Afrika - außerhalb des südlichen

14 Antworten · 5'174 Aufrufe · gestartet 09. Juni 2012 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2012 · #1
Hi zusammen,

einfach mal recht "off topic" einige Bilder aus meiner zweiten Heimat (Afrika - aber außerhalb des südlichen).

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian

IMGP0112.JPG


IMGP0166.JPG


IMGP0139.JPG


IMGP0092.JPG
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zuletzt bearbeitet 09. Juni 2012
203 Beiträge · seit 200609. Juni 2012 · #2
Schön, aber ein paar Bildunterschriften würden helfen, damit man weiß, wo das ist. 😉
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Juni 2012 · #3
Moin Okaukuejo,

wollte mal ein bißchen zum Nachdenken anregen...

von oben nach unten:
Also alle Bilder stammen aus meiner zweiten Heimat Sierra Leone.
- Lumley Beach im Stadtzentrum von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone
- menschenleerer River No. 2 Beach am Atlantik (immer 28°C warmes Wasser) mit frisch gefangenem Lobster. Der Strand ist auch als die "Karibik Afrikas" bekannt.
- Innenstand von Freetown, der größten Stadt der Erde (etwa 800.000 Einwohner) ohne permanente Stromversorgung (maximal 4 Stunden/Tag) und ohne Ampel
- Kolonialbauten "Hill Station" in Freetown

Sonnige Grüße
Christian
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3'175 Beiträge · seit 200610. Juni 2012 · #4
Hi Christian!!

Haste das Foto, der Innenstadt auch noch bei Regen? Da muss ja dann die Hoelle los sein(Matschmaessig meine ich)
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
1'483 Beiträge · seit 200910. Juni 2012 · #5
Hi Christian,
du bist immer wieder für eine Überraschung gut.

Gruß Reinhard

p.s. Habe gerade deine Tel.-Nr. im Koffer verstaut!
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Juni 2012 · #6
Moin Joerg,

ich schau mal die Tage, habe sicherlich welche. Man muss dazu sagen, dass Freetown (neben Monrovia in Liberia) als feuchteste Hauptstadt der Welt gilt... 4500 mm Jahresniederschlag sind üblich!

Sonnige Grüße
Christian
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3'175 Beiträge · seit 200610. Juni 2012 · #7
Hi Christian!

Ja sowas dachte ich mir. 4500mm ist ja schon ehr beachtlich, in welchen Monaten faellt denn der Niederchlag??

Gruss

Joerg

P.S.nutzt Du skype auf dem iphone? Hab da ne Frage bzw. ein Problem, vielleicht kannst du es ja loesen??? 😉
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2012 · #8
Moin Joerg,
in welchen Monaten faellt denn der Niederchlag??
Etwa Mai bis September. In dieser Zeit regnet es fast 24 Stunden am Tag - jeden Tag!

Sonnige Grüße
Christian
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3'175 Beiträge · seit 200611. Juni 2012 · #9
travelNAMIBIA schrieb:Moin Joerg,
in welchen Monaten faellt denn der Niederchlag??
Etwa Mai bis September. In dieser Zeit regnet es fast 24 Stunden am Tag - jeden Tag!

Sonnige Grüße
Christian
Hi Christian!

Doess iss ja der Hammmmerrrrr!!!

und welches ist die schoenste Zeit dort im Jahr und was macht man dort so??? Ausser Langusten essen 😉???
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Juni 2012 · #10
Moin Joerg,
und welches ist die schoenste Zeit dort im Jahr und was macht man dort so??? Ausser Langusten essen ???
Also ich bin eigentlich immer im April oder Oktober dort. Es ist ohnehin das ganze Jahr hindurch feucht-tropisch, d.h. immer (Tag & Nacht!) 29°C Lufttemperatur, 28°C Wassertemperatur bei 80-90 % Luftfeuchtigkeit.

Also es spielt sich schon viel am Strand und im Meer ab. Touristisch eben ganz unerschlossen, d.h. derzeit etwa 5000 Touristen pro Jahr. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Krankheiten schrecken eben viele ab. Ansonsten gibt es z.B. Nationalparks mit Zwergflusspferden (die es nur noch dort, in Liberia und CIV gibt), Schimpansenschutzgebiete, höchste Dichte und Artenvielfalt an Affen, schöne Landschaften, Berge, ein wenig Kultur, Angeln, Wandern....
Erstaunlicherweise, obwohl Sierra Leone schon immer zu den fünf ärmsten Ländern der Erde zählt, gilt das Land - mittlerweile wieder - als eines der sichersten Reiseländer der Erde. Freetown wird häufig sogar als sicherste Haupotstadt Afrikas bezeichnet. Du kannst also ohne Probleme Tag und Nacht überall herumlaufen. Die Menschen sind extrem aufgeschlossen, neugierig und freundlich. Was man aber nicht findet ist 5-Sterne-Komfort (wie gesagt gibt es selbst in Freetown keine öffentliche Strom- oder Wasserversorgung; wir haben immer von der Feuerwehr unsere großen Tanks beim Haus mit Wasser füllen lassen, jeder hat einen eigenen Generator etc.)

Sonnige Grüße
Christian
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1'419 Beiträge · seit 200911. Juni 2012 · #11
Hi Christian,

vielen vielen Dank für die Bilder, die mal einen ganz anderen Teil Afrikas zeigen! 🙂 Würde mich über mehr sehr freuen 😎

Mich erinnert das alles stark an Sao Tomé (wobei die noch viel weniger Touristen haben), auch vom Klima und der Kriminalität her.








Viele Grüße
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
7'296 Beiträge · seit 200617. März 2013 · #12
... ich rolle den etwas älteren Thread wieder nach vorne, da ich kürzlich aus Sierra Leone zurückgekommen bin. Ich war -wie meist- mit dem Fahrrad unterwegs und habe daher meist eine andere Sicht der Dinge im Vergleich zu anderen Touristen. In diesem Fall ist das aber nicht so wichtig, da es nicht so viele andere Touristen gibt, deren Sicht von meiner abweichen könnte. 😉

Christian (travelNAMIBIA) hatte mir im Vorfeld schon Einiges geschrieben, aber einmal sehen ist besser als hundertmal hören.
Ich empfand das Land bzgl. der Sicherheit völlig unproblematisch. Nach dem Besuch eines "Kinos" zum Anschauen eines Champions-League-Spiels (Arsenal London - Bayern München - prima Stimmung übrigens) bin ich abends zwischen 22:30 und 23 Uhr im Dunkeln nach Hause gelaufen. Das hätte ich nicht in jeder afrikanischen Millionenstadt getan. Die Menschen sind zum größten Teil sehr freundlich, aber auf dem Land gibt es auch einige Leute, die in sehr aggressiver Form betteln. Fährt man mit dem Auto durch oder in Begleitung von Einheimischen, ist das sicherlich kein Problem. Als langsamer Radfahrer wurde ich einige Male richtig angeschrien, dass ich den Leuten Geld geben solle. Das war dann weniger schön.

Die Infrastruktur ist 11 Jahre nach dem Krieg immer noch viel maroder als ich dachte. Selbst in den Unterkünften gibt es in der Regel keine Moskitonetze (Strom und Wasser sowieso nicht). Der Supermarkt in unserem kleineren Nachbarort (2.500 Einwohner) ist 3-4 mal so groß wie der größte Supermarkt in Freetown. Die Straßen im Marktbezirk sind voller Menschen, die zu handeln versuchen. Es gibt kaum Arbeitsplätze und jeder muss sehen, wie er das Geld für den nächsten Tag verdient, um sich etwas zu essen kaufen zu können. Autos schieben sich hupend im Fußgängertempo durch die Straßen.

Man sieht viele Poliokranke, Einbeinige, die im Krieg auf eine Mine getreten sind, Blinde (Flussblindheit) und gelegentlich auch Leute, denen die RUF-Rebellen im Krieg die Hände abgehackt haben. Ich habe ein Fußballspiel der Amputierten gesehen und mit ehemaligen Kindersoldaten gesprochen. Das ist ziemlich bedrückend.

In der Touristenregion an den Stränden ist ebenfalls wenig los. Die Kosten für eine Übernachtung im Hotel betragen ab 90 US$ pro Nacht. Für die Einheimischen sind das oft 2-3 Monatsgehälter. Das passt nicht so recht zusammen.

Man kann eine Reise durch dieses Land absolut nicht mit einer Reise durch Namibia, Südafrika oder auch Malawi vergleichen. Obwohl Malawi ähnlich arm ist, bietet es doch eine deutlich bessere Infrastruktur.

Eine Reise mit dem Rad durch Sierra Leone offenbart viel Licht und Schatten. Die Menschen hier werden noch lange brauchen, bis dieses Land sich entwickelt. Und das, obwohl es reiche Bodenschätze gibt.

Soviel in aller Kürze ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
195 Beiträge · seit 200918. März 2013 · #13
Hallo Christian,

deine Fotos haben mich sofort an Westafrika denken lassen. Bekannte unserer Familie sind nach Ghana ausgewandert. Schwager und Schwägerin haben sie unlängst besucht und ähnliche Fotos mitgebracht. Sie waren auch ganz angetan von Land und Leuten, kaum Tourismus wie du von Sierra Leone schreibst, jedenfalls in der von ihnen besuchten Ecke. Das einzige Manko ist das ätzende stets feuchtwarme bis feuchtheiße Klima. Trotzdem wollen sie wieder hin und ich hoffe, sie nehmen mich dann mit - ist nämlich auch preislich mehr als interessant.

LG Ina
7'296 Beiträge · seit 200618. März 2013 · #14
Hallo Ina,

Sierra Leone kannst Du mit Ghana aber überhaupt nicht vergleichen. Ghana ist deutlich einfacher zu bereisen und viel eher auf Tourismus eingestellt. Auf www.bikeafrica.de.vu habe ich einen Reisebericht, Fotos und Infos über Ghana stehen. Zu Sierra Leone folgen gleich noch ein paar Fotos.

Gruß
Wolfgang
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7'296 Beiträge · seit 200618. März 2013 · #15










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zuletzt bearbeitet 18. März 2013