Namibia ohne Auto?

18 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 20. März 2006 von MicroFüxel
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Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #1
Hallo Leute!

Vor 2 Wochen habe ich den Entschluss gefasst, einfach ein Ticket nach Windhoek zu kaufen um dort einen Freund zu besuchen. Nun kann ich seit meinem Entschluss (war gleichzeitig der Tag des Ticketkaufs) meine Freund nicht erreichen und muss folglich mit der Planung eines Urlaubs ohne Fahrzeug (hab ich keine Kohle fuer 😵 ) beginnen.

Das ist auch alles soweit kein Problem, nur drängt sich mir immer mehr der Verdacht auf, das bei all den Offroadberichten die man im Web so zu Namibia findet, ein Vorankommen ohne eigenes/gemietetes KFZ nicht so recht zur touristischen Tagesordnung gehoert.

Am 1.April flieg ich und bleib fuer 30 Tage.

Nach dem ich gelesen hab, das im Ethosha-Nationalpark keine Tramper erwuenscht/erlaubt? sind war ich schon etwas entgeistert.

Gibts in Namibia auch Moeglichkeiten, ohne eigene Motorisierung vernuenftig voran zu kommen und Sehenswertes zu erreichen?

Ist Trampen in Namibia moeglich? Nicht angemessen?

Ich hab warscheinlich noch tausend andere Fragen, aber ich muss erst mal schlafen gehen.

Evtl. kann mir ja jemand hilfreiche Tips geben.

Tschuess,
Ulf
1'059 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #2
hallo ulf

eigentlich sollte es schon möglich sein, auch ohne eigenes auto vorwärts zu kommen.

am besten, du gehst in windhoek erstmal in ein backpacker und siehst zu, dass du ein paar reisende mit auto antriffst und die bereit sind, dich für ein paar tage mitzunehmen. am neuen ort angekommen, schaust du einfach weiter. funktioniert in der regel eigentlich ganz gut.

ansonsten gibts natürlich auch die möglichkeit, sich mit den so genannten "black taxis" (minibus) fortzubewegen.

ob tramper in etosha weniger willkommen sind als camper, kann ich nicht sagen. wenn die leute die N$ 240.00, die für einen stellplatz für's campen verlangt werden, bezahlen, ist das denen wohl ziemlich egal. am besten, du fragst einfach irgendwelche touristen, ob du dein zelt auf ihrem platz hinstellen darfst und dich dementsprechend beteiligst. so kommst du am besten weg.

grüsse,
samuel.
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
2'732 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #3
Als trampen würde ich dennoch nicht. Als wir unterwegs waren haben wir immer wieder Autos von diesem Veranstaltern getroffen:

http://www.crazykudu.com/20-day-complete-namibia.html

Hatte dann in Windhoek einen Prospekt von denen in der Hand und die waren (vor 2 Jahren) echt sehr günstig.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
3'491 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #4
Hallo Ulf,
ist ja schon ein bisschen irre - in ein paar Tagen fliegst Du nach Namibia und weißt eigentlich nicht viel mehr als das, wo Namibia liegt.
😉 Na gut - lass Dich überraschen. Aber ohne Auto bist Du in Namibia wirklich ziemlich aufgeschmissen; es gibt ein paar Bahnverbindungen - selten, sehr langsam und kaum dorthin, wo man als Tourist eigentlich hinmöchte. Dazu ein paar Buslinien - schneller zwar, aber auch nicht unbedingt "tourismusorientiert". Dann eben die Sammeltaxis, die Dich - fast - überall hinfahren, aber ziemlich unkomfortabel. Nicht so teuer, aber eben auch nicht umsonst. Trampen - das war mal eine Fortbewegungsmöglichkeit, ist aber heute - aus Sicherheitsgründen - kaum noch zu empfehlen. In Etosha kann man nicht trampen - weil man dort nicht aussteigen darf, nur in den Camps. Und ich persönlich würde auch bestimmt keinen Tramper in Etosha mitnehmen - schon aus Platzgründen. Eigentlich bleibt Dir nur die Teilnahme an einer organisierten Tour. Von hier geht das aus Zeitgründen nicht mehr, also musst Du in Windhoek zum Info-Center und Dir dort etwas heraussuchen lassen. Ich bezweifele allerdings, dass Du sehr viel Freude an dieser Namibia-Tour haben wirst; eigentlich müsste ich Dir von der Reise abraten und Dir empfehlen, das Ganze nochmal nach einer vernünftigen Vorbereitung anzugehen. Aber Du hast ja nun wohl die Tickets schon.
Gruß Joli
466 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #5
Hallo Ulf,

sicher ist trampen möglich. Die Einheimischen tun das auch und wenn Du als weißer (denke ich mal 😕 ) an der Straße stehst, geht´s vielleicht noch besser. In Kauf nehmen mußt Du vielleicht, daß Du auf einer Ladefläche im Staub und unter krachender Sonne sitzen mußt. An Ortsausgängen sitzen die Einheimischen in kleineren oder größeren Gruppen am Straßenrand und warten scheinbar auf nichts (oder eben auf Godot 😎 ). Aber sie warten auf eine Mitfahrgelegenheit, die sich auf die bereits beschriebenen Kleinbusse bezieht, oder eben auf einen LKW oder PickUp.

Jedenfalls entprichst Du dann absolut dem afrikanischen Bild. Die Schwarzen bewegen sich zum Großteil so durchs Land; durch den Kontinent. Aufpassen solltest Du aber bei einbrechender Dunkelheit; dann solltest Du Dein Ziel in der Regel bereits erreicht haben.

Schreibe mal nach Deiner Rückkehr Deine Erfahrungen hier herein. Würde mich mal interessieren, wie´s lief.

Ciao Jürgen
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215 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #6
Hi Ulf,

meine Schwiegereltern haben eine Farm in Namibia und wir haben immer wieder Backpacker auf dem Gelände die dort wild zelten. Das ist völlig OK und wir kommen so mit vielen ins Gespräch. Ich teile daher die Meinung von joli: Namibia ist völlig ungeeignet zum trampen und auch duwisib hat recht: "mitnehmen" ist ganz normal in Namibia. Aber Du wirst Dich sehr schwer tun.
Das scheinbar sinnfreie warten am Strassenrand ist meist recht organisiert. Wir nehmen so auch die Farmarbeiter und deren Familien mit. Aber es ist bei uns z.B. verboten Fremde mit den Farmwagen zu befördern. Du wirst sehr lange Zeit haben müssen um irgenwo hin zu kommen und es sollte dir ziemlich egal sein wo du raus kommst.
Und da wirst Du vielleicht auch eine Weile bleiben müssen. Namibia ist auch ein praktisch unbeleuchtetes Land. Es gibt weder Strassenlaternen noch beleuchtete Häuser und es gibt nur sehr, sehr wenige Menschen ... Ich gebe joli völlig recht: lass es lieber bleiben!

Wenn Du Dein Ticket schon hast, dann melde Dich in Windhoek bei einem der Backpacker-Hostels und such Dir Gleichgesinnte mit denen Du dann gemeinsam reist. Zu viert ist einen Wagen mieten Wagen in Namibia wirklich nicht mehr teuer und es reist sich auch besser. Notfalls weiter nach Südafrika. Dort gibt es ein organisiertes Bussystem für Backpacker.

Noch zwei Dinge fallen mir spontan ein: es gibt in Afrika wilde Tiere und einige davon sind wirklich gefährlich und 30% der Bevölkerung haben AIDS ...

Trotzdem ein traumhaftes Land!

Gruß
Frank
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275 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #7
hm - scheinbar haben allesamt unterschiedliche Wahrnehmungen... War so einige Male in Nam und immer ohne Auto... Bin immer voran gekommen - ob mit Zug, Bus oder getrampt. Ok, den Etosha kann man schwerlich trampend bewältigen - aber es gibt auch in Tsumeb nen Backpacker, der Touren in den Park macht. Das einzige Problem ist, dass du ja "nur" 30 Tage hast. Und das ist, ohne Auto im Flächenland Namibia, bestimmt nicht allzuviel Zeit... Käme, alternativ, den organisierte Tour für dich in Frage? Bsp. http://www.namibian.org/

Gruss und viel Spass,
Seb
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211 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #8
Als begeisterter Fahrradfahrer hätte ich Dir zum Rad geraten. Hier gibt es ein Mitglied, was schon öfters per Bike dort war:

Der Afika-Biker

Gut, hier hast Du das Problem, daß Du gutes Equipment brauchst, das auch noch irgendwie nach Afrika muß und wieder zurück. Und es geht auch noch an Deiner eigentlichen Frage vorbei, aber vielleicht bringt es ja einen Gedankenstein ins Rollen...

Grüße
Joe<br><br>Post geändert von: joeheinz, am: 20/03/2006 13:51
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Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #9
kalachee schrieb:
am besten, du gehst in windhoek erstmal in ein backpacker und siehst zu, dass du ein paar reisende mit auto antriffst und die bereit sind, dich für ein paar tage mitzunehmen. am neuen ort angekommen, schaust du einfach weiter. funktioniert in der regel eigentlich ganz gut.
Hallo kalachee!

Ich danke Dir erst mal fuer Deine Antwort! Klingt ja schon mal ganz OK, wenn es derartige Treffplaetze gibt.
ansonsten gibts natürlich auch die möglichkeit, sich mit den so genannten "black taxis" (minibus) fortzubewegen.
Klar, wenns nicht so teuer wird wie nen Auto zu mieten ist mir alles Recht.
ob tramper in etosha weniger willkommen sind als camper, kann ich nicht sagen. wenn die leute die N$ 240.00, die für einen stellplatz für's campen verlangt werden, bezahlen, ist das denen wohl ziemlich egal.
🙂
am besten, du fragst einfach irgendwelche touristen, ob du dein zelt auf ihrem platz hinstellen darfst und dich dementsprechend beteiligst. so kommst du am besten weg.
Klingt im Grossen und ganzen erst mal sehr zuversichtlich. Danke fuer Deine Meinung/Tips

Gruss,
Ulf
Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #10
Andreas Cierpka schrieb:
Als trampen würde ich dennoch nicht. Als wir unterwegs waren haben wir immer wieder Autos von diesem Veranstaltern getroffen:

http://www.crazykudu.com/20-day-complete-namibia.html

Hatte dann in Windhoek einen Prospekt von denen in der Hand und die waren (vor 2 Jahren) echt sehr günstig.
Ich hab mir den Link mal angesehen. Ob ich darauf zurueck greife kann ich jetzt noch nicht sagen, aber vorgemerkts ists auf jeden Fall.

Ich bin in Sachen Trampen auch nicht ganz so unerfahren. (1 Jahr Vietnam, Laos, Kambodscha zu Fuss) Aber Arfika ist halt ne vollkommen andere Ecke, wo mir meine bisher gewonnen Erfahrungen nicht viel nutzen werden.

Danke fuer den Link!

Gruss,
Ulf
Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #11
joli schrieb:
ist ja schon ein bisschen irre - in ein paar Tagen fliegst Du nach Namibia und weißt eigentlich nicht viel mehr als das, wo Namibia liegt.
Hallo joli!

Wirst Du Dir vieleicht nicht vorstellen koennen, aber so verreise ich in 90% aller meiner Reisen. 😉 Bisher hats immer fantastische Urlaube gegeben.
Na gut - lass Dich überraschen.
🙂
Aber ohne Auto bist Du in Namibia wirklich ziemlich aufgeschmissen
Und ich dachte mir machen hier alle Mut zu meinem Vorhaben. Nen bischen Risiko braucht man doch im Urlaub!
Dazu ein paar Buslinien - schneller zwar, aber auch nicht unbedingt "tourismusorientiert".
Das macht nichts! Komfort ist nur eine angenehme, gern mitgenommene Sache, aber keine Notwendigkeit. Mir ist schon klar das auch in Namibia der Komfort proportional zum Investment waechst. 🙂
Dann eben die Sammeltaxis, die Dich - fast - überall hinfahren, aber ziemlich unkomfortabel. Nicht so teuer, aber eben auch nicht umsonst.
Wie heists so schoen? "Nicht mal der Tod ist umsonst" 😉
In Etosha kann man nicht trampen - weil man dort nicht aussteigen darf
Logisch! An die Stirn klopf 🤢
Von hier geht das aus Zeitgründen nicht mehr, also musst Du in Windhoek zum Info-Center und Dir dort etwas heraussuchen lassen.
Gut, ist notiert.
Ich bezweifele allerdings, dass Du sehr viel Freude an dieser Namibia-Tour haben wirst
Das hab ich gerad ueberlesen! Aber ich glaube nicht das derartiges eintreten wird. Spass gibts immer und ueberall.
Aber Du hast ja nun wohl die Tickets schon.
Logisch! 🙂

Gruss,
Ulf
Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #12
duwisib schrieb:
sicher ist trampen möglich. Die Einheimischen tun das auch und wenn Du als weißer (denke ich mal 😕 ) an der Straße stehst, geht´s vielleicht noch besser. In Kauf nehmen mußt Du vielleicht, daß Du auf einer Ladefläche im Staub und unter krachender Sonne sitzen mußt.
Hallo Jürgen!

Wenns etwas unbequemer wird, denk ich immer ans Ziel, da vergist man ganz schnell alle Unannehmlichkeiten. 😉

Allerdings wird diese Fortbewegungsart wohl meine einzige Moeglichkeit sein. Das passt scho!

An Ortsausgängen sitzen die Einheimischen in kleineren oder größeren Gruppen am Straßenrand und warten scheinbar auf nichts

hehe... 🙂 das ist wohl ein typisches Bild von Afrika.
Ich hab vor ner Weile mal Marokko bereist. Da sassen/lagen auch immer Typen mitten in der Pampa. Hab ich mich mal einfach dazu gesetzt und gewartet was denn da passiert. Allerdings hatte ich nach knapp 2 Stunden die Nase voll und bin Weiter gelaufen. Kurze Zeite spaeter ueberholt mich ein brechend vollen Kleinbus und machte, nach dem mich die Typen von der Wartestelle wiedererkannt hatten, ne ziemlich brachiale Bremsung (ziemlich viele breitgedrueckte Gesichter an der Frontscheibe 🙂 )

Fazit: 100 km Fussmarsch gespart und nen Luftigen Platz auf dem Kleinbussdach (zusammen mit nen paar Schafen) ergattert. Was will man mehr? Nur so erlebt man was von den Menschen im Land.
Jedenfalls entprichst Du dann absolut dem afrikanischen Bild.
So ists auch OK!
Schreibe mal nach Deiner Rückkehr Deine Erfahrungen hier herein. Würde mich mal interessieren, wie´s lief.
Gern werde ich das tun! 🙂

Danke fuer Deine Tips!

Gruss,
Ulf
Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #13
frank41542 schrieb:
meine Schwiegereltern haben eine Farm in Namibia und wir haben immer wieder Backpacker auf dem Gelände die dort wild zelten. Das ist völlig OK und wir kommen so mit vielen ins Gespräch. Ich teile daher die Meinung von joli: Namibia ist völlig ungeeignet zum trampen und auch duwisib hat recht: "mitnehmen" ist ganz normal in Namibia. Aber Du wirst Dich sehr schwer tun.
Hallo Frank!

Hauptsache ist, es gibt Moeglichkeiten vorwaerts zu kommen. Ich kann halt den Radius meiner Ausfluege nicht all zu weit stecken, (1 Monat ist ja auch nicht all zu lang)
Wir nehmen so auch die Farmarbeiter und deren Familien mit. Aber es ist bei uns z.B. verboten Fremde mit den Farmwagen zu befördern.
Gibts dafuer bestimmte Gruende? Oder ist das einfach nur so?
Du wirst sehr lange Zeit haben müssen um irgenwo hin zu kommen und es sollte dir ziemlich egal sein wo du raus kommst.
Ists mir eigentlich auch, Ich will was von Land sehen klar, aber ausser dem Ethosha-Park hab ich keine groesseren Ziele, die magnetisch auf Touristen wirken.
Namibia ist auch ein praktisch unbeleuchtetes Land.
Fein, da sieht man Nachts wesentlich mehr Sterne als zuhause. 🙂
Ich gebe joli völlig recht: lass es lieber bleiben!
Natuerlich nicht! 😠
Wenn Du Dein Ticket schon hast, dann melde Dich in Windhoek bei einem der Backpacker-Hostels und such Dir Gleichgesinnte mit denen Du dann gemeinsam reist. Zu viert ist einen Wagen mieten Wagen in Namibia wirklich nicht mehr teuer und es reist sich auch besser.
Gute Idee! Ist vermerkt!
Noch zwei Dinge fallen mir spontan ein: es gibt in Afrika wilde Tiere und einige davon sind wirklich gefährlich
🙂 Du willst mich auf den Arm nehmen wa?
und 30% der Bevölkerung haben AIDS ...
Welche Rolle sollte das Spielen? Ich will nur Land und Leute kennen lernen.

Gruss,
Ulf
Themenstarter8 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #15
joeheinz schrieb:
Als begeisterter Fahrradfahrer hätte ich Dir zum Rad geraten. Hier gibt es ein Mitglied, was schon öfters per Bike dort war:
Hallo Joe!

Danke fuer die Idee! Aber mein Bike liegt gerad in all seinen einzelteilen bei mir im Keller. Das wird nix mehr mit Zusammenbauen bis zur Abreise.

Gruss,
Ulf
527 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #16
Hallo Seb!



Ein sehr guter Link! Ich hab mir gleich mal was passendes rausgesucht:

http://www.namibian.org/travel/safaris/camping/expedition.html




N$640 fuer eine Person ist auch nicht teuer. Mal sehen was die mir auf meine Mailanfrage anworten.

Hallo Ulf,
dieser Betrag ist natürlich als PRO TAG anzusehen. Und wenn das nicht so teuer für DIch ist, dann bekommst Du dafür auch schon einen Wagen.

Ich weiß ja nicht was Du so für Erwartungen an Deinen Namibia-Aufenthalt hast und was Du da überhaupt willst. Jedenfalls wirst Du ohne eigenen Wagen nicht allzuviel zu sehen bekommen. Du wirst mehr Zeit damit verbringen müssen, irgendwelche Mitfahrgelegenheiten zu suchen, als dass Du Land und Leute kennenlernen kannst. Das wäre für mich ziemlich nervig. Ich bin niemand, der im Urlaub Ruhe pur braucht. Im letzten Jahr haben wir eine regelrechte "Gewalttour" mit eigenem Wagen hinter uns gebracht und waren wahrscheinlich mehr im Wagen, als außerhalb. Dafür haben wir aber eine Menge gesehen und erlebt. Jeder der "alterfahrenen" Mitglieder in diesem Forum hätte uns wahrscheinlich davon abgeraten und gesagt, beschränkt Euch lieber auf den Norden oder auf den Süden und genießt Eure Reise.
Irgendwo am Straßenrand herumzustehen und zu beten, dass jemand so gnädig ist, einen mitzunehmen, führt aber nicht dazu, daß man irgendetwas interessantes sieht.

Die meißten Leute werden wohl auch aus Sicherheitsgründen, ansonsten eben aus Platzgründen niemanden mitnehmen. Und ob Dir im schwarzen Sammeltaxi nicht noch die wenigen Kröten, die Du dabei hast, abgenommen werden, da wäre ich mir gar nicht so unsicher...

Mein Vorschlag: Bau Dein Fahrrad zusammen, verkauf es teuer und miete Dir dafür einen Kleinwagen. Alternativ mußt Du Dir eben irgendwie ein paar Leute in Windhoek suchen (vielleicht schon über das Web!), die ähnlich Pläne haben, wie Du, und mit denen Du zusammen irgendeine kleine Kiste mieten kannst. Dann wird es erst recht billig.

Apropos: Willst Du eigentlich zu Deinem Freund mit der Farm trampen und wird die Reise gar nichts mehr mit ihm zu tun haben?
1'457 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #17
Von einer Fahrradtour würde ich abraten - langsam und beschwerlich. Ich bin der Meinung, dass sich Namibia sehr gut ohne Auto bewältigen lassen kann.
Mein Vorschlag: mit dem Nachtzug nach Keetmanshoop. Köcherbaumwald und dann ein Minitaxi nach Lüderitz, oder trampen. Die Züge sind super, das habe ich schonmal irgendwo geschrieben. Billig und über Nacht: Das spart eine Übernachtung und Zeit. In Lüderitz brauchst du kein Auto. Mach nen Rundgang durch das Örtchen, eine Bootsfahrt und eine Tour durch Kohlmannskuppe.
Von Windhoek kommst du super nach Swakop oder ins Ovamboland Bus Bahn trampen - alles geht gut. Hier brauchst du ebenfalls kein Auto um die Städte zu erkunden. In Swakop empfehlen sich geführte Touren ins Umland. Beim trampen von Stadt zu Stadt muss man selten länger als 2 Stunden warten, in der Regel unter einer.
Die einzigen Probleme: Etosha und vor Allem Sossusvlei. Hier empfiehlt es sich eine Tour zu machen. Auch super sind da Chameleon Safaris.Es gab vor einem Jahr mal einen Shuttlebus nach Sossusvlei, aber verlasse dich da mal nicht drauf.
Ich habe selber keinen Führerschein und bin der Meinung trotzdem etwas vom Land gesehen zu haben. Ich glaube auch, dass es sich einfach entwickelt. Man trifft immer Leute. Im Intercape von Capetown nach Windhoek habe ich ein amerikanisches Pärchen getroffen. Mit denen habe ich mir einen Wagen für drei Tage gemietet und dann sind wir gemeinsam ins Sossusvlei gebraust. Mit Reperatur kam das immer noch billiger als jede Tour.
Nach Twyfeltfontein bin ich auch getrampt - von der Khorixas Lodge. Im Caprivi und am Waterberg war ich ebenfalls. Auch Gobabis war mir vergönnt.
Der Tip mit den Backpackers ist richtig. Im Forum unter Unterkünfte in Windhoek habe ich die wichtigsten mal zusammengetragen. Glaube mir: Es ist nicht so schwer. Das einzige Problem war der Fishriver. Hier habe ich 24 Stunden auf einen Hike gewartet.
Touris nehmen dich aufgrund von Versicherungsfragen selten mit. Einheimische jedoch sehr oft. Schwarze weil du weiß bist, Weiße weil du weiß bist. So ist das nun leider einmal. Wenn du konkrete Fragen hast (wo welcher Bus abfährt, oder wo man die besten lifts bekommt), dann melde dich noch einmal. Was willst du sehen ? Ich meine ausser Städten. Die sind sowieso kein Problem.
215 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #18
Na auf jeden Fall willst Du wohl wirklich da hin 🙂 🙂 🙂 ... zum trampen: klar, der Grund ist, das die Arbeiter statt zu arbeiten nur noch mit den Pick-Ups rumgefahren sind und Taxi gegen Geld gespielt haben ... deswegen ist das eigentlich grundsätzlich verboten. Es gibt auch ein Problem mit den Versicherungen ... der Fahrer haftet auch in Namibia und die Anzahl der Gäste übersteigt die Anzhal der Mitreisenden meist um ein Vielfaches 😉

Zu den wilden Tieren:
Ne, das war mein Ernst. Wenn Du mit dem Wagen unterwegs bist, dann sieht man Tiere meist nur aus der Ferne ... zu Fuß unterwegs sieht das ganz anders aus ... Etosha ist überall ... wenn Du auf einen Leoparden triffst (und es gibt rund 8000 davon in ganz Namibia ... dann hast Du ein sehr, sehr großes Problem! Es gibt giftige Schlangen, es gibt (sehr viele) giftige Skorpione ... und ... und ... und ... mach Dir nicht zu große Sorgen deswegen aber Afrika ist nicht die Lüneburger Heide 😉

zum Thema AIDS:
Wenn Du mit den "Black Taxis" unterwegs bist wirst Du mit Schicksalen konfrontiert und wirst menschen sehen ... das verändert die Sicht auf vieles ...

Halt mich nicht für übervorsichtig o.ä. ... aber wenn Du in namibia groß geworden bist, dann hast Du so viel bodenlosesten leichtsinn gesehen, dass man das alles nicht glauben mag ... ich würde durch Namibia trampen ... aber ich kenne das Land, die Leute, die Tiere und die Entfernungen ...

Was ich Dir raten würde:
Nimm es nicht zu leicht und sei vorsichtig ... Du wirst einen tollen urlaub haben in einem unglaublich schönen Land!

🙂
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7'296 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #19
konno schrieb:
Von einer Fahrradtour würde ich abraten - langsam und beschwerlich.
... nee, geht schon ... 😉
Ich bin der Meinung, dass sich Namibia sehr gut ohne Auto bewältigen lassen kann.
... ich war in Namibia übrigens auch etwa 2.500 km per Anhalter unterwegs, große Teile davon sogar mit Fahrrad, wenn ich keine Lust hatte, eine "Sackgasse" auch wieder per Rad zurück zu fahren.
Allerdings ist Trampen relativ gefährlich und damit meine ich nicht die Menschen (kann natürlich auch sein). Bei Tempo 150 hinten auf dem Pickup (mit Sicht auf den Tacho), spannende Überholmanöver, fragwürdiger Reifenzustand und manchmal nur noch zwei Radmuttern pro Rad ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...