Hier ein aktueller dramatischer Bericht von der Dombofarm:
++++Buschfeuer auf Dombo Farm++++ Buschfeuer auf Dombo Farm++++
++Bereits seit mehreren Tagen haben wir Buschfeuer in der unmittelbaren Nähe++
++Wir sind in Alarmbereitschaft++
++18. Oktober 2012, das Feuer im Süden scheint unter Kontrolle zu sein++
++19. Oktober 2012, alles ruhig, wir fahren nach Maun um die Mittagszeit, ein Anruf…………..heftige Buschfeuer südlich von uns++
Hallo Ihr Lieben,
leider überholen uns die Ereignisse, der längst überfällige Lagebericht ist in Arbeit – bin gerade bei den Buschfeuern von 2011, da werden wir auch dieses Jahr von heftigen Buschfeuern heimgesucht und somit bekommt Ihr nun dafür diesen „Katastrophenbericht“ direkt und noch „heiß“ geliefert.
Schon seit einiger Zeit haben wir wieder Buschfeuer in der gesamten Region doch bisher immer so weit entfernt das es für uns nicht wirklich ein akutes Problem gab oder aber die Feuer konnten gelöscht werden bevor Sie für uns zu einem Problem werden konnten.
Für uns ist diese Zeit dann immer etwas „unruhig“, ständig wird die Umgebung nach den Anzeichen von Feuer abgesucht und der Wasserturm wird regelmäßig erklommen um einen besseren Überblick zu haben was da in der Umgebung los ist.
Rauchsäulen und Rauchschwaden sind ja meist sehr weit hin sichtbar und wir müssen dann immer durch die Gegend telefonieren um herauszufinden wie die Situation ist.
16. Oktober, spät abends ist heller Feuerschein südlich und südwestlich von uns sichtbar…………scheint wohl noch auf der anderen Seite der Teerstraße zu sein und der Wind steht günstig, bläst in Richtung der Feuer also von uns weg. Telefonisch erfahre ich dass es im Hainaveld brennt, also weit im Süden und dann noch auf einer der Farmen südwestlich von uns doch das Feuer sei bereits unter Kontrolle.
17. Oktober, wieder oder immer noch starker Rauch im Süden, erneut wird mir auf telefonische Nachfrage mitgeteilt das alles unter Kontrolle sei und wir uns keine Sorgen machen müssen. Doch am Abend sind gleich 4 verschiedene Feuer im Süden zu sehen………….scheint wohl als hätte man die Situation nicht wirklich im Griff!? Wir werden wohl etwas öfter nachschauen müssen was die Feuer machen um gegebenenfalls rechtzeitig und schnell reagieren zu können…………weiterhin haben wir den Wind auf unserer Seite, hoffen das bleibt so, denn so werden die Feuer von uns weggetrieben……….
18. Oktober, wir machen mal alles fertig um morgen nach Maun fahren zu können, denn die Einkaufsliste ist lang und das Feuerlöschfahrzeug muss auf Vordermann gebracht werden, das Dach soll endlich drauf. Tagsüber immer noch Anzeichen von Feuer, 2 Farmen südlich von uns ist wohl ein Feuer außer Kontrolle geraten, ist auf die davon südlich gelegene Farm übergesprungen.und vom starken Wind in rasender Geschwindigkeit durch die Farm hindurch getrieben worden. Am späten Abend dann kein Feuer mehr und auch keine Anzeichen von Feuer mehr zusehen und es heißt es sei alles „vorbei“.
19. Oktober, 04:00 Uhr aufstehen, Luchse versorgen, rauf auf den Wasserturm…………..und wie sieht es aus? Kein Feuer mehr in Sicht, ok, dann machen wir uns mal soweit fertig das wir Beide nach Maun fahren können. Bevor es los geht erneut rauf auf den Wasserturm – immer noch alles ok, also los.
Feuerlöschfahrzeug in die Werkstatt bringen, Dach montieren, sollte bis um die Mittagszeit erledigt sein also wird solange mal die lange Liste „zu erledigen“ bzw. ein Teil der Einkäufe erledigt. Treffen uns mit Freunden zum Mittag da erreicht uns der Anruf von Rob unserem „Nachbarn“, das er gerade aus Shakawe zurückkomme auf Motopi zu fahre und mächtige Rauchwolken zu sehen sind und ob wir mehr über das Feuer wissen!? Nein, denn wir sind ja in Maun und heute Morgen hat alles so ausgesehen als wäre keine Gefahr eines weiteren Feuers……..also versuche ich nun schnell unsere Arbeiter zu erreichen um in Erfahrung zu bringen wie die Situation bei uns auf der Farm ist. Ineeleng unser Arbeit meint es sei vom Rauch her so wie die Tage zuvor auch und auch die Entfernung sei dieselbe und der Wind weht in Richtung Feuer……………..ok, das hört sich ja nicht ganz so schlecht für uns an. Dann erneuter Anruf von Rob, er sei jetzt auf seiner Farm, diese brenne, es sei schon ein größer Teil abgebrannt…………fast zeitgleich meldet sich auch Ineeleng wieder und meint jetzt sei die Rauchwolke ganz schnell größer und viel breiter geworden.
Ok, das bedeutet „Alarm“ und auf zum Feuerlöscheinsatz. Schnell wollen wir das Löschfahrzeug abholen damit Uli gleich los kann um zu helfen wo es nötig ist doch das Dach ist noch nicht richtig montiert und wir müssen die Jungs von der Werkstatt wie Sklaventreiber antreiben damit das heute auch noch was wird.Die Lage ist brenzlig, was tun, Nachbarn der Farm Ost anrufen – erreiche Ihn und wir bekommen die Erlaubnis von seiner Farm aus Gegenfeuer zu legen………..gut, das gibt uns etwas mehr Zeit und besseren Handlungsspielraum.
Es wird so langsam Zeit zu handeln, denn die Feuerwalze kommt unaufhaltsam auf uns zu.
Wir fahren zum Nachbarn Süd auf die Farm, wollen sehen wie die Situation da ist, dabei übersehen wir in der Dunkelheit den über das Farm Tor gespannte Draht und da ich oben auf dem Auto „throne“ erwischt es mich – gerade, also ich zur Seite schaue reist der Draht mir den Kopf nach hinten meine Brille und die Kopflampe fliegen in hohem Bogen durch die Luft. Ein brennender Schmerz durchzieht meine rechte Gesichtshälfte und ich habe sofort das Gefühl alle ist dick geschwollen. Doch, Glück im Unglück!
Es ist nur ein oberflächlicher Hautkratzer, das Auge hat nichts abbekommen und meine Brille und die Kopflampe finden sich auch wieder - Mann oh Mann, ohne meine Brille wäre ich jetzt völlig nutzlos bei der Feuerbekämpfung gewesen. Bei schnellerer Fahrt und den Kopf nicht seitlich gedreht hätte der Draht mich schwer verletzten können….doch wie gesagt alles nochaml gut gegangen.
So, wir kommen gerade rechtzeitig an eine Stelle wo das Feuer, völlig alleine gelassen vor sich hin brennt und droht über die „mickrige“ Feuerschneise auf den noch intakten Teil der Farm überzuspringen. Schnell versuchen wir mit Feuerpatsche und Wasser zu löschen und das Feuer aufzuhalten als ich mich an einer Tiefsandstelle fest fahre – Panik, denn das Feuer kommt näher
Zwischenzeitlich erhalte ich die Meldung das da Feuer toben wie wir es noch nicht gesehen haben und als ich dann nicht mehr weit von den Farmen entfernt bin wird klar, das werden wohl ein paar harte Nächte und Tage die uns da bevorstehen.
Runter von der Teerstraße und so schnell als möglich nach Hause, stellenweise muss ich durch dichten Rauch fahren, kann kaum die Straße erkennen und die Flammen sind nicht allzu weit entfernt – ich kann die Hitze die vom Feuer ausgeht spüren. Der Adrenalinspiegel steigt. Zu Hause dann schnell die Einkäufe versorgen, Luchse versorgen alles soweit herrichten das ich mit dem Wasseranhänger, Trinkwasservorrat, Notproviant……..auch zum Feuerlöscheinsatz aufbrechen kann. Es wird bereits dunkel und kaum habe ich alles so weit hergerichtet, da ist plötzlich neuer Feuerschein südlich von uns zu sehen………..scheint ein weiteres, neues Feuer zu sein doch auch vom Wasserturm aus kann ich nicht erkennen wie weit es von uns weg ist und ob es für uns ein Problem sein könnte. Schnell versuche ich Uli zu erreichen…………keine Verbindung…………auch Rob nicht zu erreichen…………dann endlich ich erreiche Uli und er macht sich auf den Weg nach Hause um zu sehen wie die Lage ist.
Ja, da bahnt sich nun auch Unheil für uns an, denn inzwischen hat der Wind gedreht und stark aufgefrischt und treibt nun diverse Feuer aus dem Süden und Südosten in unsere Richtung. Darunter auch eine Feuerwalze die sich gewaschen hat und auf der Farm südlich von uns brennt es auch schon an mehreren Stellen. Als Uli dann ankommt, wird schnell noch was gegessen, denn wir wissen nicht wann wir dafür wieder Zeit haben werden. Dabei erzählt mir Uli dann das er beim Löschen mit dem Fahrzeug in unwegsames Gelände eingefahren ist, dort sich in herumliegendem Draht festgefahren hat und nur knapp dem ankommenden Feuer entkommen konnte………..uff, das fängt ja schon gut an!
So, nun aber los………..schauen was wir tun können um die Feuer von unserer Farm fernzuhalten denn bisher sind die Feuer noch nicht bei uns. Ich versuche den Nachbarn der Süd Farm zu erreichen um herauszufinden wo er sich gerade befindet, in wie weit sie mit löschen beschäftigt sind…………und ob wir Notfalls um unsere Farm zu retten ein Gegenfeuer bei Ihm legen dürfen…………doch nichts, niemand erreichbar und somit haben wir im Süden ein Problem und uns bliebt nichts anderes übrig als dann von der Mitte unserer Farm aus das nahende Feuer zu bekämpfen.und näher und nur im aller letzten Moment schaffe ich es frei zu kommen bevor das Feuer die Büsche neben dem Fahrzeug in helle Flammen aufgehen lässt. Dieses Feuer haben wir dann unter Kontrolle und es kann eigentlich keinen Schaden mehr anrichten………….jetzt aber schnell zurück zur Farm denn die Feuerwalze die da weiterhin aus SSO auf uns zukommt ist viel größer geworden und nun auch bedrohlich nahe.
Wieder beratschlagen wir was möglich wäre – Nutzen / Risiko abschätzen……..uns bleibt nun nichts anderes mehr übrig als von der Mitte der Farm aus von ost nach West unseren Südteil der Farm kontrolliert abzubrennen um mit diesem Gegenfeuer das ankommende Inferno zu stoppen soweit dies bei dem starken Wind überhaupt möglich ist. Wir haben wegen des starken Windes Schwierigkeiten das Gegenfeuer überhaupt in Gang zu bringen………….und Mühe das es nicht auf die Seite überspringt die es zu retten gilt. Einer zündet das Gras an, der Zweite kontrolliert und löscht alles was in die falsche Richtung brennt, der dritte – in dem Falle ich – arbeitet nach, denn immer wieder fangen bereits gelöschte Stellen wieder an zu brennen und dann muss ja auch noch das ganze Material, Fahrzeug………….Stück für Stück „nachgerückt“ werden…………so geht es langsam Meter um Meter voran.
Da, es ist passiert, im SO ist die Feuerwalze auf die Farm übergesprungen. Ein Teil des Feuers läuft sich an unserer Feuerschneise „tot“, ein Teil kommt auf uns zu – wir arbeiten schneller und schneller – ein Wettlauf mit der Zeit! Da es dunkel ist stolpern wir immer wieder über Erdlöcher und Wurzeln…….ja und da erwischt es mich dann voll – wusch, ich liege platt auf der Nase – Filmreif! Schnell aufrappeln, nichts verstaucht, nichts gebrochen also weiter arbeiten. Nebenbei muss ich 2 Leopardenschildkröten die vor dem Feuer „flüchten“ auf sicheres Terrain verfrachten. Wir schuften was das Zeug hält, werden wir es schaffen und unsere Farm retten können??? Es kommen Zweifel auf doch wir geben nicht auf.
Weiter arbeiten wir uns voran und gerade als ich ein Restfläche abbrennen möchte, mich bücke um einige Grasbüschel anzuzünden, da raschelt es neben mir und alles was ich da im fahlen Licht meines kleinen Feuerchens sehen kann ist ein Leopard der das Weite sucht und sich in Sicherheit bringt. Möchte nicht wissen „wem“ man da so alles bei Nacht zu nahe kommt, dem man sonst nicht mal bei Tageslicht begegnen möchte.
Wenn nur dieser verfl……. Wind endlich nachlassen würde, ich schimpfe laut vor mich hin, das ganze Schimpfwort Repertoire wird herunter gerasselt……….ob es denn hilf………..zumindest mir, denn so mach ich mir etwas Luft von dem ganzen Ärger. Da, der Wind flaut ab, dreht gerade im richtigen Moment und treibt nun unser Gegenfeuerchen auf die Feuerwalze zu, es gibt ein lautes zischen, knistern und knallen und die Flammen schießen haushoch gen Himmel. Wir können es kaum glauben, doch wir haben es geschafft und das Feuer gebannt! Jetzt heißt es schnell alle noch vor sich hin brennende Stellen löschen – also los, mit den Feuerpatschen rücken wir dem Rest des Feuers zu Leibe.Es ist gerade 07:33 Uhr als ich im Camp ankomme und da sehe ich dann auch gleich Afrikanische Wildhunde am Wasserloch – eigentlich habe ich dafür jetzt keine Zeit, doch schnell durchzählen, 6 sind es und dann muss ich auch schon wieder los.
Der Afrikanische Wildhund, bei uns am Wasserloch
So, bei uns nun alles im Griff, das Feuer gestoppt und gelöscht – da der Wind fast völlig zum Erliegen gekommen ist machen wir uns auf zu einer Kontrollfahrt um zu sehen wie die gesamte Lage um uns herum ist. Im Süden, Südosten und Südsüdosten immer noch Feuer, wir können es kaum glauben, denn da sollte eigentlich nichts mehr brennen nachdem was da bei uns letzte Nacht angekommen ist und somit ist die Gefahr noch nicht vorbei……………… gerade als wir überlegen was wir jetzt machen sollen frischt der Wind wieder auf und bläst plötzlich wieder stürmisch aus SSO! Nein, das darf doch nicht wahr sein, erneut treiben 3 Feuer auf uns zu, vor allem das mittlere ist enorm und soweit wir es beurteilen können auch sehr schnell in unsere Richtung unterwegs.
Wieder müssen wir beratschlagen was wir tun, wir beobachten die Feuer eine Weile und dann ist klar, wir müssen erneut versuchen mit Gegenfeuer die herannahenden Feuer zu stoppen. Dieses Mal versuchen wir von der Nachbarfarm Ost aus einen breiten Streifen kontrolliert abzubrennen der dann zusammen mit unserer Feuerschneise das Feuer aufhalten soll. Wieder arbeiten wir uns Meter um Meter voran, doch es ist nicht einfach bei dem ungünstigen Wind das Feuer unter Kontrolle zu halten. Ständig blicken wir in Richtung anrollender Feuerwalze…………..ob wir das wohl schaffen!?
Immer wieder überlegen wir hier aufzugeben, ins Camp zu fahren und zu retten was zu retten ist – das Camp!
Wir geben noch nicht auf, sind weiter mit dem „verbreitern“ der Feuerschneise beschäftigt und haben uns schon ein gutes Stück voran gearbeitet als es plötzlich passiert – eine komische Windböe aus der falschen Richtung lässt unser Feuer außer Kontrolle geraten. Doch was ist das, wieder ist uns das Glück hold, der Wind dreht vollständig und treibt nun unser Feuer auf die Feuerwalze zu. Wie schon in der Nacht vereinigen sich die beiden Feuer, es gibt ein kleines Inferno, die Feuer nehmen sich gegenseitig die Nahrung und fallen in sich zusammen, der Rest, kleinere Feuer treibt dann in südöstlicher Richtung davon und verlaufen sich…….um jedoch ganz sicher zu gehen arbeiten wir noch etliche Kilometer hinter dem Feuer her und löschen noch die letzten kleinen Feuerchen die da so vor sich hin lodern.
Es ist schon später Nachmittag als wir dann endlich sagen können es ist geschafft!
Nach mehr als 36 Stunden ohne Schlaf und davon 18 Stunden harter Arbeit sind wir völlig erschöpft fahren ins Camp, bringen das Nötigste wieder soweit auf Vordermann das es Einsatzbereit ist und wollen dann nur noch eines – den Ruß abwaschen und schlafen.
Doch weiterhin ist die Situation noch so dass wir mit neuen Feuern rechnen müssen und somit wird im 3 Stundentakt der Wasserturm erklommen um zu sehen ob alles ok ist.
Dann duschen, uiuiui, da kommt aber eine Dreckbrühe runter – das Duschwasser ist schwarz vom Ruß, also erst mal eine Vorwäsche, dann muss noch ein „Hauptwaschgang“ ran, den sonst ist der Ruß nicht abzubekommen.
Wir fühlen uns als wären wir von einer Dampfwalze überrollt worden und fallen todmüde in die Betten. Auch die Nacht hindurch wird im 3 Stundentakt der Wasserturm erklommen, es kostet Mühe und ich weiß nicht wie Uli das schafft, denn mir tut jeder Knochen und Muskel einzeln so weh das ich mich nicht bewegen möchte……………
21. Oktober, das Aufstehen ist leichter gesagt als getan doch es hilft alles nichts wir müssen an die Arbeit doch zuerst wird die Lage geprüft, keine Anzeichen von Feuer zu sehen………….so wie es aussieht ist es nun vorbei………………..geschafft und nun bleibt zu hoffen das das Kapitel Buschfeuer für dieses Jahr abgeschlossen ist.
Leider haben wir nicht mehr Bilder die Euch die ganze Situation noch besser hätten zeigen können, doch als wir die Feuer bekämpften, da war das für uns nicht wirklich wichtig und auch danach waren wir quasi nur froh mit einem „blauen Auge“ davongekommen zu sein.
Bilanz:
Bei uns……
……..durch das legen des Gegenfeuers haben wir in der südlichen Hälfte der Farm etwa ein Drittel der Weide an das Feuer verloren…….
…….gebrochene Stiele an den Feuerpatschen müssen ersetzt werden….
……..3 Reifen vom Löschfahrzeug müssen ersetzt werden, denen ist es wohl zu heiß geworden…..
……..etliche Zaunpfähle sind abgerannt und nun hängt unsere Farmschild ziemlich abenteuerlich über dem Tor……
Die Farmen um uns herum, vor allem südlich………….
…………da hat es einige böse erwischt, die ganze Farm total abgebrannt………..
…………keine Weide mehr für die Tiere……..
………..zum Glück konnten Sie zumindest die Camps retten wo gewohnt wird!...............
Soweit wir wissen sind keine Menschen zu Schaden gekommen…………….wie viele Tiere in den Flammen den Tod gefunden haben bleibt ein Geheimnis, es ist jedoch schade um jedes einzelne Tier.
Drei Jahre hintereinander wurde nun diese Gegend von heftigsten Buschfeuern heimgesucht und wir alle können nur hoffen dass dies nicht zur „Normalität“ wird und wir auch weiterhin vom Schlimmsten verschont bleiben…………….
……in diesem Sinne, ganz liebe Grüße an Euch alle,
Heike & Uli
++++Buschfeuer auf Dombo Farm++++ Buschfeuer auf Dombo Farm++++
++Bereits seit mehreren Tagen haben wir Buschfeuer in der unmittelbaren Nähe++
++Wir sind in Alarmbereitschaft++
++18. Oktober 2012, das Feuer im Süden scheint unter Kontrolle zu sein++
++19. Oktober 2012, alles ruhig, wir fahren nach Maun um die Mittagszeit, ein Anruf…………..heftige Buschfeuer südlich von uns++
Hallo Ihr Lieben,
leider überholen uns die Ereignisse, der längst überfällige Lagebericht ist in Arbeit – bin gerade bei den Buschfeuern von 2011, da werden wir auch dieses Jahr von heftigen Buschfeuern heimgesucht und somit bekommt Ihr nun dafür diesen „Katastrophenbericht“ direkt und noch „heiß“ geliefert.
Schon seit einiger Zeit haben wir wieder Buschfeuer in der gesamten Region doch bisher immer so weit entfernt das es für uns nicht wirklich ein akutes Problem gab oder aber die Feuer konnten gelöscht werden bevor Sie für uns zu einem Problem werden konnten.
Für uns ist diese Zeit dann immer etwas „unruhig“, ständig wird die Umgebung nach den Anzeichen von Feuer abgesucht und der Wasserturm wird regelmäßig erklommen um einen besseren Überblick zu haben was da in der Umgebung los ist.
Rauchsäulen und Rauchschwaden sind ja meist sehr weit hin sichtbar und wir müssen dann immer durch die Gegend telefonieren um herauszufinden wie die Situation ist.
16. Oktober, spät abends ist heller Feuerschein südlich und südwestlich von uns sichtbar…………scheint wohl noch auf der anderen Seite der Teerstraße zu sein und der Wind steht günstig, bläst in Richtung der Feuer also von uns weg. Telefonisch erfahre ich dass es im Hainaveld brennt, also weit im Süden und dann noch auf einer der Farmen südwestlich von uns doch das Feuer sei bereits unter Kontrolle.
17. Oktober, wieder oder immer noch starker Rauch im Süden, erneut wird mir auf telefonische Nachfrage mitgeteilt das alles unter Kontrolle sei und wir uns keine Sorgen machen müssen. Doch am Abend sind gleich 4 verschiedene Feuer im Süden zu sehen………….scheint wohl als hätte man die Situation nicht wirklich im Griff!? Wir werden wohl etwas öfter nachschauen müssen was die Feuer machen um gegebenenfalls rechtzeitig und schnell reagieren zu können…………weiterhin haben wir den Wind auf unserer Seite, hoffen das bleibt so, denn so werden die Feuer von uns weggetrieben……….
18. Oktober, wir machen mal alles fertig um morgen nach Maun fahren zu können, denn die Einkaufsliste ist lang und das Feuerlöschfahrzeug muss auf Vordermann gebracht werden, das Dach soll endlich drauf. Tagsüber immer noch Anzeichen von Feuer, 2 Farmen südlich von uns ist wohl ein Feuer außer Kontrolle geraten, ist auf die davon südlich gelegene Farm übergesprungen.und vom starken Wind in rasender Geschwindigkeit durch die Farm hindurch getrieben worden. Am späten Abend dann kein Feuer mehr und auch keine Anzeichen von Feuer mehr zusehen und es heißt es sei alles „vorbei“.
19. Oktober, 04:00 Uhr aufstehen, Luchse versorgen, rauf auf den Wasserturm…………..und wie sieht es aus? Kein Feuer mehr in Sicht, ok, dann machen wir uns mal soweit fertig das wir Beide nach Maun fahren können. Bevor es los geht erneut rauf auf den Wasserturm – immer noch alles ok, also los.
Feuerlöschfahrzeug in die Werkstatt bringen, Dach montieren, sollte bis um die Mittagszeit erledigt sein also wird solange mal die lange Liste „zu erledigen“ bzw. ein Teil der Einkäufe erledigt. Treffen uns mit Freunden zum Mittag da erreicht uns der Anruf von Rob unserem „Nachbarn“, das er gerade aus Shakawe zurückkomme auf Motopi zu fahre und mächtige Rauchwolken zu sehen sind und ob wir mehr über das Feuer wissen!? Nein, denn wir sind ja in Maun und heute Morgen hat alles so ausgesehen als wäre keine Gefahr eines weiteren Feuers……..also versuche ich nun schnell unsere Arbeiter zu erreichen um in Erfahrung zu bringen wie die Situation bei uns auf der Farm ist. Ineeleng unser Arbeit meint es sei vom Rauch her so wie die Tage zuvor auch und auch die Entfernung sei dieselbe und der Wind weht in Richtung Feuer……………..ok, das hört sich ja nicht ganz so schlecht für uns an. Dann erneuter Anruf von Rob, er sei jetzt auf seiner Farm, diese brenne, es sei schon ein größer Teil abgebrannt…………fast zeitgleich meldet sich auch Ineeleng wieder und meint jetzt sei die Rauchwolke ganz schnell größer und viel breiter geworden.
Ok, das bedeutet „Alarm“ und auf zum Feuerlöscheinsatz. Schnell wollen wir das Löschfahrzeug abholen damit Uli gleich los kann um zu helfen wo es nötig ist doch das Dach ist noch nicht richtig montiert und wir müssen die Jungs von der Werkstatt wie Sklaventreiber antreiben damit das heute auch noch was wird.Die Lage ist brenzlig, was tun, Nachbarn der Farm Ost anrufen – erreiche Ihn und wir bekommen die Erlaubnis von seiner Farm aus Gegenfeuer zu legen………..gut, das gibt uns etwas mehr Zeit und besseren Handlungsspielraum.
Es wird so langsam Zeit zu handeln, denn die Feuerwalze kommt unaufhaltsam auf uns zu.
Wir fahren zum Nachbarn Süd auf die Farm, wollen sehen wie die Situation da ist, dabei übersehen wir in der Dunkelheit den über das Farm Tor gespannte Draht und da ich oben auf dem Auto „throne“ erwischt es mich – gerade, also ich zur Seite schaue reist der Draht mir den Kopf nach hinten meine Brille und die Kopflampe fliegen in hohem Bogen durch die Luft. Ein brennender Schmerz durchzieht meine rechte Gesichtshälfte und ich habe sofort das Gefühl alle ist dick geschwollen. Doch, Glück im Unglück!
Es ist nur ein oberflächlicher Hautkratzer, das Auge hat nichts abbekommen und meine Brille und die Kopflampe finden sich auch wieder - Mann oh Mann, ohne meine Brille wäre ich jetzt völlig nutzlos bei der Feuerbekämpfung gewesen. Bei schnellerer Fahrt und den Kopf nicht seitlich gedreht hätte der Draht mich schwer verletzten können….doch wie gesagt alles nochaml gut gegangen.
So, wir kommen gerade rechtzeitig an eine Stelle wo das Feuer, völlig alleine gelassen vor sich hin brennt und droht über die „mickrige“ Feuerschneise auf den noch intakten Teil der Farm überzuspringen. Schnell versuchen wir mit Feuerpatsche und Wasser zu löschen und das Feuer aufzuhalten als ich mich an einer Tiefsandstelle fest fahre – Panik, denn das Feuer kommt näher
Zwischenzeitlich erhalte ich die Meldung das da Feuer toben wie wir es noch nicht gesehen haben und als ich dann nicht mehr weit von den Farmen entfernt bin wird klar, das werden wohl ein paar harte Nächte und Tage die uns da bevorstehen.
Runter von der Teerstraße und so schnell als möglich nach Hause, stellenweise muss ich durch dichten Rauch fahren, kann kaum die Straße erkennen und die Flammen sind nicht allzu weit entfernt – ich kann die Hitze die vom Feuer ausgeht spüren. Der Adrenalinspiegel steigt. Zu Hause dann schnell die Einkäufe versorgen, Luchse versorgen alles soweit herrichten das ich mit dem Wasseranhänger, Trinkwasservorrat, Notproviant……..auch zum Feuerlöscheinsatz aufbrechen kann. Es wird bereits dunkel und kaum habe ich alles so weit hergerichtet, da ist plötzlich neuer Feuerschein südlich von uns zu sehen………..scheint ein weiteres, neues Feuer zu sein doch auch vom Wasserturm aus kann ich nicht erkennen wie weit es von uns weg ist und ob es für uns ein Problem sein könnte. Schnell versuche ich Uli zu erreichen…………keine Verbindung…………auch Rob nicht zu erreichen…………dann endlich ich erreiche Uli und er macht sich auf den Weg nach Hause um zu sehen wie die Lage ist.
Ja, da bahnt sich nun auch Unheil für uns an, denn inzwischen hat der Wind gedreht und stark aufgefrischt und treibt nun diverse Feuer aus dem Süden und Südosten in unsere Richtung. Darunter auch eine Feuerwalze die sich gewaschen hat und auf der Farm südlich von uns brennt es auch schon an mehreren Stellen. Als Uli dann ankommt, wird schnell noch was gegessen, denn wir wissen nicht wann wir dafür wieder Zeit haben werden. Dabei erzählt mir Uli dann das er beim Löschen mit dem Fahrzeug in unwegsames Gelände eingefahren ist, dort sich in herumliegendem Draht festgefahren hat und nur knapp dem ankommenden Feuer entkommen konnte………..uff, das fängt ja schon gut an!
So, nun aber los………..schauen was wir tun können um die Feuer von unserer Farm fernzuhalten denn bisher sind die Feuer noch nicht bei uns. Ich versuche den Nachbarn der Süd Farm zu erreichen um herauszufinden wo er sich gerade befindet, in wie weit sie mit löschen beschäftigt sind…………und ob wir Notfalls um unsere Farm zu retten ein Gegenfeuer bei Ihm legen dürfen…………doch nichts, niemand erreichbar und somit haben wir im Süden ein Problem und uns bliebt nichts anderes übrig als dann von der Mitte unserer Farm aus das nahende Feuer zu bekämpfen.und näher und nur im aller letzten Moment schaffe ich es frei zu kommen bevor das Feuer die Büsche neben dem Fahrzeug in helle Flammen aufgehen lässt. Dieses Feuer haben wir dann unter Kontrolle und es kann eigentlich keinen Schaden mehr anrichten………….jetzt aber schnell zurück zur Farm denn die Feuerwalze die da weiterhin aus SSO auf uns zukommt ist viel größer geworden und nun auch bedrohlich nahe.
Wieder beratschlagen wir was möglich wäre – Nutzen / Risiko abschätzen……..uns bleibt nun nichts anderes mehr übrig als von der Mitte der Farm aus von ost nach West unseren Südteil der Farm kontrolliert abzubrennen um mit diesem Gegenfeuer das ankommende Inferno zu stoppen soweit dies bei dem starken Wind überhaupt möglich ist. Wir haben wegen des starken Windes Schwierigkeiten das Gegenfeuer überhaupt in Gang zu bringen………….und Mühe das es nicht auf die Seite überspringt die es zu retten gilt. Einer zündet das Gras an, der Zweite kontrolliert und löscht alles was in die falsche Richtung brennt, der dritte – in dem Falle ich – arbeitet nach, denn immer wieder fangen bereits gelöschte Stellen wieder an zu brennen und dann muss ja auch noch das ganze Material, Fahrzeug………….Stück für Stück „nachgerückt“ werden…………so geht es langsam Meter um Meter voran.
Da, es ist passiert, im SO ist die Feuerwalze auf die Farm übergesprungen. Ein Teil des Feuers läuft sich an unserer Feuerschneise „tot“, ein Teil kommt auf uns zu – wir arbeiten schneller und schneller – ein Wettlauf mit der Zeit! Da es dunkel ist stolpern wir immer wieder über Erdlöcher und Wurzeln…….ja und da erwischt es mich dann voll – wusch, ich liege platt auf der Nase – Filmreif! Schnell aufrappeln, nichts verstaucht, nichts gebrochen also weiter arbeiten. Nebenbei muss ich 2 Leopardenschildkröten die vor dem Feuer „flüchten“ auf sicheres Terrain verfrachten. Wir schuften was das Zeug hält, werden wir es schaffen und unsere Farm retten können??? Es kommen Zweifel auf doch wir geben nicht auf.
Weiter arbeiten wir uns voran und gerade als ich ein Restfläche abbrennen möchte, mich bücke um einige Grasbüschel anzuzünden, da raschelt es neben mir und alles was ich da im fahlen Licht meines kleinen Feuerchens sehen kann ist ein Leopard der das Weite sucht und sich in Sicherheit bringt. Möchte nicht wissen „wem“ man da so alles bei Nacht zu nahe kommt, dem man sonst nicht mal bei Tageslicht begegnen möchte.
Wenn nur dieser verfl……. Wind endlich nachlassen würde, ich schimpfe laut vor mich hin, das ganze Schimpfwort Repertoire wird herunter gerasselt……….ob es denn hilf………..zumindest mir, denn so mach ich mir etwas Luft von dem ganzen Ärger. Da, der Wind flaut ab, dreht gerade im richtigen Moment und treibt nun unser Gegenfeuerchen auf die Feuerwalze zu, es gibt ein lautes zischen, knistern und knallen und die Flammen schießen haushoch gen Himmel. Wir können es kaum glauben, doch wir haben es geschafft und das Feuer gebannt! Jetzt heißt es schnell alle noch vor sich hin brennende Stellen löschen – also los, mit den Feuerpatschen rücken wir dem Rest des Feuers zu Leibe.Es ist gerade 07:33 Uhr als ich im Camp ankomme und da sehe ich dann auch gleich Afrikanische Wildhunde am Wasserloch – eigentlich habe ich dafür jetzt keine Zeit, doch schnell durchzählen, 6 sind es und dann muss ich auch schon wieder los.
Der Afrikanische Wildhund, bei uns am Wasserloch
So, bei uns nun alles im Griff, das Feuer gestoppt und gelöscht – da der Wind fast völlig zum Erliegen gekommen ist machen wir uns auf zu einer Kontrollfahrt um zu sehen wie die gesamte Lage um uns herum ist. Im Süden, Südosten und Südsüdosten immer noch Feuer, wir können es kaum glauben, denn da sollte eigentlich nichts mehr brennen nachdem was da bei uns letzte Nacht angekommen ist und somit ist die Gefahr noch nicht vorbei……………… gerade als wir überlegen was wir jetzt machen sollen frischt der Wind wieder auf und bläst plötzlich wieder stürmisch aus SSO! Nein, das darf doch nicht wahr sein, erneut treiben 3 Feuer auf uns zu, vor allem das mittlere ist enorm und soweit wir es beurteilen können auch sehr schnell in unsere Richtung unterwegs.
Wieder müssen wir beratschlagen was wir tun, wir beobachten die Feuer eine Weile und dann ist klar, wir müssen erneut versuchen mit Gegenfeuer die herannahenden Feuer zu stoppen. Dieses Mal versuchen wir von der Nachbarfarm Ost aus einen breiten Streifen kontrolliert abzubrennen der dann zusammen mit unserer Feuerschneise das Feuer aufhalten soll. Wieder arbeiten wir uns Meter um Meter voran, doch es ist nicht einfach bei dem ungünstigen Wind das Feuer unter Kontrolle zu halten. Ständig blicken wir in Richtung anrollender Feuerwalze…………..ob wir das wohl schaffen!?
Immer wieder überlegen wir hier aufzugeben, ins Camp zu fahren und zu retten was zu retten ist – das Camp!
Wir geben noch nicht auf, sind weiter mit dem „verbreitern“ der Feuerschneise beschäftigt und haben uns schon ein gutes Stück voran gearbeitet als es plötzlich passiert – eine komische Windböe aus der falschen Richtung lässt unser Feuer außer Kontrolle geraten. Doch was ist das, wieder ist uns das Glück hold, der Wind dreht vollständig und treibt nun unser Feuer auf die Feuerwalze zu. Wie schon in der Nacht vereinigen sich die beiden Feuer, es gibt ein kleines Inferno, die Feuer nehmen sich gegenseitig die Nahrung und fallen in sich zusammen, der Rest, kleinere Feuer treibt dann in südöstlicher Richtung davon und verlaufen sich…….um jedoch ganz sicher zu gehen arbeiten wir noch etliche Kilometer hinter dem Feuer her und löschen noch die letzten kleinen Feuerchen die da so vor sich hin lodern.
Es ist schon später Nachmittag als wir dann endlich sagen können es ist geschafft!
Nach mehr als 36 Stunden ohne Schlaf und davon 18 Stunden harter Arbeit sind wir völlig erschöpft fahren ins Camp, bringen das Nötigste wieder soweit auf Vordermann das es Einsatzbereit ist und wollen dann nur noch eines – den Ruß abwaschen und schlafen.
Doch weiterhin ist die Situation noch so dass wir mit neuen Feuern rechnen müssen und somit wird im 3 Stundentakt der Wasserturm erklommen um zu sehen ob alles ok ist.
Dann duschen, uiuiui, da kommt aber eine Dreckbrühe runter – das Duschwasser ist schwarz vom Ruß, also erst mal eine Vorwäsche, dann muss noch ein „Hauptwaschgang“ ran, den sonst ist der Ruß nicht abzubekommen.
Wir fühlen uns als wären wir von einer Dampfwalze überrollt worden und fallen todmüde in die Betten. Auch die Nacht hindurch wird im 3 Stundentakt der Wasserturm erklommen, es kostet Mühe und ich weiß nicht wie Uli das schafft, denn mir tut jeder Knochen und Muskel einzeln so weh das ich mich nicht bewegen möchte……………
21. Oktober, das Aufstehen ist leichter gesagt als getan doch es hilft alles nichts wir müssen an die Arbeit doch zuerst wird die Lage geprüft, keine Anzeichen von Feuer zu sehen………….so wie es aussieht ist es nun vorbei………………..geschafft und nun bleibt zu hoffen das das Kapitel Buschfeuer für dieses Jahr abgeschlossen ist.
Leider haben wir nicht mehr Bilder die Euch die ganze Situation noch besser hätten zeigen können, doch als wir die Feuer bekämpften, da war das für uns nicht wirklich wichtig und auch danach waren wir quasi nur froh mit einem „blauen Auge“ davongekommen zu sein.
Bilanz:
Bei uns……
……..durch das legen des Gegenfeuers haben wir in der südlichen Hälfte der Farm etwa ein Drittel der Weide an das Feuer verloren…….
…….gebrochene Stiele an den Feuerpatschen müssen ersetzt werden….
……..3 Reifen vom Löschfahrzeug müssen ersetzt werden, denen ist es wohl zu heiß geworden…..
……..etliche Zaunpfähle sind abgerannt und nun hängt unsere Farmschild ziemlich abenteuerlich über dem Tor……
Die Farmen um uns herum, vor allem südlich………….
…………da hat es einige böse erwischt, die ganze Farm total abgebrannt………..
…………keine Weide mehr für die Tiere……..
………..zum Glück konnten Sie zumindest die Camps retten wo gewohnt wird!...............
Soweit wir wissen sind keine Menschen zu Schaden gekommen…………….wie viele Tiere in den Flammen den Tod gefunden haben bleibt ein Geheimnis, es ist jedoch schade um jedes einzelne Tier.
Drei Jahre hintereinander wurde nun diese Gegend von heftigsten Buschfeuern heimgesucht und wir alle können nur hoffen dass dies nicht zur „Normalität“ wird und wir auch weiterhin vom Schlimmsten verschont bleiben…………….
……in diesem Sinne, ganz liebe Grüße an Euch alle,
Heike & Uli
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
