helen schrieb:im Camp Porcupine kann man auch Stachelschweine erleben.
Ich war zwar noch nicht dort, aber ich kenne die Fotos von der Internetseite. Herzliche Grüße helen
Das Camp Porcupine mit seinen Stachelschweinen und dem tollen Abendessen, das Katrin aufgetischt hat, ist uns in sehr guter Erinnerung. Der Tipp kam von Konny von Schmettau.
Tagebucheintrag:
Katrins Campingplatz liegt mitten im Busch, Schatten ist Fehlanzeige. Traudel geht erstmals im Leben mit Hut zur Toilette. Doch es ist alles vorhanden, heiße Dusche (hinter deren Wasserstrahlen wir her hüpfen müssen, weil der Wind seine Spielchen mit ihnen treibt), Seife, Klopapier, Abwaschbecken und alles blitzsauber. Wir essen hausgebackenen Kuchen, trinken Filterkaffee und lernen Katrin kennen, die diesen Platz mit Hilfe eines einzigen Mitarbeiters betreibt. Trotz Schicksalsschlägen, wie dem Tod ihres Sohnes, wirkt sie gefestigt und aufgeschlossen. Wir buchen das Dinner. Katrin fährt tolle Salate, Kudufilet mit Gemüse und einen kleinen Nachtisch auf. Wir trinken erstmals auf dieser Reise den Wein aus Gläsern und nicht aus Metallbechern
Das Restaurant ist nach einer Seite offen, davor im Sand liegen die Leckereien für die scheuen, nachtaktiven Stachelschweine.
„Nur nicht nervös werden!“, beruhigt Katrin, „Sie kommen spätestens um acht Uhr.“
Dann rascheln sie heran, drehen sich, dass es aussieht, als tanzten sie Ballett, knurpsen und schmatzen. Erst sind es zwei, aus der Dunkelheit tauchen weitere Tiere auf, bis sich dreizehn Gäste um das Futter scharen. Sie drängeln und grunzen, schubsen sich beiseite.
Fünf Jahre habe sie gebraucht, erzählt Katrin, die Tiere an den Futterplatz zu gewöhnen. An manchen Abenden würden bis zu zwanzig stachelige Gäste Berge von Weißkohlstrünken, aufgeweichten Brotkrumen und Maisbrei vertilgen. Wir haben uns zwar längst satt gegessen, können uns aber nicht satt sehen.
LG freshy