tiere, die, würden sie den Menschen riechen, entweder Reissaus nehmen würden oder angreifen (wenn sie kleine Kälber haben).

Uaso Nyiro von Samburu aus gesehen
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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201303. Apr. 2016 ·
Guten Morgen Giselbert,
wer eine zweite Heimat hat, fühlt sich oft/meist ambivalent. Bei Afrika im allgemeinen und Kenia im speziellen kommt dazu, dass sich der Kontinent und die meisten Länder in den vergangenen fünf, sechs Jahren rasend schnell verändert haben - und in fast allen Fällen leider nicht zum Guten. Wenn man Afrika erst seit wenigen Jahren kennt, so wie offenbar du, kann man diese Veränderung kaum feststellen. Wer es hingegen seit einem halben Jahrhundert kennt, bedauert viele Fehlentwicklungen, die zum grossen Teil mit einer wenig menschenfreundlichen Politik zusammen hängen.
Natürlich geniesse ich noch, so gut es geht. Wenn ich das Elend hier sehe, fällt mir das nicht immer leicht.

Gerenuks im Samburu National Reserve
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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2016
1’589 Beiträge · seit 201403. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee

Dein Afrikavirus ist ja wirklich lebendig - ich kann zwar erst auf 23 Jahre Kenia zurueckgreifen, doch wie Du schreibst, die Aenderungen sind gewaltig und nicht nur zum Guten.

"Natürlich geniesse ich noch, so gut es geht. Wenn ich das Elend hier sehe, fällt mir das nicht immer leicht." - ich weiss.....

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter527 Beiträge · seit 201303. Apr. 2016 ·
Elvira,
ich denke, dass wir in vielen Dingen, die Kenia/Afrika betreffen,
gleich "ticken". Das dürfte das Ergebnis der langen Aufenthalte
sein und somit der Einblicke in die Realität, die dem Touristen in den meisten Fällen weitgehend verborgen bleiben (und die er überwiegend gar nicht sehen möchte - schliesslich ist er im Urlaub).
Was mich betrifft: bezüglich der Entwicklung eines Grossteils der afrikanischen Länder, Kenia eingeschlossen, habe ich null Illusionen.
M.
****************************************
Seit langer Zeit habe ich im Buffalo Springs Reservat wieder einmal eine der schönsten Antilopen gesehen: den Grossen Kudu. Er lebt in den unzugänglichen Hügeln der beiden Reservate und kommt nur in extremer Trockenheit in die Niederungen, weil er da, z.B. im Isiolo River und im Uaso Nyiro, noch Wasser findet. Ich konnte fünf Tiere beobachten, vier erwachsene Weibchen und ein Kalb von etwa acht Monaten: ein unbeschreiblich schöner Anblick.

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zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2016
1’366 Beiträge · seit 201104. Apr. 2016 ·
Mzeekenya schrieb:Grüss dich, Christa,
die meisten Mit-Menschen würden das Leben, das Afrika und ich seit 50 Jahren mit- und manchmal auch gegen einander führen, so nicht leben wollen/können. Es hat für mich in all dieser Zeit gefühlsmässig immer nur Afrika gegeben - auch wenn ich, zusammen mit meiner verstorbenen Frau, für Buchaufträge in Australien, Indien, Kanada, ganz Europa usw. usf. unterwegs war. Wie oft habe ich Freunde und Bekannte damit genervt, dass ich ihnen von Afrika vorschwärmte und andere Orte, wenig diplomatisch, als zweitklassig bezeichnete. Afrika war (und ist) für mich immer sehr viel mehr als Beruf gewesen - es war (und ist) Berufung und ich habe viele Entbehrungen - zum grossen Teil auch finanzieller Art - auf mich genommen, um meinen Traum leben zu können. Ich habe 2013 versucht, mit Afrika abzuschliessen, aber nach einem Jahr in der Schweiz musste ich feststellen, dass mir das nicht gelang. Heute weiss ich, dass Afrika - in vielerlei Weise - mein Schicksal ist und ich von dem Kontinent nicht mehr loskommen werde...
Manchmal scheint mir, dass es jene, die die ganze Welt mit gleicher Intensität und Leichtigkeit bereisen, leichter haben.
Grüsse vom M.
Ich glaube das passt perfekt zu Dir:

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Leider kann ich nur auf knapp 8 Jahre aktive Afrikaerfahrung zugreifen, passiv bin ich jedoch schon bestimmt 40 Jahre Afrika verfallen. Schon als Kleinkind war es mein Traum nach Afrika "nach Hause" zu gehen.
Ich wünsche Dir noch ganz viele und tolle, erlebnisreiche Jahre in Afrika und ich hoffe, dass wir daran auch, in Form von Reiseberichten, alle teilhaben dürfen.

Danke 🙂
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter527 Beiträge · seit 201304. Apr. 2016 ·
Hallo Thorsten,
ich gehe davon aus, dass du ein Stück jünger bist als ich - und dir demzufolge noch mehr Zeit bleibt, um Afrika zu "er-leben". Meine Zeit wird rasend schnell kürzer. Wenn ich auch im Kopf noch voller Pläne bin, so sagt mein Körper immer öfter "polepole" (langsam) oder gar "stopp", wie am Lake Natron. Selbst das Wechseln eines dieser verdammt schweren LandCruiser-Reifens wird langsam zum Problem. Zwar hat man in Afrika fast immer einen Haufen junger Männer um sich, wenn man am Strassenrand steht und mit dem Auto was nicht stimmt. Aber eben: nur "fast immer". Die letzten beiden Plattfüsse musste ich selbst bewältigen und fand das alles andere als lustig - vor allem, den Reifen auf Brusthöhe hoch zu wuchten und auf dem Traggestell zu installieren.
Das "Poem" von Emily Dibb gibt Vieles wieder, was ich empfinde, wenn ich wieder in Afrika bin, auch wenn ich noch nie Schakale bellen und Kuckucke singen gehört habe. Für Nicht-Ornithologen bzw. Nicht-Säugetierkenner: Kuckucke rufen und Schakale heulen.
Gruss aus Nanyuki, wo offenbar die Regenzeit angefangen hat.
M.

Netzgiraffen im Buffalo Springs National Reserve
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zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2016
4’132 Beiträge · seit 200804. Apr. 2016 ·
Hallo, Mzee,
Du schreibst:
Selbst das Wechseln eines dieser verdammt schweren LandCruiser-Reifens wird langsam zum Problem. ...Die letzten beiden Plattfüsse musste ich selbst bewältigen und fand das alles andere als lustig - vor allem, den Reifen auf Brusthöhe hochwuchten und auf dem Traggestell installieren.
Genau das ist der Marker im Alter beim Reisen!!
Tipp: Kleinen Flaschenzug (Kettenzug)... 🙂 - Das ist jetzt kein Scheiß: Bei den alten großen LKW-Reifen (14.00-20) war der Gebrauch des Kettenzugs im Handling Standard... selbst in der Jugend... 😗
- deshalb fahren wir jetzt LC 😁
allerdings haben wir ein bisschen mehr zum Bergen dabei, weil wir einfach viel zu bequem sind, für solche Aktionen, wie deine am Lake Natron, - wir hassen diese Schlammschlachten, deshalb haben wir Bleche und Winde - ...den kräftigen Baum, in Fahrtrichtung, den hätten wir dann benutzt. Vielleicht rüstest du ja noch auf, im Alter, würde dem Genuss zugute kommen 😁

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201304. Apr. 2016 ·
Grüsst euch, ihr Lilytrotters,
... und danke für den Hinweis mit dem Flaschenzug. Als nächstes kommt dann wohl der Rollator?
Zusammen mit Mohammed (Werkstattbesitzer) habe ich eine vorläufige Lösung gefunden. Ganz einfach - aber man muss erst mal darauf kommen.
Der Arbeiter von Mohammed hat eine 15 cm lange, 5-6 cm tiefe, geborgene Metallplatte an das Gestell geschweisst. Den Reifen kriege ich noch hoch und wuchte ihn auf diese Metallplatte. Nun kann ich ihn ohne Kraftaufwand so drehen, dass die Felge in die drei Bolzen passt. Muttern aufdrehen und fertig.



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zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2016
4’132 Beiträge · seit 200804. Apr. 2016 ·
Als nächstes kommt dann wohl der Rollator?
genau 😉
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201304. Apr. 2016 ·
lilytrotter schrieb:
Als nächstes kommt dann wohl der Rollator?
genau 😉
Ich kann's kaum erwarten!