NEneskaffeeThemenstarter3 Beiträge · seit 201214. Feb. 2012 · #1
Hallo zusammen, wir sind totale Afrika-Neulinge und möchten in den Herbstferien mit unserem Sohn (6 Jahre) einmal Europa verlassen und Abenteuer erleben...
Gibt es Erfahrungen mit dem Reisen mit Kindern? Welche Tipps oder Empfehlungen können weiter gegeben werden? gemacht. Wir sind noch nicht festgelegt, wo wir hin möchten (Südafrika, Namibia oder Tansania).
Wir möchten auf jeden Fall in Ruhe Landschaft, Tiere und Menschen kennen lernen.
Würden uns über Tipps freuen und freuen uns jetzt schon wie Bolle!!
Glueckwunsch zu Eurer Entscheidung. Um Dir besser helfen zu koennen waere es wichtig zu wissen wie lange Zeit ihr habt und wo Eure Interessen liegen. Gib etwas mehr preis und Dir wird sicher geholfen.
Glueckwunsch zu Eurer Entscheidung. Um Dir besser helfen zu koennen waere es wichtig zu wissen wie lange Zeit ihr habt und wo Eure Interessen liegen. Gib etwas mehr preis und Dir wird sicher geholfen.
viele Gruesse Toko
um mal einen Eindruck zu bekommen , wie der Urlaub mit Kindern gemacht werden kann. 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
steenbok143 Beiträge · seit 200915. Feb. 2012 · #4
Hallo zusammen,
Urlaub mit Kindern (wir haben mehrere) ist anders als ein Urlaub alleine oder als Paar; das ist keine Neuigkeit und gilt auch für Namibia. Unser Sohn reist seit seinem 16. Lebensjahr jedes Jahr für länger alleine nach Namibia, da hat es bislang keine Probleme gegeben und er ist ja auch kein "Kind" mehr. Unsere Tochter haben wir das erste Mal mit 6 Jahren mit nach Namibia genommen, unseren Sohn im Alter von 3 Monaten für deutlich länger nach Australien. Da die Flüge als Nachtflug und ohne nennenswerte Zeitverschiebung - und auch ohne Jetlag - gut schlafend "überstanden" wurden, war die Anreise gleichsam unproblematisch (gilt nicht für Australien).
Unserer Meinung nach ist darauf zu achten, dass die Anreisezeiten zu den Abflughäfen "passen" müssen (inkl. Verpflegung), wenig Wartezeiten "leerlaufen" und die Kinder irgendwie sinnvoll beschäftigt werden können (Malbuch, Spiele, etc.) und man sich als Elternteil auch entsprechend mit einbindet in die "Kinderbespaßung".
Alle bisherigen Flüge nach Afrika waren unproblematisch, unsere Kinder haben gerne einen Fensterplatz (Hinflug links, Rückflug rechts - Sonnenaufgang beobachten...)und wünschen sich am ersten Tag ein ganz "kleines Programm", so dass wir eigentlich immer max. 1 gute Stunde Autofahrt einkalkulieren und dann die ersten Tage auf einer Farm sind. Das ist auch nicht schlimm, wenn man für eine solchen Urlaub 4 Wochen plus Tage X einzuplanen vermag. Wir halten diese 4 Wochen auch für die Mindestzeit, unser Sohn 3 Monate und unsere Tochter ggf. deutlich länger...
Die Tagesetappen müssen "sitzbar" sein - also sind lange Etappen nur dann möglich, wenn sich unterwegs etwas "tut", man eine gute hohe Sitzposition hat (Lob auf den MB 4x4 LKW), viel Platz hat, oder auch mal schlafen kann als Kind; gibt es wenig zu sehen, herrscht schnell Langeweile. Das vermeiden wir durch viele Stop(p)s, viel Abwechslung und einfach kurze Tagesetappen, oder aber - wenn unbedingt erforderlich - eine Nachtfahrt. Von Nachtfahrten - nicht nur mit Kindern ist abzuraten (unsere sind jedoch immer ganz wild darauf eine kleine Nachtfahrt durch den Busch zu machen, also müssen die Farmwege einiges aushalten...).
Generell gilt: weniger Autofahren auf der Straße ist "mehr", viel Bewegung ist besser und einfach auch die Mithilfe der Kinder notwendig bei der Tourenplanung. Wir beobachten immer wieder bei der Vorbereitung der Reise(n), dass wenn die Kinder eigene Wünsche äußern (im Atlantik baden, Elefant ohne Zaun sehen, Klettern im Berg, Rutschen von der Düne, Spielen am Wasser, Swimmingpool, Fahrt mit der Eselkarre ...) und diese dann Beachtung finden (Zustimmung/Ablehnung mit Begründung), die Kinder völlig engagiert dabei sind und dann auch die ganze Tour mit tragen, auch wenn es mal anstrengend(er) wird.
Wichtig erscheint uns auch, dass die Kinder immer schnell möglichst gleichaltrige Spielkameraden finden(dann sieht und hört man meistens nichts mehr von ihnen) und diese auch Zeit zum Spielen haben (dennoch sollte man mal nachschauen).
Wir haben unter dem Strich immer sehr gute Erfahrungen mit "Kinderurlauben" gemacht, hat man über die eigenen (kleinen) Kinder doch auch immer ganz schnell Kontakte zur lokalen Bevölkerung und wird auch häufig nicht so als Tourist wahrgenommen: Kinder öffnen viele Türen und zaubern schnell ein Lächeln in fremde Gesichter.
Ob die Gefahren und Gefährlichkeiten für Kinder im Ausland größer sind als im Inland, bezweifelen wir mittlerweile sehr, auf jeden Fall sind immer auch die Eltern als "Aufpasser" gefragt (das hält auf Trab und fit dazu!) und sind letztendlich auch immer die "Lehrer" der Kinder. Kinder lernen sehr schnell, können sich häufig gut anpassen und sind von Natur aus neugierig. Diesem darf und muss man Rechnung tragen. Viele Dinge erfahren wir auch immer wieder neu durch unsere Kinder, wenn wir uns über Erlebnisse abends austauschen.
Unsere Kinder können sich sehr gut an kleine Einzelheiten erinnern, sprechen meist das ganze Jahr (und auch noch länger) von ihren Erlebnissen und schließen auch immer gleich die Frage an (schon auf dem Frankfurter Flughafen bei Rückkehr), "wann sind wir wieder zurück in Namibia?"
Der nächste Namibia-Urlaub (2012) ist bereits wieder mit Kind geplant, organisiert und die Flüge sind "gesichert"; Initiator war unsere kleine Tochter, die mal wieder "schnell mal" die Sonne genießen möchte, sich gutes warmes Wetter wünscht und der Ansicht ist, dass man auf einer Reise doch deutlich mehr sehe, erfahre und lerne - als in der Schule und dass man doch die Schulpflicht für solche Reisen abschaffen sollte) und Kinder grundsätzlich beim Landrover im Reserverad auf der Motorhaube sitzen dürfen müssten!
Andere Kinder und aandere Eltern werden sicherlich vieles anders bewerten 🙁 ; wir meinen, dass gerade solche Exkursionen nach Namibia oder Botswana durchaus für Kinder geeignet sind 🙂 , diesen auch viel Spaß machen 😁 😁 und man "Familie" sehr intensiv und vielfältig erleben kann 🙂 , ganz ohne TV, Internet, Handy, Nintendo und ohne den Schulalltag(auch wir reisen in den Ferien, meistens 😉 . Viel Erfolg wünscht steenbok
als ebenfalls totale Afrka-Neulinge haben wir vor einigen Jahren mit Südafrika angefangen. Wir haben insgesamt drei Reisen mit erst einem und dann zwei Kindern gemacht und ich fand es für den Einstieg wunderbar weil relativ einfach zu bereisen. In den Herbstferien habt ihr wahrscheinlich 2 Wochen Zeit, da solltet ihr euch nicht zuviel vornehmen. Ihr könntet z.B. ab Johannesburg Richtung Blyde River Canon/Panoramaroute fahren. Dort könnt ihr mit kleineren Wanderungen viele tolle Sachen sehen (Unterkunft "Zur alten Mine" in Graskop, wird sich euer Sohn wohlfühlen), dann noch in den Krüger für die Tiere und vor Abflug 1 oder zwei Ü im Pilanesberg NP, nordwestlich von Jo'burg. Das ist für zwei Wochen schon mehr als genug, aber ihr habt Landschaft und Tiere. Wir waren immer in B&Bs, die haben in Südafrika einen sehr hohen Standard und sind bezahlbar. Ihr könnt ja mal schauen und weiter fragen! 2011 waren wir übrigens 4 Wochen in Namibia und Botswana, fände ich persönlich fürs erste Mal zu schwierig - aber ihr kommt ja eh wieder 🙂
Lieben Gruß Sille
NEneskaffeeThemenstarter3 Beiträge · seit 201216. Feb. 2012 · #6
Guten Morgen, danke schon einmal für Eure Antworten.
In unserer Vorstellung möchten wir nicht so viel herum fahren (haben übrigens schon im Alltag einen Defender und Philipp hat schon Alpenpässe super mitgemacht).
Wir möchten am liebsten in den 2 Wochen auf 2-3 Lodges einkehren und von dort die Natur mit Tieren erleben. Ich gebs zu - ich will möglichst viele Tiere sehen 😉. Dies kann dann ruhig zu Fuss erfolgen (Philipp ist auch schon 6 Stunden gewandert). Wir können uns also durchaus vorstellen, mehrere Stunden am Wasserloch zu sitzen und zu schauen. Wir sind nicht so Gruppen-Menschen und mögen es eher individueller.
Zusammengefasst heißt das wohl, kennt ihr schöne Farmen, wo man mit Kind eine spannende Zeit verbringen kann.
ich schätze, dass ihr ohne etwas Fahrerei nicht hinkommt, weil die intern. Flughäfen ja nicht direkt an den NPs liegen 😉 Für viele Tiere wäre denkbar ab Windhoek in die Etosha, Caprivi und zurück. Alternative Johannesburg, mehrere Camps/private Reserves im Krüger und zurück.
Hallo neskaffee (trinken wir gerne während unserer NAM/SA-Reisen),
Lodgen, besser noch Gästefarmen, eignen sich sehr für den Aufenthalt mit Kindern. Sollten kleinere Kinder nicht erwünscht sein, ist das i.d.R. auf den entsprechenden Internetseiten angegeben. Solche Unterkünfte meiden wir selbst nach Möglichkeit, auch ohne Kinder. Kinder wollen wir nicht ausgeschlossen wissen.
Mit berechtigten Einschränkungen müsst Ihr rechnen, wenn z.B.Großkatzen oder vergleichbare potentiell gefährlichere Tiere gehalten werden. Aber auch das geht aus den jeweiligen Internetseiten normalerweise hervor.
Fusswanderungen sind in den NP, beispielsweise innerhalb Etosha nicht möglich. Die Restcamps im östlichen Parkteil eignen sich jedoch durchweg für Kinder. Besonders Okaukuejo, aber auch Namutoni mit Warzenschweinen und Zebramangusten innerhalb des Camps.
Spitzkoppe (Wandern, Klettern), Ameib (Wanderwege und sogar ein Klettersteig), Ababis (Wanderwege, Straußenfarm), Büllsport (abent. Köcherbaumschlucht) und Etango (jg.Familie m.kleineren Kindern) sind (nicht nur) für Kinder geeignet.
Der Reisef.von Wendula Dahle "Namibia" Edition Erde geht in besonderer Weise auf die Bedürfnisse von Kindern ein.
Im wesentlichen dürfte das zuvor geschilderte auch für SA gelten. Die obige Liste liese sich sicher beliebig fortsetzen.
Zu Tansania kann ich nichts sagen, für eine Reise mit Eurem Kind würde ich Namibia von den gen.Zielen wahrscheinlich vorziehen. Herzliche Grüße Günter
NEneskaffeeThemenstarter3 Beiträge · seit 201216. Feb. 2012 · #9
Hallo, vielen Dank für die Buch-Info- hab ich schon bestellt.
Wir haben im Netz jetzt schon einige Farmen entdeckt die uns ganz gut gefallen.
Ein Schulfreund meines Mannes lebt in SA und betreibt dort eine Farm mit Pferdesafaris. Den haben wir jetzt auch angeschrieben, entweder zum Übernachten oder für Tipps.
Gestern Abend war eine schöne Dokumentation auf NDR zum Okavanga Delta - hat uns noch mehr Lust auf die Reise gemacht!