Bitte um ein paar letzte Tipps fürs nördl. Namibia

8 Antworten · 2'192 Aufrufe · gestartet 17. Dez. 2014 von Wombi
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201417. Dez. 2014 · #1
Hallo liebe Forums-Mitglieder,
seit langem bin ich bereits ein stiller Mitleser in Eurem Forum und konnte bereits von dem ein oder anderen Tipp von Euch profitieren. Dafür möchte ich Euch danken! Ihr habt wirklich ein tolles Forum aufgebaut!

Nun soll es bei uns auch bald losgehen und so würde auch ich Euch gerne unsere Route vorstellen und – vor allem bei einem Punkt – um Eure Hilfe und Einschätzungen bitten. Wir (2 Pärchen Mitte 30) wollen für drei Wochen ins nördliche Namibia. Wir haben zwei Geländewägen mit je einem Dachzelt. Die Route, die wir uns ausgesucht haben, ist eine Mischung aus schönen Lodges und Campingplätzen. Wir planen bereits seit Monaten und konnten mit Hilfe von Familie und Freunden, die bereits langjährige Afrikareisende sind, eine schöne Route ausarbeiten.Das südliche Afrika ist nicht neu für uns. Namibia soll es aber nun das erste Mal sein. Auch im richtigen Leben sind wir Offroader und haben in diesem Jahr auch ein Geländefahrtraining mit Berge- und Erste Hilfe-Kurs absolviert. Trotzdem möchte ich gerne um Eure Hilfe für speziell ein Gebiet, welches wir bereisen möchten, bitten.
Um es vorweg zu nehmen – es ist das Kaokoveld. Aber keine Angst, der Van Zyl Pass bzw. dessen Umgebung soll es dann – bei unserem ersten Besuch im Kaokoveld – doch noch nicht werden.

Hier also unsere Route. Ich bin sehr gespannt, was Ihr dazu sagt:
1. Tag: Ankunft abends in Windhoek und Abholung vom Flughafen durch das Olive Grove GH
2. Tag: Übernahme der Fahrzeuge bei Africamper , erster Einkauf und Abfahrt in Richtung der Waterberge  Übernachtung auf dem Waterberg Plateau Campsite
3. Tag: Fahrt zum Etosha NP  Übernachtung auf dem Namutoni Campsite
4. Tag: Fahrt im Etosha NP  Übernachtung auf dem Halali Campsite
5. Tag: Fahrt im Etosha NP  Übernachtung auf dem Okaukuejo Campsite
6. und 7. Tag: Dolomite Camp
8. Tag: Fahrt nach Opuwo  Übernachtung auf dem Campsite der Opuwo Country Lodge
9. Tag: Fahrt zu den Epupa Falls und Übernachtung auf dem Campsite der Omarunga Lodge

10. Tag: Fahrt ins Kaokoveld
Hier haben wir noch nicht genau geplant. Wir wollen vor Ort sehen und uns umhören, wie das Wetter, das Gelände etc. ist. Unsere Routenüberlegungen momentan sind wie folgt:
Fahrt über die D3703 bis etwa Etanga oder aber auf der D3707 in Richtung Westen. Freies Camping an einem schönen Platz. Welche Route würdet Ihr hier Kaokoveld-Neulingen eher empfehlen?

11. Tag: Weiterfahrt bis Orumpembe/Onjuva  Übernachtung auf einem der dortigen Campsites oder frei. Je nachdem wie weit wir kommen…

12. Tag: Weiterfahrt in Richtung Süden  über den Khumib riverbed 4WD-trail und den Hoarusib riverbed 4WD-trail bis Puros  Übernachtung auf dem dortigen Community Campsite

13. Tag: Fahrt bis zur Grootberg Lodge  dort bleiben wir zwei Nächte
Ist das machbar an einem Tag von Puros nach Palmwag? Oder einfach nur stressig? D.h. sollten wir am Tag vorher doch schon weiter südlich fahren?

15. Tag: hier trennen sich die Pärchen. Mein Mann und ich fahren in einem bis nach Swakopmund (wir hoffen, dass dies klappt und sind uns bewusst, dass wir 9 bis 10 Stunden Fahrt einplanen sollten)
2 Übernachtungen in Sam’s Giardino GH
Zum Schluss der Reise soll es dann noch bis zum Sossusvlei gehen. Hier bleiben wir zwei Nächte in der Le Mirage Desert Lodge.
Am letzten Tag fahren wir gemütlich nach Windhoek zurück, geben das Auto ab und werden nachmittags von Africamper zum Flughafen gebracht.

So, ich hoffe, ich habe alle relevanten Infos geschrieben und würde mich sehr über Eure Meinungen und Einschätzungen freuen. Die Lodges und Campsites sind eigentlich alle gebucht bzw. vorreserviert. Wie gesagt, es geht schon in ein paar Tagen los, aber vielleicht könnt Ihr uns noch ein paar Tipps bevor es los geht geben. Dafür wären wir sehr dankbar!! Vor allem das Kaokoveld ist bei uns – trotz möglichst intensiver Recherche und Vorbereitung – doch noch ein großes Fragezeichen. Vor allem Gelände und Fahrtzeit kann man ja nie so gut einschätzen. Aber vielleicht habt Ihr noch ein paar Ideen oder könnt besser einschätzen, ob unsere grundsätzlichen Ideen als Kaokoveld-Neulinge überhaupt machbar sind.

Ganz lieben Dank schon jetzt für Eure Unterstützung, Wombi
5'479 Beiträge · seit 200917. Dez. 2014 · #2
Hallo Wombi,

den Part mit den Epupa Falls würde ich umbauen, damit es eher eine Rundtour wird. Grundsätzlich wäre es gut zu wissen, wann Ihr fahrt, denn die Jahreszeit kann durchaus eine Rolle bei der Befahrbarkeit der Strecke spielen.

Mein Vorschlag:

8.Tag: Dolomite Camp - Kunene River Lodge
9.Tag: Kunene River Lodge - Epupa Falls via D3701/C43
10.Tag: Epupa Falls - Opuwo und weiter Richtung Orupembe (D3707)
Gute Plätze zum wild campen findet Ihr, wenn Ihr ein paar Kilometer in die Hoarusib Schlucht hinein fahrt.
11.Tag: weiter via Orupembe Kumib + Hoarusib Riverbed Trails nach Purros
Für die letzten zwei Tage bis zur Grootberg Lodge gibt es zwei Alternativen:
Entweder via Tsuxub, Hoanib, Giribes Plaines, Ganamub, Sesfontein, Ongongo, Kowarib nach Grootberg oder via Tsuxub, Hoanib, Crothers Trail (Western Touring Route), Palmwag nach Grootberg

Einen großen Teil der o.g. Strecke findest Du in umgekehrter Richtung in meinem Reisebericht (Rivers and Sand). Link in meiner Signatur.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter3 Beiträge · seit 201417. Dez. 2014 · #3
Hallo Topobär,
vielen Dank für Deine schnelle und ausführlich Antwort! Das ist toll! Das werde ich mir gleich mal im T4A anschauen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit meiner Anfrage extrem spät dran bin. Es geht bereits in wenigen Tagen los... Im Kaokoveld sind wir allso zwischen den Jahren/Anfang Januar. Die Idee mit der Rundroute, d.h. erst Epupa Falls und dann Opuwo ist super! Das werden wir so versuchen... Vielen Dank auch dafür!!

Ich habe eben auch nochmal die Suchfunktion bemüht und einen Bericht der letzten Tage gefunden: starke Regenfälle?!? Der Hoarusib führt wohl Wasser?!?! Ist es dann für uns möglich über die berüchtigte Wellblechpiste D3707 zu fahren (d.h. einfach nicht die Riverbed Trails fahren) oder sollte man eine komplette neue Route nehmen bzw. das Kaokoveld streichen??

Lieben Gruß und lieben Dank, Wombi
749 Beiträge · seit 200617. Dez. 2014 · #5
hallo Wombi,

also ich würde die Camp Sites im Etosha nur im äußersten Notfall wählen.
Halali und Namutoni kenne ich seit dem Umbau/Renovierung nicht. Letztes Jahr waren
wir (gezwungener Maßen) auf der Camp Site Okaukujeo: laut und hässlich !
Anstatt Namutoni würde Onguma wählen .
Wenn Ihr es noch ändern könnt ................ ??

lg wüstenfee
1'927 Beiträge · seit 200817. Dez. 2014 · #6
Hallo Wombi,

Deine Bedenken sind berechtigt. Auch wenn ihr keine Riverbed Trails fahrt, so müßt ihr doch kreuzen, zumindest auf der D 3707 bei Puros. Für den Fall sollte man schon mal 2 Tage Wartezeit einplanen oder eben gleich Plan B...

Zur Info mit Dank an den Verfasser:

📎 he99d540.pdf





Gruß

Peter
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2014
Themenstarter3 Beiträge · seit 201417. Dez. 2014 · #7
Hallo Ihr Alle,

vielen lieben Dank für Eure Antworten!! Das ist toll!! Vor allem so kurzfristig...

Die Campsites im Etosha NP sind schon reserviert. Wir haben schon gehört, dass es evtl. voll werden wird. Wir wollen es uns anschauen und wenn es zu schlimm ist müssen wir kurzfristig reagieren oder es ertragen. Grundsätzlich ist die Anzahlung ja nicht so hoch...
Wobei vor Kurzem Freunde von uns in Namutoni waren und sie waren begeistert... Aber da war Nebensaison.
Wir werden uns wohl überraschen lassen müssen...

Tja, Wartezeit für 2 Tage haben wir leider nicht. Vielen Dank für die Info, dass wir in jedem Fall den Fluss queren müssen, auch auf der 'normalen' Piste... Das werden wir dann wohl nicht machen. Plan B wir kommen!!
Könnte mir vorstellen, dass wir nach unserem Besuch von Epupa/Opuwo dann südlich weiterreisen...
Da gibts ja auch viel zu sehen und zu entdecken... Vielleicht in Richtung Palmwag...
Ein Risiko möchten wir nicht eingehen, da wir das Gebiet ja noch gar nicht kennen. Offroad-Erfahrung hin oder her! Ich habe gerade noch den Campsite-Reiseführer von T4A eingepackt. Ist zwar schwer, aber da haben wir dann alle Infos zu möglichen Übernachtungen dabei und können spontan reagieren...
In jedem Fall heißt es: erst mit den Einheimischen sprechen und dann losfahren...

Lieben Dank nochmal für Eure wertvolle Hilfe!! LG Wombi
1 Beiträge · seit 201420. Dez. 2014 · #8
Hallo Wombi,
wir waren 2014 im Februar in Namibia. Nur zwei Ergänzungen: Man verspreche sich nicht zuviel vom Dolomite-Camp. Wir sind vom Westen eingefahren und haben auf der Fahrt zu Camp das meiste gesehen, u.a. auch ein Spitzmaul-Nashorn. Auf der Pirschfahrt den nächsten Tag haben wir fast nichts gesehen, haben dann die 3. Nacht gecancelt und sind wieder nach Okaukuejo. Das dortige Wasserloch ist fast immer gut besucht und den Aufenthalt wert - es sei denn, es regnet. Dann ist das Wasserloch verwaist, noch nicht mal ein Vogel ist dann zu sehen. Außerdem gibt es im Gebiet um das Dolomite-Camp keinen Handy-Empfang - nur im und vor dem Bungalow 1 ist ein Empfang möglich.

Eine schöne Reise klausi70
649 Beiträge · seit 200722. Dez. 2014 · #9
Keine Ahnung, wie es jetzt aussieht- aber im November ist der Hoarusib gelaufen. Wir hatten Wasser fast vom Schoemanns Camp bis kurz vor Puros. Einige Bereiche waren extrem schlammig und die ganze Gegend sah morgens im Nebel mehr nach Schottland als nach Namibia aus.

Januar ist nicht die allerbeste Zeit für diese Tour. Überlegt Euch gut, ob Ihr in den Fluß rein wollt. Googlet mal nach Fotos des Hoarusib. Die ersten, die ihr finden werdet, sind Autos, die sich an der engsten Stelle bis auf die Achsen eingegraben haben. Wenn Ihr es riskiert, dann nehmt ein Satellitentelefon und die Nummer von der Werkstadt in Kamanjab mit. Fragt da vorher nach, ob die im Fall eines Falles kommen und Euch rausziehen ( was einige TEuros kostet) oder ob es für deren Wagen auch schon zu matschig ist....