Hallo,
heute berichtete die AZ über eine Debatte im Bundestag zum Thema Völkermord an den Hereros. Dabei fiel mir wieder einmal auf, wie Politiker Behauptungen aufstellen oder Dinge nachbeten, die sie einmal gehört haben, ohne vermutlich jemals in Namibia gewesen zu sein.
Aus der Rede von Tom Koenigs (Bündnis 90/Die Grünen):
>>>Dann kommt der schwierige Punkt Entschädigung. Was kann das sein? Richtig: Es geht nicht darum, jedem Nachkommen oder jedem, der behauptet, ein Nachkomme zu sein, 1000 Euro in die Hand zu drücken. Aber eines ist ganz offensichtlich: Wer schon einmal in Namibia war, der weiß, dass es in Namibia eine fast perfekte Rassentrennung gibt. Von den wunderschönen Loggias gehört keine einzige einem Schwarzen. Sie finden in den Restaurants in Windhuk keinen einzigen weißen Kellner und keinen einzigen schwarzen Gast. Sie finden in den Slums in Namibia keinen einzigen Weißen. Das kann doch kein Zufall sein. (...) Das ist Rassismus, wenn auch nicht so aggressiv wie damals in Südafrika, den es anzugehen gilt. In diese Richtung müssen wir unsere Initiativen lenken....<<<
Drei der Behauptungen kann ich daraus widerlegen: Es gibt sehr wohl zumindest eine Lodge, die einem Schwarzen gehört, nämlich Dr. Frans Indongo (außerdem gibt es zumindest auf einer weiteren Lodge - Damara Mopane - einen schwarzen Manager).
Es gibt in den Restaurants von Windhoek sehr wohl auch schwarze (darf ein Politiker dieses Wort überhaupt in den Mund nehmen???) Gäste, haben wir z. B. im Le Gourmet erlebt.
In selbigem Lokal haben wir auch den - weißen - Chef bedienen sehen, er bediente schwarze Gäste ebenso wie weiße.
Weiß dieser Herr Politiker nicht, dass z. B. im Flughafen - soweit ich gesehen habe - alle Schalter mit schwarzen Beamten besetzt sind, dass alle oder zumindest fast alle Polizisten schwarz sind, ebenso die Bankbeamten?! Hier wird ein völlig falsches Bild vermittelt!
heute berichtete die AZ über eine Debatte im Bundestag zum Thema Völkermord an den Hereros. Dabei fiel mir wieder einmal auf, wie Politiker Behauptungen aufstellen oder Dinge nachbeten, die sie einmal gehört haben, ohne vermutlich jemals in Namibia gewesen zu sein.
Aus der Rede von Tom Koenigs (Bündnis 90/Die Grünen):
>>>Dann kommt der schwierige Punkt Entschädigung. Was kann das sein? Richtig: Es geht nicht darum, jedem Nachkommen oder jedem, der behauptet, ein Nachkomme zu sein, 1000 Euro in die Hand zu drücken. Aber eines ist ganz offensichtlich: Wer schon einmal in Namibia war, der weiß, dass es in Namibia eine fast perfekte Rassentrennung gibt. Von den wunderschönen Loggias gehört keine einzige einem Schwarzen. Sie finden in den Restaurants in Windhuk keinen einzigen weißen Kellner und keinen einzigen schwarzen Gast. Sie finden in den Slums in Namibia keinen einzigen Weißen. Das kann doch kein Zufall sein. (...) Das ist Rassismus, wenn auch nicht so aggressiv wie damals in Südafrika, den es anzugehen gilt. In diese Richtung müssen wir unsere Initiativen lenken....<<<
Drei der Behauptungen kann ich daraus widerlegen: Es gibt sehr wohl zumindest eine Lodge, die einem Schwarzen gehört, nämlich Dr. Frans Indongo (außerdem gibt es zumindest auf einer weiteren Lodge - Damara Mopane - einen schwarzen Manager).
Es gibt in den Restaurants von Windhoek sehr wohl auch schwarze (darf ein Politiker dieses Wort überhaupt in den Mund nehmen???) Gäste, haben wir z. B. im Le Gourmet erlebt.
In selbigem Lokal haben wir auch den - weißen - Chef bedienen sehen, er bediente schwarze Gäste ebenso wie weiße.
Weiß dieser Herr Politiker nicht, dass z. B. im Flughafen - soweit ich gesehen habe - alle Schalter mit schwarzen Beamten besetzt sind, dass alle oder zumindest fast alle Polizisten schwarz sind, ebenso die Bankbeamten?! Hier wird ein völlig falsches Bild vermittelt!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)