seal hunt

8 Antworten · 2'173 Aufrufe · gestartet 21. Juli 2011 von DieSowosammas
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Themenstarter8 Beiträge · seit 200821. Juli 2011 · #1
Liebe Namibia-Fans,

ich habe vor kurzem erst erfahren, dass in Namibia Seehunde äußerst brutal abgeschlachtet werden. Bei unserem ersten Trip wusste ich es noch nicht. Ein Einzelner kann nicht viel dagegen ausrichten, vielleicht können es aber viele, die das Land lieben, und darauf hinweisen, dass durch das Abschlachten das Image Namibias als Touristenziel böse leidet.
Ich habe hier im Forum zu dem Thema gesucht, aber war entsetzt über meinen Fund: die Probleme reduzierten sich auf: sind Robbensouvenirs in Deutschland illegal und hoffentlich ist die Unterkunft vor Ort während der Schlachtsaison nicht geschlossen, das würde mir meinen Urlaub ruinieren. Hilfe!
Da die Seehunde nicht an der Überfischung der Weltmeere schuld sind und auch die übrigen Rechtfertigungen für dieses Gemetzel äußerst zweifelhaft sind, hoffe ich trotzdem auf Unterstützung durch die Forumsmitglieder! Bitte schaut Euch die Seite
https://sites.google.com/site/thesealsofnam/get-involved/the-boycott oder http://www.piaberrend.org/seal-cull-in-namibia-are-you-willing-to-boycott-namibia-and-how/
an. Ich möchte niemanden von einer Tour nach Namibia abhalten, vielleicht können informierte Touristen direkt vor Ort sogar mehr erreichen, informierte Öffentlichkeit ist wichtig!

Alexandra
1'680 Beiträge · seit 200721. Juli 2011 · #2
guggst du hier - war schon Thema im Forum
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
33,1k Beiträge · seit 200621. Juli 2011 · #3
Hi Alexandra,

das Thema hatten wir in den vergangenen Wochen schon häufiger in anderen Threads, z.B. http://namibia-forum.ch/forum/17-news/193522-namibia-todes-pruegel-fuer-80000-robben.html
... auch die übrigen Rechtfertigungen für dieses Gemetzel äußerst zweifelhaft sind, hoffe ich trotzdem auf Unterstützung durch die Forumsmitglieder!
Darüber lässt sich (siehe den verlinkten Thread) eben trefflich streiten. Was siehst Du denn als Alternative an?

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 21. Juli 2011
7 Beiträge · seit 201121. Juli 2011 · #4
Hallo möchte mich mal kurz vorstellen.
Meine Frau und ich sind im reifen Alter, hatten früher einen schönen Blick auf die Donau, aber seit vielen Jahren nun auf den Süd-Atlantik in Afrika. Namibia ist uns nach vielen Besuchen nicht unbekannt. Seit langer Zeit schauen wir schon ins Forum rein und finde es zum grossen Teil sehr interessant, manchmal freundlich ein andermal grob, aber so ist das Leben.
Zum seal hunt gibt es sicher eine humanere Art, wenn man es schon tun muss.
Gruss
M.M.T
2'048 Beiträge · seit 200721. Juli 2011 · #5
Hallo MMT,
das ist ein unguter Anfang - ausgerechnet in so einem Thread die Vorstellung zu platzieren. Daher von mir erstmal ein herzliches Willkommen im Forum an Dich.

und zum Thema: heute in der AZ

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
7 Beiträge · seit 201121. Juli 2011 · #6
Hallo Jaw,
was soll ich dazu sagen??
M.M.T
Themenstarter8 Beiträge · seit 200828. Juli 2011 · #7
Liebe Forums-Mitglieder,

danke für die Hinweise, dass das Abschlachten der Seehunde bereits Thema im Forum war, einiges hatte ich ja schon gefunden. D. h., anderen geht es wie mir, sie sind mit diesem Vorgehen nicht einverstanden. Die Frage ist doch jetzt: können wir etwas ändern? Mein Anliegen war (zugegeben wegen meines Ensetzens und aus Zeitnot äußerst unglücklich formuliert, sorry) Unterstützung für die Seehunde in einem Kreis von Menschen zu finden, die sich intensiv mit Namibia und seiner Natur auseinandersetzen und deren Stimme deswegen ein höheres Gewicht hat. Namibia wirbt mit seinen Nationalparks um Touristen und tötet doch die Seehunde, wohlwissend, dass dies nicht mehr vermittelbar ist, sonst würden ja nicht die Versuche unternommen, das Schlachten zu verheimlichen. Wer profitiert davon? Die Einheimischen sind es nicht, da Wanderarbeiter aus Angola angeheuert werden und die Überfischung ist nicht mit dem Dezimieren der Seehunde erledigt. Wenn den Chinesen etwas Gutes getan werden soll, kann auch die Jagd auf Nashörner wieder freigegeben werden, da das Horn als Wundermittel gegen Krebs gilt (nicht nur als Wundermittel für die Potenz). Das Argument "so ist das Leben" finde ich nicht wirklich befriedigend. Gibt es in diesem Forum Mitglieder, die Ansprechpartner in Namibia haben, denen sie erklären können, dass das Ansehen Namibias als Reiseziel für Touristen, die wegen der Natur und der Nationalparks kommen, unter der Seehundjagd leidet? Gibt es Möglichkeiten, es immer wieder anzusprechen, nach dem Motto steter Tropfen höhlt den Stein? Ist unter den Forums-Mitgliedern das Interesse vorhanden, dieses Schlachten zu beenden? Denn wenn es nur wichtig ist, den Sundowner in spektakulärer Natur zu nehmen und tolle Fotos von den Raubkatzenauswilderungsstationen mit nach Hause zu bringen, aber um die Seehundjagd wissend,sich nicht weiter darum zu kümmern, dann kann ich nur zitieren: was soll ich dazu sagen?
Viele Grüße
Alexandra
33,1k Beiträge · seit 200628. Juli 2011 · #8
Hallo Alexandra,
D. h., anderen geht es wie mir, sie sind mit diesem Vorgehen nicht einverstanden.
Und anderen geht es anders als Dir. Man muss meiner Meinung nach zwischen Notwendigkeit des Tötens und Art unf Weise des Tötens unterscheiden. Notwendig ist es, die Art und Weise ist aber sicherlich nicht unbedingt "human", aber eben kostengünstig, effektiv, etc. Und klar, im Endeffekt geht es auch ums Geld. Nur man sollte nicht denken, wenn es jetzt gar keine Abnehmer für Fleisch, Fell, Fett etc. der Robben mehr geben würde, dass dann das Schlachten aufhört. Es ist eben notwendig!
Namibia wirbt mit seinen Nationalparks um Touristen und tötet doch die Seehunde, wohlwissend, dass dies nicht mehr vermittelbar ist, sonst würden ja nicht die Versuche unternommen, das Schlachten zu verheimlichen.
Na ja, grundsätzlich einmal wird zur Zeit des Schlachtens Cape Cross für Touristen geschlossen. Wenn dann irgendwelche halbstarken Aktivisten versuchen müssen über Zäune zu klettern und Kameras aufzustellen (beides illegal), dann muss man eben zu anderen Mitteln seitens der Polizei greifen. Und das wurde eben getan. Zudem gehört zur Natur, Umwelt etc. in Namibia auch die Jagd und das töten von Tieren. Nationalparks, Naturschutz und töten von Tieren schließt sich meiner Meinung nach keineswegs aus, ganz im Gegenteil. Im Falle der Robben schützt man eben die Fischbestände. Ist ein Fisch weniger Wert als eine Robbe?
kann auch die Jagd auf Nashörner wieder freigegeben werden
Die ist frei gegeben... es werden und wurden schon immer legal Nashörner in Namibia gejagd (natürlich unter sehr strenger Aufsicht, geringen Quoten etc.).
..., dass das Ansehen Namibias als Reiseziel für Touristen, die wegen der Natur und der Nationalparks kommen, unter der Seehundjagd leidet?
Sagt wer? Meinst Du ohne die paar Wochen in denen Robben geschlachtet werden hätte Namibia auf einmal mehr Touristen? In Kanada werden auch jede Menge Robben geschlachtet (auf die gleiche Art und Weise übrigens... nur fast 3x so viele)... dem Tourismus scheint es nicht zu schaden, zumindest nicht in seiner Gesamtheit.

Und vor allem abschleißend: Was ist die Alternative? Ich finde in dem Zusammenhang diesen Leserbrief durchaus interessant.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter8 Beiträge · seit 200830. Juli 2011 · #9
Kann man so sehen, muss man aber nicht.

Wer sich für Namibia und seine faszinierende Tierwelt interessiert, sollte sich den aktuellen Bericht über den Einsatz von Seashepherd in Namibia ansehen:

http://www.seashepherd.org/campaigns/seals/namibia-seal-defense

Viele Grüße
Alexandra