Reise durch Namibia

9 Antworten · 2'168 Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2012 von remo4d
Antworten
Themenstarter1 Beiträge · seit 201217. Apr. 2012 · #1
Hallo zusammen!

Mein Kollege und ich hatten am Wochenende eine Idee. Nun wollen wir herausfinden, wie gut oder verrückt die Idee wirklich ist, da wir überhaupt keinen Anhaltspunkt haben.

Wir wollen von September bis Dezember eine Tour zu Fuss machen. Nun haben wir gedacht, dass wir diese Reise auch an einem etwas ungewöhnlichen Ort, wie Namibia machen könnten. Wir wollen während der Zeit ungefähr an die 30-50 km am Tag zurücklegen, Draussen schlafen und möglichst viele Eindrücke vom Land gewinnen.

Nun wollten wir fragen:

-Ist eine solche Reise in Namibia ohne Reiseleiter überhaupt möglich?
-Wie sieht das mit schlafen draussen aus? Ich habe gelesen, dass schlafen kein Problem ist auf Autodächern, kann man auch auf dem Boden schlafen?
-Wie gefährlich wäre solch eine Reise? (Wegen Wildtieren, Terrorismus,…)
- In welchem Gebiet wäre solch eine Reise am idealsten?
- Sind die Distanzen (30-50 km/pro Tag) realistisch?
-….

Falls ihr denkt, dass sei völlig verrückt, bitte sagen, wir sind für alle Antworten offen.

Vielen Dank für zahlreiche Antworten.

Liebe Grüsse
Remo
8'054 Beiträge · seit 200817. Apr. 2012 · #2
Hallo Remo,

Recht herzlich Willkommen hier im Forum!B)

Da hätte ich mir lieber die Monate Juni bis September ausgesucht!!! Da ist es nicht zu warm!!!:)

Ich würde aber lieber auf maximum 30 Kilometer am Tag tippen. Warum nicht! Hier im Forum gibt es auch Leute die radeln durch Namibia.
"Es gibt nichts was es nicht gibt"😜

Was meinste mit draussen schlafen??? Campen unter dem Zelt? Das kannste ohne Problem auf dem Auto oder auf dem Boden.

Namibia ist ein riesiges und sicheres Land. Einen Reiseleiter brauchst Du nicht!

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1'419 Beiträge · seit 200917. Apr. 2012 · #3
Hi,

ihr müsstet dann ne Route wählen wo ihr wirklich durch dichtbesiedeltes Gebiet kommt.... was nicht so einfach ist. Namibia ist wahnsinnig weitläufig ... und grad die einsamen Ecken sind die schönsten. Uns ist manchmal stundenlang kein Auto entgegengekommen und wir waren mit dem Auto auf Standardrouten unterwegs ....

Ich stell mir das mit der Schlepperei schwierig vor, überlegt mal was ihr allein an Wasser schleppen müsst (die Hitze kommt ja noch dazu!). Und es ist jetzt nicht so dass da alle 10km ein Laden ist wo man sich was zu trinken kaufen kann ....😃

Für Etosha und grössere Distanzen müsstet ihr dann eh nen Bus nehmen oder Touren bei Anbietern buchen, denn in den Etosha kommt ihr zu Fuss nicht rein.

Gruss
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
5'479 Beiträge · seit 200917. Apr. 2012 · #4
Schlafen im leichten Bodenzelt ist gar kein Problem. Biwakieren ohne Zelt halte ich je nach Region für gewagt bis riskant.

Die Hauptprobleme dürften die Wasserversorgung und die Tatsache sein, dass ein großer Teil Namibias eingezäuntes Privat-/Farm-Gelände ist. In der Praxis bedeutet dass, Ihr oftmals 10l Wasser pro Person tragen müßt und im Süden Hauptsächlich auf Pads unterwegs ein werdet. Im Nordwesten gibts dann keine Zäune mehr, dafür ist die Wasserversorgung noch schlechter.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
630 Beiträge · seit 200817. Apr. 2012 · #5
Falls ihr denkt, dass sei völlig verrückt, bitte sagen, wir sind für alle Antworten offen.
Das ist völlig verrückt!

30-50 km mit dem Gepäck (Zelt!) und der Hitze im September bis Dezember sind meines Erachtens mehr als gewagt.

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
69 Beiträge · seit 201017. Apr. 2012 · #6
hello.

naja, möglich ist wohl viel. Die Frage ist obs spannend ist, hunderte von Kilometern entlang von staubigen Strassen durch eine doch sehr weitläufige Landschaft zu marschieren und dabei riesige Mengen von Wasser mitschleppen und ab und an von einem vorbeidonnernden Tourist im klimatisierten SUV eingestaubt zu werden... 🙁

Wenn Namibia zu Fuss denk ich eignet sich noch am ehesten der Norden, wos immerhin mal ab und zu ein Dorf gibt und das Land nicht alles eingezöunter Privatbesitz ist... (vielleicht den Flüssen nach?). Ansonsten richtig in die Wüste, aber dann braucht ihr professioneler Führer und irgend eine Lösung fürs Wasserproblem.

Ansonsten gibt es sooo viele andere Länder in Afrika, in welchen Trekking-Touren extrem abwechslungsreich sind und manchmal auch das einzige Mittel darstellen an gewisse Orte zu gelangen.... sehr zu Empfehlen für kürzere Trekks (1-3 Wochen) z.B. Madagsaskar (Masoala oder Hochland), Äthiopien (Simien od Bale Mountains), Sao Tome (Bombaim, Omo NP, Westküste), Marokko (Atlasgebirge, Sahara), Kapverden (Santo Antao), Südafrika (Ceder, Drakensbergen). Ich bin sicher diese Touren könnten auch noch ausgebaut und ergänz werden, so das ihr paar Monate zu laufen habt 🙂

Viel Spass!
521 Beiträge · seit 201117. Apr. 2012 · #7
Hallo Remo,

Ich habe gerade zufällig ein Buch gelesen, in der jemand 720 km durch Namibia wandert. Wenn es Euch interessiert, das Buch heißt "afrika, meine Passion" und ist von Corinne Hofmann (= die weiße Massai).
Sie schreibt da noch über andere Themen, aber man kann ja auch nur das über die Wanderung lesen.
Mich haben die Blasen an den Füßen am meisten abgeschreckt;)


Liebe Grüße,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
4'140 Beiträge · seit 200918. Apr. 2012 · #8
Hallo Remo,
meinen Meinung nach ist diese Idee nicht realisierbar. Es gibt in Namibia kein "Wanderwegenetz" und reines "Querfeldeinwandern" ist unrealistisch, sowohl in der Wüste, als auch im Gebirge und erst recht in der Savanne, wo die Pads ausschließlich auf die Bedürfnisse der Farmer ausgerichtet sind. Du kannst in vielen Gebieten 100 km und mehr "wandern" ohne auf eine Menschenseele zu treffen. Wie willst du die so benötigten Wasservorräte mitschleppen?
Ich würde dir folgenden Kompromiss vorschlagen: Suche dir einige verschiedene Wandergebiete in Namibia raus und mache dort "Rundwanderungen" Diese sind z.T. auch mehrtägig möglich. Beispiel Fisch-River Canyon (Gesundheitszeugnis nötig!). Dann gibt es Möglichkeiten im Namib-Naukluft-Park und am Brandberg. In guten Reiseführern kannst du diese recherchieren. Ein Auto, zu dem du immer wieder zurückkehrst (auch als Versorgungsdepot!) ist meiner Meinung nach aber unverzichtbar.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
841 Beiträge · seit 200818. Apr. 2012 · #9
Hallo Remo,
Burschi schrieb:Hallo Remo,
meinen Meinung nach ist diese Idee nicht realisierbar. Es gibt in Namibia kein "Wanderwegenetz" und reines "Querfeldeinwandern" ist unrealistisch, sowohl in der Wüste, als auch im Gebirge und erst recht in der Savanne, wo die Pads ausschließlich auf die Bedürfnisse der Farmer ausgerichtet sind. Du kannst in vielen Gebieten 100 km und mehr "wandern" ohne auf eine Menschenseele zu treffen. Wie willst du die so benötigten Wasservorräte mitschleppen?
Ich würde dir folgenden Kompromiss vorschlagen: Suche dir einige verschiedene Wandergebiete in Namibia raus und mache dort "Rundwanderungen" Diese sind z.T. auch mehrtägig möglich. Beispiel Fisch-River Canyon (Gesundheitszeugnis nötig!). Dann gibt es Möglichkeiten im Namib-Naukluft-Park und am Brandberg. In guten Reiseführern kannst du diese recherchieren. Ein Auto, zu dem du immer wieder zurückkehrst (auch als Versorgungsdepot!) ist meiner Meinung nach aber unverzichtbar.
Gruß:
Burschi
ich kann Burschi hier zu 100 % zustimmen.
Alles andere wäre auf Grund der Wasserversorgung " Wahnsinn " .
Zur Brandbergbeisteigung ist auch ein Führer unabdingbar.

Grüße von der - heute seit frühem Morgen schon - sonnigen und warmen Küste Namibias

Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
89 Beiträge · seit 200918. Apr. 2012 · #10
Hallo Remo, ich schließe mich dem Beitrag von Burschi an. Auch die Zeit November und Dezember sind zum Wandern ungeeignet,ich hatte letzten Dezember so viel über 40°C im Schatten, dass ich dem Thermometer nicht mehr traute. Bitte die gesperrten Zeiten für den Canyon beachten. Es gibt sicherlich hunderte öde Kilometer mit einer geraden Strasse die am Horizont endet abzuwandern und sich tagelang nichts ändert. Lieber die Variante "Rundwanderungen". Auto kaufen oder mieten und dann bei Campingplätzem/Unterkünften unterstellen. Da findet sich bestimmt was. Ich bin selber mit dem Fahrrad viel in der Welt rumgefahren, doch Namibia ist eine Herausforderung, schon wegen dem Wasser. Viel Spass beim Planen, Gruß Karsten