Afrika wir kommen

5 Antworten · 1'314 Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2013 von Bronko1234
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201303. Feb. 2013 · #1
Hallo Zusammen!

Wir haben uns nun dazu entschlossen Afrika kennenlernen zu wollen. Zuminsest einen kleinen Teil davon.

Wir würden gerne Ruanda bereisen wollen. Leider gibt es hierfür nur wenig Informationen.

Unser Ziel ist es mit einem Mietwagen zu den Gorillas zu fahren (bis zum Nationalpark) und später in Richtung Akagera-Nationalpark zu fahren.

Wir wundern uns nur sehr über die wohl hohe Sicherheit im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern. Das nach diesem fürchterlichen Bürgerkrieg?

Haltet Ihr es grundsätzlich für ratsam ohne Fahrer solch eine Tour zu machen?
Bietet Ruanda überhaupt die entsprechende Infrastruktur?

Danke und viele Grüße

Marco
http://www.seashepherd.org/
482 Beiträge · seit 201203. Feb. 2013 · #2
Hallo Marco

herzlich willkommen im Forum. Wie eilig ist es Dir mit den Antworten - Wann solls losgehen?

Viele Grüße
Wolfgang
Themenstarter3 Beiträge · seit 201304. Feb. 2013 · #3
Hallo Wolfgang,

wir wollten im Oktober dort sein. Andere Reisezeiten kommen beruflich leider nicht in Frage. Evtl. noch Dezember.
http://www.seashepherd.org/
1'059 Beiträge · seit 200604. Feb. 2013 · #4
Hallo Marco

Willkommen im Forum!

Ich war 2011 in Ruanda - allerdings nicht mit eigenem (Miet-) Fahrzeug unterwegs sondern mit den Öv.

Dennoch sollte es aus meiner Sicht problemlos möglich sein, Ruanda auf eigene Faust zu bereisen, sprich, ohne Fahrer. Die Hauptverkehrsverbindungen sind allesamt in gutem bis sehr gutem Zustand, der Verkehr für (ost-) afrikanische eigentlich recht angenehm. Auch sonst ist die Infrastruktur sehr gut.

Ruanda ist ein wunderschönes Land und sehr, sehr angenehm zu bereisen. Die Menschen sind anfänglich etwas zurückhaltend, nach erstem Kontakt aber ausnehmend freundlich und hilfsbereit. Die Sicherheit für Touristen ist aus meiner Sicht wirklich sehr hoch - natürlich muss man auch in Ruanda die gewöhnlichen "Regeln" beachten (Nachts nicht alleine rumlaufen, Wertsachen nicht offen zeigen, etc.). Ruanda ist im vergleich zu anderen Ländern in Afrika auch sehr sauber! Kigali empfand ich teilweise sogar sauberer als Zürich. 😉

Der Genozid ist natürlich allgegenwärtig und ich finde, man sollte sich damit auch auseinandersetzen, wenn man dieses Land besucht. So wie wir das mitbekommen haben damals wird sehr viel für die Verarbeitung dieser schrecklichen Geschichte und den Umgang damit getan. Einfach so jemanden drauf ansprechen geht sicherlich nicht, schon gar nicht, ob er Hutu oder Tutsi ist. Wir hatten das Glück, einen jungen Mann kennenzulernen, der beim Genozid beide Eltern verloren hat. Er ist sehr offen damit umgegangen und hat viel darüber gesprochen. Das war eine unglaublich intensive Erfahrung und einfach heute noch jenseits jeglicher Vorstellungskraft, was diesen Menschen 1994 widerfahren ist.

Aus meiner Sicht ist Ruanda grundsätzlich auch für Afrika-Neulinge gut zu "machen". Für Neulinge ziemlich beeindruckend dürfte sein, dass es wirklich überall wahnsinnig viele Menschen hat (13 Mio Einwohner auf einer Fläche halb so gross wie die Schweiz!). Das ist selbst mir als relativ erfahrener Afrika-Reisender aufgefallen (in Indien war ich nie...). Nicht negativ gemeint! Aber es ist schon so: das Leben findet draussen statt und es hat immer überall Menschen.

Die Gorillas werden natürlich das absolute Highlight sein - gar keine Frage. Auch interessant fanden wir den Nyungwe Forest und die Teeplantagen gleich angrenzend im Westen. Sind dann zum Lake Kivu für ein paar Tage und danach über Kigali zurück und in den Akagera.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass ihr euch da ein wunderbares Ziel ausgesucht habt und es unbedingt machen solltet. Ich würde jederzeit liebend gerne wieder nach Ruanda - hoffentlich schon bald. Aber erstmal "muss" ich im März nach Namibia.

Liebe Grüsse
Samuel
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter3 Beiträge · seit 201306. Feb. 2013 · #5
Samuel, vielen Dank!

hattest Du die Zimmer spontan angemietet oder schon vorab gebucht? Ich habe gelesen in Namibia sollte man Zimmer und sogar Campingplätze reservieren.
Ist das auch in Ruanda der Fall?
http://www.seashepherd.org/
1'059 Beiträge · seit 200606. Feb. 2013 · #6
Hi Marco

Ausser für die erste Nacht nach Ankunft in Kigali haben wir rein gar nichts vorgebucht. Es war zu jeder Zeit absolut kein Problem, eine Unterkunft zu finden. Wir waren im März unterwegs und ich weiss nicht, ob es zu anderen Reisezeiten vielleicht anders zu und her geht.

Es ist halt immer so eine Sache mit der Grundsatzfrage "Vorbuchen oder nicht". Da Ruanda nun wirklich nicht als Touristenhochburg bezeichnet werden kann, sollte das keine grosse Rolle spielen. In Namibia sieht das sicher etwas anders aus, wenn man hauptsächlich Logdes / Gästefarmen bevorzugt. Camping vorbuchen eher nur in der Hauptsaison und für die beliebtesten Ziele wie Etosha oder Sossusvlei. In Ruanda dürftet ihr dieses Problem nicht haben. Könnte mir höchstens vorstellen, dass es mit Unterkünften beim Virunga knapp werden könnte, wenn da nicht vorgebucht ist.

Liebe Grüsse
Samuel
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