KAKaRoThemenstarter5 Beiträge · seit 201127. Sept. 2011 · #1Hallo Namibiafreunde,
erst mal vielen Dank für die vielen guten Tipps und mitreißenden Reiseberichte!
Wir (beide 34 und aus der Nähe von München) planen gerade unsere Ersttäter-Tour. Mitte November soll es mit einem Toyota Hilux und Dachzelt losgehen. Die erste Nacht ist gebucht, der Rest ist noch offen. Wir wollen uns nicht zu sehr festlegen, um dann auch flexibel zu sein.
Angedacht haben wir folgende Route:
1.Tag: Windhoek Game Camp
2.Tag: Franz Indongo Lodge - Campsite oder Khorab Lodge – Campsite
3.Tag: Halali
4.Tag: Okaukejo
5.Tag: Taleni Etosha Village
6.Tag: Ugabe Terrace Lodge – Campsite
7.Tag: Vingerklip Lodge oder Brandberg Rest Camp oder Brandberg White Lady Lodge
8./9.Tag: Swakopmund: Alte Brücke – Campsite
10.Tag: Bergeck Mission oder Tsondab Valley
11.Tag: Sesriem Campsite
12.Tag: Klein-Aus Eagle´s Nest
13.Tag: Brukkaros Campsite
14./15.Tag: Bagatelle Kalahari Game Ranch
16.Tag: Lake Oanob Resort
Ist das zu stressig? Würdet Ihr etwas anders machen?
Hat vielleicht noch jemand einen Tipp, was man unbedingt sehen oder doch besser streichen sollte?
Wir freuen uns schon auf Eure Antworten.
Danke und viele Grüße
KaRo
Günter Franz915 Beiträge · seit 201027. Sept. 2011 · #2Hallo KaRo,
das ist schon eine recht strenge Route für nur 2 Wochen. Da wird nicht mehr viel Gelegenheit zur angestrebten Flexibilität bleiben. Als südlichsten Punkt für diese Reise schlage ich Sesriem/Sossusvlei vor !
Mir fällt auch auf, dass Ihr fast durchweg nur eine Nacht pro Ziel vorgesehen habt. Besonders Etosha käme mir viel zu kurz weg.
Wenn Ihr schon an der Ugab Terrace Lodge eine Üb.einplant, braucht Ihr nicht auch noch in der Vingerklip L. (oder umgekehrt) zu übernachten. Sie liegen nebeneinander. Gleich in der Nähe gibt es auf Bambatsi alternativ sehr schöne und einsam gelegene Campsites (sh.unten).
Ich selbst campe nicht, insofern kann ich zu den anderen Campsites nichts aussagen.
vg günter
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200827. Sept. 2011 · #3Hallo KaRo,
weniger ist wirklich mehr - mehr vom Land und der tollen Landschaft. Aber es gibt halt viele, die auf Ihrer ersten Tour so viel wie möglich mitnehmen wollen. Ich gehöre übrigens auch dazu.
Ich würde auf jeden Fall in der Etosha mehr die Gegend um Namutoni (und Halali) in meine Planung einbeziehen. Es regnet jetzt schon, d. h. die Elefanten ziehen in Richtung Nord(osten). Ich würde von Windhoek aus durchfahren bis zur Onguma. Die haben eine schöne Campsite. Dort und/oder in Namutoni würde ich mindestens zwei Tage verbringen. Dann eine Nacht Halali und eine Nacht Okaukuejo. Taleni würde ich fallen lassen.
In Swakop würde ich auch noch einen Tag dranhängen und dann bis Sesriem weiterfahren. Dort würde ich auch zwei Nächte einplanen. Dann von da aus direkt in die Kalahari und nicht nach Aus.
Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
MAMartinL503 Beiträge · seit 200628. Sept. 2011 · #4Hallo KaRo,
ich glaube, Eure Route ist nicht nur zu stressig, sondern Ihr habt dabei nichts von Namibia. Ich habe das beim ersten Mal auch so ähnlich gemacht und könnte mich heute noch dafür ohrfeigen. 1. Nacht Windhoek ist o.k. Ansonsten würde ich die Route so planen, dass Ihr meistens zwei Tage irgendwo seid, um die Schönheit vor Ort genießen zu können, genug Zeit habt, um neue Lebensmittel zu kaufen usw.
Mein Vorschlag wäre: fahrt direkt hoch nach Etosha und bleibt verstärkt im Osten. Onguma ist wohl gut, Namutoni auch. Da habt Ihr den Vorteil, dass Ihr morgens früh los könnt. Ihr braucht auch Zeit an den Wasserstellen und werdet viel Zeit zum Staunen und Fotografieren benötigen. Bleibt da zwei Nächte und genießt die Zeit. Dann weiter nach Okaukuejo, da reicht dann vielleicht eine Nacht. Vingerklip- oder Ugab Terrace Lodge nimmt sich geographisch nicht viel. da Ihr schon gegen Mittag dort sein werdet, reicht vielleicht eine Nacht, wenn Ihr nicht den Dreischlag Twyfelfontein, versteinerter Wald, Orgelpfeifen mitnehmen wollt. In Swakopmund kommt Ihr je nach Abfahrt und Besichtigung zwischendurch irgendwann am Nachmittag an. Stadtspaziergang. In Swakopmund werdet Ihr gerade als Camper das kühlere Klima genießen. Ihr benötigt aus meiner Sicht auch Eure beiden geplanten Tage, um die Bootstour in Walvisbay und/oder die geführte Wüstentour durch die Namib zu unternehmen. Zumindest die Wüstentour ist m.E. ein absolutes Muß! Ich verteile beide Touren auf zwei Tage, d.h. Ihr benötigt ggf. eine dritte Nacht.
So, und nun kommen die Gewissensentscheidungen. Ich persönlich plane gerade 16 Tage fürs nächste Jahr und verkneife mir dabei den Süden und verbringe noch zusätzliche Nächte auf dem Weg nach Etosha (Frans Indongo ist eine gute Wahl, aber auch mehr wert als nur eine Nacht) und dann später auf der Rückfahrt von Swakopmund nach Windhoek noch im Erongo/Omaruru. Bleibe dann noch zwei Nächte in Windhoek, um Freunde zu besuchen. Wenn Ihr das nicht möchtet, kann ich unbedingt Ondekaremba in Flughafennähe empfehlen. Wunderbare Unterkunft, um die Reise am Ende noch einmal sacken zu lassen. Den Mietwagen könnt Ihr vorher abgeben und Euch vom Vermieter dorthin bringen lassen. Ondekaremba fährt Euch dann zum Flughafen.
Du kannst sicher sein: am Tag 1 nach Deiner Rückkehr beginnst Du zu sparen, um die nächste Reise nach Namibia zu machen. Da kannst Du dann in aller Ruhe den Süden ab Sesriem besuchen.
Wenn ich weiter kritisch auf den Südteil Deiner geplanten Reise schaue, so hast Du nur eine Nacht im Sossusvlei, d.h. wenn Du die Dünen genießen willst, musst Du morgens früh los und bleibst auch eine Weile im Vlei, um das Dead Vlei und das Sossusvlei zu besuchen. Du bist frühestens am späten Vormittag draußen, und dann noch der Ritt nach Aus...
Bei einer eigenen Südtour könntet Ihr zwei Nächte in Sesriem bleiben, von Aus aus bequem nach Lüderitz fahren und /oder eine der angebotenen Touren durchs Gelände mitmachen. Zumindest die Lüderitzhalbinsel finde ich lohnenswert. Dazu käme dann als nächste Station der Fish River und die eine oder andere Unterkunft in oder auf dem Weg zur Kalahari.
Ich möchte Euch wirklich nicht Eure Pläne zerstören, die Ihr Euch sicherlich mit vielen guten Gedanken ausgedacht habt, aber ich tendiere auch zu dem "weniger ist mehr" und empfehle eine klare Trennung zwischen Zentral/Nord und dem Süden.
Euch dennoch weiter viel Vorfreude auf ein großartiges Land, das Euch begeistern wird, auch wenn Eure Tour vielleicht nicht allumfassend ist.
Liebe Grüße
Martin
KAKaRoThemenstarter5 Beiträge · seit 201128. Sept. 2011 · #5Vielen Dank für Eure Ratschläge!
Wir werden unsere Tour nochmal überarbeiten. Hatten ja schon befürchtet, dass das so nicht gerade sinnvoll ist. Aber bei den vielen tollen Übernachtungsmöglichkeiten ists gar nicht so einfach, etwas weg zu lassen. Vielleicht sollten wir einfach drauflos fahren und uns treiben lassen? Ein Dachzelt haben wir ja dabei.
LG
KaRo