was tun bei Panne?

12 Antworten · 5'478 Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2009 von Pablo
Antworten
Themenstarter24 Beiträge · seit 200909. Dez. 2009 · #1
Hallo,

wir sind bald mit einem gemieteten Toyota Hilux 3 Wochen unterwegs und fragen uns, was man wohl am besten bei einer Panne macht?
- ist Handyempfang über ganz Namibia vorhanden?
- reifenschaden geht ja noch, aber was ist wenn was schlimmeres?

Hat jemand hier Erfahrung damit gesammelt?

Grüße
290 Beiträge · seit 200709. Dez. 2009 · #2
Hallo,

Handy-Netzabdeckung gibt es in vielen Gegenden nicht!
Schau mal hier:
http://www.gsmworld.com/ROAMING/GSMINFO/cou_na.shtml
Wenn Handyempfang vorhanden ist erstmal den Vermieter anrufen.

Kleine Pannen solltest Du selber beheben können, bei größeren musst Du auf Hilfe warten. Deshalb ist es wichtig, immer genug Wasser mitzunehmen. Auf Einsamen Strecken empfiehlt es sich, sich bei einer Person des vertrauen an- und abzumelden, z.B. einfach eine SMS nach Hause alle zwei Tage, wie der Plan für die nächsten Tage ausschaut.

Keinesfalls das Auto verlassen! Ein Auto ist für eine Suchmannschaft recht gut auszumachen, eine einzelne Person nicht.

Vorsichtige Menschen kaufen oder mieten sich ein Satellitentelefon.

Einen schönen Urlaub phne Pannen wünsche ich!
Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
zuletzt bearbeitet 09. Dez. 2009
193 Beiträge · seit 200909. Dez. 2009 · #3
Hallo Pablo,
wo gehts denn hin - wo kommt das Auto her ; bezüglich Vermieter

Gruß Potje
1'920 Beiträge · seit 200809. Dez. 2009 · #4
Pablo schrieb:
Hallo,

wir sind bald mit einem gemieteten Toyota Hilux 3 Wochen unterwegs und fragen uns, was man wohl am besten bei einer Panne macht?
- ist Handyempfang über ganz Namibia vorhanden?
- reifenschaden geht ja noch, aber was ist wenn was schlimmeres?

Hat jemand hier Erfahrung damit gesammelt?

Grüße
Hallo

hängt vermutlich von der Situation 😉 ab...

Ne Lichtmaschinen im Kaokoveld ist bei weitem höher einzustufen , als ein Lichtmaschinendefekt im Etosha...

Wenn du dich auf Pad`s bewegst, wo tagelang keine vorbei kommt, so macht ein Satelittentelefon durchaus Sinn.

Ansonsten findet sich immer eine Lösung

LG Bloke
Themenstarter24 Beiträge · seit 200909. Dez. 2009 · #5
der Mietwagen kommt glaube ich von Europcar. Haben wir aus Deutschland übers Reisebüro gemietet.
1'287 Beiträge · seit 200610. Dez. 2009 · #6
Sehr geehrter Pablo,

als erstes natürlich immer "Ruhe bewahren".
Zuständig bei Problemen mit dem Auto ist in der Regel erst einmal der Autoverleiher. Das ist bei Großunternehmen mit Angestellten wie bei Europcar oftmals allerdings etwas umständlicher als bei den zahlreichen besitzergeführten Autoverleihern in Namibia.

Also: Notrufnummern bereithalten, um möglicherweise selbst aktiv zu werden und eine Diagnose einzuholen:
http://www.bwana.de/images/pdf/selbstfahrer/notrufnummern-namibia.pdf

http://www.bwana.de/images/pdf/selbstfahrer/telefonnummern-namibia.pdf


Unglaublich viele Dinge am Fahrzeug können mit ca. 5 m Rödeldraht und Gewebeklebeband ( Duck tape ) improvisiert werden.
Zumeist gibt es aber Probleme mit der Elektrik, z.B. dass die Wegfahrsperre einstaubt und funktioniert - ständig. Das kann der normale Reisegast nicht selber vor Ort hinbekommen.

Zudem ist bei größeren Schäden / notwendigen Reparaturen über ca. 100 Euro in der Regel der Autoverleiher vorab zu informieren, weil ansonsten die Haftung manchmal verweigert wird.

Hilfreich ist bei Khaudum und Kaokoveld einen Dreitagevorrat an Getränken dabei zu haben. 5 Liter x 3 Tage x Anzahl der Personen. Auf den Normalstrecken reicht 5 Liter pro Person Reserve.

Mit sonnigen Grüßen aus Villingen
Carsten Möhle
3'491 Beiträge · seit 200610. Dez. 2009 · #7
Hallo Pablo,
ich will Euch wirklich keine Angst machen, aber Pannen sind in Namibia häufiger als wir es hier kennen. Vor allem natürlich Reifenpannen. Dazu kann ich Dir nur raten, sich vom Vermieter genau zeigen zu lassen, wie man an den Ersatzreifen herankommt.Es gibt da Konstruktionen, die sehr kompliziert sind, insbesondere, wenn der Ersatz-Reifen in einer Klapphalterung unter dem Auto befestigt ist. Außerdem ist das Lösen der Halterung mit erheblichen Verletzungsrisiken verbunden, wenn man nicht genau weiß, wie es geht oder das passende Werkzeug nicht an Bord ist. Nehmt Euch die Zeit und lasst Euch in Ruhe einweisen.Neben dem Wasservorrat - da kann ich Carsten nur zustimmen - ist auch eine Decke sehr wichtig:zunächst einmal dafür,um etwas zum Unterlegen zu haben, wenn man sich mal unters Auto legen muss - Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie spitz die kleinen Steine auf der Pad sein können.Dann aber auch wichtig, um sich bei längerer Wartezeit Schatten verschaffen oder wärmen zu können.Und außerdem bietet eine Decke einen gewissen Sichtschutz, wenn das Fahrzeug mal geparkt wird.
Gruß Joli
1'155 Beiträge · seit 200610. Dez. 2009 · #8
Hallo Pablo

Zu Handyempfang folgendes....

Namibia ist eben schon etwas Afrika und Handyempfang gibt es nur begrenzt!

Da bin ich einmal an einen Unfall gefahren. Ein Tourist ist zu schnell (wie so oft…)gefahren, von der Strasse abgekommen und hat sich überschlagen. Alle Insassen waren mehr oder weniger verletzt. Ich konnte dann mit dem Satellitentelefon
schnelle Hilfe anfordern. Die Leute konnten alle wieder zusammengeflickt werden….

Eine Woche später habe ich in Cape Town auf dem Airport mit Italienern geredet, die
alle irgendwie bandagiert waren oder eine Halskrause trugen. Die haben sich auf einer wenig befahrenen Strecke mit dem Bus überschlagen und einer ist auf der Strecke
geblieben… es ging 2 Stunden bis Hilfe kam… das Handy hatte keinen Empfang ...
1'247 Beiträge · seit 200910. Dez. 2009 · #9
Hallo Pablo,

erst mal alles bisher gesagte. Zudem: Bei Uebernahme die Reifen anschauen (inkl. Reservereifen; bei denen evtl. auch den Druck prüfen; könnte ja sein, dass sie Luft verlieren).

Und vor Allem: keine Panik im Voraus. Es kann durchaus sein, dass du ohne Panne durchkommst. Ich war eben acht Wochen mit einem Hilux in Namibia und Botswana unterwegs und hatte nicht das geringste Problem.

Also: Take it easy, aber sei trotzdem für alle Eventualitäten gerüstet.

Gruss und schöne Reise
Thomas

Ach ja: lass dir bei der Uebergabe den Wagenheber zeigen und erklären!
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
33,1k Beiträge · seit 200610. Dez. 2009 · #10
Namibia ist eben schon etwas Afrika und Handyempfang gibt es nur begrenzt!
Was hat Handyempfang mit Afrika zu tun? Namibia hat, nur als Randinformation, eine Versorgung durch MTC die 98% der Bevölkerung erreicht... das schafft kein anderes Land in Afrika (mit Ausnahme von Mauritius)... und auch ansonsten nicht viele auf unserem Planeten.

Auf den normalen "Einsteigertouristenstrecken/-orten" hast Du praktisch immer und überall Handyempfang - auch da, wo es mehr lästig als nützlich ist (am Wasserloch in Okaukuejo, Sossusvlei etc.).

Also, Pablo, beherzige die Tipps wie ausreichend Wasser, Vertraue Dir und Deinem Mitreisenden und ansonsten kannst Du auf die Hilfe und Freundlichkeit der Namibier bauen... denn hier hilft jeder noch jedem, da es jeden mal erwischen kann!

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter24 Beiträge · seit 200910. Dez. 2009 · #11
Super,

vielen Dank für die vielen Tipps! Freuen uns schon sehr! Am 29.12. gehts los!

Grüße
Pablo
1'155 Beiträge · seit 200610. Dez. 2009 · #12
Hallo Christian

In der Wildnis und das ist Namibia oder Afrika sollte man sich nicht auf ein Handy verlassen … das war gemeint.

Ein Unfall war im Kuiseb Canyon… (das ist eine Hauproute....)dort hast du garantiert keinen Empfang, der Andere in der Nähe vom Brandberg in einem Tal… dort ging mit dem Handy auch nichts.

Ob 98% der Bevölkerung Empfang haben ist hier irreführend und nichtssagend....
2'048 Beiträge · seit 200710. Dez. 2009 · #13
Hallo Pablo,

du tust das, was du überall tun würdest:
1. schauen ob du das Problem lösen kannst
2. wenn nicht - schauen wie du an Hilfe kommst.

Dazu ist zu sagen, dass die Menschen in Namibia sehr hilfsbereit sind. Wenn dann jemand an einem Pannenfahrzeug vorbeirauscht ist es bestimmt ein Touri.

Jetzt mach ich mich vielleicht mal wieder unbeliebt bei einigen - aber ich muss es los werden:
Das reizvolle an vielen Strecken ist eben, dass man stunden- oder tagelang keinem anderen Fahrzeug begegnet. Dafür brauche ich einen 4W, die richtige Ausrüstung und es ist natürlich immer noch ein kleines Abenteuer - Gott sei dank noch. Wenn ich damit nicht klar komme, dann muss ich auf Hauptstrecken bleiben - dort sitze ich dann auch nicht tagelang und warte auf Hilfe. Das ginge dann auch ohne 4 WD. Oder ich buche eine Tour mit Fahrer und Guide - dann habe ich Leute dabei, die diese Probleme lösen können / müssen.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)