ELelefantenfußThemenstarter7 Beiträge · seit 201226. Juli 2012 · #1Hallo Miteinander,
Dank eurer Hilfe können wir uns auf eine tolle Reise nach Namibia im November freuen. Flug, Toyota Corolla Automatik und die Unterkünfte sind gebucht. Es war schon eine tolle Erfahrung, mit wieviel Offenheit und Zuvorkommenheit man vor allem beim buchen der Lodges reagierte, wenn wir um behindertenfreundliche Unterkünfte baten!
Jetzt beschäftigen wir uns mit den genaueren Planungen. Auch hier müssen wir schauen, was möglich ist. Dünen besteigen im Vlei geht ja leider nicht. Wie aber sieht es mit einer Living Desert Tour aus? Muss man da zwingend gut zu Fuß sein oder „erlebt“ man die Wüste dort auch mehr oder weniger vom Auto aus?
Sind die Wege bei Touristenattraktionen wie Twyvelfontain eher gemächlich gute Wanderwege oder ist’s ne arge Kletterei dort? Eigentlich würden wir von Camp Kipwe aus schon gern die Felsgravuren oder auch das Löwenmaul besichtigen.
In einem Reisebericht vom Oktober 2011 von marimari lasen wir:
„Wir verliessen Swakopmund sehr früh, da wir ca. 120km östlich von Swakopmund - bei der Spitzkoppe - einen Zwischenstopp einlegen wollten.
Nach ca. 1.5 Stunden erreichten wir dieses Ziel. Das Gelände ist wunderschön und für mich ein weiteres Highlight dieser Namibia Reise. Um sich umzusehen, bezahlt man Eintritt - der Preis ist meiner Meinung nach nicht der Rede wert. Man kann sich dort auch einen Guide nehmen, das haben wir aber nicht gemacht.
Unser kleiner Weisser fuhr uns sicher durch die sandigen Wege und die Höhepunkte sind leicht selber zu finden“
Heißt das, das man die Gegend dort gut mit dem Auto „erfahren“ kann, ohne allzuviel Wandern? Deine Bilder, liebe Mari, sind ja fantastisch und machen uns große Lust auf die Spitzkoppe. Allerdings steht bei Wikipedia, das man hier nur noch in Begleitung eines Führers reinkommt. Ist das richtig?
Über Tipps, auch zu weiteren empfehlenswerten und „behindertenfreundlichen“ Aktivitäten freuen wir uns!
Danke. Danke. Danke.
Elefantenfuß
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200626. Juli 2012 · #2Hallo elefantenfuß,
Wie aber sieht es mit einer Living Desert Tour aus? Muss man da zwingend gut zu Fuß sein oder „erlebt“ man die Wüste dort auch mehr oder weniger vom Auto aus?
Wenn natürlich das Auto voll ist, dann wird wenig auf Deine Bedürfnisse eingegangen werden können, d.h. normalerweise wird schon ein bißchen gelaufen, aber in ebenem Gelände zum Großteil. Wenn ihr natürlich alleine auf der Tour seid, dann kann Tommy (oder mit wem ihr die Tour macht) Deine Bedürfnisse natürlich besser berücksichtigen. Ich würde einfach mal "ganz doof" bei denen anfragen. Definitiv sinnvoll ist aber natürlich einen Robben-/Delfin-Bootstour.
Sind die Wege bei Touristenattraktionen wie Twyvelfontain eher gemächlich gute Wanderwege oder ist’s ne arge Kletterei dort? Eigentlich würden wir von Camp Kipwe aus schon gern die Felsgravuren oder auch das Löwenmaul besichtigen
Ja, da musst Du recht gut zu Fuß sein, zumal dort, v.a. auch im November Temperaturen bis 45 Grad keine Seltenheit sind. Ich denke Twylefontein ist mit Gehbehinderung nichts 🙁 Versteinerter Wald, Fingerklippe etc. kannst Du aber ohne Probleme mit in die Reiseplanung einbauen und von Camp Kipwe aus vielleicht einfach einen Elefantentour (im Fahrzeug) unternehmen?!
Sonnige Grüße
Christian
P.S. Ich empfehle Dir mal Michael Pohl anzuschreiben (michael(ätttt)emp-namibia.de); er hat als Reiseführer spezialisiert gehbehinderte Menschen, auch Rollstuhlfahrer, durch Namibia geführt und kann sicher viele Tipps geben. Beziehe Dich einfach auf mich.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Anita40874 Beiträge · seit 200827. Juli 2012 · #3hallo elefantenfuß,
also die spitzkoppe solltet ihr euch NICHT entgehen lassen. sie ist auch mit einem pkw befahrbar - natürlich nicht überall. aber ein bißchen rumfahren geht auf jeden fall und ist fantastisch.
und nein - ihr braucht nicht unbedingt einen führer. tagesbesucher sind immer willkommen und wenn ihr nicht kraxeln wollt, könnt ihr das vergnügen auch aus dem auto heraus haben.
wir sind auch schon mal mit onkel robbe, der wirklich schlecht zu fuß ist, da rumgefahren und wir hatten sooooooooviel zu gucken.
gute pad wünscht euch
anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia
unser Blog:
www.outinafrica.com.na
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200627. Juli 2012 · #4Hallo, Elefantenfuß,
nur zur Bekräftigung dessen, was Christian geschrieben hat. Ich habe die Tour bei Chris mitgemacht, unser Wagen war voll - und trotzdem wäre es für einen gehbehinderten Manschen kein Problem gewesen. Du musst Dir nur einen entsprechenden Sitzplatz geben lassen (z.B. hinter dem Beifahrersitz an der großen Ausgangstür). Man wird an die verschiedenen Stellen gafahren, steigt aus und geht ein paar Schritte. Müsste machbar sein.
Als Unternehmung jedenfalls gehört es mit zum Schönsten und Überraschendsten, was ich dort erlebt habe. Dicke Jacke mitnehmen.
Viel Vergnügen!
Rodrigo
ELelefantenfußThemenstarter7 Beiträge · seit 201228. Juli 2012 · #5das sind ja genau die Antworten, die wir zu hören gehofft hatten! Danke dafür! Ihr macht uns Mut und schürt unsere Vorfreude! Spitzkoppe steht nun definitiv auf dem Plan und vor Ort schauen wir halt, ob die Desert Tour ausgeht.
Danke! Danke! Danke! - schön, dass es hier so viele kompetente Insider gibt!
Elefantenfuß
janet1'419 Beiträge · seit 200928. Juli 2012 · #6Hallo Elefantenfuss,
ich bin mir sehr sicher dass Chris bei der Wüstentour auf Deine Bedürfnisse eingehen wird! Er ist so ein netter und verständnisvoller Kerl 🙂
Wir sind da kaum gelaufen, und ich denk wenns bei Dir überhaupt nicht geht wird er Dir das ein oder andere Tier sicher auch am Auto von der Nähe zeigen (die Viper vermutlich ausgeschlossen ^^).
Sossusvlei müsst ihr unbedingt einbauen! Auch wenn man nicht auf eine Düne kraxelt, auch von unten ist es wunderschön und beeindruckend!
Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
deemha412 Beiträge · seit 201128. Juli 2012 · #7Hi Elefantenfuss
Ich war im April gerade 2 Wochen mit meinem 80-jährigen Vater in Namibia unterwegs, der leider auch nicht mehr gut zu Fuss ist. Wir sind eigentlich an sehr vielen Orten gewesen, inkl. Tsauchab River (Oerwald) Sossusvlei, Spitzkoppe, Erongo und einige Farmen ( z.B. 4x4-Track auf Namibgrens), allerdings nur dank einem Offroader. Warum mietest du nicht einen 4x4, hast du keinen Vermieter gefunden, der Automatik-Modelle anbietet? Gerade wenn man gehbehindert ist, ist es m.E. wichtig, dass man ein Auto hat, das einen in die "Pampa" bringt.
Gruss Dieter
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200628. Juli 2012 · #8deemha schrieb:
Gerade wenn man gehbehindert ist, ist es m.E. wichtig, dass man ein Auto hat, das einen in die "Pampa" bringt.
... gerade wenn man gehbehindert ist, schaut man wahrscheinlich, dass man im Falle von technischem Defekt nicht irgendwo hilflos alleine in der "Pampa" hockt.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
deemha412 Beiträge · seit 201130. Juli 2012 · #9Naja, man muss ja nicht gerade zum Marienfluss 😉 . Sossusvlei, Oerwald u.ä. wären ja auch schön und da braucht man keine Bedenken zu haben, da ist Hilfe nicht weit. Auch 4WD-Tracks auf Farmen stellen kaum ein Problem dar, da kann man sich ja auf der Farm abmelden. Ein bisschen Weitsicht ist halt schon von Nöten, das gilt auch für Nicht-Gehbehinderte, oder?
Gruss Dieter