michaelThemenstarter281 Beiträge · seit 200620. Jan. 2010 · Liebe ForikerInnen,
ich möchte einmal wissen, wie die Bereitschaft ausschaut, hinsichtlich der extremen CO2 - Belastung bei Flugreisen einen Ausgleich zu schaffen.
www.atmosfair.de bietet die Möglichkeit, Kompensationen zu leisten. Konkret für einen Flug von Frankfurt nach Windhoek und zurück müsste man - wenn man ein grünes" Gewissen haben möchte,
137 Euro/Person
zahlen. Dafür werden weltweit besonders umweltschonende Projekte gefördert. Alle Details sind auf deren website.
Also noch einmal: Die Flugverteuerung wäre 137 Euro. Bereit dazu ?
Herzliche Grüße
Michael Iwanowski
www.afrika.de
www.iwanowski.de
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200620. Jan. 2010 · Hallo Michael,
wahrscheinlich bin ich der einzige schlechte Mensch auf diesem Planeten und oute mich mal
NEIN - dazu wäre ich nicht bereit!
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Kriwan323 Beiträge · seit 200720. Jan. 2010 · Interessante Frage und eine klare Antwort: NEIN. Wenn ich was Gutes oder etwas für mein Gewissen tun will, dann direkt oder an etwas/jemand, den ich kenne. Das kann auch die Caritas o.ä. sein. Vorteil: Man kann es als Spende absetzen. Weiterer Grund: Ich bin immer misstrauisch wenn eine Organisation dazu eingespannt ist (Grundkosten der Organisation) und dazu Etats z.B. aus Bundesministerien bereit gestellt werden. Es gibt auch eine Werbeagentur. Hat die kostenlos gearbeitet? Es ist ein GmbH. Wer ist GF, wie teuer sind die verschiedenen Prüfungen usw. usf. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es (oder lässt es, z.B. das häufige Fliegen, Autofahren....)
Gruß
Wolfgang
flip666290 Beiträge · seit 200720. Jan. 2010 · Hallo,
dann gibt es mindestens zwei schlechte Menschen auf dieser Welt - mir ist es einfach zu viel Geld. Dabei ist das ja nur der Teil des CO2s, der beim Flug anfällt, 3000 km durch Afrika zu brettern, nur zum Vergnügen, ist leider auch nicht sehr umweltfreundlich 🙁 .
Viele Grüße, Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der
AIDA:
http://www.philippschaeufele.de
gglink5’538 Beiträge · seit 200820. Jan. 2010 · Guten Tag, Herr Iwanowski,
auch ich wäre dazu nicht bereit. Was bezahlen die Zug-, Bus- und Schiffs-reisenden? Das ist für mich auch keine Frage des guten oder des schlechten Gewissens, sondern in erster Linie eine Frage der gleichen Behandlung. Eine generelle und vor allen Dingen zweckgebundene Umweltabgabe für alle Reisenden weltweit würde ich allerdings befürworten.
Liebe Grüße
Gerd
klaus63631 Beiträge · seit 200820. Jan. 2010 · Hallo Michael,
ich glaube, dass in diesem Forum alle wissen, dass Fernreisen extrem klimaschädlich sind. Ich meine, entweder man verzichtet aus diesem guten Grund auf Fernreisen oder man steht dazu. Diese freiwillige Abgabe kommt mir dagegen ein bisschen wie ein moderner Ablasshandel vor. Geld gegen ein gutes Gewissen?
Ich bin dazu nicht bereit.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
jaw2’047 Beiträge · seit 200720. Jan. 2010 · Hallo Michael,
entweder ich will CO2 reduzieren, dann lass ich Flugreisen und Touren mit dem Auto rein zu meiner Erbauung ganz.
Also bin ich mir beim Reisen bewußt, dass es der Umwelt schadet, tue es trotzdem und hoffe, dass andere vernünftiger sind und meine Ziele nicht zu sehr überlaufen sein werden 😉
Ich rette auch beim Bierkauf keine Regenwälder oder bei xy-Kauf dann die Lebensräume der Eisbären. Da mißtraue ich den Organisationen viel zu viel und reagiere eher allergisch auf solche Werbetricks.
Wenn ich dann unterwegs bin, versuche ich bewußt und einigermaßen umweltverträglich zu sein - mehr aber nicht.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Joerg3’173 Beiträge · seit 200620. Jan. 2010 · Auf den ersten Blick mag das ja gut klingen, aber machen wirds wohl kaum einer, ich auch nicht(also freiwillig). Ich esse doch jeden Tag viel Rindfleisch und versuche so den Co2 Produzenten den Gar auszumachen 😉
Desweitern bin jedes Jahr oft auf der Sossusvleilodge und dort wird ein ganz preiswerter Weisswein ausgeschenkt und fuer jede getrunkene Flasche wird ein Baum gepflanzt. Das find ich ne gute Idee , somit trinken wir dort immer einige Flaschen. 🙂
So hat jeder seine eigene Philosophie zum Thema Co2 Bekaempfung.....
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
paulimann781 Beiträge · seit 200720. Jan. 2010 · Nein, das ist es mir nicht wert!
Ich versuche täglich umweltbewusst und klimaschonend zu leben. Unser (außerordentlich selten benutztes) Familienauto ist ein Smart. Ich habe mir sogar für viel Geld eine Photovoltaikanlage zur alternativen Energiegewinnung aufs Dach setzen lassen. Natürlich unterstütze ich zusätzlich Organisationen wie den WWF und Greenpeace.
Solange aber Kerosin durch seine Steuerbefreiung weiterhin indirekt subventioniert wird, fühle ich mich durch solche an mich als "arme" Endverbraucherin herangetragenen Ansinnen wie eine freiwillige Klimaabgabe über die Gebühr strapaziert. Höhere Flugpreise durch Wegfall der Steuerfreiheit für Kerosin würde mich natürlich nicht glücklich machen - aber das wäre wenigstens gerechter.
Elchontherun1’250 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Hallo zusammen,
solange sich 90 % des Klimawandels ganz einfach erdgeschichtlich und ohne menschliches Zutun vollziehen, lassen sich die restlichen 10 % nur durch Abschaffung aller Autos, aller Flugzeuge und aller Industrieanlagen stufenweise reduzieren.
Außerdem ist es ein völliger Blödsinn, sich mit Geld einen "Freibrief" zu erkaufen, ohne jegliche Gewissensbisse beliebig oft durch die Welt zu düsen. Darüber hinaus noch fragwürdige Organisationen zu unterstützen, die erfahrungsgemäß nahezu ausschließlich sich selbst finanzieren, halte ich persönlich für absolut unangemessen.
Die Politiker aus aller Welt sind nicht in der Lage, beim Klimagipfel eine einheitliche Strategie zu entwickeln - aber nun sollen auf die Weltbevölkerung bezogen einige wenige Namibia-Urlauber mit € 137 die Welt retten.......... 😠
Einen schönen Abend wünscht
Elch
Burschi4’143 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Hallo Herr Iwanowski,
ich kann mich auch mit ihrer Idee nicht anfreunden. Viele, die nach Afrika fliegen tun dies aus Sehnsucht nach einer Natur, die hier in Europa bereits zerstört ist. Viele davon sind auch hier bereits irgendwie im Umweltschutz engagiert. Die anderen werden Sie sowieso nicht damit erreichen. Warum fängt man nicht damit in der BRD an, den exponentiell steigenden Ausstoß von Schadstoffen beim Hochgeschwindigkeitsrasen auf den Autobahnen zu verringern? Wie immer fängt man damit an, den Kleinsten in der Kette zu bestrafen. Beim KLimagipfel, wo man echt sinnvolle und wirksame Beschlüsse hätte treffen können, ist nichts erfolgt. Ich komme mir hier genauso auf den Arm genommen vor, wie wenn ich dazu aufgerufen werde für Arme in China zu spenden, wo für die Not vor Ort auch nichts von der Regierung getan wird.
Absolut fragwürdig wird die ganze Sache dann, wenn Groß´konzerne oder regierungen versprechen, diesen Betrag in den Klimaschutz zu stecken. Da glaube ich liegt meist der Klimaschutz in den Hosentaschen einiger weniger. Ich zahle gerne im Jahr 130 Euro für den Umweltschutz und tue dies auch, aber möchte selbst entscheiden, wer oder was von dem Geld profitiert.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
BAbaboonGast20. Jan. 2010 · ... das ist ein Thema über das ich schon lange nachgedacht habe. Allerdings habe ich/wir schon vor mehreren Jahren entschieden:
Spende - ja, aber nicht in der Form
Ich/wir spende/n regelmässig einen höheren Betrag als die genannten 137,- Euro pro Jahr z.G. zweier Organisationen die in Afrika für den Tierschutz aktiv sind.
Einen Teil davon kann ich steuerlich absetzen, den anderen gar nicht.
Auch ich kann nur hoffen dass die Spenden vor Ort Tieren (und damit auch wieder den Menschen helfen) reparieren kann ich den entstandenen Umweltschaden sowieso nicht.
Dazu muesste ich auf die Flüge und Fahrten in und nach Afrika verzichten - und das möchte ich nicht
Grüße baboon
Nein - ich möchte nicht zu einer Entschädigungsleistung gezwungen werden - und schon gar nicht solange die nicht global für alle Reisenden gilt!!!
Duma273 Beiträge · seit 200620. Jan. 2010 · Klimaschutz! Ich kann dieses Wort schon gar nicht mehr hören. Egal was man liest oder was man im Fernseher anschaut immer wird Endzeit Stimmung projiziert. Das Vernünftigste wäre wohl ein Massensuizid das der Planet endlich wieder machen kann was er will. Seit das es unseren Planeten gibt verändert er sich. Jetzt möchte mir jemand weismachen dass die Malediven vom Erdball verschwinden wenn der Meeresspiegel steigt. Da frage ich mich doch wie sie überhaupt entstehen konnten. Kann es vielleicht sein das sie sich durch den Anstieg des Meeres einfach nur verändern? Problematisch sind da doch nur Bauwerke die Menschen geschaffen haben und sich nicht der Natur anpassen können. Die Erde hat bestimmt kein Problem mit dem Klimawandel. Vermutlich wollen uns alle ins Gewissen reden. Mit einem schlechten Gewissen ist man doch eher bereit die Geldbörse zu zücken und durch irgendwelche Zahlung ein tolles umweltschonendes Projekt zu fördern. Kaum hat man seinen Betrag überwiesen schon kann man wieder gut schlafen oder beruhigt seinen Flug ins geliebte Land antreten. Als wäre alles OK. Da gibt es doch den tollen Spruch von einem Indianer in dem er am Schluss erwähnt das man Geld nicht essen kann. Alles kann man wirklich nicht kaufen.
Nein, dafür extra zu bezahlen wäre ich nie bereit. Was mich aber nicht davon abhält, Umweltschutz Organisationen direkt zu unterstützen.
Wäre ich jetzt ein Umweltforscher, könnte man sich doch schon mal Gedanken machen, wie viel CO2 ich für diesen Beitrag in die Atmosphäre geblasen habe. Schließlich sitze ich vorm Fernseher, mein Laptop ist an, meine Heizung läuft, der Kachelofen bluppert, die Katze will was zum fressen und ich lebe.
Jürgen
JEjeweller235 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Hallo Michael,
werde diesen Bloesinn der Politiker zum Klimaschutz nicht mitmachen. Ich habe mir zu Weihnachten einen 5 Liter SUV gekauft,(Benziner) hasse Diesel. So etwas musst Du einmal fahren, ist schoener als fliegen.
Ich bin bereit auf etwas kleineres umzusteigen, wenn die Politiker, die von meinen Steuern leben, das gleiche tun.
Und bis dahin geniesse ich jeden Km. egal was es kostet.
Gruss Hubert
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Hallo,
es gibt so viel unterschiedliche Möglichkeiten klima-, umwelt- und ernährungsbewusst zu handeln. Jeder wie er kann und in seinem individuellen Rahmen. Ich halte es für sinnvoller Organisationen wie Greenpeace, Foodwatch, Attac und Verbraucherzentralen zu unterstützen. Die haben eine große Medienaufmerksamkeit und gelten als relativ unabhängig.
Wir haben 2008 für 25.000 eine Holzpelletheizung eingebaut und unseren erst 8 Jahre alten Heizölbrenner ausgetauscht. Außerdem haben wir im ganzen Haus (450 qm Wohnfläche)dreifach-verglaste Fenster eingebaut. Zusätzlich wird noch ein Kamin mit Scheitholz betrieben. Ich setze mich aktiv für die globale Stillförderung ein (vermeidet klimaschädliche Gase, da durch Fütterung künstlicher Säuglingsnahrung wieder die lieben methanproduzierden Kühe bemüht werden müssen - und Methan ist sehr viel klimaschädlicher wie CO2). Im übrigen essen wir überwiegend Bio-Lebensmittel.
Fazit: Ich finde wir tun in dieser Richtung schon eine ganze Menge. Diese 137,00 € würde ich lieber in andere, seriösere Projekte stecken.
P.S. Ich finde Ihren Namibia-Reiseführer 2009 gelungen! Hat mir sehr bei unseren Reisevorbereitungen für 2010 geholfen.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de GUGuido.Gast20. Jan. 2010 · Hallo,
klaus63 schrieb:Diese freiwillige Abgabe kommt mir dagegen ein bisschen wie ein moderner Ablasshandel vor. Geld gegen ein gutes Gewissen?
Im Gegensatz zu den berühmt-berüchtigten CO2-Zertifikaten in der Industrie oder den zu 99% ökologisch sinnfreien Ökostrom-Tarifen ist Atmosfair kein Ablasshandel zur Gewissensberuhigung.
Bei Atmosfair fließen die Gelder nicht in Staatshaushalte oder in existente Umwelt-/Klimaschutzprojekte, sondern es werden damit neue, zusätzliche CO2-Einsparungen finanziert. Dadurch wird wirklich praktisch eine vollständige Kompensation der beim Flug emittierten CO2-Menge erreicht. Der Flug ist somit CO2-neutral. Und das Geld wird nicht in die in Deutschland derzeit idiotische Photovoltaik oder andere ideologisch aufgeladene aber ökologisch unnütze Maßnahmen gesteckt. Sondern es wird da investiert, wo man für möglichst wenig Geld möglichst viel CO2 einsparen kann, beispielsweise Solarthermieprojekte in Indien.
Ich kann ansonsten nicht ganz verstehen, warum das Thema Umwelt-/Klimaschutz derzeit immer nur daran fest gemacht wird, ob es nun eine Klimaerwärmung gibt oder nicht. Es kann doch ganz unabhängig davon nicht richtig sein, wenn unsere Generation das über zig Millionen Jahre in der Erdkruste eingelagerte CO2 innerhalb weniger Jahrzehnte komplett in die Luft bläst. Es kann auch nicht richtig sein, wenn wir für unseren Lebensstandard innerhalb weniger Jahrzehnte viele Rohstoffe in der Erdkruste nahezu komplett ausbeuten.
Die Leute geben hier 2.000-6.000 EUR pro Person für ihre Afrikareisen aus und erfreuen sich an der grandiosen Natur in Afrika. Da finde ich 137 EUR für den Umweltschutz nicht überzogen. Die Strecke nach Windhuk ist eben weit. Hamburg-Paris und zurück gibt es CO2-neutral schon für schlappe 11 EUR Aufpreis.
Beste Grüße
Guido
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Ach so,
vergass noch zu erwähnen, dass wir unseren Strom von Naturstrom beziehen und unser PKW nur 5 L verbraucht! 😉
LG Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de PEpeterB249 Beiträge · seit 200620. Jan. 2010 · Im Flieger nach Namibia habe ich im Stern oder Spiegel ein Artikel gelesen mit der aussage ,hoffentlich beschliessen die in Helsinki nichts.
Es waere besser man wuerde alles Geld in neue und Zukunftsgerichtete Projekte investieren,die uns Vor waerstbringen,als Ausgleichszahlungen in 3.Weltlaender zu taetigen.
Im Nachsatz alle Beschraenkungen die wir ab jetzt erbringen wuerde das Ueberleben der Welt nur um 1 Stunde verlaengern.
So in der Art ich kann mich an den genauen Wortlaut nicht mehr errinnern.
Hat mich schon nachdenklich gemacht was uns Politiker und ein Teil der Umweltwissenschafter so erzaehlen.
Nur so zum Nachdenken.
Peter
Butterblume3’700 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de JEjeweller235 Beiträge · seit 200920. Jan. 2010 · Hallo Guido,
was ich an Euch Deutschen immer so lustig finde ist, dass Ihr glaubt Euer kleines Land kann klimatisch etwas in der Welt veraendern. Wenn die grossen nicht mitziehen, ist es leider hoffnungslos.
Gruss Hubert