4wheelerThemenstarter6 Beiträge · seit 201303. März 2014 · #1
Hallo zusammen,
Brigitte (Jg 63) und ich (Jg 51) wollen dieses jahr zum Ersten mal nach Namibia. Da alles was wir wissen aus Tourenmanuals und Fernsehdokus stammen wollen wir uns hier Tips für unsere Reise holen um nicht die eh schon knappe Zeit in Stress ausarten zu lassen. Ich selbst habe die letzten 35 Jahre in 4x4's mein Urlaubsland bereist und habe erst in den letzten Jahren angefangen (teilweise) vorzubuchen. Während ich in Ländern wie Kenya, Tansania, Algerien, Tschad, ... abends einfach ein geeignetes Plätzchen zum Übernachten suchte, scheint es, wie ich hier so lese, in Nambia nicht so einfach zu sein.
Brigitte war letztes Jahr das erste Mal dabei und wir haben von Lodge zu Lodge Südafrika von Kapstadt über die Drakenberge in den Krüger bereist. Das hat Ihr so gefallen, dass Sie nun unbedingt nach Namibia will, was mir sehr entgegenkommt ,da ich mir die Namibia-Tourenmanuals schon vor 15 Jahren besorgt habe.
Ich hatte mir die Namibia-Strecke eigentlich grob so vorgestellt. 7 Tage: Windhoek, Keetmanshoop, Sossusvlei, Swakomund, Twyfelfountain 10 Tage: Twyfelfontain, van Zyls Pass, Kunene, Epupa Falls 5 Tage: Kunene, Ethosha, Windhoek
Als Reisezeit würde uns Ende August- Anfang September gut passen.(hoffenlich keine kalten Nächte) Fahrzeug: Toyota Landcruiser 4,2L mit Camping- und Offroadausstattung
Eigentlich sehe ich den Zweck eines Campers darin, dass ich in Gegenden ohne Lodges in der freien Natur mein Lager für eine Nacht aufschlagen kann, ansonsten ziehe ich die Lodge vor (sofern erschwinglich und ohne Reservierung zu bekommen)
Als Namiba Neulinge sind wir für jeden Tipp dankbar. Unsere Priortät liegt so: 1. Schöne Landschaft 2. Einsamkeit und keine Gewaltstrecken (mal 'ne Ausnahme ist ok) 3. Land und Leute 4. ... 5. Tiere ( Vom Krüger Park war ich enttäuscht - vermittelte den Eindruck eines großen Zoo's mit Autoschlangen bei Sichtungen)
Bis jetzt haben wir lediglich das Auto reserviert (Stornierung möglich) und suchen noch einen Direktflug. Was sollten wir noch im voraus buchen ?
Grüßle aus dem wilden Süden Günter + Brigitte
Elchontherun1'250 Beiträge · seit 200903. März 2014 · #2
Hallo,
herzlich willkommen im Forum!
Zu zwei Eurer Fragen kann ich etwas sagen:
Direktflug gibt es nur mit Air Namibia ab Frankfurt
Einfach so irgendwo in der Natur campen in Namibia kann ich nicht empfehlen; ihr solltet immer Campsites oder Gästefarmen mit Campsite ansteuern.
Für Übernachtungen ohne Zelt bevorzugen wir Gästefarmen, weil uns die Lodges zu unpersönlich sind.
schaut mal in die Mietbedingungen wegen dem van Zyls Pass. Dieser wird gerne ausgeschlossen und da viele Mietfahrzeuge mit einer Blackbox ausgerüstet sind kann der Vermieter im Nachhinein nachvollziehen wo Ihr gefahren seid. Dieses Thema wurde hier im Forum schon ausgiebig diskutiert.
Mit kalten Nächten müsst Ihr in Windhoek und Swakopmund Wetterabhängig rechnen. Weiter im Norden ist das kein Problem mehr. Wenn Eure Planung noch flexibel ist zuerst in den Norden und dann Swakopmund zum Ende hin
Grüsse aus der badischen Residenz Karlsruhe
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause.
Reisende Geschichten.
4wheelerThemenstarter6 Beiträge · seit 201303. März 2014 · #7
Danke für die schnellen Antworten.
Bezüglich der Flüge habe ich mich gleich informiert. Condor ist demnach ca. 300 € pro Person günstiger, fliegt aber erst ab November. Weiterer Vorteil für diejenigen die es gern bequem haben: Condor Comfort Class für ca. 1900 €.
Die Temperaturen scheinen ja wirklich ein Thema zu sein! - Ist es da nicht ratsam den Termin um ca. 4 Wochen rauszuschieben ? - ich träume da von warmen Abenden unter einem überwältigendem Sternenhimmel mit einem Glas Rotwein !
Elchontherun rät vom freien Campen ab. Sind den die Campgrounds so verteilt, dass man dann mehr oder weniger jederzeit einen Freien findet, oder muss man sich dann u.U noch Stunden weiterkämpfen.
bezügl. van Zyls Pass Beschränkung steht im Vertrag:
"ROAD RESTRICTIONS 4WD vehicles are allowed to be driven on public bitumen / tar roads as well as on public recognized 4x4 tracks in Botswana, Mozambique (up to Vilanculous only), Namibia, South Africa, Zambia (up to Livingstone only) and Zimbabwe (up to Harare only). Special permission is required for travelling further than the areas mentioned and for use in other countries."
Ich verstehe das so, dass die 4x4 track über den van Zyls nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. !!??
Gruß Günter
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200603. März 2014 · #8
4wheeler schrieb: Elchontherun rät vom freien Campen ab. Sind den die Campgrounds so verteilt, dass man dann mehr oder weniger jederzeit einen Freien findet, oder muss man sich dann u.U noch Stunden weiterkämpfen.
Hallo Günther
Als Camper findest Du in aller Regel auch ohne Reservation und ohne Riesen Aufwand eine Campsite (speziell in der kälteren Jahreszeit). Wenn Ihr einigermassen flexibel seid, so geht das gut.
Natürlich gibt es Gebiete in denen Du wild campieren kannst. Auf Farmland würde ich das nicht machen, aber im Norden gibt es viele Gebiete in denen das problemlos möglich ist. Bei Communities kannst Du auch einfach fragen. Auch da ist es meistens kein Problem.
Herzliche Grüsse Chrigu
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4wheelerThemenstarter6 Beiträge · seit 201303. März 2014 · #9
Hallo Drechselschorsch,
man möge mir verzeihen, aber wahrscheinlich habe ich noch nicht die richtige Vorstellung von Namiba. Ich käme nicht auf die Idee ungefragt fremdes Eigentum zu beanspruchen.
Ich dachte aber, es gibt da noch genug unberührte freie Natur, speziell in Richtung Kunene. Weder in Kenya, noch in Tansania war es ein Problem außerhalb der Parks auf "freiem" Land zu übernachten. Da ich nun mal ungern auf Campgrounds gehe suche ich einfach einen gangbaren Weg und zähle hier auf die Erfahrung der Namibakenner. Selbst in Deutschland findet sich immer mal ein ruhiger, abseits gelegener Wegesrand für eine Übernachtung. Da stellt sich so ein Greenhorn wie ich natürlich vor, dass Namiba unendliche Weite und Freiheit bietet.
Gruss Günter
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200603. März 2014 · #10
Hallo Günter
in Namibia findest Du viele, sehr, sehr schöne und einsame Campsites. Da hast Du durchaus das Gefühl, dass Du wild campst. Einzig in den Nationalparks wie Etosha ist etwas enger und voller. Euch wird Camping in Namibia gefallen! 🤩
z.B. Mesosaurus Bush Camp
Aussicht aus dem Camp 😄
Herzliche Grüsse Chrigu
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TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201203. März 2014 · #11
Hallo Gunter,
also im Norden ergeben sich einige Möglichkeiten wild zu campen. In der Mitte und im Süden wird es schwieriger, weil da viel Farmland ist. Aber es gibt immer eine Campmöglichkeit. Dazu einfach Trumis Liste runterladen, wo viele Campsites gelistet sind. Der Bradt Reiseführer ist auch sehr gut, besonders wenn man unterwegs immer wieder umplant. In der Beziehung ist der Loose Führer nicht brauchbar (bei mir ist er schnell in der Ecke gelandet und dann nur noch mit Bradt und Trumis Liste). Von den anderen Ländern wirst du ja wissen, auf was man beim wild campen so achten muß.
toumtoum
4wheelerThemenstarter6 Beiträge · seit 201303. März 2014 · #12
Danke Chrigu für die Bilder der Campsite.
Das beruhigt mich wieder und ich freue mich schon jetzt auf die tolle Aussicht. 🙂