Tagesablauf im Okowango

13 Antworten · 7'346 Aufrufe · gestartet 27. Juni 2006 von karl
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Themenstarter406 Beiträge · seit 200627. Juni 2006 · #1
Hallo!!
Bin schon öfters im Südlichen Afrika unterwegs gewesen, aber noch nie mit
4x4 und Dachzelt.
Daher einige Fragen zu einen Sinnvollen Tagesablauf

Pirschfahrt: Vor oder nach Frühstück.Sind am Abend Pirschfahrten sinnvoll.
Hauptmahlzeit:Mittags, später Nachmittag oder im dunkeln
Zeltplatz richten:früher oder später Nachmittag
Lagerfeuer:ist nach dem Brai ein Glas Wein oder Bier gefährlich

Danke im vorraus
Karl
459 Beiträge · seit 200627. Juni 2006 · #2
Hallo Karl,

mir fällt da die Faustregel von dt800 ein, an die wir uns fast immer in Botswana halten :

Wenn es dunkel wird ins Zelt und wenn es hell wird wieder raus !

Im großen und ganzen trifft es zu, da gerade in Botswana die Camps nicht eingzäunt sind, kommt es oft vor das einige Besucher (Hyänen, Elefanten, etc.) vorbei schauen !

Zu den Pirschfahrten kann ich Dir den Morgen vor dem Frühstück und späten Nachmittag empfehlen.

Bier oder Wein ich kenne Deine Blase nicht ?

Gruß
anddor
😁 😃<br><br>Post geändert von: anddor, am: 27/06/2006 19:38
1'059 Beiträge · seit 200628. Juni 2006 · #3
moin

wir haben das meistens so gemacht: morgens mit der sonne aufstehen, der erste setzt das wasser für den kaffe auf, kaffe in den becher und ab auf pirsch. danach ein spätes und ausgiebiges frühstück, mittags nur ein leichtes mahl und am späten nachmittag bis kurz vor sonnenuntergang nochmals auf pirsch. dann natürlich das obligate lagerfeuer für den braai. mit etwas umsicht ist auch ein gemütliches bierchen am feuer auch nach einbruch der dunkelheit ohne probleme zu geniessen. für mich sogar etwas vom schönsten überhaupt, abends am feuer und unter dem unglaublichen sternenhimmel den geräuschen der natur zu lauschen. und von wegen blase: als mann hat man es da relativ einfach: sollte man nachts mal müssen, zuerst mit der taschenlampe gegend ausleuchten, dann auf die leiter vom dachzelt stehen und einfach runterpinkeln. 😎

viel spass & grüsse,
samuel.
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
1'450 Beiträge · seit 200628. Juni 2006 · #4
Hallo, wir haben es eigentlich auch immer so gehalten, dass wir bei Dunkelheit ins Zelt sind. Aber einmal im Moremmi war es so schön, dass wir draussen geblieben sind. Vor uns das Lagerfeuer, hinter uns das Auto, so fühlten wir uns sicher, bis wir dann auf die Idee kamen, mit der Taschenlampe einmal die Gegend um uns abzuleuchten. Und da schlich doch tatsächlich eine Hyäne keine 10 m von uns entfernt herum! Wir waren dann allerdings sehr schnell im Zelt.
Gruss Beate
158 Beiträge · seit 200628. Juni 2006 · #5
Hallo zusammen!
Also bei Dunkelheit ins Zelt zu schlüpfen, halte ich doch für sehr übertrieben. Denn da muss ich ja oft schon um 18 Uhr ins Nest!!!😳
Ich finde, der Abend am Lagerfeuer unter dem fantastischen Sternenhimmel mit Bier oder Wein gehört mit zu den schönsten Erlebnissen. Und wenn man übers Feuer hinweg einer puscheligen Hyäne in die neugierigen Augen blickt, wird man auch nicht gleich gefressen. In Afrika sind doch nicht haufenweise Menschen fressende Ungeheur unterwegs 😮 Allerdings sollte man sich im Dunkeln nicht vom Lager entfernen.
Liebe Grüße von Catbird 😎
2'732 Beiträge · seit 200628. Juni 2006 · #6
Lagerfeuer und B&B (Beer & Biltong) gehoeren fuer uns zum Abend einfach dazu. Allerdings veruschen wir immer zwischen Auto und Lagerfeuer zu sitzen um wenigstens von zwei Seiten Schutz zu haben.
Ansonsten ist Morgen und Abend einfach ideal - auch wegen dem Licht zum Fotografieren.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Gast28. Juni 2006 · #7
moin,

ich kann all denen nur beipflichten, für die es einfach zu einer Safari dazu gehört, abends dem Sundowner zu fröhnen:)

Ich stelle es mir grausam vor, sofort in den Schlafsack zu kriechen und nichts aber auch garnichts von den herrlichen afrikanischen Nächten mitzubekommen. Ich gehe doch auch nicht ins Kino und binde mir die Augen zu! Ich würde auch nie und nimmer in ein Konzert gehen mit Ohropax in den Ohren, damit ich den "Krach" nicht höre!

Ein erschütterter Gernot
1'312 Beiträge · seit 200628. Juni 2006 · #8
Hallo,

für uns gehört das abendliche Sitzen am Lagerfeuer mit einem guten Wein und der afrikanischen Kulisse zu den schönsten Momenten unserer Reisen.
Auch wir schauen, daß wir mit dem Rücken zum Auto sitzen und vor uns das Lagerfeuer haben.
In Moremi hatten wir abends schon Besuch von einer Löwin, die sich aber nicht für uns interessiert hat. In Third Bridge hat jedesmal ein Flusspferd neben unserem Wagen geschlafen. Diese Momente wird man nicht vergessen.
Morgens frühstücken wir immer bevor wir losfahren. Sehen tut man trotzdem noch genug. Aber jeder muß seinen eigenen Rhythmus finden.

Viel Spaß und liebe Grüße
Jaffles
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
382 Beiträge · seit 200631. Aug. 2006 · #9
Mich würde interessieren wie das in Namibia so ist - sind die Campingplätze eingezäunt oder muss man auch mit Besuch diverser Großkatzen etc. rechnen?😳

Also ohne mein Bier oder Wein beim Lagerfeuer geh ich sicher nicht schlafen 🙂
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
3'491 Beiträge · seit 200631. Aug. 2006 · #10
Hallo BaliHai,
wir sind zwar keine Camper, aber haben doch schon einige Campingplätze gesehen. Eingezäunt sind die meist nicht (Ausnahme natürlich Etosha ), aber dennoch musst Du nicht unbedingt mit dem Besuch von Großkatzen rechnen - die gibt es nämlich in Namibia außerhalb der Nationalparks eher selten: ja - Geparde und Leoparde natürlich, aber die werden einen Teufel tun und Dich auf dem Campingplatz besuchen; Löwen dagegen - oben an der Skelettküste - kommen da öfter schon mal näher, sind aber regelmäßig an Menschen auch nicht interessiert ( im Zelt bist Du sowieso absolut sicher ). Lediglich von Hyänen gibt es einige Berichte, dass sie im Freien schlafende Touristen angefallen haben ( auf dem Sossusvlei Campingplatz 2 x kurz hintereinander ). Ähnliches soll auch mal in Okaukuejo/Etosha mit einem Löwen vorgekommen sein, obwohl das Camp eingezäunt ist. Dennoch laufen da jede Menge Schakale und auch Dachse herum. Aber das sind ja nun keine "Menschenfresser". Fazit: egal wo - man legt sich einfach nicht ohne Zelt in die Gegend.
Gruß Joli
1'457 Beiträge · seit 200631. Aug. 2006 · #11
ja das Zelt ist immer sicherer, aber ich weiß wirklich nicht, ob es absolut sicher ist. Passiert ist mir nichts, aber ich lag schon ne Weile im Okavango Delta wach und vor Allem (weil alleine) an der Strasse zum Eingang von Etosha kurz nach der Kreuzung 😗
382 Beiträge · seit 200631. Aug. 2006 · #12
aha - also was heißt das jetzt? Ist es ein Problem wenn man (ausgenommen im Etosha) abends am Lagerfeuer sitzt? Ich kann ja nicht um 19h schlafen gehen!?!?

In Kanada ist immer das Problem mit den Bären, aber die kommen eigentlich auch nie dorthin wo Feuer ist...

Ist man bei den Campingplätzen eigentlich oft allein im März/April oder sind zumindest die Besitzer / Verwalter dort???
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
95 Beiträge · seit 200631. Aug. 2006 · #13
Hi,

nein, in Namibia ist es k e i n Problem, gemütlich abends am Feuer noch zu sitzen. Wäre ja auch echt eine Schande, den Sternenhimmel zu verpassen ! In Etosha sowieso nicht und auf anderen Campingplätzen haben wir es im März diesen Jahres auch regelmäßig gemacht und außer hin und wieder einem Schakal hat sich nichts an Tieren gezeigt. Es gab nur einen Campingplatz, wo wir komplett allein waren (irgendwo hinter Tsumkwe nahe an der Grenze zu Botswana), zwar war die örtliche Buschmann-Dorfgemeinschaft, die den Platz auch betreibt, in der Nähe, aber andere Gäste gab es nicht. Im Okavango Delta haben wir auch regelmäßig noch bis ca. 22.00 Uhr am Feuer gesessen und unseren Wein gesüffelt. Allerdings erinnere ich mich noch sehr gut an eine Nacht im Guma Lagoon Camp in Botswana, wo ich nachts noch mal raus musste. Ich habe mich nur 3 Meter neben meinem Zelt "niedergelassen", hörte dann Gegrunze, Rascheln und Geschnaufe und ich schwöre: Ich habe den Weg zum Zelt in Bruchteilen von Sekunden zurückgelegt und von dieser Nacht an die Plastiktüten-Lösung für gewisse Bedürfnisse genutzt ! Die "Spurensicherung" am nächsten Morgen ergab: Es war mindestens ein Hippo im Camp.

Happy Hippos, Pernille
2'732 Beiträge · seit 200601. Sept. 2006 · #14
Also das mit dem Hippo kann ich bestätigen. Hatten das Auto im Rücken und gute 2 m davor das Lagerfeuer. Ein Hippo kam aus dem Wasser und ging keine 2 m von unseren Lagerfeuer entfernt zu seinen Weidegründen. Das war um 20 Uhr (und wir waren schlagartig müde!)
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.