Welches "urige" Auto für NAM?

64 Antworten · 6'972 Aufrufe · gestartet 30. Apr. 2014 von Alex_Muc
Antworten
Themenstarter857 Beiträge · seit 201404. Mai 2014 ·
Hallo Lumela,

wenn Du mir die Raffinerie mitbringst 😉 Ist das der "Tatzelwurm" oder der 2-Achser? Sorry, aber sind nicht meine Fahrzeuge... gefallen mir einfach nicht so 😊 😉

Klar, der G ist genial, ich fahre ihn ja bisher (gehört aber nicht mir 😵 ), wenn man den fahren kann, und das kann mein Vater, dann ist das nächste in Punkto Gelände (jetzt Sahara) der Unimog...
Ein neuerer G kostet aber Richtung Geld, und ist für mich auch nicht ideal, weil in Richtung "Luxus" entwickelt. Die "Pro" oder "Worker" gibt es kaum in SA / Nam. Ich versuche aber gerade, einen W460 zu bekommen.
Dass die Landcruiser soviel schlechter sind, glaube ich nicht, man muss sie eben anders fahren. Der G bringt eben 3 Differentialsperren mit... dafür hat aber "meiner" nur 88 PS 😠
Wenn ich dran denke, wie ein Nachbar seinen Land Cruiser, Automatik, locker flockig in den Kapps-Bergen die querstehenden Felsplatten mit Auswaschungen bei richtig großer Steigung hochkroch im Standgas (!), das ist schon beeindruckend. Aber: Zuviel Elektronik, die kaputt gehen kann... und für mich auch nicht zu bezahlen.
Genial ist auch der ältere Patrol, 4,2 Liter Diesel, sehr gute Verschränkung, robust, eigentlich ein Traumauto.. aber mit wenig Kilometer kaum zu finden...

@Swakop: Das Gewicht ist ein guter Punkt. Der G hat noch Reserven, klar, mit Innenausstattung von ca. 100 kg, 150 Liter Sprit, 2 Ersatzrädern, 40 Liter Wasser und ein bisschen Verpflegung hatte ich wohl noch 300 kg über... also kann ich, intelligent gemacht, immer noch ein Dachzelt und 1-2 Schränke einbringen. Spüle etc. ist uninteressant für mich.
Aber das müsste der Landcruiser doch auch gut wegstecken. Der Patrol hat z.B. in der Y60 2,3 oder 2,4 Tonnen, die scheinen die Kabine aus dem Vollen geschnitten zu haben. Die WoMo-Version davon wiegt kaum mehr, wenn man noch ein Dachzelt etc. auf den Patrol schnallt.. die Rahmen scheinen mir also durchaus bei Toyota, Patrol etc. gutgemacht zu sein, von den PKW/SUV-Varianten jetzt mal abgesehen.
Außerdem hilft (bin mir sicher das trifft auf Dich nicht zu), Off-Road nicht volle Attacke zu fahren, sondern angepasst an Fahrzeug und Umwelt, also materialschonend. Das erspart einige Wartungsarbeiten, wenn man auch mal im Schritttempo fährt, wo auch 50 km/h ginge.. kenne ich auch von namibischen Freunden, ich fahre 50, die 130... ich muss bei der Wartung helfen, sie nicht, sie verkaufen das Auto nach ein paar Jahren 😉
Viele Grüße
Alex
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014
2'664 Beiträge · seit 201204. Mai 2014 ·
Alex,
vergleiche mal den Rahmen vom G mit den verschiedenen Reiskocher-Modellen.
Toyota hat durchaus auch stabile Rahmen, zum Teil sind die aber auch nur gebogene Elemente. Unterschiedlich von Modell zu Modell. Ich habe meinen bis aufs Zahnfleisch gefahren in Zimbabwe, und Zambia am South Zambesi das Escarpment hoch auf einem vor mir nur einmal gefahrenen Track (einmalige Spur sichtbar im Gras), den ich aufgezeichnet habe, und den Du auf dem T4A Kartenmaterial findest. Nicht empfehlenswert, denn der Rahmen hat einen abbekommen und wir mußten den schweißen und verstärken. Jetzt ist er zwar stärker bzw. stabiler als vorher, aber das hat einige Tausender Rand gekostet.
Ein weiterer Punkt, den der G hat, und die Reiskocher nicht: Entlüftungsleitungen nach oben geführt für Differentiale und Getriebe. Fährst Du mit dem heißen Toyo in Wasser, bildet sich Vakuum und er saugt Wasser ein. Deshalb muß man z.B. nach jeder Botswana-Tour mit Wasserquerungen sämtliche Öle in Getrieben und Differentialen wechseln. Die meisten Werkstätten wissen das nicht und verpennen das, bzw. schauen nicht nach, ob Wasser im Öl ist. Und meistens findet sich dort Wasser.
Ich bin super happy mit meinem Toyo, den ich aus England über Jerryland nach Nam gebracht habe, aber man muß auch den Schwächen mit offenen Augen begegnen und entsprechend handeln, ansonsten kann man ganz böse liegen bleiben.
Im Übrigen reicht mir der 3 liter Turbodieselmotor für meine Zwecke völlig aus, und habe den Vorteil, Langstrecke auch 130 km/h fahren zu können.
H.
Themenstarter857 Beiträge · seit 201405. Mai 2014 ·
Hallo,

Du treibst mich ja immer mehr zum G, und weg vom Landcruiser mit der Argumentation 😉
Also im Prinzip habe ich jetzt aus der Diskussion mal folgendes mitgenommen:

- Toyota Landcruiser 6er/7er Version sind (oh Wunder) zu empfehlen, das Hirn sollte man bei denen eben nicht ausschalten beim Fahren (Pfützen, Rahmen etc..).
- Der G wird hoch eingeschätzt, das Problem ist eben der Preis.
- Beim Defender scheiden sich wie immer die Geister 😉

Die neuen Nissans werden mit Missachtung gestraft, Hilux sind auch nicht unbedingt empfohlen.

Ich schaue mich jetzt mal um am Markt, evtl. fliege ich im Herbst mal runter, um ein paar Autos anzusehen. Die Entscheidung, ob Station Wagon, (kleiner) WoMo-Aufbau, Dachzelt etc. könnt ihr mir ja auch nicht abnehmen, das wäre nach dem eigentlichen Fahrtuntersatz ja auch noch eine Entscheidung.. mal sehen, was mir über den Weg läuft...
Danke an Alle, Eure Diskussionspunkte haben mir geholfen, das Ganze etwas umfassender zu betrachten.
Gruß
Alex
2'664 Beiträge · seit 201205. Mai 2014 ·
Statt Land Rover nimm lieber eine Eselskarre ! 🤩 😄
Die haben ja noch die unglückselige Generation der BMW-Motoren dabei!
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014
Themenstarter857 Beiträge · seit 201405. Mai 2014 ·
Swakop1952 schrieb:Statt Land Rover nimm lieber eine Eselskarre ! 🤩 😄
Das dürfte die Diskussion jetzt anheizen 😄
Der Landy ist mir für das Gebotene eigentlich auch zu teuer, da ich gebraucht kaufen muss. Deshalb geht die Tendenz eher weg von ihm... und mich bei 5 Herstellern in die Motorhistorie einzuarbeiten ("Handgranate" etc.) ist mir grad auch zu viel 😉
Die Eselskarren sind mir zu langsam, wenn auch spritsparend. Und der Aufbau sorgt dann doch für Achs-/Rahmenbrüche evtl... dafür wäre Notverpflegung dabei 😈
Gruß
Alex
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014