Verschollene Touristen lebendig gefunden

88 Antworten · 11,3k Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2015 von travelNAMIBIA
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785 Beiträge · seit 200805. Jan. 2016 ·
Guido. schrieb:
Was man bei all den Verurteilungen nicht ganz vergessen sollte: Wir alle machen mal Fehler, treffen mal Fehlentscheidungen oder sind mal grob schusselig. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns Ähnliches passiert, mag dank besserer Vorbereitung und mehr Erfahrung sehr viel geringer sein, aber ich würde sie nicht bei 0,0 ansetzen.
Hallo Guido,

du sprichst mir aus der Seele!

Keiner hier weis was genau gelaufen ist und mit Verurteilungen sollte man immer etwas vorsichtig sein, jedoch sollten wir alle etwas aus diesem Vorfall gelernt zu haben und in Zukunft versuchen weniger leichtsinnig zu sein!


Viele Grüße


Markus
2’474 Beiträge · seit 200605. Jan. 2016 ·
KoiAhnung schrieb:

Ferner sehe ich auch nicht wieso ein Staat überhaupt reagieren müßte, es ist doch jeder selbstverantwortlich, und ja es sterben auch mal Menschen, das ist so!
Wer sich (bewußt oder unbewußt) in Gefahr begibt kann darin auch umkommen, thats life, das Leben endet IMMER mit dem Tode!

quote]

Vermutlich aus dem selben Grund, aus dem wir eine Straßenverkehrsordnung haben und sich auch Deutschland da nicht auf die natürliche Auslese verlassen will 😗 Aber klar, wenn ich auf der Autobahn von einem Besoffenen totgefahren werde, kann man natürlich auch die These vertreten, ich hätte mich unbewusst in Gefahr gegeben... thats life!
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
131 Beiträge · seit 201505. Jan. 2016 ·
Du hast mich nicht verstanden!

Ich habe ausschließlich ausgesagt, dass ein jeder für sein Tun selbst verantwortlich ist, und er SELBST nicht vom Staat beschützt werden muss! Das soll er gefälligst selber tun!

Wenn ER hingegen andere gefährdet ist das eine vollkommen andere Sachlage, von DER sprechen wir hier aber in keinster Weise! Das ist ja nicht Topic, es waren ja keine anderen (außer den Rettern) involviert!

Denn dann gilt immer noch:
"Die eigene Freiheit hört dort auf wo sie mit der Anderer interferiert!"
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2016
191 Beiträge · seit 201305. Jan. 2016 ·
lilytrotter schrieb:Fehler kann man machen, auch idiotische

aber dann steht man dazu! Und reflektiert sie.

Die "passieren" einem nicht, sondern man hat sie selbst gemacht!!

Das ist der Unterschied in der Einstellung.
Diese Geretteten sehen nur fehlende mobilePhon-Abdeckung, fehlende Schilder, usw...
Weißt Du, dass Deine Einstellung eine andere ist, oder ist es nur eine Vermutung?

Niemand von hier hat die Franzosen selbst befragt, sondern kennt nur die Presseartikel. Aber wissen wir, was die Journalisten (oder wer auch immer) die Franzosen gefragt hat? Man kann Fragen so stellen, dass man gewünschte Antworten bekommt und man kann Antworten anders wiedergeben. Vielleicht haben sie die Fragen auch nicht richtig verstanden. Oder oder oder.
Weiß jemand, wie die Franzosen zum Zeitpunkt der Rettung auf ihre Retter reagiert haben?

Ich persönlich wäre sehr vorsichtig mit jeglicher Verurteilung auf Grund halbgarer Presseberichte. Schade, wie sich der Thread entwickelt hat.
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2016
727 Beiträge · seit 200805. Jan. 2016 ·
Offenbar doch etwas abenteurlustig die Truppe. Die wollten die schöne Landschaft genießen und sind deswegen in den Sand. Deswegen haben sie (zuviel) Luft aus den Reifen gelassen.

http://www.namnewsnetwork.org/v3/read.php?id=MzMzMTU1

Was ich allerdings nicht verstehe: Wieso wird hier wegen der "Undankbarkeit" ein solcher Zinnober gemacht. Ich sehe da lediglich den Satz "We wanted to retire here but we will now have to reconsider." In diesen einen Satz interpretiere ich keine Undankbarkeit und Schuldzuweisungen an das gesamte namibische Volk. Vielleicht ist es auch einfach nur die Ernüchterung von einigen "Auswanderer-Träumern", die jetzt unsanft in die Realität zurückgeholt wurden. Vielleicht ist der Satz einfach nur Selbsterkenntnis, dass dieses schöne Land auch eine gefährliche Seite hat?

Auch wenn Sie offenbar doch selber einiges verbockt haben, finde ich den Shitstorm diesbezüglich nicht wirklich angebracht. Wenn Sie diese Angaben so wirklich der Polizei gegenüber gemacht haben, sehe ich da auch keine der unterstellten Schutzbehauptungen.

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2016
2’573 Beiträge · seit 200705. Jan. 2016 ·
Hi,
lilytrotter schrieb:
Oh, ihr meint, andere haben Schuld, an den 6 platten Reifen?
Es geht nicht um "Schuld".
Das ist leider immer das extrem Mühsame an derartigen Diskussionen. Es geht eher darum, den Ablauf festzustellen und daraus Erfahrungen für zukünftige Geschichten zu sammeln.
lilytrotter schrieb:Aber eben das können wir uns nicht vorstellen und auch nicht, wie man auf einer so kurzen Strecke überhaupt 6 Platten hinkriegt (war ja nicht grad'ne alte Klapperkiste), - es sei denn, man lässt die Ventile rausfliegen, weil man nicht weiß, wie es geht, - das, mit dem Luft-rauslassen...
Wie das geht, hab' ich dir beschrieben. Und nein, man muss nicht die Ventile rausfliegen lassen, um die Reifen für eine weitere Fahrt eher unbenützbar zu machen. Ich hatte nach meinem Erlebnis in einem Reifen auch nur mehr 0,4 Bar drin, das würde ich auch als "platt" bezeichnen.
lilytrotter schrieb:In Namibia regt man sich über die fehlende Dankbarkeit und die Dummheit dieser Leute auf. Mit Recht.

Denn es besteht in Namibia eine sehr selten vorzufindende Fürsorge für Touristen!!!
Nur dieses besondere Empfinden von „Sich-Umeinander-Kümmern-Wollen“ in Namibia (Verantwortung hat dort wie hier natürlich kein Agent/keine Lodge - und trotzdem tun sie es!) hat den Franzosen das Leben gerettet!!
Ach weißt du, vielleicht bin ich da weniger sensibilisiert als du, weil derartige Dinge in meiner Umgebung täglich mehrmals vorkommen. Laufend kann man in Österreich von Bergrettungseinsätzen hören, die Menschen suchen, die irgendwo in den Alpen verloren gegangen sind. Teilweise mit falscher oder schlechter Ausrüstung. Teilweise gegen die Warnungen von Hüttenwarten oder anderen Einheimischen, die's wissen müssten. Laufend gibt's im Winter Einsätze von Bergrettern, die Verschüttete aus Lawinen ausgraben, die sie selbst ausgelöst haben, weil sie in gesperrte Hänge eingefahren sind. Und die begeben sich bei der Rettung meistens dann tatsächlich auch selbst in Lebensgefahr.

Das ist *Standard* bei uns. Ist doch in Deutschland das selbe, oder? Sowohl bei der Bergrettung als auch beim Seenotrettungsdienst, oder? Da fragt kein Mensch danach, das *tut* man einfach. Und viele unterstützen bei uns die Bergrettung finanziell. So wie bei euch. Wenn sich bei uns jeder jedesmal über die Dummheit aufregen würde, kämen wir doch in unserem Leben zu gar nichts anderem mehr. Warum sollte das in Namibia anders sein? Kein Mensch wirbt damit, dass man in Österreich im Notfall gesucht wird. Wäre ja auch eher sinnbefreit...

Und Dankbarkeit? Ja, gibt's manchmal. Manchmal nicht.
Und manchmal gibt's Situationen, wo sich dumme Touristen am Berg im Gipfelbuch eintragen und dazuschreiben "und retour geht's mit dem Helikopter", um dann einen Rettungseinsatz wegen eines "gebrochenen Knöchels" zu initiieren. Zum Glück werden bei der Bergrettung dann derartige Einsätze aufgearbeitet, dadurch kam man auch zum Gipfelbuch und den Einträgen. Was den beiden Idioten dann eine ganz kräftige Rechnung über den Einsatz beschert hat. Und ja, *da* gab's bei uns auch Diskussionen.

Ja, es ist toll, dass auch hier eine großangelegte SAR Aktion gestartet wurde. Es ist toll, dass auch hier Menschen mitgedacht haben, dass Alarm geschlagen wurde, als die Touristen nicht am vereinbarten Nächtigungspunkt angekommen sind. Und es ist schön, dass die Geschichte dann so ausging. Aber für mich ist das eher "selbstverständlich", dass bei Bekanntwerden einer solchen Geschichte eine derartige Aktion gestartet wird, weil ich das eben so gewohnt bin. Und ja, selbstverständlich *auch* wenn die, die einen derartigen Einsatz notwendig machen, "selbst schuld" sind.

Was aber - nur um das gesagt zu haben, damit nicht wieder ein Argument kommt - NICHT heisst, dass man bei seinen Aktivitäten darauf vertrauen sollte und nach dem Motto: "na is eh wurscht, wenn's schief geht, suchen und retten sie mich eh". Jährlich dutzende Beispiele in den Alpen zeigen, dass es eben im Fall des Falles schief gehen kann und man einfach stirbt.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2’573 Beiträge · seit 200705. Jan. 2016 ·
lilytrotter schrieb:Fehler kann man machen, auch idiotische
aber dann steht man dazu! Und reflektiert sie.

Die "passieren" einem nicht, sondern man hat sie selbst gemacht!!

Das ist der Unterschied in der Einstellung.
Diese Geretteten sehen nur fehlende mobilePhon-Abdeckung, fehlende Schilder, usw...
Das interpretierst du aus ein paar Zeilen Zeitungsartikel heraus.
Was sie sich wirklich denken, wie sie mit der Situation umgehen, wissen wir alle nicht.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2’573 Beiträge · seit 200705. Jan. 2016 ·
Hi,
KoiAhnung schrieb:
Wichtiger Hinweis: Punkt 4 ist absolute Spekulation, nichts anders!
Warum immer das Schlimmste spekulieren?
KoiAhnung schrieb:
Nerven tut mich allerdings dass deren Aktion vielleicht Einfluß auf unser aller Freiheit hat, indem noch mehr reglementiert wird.
DAS geht mir gelinge gesagt auf den Sa...
NUR weil andere blöd sind?
Na, ja. Das wird eher nicht passieren meine ich. Solche Aktionen führen nur in den seltensten Fällen zu irgendwelchen verschärften Regulationen.
KoiAhnung schrieb:
Ferner sehe ich auch nicht wieso ein Staat überhaupt reagieren müßte, es ist doch jeder selbstverantwortlich, und ja es sterben auch mal Menschen, das ist so!
Weil es seine Aufgabe ist. Ganz einfach.
In vielen Ländern ist diese Aufgabe an gemeinnützige Organisationen ausgelagert (Bergrettung, Seenotrettungsdienst, etc.). Aber irgendwer macht den Job immer. Überall.
Kenne kein Land, in dem keine SAR gestartet wird, wenn ein Notruf eingeht.
KoiAhnung schrieb:
Wer sich (bewußt oder unbewußt) in Gefahr begibt kann darin auch umkommen, thats life, das Leben endet IMMER mit dem Tode!
Dass es ein funktionierendes SAR-Wesen gibt heisst NICHT, dass man in derartigen Situationen nicht umkommen kann. Weder in Namibia, noch in den Alpen noch in der Nordsee oder in der Sahara.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
Gast05. Jan. 2016 ·
Vers. 3 (oder ist es schon Vers. 5?)
Es gibt eine offizielle Pressemitteilung von NamPol zum Vorfall:
http://www.nampa.org/index.php?model=featured&function=display&id=122196
vielleicht kann Christian/Travel Namibia mit dem Volltext weiterhelfen.
Hier gibt es auch einen Bezug darauf, wobei nicht klar ist, ob wörtlich zitiert oder nur zusammengefasst wird:
http://www.namnewsnetwork.org/v3/read.php?id=MzMzMTU1
“THREE FRENCH TOURISTS REPORTED MISSING IN NAMIBIA FOUND
Last Updated: 2016-01-05
WINDHOEK, Jan 5 (NNN-NAMPA) -- Three French tourists who were reported missing in the Erongo Region of western Namibia on Dec 27, have been found near the Kuiseb River.
A media statement issued by the Namibian Police Force (NamPol) here Monday said the Rossignol family were found by the police about 40 kilometres south east of the river in the Homeb area between on Wednesday.
NamPol Spokesperson Chief Inspector Kauna Shikwambi said Jean Christopher, 52, Patricia, 50, and Manon, 18, while on their excursion, drove to the Kuiseb River for a view of the landscape and deflated the Toyota Hilux's tyres for a smooth drive in the sand.
Shikwambi added that it was, however, unfortunate for the Rossignol family as they over-deflated the pick-up truck's tyres, which caused a limitation in the movement of the vehicle, leaving them stranded in the Homeb area where there was no mobile network signal for them to make contact.
She said the family was found in a state of emotional shock and were dehydrated. They were then transported to Windhoek by a NamPol helicopter and were admitted to the Mediclinic Windhoek Private Hospital.
They are reported to be in a stable condition.

The French tourists got lost last week Sunday after arriving in the country on Dec 18, 2015.
-- NNN-NAMPA“


Auch das lässt viele Fragen offen und generiert neue, aber die von Guido vermutete Route ist wahrscheinlich, sie haben echt großes Glück gehabt.
Grüße
PS 1: Und ja, Foren sind auch (unfreiwillige) Beitragstäter zu solchem Fehlleistungen und Überschätzungen….und ich lese hier trotzdem gerne, aber aus anderen Gründen.
PS 2: sorry für Wiederholung, habe Dinos Beitrag übersehen
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2016