Malaria: aktuelle Pressemitteilung FRM e.V.

16 Antworten · 4'229 Aufrufe · gestartet 06. Juli 2010 von Butterblume
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3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #2
Ja diese Zahlen sind immer wieder beeindruckend und erschreckend zu gleich.....

Leider ist auch eine geistige Malariaresistenz vorhanden bei den Reisenden, eine der wenigen Krankheiten die in westlichen Gefilden die nicht die Nachachtung erhält die sie verdient...

Danke für den Infolink, Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
461 Beiträge · seit 200806. Juli 2010 · #3
Hallo Marina

Danke für die Info.

Ich kann mich immer wieder nur wundern, dass man bei diesem Thema selber entscheidet und nicht auf den fachlichen Rat der Mediziner setzt.

Im Gegensatz dazu sind meistens nur der beste Fachmann und die besten Teile bei einer Autoreparatur gut genug.

Gruss
Tom
154 Beiträge · seit 201006. Juli 2010 · #4
Hallo,

also was den Rat betrifft, da scheiden sich immer noch die Fachleute. Mir wurde vom Tropeninstitut empfohlen Malarone als Standby mitzunehmen.

Ein Bekannter, der als Malariaexperte arbeitet, weigert sich wegen der Nebenwirkungen seinen Kindern was zu geben.

Man natürlich auch wissen, dass die Prohylaxe nicht verhindert, dass man Malaria kriegt. Das Risiko besteht immer noch, auch wenn vielleicht nur in abgeschwächter Form.

Wichtig ist, dass man konsequent Vorbeugung gegen Mückenstiche macht (Moskitonetz, abends lange Hosen und Ärmel, Antimückenmittel usw.)
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
1'096 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #5
Tom Swiss schrieb:
Ich kann mich immer wieder nur wundern, dass man bei diesem Thema selber entscheidet und nicht auf den fachlichen Rat der Mediziner setzt.
Hallo Tom,

vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen ihr blindes Vertrauen verloren haben?
Ich finde das gut. Es geht nichts über Eigenverantwortung und das www bietet heute sehr gute Informationsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen. Ich habe mich bei meiner ersten Fernreise vor vielen Jahren von einem Tropenmediziner beraten lassen und einer Malariaprophylaxe zugestimmt. Nach 1 Woche der Qual (Schwindel und dauerhafte Übelkeit) habe ich mich entschlossen den Rest zu entsorgen. Seitdem habe ich nie wieder eine Prophylaxe durchgeführt.

Gerade bei Malaria sehe ich die Sache sehr differenziert. Was machst du, wenn du einen längeren Aufenthalt planst? 6 Monate Prophylaxe schlucken?

Mit einem wachen Geist, vernünftiger Kleidung und einem geeigneten Schlafplatz hast du mehr als die halbe Miete.
Ich glaube, dass Menschen die Prophylaxe einnehmen unbewußt oder bewußt "fahrlässiger" mit dem Eigenschutz umgehen. Das kann ich nicht beweisen und es ist reine Spekulation von mir aber Touris in Shorts und Latschen am Lagerfeuer/Buma ist doch nicht so selten, oder? 😉

Menschen die blind folgen haben sich auch gegen Schweinegrippe impfen lassen 🤩

Grüße
3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #6
Seyko schrieb:


Ich glaube, dass Menschen die Prophylaxe einnehmen unbewußt oder bewußt "fahrlässiger" mit dem Eigenschutz umgehen. Das kann ich nicht beweisen und es ist reine Spekulation
Grüße
Aha...

und das soll dann noch ein ernstzunehmender Rat sein
😛

Nö danke, dann lieber Rat von einem Arzt der mehr als 5 Minuten Hobbymedizin studiert hat, nix für ungut 🙂

Kurt
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
1'680 Beiträge · seit 200706. Juli 2010 · #7
erst einmal Danke Marina für die Information
Seyko schrieb:
Menschen die blind folgen haben sich auch gegen Schweinegrippe impfen lassen 🤩
danke für die Watsche an Chronisch und/oder Atemwegskranke *kopfschütteln*

und zur Prophylaxe, klar ist aktiver Mückenschutz erst einmal das A und O der Malariaprophylaxe und für mich selbstverständlich, genauso wie die medikamentöse Prophylaxe bei einer Reise in ein Malaria-Gebiet, wenn mir der Facharzt dazu rät - mir erschliesst es sich einfach nicht, warum aus Kostengründen bei einer Reise in ein Malaria-Gebiet auf derartige Prophylaxe verzichtet wird, denn diese macht bei dem Gesamtbudget den Kohl auch nicht mehr fett.

ansonsten Tom und Kurt *anschliess*

Gruss M@rie
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2010
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #8
Hallo,

der erste Artikel differenziert doch wunderbar:
Da in Kambodscha und in Grenzgebieten
zu Thailand, in Laos und Burma die Erreger bereits resistent gegen Mefloquin sind, greift
man dort besser zu MalaroneR oder Doxycyclin. Alternativ kommt auch die Mitnahme eines
Notfallpräparates in Frage, das bei Auftreten von Fieber und Fehlen von ärztlicher Hilfe eingenommen
werden kann. Das gilt vor allem bei Reisen in Gebiete mit niedrigem Infektionsrisiko.
Ob kontinuierliche Chemoprophylaxe oder Standby-Therapie angezeigt sind, entscheidet
sich ganz individuell je nach Reiseziel, - zeit, -dauer und –stil, sowie nach den persönlichen
Umständen (Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft)
des Reisenden.
Unabdingbar in jedem Fall ist
die Expositionsprophylaxe vor den Stichen der dämmerungs- und nachtaktiven Moskitos
mittels Moskitonetz, Repellents (DEET oder Icaridin) und heller, imprägnierter Kleidung, die
Arme und Beine bedecken.
Jeder muss für sich und seine individuelle Reisesituation eine individuelle Entscheidung - möglichst informiert treffen (können). Je mehr Informationsquellen man hat, um so richtiger wird diese Entscheidung (möglicherweise) ausfallen.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
94 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #9
Hallo an alle Fomis,
Da wir nächstes Jahr mal wieder zur Regenzeit fliegen, ist Malaria bei uns natürlich auch Thema.
Nachdem wir mit mehreren Experten und Laien in Nam und Deutschland gesprochen haben, werden wir keine Prophylaxe machen. Aus Nam wurde uns empfohlen, möglichst guten Schutz gegen Stiche zu betreiben und bei kleinsten Symptomen einen Arzt zu kontaktieren. Da es schwierig sein kann nach einer falschen Prophylaxe, Malaria zu behandeln. Die Nebenwirkungen sind auch nicht ohne. Ich habe jedenfalls keine Lust von meinen 3 Wochen Urlaub, 1 Woche krank zu sein.
Viel Gesundheit wünscht Esther
461 Beiträge · seit 200806. Juli 2010 · #10
Lieber Seyko

Es gibt mittlerweile neue Mittel und die alte Prophylaxe (die ich das erste Mal von 30 Jahren nahm) ist mittlerweile durch besseres ersetzt worden.

Wer sich wegen der Schweinegrippe impfen liess hat einfach eine "Versicherung" mehr gehabt. Im Nachhinein ist man immer gescheiter. Und das Risiko mit der Schweinegrippe war ein sein kleines verglichen mit Malaria.

Auf jeden Fall wünsche ich dir gute Gesundheit.

Gruss
Tom
1'096 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #11
Crazy Zebra schrieb:
Seyko schrieb:


Ich glaube, dass Menschen die Prophylaxe einnehmen unbewußt oder bewußt "fahrlässiger" mit dem Eigenschutz umgehen. Das kann ich nicht beweisen und es ist reine Spekulation
Grüße
Aha...

und das soll dann noch ein ernstzunehmender Rat sein
😛

Nö danke, dann lieber Rat von einem Arzt der mehr als 5 Minuten Hobbymedizin studiert hat, nix für ungut 🙂

Kurt
Och Mönsch Kurt. Warum verdrehst du die Sätze? Die von dir zitierte Passage enthält keinen Rat. Was soll dein Kommentar?
Was hast du daran auszusetzen, wenn ich befürworte, dass jeder selber denkt? Wer sich das nicht zutraut muss es ja nicht...

Ich hätte dir mehr Sachlichkeit zugetraut...

Es stehen noch zwei Fragen im Raum. Ganz konkret und ganz sachlich:
1. Was rätst du jemandem, der mehr als 3 Wochen in ein Malariagebiet reist?
2. Was sollte ich deiner Meinung nach tun, wenn ich 1 Woche durch die Gegend torkele wie ein schwer Betrunkener weil mein Gleichgewichtssinn gestört ist und mir dauerübel ist?

Du hast scheinbar die von mir genannte Gruppierung noch nicht getroffen. Das heisst aber übrigens nicht das es sie nicht gibt...

Grüße
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200906. Juli 2010 · #12
und hier noch ein Zitat aus einer Veröffentlichung der Bundesregierung:
Die Behandlung

Seit vielen Jahrzehnten schon wird Chloroquin als preiswertes Medikament mit relativ geringen Nebenwirkungen gegen Malaria eingesetzt. Doch durch die in Afrika weit verbreitete Resistenz des Erregers gegen Chloroquin ist dieses preisgünstigste Malariamittel nicht mehr wirkungsvoll.

Das aus der Pflanze Artemisia annua (chinesischer Beifuß) gewonnene Artemisinin bildet die Grundlage für die zur Zeit effektivsten Mittel zur Behandlung der Malaria. Es gibt jedoch nur wenige internationale Pharmakonzerne, die Malariamedikamente auf Artemisininbasis produzieren. Diese Medikamente sind dann auch noch vergleichsweise teuer. Somit ist die Versorgung der Malariapatienten mit den hochwirksamen Medikamenten in den meisten afrikanischen Ländern nicht gewährleistet.
Die komplette Veröffentlichung ist hier zu finden: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Magazine/emags/evelop/054/s5-pflanze-medikament-action-medeor.html

In Kenia werden diese Malariamedikamente in Eigenregie mit ausländischer Unterstützung bereits hergestellt. Gerade die Heilungsrate bei Kindern ist sehr hoch.

Ist also für Einige auch ev. eine mögliche Alternative.

LG Marina
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1'287 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #13
Sie hatte auch eine Meinung und kein Wissen

06.07.: Die britische Sängerin und TV-Moderatorin Cheryl Cole ist bei einem Fotoshooting zusammengebrochen. Erschöpfung lautete zunächst die Diagnose. Doch nun ergaben Untersuchungen: Es ist Malaria.

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,704899,00.html

Na ja, Malaria ist ja nun mal keine seltene Erkrankung - die Friedhöfe sind voll davon.

Aber das ist ja irgendwie auch wie beim Nichtraucherschutz. Einige laufen aus egoistischen Motiven oder weil Sie das Licht der Aufklärung einfach nicht erreicht lieber als Gefährder herum, da sie zur Weiterverbreitung Ihrer Malaria einen wertvollen Beitrag leisten. Sie gefährden ja eben nicht nur sich selbst, sondern sind Virenschleudern und gefährden andere.

Danke Tom Swiss für Deine Worte im Thread Caprivi und Malaria. Lass uns die Fackel der Aufklärung ein wenig höher halten.

Mit sonnigen Grüßen vom Hypochonder aus Windhoek
415 Beiträge · seit 201006. Juli 2010 · #14
Hallo Esther,

nur für Dich ein aktueller Auszug aus einer Pressemitteilung des FORUM Reisen und Medizin e.V.

"Jedes Jahr erkranken zwischen 300 und 500 Millionen Menschen weltweit an der durch Mücken übertragenen Krankheit und 1,5 bis 2,7 Mio. sterben daran, vor allem Kinder.
Gefährdet sind aber auch Reisende und Personen, die beruflich in Endemiegebieten tätig sind. Die WHO schätzt, dass etwa 300. 000 Touristen jährlich die Infektion importieren. Für Deutschland meldete das Robert-Koch-Institut 2009 523 Erkrankungen, zu 88% aus afrikanischen Ländern eingeschleppt."


Zur Vermeidung dieser schweren Erkrankung gehört
    1. Expositionsprophylaxe (Wissen über die Überträger und Krankheit, Kleidung, Schutz etc.) und ggf.
    2. Chemoprophylaxe (je nach Resistenzlage entspr. Medikamente die in aller, aller Regel sehr gut vertragen werden)
Warum dann bewußt ein Risiko eingehen - sorry, dafür habe ich kein Verständnis.

Nochwas: kennst Du Menschen, die an derartigen Infektionen gelitten haben / leiden? Nein? Ich berufsbedingt leider viele...

Liebe Fomis.
Hier und auch im WWW ist eine individuelle und verantwortbare Beratung niemals möglich. Daher sollte rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung erfolgen. Da eine Vielzahl von Faktoren das individuelle Malariarisiko festlegen, sollte in einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt die richtige Malariaprophylaxe auch stets individuell festgelegt werden.

Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #15
Seyko schrieb:
Crazy Zebra schrieb:
Seyko schrieb:


Ich glaube, dass Menschen die Prophylaxe einnehmen unbewußt oder bewußt "fahrlässiger" mit dem Eigenschutz umgehen. Das kann ich nicht beweisen und es ist reine Spekulation
Grüße
Aha...

und das soll dann noch ein ernstzunehmender Rat sein
😛

Nö danke, dann lieber Rat von einem Arzt der mehr als 5 Minuten Hobbymedizin studiert hat, nix für ungut 🙂

Kurt
2. Was sollte ich deiner Meinung nach tun, wenn ich 1 Woche durch die Gegend torkele wie ein schwer Betrunkener weil mein Gleichgewichtssinn gestört ist und mir dauerübel ist?


Grüße
Weniger trinken vieleicht? 😄

Hand auf's Herz, ist es dir so ergangen?

Und, man kann eine Medikamentenverträglichkeit antesten, zu Hause einfach ausprobieren, eventuel ein anderes nehmen - it's so easy!

Ja ich nehme jeweils über längere Zeit Medis, für mich no Problem.

Und wenn ich die Wahl hätte (nicht von dir erwähnt) zwischen einer Woche Krankheit im Urlaub und einem gesunden Restleben, ja ich würde diese Woche akzeptieren 😛
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3'766 Beiträge · seit 200606. Juli 2010 · #16
JUKoehler schrieb:

Hier und auch im WWW ist eine individuelle und verantwortbare Beratung niemals möglich.

Jens-Uwe
100% deiner Meinung!

Grüsse Kurt
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94 Beiträge · seit 200908. Juli 2010 · #17
Hallo Jens-Uwe,
ich stimme Dir absolut zu, dass sich jeder informieren sollte und dann für sich entscheiden, was er tut. Wie bei vielen Themen bekommt man auch bei der Malaria Prophylaxe von 4 Leuten wahrscheinlich mind.3 verschiedene Ratschläge.
Ich kenne sehr wohl Einige, die Malaria hatten, aber auch sehr Viele, die ohne Prophylaxe keine Probleme hatten.
sonnige Grüße aus dem Norden