Botswana für 4X4 - Einsteiger

20 Antworten · 5'804 Aufrufe · gestartet 21. Dez. 2015 von DoePom
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201521. Dez. 2015 · #1
Hallo liebes Forum,

nachdem wir zwei mal in Südafrika waren und in diesem Jahr erstmals mit den namibischen Schotterpisten Bekanntschaft gemacht haben, soll es im nächsten Jahr noch etwas "abenteuerlicher" werden.

Wir würden gerne eine Tour durch den Caprivi-Streifen nach Botswana machen. Von den vollständig geplanten Routen anderer Forums-Mitglieder bin ich allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Die Route sollte neben dem Caprivi-Streifen den Chobe NP und das Moremi im Okavango Delta umfassen. Je nach Zeitplanung und endgültiger Route würde ich gerne noch Abstecher zu den VicFalls und/oder in das Central Kalahari Game Reserve einbauen. Es soll also in jedem Fall ein deutlicher Schwerpunkt auf Safari und Tierbeobachtung gelegt werden Insgesamt haben wir ein Zeitbudget von drei Wochen. Wir könnten uns entweder Ende Juli / Anfang August oder im November nächsten Jahres auf den Weg machen.

Aber bevor ich mich in die Detailplanung der Route stürze, bitte ich euch um eure Hilfe bei einigen grundsätzlichen Fragen. Wie erwähnt verfügen wir zwar über ein wenig Afrika-Erfahrung, allerdings ist unsere Allrad-Erfahrung, abgesehen von der kurzen Tiefsandpassage am Sossusvlei, bislang überschaubar. Darüber hinaus würde ich die beiden Reifenwechsel in der namibischen Mittagssonne als Höchstleistungen in Bezug auf meine Fähigkeiten als Kfz-Mechaniker bezeichnen. Reicht das für eine Tour durch Botswana? Oder sollten wir doch besser auf den asphaltierten Straßen Südafrikas bleiben? 🙂 Wie "schwer" sind die Pisten in Botswana zu befahren? Wie problematisch sind eventuell notwendige Wasserdurchfahrten.

Bislang hatten wir immer ein festes Dach über dem Kopf, haben entweder in B&B´s oder in den Lodges in den staatlichen bzw. privaten Parks übernachtet. Wir haben bislang noch keine Erfahrung mit Dachcamper & Co. Wie sieht es mit "bezahlbaren" Unterkünften entlang der von mir grob beschriebenen Route aus? Oder sollten wir uns mit dem Gedanken an ein Dachzelt anfreunden, wenn wir das Reisebudget nicht zu sehr strapazieren wollen?

Last but not least, würdet ihr mir im Hinblick auf Befahrbarkeit der Route, Verfügbarkeit von Unterkünften und natürlich vor allem auch den Tierbeobachtungsmöglichkeiten eher zur November Variante oder zu Juli/August raten.

Viele Dank und viele Grüße
Christian
5'479 Beiträge · seit 200921. Dez. 2015 · #2
Eure Kenntnisse und Fähigkeiten decken sich in etwa mit den Meinen, vor unserer ersten Reise durch Botswana. Wie Ihr seht lebe ich noch. Man muss halt bereit sein, zu improvisieren und das eine oder andere Mal den Wagen auszugraben. Wenn ich Euch jetzt noch rate, im Weichsand den Luftdruck auf 1,3 - 1,5 bar zu reduzieren, wisst Ihr damit schon deutlich mehr, als ich bei unserer ersten Botswanareise.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
173 Beiträge · seit 201421. Dez. 2015 · #3
Hallo Christian,

wir waren letztes Jahr das erste Mal überhaupt in Afrika (wenn man mal von Tunesien und den Seychellen absieht). Auch sonst war keine Allraderfahrung vorhanden. Wir haben uns dann aber trotzdem an das Abenteuer Namibia und Botswana (inkl. Chobe NP und Moremi) herangetraut... und es auf keinen Fall bereut. Mit etwas Abenteuerlust, ohne Angst, aber mit dem nötigen Respekt und etwas Vorbereitung (mir hat schon das Belesen, wie man sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat (Druckminderung bei Tiefsand, wie durchquert man Wasser, usw.) gut geholfen) ist das mMn gut möglich, auch wenn man noch keine großartige Erfahrung hat.

Zumindest im Chobe NP und im Moremi müsst ihr euch vermutlich mit dem Dachzelt anfreunden. Alternativen wären, soweit ich weiß, nur die (Luxus-) Camps, wobei es da aber stark darauf ankommt, wie man für sich "bezahlbar" definiert 😉 . Außerdem kommt man dort in der Regel als Selbstfahrer nicht hin, glaube ich. Aber ganz davon abgesehen: Für uns hat neben den vielen Tieren und den tollen Landschaften vor allem das Campen (und da vor allem auf den nicht umzäunten Campingplätzen in Botswana) den besonderen Reiz von Afrika ausgemacht. Von daher würde ich das nicht als "notwendiges Übel" ansehen, sondern als reizvolle Alternative.

Wir waren im September dort und es hat uns gut gefallen. Wir haben viele Tiere gesehen, hatten keinen Regen, tagsüber war es schön warm, aber in der Regel nicht zu heiß (würde mal auf um die 30°C tippen), nachts nicht zu kalt. Die Straßen/Wege waren alle recht gut zu befahren (Tiefsand und die ein oder andere Wasserdurchquerung im Moremi war aber natürlich trotzdem dabei). Ich denke im August ist es ähnlich, nur das die Temperaturen, sowohl nachts als auch tagsüber, wohl noch etwas geringer sind.
Im November ist es wohl noch heißer und die Regenzeit kann langsam beginnen. Inwieweit das so ne Selbstfahrertour beeinflusst, kann ich nicht beurteilen. Da gibt's hier vermutlich ne Menge Kandidaten, die das besser einschätzen können.
4'129 Beiträge · seit 200821. Dez. 2015 · #4
Topobär schrieb:Eure Kenntnisse und Fähigkeiten decken sich in etwa mit den Meinen, vor unserer ersten Reise durch Botswana. Wie Ihr seht lebe ich noch. Man muss halt bereit sein, zu improvisieren und das eine oder andere Mal den Wagen auszugraben. Wenn ich Euch jetzt noch rate, im Weichsand den Luftdruck auf 1,3 - 1,5 bar zu reduzieren, wisst Ihr damit schon deutlich mehr, als ich bei unserer ersten Botswanareise.
Genau.
Und wenn man sich dann hin und wieder festfährt, da gibt es dann immer ein Großes Halloo: Alles wird bestaunt, digital festgehalten und jeder kann mitspielen. Das bringt immer viel Freude und jeder hat hinterher was Spannendes zu erzählen.
Wunderbar.
Mittlerweile steht man innerhalb von 2 Tagen 2 Mal im Chobe im Tiefsand im Stau, weil viele Selbstfahrer außer Stande sind, im Tiefsand zu fahren.
Macht aber nix, das ist ein Event.
http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/287453-picco-in-botsuana-sambia-2015.html?start=186




Hallo, DoePom,

mach einfach einen Offroad Kurs, zuvor im Heimatländle.
- man fährt ja im Allgemeinen nicht zum Offrod-Lernen in den Chobe, usw.
sondern um dort die einmalige Natur zu genießen.
Buddeln ist dem Genuss abträglich.

man muss auch mal damit rechnen, dass die tiefen Spuren durch LKW Aufkommen völlig zerfahren sind, da ist man durchaus gefordert oder man einem Tross anderer Fahrzeuge mit Hänger ausweichen muss (das gehört sich dann so, als Einzelfahrzeug) - dann muss man in den Busch fahren können, ohne damit ein Problem zu haben.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2015
303 Beiträge · seit 201321. Dez. 2015 · #5
Hallo,

die Vorredner haben eigentlich schon (fast) alles gesagt.
Den einzigen Tipp den ich noch habe: Schau dass Du ein ordentliches Auto kriegst - ich denke das macht beim Tiefsandfahren doch auch einiges aus. Wir hatten vor unserer heurigen Route dieselben Tiefsanderfahrungen wie ihr (Sossuvlei). Im nachhinein war das echt kein Problem - mit Reifendruck, Automatik und entsprechender Power sind wir nie auch nur annähernd steckengeblieben.

Wasserdurchfahrten kann man (wenn man in der Trockenzeit unterwegs ist) doch meistens umfahren. Und ansonsten gibt es Regeln an die man sich einfach halten muss. Entweder selber durchgehen oder noch besser auf andere Fahrzeuge warten.

Ansonsten: Wir sind echt keine Camper. Wir haben das vor 8 Jahren mal in Australien im Outback gemacht und es hat uns überhaupt nicht gefallen. Im Moremi / Chobe haben normalsterbliche preislich anders aber keine Chance. Und es war einfach geil. Wir haben Camping / Lodges gemischt. Beim nächsten Namibia/Botswana-Urlaub: nur mehr campen!

Vielleicht hilft unsere Route - so könnt Ihr beim ersten Mal vielleicht auch etwas mischen.

Lg
Robert
SANPark Notifier März 2014: Zwei Neulinge zu Besuch bei Batman oder Unterwegs im Süden und im KTP September 2015: Zwei Camper-Neulinge auf Leopardensuche oder Unterwegs im Etosha, Caprivi, Chobe und Moremi
Themenstarter15 Beiträge · seit 201521. Dez. 2015 · #6
Hallo,

erstmal vielen Dank euch allen für die ausführlichen Informationen. Eure Antworten lassen hoffen, dass die geplante Tour mit ein wenig Vorbereitung auch für Allradeinsteiger machbar ist. 🙂

Eine ganz praktische Frage noch zur Ausstattung der Camps. Wie ist in der Regel der Zustand der Sanitärbereiche? Das wir nicht mit einer Massagedusche rechnen können, ist klar. Aber kann man problemlos duschen und sonstige Bedürfnisse befriedigen? Oder ist schonmal mit Wasserknappheit oder ähnlichen Dingen zu rechnen?

Christian
20 Beiträge · seit 201521. Dez. 2015 · #7
Ich geb auch noch meinen Senf dazu.

Wir (zu zweit, 29 und 31 Jahre alt) waren auch das erste Mal dieses Jahr (Oktober) in Afrika überhaupt und sind in 4.5 Wochen durch Namibia und Botswana (Chobe - Moremi) gefahren mit einem Hilux und Dachzelt. Wir sind weder Camper noch 4x4 Cracks und auch keine Automchaniker. Mit gesundem Menschenverstand haben wir aber alles hingekriegt. Manchmal muss man halt etwas improvisieren.

In Namibia hatten wir einen 4x4 Kurs besucht (bei Ababis Ranch bei Solitaire). Ich würde keinen Kurs in Deutschland und schon gar nicht in der Schweiz für diese Reise empfehlen, weil unendlich teuer. Und ob es entsprechende Sandpisten in der Umgebung gibt ist auch fragwürdig.
4x4 Erfahrung hatten wir im Voraus gar keine, abgesehen von ein bisschen im Schnee rumkurven in den Bergen. Das hat zwar mit Sand fahren überhaupt gar nichts zu tun, aber die Übung hilft trotzdem ein wenig für den ruhigen Fuss. Soweit jedenfalls die Theorie vom 4x4 Kursleiter, der meinte, viele unerfahrene Touris treten im Sand viel zu nervös auf der Bremse, Gas und Kupplung herum.
Zurückdenkend würde ich nicht meinen, dass der Kurs nicht unbedingt notwendig war, hat aber sicher ein bisschen geholfen und zudem sehr viel Spass gemacht.

In den Sand eingefahren hatten wir uns auf der Reise (ausser im 4x4 Kurs) nie, jedenfalls nicht soweit, dass wir aussteigen und graben mussten.
Bezüglich Wasserdurchfahrten hatten wir Glück mit dem trockenen Wetter. Eine Umfahrung gab es immer, ausser bei 3rd Bridge. Soweit so gut, aber ich denke wir hatten auch oft auch Glück. Nur weil sicher viele Touristen ohne grössere Probleme durchkommen ist das noch keine Garantie. Für den Fall, dass du irgendwo hoffnungslos stecken bleibst und niemand vorbei fährt solltest du gewappnet sein. Ich würde dir empfehlen:

- Möglichst viel hier im Forum lesen. Ich glaube das hat mir jedenfalls geholfen.

- Gutes Auto wählen! Dabei ist nebst der Bodenfreiheit auch die breite Bereifung wichtig. Auch das Equipment ist nicht überall gleich. Wir hatten das Auto von Traveladventures und waren sehr zufrieden. Wenn es ein Hilux mit 2.5L oder 3L Motor sein soll, dann nur einer mit low range Gängen (haben offenbar nicht alle). Die low-range Gänge helfen in so mancher Situation ungemein wo ansonsten dem vollbeladenen Hilux im Sand einfach die Power fehlt.

- Navi & Sat Phone (letzteres als Notfallplan). Kostet auch nicht alle Welt.
Nimm am besten ein eigenes Navi mit. Wir hatten eines beim Autovermieter bei, allerdings waren die T4A Karten nicht ganz up to date.

- Immer Wasserreserve für zusätzliche 2 Tage einplanen. Wasser kostet nicht viel.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O, dann werdet ihr einen sensationellen Urlaub geniessen.

P.S. zu den Camps im Moremi: billig geht es nicht. Wir hatten uns 2 Tage das Sango Safari Camp gegönnt. Das ist eines der preisgünstigsten Camps in der Region und kann per Auto erreicht werden. Ist aber immer noch hochpreisig. Das Sango Safari Camp war den Preis aber auf jedenfalls wert!

Gruss
scapa
303 Beiträge · seit 201322. Dez. 2015 · #8
Hallo,

bezüglich Zustand der Sanitärbereiche:
Man hat alles was man braucht. Wasserknappheit kenne ich nicht als Problem. Man darf sich halt keine 5-Sterne Luxusoase erwarten. Alles ist halbwegs sauber und das meiste funktioniert (Licht z.B. nicht immer). Man muss seine Erwartungen entsprechend einstellen - dann ist das überhaupt kein Problem!


Lg
Robert

P.S.: Crocs sind super zum Duschen geeignet 😄
SANPark Notifier März 2014: Zwei Neulinge zu Besuch bei Batman oder Unterwegs im Süden und im KTP September 2015: Zwei Camper-Neulinge auf Leopardensuche oder Unterwegs im Etosha, Caprivi, Chobe und Moremi
570 Beiträge · seit 201122. Dez. 2015 · #9
Rechne mit dem Schlimmsten.....

Meine Erfahrung: Die Camps werden mit viel Elan errichtet und dann so gelassen wie sie sind, Pflege geht gegen Null.
Selbst Ihaha das ja in der Zivilisation liegt, nahe bei Kasane hatte als wir da waren kein Wasser in der Dusche und Toilettenanlage. Und da die Spühlung nicht funktionierte ohne Wasser war die Toilettenanlage in müffeligsten Zustand.

Wasser kann sehr salzig/brakig und abgestanden sein, aber auch sehr frisch. Hängt immer vom Ort ab.

Zu deinen Fahrproblemen: Vor unserer Chobe Fahrt haben wir die Videos von http://4xoverland.com/ angeschaut. Mr White macht sehr gute 4x4 Trainingsvideos. 2-3 Stunden davon sind auf der Homepage kostenlos zu sehen und helfen SEHR!

Was noch wichtig ist: Wie benutze ich eine Seilwinde? Wie lege ich ein Abschleppseil zwischen zwei Autos ohnen das Leben der Insassen zu gefährden? Und Wasserdurchfahrten, Sandfahren,..... Wie benutze ich nen Jack ohne mich umzubringen 😉 Echt gut erklärt. Aber auch auf Englisch!

Die Sanitären Einrichtungen sollten einen aber nicht abschrecken. Man verbringt ja die kürzeste Zeit des Tages auf der Toilette 😉
LG
Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
5'479 Beiträge · seit 200922. Dez. 2015 · #10
Im Januar waren alle Waschhäuser im Moremi/Chobe in tadellosem Zustand.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
20 Beiträge · seit 201522. Dez. 2015 · #11
Ende Oktober 2015 noch immer, zumindest Ihaha, Savuti, Xakanaka und 3rd Bridge.
2'534 Beiträge · seit 200722. Dez. 2015 · #12
Hi,
scapa schrieb:
In Namibia hatten wir einen 4x4 Kurs besucht (bei Ababis Ranch bei Solitaire).
[...]
Zurückdenkend würde ich nicht meinen, dass der Kurs nicht unbedingt notwendig war, hat aber sicher ein bisschen geholfen und zudem sehr viel Spass gemacht.
Wir haben den selben Kurs gemacht. Ich hatte davor Erfahrung auf zwei Rädern im Sand und Offroad, mit vier nur in der "Theorie".
Was uns (vor allem meiner Frau, die die Übungen auch gemacht hat) auf jeden Fall geholfen hat, war das Fahren in Schräglage, vor allem, *was* da alles möglich ist. Die Fahrt hinauf auf den Berg hat uns zumindest nervlich einiges abverlangt, alleine hätten wir da schon längst aufgegeben gehabt.

Hilfreich ist hier zu sehen, was das Auto kann, wie es sich anfühlt, mit vollen Sperren zu fahren, was es bringt, im Sand den Druck zu reduzieren, wie man am Besten im Sand fährt (nämlich *in* den Spuren und das Lenkrad nicht fest, sondern nur ganz leicht halten), etc.

In der Theorie wusste ich das alles, habe mich vorab auch mit vielen Videos beschäftigt, aber es ist dann nochmal etwas anderes, das selbst zu "erfahren" ohne dass irgendwas passieren kann.

Dem Rest deines Postings kann ich auch nur vollinhaltlich zustimmen, bis auf die "zwei Tage mehr" beim Wasser.
Ich halte es da immer mit dem Leitsatz, den ich vor vielen vielen Jahren in Australien mitbekommen habe: Take as much water, as you can carry. 😉. Wir hatten "einfach zur Sicherheit" 7x5 Liter Wasserkanister mit, die wir erst in den letzten Tagen dann begonnen haben, aufzubrauchen.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
Themenstarter15 Beiträge · seit 201523. Dez. 2015 · #13
Nochmal vielen Dank euch allen!

Ich werde versuchen mir am langen Feiertagswochenende noch ein paar mehr Infos zu besorgen und ein wenig "Überzeugungsarbeit" bei meiner besseren Hälfte zu leisten. Vielleicht sollte ich spontan schonmal einen Gutschein für den 4X4-Kurs unter den Baum legen... 😁
9 Beiträge · seit 201427. Dez. 2015 · #14
Hallo,

wir (48 und 51 Jahre) fahren im Juli/August eine ähnliche Strecke. Caprivi, Chobe, Dombo, Khwai/Moremi und abschliessend Grassland Lodge. Die Unterkünfte im Khwai, Chobe und Grassland sind so gerade noch im Budget. Der Rest ist gut bezahlbar. Die Strecke sollte auch machbar sein. Wasserdurchfahrten sind keine dabei. Wenn man durch Savuti fährt wird es dann auch gleich deutlich anspruchsvoller.

Liebe Grüsse und viel Spass bei der Planung

Pharmi
88 Beiträge · seit 201430. Dez. 2015 · #15
wir waren diesen Sommer unterwegs und am Ende auch Chobe und Vic Falls. Vorher in Namibia sind wir überall mit dem 4x rumgekurvt und haben nur im Mudumu einen ausgegraben.. .. Der war zwar in der Spur gefahren aber mit dem Motorblock aufgesessen... Die Differnzialsperre habe ich da beim rausholen kennengelernt....
Bis auf Mudumu wäre aber bei unserer Tour 4X4 nicht notwendig gewesen

Chobe habe ich aber genossen gefahren zu werden, war halt bei unserer Lodge dabei... Die Strecken waren schon erheblich, die wir zurückgelegt haben, aber als sonderlich schwierig habe ich die nicht in Erinnerung.

Vic Falls könnte man auch organisiert von Kasana aus machen, dürfte sich preislich bei 2 Personen nicht viel geben, wegen den Gebühren...
173 Beiträge · seit 201430. Dez. 2015 · #16
Pharmi schrieb:Hallo,

wir (48 und 51 Jahre) fahren im Juli/August eine ähnliche Strecke. Caprivi, Chobe, Dombo, Khwai/Moremi und abschliessend Grassland Lodge. Die Unterkünfte im Khwai, Chobe und Grassland sind so gerade noch im Budget. Der Rest ist gut bezahlbar. Die Strecke sollte auch machbar sein. Wasserdurchfahrten sind keine dabei. Wenn man durch Savuti fährt wird es dann auch gleich deutlich anspruchsvoller.

Liebe Grüsse und viel Spass bei der Planung

Pharmi
Also wir hatten unsere einzigen Wasserdurchfahrten im Moremi, u.a. im Khwai-Gebiet... Und dass Savuti anspruchsvoller ist als Moremi kann ich für uns nicht bestätigen. WIr waren aber nur 1x dort, kann also zugegebenermaßen auch Zufall/Glück gewesen sein.
2 Beiträge · seit 201405. Jan. 2016 · #17
Hallo liebe Safari-Freunde,
ich bin auch gerade in der Vorbereitung für unseren Urlaub und bin auch fleißig am lesen, dennoch drängen sich bei mir immer mehr 2 Fragen auf:
1. Warum fahren alle gegen den Uhrzeigersinn wenn Sie NAM und BOT besuchen? Also von Windhoek erst Maun und Chobe und dann Vic Falls etc. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
2. Wir fliegen am 19.03.16 nach Windhoek und haben ab da dann 3 Wochen ein Auto. Ist das die absolute Nebensaison oder warum gehen alle im Sommer und Herbst nach Afrika? (also August und September bis Oktober)

- Wir waren 2012 schon zu gleichen Zeit in Namibia und haben festgestellt, dass man vielleicht etwas mehr nach den Tieren suchen muss, dafür aber die Landschaft nach der Regenzeit wunderschön ist. 😎
- Gilt das für Botswana auch oder ist es dort eher so, dass man fast nicht durchkommt mit Wagen und eigtl nur schlechtes Wetter ist?

Das waren nun doch mehr Fragen 😗 und ich entschuldige mich jetzt schon für einen möglichen Eintrag im falschen Thementhreat.

Beste Grüße
Lucas
389 Beiträge · seit 200605. Jan. 2016 · #18
Hallo Lucas,

zu 1: Es ist meiner Meinung nach eine Frage was ich wann sehen/erleben will. Gleiche Frage anderes Land: Will ich am Anfang oder Ende der Reise in den Etosha.

zu2: Schulferien und Winter sind sicher ein Grund im August/September zu fahren. Es ist Trockenzeit und die Tiere sind eher am Wasserloch anzutreffen.

Gruß Joachim

P.S. Willkommen im Forum
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
51 Beiträge · seit 201405. Jan. 2016 · #19
Hallo,

wir waren gerade im November in Moremi & Chobe, genauer gesagt 3rd Bridge, Xakanaxa, North Gate, Khwai Community Camp, Savuti & Linyanti. Es war unser erstes Mal in Afrika und unser erster 4x4 Trip. Axel hat vorher einen 4x4 Kurs beim ADAC absolviert, der aber nur begrenzt was gebracht hat, da trotz Brandenburg kein Sandfahren dabei war 🙄

Die Jahreszeit hat uns sehr gut gefallen, viele Tiere, gute Sicht, nicht so viele Touris und kaum Mücken 😎

Besonders hilfreich war für uns, eisern den.Luftdruck zu reduzieren - und danach wieder aufzupumpen - wenn wir Tiefsand gefahren sind. Dafür ist ein Kompressor fast unverzichtbar, den wir mitgemietet hatten.
Wir sind 2x stecken geblieben, waren aber jeweils nach 10 Minuten wieder draußen - ohne Hilfe oder Stau 😉

LG, Miriam
51 Beiträge · seit 201405. Jan. 2016 · #20
Achso, die Sanitäranlagen in den Nationalparks waren super, nur in Xakanaxa ein wenig 'abgewohnt'. Im Khwai Community Camp gibt es keine, dafür ist die Lage umwerfend 🤩