CACATSThemenstarter20 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #1hallo,
gerade haben mein mann und ich ein thema kontrovers diskutiert,
das auf ein ereignis von vor 2 jahren beruht. wir waren im krüger np auf
'pirschfahrt' langsam rollten wir auf einem nebenweg ein kleinen hang hinunter und um eine kurve.....direkt vor uns auf dem weg stand ein elli
und fraß die blätter von einem busch.....wir alle 3 erschraken fürchterlich
...mein mann bremste und der elefant wandte sich uns mit dem bueschel
blätter im mund zu, ließ die ohren flattern, hob den ruessel und rannte
so auf uns zu.
wir legten den rückwärtsgang ein und preschten zurück um die kurve und im rückwärtsgang den huegel hoch. das war nicht ohne....
als wir heute darueber sprachen, meinte mein mann das flüchten war quatsch, der elefant haette sich sicher nach dem ersten schreck auch wieder beruhigt, wir haetten also nur ruhig stehen bleiben sollen.
das sehe ich ich jedoch nicht so. ich wuerde wieder abhauen....da ich aber von uns beiden eh nicht der mutigere bin, wuerde mich interessieren wie ihr das unverhoffte zusammentreffen mit gefährlichen tieren meistert
es gruesst, christel
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #2hallo christel
solange der elefant mit den ohren wedelt ist es reines imponiergehabe.
der grösste fehler in einer solchen situation ist schnell zu flüchten (ausser du bist wirklich schnell und das ist der rückwärtsgang nicht). die tiere werden durch eure flucht dazu aufgefordert euch zu verfolgen. sicherer wäre es den ersten ansturm verstreichen zu lassen (der elefant wird abbremsen). in der regel beruhigt sich die situation dann sehr schnell und der elefant wird weichen wenn er genug raum hat. was ihr auch machen könnt, ist nach dem ersten ansturm langsam rückwärts zu fahren aber so dass es nicht nach flucht aussieht.
dass sich das alles so einfach schreibt ist klar, wir hatten diese situation aber mehr als einmal und haben immer so gehandelt ohne dass es zu problemen kam. die nachträglichen diskussionen fanden aber auch immer statt.
ganz spannend war es übrigens letzets jahr im savute. wo viele autos und elefanten am wasserloch waren. wir haben den motor ausgemacht und die stimmung genossen. andere touristen hatten das gefühl, dass sie jedesmal wenn ein elefant näher als fünf meter an ihnen dran ist sofort wegfahren müssen. diese ganze rumfahrerei machte die elefanten und auch die anderen touristen ganz kribbelig.
gruss chrigu
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Axel1'130 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #3Die Frage läßt sich nur mit "jein" beantworten. Nach meinem Kenntnisstand und meinen Erlebnissen gibt es zwei Möglichkeiten.
Ein Scheinangriff wegen Störung, Kinderschutz oder Nebenbuhlerdenken, dann bleibt das Tier ca 5m vor dem Ziel stehen.
Tatsächlicher Angriff aus den gleichen Gründen, dann läuft das Tier durch. Ich habe in diesen Fällen immer einen Gang drin (das machen die meisten Führer ebenso, wenn die Entfernung geringer als 30-50m ist) und entferne mich dann stetig, bis der Elli stehen bleibt.
Beim Rückwärtsfahren rate ich auch zu den Blicken nach hinten, oft steht da schon "etwas".
Es ist auf keinen Fall falsch, den Rückzug anzutreten, denn ohne Auto kann der Rückweg sehr beschwerlich sein. Ich habe im Kaokeveldt mal ein paar Italiener aufgegriffen, deren 4x4 als Spielzeug benutzt wurde, die waren schon sehr erschöpft vom im Kreis rumlaufen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Axel1'130 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #4Natürlich hat Chrigu auch recht, am Wasserloch oder einer größeren Fläche in entspannter Stimmung bleibt man stehen, aber in Engpässen oder wenn man eine Gruppe mit jungen Bullen in der "Must" trifft, bin ich vorsichtig, speziell wenn der Wagen geliehen istB)
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #5und ich muss axel recht geben. speziell während der "Musth" der elefanten müsst ihr vorsichtiger sein.
ich bleibe aber dabei, dass ihr nicht flüchten solltet ausser ihr seit schneller als ein elefant (ca. 40 km/h). daher ist ein langsamer rückzug eher angebracht. zusätzlich kann es sein dass ihr durch das schnelle rückwärtsfahren um eine kurve noch einen unfall baut.
zur Musth aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanischer_Elefant :
Die Musth, eine Periode erhöhter Testosteron-Produktion beim Bullen, tritt etwa ab dem 25. Lebensjahr auf. Ein Bulle in der Musth ist an der Sekretausscheidung aus Drüsen hinter dem Auge, ständigem Harnlassen und gesteigerter Aggressivität zu erkennen.
chrigu
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swisschees1'715 Beiträge · seit 200602. Apr. 2006 · #6Wir hatten vor einigen Jahren kurz hintereinader zwei Begegnungen mit einzelenen angrifslustigen Bullen. Beide Mal sind wir Rückwärts geflüchtet, aber beim zweiten Mal stand uns ein Dornbusch im weg. Ich hette vor lauter Aufregung vergessen rückwärts zuschauen. Aus lauter Verzweiflung bin ich dann an ihm vorbei geprescht. Das hat den Elefanten ganz schön errscheckt, aber ich hatte auch weiche Knie.
Später hat mir ein Ranger gesagt, das Beste sei den Motor ausschalten und warten. Das hat mich ziemlich erstaunt, denn früher hat man immer sagte, hat in solchen Situationen den Motor laufen lassen.
Beim zusammen scheiden des Films; viel war zwar nicht drauf da Christine lieber den Innenraum des Fahrzeug, filmte und Fenster zukurbelte; habe ich bemerkt dass der Bulle sich immer auf uns zubewegte, wenn unser Auto von ihm wegfuhr.
im Februar 06 hatten wir wieder im Krüger zwei solche Begegnungen, diesmal blieb ich stehen undes passierte nicht viel der Elli kam bis wenige Meter an unser Wagen ran und hat sich dann wieder beruhigt.
Beide schienen mir nicht in der Brunft zu sein.
Das ist der Eine:
klicken für ein grosses Bild Der Andere ist mein Avatar.
Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Bullen langweilen sich und stellen sich absichtlich an die Strasse um Touris zu erschrecken.;)
swisschees<br><br>Post geändert von: swisschees, am: 03/04/2006 08:56
CACATSThemenstarter20 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #7hallo zusammen,
oh mann, der elli war aber echt nah an euch dran.ich glaube wenn
ich am steuer gesessen haette, wär der fluchtreflex mit mir durchgegangen.
sollten wir demnächst die 'stehenbleiben'-variante probieren, hoffe ich
mal das schlimmeres (falls je) doch hoffentlich nur dem auto widerfahren würde ...und der elefant sich nur daran abreagieren wuerde....
wie nah muß man denn an einen elefanten herankommen, um zu
erkennen, dass er in der MUSTH ist? ist die sekretausscheidung an/hinter
den augen auch aus etwas weiterer entfernung zu erkennen?
macht es etwas aus wenn man versehentlich in eine herde geraet, also
grosse und kleine elefanten.was wäre uns auch beinehe passiert als
erst nur ein elefant, dann noch einer und plötzlich ganz viele elefanten
links aus den bueschen kamen und nach rechts wechselten.
wir fuhren ganz langsam und konnten vor dem ersten elli halten
(ich nehme an das war die leitkuh, denn sie stand von anfang an mitten
auf dem weg und ist erst weggegangen als das letzte tier die seite
gewechselt hatte) nur sie gingen nicht hintereinander sondern
im losen pulk und was wenn du da rein gerätst?
meiner meinung nach bin ich gar nicht so ängstlich wie ich mich gerade
anhöre, christel
christian852 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #8Hallo!
Am besten läßt sich aus der Entfernung am Geruch erkennen, ob der Bulle in der Brunft ist.
Der ist einfach nicht zu "Überriechen" 🙂
Gruß Christian<br><br>Post geändert von: GaiAs, am: 02/04/2006 22:45
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #9hallo christel
dein respekt ist sehr gut zu verstehen und ist auch gut so. wichtig ist einfach, dass ihr nicht hektisch werden, das ist immer das grösste problem.
elefanten bewegen sich nicht so wie es im dschungebusch gezeigt wird (rüssel am schanz des vorgängers) sondern wirklich eher in einem losen pulk.
wir waren vor einigen jahren mal in einer situation, als wir um einen busch gefahren sind, stand da ein elefant und hat gewedelt (ca. 3m) wir sind damals langsam rückwärts gefahren und er ging seines weges. in der zwischenzeit hat hinter uns eine gruppe von ca. 10 tieren mit jungen den weg gekreuzt. plötzlich waren einfach überall elefanten (bei 50 haben wir aufgehört zu zählen). da du in einer solchen situation absolut nichts tun kannst, haben wir den motor ausgesachaltet und uns gefreut. das war damals meine erste begegnung mit einer elefantengruppe. seither mache ich immer sehr schnell den motor aus, weil die tiere einfach viel ruhiger sind.
leider hatten wir damals nur eine kleien klick-klack kamera und desshalb keine fotos davon. als erinnerung ist es aber wunderschön.
die musth des elefanten siehst du auf weite distanz (30m oder so von blosem auge). hinter dem auge ist ein breiter dunkler streifen sichtbar, der von der sekretbildung herrührt.
gruss chrigu
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #10... auch ich habe mich mal von einem Elefanten zur Flucht überreden lassen. Zufällig war ich mit dem Auto unterwegs, als ich seitlich einen Dickhäuter erspähte und für ein Foto anhielt. Dieser wollte wohl nicht fotografiert werden und trabte mit angelegten Ohren und hängendem Rüssel los und wurde immer schneller. Ich hielt es für eine gute Idee, mich möglichst schnell zu entfernen ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #11Hatten in Botswana (Savuti Wasserloch) vor 2 Jahren auch eine Elefantenbegegnung der näheren Art. Sind kurz vor Dämmerung noch schnell zu besagtem Wasserloch gefahren. Beim "Parken" stellte ich fest, dass wir auf einem Elefantenpfad standen. Also Rückwärtsgang rein und bin ca. 2m gefahren (hatte dann auch eine bessere Fotographiermöglichkeit). Das Wasserloch war ca. 20 Meter von unserem Auto entfernt. Ein paar Ellis standen und tranken. Einer machte eien Kehrtwendung und kam direkt auf uns zu. Er ging etwas schnelleren Schrittes. Wollte ihn nun nicht zusätzlich provozieren. Motor war schon aus - also Fenster hoch und still sitzenbleiben. Der steuerte direkt auf den Elefantenpfad vor uns zu. Ging als 2 m vor uns vorbei. Blieb kurz vor dem Auto stehen ehe er sich wieder in Bewegung setzte.
Anschließend raste der Pulsschlag und das Adrenalin war ziemlich erhöht!
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
anddor459 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #12Hallo Christel,
wir verfahren eigendlich auch immer wie Chrigu. Diese Situationen gibt es z. B. im Moremi fast immer da manche Teile durch dichtes Buschland führt.
Aber auf der Sandridge Richtung Savuti ist mir auch im Dez. 2004 das Herz in Hose gerutscht. Es regnete und die Senken liefen sehr schnell mit Wasser voll, also haben wir uns etwas beeilt. Die Sicht war sehr schlecht und rechts und links sieht man sowieso nichts. Nach einer Senke kamm hinter uns ein Elefant aus dem Buschwerk und fühlte sich wohl gestört.
Er rannte uns nach, glaube mir stehen bleiben und Motor ausmachen, hielt ich da für eine sehr, sehr schlechte Idee. Leider wurde ich immer bei der nächsten Senke abgebremst und ER war sehr hartnäckig. Nach einer Weile ist er aber abgedreht, puh ! Könnte sein das dieser in der Musth ?
Naja, so was bleibt in Erinnerung !
Gruß
anddor
😗
LAlale92 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #13hallo allerseits!
ich habe mich mal mit einem einheimischen über das richtige verhalten bei so einem fall unterhalten und kam dann auch promt in die situation, zu fuss einen elefanten zu treffen - er war SEHR nah.
also hab ich getan, was mir geraten wurde. ich habe mich umgedreht und bin in gemütlichem gehtempo (keine panik zeigen) weggegangen. dieses eine mal hat sich das zumindest bewährt.
zum auto: ich habe mal gelesen, elefanten hätten angst vor dem geräusch der klimaanlagen, das würde sie aggressiv machen... also sollte man wohl die klima ausschalten??? ob das stimmt, keine ahnung!
im auto hatte ich bisher - glücklicherweise - noch nie dieses problem.
viele grüße 🙂
lale
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #14ch habe mich umgedreht und bin in gemütlichem gehtempo (keine panik zeigen) weggegangen. dieses eine mal hat sich das zumindest bewährt.
Hier munkelt man aber, dass man einer Gefahr NIE den Rücken kehren sollte ! Andere schwören auch auf Stehenbleiben und Ignorieren des Imponiergehabes des Elefanten.
Naja. Ich bin noch die in diese Situation gekommen. Grzimek hat hier meines Wissens auch noch einige Tips auf Lager ! 😗
LAlale92 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #15hallo konno,
aber könnte es nicht sein, dass sich der elefant durch das weggehen - nicht laufen - ignoriert fühlt? 🙂
ignorieren klingt für mich auf jeden fall auch sehr gut.
mfg
lale
kalachee1'059 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #16hallo zusammen
spannend zu lesen, diese erlebnisse mit den ellies. 🙂
hatten auf unserer letztjährigen tour auch einige tolle begegnungen mit den grauen riesen.
der adrenalin-spiegel ist vor allem im liwonde national park in malawi rasant gestiegen. wir befanden uns auf pirsch in dichtem bush, eigentlich schon fast ein wald, als wir durch das gebüsch hindurch eine elefanten kuh entdeckten. als wir bemerkten, dass sie sich auf direktem weg zu unserem auto befand, setzten wir langsam zurück und beobachteten das geschehen aus rund 30m entfernung. sie blieb auf der fahrspur stehen und wartete, bis die drei jungtiere den weg passiert haben, die mit ihr unterwegs waren und die wir zuvor noch nicht bemerkt hatten. plötzlich fing sie an, mit den ohren zu wackeln, den schädel hin und her zu schwingen und laut zu trompeten. wir fanden, dass das kein besonders gutes zeichen ist und als sie dann anfing, in unsere richtung zu rennen, war der rückwärtsgang schnell eingelegt und wir haben schleunigst das weite gesucht.
es war die erste begegnung dieser art mit elefanten und deshalb haben wir wohl etwas überreagiert. war für uns aber ziemlich schwierig einzuschätzen, ob es sich nun um einen scheinangriff handelt oder nicht. bei einer ähnlichen begegnung mit einem bullen im south luangwa n.p. in sambia haben wir dann schon ein bisschen souveräner reagiert.
die eindrücklichste und unvergesslichste begegnung war dann aber im chobe auf der ihaha campsite. die ranger waren sehr gütig und haben uns erlaubt, uns neben den eigentlichen stellplätzen, die allesamt ausgebucht waren, hinzustellen. wir waren noch mit dem aufbau des camps beschäftigt, als mein bruder in den bush hinter uns deutete. ein paar dickhäuter waren in 50 - 80 m entfernung gemütlich am fressen und bewegten sich gemählich in unserer richtung. als sie für unseren geschmack zu nah waren, hielten wir es für eine gescheite idee, uns in unsere karre zu setzen und der dinge zu harren, die da kommen. fenster raufgekurbelt, damit sie unseren geruch nicht so gut wahrnehmen können und dann kamen sie auch schon. liefen direkt durch unser camp und teilweise keine zwei meter neben unserem auto vorbei hinunter zum fluss, um ihren sundowner zu geniessen. es war eine herde von mehr als 30 tieren. ein wirklich überaus unvergessliches erlebnis! in dieser situation hatten wir keinerlei angst um uns und unser auto, denn es war den tieren deutlich anzumerken, dass sie völlig ruhig waren und sich durch uns offensichtlich in keiner weise gestört gefühlt haben.
so, das reicht mal für's erste. 🙂
grüsse aus dem verregneten zürich,
samuel.
Armin2'346 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #17Hallo zusammen,
na, dann will ich auch noch unser beeindruckendstes Elefanten-Erlebnis zum Besten geben. Wir waren im Addo-Elephant-Park in Südafrika mit einem aus meiner Sicht ziemlich unerfahrenen Führer im offenen Geländewagen zu einem Night-Game-Drive unterwegs. Ich hatte als "jüngster" Fahrtteilnehmer die Aufgabe, mit dem Suchscheinwerfer die Umgebung abzuleuchten. Nach Eintritt der völligen Dunkelheit stand hinter einer Kurve auf der einspurigen Piste durch den Busch eine Elefantenkuh mit einem Kalb. Wir blieben stehen und ich leuchtete die Tiere indirekt an (man soll Elefanten wohl nie in die Augen leuchten).
Plötzlich hörten wir rings um uns herum ein Krachen und Grollen. Wir standen mitten in einer friedlichen Elefantenherde, die inzwischen auch hinter uns "dicht" gemacht hatte und genüsslich am Futtern war. Das war schon ein recht mulmiges Gefühl, vor allem, weil man nur in eine Richtung leuchten konnte, die Geräusche (und der Geruch!) aber von allen Seiten kamen. Nach einer Zeit, die ich aufgrund der ungewöhnlichen Situation nicht im Entferntesten einschätzen konnte, machten Mutter und Kind vor uns die Piste frei und wir setzten unsere Fahrt fort.
Nach diesem alles in allem sehr positiven und beeindruckenden Erlebnis meinte meine Frau, das sei ihr schönstes Muttertagserlebnis gewesen, denn wir hatten an diesem Tag Muttertag.
Gruß
Armin
P. S.: Was mich aber interessieren würde, ist unter den Forumsteilnehmern denn eigentlich schon mal jemand durch einen Elefantenangriff zu Schaden gekommen? Bisher ist in den Berichten trotz prekärerer Situationen wie bei uns, ja letztendlich immer nichts passiert - weder bei Flucht, noch beim Stehenbleiben.
Catbird158 Beiträge · seit 200603. Apr. 2006 · #18Nabend!!
Nun muss ich auch noch meinen Sermon hierzu schreiben. Eigentlich fand ich die Elefanten in Botswana recht friedlich und freundlich, denn als der Haus- und Hof-Elefant in Savuti fast an unserem Campingtisch neugierig schnüffelte, beschlich mich keine Panik.
Nicht so die Wüstenellis in Purros. Dort hielten uns zwei Elefantenbullen einmal über Stunden im Campsite in Schach. Jede Bewegung unsererseits wurde mit aufgestellten Ohren und lautem Knurren - und ich bilde mir heute noch ein - mit echt bösartigen Augen quittiert. Erst nach Stunden durften wir uns rühren, als die beiden Herren abzogen.
Im Khowarib gerieten wir einmal unbemerkt zwischen eine fressende Herde und als ein Elli mit lautem Trompeten auf uns zustürmte, war mir nicht wirklich nach Stehenbleiben und Ruhe bewahren. Ich denke, es kommt sehr darauf an, welcher Art von Ellis man begegnet. Die Wüstenelefanten scheinen mir agressiver zu sein (vielleicht öfter geärgert?), wohingegen die Elefanten in Botswana eher neugierig und lieb sind.
Viele nette Elefantenbegegnungen wünscht euch
Catbird 😎