Ostern 2013 mit Zwillingen

Reisebericht 56 Antworten · 14,8k Aufrufe · gestartet 26. Jan. 2014 von Dr. We
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #1
Nach unglaublichem Frust mit meinem alten Rechner klappt das Hochladen von Bildern mit dem neuen "Ultrabook" zu meiner freudigen Überraschung nun plötzlich.


Hier nun ein paar Bilder der Reise "Namibia Ostern 2013 mit Zwillingen".

Der Text zum Reisebericht folgt weiter unten auf Seite 3 !


Die Route war zweigeteilt:

1. Abschnitt: Allgäu - Windhoek - Sesriem - Rostock - Windhoek.
2. Abschnitt: Windhoek - Etosha - Epupa - Sesfontain - Hoanib - Palmwag - Ugab -Windhoek - Allgäu.

Die Aufteilung war nötig, da am 1. Abschnitt unsere Freunde aus Kapstadt, die extra zum Familientreffen angereist waren, teilnehmen konnten.

Übernachtung in der ....
h5e0ac44.jpg



ASCO Landcruiser,
h79e7805.jpg

ein super zuverlässiges Fahrzeug.


Über den Spreethooge Pass nach Sesriem in die Desert Lodge.


hc0f3026.jpg


hda2192d.jpg


h940a3fe.jpg



Malariaprophylaxe:


h9a584db.jpg



Zwei "Weber"-Vögel:

h9de2750.jpg






Abendessen in der Sossusvlei Lodge. Dort gab es ein hervorragendes Abendessen (vorbuchen!). Sämtliche Wildfleischarten waren im Angebot und konnten frei gewählt werden. Wir aßen bis zum Umfallen, mehr ging einfach nicht rein.
hfa70ef5_2014-01-26.jpg



Die nächsten Bilder heute Abend...


Ach ja:
Ich freue mich über jede Anmerkung!
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2014
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #2
Fortsetzung:

he821625.jpg

Eine kurze Nacht, da...


hd4fd151.jpg

Papa & Sohn gleich in der ersten Früh das Photolicht ausnutzen wollen.


h7ccb1e3.jpg

Leider ist es bewölkt.

Deswegen zurück zur Lodge. Für die nächste Nacht ist ein Campingplatz im Park gebucht, damit wir früher zu den Dünen aufbrechen können. Die Kapstädter logieren in der Luxus Lodge....


h4f012e9.jpg


Wir campen.


h433056c.jpg


hb244160_2014-01-26.jpg



Nun einige Dünenbilder:


h3db57ef.jpg


hb9288de.jpg
1'920 Beiträge · seit 200826. Jan. 2014 · #3
Hallo Dr We

Freu mich auf euren Reisebericht und vor allem auf die Bilder.
Hab da aber vorab noch ein paar Fragen.

Wie war das Wetter Ende März.
Temperaturen und Regenfälle ??

Wie waren die Reviere des Hoanib und Ugab.

Recht herzlichen Dank

LG Bloke
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #4
Noch ein "paar" Bilder
h67fc0a1.jpg


h5ff38e3.jpg


h67a1548.jpg


h4bac467.jpg


h7ecbb10.jpg


h5b2464b.jpg


hf83c83e.jpg


h3238d47.jpg
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #5
Weiter geht `s




hd876b16.jpg


h5950bec.jpg


hdb4ff2c.jpg


hdb1a9d3.jpg


h671764b.jpg


h69b3d25.jpg


Nach einem Frühstück im Vley gehts raus aus dem Park und ab über Solitair zum Rostock Ritz.

h45a4aa6.jpg

(Schönheit in Solitair)
1984 war ich das erste Mal in Solitaire. Die alte weiße Zapfsäule gibt es immer noch.
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #6
Rostock Ritz - ohne weiteren Kommentar:

h52af664.jpg


hfb26ded.jpg


h1877dff.jpg


h94c368c.jpg


he1605ae.jpg


hbf92b0f.jpg


h7d535b7.jpg


Der erste Uralubsabschnitt war zu Ende. Die Kapstädter mussten zurück.

Unser Namibia - Nord Abenteuer begann erst....
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #7
Wetter klasse.
Angenehme Temeraturen. Keinerlei Mücken.
Leider (aus Sicht der Namibianer) sehr wenig Regen.
Gut für uns, da z.B. Hoanib nur ein wenig Wasser führte.
1'920 Beiträge · seit 200826. Jan. 2014 · #8
Dr. We schrieb:Wetter klasse.
Angenehme Temeraturen. Keinerlei Mücken.
Leider (aus Sicht der Namibianer) sehr wenig Regen.
Gut für uns, da z.B. Hoanib nur ein wenig Wasser führte.
Danke für die Auskunft.

Ich hoffe du hast noch ein paar Bilder in der Hinterhand, wie z.B von Purros, Sesfontai, Hoanib und Ugab.. 😉
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #9
Kommen noch.
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #10
Weiter gehts mit dem 2 Abschnitt der Reise:

Windhoek - Etosha - Opuwo - Epupa - Sesfontain .....

h0b39b9f.jpg


hece9461.jpg


h6166d7f.jpg


h1ad2491.jpg


hdc3c905.jpg


h0f580c6_2014-01-26.jpg



Nach einer Zwischenübernachtung kurz vor dem Etosha Park ab nach Okaukuejo

h3bbd458.jpg
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2014
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #11
Was macht man in Okaukuejo:

Viecher beobachten..... Wir hatten Glück, wenig Regen = viele Tiere am Wasserloch.

h28c8e0d_2014-01-26.jpg




hc5d0308.jpg




h00791f7.jpg




hfe893a9.jpg




hd4d913e.jpg





h7ab4945.jpg
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2014
Themenstarter282 Beiträge · seit 201226. Jan. 2014 · #12
Oder in der Nacht:

h43f3d00.jpg


h061f25e.jpg


heb553bc.jpg


hc6994b4.jpg


h5e87149.jpg


ha2e254b.jpg


h8013e4f.jpg


hae4f4f8.jpg


hbe00f41.jpg


h5f857ff.jpg


h6ce6bc1.jpg



h4cd4151.jpg


hda69352.jpg
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2014
Themenstarter282 Beiträge · seit 201227. Jan. 2014 · #13
Aber nicht nur die Wasserstelle ermöglicht tolle Wildbeobachtungen.


h5300a2b.jpg

Ein wenig umherfahren belohnt mit schönen Bildern
haa85ebe_2014-01-27.jpg


he050a25.jpg


h6690c71.jpg


hff5e4a1.jpg


h185ebb0.jpg

Doch die Tage sind gezählt. Nächstes Ziel: Dolomite Camp....
Themenstarter282 Beiträge · seit 201228. Jan. 2014 · #14
Nun ein bischen Text zur Reise ansich und vorweg zum Reisehintergrund:

Alles begann 1984 am Ende des Studiums. Mit Zambia Airlines (Boing 707) nach Johannesburg, dort von einem Freund, der in den Minen als Techniker arbeitete, einen selfmade VW-Bus camper gemietet und das südliche Afrika bereist. Die grobe Strecke war: Johannesburg, Kapstadt, Windhoek und zurück. Es lag noch der schwarze Schatten der Apartheit über dem Land. Wir sind knapp 8.000 km in sechs Wochen gefahren. Die Details sind nicht so wichtig. Der Verkehr war außerhalb der Städte gleich Null. Die Straßen jedenfalls nicht besser als heute. Pannen mit dem alten Bus hatten wir immer außerhalb der „Zentren“, stets in einsamen Gebieten, was das Abenteuer massiv erhöhte. An der Grenze zu „Deutsch-Südwest“ rasten wir beinahe in einen Panzer. Unsere Jagdgewehre (alle drei Reisende familiär geprägte Jäger/heute nur noch mit der Kamera) mussten wir bei der Durchquerung der Kalahari verplomben. Die einzige Zapfsäule in Solitaire existiert ausrangiert heute noch....

Wir haben seit der Jugend Freunde in Kapstadt. Diese besuchen regelmäßig uns, wir alternierend sie. Vor ein paar Jahren unterbrach die jähe Ankunft von Zwillingen das geruhsame Eheleben. SA Reisen waren zunächst ausgeschlossen. Vor der Einschulung wagten wir dann doch den Flug und hatten einen sehr schönen 4 Wochen SA Urlaub samt Kids. Deren "Africa-tauglichkeit" war bewiesen. So stand einem Namibia Trip nichts im Wege.


2012 wurde für 2013 alles organisiert und geplant. Und, zusammengefasst, es war ein wahnsinns Trip.

Bereits der Anfang war zunächst chaotisch, dann mehr als glücklich. Wer erinnert sich nicht an das lustige Flüge Streichen Anfang 2013 von Nambia Airlines? Wir waren auch betroffen. Aber, welch glückliche Wendung, das Flug-"Vor"-Verlegungsmail der Schulleitung unterbreitet bekamen wir einige weitere Tage Schulbefreiung und hatten so einen 3 Wochen Osterferientrip. Glück gehabt. Und so ging der Urlaub weiter.

Der Landcruiser von ASCO, fast neu, neue Reifen, tip top in Schuss, brachte Mutter Vater und Twins gut 4.000 km ohne Zwischenfall durch den Norden Namibias.

Es hatte sehr wenig geregnet. Die Wasserstellen waren gut besucht. Die Malariagefahr gering und der Weg nach Norden und in die Vleis frei.

Also los.

Gepackt war alles. Nur 3 Taschen für 4 Personen. Gefüllt mit Petroleumfunzel (aus nostalgischen Gründen) Stromwandler, Zeichenstiften, -blöcken, Kinderbüchern, IPad, und unglaublich viel anderem Zeug. Für Papa eine Hose, ein paar Unterhosen und T-Shirts. Na ja ich bin ja schon verheiratet.

Der Flug ab Frankfurt musste erreicht werden. Kinder in Hektik und Panik aus der Schule geholt. Oma hat noch eine gute Suppe gemacht und beim Abschied geheult wie ein Schlosshund, als ob wir von den „Tigern“ aufgefressen werden würden.

Frankfurt liegt sehr abgelegen wenn man aus dem Allgäu kommt. Vollgas mit der Familienkutsche, 3 und eine halbe Stunde Fahrtzeit. Parkplatz vorgebucht, alles ist gut gegangen.

Am Online-Eincheckschalter gab es eine kleine Schwierigkeit, es dauerte ewig, anscheinend war irgendein Computer defekt. Manche haben sich darüber sehr aufgeregt obwohl für alle der Flieger zur selben Zeit ab geht und keiner auf den Flügel sitzen musste.

Auch die Sicherheitskontrollen sind im Gegensatz zu München wohltuend freundlich und angenehm. Zu meiner „schweren Enttäuschung“ wurde ich ausnahmsweise – trotz umfangreichster Fotoausrüstung – nich twie üblich gefilzt.

Der Flug hat sich um 20 Minuten verschoben, angeblich musste noch „getankt“ werden aber darauf kommt es nicht an. Das Personal war außerordentlich freundlich und nett, der Flug ausgebucht. Bestenfalls waren noch drei Sitze frei. Zur Maschine, ein alter Airbus, gab es aber keine Beanstandungen. Wenn man mal mit einem Gastarbeiter-Airbus von den arabischen Emiraten nach Manila geflogen ist, weiß man was enge Sitzabstände sind, Air Namibia ist da voll ok. Der Flug selbst mit zwei Kindern war auch kein Problem. Sie saßen hintereinander. Mein Sohnemann hat sich schön breit gemacht und die ganze Nacht durchgeschlafen, das kann man von Papa nicht sagen.

Ankunft in Windhoek pünktlich zur Sekunde. Die übliche Auskunfterei an der Passkontrolle nervig ohne Ende aber auch völlig bedeutungslos, da das Gepäck natürlich seine Zeit braucht bis es auf dem Fließband liegt. Alle Gepäckstücke waren gut angekommen und der Shuttle-Service von Asco Car Hire wartete schon. Mit uns noch vier oder sechs andere Leute, das ganze Gerümpel in den Anhänger hinein und dann ab nach Windhoek. Zugegebenermaßen alle leicht übermüdet und gereizt aber die schöne Landschaft macht alles wieder wett.

Fortsetzung folgt....
Themenstarter282 Beiträge · seit 201229. Jan. 2014 · #15
Zur ersten Übernachtung ging`s in die Villa Moringa in Windhoek. Das ist ein gepflegtes Anwesen, nur acht Minuten vom Stadtzentrum entfernt, aber in absoluter Ruhe, ohne jegliche Störung. Die üblichen Sicherheitsbaumaßnahmen sind natürlich vorgesehen, wie Elektrozaun, das ist für einen Zentraleuropäer immer wieder ungewohnt. Der Swimming-Pool wurde von beiden Kindern sofort genutzt.

Der abgemachte Transfer am nächsten Tag um 10:00 Uhr zur Übernahme unseres Autos bei Asco Car Hire klappt pünktlich. Es ist Independence Day, deshalb ist bei Asco fast nichts los. Unser Geländewagen ist ein riesiger Toyota Landcruiser HZJ 76 mit vollem Camping Equipment für vier Personen. Das Fahrzeug ist fast neu und hatte gute neue Reifen. Sicherheit pur für die Kinder.

Wir holten die restliche Crew samt dem gesamten (!) Gepäck für 6 Leute von der Villa Moringa ab und konnten so ungefähr gegen 13:00 Uhr in Richtung Spreethooge Paß losfahren. Die Fahrzeit über Rehoboth bzw. Spreethooge Pass ist m. E. fast gleich lang. Der Spreethooge Paß ist jedoch landschaftlich viel schöner. Bei etwas Regen und Gewitter verbreitete sich eine unwirkliche Stimmung am Paß. Die Fahrt selber war selbst bei sechs Insassen stressfrei und wir kamen noch rechtzeitig bei Tageslicht zum Desert Camp.

Die Lodge hat eine exklusive schöne Lage. Sie liegt völlig ruhig und einsam an einem kleinen Berg vor Sesriem. Die Campingzelte sind schlicht, sauber und praktisch eingerichtet.


Fortsetzung folgt....
Themenstarter282 Beiträge · seit 201229. Jan. 2014 · #16
Zum Abendessen fuhren wir in die Sossusvlei Lodge.

Dann die erste Übernachtung unter dem Vollmond, es war herrlich. Für Poldi und Papa aber relativ kurz weil wir unbedingt am nächsten Tag in der Früh eine erste Erkundungsfahrt in die Dünen machen wollten.

Gesagt, getan.

Früh aufgestanden zum Ärgernis der noch Schlafenden ging die Alarmanlage im Auto los, wie ungeschickt....

An der Tankstelle ließen wir die Luft entsprechend dem anstehenden "four wheel ride" in den Dünen ab und tankten vorsichtshalber mal 30 Liter nach. 

Dann ab die Post, los in die Dünen hinein. Leider war das Fotolicht schlecht, eine Erkundung war es trotzdem wert. Poldi (9) war stolz, dass er den Landcruiser in der 4&4 Strecke lenken durfte.

Dabei halfen wird noch einen Hilux, dessen Vorderachsantrieb gebrochen war, aus den Dünen herauszuschleppen.

Rechtzeitig zum Campwechsel holten wir die Restcrew ab. Ein kurzer Zwischenstop im Sossusvlei Restaurant zur Registration. Dann fuhren wir die Kapstädter in ihre super Luxusunterkunft im Park für die nächste Nacht.

Eine aberwitzig gelegene Lodge auf Holzstelzen, ganz in natürlicher Bauart mit Zeltplanen, unwahrscheinlich schick ausgestattet. Dort verbrachten wir den Nachmittag, es war sehr heiß. Die Familie genoss den Pool.

Es kam die erste Campingnacht in den Dachdoppelzelten. Nach ein paar Anfängerproblemen beim Zeltaufbau klappte letztendlich alles bis auf das Feuer machen. Den damit beauftragten Kindern gelang nur die Rauchproduktion. Heutigen Kindern muss man noch beim Zündeln helfen... Abendessen, Burenwurst mit Tomatensoße und Zwiebelstückchen, dazu Salat. Ein guter Weißwein beendete den Abend mit einigen netten Aufnahmen des Sternenhimmels. 

Wir mussten am nächsten Tag sehr früh raus. Als Abholzeit war mit den Kapstädtern 5:30 Uhr ausgemacht. Zelte abbauen, Gestänge verstauen, Kocher verräumen, nichts liegen lassen. Wir hatten ein Sonder-Permit um den Sossusvlei Park vorzeitig betreten zu dürfen. So klappte das Rendezvous mit 15 Minuten Verspätung.

Ab zu den Dünen. Es dämmerte schon leicht. Am Vortag hatte ich mich an die Geschwindigkeitsregelung so einigermaßen gehalten. Nachdem mich sogar ein Reisebus überholt hatte…heute nicht mehr. Wir waren recht flott unterwegs; stoppten bei „der“ großen Düne und machten die obligatorischen Sonnenaufgangsfotos. 


Nach gefühlten 1.000 Aufnahmen fuhren wir zum Vlei an sich. Dort gab es ein Frühstückspicknick in faszinierender Umgebung.

Gegen Mittag ging es zurück zur Tankstelle um die Reifen wieder aufzublasen und immerhin wieder 67 Liter zu tanken. Der Jeep - verständlich bei dem Luftwiderstand und der Gewichtsbelastung – verbraucht fast 16 Liter auf 100 Kilometer.

Über Solitaire ging es weiter Richtung Rostock Ritz.

Rostock Ritz ist eine aberwitzig gelegene Unterkunft, hat einen toll gelegenen Pool und wunderbare Steinchalets gebaut im Stil von Eskimo-Iglus. Dort werden wir heute alle zusammen Abend essen und wir vier Allgäuer werden in einem völlig abgelegenen wunderschönen Campingplatz ganz allein und isoliert campen.

Leider konnten wir keinen Schlusstrunk nehmen da die Gattin zum Aufbruch drängte. Wir mussten einige Zeit nach der Camp Site suchen. Oh, wir waren die einzigen Gäste, neben uns die Campingplätze waren leer. Es handelt sich um mit Bast oder Schilf abgetrennte Abteile die jeweils mit einer Feuerstelle versehen sind. In der Nacht sahen wir nicht sehr viel und dachten, die Sanitäranlagen lägen oberhalb der Camp Site und man muss bergauf steigen, deswegen putzten wir unsere Zähne und wuschen unsere Gesichter und Füße an dem kleinen Wasserhahn, mit dem jedes Abteil versehen ist. Der Zeltaufbau ging schon routinierter und Lucia & Poldi schliefen zu unserer Überraschung in ihrem eigenen Zelt obwohl wirklich rundherum niemand, aber absolut niemand, war. Es gab nur reine Wildnis.

Am nächsten Morgen gings früh los, räumten das Fahrzeug auf und machten alles sauber. Dann ging der 1. Abschitt zu Ende. Die Kapständer mussten heim.

Fortsetzung folgt....
Themenstarter282 Beiträge · seit 201230. Jan. 2014 · #17
Ja die Kapstädter waren auf dem Heimflug. Und unser Familienabenteuer in den Norden begann. Der Trip Windhoek / Etosha ist reines Kilometerabspulen, d.h. Teerstraße fahren.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann 3,2 km vor dem Andersson Gate die heutige Übernachtung im Etosha Village Camp. Das ist ein Camp mit tented Camping Sites, also für uns "Camper" Luxus, ausgerüstet.

Am nächsten Morgen ging es über das Andersson Gate nach Okaukuejo. Wir bekamen den Campingplatz 28 den wir uns selbst ausgesucht hatten und mit einer mit spärlichem Grün versehenen Akazie beschattet ist.

Die Sensation war die Wasserstelle. Dort sahen wir sofort insgesamt fünf Nashörner und schon am Nachmittag fünf Elefantenbullen.

Am nächsten Tag standen wir früh auf und machten einen Game Drive. Der hat sich voll gelohnt. Mitten auf der Straße vor Olifantsbad stießen wir auf einen jungen Löwen mit prächtiger Mähne, der sich mit seinem Bruder, der in Olifantsbad an der Wasserstelle lag, brüllend unterhielt. Das war ein eindrucksvolles Erlebnis. Der Löwe brüllte so laut, wir waren ja nur sechs Meter entfernt, dass das Auto innen vibrierte.

Auf dem Weg nach Halali und konnten wir noch das eindrucksvolle Bild des Leoparden schießen. Neben weiterem Viechzeug wie Giraffen und Zebras im Überfluss war der Vormittag schnell wieder rum. Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir in Okaukuejo am Swimmingpool.

Am nächsten Tag ging es von Okaukuejo ins Dolomite Camp. Die Fahrt dorthin ist sehr lang, fast 190 Kilometer durch ein völlig unberührtes Gebiet Afrikas. Wir sahen eine unglaubliche Menge von Springböcken und Zebras, ein paar Giraffen und eine abwechslungsreiche Landschaft. Vom Buschland über Baumbestand, alles vorhanden. Es war größtenteils sehr flach und übersichtlich. Der Wildbestand wechselte von großen Herden und dann kilometerweit wieder kein Tier. Zwei- oder dreimal sahen wir Elefanten.

Das Dolomite Camp liegt auf einem großen langgestreckten Hügel. Die Bungalows sind so angebracht, dass es von der Ferne eigentlich unmöglich erscheint, dort Gepäck hinaufzubringen. Die Lösung, das Gepäck wird mit einem kleinen Golf Caddy transportiert. Die Bungalows sind mit einer betonierten, mit Naturstein gepflasterten Fahrbahn verbunden. Links und rechts sind Lampen angebracht, das Camp ist unfenced. Wilde Tiere haben jederzeit Zutritt. Für Besucher ist das Fortbewegen außerhalb der Tageslichtzeit ohne Begleichschutz verboten.

Das Camp kann jeden Vergleich mit den Sossusvlei Camps standhalten. Selbst die luxuriöseste Unterkunft dort ist kaum besser. Der Ausblick ist berauschend. Die Bungalows sind zweckmäßig eingerichtet, zwei King Size Betten mit Moskitonetz, einer Veranda mit Glastür. Die Wände aus Zeltplanen, das Bad komplett mit Dusche, WC, einem styling Waschbecken, riesigem Spiegel, eine einfach klasse Sache. Alles aus natürlichen Materialien und perfekt designt.

Am Abend steigerte sich das Elefantengebrüll. An der Wasserstelle, die ziemlich weit entfernt ist, hatten sich mindestens 30 bis 40 Elefanten in Gruppen versammelt.

Im Dolomite Camp genossen wir den Luxus, dass die Kinder einen eigenen Bungalow bewohnten . An sich hatten wir erwartet, dass sie Angst hätten alleine zu schlafen aber das war nicht der Fall. Ganz im Gegenteil – sie waren stolz und glücklich. Sie rannten auch alleine die Strecke zu dem "horizontlosen" Pool hin und her.


Fortsetzung folgt nun mit Bildern gleichauf......
Themenstarter282 Beiträge · seit 201231. Jan. 2014 · #18
Ein paar Bilder zum Dolomite Camp...

h362df9f.jpg

Vorne die Wasserstelle und hinten der Bungalow-Hügel.


h3eacd0f.jpg

Von dort der Blick auf die Wasserstelle zurück.

Ein paar Besucher der Wasserstelle:

hd50ebb6.jpg


h9f28825.jpg


h86e36ed.jpg


h35b8288.jpg


h59be2f6.jpg


hab9f597.jpg
Themenstarter282 Beiträge · seit 201231. Jan. 2014 · #19
Und weitere Bilder der "Besucher"
he8c2aba.jpg


h90fed7a.jpg


und weitere "Besucher"

hf54167b.jpg


Ein schönes Camp.

h2aa96f4.jpg


ha9060e0.jpg



Wenn es dem einen oder anderen zu wenig Fotos sind, einfach schreiben. Ich machte erinnerlich rund 6.000. Davon waren rund 500 verwertbar.
Themenstarter282 Beiträge · seit 201202. Feb. 2014 · #20
Hm, schon wieder Probleme beim Hochladen. Ein paar Bilder zu Versuchszwecken.


haeb9733_2014-02-02.jpg


Geht doch.

Also weiter. Nächster Reiseabschnitt: Dolomite - Opuwo - Epupa.


h5f9097c.jpg


h186e89e.jpg


h8462b0b.jpg


In Opuwo wurde getankt, eingekauft und Geld abgehoben. Alles trotz Ostersonntag ohne größere Probleme. Nur Poldi wollte nicht in Opuwo übernachten, er ist sehr ordnungsliebend. Gut, dann trotz fortgeschrittenen Nachmittages auf nach Epupa.
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2014