Gegrillte Springbockkeule

23 Antworten · 3'480 Aufrufe · gestartet 26. Juni 2014 von Eddi
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Themenstarter43 Beiträge · seit 201326. Juni 2014 · #1
Hallo zusammen,

wir wollen am Wochenende gerne unseren neuen Grill mit einer Springbockkeute einweihen. Hat von euch jemand Erfahrungen bezüglich des Marinierens und Würzens einer Sprinbockkeule?

Auf Eure Ideen freut sich
Claudia
Mit freudigem Rückblick auf Namibia 2013 und den Osten Südafrikas 2014 Und wie geht es jetzt weiter?
33,1k Beiträge · seit 200626. Juni 2014 · #2
Hi Claudia,

wie bei so vielen Gerichten gibt es tausende Zubereitungsarten.
Ich brate kurz scharf an, dann mit Kräutern und gesalzen/gepfeffert ab in den Ofen. Mehr nicht - eben wie ein ganz normaler Wildbraten.

Wenn Du es südafrikanischer willst, dann kannst Du z.B. gut mit Trockenfrüchten arbeiten.

Viele Grüße
Christian
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2'664 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #3
Eddi schrieb:Hallo zusammen,

wir wollen am Wochenende gerne unseren neuen Grill mit einer Springbockkeute einweihen. Hat von euch jemand Erfahrungen bezüglich des Marinierens und Würzens einer Sprinbockkeule?

Auf Eure Ideen freut sich
Claudia
Schade um das gute Fleisch!
Mir graust es - eine Springbockkeule auf dem Grill! Magst Du staubtrocken?
Tue es wie Christian schrieb. Im Backofen, ordentlich gewürzt und gestopft.
Marinieren? Grausam wie deutsches Grillfleisch! Sorry, das ist fürchterlich und meistens angebrannt.
7'255 Beiträge · seit 200626. Juni 2014 · #4
Hallo Claudia

Ich würde die Springbockkeule bei 80-100 Grad im Ofen machen und immer wieder mit viel Butter übergiessen. Je nach Grösse dürfte die so vier-fünf Stunden brauchen. Anschliessend einfach mit Salz und und etwas Pfeffer am Tisch würzen.

Wenn Du einen Grill hast, den Du so tief einstellen kannst, dann kannst Du die Keule auch auf dem Grill machen. Sonst verwendest Du da besser Steaks.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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1'324 Beiträge · seit 201326. Juni 2014 · #5
Ich würde es auch im Ofen machen.

Wenn aber Grill, dann nur auf einem Gasgrill, der auch Platten hat (also keine Roste) und da mit niedriger Temperatur, d.h. unter 100%.
Zum Schluss dann kurz bei hoher Temperatur auf den Rost um grilltypische Röstaromen zu erzeugen.

Als Marinade für den Grill würde ich da Ingwer und Ahornsirup machen.
Im Ofen würde ich das mit weißen Bohnen machen.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
22 Beiträge · seit 201409. Juli 2014 · #6
Hallo Eddi!

Ist die Keule gelungen? Und habt ihr vielleicht Fotos gemacht? Würde das Ergebnis gerne mal sehen.

Gruß,

Timo
1'419 Beiträge · seit 200909. Juli 2014 · #7
Hallo Claudia,

lass Dich nicht entmutigen 😉 Eine Keule kann man sehr wohl grillen und auch super marinieren 😉 Vielleicht haben die Kritiker einfach nur die falschen Grills oder können nicht grillen? 😉

Ich machs so: passend zum Wildfleisch eine Marinade aus frisch im Mörser zerstossener Koriandersaat, etwas Ingwer, Chili, Honig, Salz und Pfeffer und etwas Öl anrühren.Dann hast Du schonmal ein klassisch schönes Aroma das etwas an Biltong erinnert. Dazu dann einige Blätter Plectranthus zuluensis zerstossen (südafrikanische Pflanze mit sehr würzigen Blättern, ich hab meine hier in einer ortsansässigen Staudengärtnerei gekauft, schmeckt als Würze sehr lekker und ist mal was ganz anderes!), zu der Marinade geben und das Fleisch darin 24 Stunden marinieren (schön stramm in Frischhaltefolie einwickeln). Natürlich kannst Du auch etwas Rosmarin nehmen, schmeckt halt nur anders.

Grillen würde ich das Ganze indirekt mit einer mit Flüssigkeit (Wasser, Bier) gefüllten Schale unter der Keule, die den Fleischsaft auffängt. Je nach Gewicht würde ich ca. 2-4 Stunden Grilldauer ansetzen und die Keule ggf. mal mit Butter übergiessen. Über die Keule würde ich ein paar Streifen Speck legen. Aus dem was sich unten in der Schale sammelt kannst Du am Grillende auch noch fix ein Sösschen kochen 🙂

Ich fürchte nur der Vorschlag kommt etwas zu spät. aber evtl. ist er ja auch was fürs nächste Mal! Meine Wildschweinkeulen werden so immer recht fein ^^

Grüssla
janet

p.s. ich geh einfach mal bei Deiner Frage davon aus dass Du einen ordentichen Grill hast mit dem sowas möglich ist 😉 Optimal ist einer mit Temperaturanzeige .... da lässt sich auch die Weihnachtsgans super steuern... oder das Schäuferle ^^ (und nein, trocken wird da nix 😉 )
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2014
785 Beiträge · seit 200809. Juli 2014 · #8
Hi Janet und Claudia,


und genau so wird es gemacht!

Selbst grille ich auch viel Wild, der Trick ist: ja nicht zu viel Hitze, das Feuer sollte schon ehr am ausgehen sein, ( man kann dann auch noch nachfeuern, Holz auflegen, kurz durch Luftzufuhr anbrennen lassen, dann Luft wieder zu ), Fleisch nicht auf, sondern neben das Feuer legen, Grill mit Deckel zu und einfach Zeit lassen!


Viele Grüße


Markus
1'419 Beiträge · seit 200909. Juli 2014 · #9
Hi Markus 🙂,

wenn ich so grössere Teile grill verwende ich immer die gute Grillkohle eines nahmhaften Herstellers, die hält die Hitze 4 Stunden lang. Das klappt super! 🙂

Hier mal zwei Beispiele für die Backofenfans und Swakop1952, wie gut man indirekt grillen kann, perfekt für eine Springbockkeule! .... Bild 1+2 ist ein fränkisches Schäufele (Grilldauer ca. 3 Stunden), auf dem dritten Pic die Bierdosenhähnchen die vorher 24 Stunden in der Brine lagen und dann mit einem Rub eingerieben wurden. Verbrennen tut da nix ^^

Grillgrüsse
janet
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785 Beiträge · seit 200809. Juli 2014 · #10
Hi Janet,


sieht suuuper aus, habe nur beim anschauen der Bilder schon Speicheleinschuss!!

Selbst grille ich jetzt nur noch mit Holz, Buche ist hier mein Favorit, ich finde der Holzrauch gibt nochmal ne eigene Note.



Gruß


Markus
1'419 Beiträge · seit 200909. Juli 2014 · #11
Hallo Markus,

da das mach ich auch wenn ich Grillgut mit kurzer Gardauer mache (Steaks, Würste, Gemüse etc). Das schmeckt sehr gut!

Wenn man mit Kohlen grillt (bei grösserem Grillgut) kann man aber um diesen Geschmack zu erreichen auch Buchenspäne (oder was man halt möchte) in die Glut streuen ... auch sehr lekker! Hab von einem USA Urlaub noch was von Jack Daniels da, ich denk das kann man aber auch hier kaufen.

Hach, es gibt da so viele Variationen, man könnte jeden Tag grillen 😄

Grüssle
janet
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2'664 Beiträge · seit 201209. Juli 2014 · #12
Danke Janet,
ich glaube daß es bei Dir auch gut schmecken tut. Aber anders.
Irgendwo sind wir doch alle durch Gewohnheiten und Erfahrungen getrieben.
Was für den einen lecker ist, ist für den Nächsten staubtrocken, versalzen, verpfeffert etc..
Ich mag es braun, das meiste in Germanien gegrillte Fleisch ist für mich angebrannt und angekohlt. Mag ich nicht.
Viele mögen es mariniert auf Ketchup- und Paprikagrundlage, und übersalzen, eigentlich die beste Grundlage zum Anbrennen.
Ich möchte Fleisch mit Fleischgeschmack, und da ist und bleiben Salz und Pfeffer die Grundlage, und evtl. einige
wenige Kräuter, wie z.B. enthalten im Braai-Salz der Ina Paarman, und langsames Braten bei mittelschwacher Glut, häufig gewendet .
Und eine Wildkeule geht auch weiterhin gewürzt (nicht mariniert) in Alufolie eingewickelt in den Umluftherd.
Aber die Hammelkeule, besonders vom Boerbok, mag ich trotzdem mehr als Wild.
Siehst Du, so unterschiedlich sind wir.
H.
785 Beiträge · seit 200809. Juli 2014 · #13
Hi Swakop,

um mal ganz ehrlich zu sein, ich habe in Südafrika auch noch nie ein wirklich gut gegrilltes Stück Wild zu essen bekommen, viele Farmer sind so ähnlich eingestellt wie du, da ist Wild eigentlich nur die 2.Wahl und wird entsprechend verarbeitet, Lamm und Rind werden deutlich bevorzugt!

Wenn man aber mal ein schönes Stück Wildfleisch zubereitet und dieses auch nicht todgrillt, sondern es noch leicht rosa innen zum testen gibt, dann kommen immer ganz ungläubige Kommentare, dass dies ja wohl kein Wildfleisch sein kann!

Ein Kudukarre im Ganzen gemacht, schön langsam gegart, innen noch schön rosa, da muss ich aufpassen, dass ich nicht die meine Finger mitesse, da lasse ich jedes Lamm oder Rind links liegen!


Viele Grüße


Markus
1'419 Beiträge · seit 200909. Juli 2014 · #14
Ohje,

das wird ne Grilldiskussion!

Also ich mariniere meine Steaks ja sogar wenn ich in NAM campe 😕 ... dass man sowas mit Ketchup oder Paprika mariniert ist mir allerdings neu, sowas kenne ich gar nicht, auch nicht aus Deutschland. Ich nehme meist Öl, Pfeffer, Salz, Knoblauch, Chili und Gewürze und wenn es geht Koriandersaat. Wo es passt gerne auch Ingwer und etwas Sojasauce, das haben wir in Afrika aber nie dabei. Paprika eignet sich als Marinade gut für Huhn, aber das wird ja eh eher indirekt und sehr langsam gegrillt. Und da brennt dann auch nix an.

Das Marinieren macht das Fleisch noch zarter und gibt ihm einen tollen Geschmack.

Unten ein in Sesriem gegrilltes und vorher mariniertes Rindersteak 😛



Und lieber Swakop, häufiges Wenden ist einer der schlimmsten Fehler beim Grillen 😉 Man wendet eigentlich nur einmal.

Grillgrüsse
janet
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2014
2'664 Beiträge · seit 201210. Juli 2014 · #15
Siehst Du Janet, Öl schließt die Poren, da hilft das ganze marinieren nichts weil nichts ins Fleisch eindringen kann.
Regel der Physik. Alles klebt nur draußen.
Und häufiges Wenden schließt aber auch die Poren, und das Fleisch wird saftiger. Und es verhindert das Anbrennen oder Verkohlen.

So liegen eben unsere Welten auseinander, aber ich bereite lieber so zu, und ziehe nicht außerdem noch eine Unmenge krebsfördernder Stoffe in mich hinein. Nichts mag ich weniger als außen angebrannt und innen blutig. Oder angekokelte staubtrockene Bratwürste. Schade um das schöne Fleisch.

Dennoch wünsche ich Dir guten Appetit nach Deinen Rezepten. Dein Essen schmeckt bestimmt auch gut!

Am meisten muß ich übrigens immer wieder schmunzeln, wenn man mich beim Grillen fragt, ob die Würste denn "durch" wären, hier rede ich von mitteleuropäischen Brüh-Grillwürsten. Immer wieder ist man verdattert zu hören, daß die Würste auch ohne Grill bereits "durch" sind und auch so aus der Verpackung gegessen werden könnten.
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2014
785 Beiträge · seit 200810. Juli 2014 · #16
Hi Swakop,

hey, bitte nicht irgendwelche Bratwürste mit dem Steak von Janet vergleichen!

Ich schlage dir jetzt mal folgendes vor: Wenn ich mal bei dir in der Nähe bin, dann lade ich dich zum Grillen ein, es gibt Wild und auch Lamm und dann schauen wir mal, ob du nicht vielleicht doch noch was dazu lernen kannst! 😉



Viele Grüße


Markus
2'664 Beiträge · seit 201210. Juli 2014 · #17
Hi Markus,
jedem schmeckt es am besten wie er es gewohnt ist.
Aber danke für die Einladung, ich nehme neue Erfahrungen immer wieder gerne an und mit!
Du wirst mich an chinesischen Garständen ebenso wie im arabischen Souk beim Essen finden,
nur bei afrikanischen Garständen mit Grüne-Fliegen-Beilage und der Geruchskulisse, da habe ich mich noch nie daran gewöhnen können, obwohl ich dort aufgewachsen bin.
H.
1'419 Beiträge · seit 200911. Juli 2014 · #18
Jetzt muss ich aber doch nochmal klugscheissen ....

Fleisch hat doch gar keine Poren 🙄

Und wer sagt was von angebrannt .... ? Man grillt es ja ein bisschen braun wegen der Röstaromen die sich bilden. Und beim indirekten Grillen tropft auch nix in die Kohle und kommt als karzinogener Stoff hoch ....

Ich glaub einfach dass Du Dich mit der Materie noch nicht so richtig befasst hast 😉

Liebe Grüße
janet
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1'450 Beiträge · seit 200611. Juli 2014 · #19
Swakop1952 schrieb:

Am meisten muß ich übrigens immer wieder schmunzeln, wenn man mich beim Grillen fragt, ob die Würste denn "durch" wären, hier rede ich von mitteleuropäischen Brüh-Grillwürsten. Immer wieder ist man verdattert zu hören, daß die Würste auch ohne Grill bereits "durch" sind und auch so aus der Verpackung gegessen werden könnten.
Stimmt nicht ganz.
Die Brüh-Grillwürste werden nur in 70 Grad heisses Wasser gegeben und bleiben dort ca 10 Minuten. Daher sind sie nicht "durch", aber die meisten der Bakterien sind abgetötet.

(Habe ich erst vor 2 Tagen durch eine TV-Sendung im NDR erfahren 😄 )

Beate
2'664 Beiträge · seit 201211. Juli 2014 · #20
Liebe Beate,
glaube nicht alles was die Fernsehfuzzis Dir weiszumachen versuchen.
Ich kenne die Branche.
Bei 73°C ist das Shelf Life 5-6 Tage, denn da sind die Produkte nur pasteurisiert.
Deshalb werden die Packungen bei den meisten Herstellern in Autoklaven gegeben bei ca. 124°C,
da der Handel ein Shelf Life von 30 Tagen bei 4°C Kühlung verlangt.
Dann sind sie nämlich "durch" und sterilisiert. Verloren gegangene Sensorik wird versucht mit Gewürzen und manchmal mit Geschmacksverstärker zu kompensieren.
Es ist schon ein Unterschied ob man beim Metzger einkauft, oder beim Discounter Billigprodukte sucht.
Gruß
H.
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2014