Fragen von Namibia-Neulingen

12 Antworten · 3'766 Aufrufe · gestartet 07. März 2014 von Berlin2014
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201407. März 2014 · #1
Liebe Forum-Mitglieder,

ja, auch wir haben in der Vorbereitung unserer ersten Reise nach Namibia ein paar Fragen zum Thema Mücken. Man möge uns dies jedoch verzeihen 😊 , da wir sehr viel Zeit damit verbracht haben, die verschiedenen Reiseberichte und Beiträge in diesem Forum zu lesen und Informationen sowie Tipps für unsere Reisevorbereitung zu nutzen, nichtsdestotrotz jedoch offene Frage haben.

Zunächst kurz zur geplanten Reise: Wir werden mit einem 4WD-Geländewagen mit Dachzelt unterwegs sein und nicht ausschließlich auf Campsites, sondern auch in Hotels/Lodges übernachten. In der Vergangenheit waren wir mit einem Geländewagen mit Schlafgelegenheit auch schon im australischen Outback oder im kanadischen Yukon unterwegs, so dass die Reiseart nicht unbekannt für uns ist.

Auf unserer geplanten Route wird der Etosha NP unser nördlichstes Ziel sein; geplant ist für den ersten Teil der Reise die Strecke Windhoek-Swakopmund-Cape Cross-Terrace Bay-Khorixas-Outjo-Etosha NP-Waterberg NP-Windhoek.

Wir haben die diversen Beiträge und Diskussionen zum Thema Mücken/Malaria/Prophylaxe etc. gelesen. Aufgrund persönlicher Umstände werden wir auf eine Prophylaxe verzichten und planen, uns bestmöglich mit einem entsprechenden Verhalten, der Anwendung von Sprays/Cremes und dem Tragen von entsprechender Kleidung (z. B. Fjällräven, G-1000) zu schützen.

Es wird ja immer wieder das Gebiet nördlich von Windhoek als Malaria-Risikogebiet genannt. Für uns würde das jetzt bedeuten, dass wir ab dem Verlassen der Küstenregion (Terrace Bay) einem gewissen Risiko ausgesetzt sind. Wie kann man sich die Mückenlage in dem besagten Gebiet denn nun aber vorstellen? Im Sommer im Yukon waren die Mücken sowohl tagsüber als auch nachts extrem aggressiv. Hielt man zum Beispiel mit dem Wagen an, "warteten" bereits zig wenn nicht sogar Hunderte kleine Viecher vor der Fensterscheibe darauf, dass wir ausstiegen, um uns zu stechen. Anopheles-Mücken sollen nur dämmerungs-/nachtaktiv sein - ist dies "im Allgemeinen" zu verstehen oder kann man diesen Mücken tagsüber definitiv nicht begegnen? Oder müsste man sich, wenn man tagsüber von einer Mücke gestochen wird, Gedanken machen, dass es nun eine Anopheles-Mücke gewesen ist? Beziehungsweise: Gibt es überhaupt ein Mückenproblem (tagsüber und/oder nachts?), mit dem man in der o. g. Region in unserer Reisezeit dort (16.-25.04.2014) rechnen muss? Die Beantwortung wäre uns wichtig, um abschätzen zu können, wie viel Sprays (müssen wir zum Beispiel in dieser Region auch tagsüber alle nicht bedeckten Körperstellen einsprühen/eincremen?) und wie viel entsprechende Kleidung wir benötigen werden. Eine weitere Frage: Sind die Standard-Doppelzimmer in den Etosha-Camps (Namutoni, Okaukuejo) mit Klimaanlagen und/oder Moskitonetzen ausgestattet?

Der zweite Teil der Reise verläuft dann ab Windhoek in den Süden mit dem geplanten Streckenverlauf: Windhoek-Rehoboth-Strampriet-Marienthal-Keetmanshoop-Ais Ais-Rosh Pinah-Aus-Lüderitz-Helmeringhausen-Sesriem-Windhoek. Ähnliche Frage wie oben: Gibt es in diesen südlichen Regionen irgendein Mückenproblem? Sind die Anopheles-Mücken ausschließlich im Norden antreffbar oder sind sie auch im Süden möglich?

Wir möchten nicht überängstlich erscheinen, weil sich unsere Fragen nur auf das Thema Mücken beziehen. Doch das ist noch das einzige Thema, das wir durch Recherche und/oder Erfahrungswerte von eigenen Reisen leider noch nicht vollständig klären konnten. Daher freuen wir uns auf eure Antworten und bedanken uns vielmals vorab.

Viele Grüße aus Berlin 🙂
312 Beiträge · seit 201307. März 2014 · #2
Hallo Berlin2014,

herzlich willkommen im Forum. Es läuft parallel noch eine Diskussion zu Malaria - ggf. findest Du dort auch noch Input.

Du fährst auf jeden Fall noch in der kritischen Zeit (April) und mit Etosha auch in einen Bezirk mit erhöhtem Risiko. Ich war nur in der mückenarmen Zeit (Oktober 2013) dort und hatte für mich nach Rücksprache mit einem Arzt persönlich folgende Entscheidung getroffen:
* keine klassische Prophylaxe
* homöopathisches Mittel zur Leberstärkung (kann ich per PN gerne mailen bei Bedarf)
* Stand-by - das Mittel, das auch zur Behandlung in DE eingesetzt wird ....wurde nicht benötigt, nehme ich dieses Jahr wieder mit
So mache ich das auch für meine Dienstreisen in andere gefährdete Länder, da mir (fast 1-3 mal) jährliche Prophylaxen für meinen Körper zu anstrengend sind.

Der Süden sollte unkritisch sein. Mückenmittel könnt Ihr in Wdh nachkaufen.

Viele Grüße & viel Spaß beim Planen
DoNo
80 Beiträge · seit 200907. März 2014 · #3
Willkommen im Forum!

Wann macht Ihr denn Eure Tour? War schon öfter im Mai unterwegs und hab da in den 4 Wochen gerade mal 2 Mückenstiche gehabt (am Kunene Nachts zu nah am Moskitonetz geschlafen), also kaum welche da gewesen. Es war zu der Zeit immer sehr trocken und heiss.

Die letzten Wochen gab es in Namibia viel Regen, somit wird es wohl auch mehr Mücken geben. Tagsüber hab ich bisher keine Mücken gesehen, wenn dann zur Dämmerung/ Nachts, aber wirklich nur sehr wenige (trotzdem kann natürlich gerade eine von diesen den Erreger tragen).

Nicht ansatzweise zu vergleichen mit Kanada oder Florida, wo wir von den Mücken beim Zelten förmlich aufgefressen wurden.
71 Beiträge · seit 201307. März 2014 · #4
Hallo nach Berlin!

Ich war jetzt im Februar gerade in Namibia, also Regenzeit. Südlich von Windhoek gab es gar keine Mücken, ich habe keinen Mückenspray oder sonst etwas benötigt. Nördlich von Swakopmund habe ich dann vereinzelt etwas mit No Bite gearbeitet, so z.B. beim Campen an der Spitzkoppe, in der Vingerklip Lodge und auf Otjitotongwe. Wobei die Menge an Lästerviechern da auch äußerst gering war. Ich war ehrlich überrascht darüber, da finde ich es im Sommer abends bei uns zuhause weit ärger. Im Etosha waren dann wieder praktisch null Mücken, in Namutoni habe ich definitiv kein No Bite gebraucht. Am Waterberg wars ebenfalls mückenfrei. Tagsüber waren überall keine für mich wahrnehmbaren Mücken, gebissen wurde ich auch nicht und ich war tagsüber nie "behandelt".

Das ist aber jetzt nur meine gerade eben gemachte Erfahrung und vielleicht war bislang nur eine schlechte Mückensaison. Durch die derzeit ja doch laufenden Regenfälle haben die Störenfriede bis April aber noch genug Zeit in ganz anderen Mengen aufzutreten, das kann also bei dir auf jeden Fall völlig anders sein. Du bekommst aber das ebenfalls sehr gute Peaceful Sleep an jeder Ecke in Namibia und das günstig, also reicht es wenn du ein Spray mitbringst (für alle Fälle) und je nach Intensität der Plage dann vor Ort nachkaufst.

Zimmer in Nordnamibia dürften durchgängig mit Moskitonetzen ausgestattet sein, Klimaanlagen gibt es hingegen fast nirgendwo.

Lieben Gruß,
Wolfgang
Themenstarter5 Beiträge · seit 201407. März 2014 · #5
Vielen Dank für die ersten Antworten! 🙂

@ popeye: Der erste Teil der Reise (nördlich von Windhoek) findet zwischen dem 16. und 25.04.2014 statt.
zuletzt bearbeitet 07. März 2014
915 Beiträge · seit 201007. März 2014 · #6
Hallo Berlin,
schon im November 2008 hat der Moderator chrigu folgendes zu der hier immer wieder auftauchenden und diskutierten Frage nach einer geeigneten Malariaprophylaxe geschrieben:
Malaria ist eine ernstzunehmende Tropenkrankheit, ein Reiseforum kann und darf Dir keinen Rat geben wie Du damit umzugehen hast oder welche Medikamente Du am besten nimmst! Wir können nur einige Informationen und Links weitergeben!
Erkundige Dich unbedingt bei Deinem Hausarzt oder beim Facharzt einer Tropenklinik!

Siehe auch die FAQ: Malaria, kann ich... muss ich?
Ich finde, dass sich daran nichts geändert hat.
Es steht mir als Nichtmediziner nicht zu in dieser Frage als Ratgeber aufzutreten, auch wenn ich über verschiedene Erfahrungen hinsichtlich eingenommer Medikamente und jeweiliger Mückenvorkommen in den verschiedenen südafrikanisch/namibischen Reisegebieten berichten könnte. Alles kann, muss aber für Dich nicht zwangsläufig auch zutreffen.

Ich würde also besonders vor dem Hintergrund Deiner Unsicherheit unbedingt einen Tropenarzt aufsuchen.
Falls zusätzlich evtl.Vorerkrankungen (Du schreibst: Aufgrund persönlicher Umstände !! werden wir auf eine Prophylaxe verzichten) gegeben sind scheint mir die ordentliche Beantwortung Deiner Fragen von zusätzlicher Wichtigkeit zu sein !!
Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 07. März 2014
Themenstarter5 Beiträge · seit 201407. März 2014 · #7
Günter Franz schrieb:Hallo Berlin,
schon im November 2008 hat der Moderator chrigu folgendes zu der hier immer wieder auftauchenden und diskutierten Frage nach einer geeigneten Malariaprophylaxe geschrieben:
Malaria ist eine ernstzunehmende Tropenkrankheit, ein Reiseforum kann und darf Dir keinen Rat geben wie Du damit umzugehen hast oder welche Medikamente Du am besten nimmst! Wir können nur einige Informationen und Links weitergeben!
Erkundige Dich unbedingt bei Deinem Hausarzt oder beim Facharzt einer Tropenklinik!

Siehe auch die FAQ: Malaria, kann ich... muss ich?
Ich finde, dass sich daran nichts geändert hat.
Es steht mir als Nichtmediziner nicht zu in dieser Frage als Ratgeber aufzutreten, auch wenn ich über verschiedene Erfahrungen hinsichtlich eingenommer Medikamente und jeweiliger Mückenvorkommen in den verschiedenen südafrikanisch/namibischen Reisegebieten berichten könnte. Alles kann, muss aber für Dich nicht zwangsläufig auch zutreffen.

Ich würde also besonders vor dem Hintergrund Deiner Unsicherheit unbedingt einen Tropenarzt aufsuchen.
Falls zusätzlich evtl.Vorerkrankungen (Du schreibst: Aufgrund persönlicher Umstände !! werden wir auf eine Prophylaxe verzichten) gegeben sind scheint mir die ordentliche Beantwortung Deiner Fragen von zusätzlicher Wichtigkeit zu sein !!
Grüße
Günter
Hallo Günter,

vielen Dank für deine Antwort, auch wenn Sie leider nicht weiterhilft, da sie sich nicht auf die von uns konkret gestellten Fragen bezieht. Wir wünschen keine reisemedizinische Beratung (diese hatten wir und haben uns daraufhin gegen eine Prophylaxe entschieden), sondern haben lediglich nach Erfahrungswerten/Erfahrungen zu der Mückensituation derjenigen gefragt, die bereits in Namibia gewesen sind. Es ging in unserer Anfrage nicht um die Diskussion, ob/welche Prophylaxe man einnehmen sollte. 😉

In einem Reiseforum geht es darum, dass Reisende sich austauschen, was/wie/wo/wann sie erlebt haben, so dass andere diese Erfahrungen in ihre Planung mit einbeziehen können. Wir wissen, dass alle Angaben, die hier gemacht werden, letztendlich nicht zwingend auf unsere Situation dann während der Reise zutreffen müssen, sondern dass alles ganz anders kommen kann. Doch ein Vergleich zum Beispiel, wie ihn popeye freundlicherweise gemacht hat (Kanada/Florida), hilft bei unseren Vorabüberlegungen/-Planungen weiter.

Sonnige Grüße aus Berlin
915 Beiträge · seit 201007. März 2014 · #8
Hallo Berlin,
ich habe mir Deine Ausgangsfrage noch einmal angesehen.
Wenn es also nur darum geht, welche Erfahrungen mit Mücken anderswo gemacht wurden kann ich da durchaus auch einen Beitrag leisten:
In Namibia und Südafrika, teils auch während der Regenzeiten und selbst am Ufer des Okavango (viel Regen) haben wir während bisher 7 Reisen keine bzw.kaum Mücken angetroffen. Wenn überhaupt, sind sie jeweils in der Dämmerung und allenfalls vereinzelt aufgetreten, sodass sie niemals zur wirklichen Last geworden sind.

Von meiner Heimat am Oberrhein und aus meinem eigenen Garten bin ich da schlimmeres gewohnt. Echte Mückenplagen habe ich während meiner Wanderungen in Schwedisch-Lappland erlebt, wo sie zeitweise nicht auszuhalten waren !
Übrigens verzichten wir ebenfalls auf eine Prophylaxe, haben Malarone für den Malariafall auf Empfehlung eines Tropenarztes jedoch immer mit dabei. Letzteres möchte ich nicht als Empfehlung meinerseits verstanden wissen.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Antwort den Kern Deiner Frage nun trifft. Einen Versuch war's mir jedenfalls wert.
Danke auch, dass Du mich so nachdrücklich über die Funktion eines Reiseforums aufgeklärt hast. So habe ich gleich noch was dazu gelernt !
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 07. März 2014
6 Beiträge · seit 201309. März 2014 · #9
Hallo,

ich komme gerade aus Namibia. Wir waren auch in Etosha und es gab dort schon Mücken. Wir haben uns mit "Peaceful Sleep", einem einheimischen Mückenspray, eingedeckt und von morgens bis abends benutzt. Wir haben auch lange Kleidung getragen und wurden trotzdem gestochen.
Wenn ihr nur so kurz im Malaria-Gebiet seid, würde ich euch KEINE Prophylaxe mit Tabletten empfehlen, die ist nämlich sehr anstrengend für den Körper und hat viele Nebenwirkungen.
Malarone etc. kann man auch zur Behandlung von Malaria verwenden. Solche Malaria-Tests kann ein Arzt vor Ort unkompliziert durchführen, falls ihr das Gefühl habt krank zu sein. Dann ist die Behandlung auch unkompliziert und ihr kommt schnell wieder auf die Beine.

Grüße, Kathrin
287 Beiträge · seit 201309. März 2014 · #10
Hallo Berlin,
auch wir haben bisher (4 Aufenthalte) in unterschiedlichen Regionen und zu unterschiedlichen Zeiten in Namibia keine Prophylaxe genommen und haben Malarone immer dabei und uns natürlich mit "Peaceful Sleep" eingesprüht. Uns hat das bisher immer geholfen und Malarone haben wir nicht gebraucht, trotz Mückenstiche. Und so werden wir es in diesem Jahr auch wieder machen.

LG
Do
Themenstarter5 Beiträge · seit 201410. März 2014 · #11
Vielen Dank für die bisherigen Antworten! 🙂

Nichtsdestotrotz würden wir uns freuen, noch weitere Informationen/Erfahrungswerte zu den folgenden drei konkreten Fragen zu erhalten. Es geht dabei nur um eine entsprechende Vorbereitung der mitzunehmenden Kleidung-/Spray-Anzahl, NICHT um eine Abwägung für/wider Malaria-Prophylaxe.

1) Sind Anopheles-Mücken nur „im Allgemeinen“ dämmerungs- bzw. nachtaktiv oder kann man diesen Mücken ggf. auch tagsüber definitiv nicht begegnen? Lassen sich Anopheles-Mücken wirklich nur im Norden (nördlich WIndhoek) antreffen oder sind sie auch im Süden möglich?

2) Sind die Standard-Doppelzimmer in den Etosha-Camps Namutoni und Okaukuejo mit Klimaanlagen und/oder Moskitonetzen ausgestattet?

3) Gibt es zwischen Ende April und Mitte Mai in den südlichen Regionen (bei Streckenverlauf Windhoek-Rehoboth-Strampriet-Marienthal-Keetmanshoop-Ais Ais-Rosh Pinah-Aus-Lüderitz-Helmeringhausen-Sesriem-Windhoek) irgendein Mückenproblem, seien es „normale“ oder Anopheles-Mücken?


Viele Grüße aus Berlin
33,1k Beiträge · seit 200610. März 2014 · #12
Moin Berlin2014,

warum Du die zahlreich beantworteten Fragen nun nochmal durchkauen willst, aber nun gut.
1) Sind Anopheles-Mücken nur „im Allgemeinen“ dämmerungs- bzw. nachtaktiv oder kann man diesen Mücken ggf. auch tagsüber definitiv nicht begegnen? Lassen sich Anopheles-Mücken wirklich nur im Norden (nördlich WIndhoek) antreffen oder sind sie auch im Süden möglich?
Nein, im Süden nicht! Ansonsten siehe hier: http://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/281857-familienurlaub-juli-august-2014.html?start=6#326344 (12.2.2014 - 12.59 Uhr)
2) Sind die Standard-Doppelzimmer in den Etosha-Camps Namutoni und Okaukuejo mit Klimaanlagen und/oder Moskitonetzen ausgestattet?
Klimaanlage. Du findest relativ wenige Unterkünfte mit Moskitonetzen in Namibia (Ausnahme hoher Nordosten)... hat wohl auch einen Grund 🙂
3) Gibt es zwischen Ende April und Mitte Mai in den südlichen Regionen (bei Streckenverlauf Windhoek-Rehoboth-Strampriet-Marienthal-Keetmanshoop-Ais Ais-Rosh Pinah-Aus-Lüderitz-Helmeringhausen-Sesriem-Windhoek) irgendein Mückenproblem, seien es „normale“ oder Anopheles-Mücken?
Nein.

Insgesamt wirst Du in Namibia im Norden nicht mehr Mücken als in Deutschland im Hochsommer antreffen, im Süden wirst Du keine zu Gesicht bekommen (außer Du hälst Dich nahe an offenem Wasser, d.h. Dämmen und Basins auf).

Beste Grüße aus dem Regen Windhoeks
Christian

P.S. Bei einer solchen scheinbaren Panik vor Mücken und/oder Malaria würde ich dann eher in die Antarktis reisen, als mir meinen URLAUB mit solchen Gedanken zu versauen.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 10. März 2014
211 Beiträge · seit 201311. März 2014 · #13
Hallo Berlin,

ich war gerade erst im Februar in Namibia und habe zum Ende unserer Reise auch noch die heftigen Regenfälle in Nordosten mitbekommen. Anfangs war alles gut, Mitte Februar hatten wir selbst am Kunene kaum Mückenkontakt. In den Lodges sind fast immer Moskitonetze, die je nach Standard der Lodge mehr oder weniger dicht sind.

Wir waren mit einem 4x4 Camper unterwegs, haben ab und zu aber Lodgen genutzt. Im Camper gab es zwar auch Moskitonetze, aber die sind in der Regel nicht absolut mückendicht. Wir haben versucht, die Lücken mit Panzerband abzukleben, aber alle Stellen kriegst Du nie abgedichtet. Zumal beim Öffnen der Türen immer Insekten eindringen können. Auf unserem Rückweg vom Kunene kamen die ersten Regenschauer und in Palmwag sind wir nachts vor lauter Mücken fast wahnsinnig geworden. Da wir dick eingesprüht waren, haben wir zwar kaum Stiche abbekommen, aber wenn Dir die Viecher nachts um die Ohren sirren, ist das nicht wirklich tröstlich!

Südlich von der Spitzkoppe hatten wir gar keine Mücken mehr, haben nach der Erfahrung in Palmwag allerdings im Camper immer Räucherspiralen angezündet. Das hat auch bei geöffneten Fenstern mit Moskitonetz super geholfen.

In Etoscha habe ich allerdings tatsächlich mal eine Anopheles Mücke erwischt - zu erkennen an den schwarz-weiß gestreiften Beinen. Es war zwar nur eine, aber die hat gereicht! Da wird Dir schon anders, wenn Du merkst, dass Dich gerade so ein Vieh gestochen hat. Wir haben zwar Malarone genommen (und auch beide super vertragen), aber Malarone macht Dich ja nicht immun gegen Malaria. Deshalb kann ich Dir den Schutz nur empfehlen. Es beruhtigt einfach ungemein und Du musst nicht vor bei jeder Mücke in Panik geraten. Schließlich willst Du Dich erholen und nicht mit Argusaugen die Luft nach Mücken absuchen - zumal die Anopheles Mücken wohl lautlos fliegen...

Definitiv haben wir keine Mückenschwärme erlebt, wie z.B. in Florida oder in der Camargue. Aber eine reicht schon aus, um Dich zu infizieren. Deshalb bereue ich es nicht, Malarone genommen zu haben und würde es zur Malariazeit jedesmal wieder so machen. Es macht den Urlaub einfach entspannter!

LG Sabine
Wie kann man Namibia nicht lieben?
zuletzt bearbeitet 11. März 2014