Alternativen - 1000 Versionen

14 Antworten · 1'840 Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2014 von Biologe
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Themenstarter1'162 Beiträge · seit 201205. Jan. 2014 · #1
Hallo an alle, die sich mit Routenanfragen beschäftigen,

das ist ja fast alltäglich, dass Routenanfragen auftauchen., vor allem von "Neulingen".
Diese haben sich etwas ausgetüftelt und haben Fragen dazu.
Und dann werden von den Beantwortern 1000 Alternativen vorgeschlagen, ohne dass (meist) ein Grund genannt wird, warum die ausgetüftelte Route des Fragestellers abzulehnen ist.
Der Fragesteller erhält zig Antworten, jede enthält zumeist unterschiedliche Vorschläge. Wie soll der Neuling das unter einen Hut bringen? Sagt ihm doch, wo er nach Eurer Meinung einen Denk- und Planungsfehler macht und begründet Eure Änderungsvorschläge. Das kostet etwas mehr Arbeit, wird aber sicherlich sehr hilfreich sein. Und, jeder hat doch so seine eigenen Vorstellungen. Ihr habt alle sehr viel Erfahrung, aber, wenn ich mir die sehr unterschiedlichen Variationen anschaue, dann erkenne ich die differenzierten Vorlieben. (Bei völlig irrwitzigen Anfrage [2 Wochen Zeit und 5.000 km Strecke] werden ja schon meist Gründe genannt, die auf der Hand liegen.)
Ich war jetzt nur 5x in Namibia (22 Wochen, ca. 23.000 km) und habe alles alleine geplant. Lediglich bei einer Unterkunft war es ein "Griff ins Klo"; da hätte ich mich vielleicht im Forum informieren sollen, aber zu der Zeit wusste ich von dem Forum noch nichts.
So frage ich mich auch, warum der Waterberg immer wieder als "Negativziel" abgelehnt wird. Ich war schon 2x dort, habe immer noch nicht alles gesehen, finde ihn toll, und wenn möglich besuche ich ihn nochmals! Aber das ist reine Geschmackssache!

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
4'129 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #2
Hallo, Biologe!

Du fragst dich, wie die Fragenden die vielen unterschiedlichen Ratschläge unter einen Hut bringen sollen?
Ganz einfach: Mit ihrem denkenden Köpfchen unter demselben.
Es sind keine Kinder, die wir hier betreuen sondern hier gehen Tipps und Ratschläge von Fomis an Reisewillige, die durchaus eigene Vorstellungen haben/oder haben sollten.
ALLE Ratschläge hier, können nur individuell dem einzelnen Fomi und seinen Vorlieben entspringen – wir sind kein Reisbüro. Auch wenn hier im Forum sogar einige Profis nicht mit Infos geizen!!

Nebenbei ist es bei den oft sehr allgemein gehaltenen Fragen eh fast unmöglich eine konkrete Antwort zu geben und eine Beratung bleibt daher zwangsläufig im Bereich der „Be-Raterei“ – und das liegt durchaus auch mitunter an der Bequemlichkeit und Uninformiertheit des Ratsuchenden. Man merkt in den Fragen schon sehr deutlich, wer sich eingehend mit seinem Thema beschäftigt hat.

Allerdings könntest du dich in der von dir angestrebten Weise hier beratend engagieren. Das wäre dann vorbildlich, in deinem Sinne.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
1'287 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #3
Biologe schrieb:Sagt ihm doch, wo er nach Eurer Meinung einen Denk- und Planungsfehler macht und begründet Eure Änderungsvorschläge.
Hallo Biologe,

hier liegt aus meiner Sicht aber genau das Problem. In den meisten Fällen sind es ja keine "Fehler" die der Fragende macht sondern er oder sie planen einfach eine Reise die ich so nicht machen würde. Ich kann dann nur einen Vorschlag nach meinem "Geschmack" machen. Aber hier sind wir eben zu 100% im Bereich der persönlicher Vorlieben und auch unterschiedlicher Bedingungen.

Beispiel:
Da ich nun schon einige Male in Namibia war kann ich es mir eben auch "leisten" sehr langsam unterwegs zu sein und im Nachhinein kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich meine erste Reise (in drei Wochen alles gesehen) überlebt habe. Dennoch hätte ich wohl die erste Reise nicht anders geplant, weil ich damals alles sehen wollte. Mittlerweile finde ich es sehr schön mehrere Tage an einem Ort zu bleiben und dafür Sachen wegzulassen. Andere finden das bestimmt total langweilig.

Somit kann ein Rat bzgl. eine geplanten Route von mir ja nur ein Vorschlag sein wie ich es machen würde. Ein richtige bzw. falsche Route durch Namibia gibt es nicht. Der Fragende sollte (so wie lillytrotter bereits bemerkte) in der Lage sein die Antworten entsprechend für sich zu bewerten.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
5'538 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #4
Hallo Michael,

Deine Überlegung habe ich auch schon so manches Mal angestellt. Denn die Leute, auch die Neulinge, die eine Route einstellen, haben sich vorher eine ganze Menge dabei gedacht, bevor sie sich für die eingestellte Route entschieden haben. Deshalb versuche ich - wenn es keine zu allgemeine Anfrage ist oder wenn die Gedanken mir nicht absolut irrwitzig erscheinen - möglichst auf den Verfasser der Route einzugehen. Aber dabei kommen dann doch immer wieder zusätzliche/andere Dinge ins Spiel.

Beispiel: Lüderitz - eine Stadt, die es nicht verdient hat, nur mal eben von Aus aus angefahren zu werden. Es gibt dort so viel zu sehen, dass man einfach mehr Zeit als einen halben Tag aufwenden muss. Oft kommt die Frage nach Lüderitz und dann wird den Anfragenden gesagt "Fahrt nach Aus ins Eagles Nest und macht von dort aus einen Tagesausflug nach Kolmannskuppe und Lüderitz". Ein aus meiner Sicht nicht sehr guter Vorschlag, denn man hat er nichts von dem wunderbaren Flecken Eagles Nest, denn - wenn man ihn bucht - sollte man ihn auch in Ruhe genießen und dort mal einen ganzen Tag mit der näheren Umgebung verbringen und maximal noch zu den Wildpferden fahren. Und von Lüderitz hat man auch nicht viel - weder die Bootsfahrt zu den Pinguinen, noch den Ausflug zum Diaz Point oder dem Achate Strand, noch hat man etwas vom Sperrgebiet gesehen.

Carl hat ja Recht, dass wir immer Vorschläge nach unserem Geschmack machen, aber wir sollten doch - wie ich eingangs schon sagte - bedenken, dass sich der Verfasser des Threads eine Menge Gedanken gemacht hat, bevor er "seine" Route ins Netz gestellt hat und wir sollten deshalb in erster Linie auf diese Routenführung eingehen.

Wenn natürlich die Anfragen - wie gerade in den letzten Tagen einige - sehr allgemeine gehalten sind, dann kann man ja seinen eigenen Ideen freien Lauf lassen. Der Empfänger wird sich dann schon melden, wenn er dazu noch Fragen hat oder weitere Anregungen braucht.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
3'700 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #5
Hallo,
Der Fragende sollte (so wie lillytrotter bereits bemerkte) in der Lage sein die Antworten entsprechend für sich zu bewerten.
Und meiner Ansicht nach, sollte sich der Fragende mittels mehrer, verschiedener, guter Reiseführer über sein Wunschreiseland informiert, diverse sehr informative Reisebericht im Forum gelesen und eine Papierkarte studiert haben. Dann kristallisieren sich doch recht schnell Wunschdestinationen heraus. Die Fahrzeiten und Routen lassen sich prima am heimschen PC via T4Africa und Basecamp oder in Google Maps vorab analysieren und auf Machbarkeit hin überprüfen.

Für die Feinabstimmung kann man dann den ersten Tourentwurf unter Angabe der Reisezeit, Dauer, Anzahl der Mitreisenden, Budget, Unterkunftsvorlieben, Mietwagen etc. ins Forum stellen.

Solche Anfragen wie: "Wir möchten im Sommer nach Namibia, habt Ihr Tricks und Tipps für uns?" halte ich schon für ein wenig frech! Allerdings muss ich auch nicht darauf antworten!

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
3'700 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #6
Lieber Gerd,
bedenken, dass sich der Verfasser des Threads eine Menge Gedanken gemacht hat, bevor er "seine" Route ins Netz gestellt hat und wir sollten deshalb in erster Linie auf diese Routenführung eingehen.
Das sehe ich leider oft in der letzten Zeit anders. 😵

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
5'538 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #7
Liebe Marina,

Das sehe ich leider oft in der letzten Zeit anders.

da hast Du ganz Recht - siehe auch mein letzter Absatz. Ich sehe aber auch, dass immer mehr Leute in der letzten Zeit ihre Reisen sehr kurzfristig planen (müssen?) und da akzeptiere ich es dann auch gerne, dass sie schon im Anfangsstadium ihrer Planung Fragen an uns richten.

Für die Feinabstimmung kann man dann den ersten Tourentwurf unter Angabe der Reisezeit, Dauer, Anzahl der Mitreisenden, Budget, Unterkunftsvorlieben, Mietwagen etc. ins Forum stellen.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Anfrager sich schon so intensiv mit ihrem Urlaub beschäftigt haben, dass es nur noch der Feinabstimmung bedarf, dann sollten wir uns umso mehr an die eingestellten Routenvorschläge halten. Denn sonst werden sie durch die Vielzahl der ganz von den ursprünglichen Ideen abweichenden Vorschläge verwirrt. Und dann sollten wir - wie B./Michael geschrieben hat - diese Abweichungen auch begründen, damit der Threadverfasser weiß, warum wir das anders sehen.

Ich wünsche Dir und allen anderen Fomis noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
211 Beiträge · seit 201305. Jan. 2014 · #8
Als Neuling, der auch schon einige Streckenfragen gestellt hat, versuche ich mal, die andere Seite wiederzugeben.

Ich war bislang einmal in Namibia, damals kannte ich dieses Forum nicht. Ich habe die Tour anhand eines Stefan Loose Reiseführers und Google Maps geplant und sie war großartig. Mein Mann, den ich damals quasi gezwungen hatte , Camping Urlaub in Namibia zu machen, spricht nun vom schönsten Urlaub seines Lebens - und er ist schon viel gereist!

Wir hatten damals 13 Tage und sind von WDH folgende Strecke gefahren:
1x Waterberg
3x Etosha
1x Ugab/Fingerklips
1x Henniesbay (wir kamen nicht mehr bis Swakopmund, weil wir an der Skelettküste zu viel Zeit vertrödelt hatten)
1x Sesriem
1x Lüderitz
1x Kolmannkuppe
1x Fish River Canyon
1x campen in der Wildnis
1x Oanob
1x WDH

Insgesamt sind wir ca. 4200 km gefahren und es war großartig! Ärgerlich war eigentlich nur, dass wir für Swakopmund nur ca. 2 Std. hatten. Dafür haben wir das Highlight unserer Reise, die Skelettküste, ausgiebig genossen! Viele von den Fomis hier finden sie langweilig und schlagen sie gar nicht vor bzw.. raten ab. Für mich war sie mit ihrer Geschichte und der Wucht der Natur jedoch überwältigend! Oft sind wir ausgestiegen und haben den Strand erkundet. Bei unserem nächsten Besuch im Februar ist eine Übernachtung in Terrace Bay fest eingeplant!
Für Etosha waren 3 Nächte schon zuviel. Mein Mann ist nicht so der Tierchen Gucker und hat sich nach dem 2. Tag bereits gelangweilt.

Wir hatten überhaupt kein Problem damit, überall nur 1 Nacht zu bleiben, weil der Weg unser Ziel war. Warum soll ich 2 Nächte an einem Ort bleiben und von dort aus Ausflüge machen, wenn ich diese Ausflüge auch in die Strecke zu meinem nächsten Ziel einbauen kann? Klar kann ich viele organisierte Ausflüge wie z.B. Living Desert nicht mitmachen, aber das nehme ich beim ersten Besuch gerne in Kauf. Bei der Planung meiner Tour im Februar würden die meisten von Euch wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und mir mit diversen anderen Vorschlägen kommen 🙂

Carls Antwort spricht mir als Namibia Neuling aus der Seele! Wenn ich zum ersten Mal dort bin, möchte ich möglichst viel sehen, um das Land kennenzulernen. Wenn ich es dann nach der 2.-3. Reise schon einigermaßen kenne, kann ich mich bei den nächsten Reisen auf die Flecken konzentrieren, die ich näher entdecken möchte. Wenn ich das alles hinter mir habe, kann ich mir überlegen, ob ich den Flecken eine 2. Chance geben möchte, die mir beim ersten Mal nicht so gefallen haben.
Lüderitz z.B. fand ich furchtbar, da würde ich so schnell nicht wieder hinfahren. Gerd findet die Stadt super, weil er sich nach seinem x-ten Aufenthalt doch einmal näher mit ihr beschäftigt hat.

Es ist eben etwas anderes, ob ich ein Land neu kennenlernen will, oder ob ich schon öfter da war. Meiner Meinung nach vergessen die meisten Fomis hier ihre Anfänge und versuchen den Neulingen ihre persönlichen Highlights ans Herz zu legen, während sie von Punkten, die ihnen selber nicht so gefallen, abraten. Wenn ich mir als Neuling all Eure Ratschläge und Tipps zu Herzen nehmen würde, müßte ich min. 6 Wochen im Land im bleiben. Als Arbeitnehmer hab aber nur 2 bestenfalls 3 Wochen, aus denen ich das Beste machen muss. Da helfen mir Ratschläge wie "für Etosha 5 Nächte" und "für Namib Naukluft min. 3 Nächte" nicht wirklich weiter. Da ist der halbe Urlaub ja schon um!

Vielleicht liegen diese Vorschläge aber auch daran, dass sie von Leuten kommen, die mit dem Auto von Lodge zu Lodge fahren. Da kann ich mir schon vorstellen, dass es nervig ist jeden Tag die Klamotten wieder ein- und auszupacken. Als Camper habe ich mein Zuhause jedoch immer dabei. Das Dachzelt muss ich für Erkundungsfahrten sowieso abbauen, da kann ich doch auch weiterziehen?!

Die Fragen, die ich hier gestellt habe, bezogen sich immer auf einzelne Abschnitte der Reise und waren ziemlich konkret. Teilweise so konkret, dass sie mir keiner beantworten konnte 😉
Lustig fand ich allerdings, als ich um Rat bei bei 3 Wahlmöglichkeiten bat, mir plötzlich die 4. und 5. Alternative genannt wurde. 🙂 Das ist zwar sehr nett, hilft mir aber nicht weiter... Oder als ich angepampt wurde, ich solle meine Hausaufgaben doch bitte allein machen...

Aber das ist in Foren wohl so. Durch aufmerksames Lesen hat man schnell raus, wer die Trolls sind, wer wirklich hilft, wer stänkert und wer nur eigene Highlights vorstellt und nicht so auf den Fragesteller eingeht. An dieser Stelle mal ein großes Lob an Gerd1942: Du bist sehr aktiv mit Beiträgen, gibst unermüdlich immer wieder hilfreiche Tipps und berichtest von Erfahrungen, heißt (fast) jeden Neuen hier willkommen und gehst sachlich und objektiv auf die Fragestellungen ein. Vielen Dank dafür!!!

So, das war nun ein langer Text. Was ich zusammenfassend sagen will: versucht Euch an Eure Namibia-Anfänge zu erinnern und überfordert die Neulinge nicht mit zu detailliertem Überschwang!

DANKE!!!

Edit: mein Text hat sich mit Gerds überschnitten. Er sagt genau das, was ich meine. Und für dieses Verständnis für die Neulinge, sage ich "Danke!"
Wie kann man Namibia nicht lieben?
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
915 Beiträge · seit 201005. Jan. 2014 · #9
Hallo zusammen,
hallo Gerd, Du schreibst u.a.:
"Deine Überlegung habe ich auch schon so manches Mal angestellt. Denn die Leute, auch die Neulinge, die eine Route einstellen, haben sich vorher eine ganze Menge dabei gedacht, bevor sie sich für die eingestellte Route entschieden haben"
Wenn ich mir die aktuellen Anfragen der vergangenen Tage anschaue, habe ich eben gerade nicht den Eindruck, dass sich die Fragesteller/innen im Vorfeld mit dem Land in das sie reisen wollen hinreichend befasst haben !!
Vielmehr drängt sich mir häufiger das Gefühl auf, dass das Forum für die Ausarbeitung kompletter Reisepläne herhalten soll !!
Das kann nicht die Aufgabe dieses Forums sein. Du gibst Dir in dieser Hinsicht (dankenswerterweise) immer wieder besonders viel Mühe.

Ich sehe es u.a. wie Marina und lilytrotter in ihren und den anderen Beiträgen zu dem Thema und würde mir deutlich mehr Eigeninitiative der Fragesteller wünschen !!!
Mit einer oberflächlich-pauschalen Frage nach Tipps und Tricks oder Lodgempfehlungen, für Routen die noch nicht einmal feststehen kann ich kaum sinnvolle Antworten geben und versuche es dennoch immer wieder auf's Neue.

Mitunter bekommt man von den Fragestellern nicht einmal eine Reaktion !

hallo Biologe,
Du hast speziell den Waterberg angesprochen. Ich bin selbst da gewesen und halte ihn für ein lohnendes Reiseziel. Wenn jemand Namibia allerdings zum ersten Mal besucht und sich dafür möglicherweise kaum 2 Wochen Zeit nimmt (oder nehmen kann), sehe ich ihn nicht als ein Muss an und weise daher lieber auf andere und (aus meiner Sicht) lohnendere Ziele hin. Am Ende entscheidet jd.für sich selbst.
Da möchte ich Carl und seinem Beispiel (Lüderitz betreffend) voll zustimmen.

Soviel zu meiner ganz persönlichen Sicht der hier angestossenen Diskussion.
Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
3'700 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #10
Lieber Gerd,
Ich sehe aber auch, dass immer mehr Leute in der letzten Zeit ihre Reisen sehr kurzfristig planen (müssen?) und da akzeptiere ich es dann auch gerne, dass sie schon im Anfangsstadium ihrer Planung Fragen an uns richten.


Die vielen kompetenten Fomis investieren doch auch viel Zeit in die Beantwortung der Fragen. Und das sogar für völlig fremde Menschen, an denen sie nicht einen Cent verdienen.

Wenn Reisende keine Zeit haben, sich mit Land, Unterkünften, Routen, etc. zu beschäftigen, haben sie auch ganz sicherlich nicht die Zeit, dies aufwändig selbst zu buchen. Für Nambia- oder Afrika-Neulinge gibt es kompetente Reise- bzw. Buchungsbüros. Dort bekommen sie alles aus einer Hand. Mir tun die armen Mitarbeiter der Buchungsbüros wirklich leid, wenn der kurzfristig Reisende und Ratsuchende jede Stunde anruft oder emailt, dass er aufgrund des Namibia-Forums eine Unterkunft, den Mietwagen oder ähnliches umgebucht bekommen möchte. Eva wird auch ein Lied davon singen können!

Im übrigen bezog ich mich nicht auf Reisende mit gut ausgearbeiteten Routen, bei denen man sofort sehen kann, dass sie sich belesen haben.

Günther Franz, Du sprichst mir aus der Seele!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
Themenstarter1'162 Beiträge · seit 201205. Jan. 2014 · #11
Ich danke Euch allen für die doch recht positiven Reaktionen auf meinen Beitrag, und vor allem bin ich froh, dass er so verstanden wurde, wie ich ihn gemeint habe.
Es ist ein komplexes Thema und nicht mit 3 Sätzen abzuhaken. Jedem vorgetragenen Argument kann ich folgen und auch akzeptieren. Und, was ich überhaupt nicht will (bzw. wollte) ist, dass der Eindruck entsteht, ich fände diese Ratgeberfunktion nicht gut. Im Gegenteil! Was da teilweise an Hilfestellung geleistet wird finde ich enorm und bewundernswert.
Was @Gerd zu Lüderitz schreibt ist völlig richtig, und ob ich, nach @Günters Meinung, als Neuling des Waterberg auslassen kann ist reine Geschmackssache. Ich hatte seinerzeit als Neuling den Waterberg als letzte Station (Verschnaufen nach der Tour) vor WDH eingeplant und fand das ganz prima. Der Flug geht abends, und wenn man nach dem Frühstück in aller Ruhe aufbricht, erreicht man Windhoek völlig entspannt und hat noch so ein kleines Highlight zum Abschluss. Aber solche Möglichkeiten gibt es natürlich unendlich viele. Habe jetzt z.B. die River Crossing Lodge entdeckt.
Natürlich ist das Forum kein Reisebüro, und Anfrage wie: " habe keine Ahnung, nun gebt mir mal Tipps", grenzen schon an Unverschämtheit. Da sind wir uns wohl alle einig.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag
beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
5'538 Beiträge · seit 200805. Jan. 2014 · #12
Danke, Michael, für die spannende Diskussion, die Du da angestoßen hast. Vor allen Dingen finde ich es doch sehr interessant, von welchen unterschiedlichen Standpunkten aus wir Dein Thema aufgefriffen haben.

@ Günter:

Wenn ich mir die aktuellen Anfragen der vergangenen Tage anschaue, habe ich eben gerade nicht den Eindruck, dass sich die Fragesteller/innen im Vorfeld mit dem Land in das sie reisen wollen hinreichend befasst haben !!

Da hatte ich ja in meinem letzten Absatz - siehe meine Antwort an Marina - schon selbst darauf hingewiesen.

Aber ich sehe das so, dass nicht nur wir "alten Hasen" unterschiedlich an die Dinge rangehen, sondern gerade oder erst Recht auch die Neulinge. Und was das Lesen von Reiseführern angeht, habe ich an mir selbst die Erfahrung gemacht, dass ich vor der ersten Reise in ein fremdes Land so gut wie nie in einen Reiseführer gesehen habe. Ich habe mir vielmehr - als es dieses Forum und vor allen Dingen Internet noch nicht gab - die Kataloge von den Reiseveranstaltern (vor allen Dingen den Veranstaltern im Zielland) kommen lassen und mich dann an den schönen Bildern berauscht. Dann habe ich mir anhand der Bilder gesagt - ja, da will ich auch mal hin und dann bin ich bei meiner ersten Reise auf Verdacht los. Ein grober Plan, das war es. Warum? Weil ich so viel wie möglich mitnehmen wollte von der Landschaft. Erst wenn es mir bei meiner ersten Reise so gut gefallen hatte, das ich beschlossen habe wiederzukommen, habe ich mir für die Planung der nächsten Reise einen Reiseführer gekauft. Denn jetzt hatte ich einen Bezug zu dem Land und habe mich viel besser mit dem Inhalt des Reiseführers auseinandersetzen können. Und ich habe hier eine Menge Anfragen gesehen von Leuten, von denen ich vermute, dass sie ähnlich denken und handeln wie ich früher. Und deshalb finde ich es auch nicht schlimm, wenn sich die Leute nicht erst an das Forum wenden, wenn die Reise schon bestens vorbereitet ist und es nur noch um das Feintuning dreht.

@ Marina:

Für Nambia- oder Afrika-Neulinge gibt es kompetente Reise- bzw. Buchungsbüros.

Richtig, liebe Marina, aber wie sollen die Neulinge erkennen können, ob ein Reisebüro wirklich Afrika-Erfahrung hat? In vielen deutschen Reisebüros findest Du "Spezialisten", die mal auf einer gesponsorten Einführungstour von DER oder TUI oder wem auch immer waren und die jetzt glauben, alles zu wissen. Was dabei herauskommt, haben wir in unserem Forum ja auch schon gesehen. Da werden Streckenabschnitte empfohlen, die man auf den guten Teerstraßen Südafrikas ohne weiteres schaffen kann, nicht aber in Namibia. Deswegen finde ich es gut, wenn Erstreisende sich ebenfalls hier schlau machen wollen.

Und deshalb habe ich auch nichts dagegen, (jetzt kommt Zitat Günter) dass das Forum für die Ausarbeitung kompletter Reisepläne herhalten soll !! Wer das nicht will, braucht doch einfach darauf nicht zu antworten, dann bitte aber auch nicht mit dem xten Verweis auf die Suchfunktion.

Natürlich bekommen wir nicht immer Feed back. Es wäre natürlich schöner, wenn es anders wäre. Aber ich mache das ja nicht unbedingt eines Feedbacks (oder auch Danke) willens, sondern weil es mir Spaß macht, meinen Wissensschaft aus vielen Reisen an Dritte weiterzugeben, um sie von "meinem" Namibia zu überzeugen.

Ich wünsche Euch Allen noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014
Themenstarter1'162 Beiträge · seit 201205. Jan. 2014 · #13
Lieber Gerd,

ich sehe das ganz ähnlich wie Du, gleiches gilt für Reiseführer, die ich für die erste Reise in eine unbekannte Region immer nur quer lese. So richtig informativ wird ein Führer für mich immer erst wenn ich schon Grundkenntnisse habe.
Herzliche Grüße an die jetzt wohl auch schon dunkle Atlantikküste
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
3'700 Beiträge · seit 200905. Jan. 2014 · #14
Lieber Gerd,

Du bist einfach zu gut für diese Welt (dieses Forum) und hinsichtlich Reiseberatung mit einer Engelsgeduld gesegnet!
aber wie sollen die Neulinge erkennen können, ob ein Reisebüro wirklich Afrika-Erfahrung hat?
Den Rat könnte man Ihnen ja hier im Forum geben.

Nichts für ungut. Ich musste meinem Herzen nur einfach mal Luft machen!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
915 Beiträge · seit 201005. Jan. 2014 · #15
Hallo Gerd,
ja, so gibt es halt die unterschiedlichsten Methoden sich auf eine Reise vorzubereiten. Das ist auch gut so. Ich bin halt ein Bücherwurm und diese Leidenschaft erstreckt sich auch auf das Studium von Reiseführern und Landkarten, mitunter selbst über Länder die ich vielleicht nie bereisen werde.
Die Vorbereitung einer Reise macht mir m.E. so viel Spass wie die Reise selbst. Ebenso die Nachbereitung, zu der ich in gewisser Weise auch die Diskussionen hier im Forum zähle.

Du schreibst:
"Aber ich mache das ja nicht unbedingt eines Feedbacks (oder auch Danke) willens, sondern weil es mir Spaß macht, "
Das geht mir ebenso. Wenn es mir keine Freude machte, würde ich es sein lassen. Dennoch freue ich mich stets über ein gewisses Feedback und halte das auch für legitim, ob oder wie die Anregungen angekommen sein mögen.

Nun, wir beide werden weder das Verhalten der Fragesteller noch das der Beantworter ändern können. Darum wünsche ich uns weiter viel Geduld (Du hast sie ja schon) und Toleranz für die Fragestellungen anderer !

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend und sende herzliche Grüße nach Swakopmund
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2014