Reisen in Afrika liebe/n ich/wir, weil …

7 Antworten · 2'114 Aufrufe · gestartet 07. März 2010 von lilytrotter
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Themenstarter4'130 Beiträge · seit 200807. März 2010 ·
Liebe Fomis!

Eigentlich sind wir hier im forum der Afrika/Namibia-Süchtigen doch prädestiniert etwas darüber zu erzählen, was uns dort so gefangen nimmt.
Vielleicht habt Ihr ja auch Lust dazu, hier einiges zusammenzutragen und auf diese Weise weiterzutragen. Da könnte doch so einiges Nettes zusammenkommen.

Ich mag/liebe …

Wir fahren/machen am liebsten … …,
denn

Alles Schöne, von den Banalitäten des Alltags, bis zu Besonderheiten.
Wobei es nicht darum geht, das Jeder seine geheimen Orte verrät, nein.
Sondern es geht um das allgemeine Lebensgefühl, das einen immer wieder bei bestimmten Plätzen in bestimmten Situationen auf den Reisen in Afrika erwischt. Oder auch Erfahrungen, ein bestimmtes Lebensgefühl, was man immer wieder mit nach Hause nimmt.

Ich fange mal an.

Wir lieben es, abends mit einem sundowner dazusitzen und den Sonnenuntergang zu zelebrieren. Es mag vielleicht albern klingen, aber das hat bei uns eine große Bedeutung. Früher, bevor wir das erste Mal nach Afrika fuhren, gab es dieses Ritual bei uns nicht. Mittlerweile zelebrieren wir unseren sundowner überall: In Schweden, am Mittelmeer und zu Haus im Garten, wenn wir die Zeit haben. Es sind mitunter nur 10 Minuten, und doch eine sehr sehr wertvolle Zeit um anzukommen, runterzukommen, sich zu sammeln und zu genießen. Zu genießen, dass man es so schön hat, an diesem Ort, in diesem Moment. Selten werden es auch zwei sundowner. Über die vielen Jahre hat sich in unseren Köpfen ein Konglomerat aus schönen Erinnerungen und schönen Situationen zusammengefügt, das sehr erfolgreich anti-stress-wirksam ist. Es ist zu einer grandiosen Möglichkeit der Selbstbeeinflussung geworden. Es kann der letzte Scheiß-Tag gewesen sein, so ein sundowner glättet uns dann tatsächlich die Nerven.

Liebe Grüße lilytrotter


Oder etwas anderes:

Wenn ich Elefanten in die Augen sehe, bin ich immer wie paralysiert.
--…, aber das schreibe ich später weiter.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
235 Beiträge · seit 200907. März 2010 ·
Hallo Lilitrotter,
aber bitte komme vor lauter sundownern dem Elefant nicht zu nahe.
Gast07. März 2010 ·
Hallo,

hast Recht, habs gelöscht..... es sollte auch Platz für romantische Kommentare bleiben.

Gruß
zuletzt bearbeitet 07. März 2010
Themenstarter4'130 Beiträge · seit 200807. März 2010 ·
Ob es denn auch ausnahmsweise mal ohne coole und zugegebenermaßen witzige Kommentare geht??
Weil, - sonst brauchen wir hier in diesem Thread, wie auch schon in vielen anderen in den letzten Wochen gar nicht weiterzumachen, dann ist es schon hinüber, bevor irgend etwas angefangen hat. Denn meist sind die dann irgendwann nicht mehr witzig und wenn sich jeder hier veralbert fühlt, schreibt keiner was. Wäre ja eigentlich schade.
Um Kommentare wurde nicht gebeten, stories sind gefragt.
Nochmals liebe Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'250 Beiträge · seit 200907. März 2010 ·
Hallo Lilytrotter,

das hast Du aber sehr schön geschrieben 🙂
Genauso empfinden wir es auch - seit unserem ersten Afrikaurlaub gibt es bei uns fast jeden Abend einen Sundowner, egal wo wir sind. Diese Zeit nehmen wir uns einfach!

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag Abend,
Gruß vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
195 Beiträge · seit 200907. März 2010 ·
Hi, Lilytrotter,

ich liebe am meisten am afrikanischen Busch, dass man pausenlos unter Adrenalin steht. Jeden Moment kann etwas passieren, kann man etwas entdecken. Nachts den Geräuschen lauschen, sich vor die Zimmertür wagen - nicht zu weit freilich. Fledermäuse streifen beim Umfliegen der Nachtbeleuchtung fast den Kopf, mit einer Taschenlampe steigen wir auf das Boot am Fluss... Hippos schnaufen, ringen und gehen an Land, um zu fressen. Vor dem Zelt das Geräusch brechender Äste, Magengrummeln. Man sieht nur das Weiß von Stoßzähnen blitzen, traut sich nicht mehr aufs Klo in dem kleinen Vorbau nebenan und hält die Luft an. Am Campausgang steht das Schild: Danger. Wild Animals. Nur noch ein paar Schritte weiter.. Ein paar Meter noch.. Aber ganz leise.. Dann fast ein Herzinfarkt. Da stehen Elefanten und fressen.. Hoffentlich sehen die uns nicht.. Langsam zurück, nicht atmen. Das war knapp! Tausend Glücksmomente ....ich zehre lange davon, die Vorfreude, die Nachbereitung ... kein anderer Urlaub geht so tief an die Seele. Ich wünschte, ich würde im Lotto gewinnen und könnte mir das öfter leisten, aber leider spiele ich kein Lotto.

Lala salama,
Ina
5'483 Beiträge · seit 200908. März 2010 ·
Bin nicht so der Fachmann, für's poetische, deshalb hier ganz nüchtern:

Meine Frau wegen der Tiere und der Menschen.

Ich wegen der Landschaften, der Nähe zur Natur und weil ich für Spaß im 4x4 nicht in einer Kiesgrube im Kreis fahren muss, sondern einfach nur durchs Land reise.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast08. März 2010 ·
Naja, ich reise zwar sehr selten durch Afrika, aber ich hoffe es ist auch ein Beitrag interessant von jemandem, der in Namibia lebt und arbeitet 😕 .

Ich liebe Namibia wegen der Menschen, und weil alles viel relaxter abläuft als in Europa.
Das sind immer nur ganz kleine Begebenheiten, meist ganz alltägliche Situationen: der Gärtner beim Green Market der einheimische Kirchenmusik hört und über das ganze Gesicht strahlt als ich ihm sage dass dies aber sehr schöne Musik sei - überhaupt das bunte Treiben in allen Sprachen und Hautfarben auf dem Biomarkt, wo jeder mit jedem respektvoll und höflich umgeht - die Schalterbeamtin im Finanzamt die sich besorgt nach meiner Gesundheit erkundigt weil ich zu der Zeit keine Stimme hatte - die Angestellte an der "Milch- und Wasserbar" bei Fruit'nVeg die ihre Kunden alle kennt und immer Zeit hat für ein nettes Schwätzchen - ach, solche Erlebnisse gibt es viele. Klar mag ich auch die Tierwelt, und hierbei besonders die Vögel, und auch die verschiedenen Landschaften (besonders die Kalahari), aber in der Hauptsache sind es die Menschen die mich faszinieren, und die ich in mein Herz geschlossen habe.
Afrika ist nicht nur ein Kontinent, es ist ein Lebensgefühl.