Kalahari-Elefant wohl erschossen

14 Antworten · 2'766 Aufrufe · gestartet 07. Apr. 2015 von Tanja
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Themenstarter781 Beiträge · seit 200607. Apr. 2015 ·
Habe gerade auf Facebook die Meldung von Hitradio Namibia gelesen, dass der im Süden Namibias umherwandernde Elefantenbulle nahe Dordabis erschossen wurde. 🙁

Vielleicht weiß jemand mehr? Meines Wissens nach war er doch friedlich und hat kaum was zerstört...

Bin sehr traurig...
Tanja
33,1k Beiträge · seit 200607. Apr. 2015 ·
Hi Tanja,

Einzelheiten kannst Du auf der Website von Hitradio Namibia nachlesen bzw. auch u.a. in der heutigen Ausgabe des Republikein.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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2'664 Beiträge · seit 201207. Apr. 2015 ·
Es ist kein Kraut gewachsen gegen Dummheit und Idiotie im Ministerium. Dieses Killen ist sowas von sinnfrei!
zuletzt bearbeitet 07. Apr. 2015
857 Beiträge · seit 201408. Apr. 2015 ·
Sorrry, mein Afrikaans ist schlecht, aber steht im Republikein nicht, dass der Farmer den Abschuss wollte?
Und abgesehen davon, dass die "Rettung", ob nun wahr oder nicht, von der Bürokratie "verhindert" wurde?
Viele Grüße
Alex
2'664 Beiträge · seit 201208. Apr. 2015 ·
Der Farmer hat im Ministerium angerufen und gefordert, daß das Ministerium die Kosten der Schäden übernimmt bis der Elefant in ein anderes Gebiet transferiert wird. Damit hat er natürlich den Abschuß ausgelöst. Hinterher hat er natürlich behauptet den Abschuß nicht gefordert zu haben. Er hat international einen Shitstorm geerntet. Und das mit Recht, was natürlich den Elefanten nicht wieder lebendig macht.
16,9k Beiträge · seit 201208. Apr. 2015 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 21. Juni 2026
785 Beiträge · seit 200809. Apr. 2015 ·
Hi,

also; ich persönlich halte den Anspruch des Farmers auf Schadensersatz für gerechtfertigt, bei uns bekommt auch jeder Bauer seinen Wildschaden bezahlt und soweit ich informiert bin, sind die Elefanten in Namibia, Staatseigentum.

Die Einnahmen die durch den Verkauf eines Abschusses erzielt werden, fließen ja auch ins Ministerium, also ist dieses, meiner Meinung nach, auch für den Schaden der Tiere verantwortlich!!!

Ob der Abschuss jetzt nötig war, weis ich nicht und kann dies auch zur zeit nicht beurteilen.


Viele Grüße


Markus
128 Beiträge · seit 200609. Apr. 2015 ·
Hallo Leute!
Meiner Meinung nach kann es sich bei der Entschädigungsforderung vergleichsweise zum "Wert" eines Elefanten nur um Peanuts handeln. Der Abschuss war absolut unnötig. Aber so handelt der Mensch! Dass das von offizieller Stelle aus so gehandhabt wird ist mehr als bedenklich. Wenn ich die verschiedenen Meldungen im Zusammenhang analysiere (da muss man kein Spezialist sein) ist die heraufbeschworene "Bedrohung" des Flughafens an den Haaren herbei gezogen. So dämlich ist kein Wildtier, sich an so einen lärmigen Ort, frei von Deckungsmöglichkeiten, begeben zu wollen.
Wie erwähnt: Meine Meinung
Battli
aus Somerset West/RSA
785 Beiträge · seit 200809. Apr. 2015 ·
Hi Battli,

entschuldige meine vielleicht etwas naive Frage:

Aber was ist denn deiner Meinung ein Elefant Wert?

Ist dieser Elefant mehr Wert wie ein Wildschwein bei uns im Wald, welches dann irgendwann mal in Siedlungsgebiete zieht und Vorgärten verwüstet?

Die Geschichte mit dem Flughafen sehe ich allerdings auch an den Haaren herbei gezogen und macht mir persönlich keinen Sinn!



Gruß


Markus
33,1k Beiträge · seit 200609. Apr. 2015 ·
Hallo Battli,

erst einmal muss man sich in der Materie etwas auskennen. Das MET hat noch keinerlei offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Woher die Geschichte mit dem Flughafen kommt, weiß ich (man) nicht. Fest steht nur, dass sich erneut ein Farmer über Zerstörungen durch den Elefanten beschwert hat. Es gibt entsprechende Verordnungen, die dann zwingend das Tier als Problemtier identifizieren. Diese werden in 99,9 % der Fälle erlegt - nichts anderes als wenn ein Farmer einen Geparden tötet.

Der Elefant befand sich seit Januar auf "Bewährung" in dem Gebiet. Eine Umsiedlung hat das Ministerium aus Kostengründen abgelehnt. Die private Umsiedlung durch Initiative anderer Farmer ist rechtlich nicht mögoich. Dafür müsste der Besitz des Elefanten zunächst auf die Farmer übertragen werden.

Dennoch: Es ist traurig um diesen Elefanten, aber es gibt eben auch zahlreiche Hintergründe dazu. Erstaunlich ist, dass das MET erstmals Bewährung ausgesprochen hat. Eigentlich sollte der Elefant beim ersten Vorfall im Januar getötet werden.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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128 Beiträge · seit 200609. Apr. 2015 ·
Hallo Maggus!
Du siehst die Anführungszeichen beim Wort "Wert"? Lies den Satz mal ganz genau! Es wird dir ein Licht aufgehen. Ich werte nicht den monetären Wert, ich werte den ideellen Wert. Und da ist ein lebendes Wildtier höher einzuschätzen als ein paar läppische Zaunlöcher. Oder bist du anderer Meinung?
Es wird handfeste Gründe gegeben haben, warum der Farmer - ein einziger! - die Umsiedlung des gesunden Elefanten verlangt haben mag. Aber gleich zur Radikallösung zu schreiten, finde ich einfach billig!
Geniet die dag!
Battli
aus Somerset West/RSA
785 Beiträge · seit 200809. Apr. 2015 ·
Hi,

tja, ich finde genau in diesem Punkt trifft ein ideeller Wert eines Tieres auf den realen Schaden den es anrichtet!

Für einige Menschen hat dieser Elefant ein sehr hohen ideellen Wert und für andere, besonders für diese Menschen die den Schaden bezahlen müssen, ist dieser "Wert" ehr nicht vorhanden!

Ich persönlich versuche es da ehr recht sachlich zu sehen und bin deshalb der Meinung dass:

Dieser Elefant für die Arterhaltung wohl ehr eine nebensächliche Rolle spielt, denn in dieser Gegend wird er sich wohl kaum fortpflanzen können.

Im Südlichen Afrika sind Elefanten bei weitem nicht als Bedroht einzustufen und es gibt sehr große Schutzgebiete die diesen Tieren zur Verfügung stehen.

Eine Umsiedlung ist ein teures Unterfangen für ein "Entwicklungsland" schlecht finanzierbar.

Für mich ist eine Elefant auf Farmland genauso wenig angebracht, wie ein Farmer mit Traktor und Pflug im Schutzgebiet, ich sehe da keinen Unterschied. ( ok, es gibt doch einen, der Farmer wird nicht erschossen, den kann man recht preiswert einfach festnehmen und aus dem Gebiet verbannen ).


Ich bin der Meinung,dass solche Geschichten immer viel zu emotional gesehen werden, dies bringt nichts, wir denken dann immer, wenn wir diesen Elefant gerettet haben,dann ist die Welt besser,....

Ich währe sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hätte diesen Elefanten von einem ausländischen Jäger abschießen lassen, dieser hätte viel Geld hierfür bezahlt und dieses Geld hätte man dann wiederum sinnvoll in Namibia für den Naturschutz einsetzen können!


Viele Grüße


Markus
857 Beiträge · seit 201409. Apr. 2015 ·
Hallo Markus,
"Problemtiere" werden meines Wissens nach schnellstmöglich erlegt (manchmal stehen die auch wirklich in den Dörfern, da geht es auch um Menschenleben..). Insofern ist der Verkauf nicht möglich und ich meine mich zu erinnern auch nicht erlaubt - das würde eine Fehlmotivation schaffen bei der Definition der Problemtiere.
Generell finde ich bei dem Thema die Informationspolitik von beiden Seiten wieder undurchschaubar: Die Behörden sind in NAM ja oft bräsig, aber die Farmer sind auch oft etwas voreingenommen. Was da jetzt wirklcih stimmt an diesen Geschichten..?
Und Battli, die "paar Zaunlöcher" können schnell in die zehntausende Rand gehen, das hat ein Farmer auch nicht so locker, viele sind doch verschuldet über beide Ohren..
Wenn ich mir anschaue, was für einen Aufstand unsere Bauern machen wegen ein paar Maispflanzen im Vergleich..
Viele Grüße
Alex
1'250 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 ·
Guten Morgen zusammen,

es geht zwar hier nicht direkt um den Elefanten, aber ich möchte keinen neuen Thread eröffnen:

http://az.com.na/natur-umwelt/leopard-falle-erschossen.424428

Ohne Worte - einfach unfassbar!

Einen schönen Tag wünscht
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
4'142 Beiträge · seit 200922. Apr. 2015 ·
"Guten Morgen" - ist wohl ironisch gemeint! 😉
Ich mag schon gar nichts mehr dazu sagen, aber das ist die Methode, wie man in Namibia seit einiger Zeit Naturschutzprobleme löst, ob Elefant in der Kalahari, Büffel am Waterberg, Löwen im Kaokoveld oder in der Etoscha oder Nashörner oder hier den Leoparden, die Liste kann man beliebig fortsetzen. 😈
Es ist einfach nur traurig,mit welcher "Kompetenz" hier gearbeitet wird. 🙁 🙁 🙁
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar