Der achte Kontinent - Madagaskar 2026

Reisebericht 54 Antworten · 2’478 Aufrufe · gestartet 16. Aug. 2026 von H.Badger
1’070 Beiträge · seit 201304. Sept. 2026 ·

Huhu,

ich oute mich jetzt auch mal als Mitleserin. 

Wir hatten uns in Bonn ja über Madagaskar und eure geplante Tour ausgetauscht. Jetzt ist es spannend zu sehen, wie ihr die Reise tatsächlich erlebt habt.

Deine im ersten post geschilderte Ambivalenz kann ich sehr gut nachvollziehen. Das Erlebte - gerade wenn man stunden-/tagelang...- über die Insel fährt und dadurch viel mitbekommt, hat uns auch im Nachhinein noch lange beschäftigt.

Aber die Natur und Tierwelt sowie die Menschen sind absolut einzigartig.

Das Palmarium und das Aye-Aye gleich an den Anfang zu setzen, ist ja schon sportlich. Das setzt die Ansprüche richtig hoch. 


Ich freue mich auf weitere Kapitel ☺️


Viele Grüße

Marion


907 Beiträge · seit 201505. Sept. 2026 ·
Toll, das Mini Chameleon 😍

Kannst du eine Empfehlung abgeben: 

Palmarium oder Palmarium Beach Lodge? 

Gibt es Unterschiede: 

Bei der Lodge sollen viele Lemuren in direkter Nähe sein? Angefüttert? 

Am Beach mehr Komfort? 

https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
8’758 Beiträge · seit 201006. Sept. 2026 ·


H.Badger schrieb: 

Soso - das Gespräch kam neulich auf Madagaskar. Und dann drei Pünktchen. Jetzt bin ich neugierig... (drei Pünktchen) 😉

 

Lieber Sascha,

da interpretierst du zu viel in meine Pünktchen rein (die benutze ich ja eh ganz gerne und ein wenig inflationär, zumal ich nach einigen Rüffeln von Ruth Eulenmuckel schon sehr sparsam mit meinen Ausrufezeichen umgehen muss 😁).

Ich hatte mit einigen aus der 2021er-Gruppe (aus meinem pädagogischen Umfeld) neulich mal ganz grob darüber geredet, weil sie eigentlich letztes Jahr hinwollten, dann aber wegen der politischen Lage zurückgeschreckt sind. Mal schaun, vielleicht wird es irgendwann mal noch was... 😉. Ich werde ihnen auf jeden Fall den Link zu deinem Bericht schicken, wenn er dann fertig ist (erkennst du das Zaunpföschdle?). 

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag von Bele, auch an die anderen Dachse im Hause! Und bis ganz bald!

Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2026
Themenstarter1’841 Beiträge · seit 201606. Sept. 2026 ·
@Mabe 

Hallo Marion,

wie schön, dass du hier auch mitlesen magst!

Ich bin ganz bei dir: Madagaskar kann eine prägende Reiseerfahrung sein.

Das Palmarium an den Beginn zu setzen war für gar keine so schlechte Idee. Klar - man sieht hier bereits viele Lemuren auf kurze Distanz. Aber das hatte auch einen entspannenden Effekt. Außerdem hat sich (sieht man von Nosy Be ab) der Wildheitsgrad im Laufe der Reise gesteigert. Und so war das vergleichsweise "zahme" Palmarium  eigentlich ein ganz guter Einstieg.


@yp-travel-photography 

Hallo Yvy,

ich kann hier schwer klar empfehlen, weil wir nur im Beach Hotel genächtigt haben. Von der Lage her hat mir dieses besser gefallen als die Hauptlodge. Aber die habituierten Lemuren findet du vor allem dort.  Und Strand gibt es dort auch. Am Anfang habe ich mit unserem Wohnort etwas gefremdelt, denn am Beach Hotel kommt "nur" zu wilden Zufallsbegegnungen und ich hatte Sorge, etwas zu verpassen. Aber ein halber Tag in der Umgebung der Hauptlodge hat dann doch ausgereicht, um "alles" zu sehen. Ich zeige das im nächsten Kapitel.


@Champagner 

Liebe Bele,

mit der Satzzeichen-Hygiene ist das ja immer so eine Sache... (!) 😉

Der kleine Zaunpfosten ist registriert. 🙂

Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter1’841 Beiträge · seit 201607. Sept. 2026 ·

Kapitel 3: Lemuren zum Sattsehen

Bereits vor Sonnenaufgang werde ich durch lautes Prasseln auf dem Hüttendach geweckt. Oh Schreck – es wird doch im Regenwald nicht etwa regnen? Ich versuche vergeblich nochmal einzudösen und lausche dem irgendwann schwächer werdenden Geräusch.

Leise mache ich mich ausgehfertig und lasse die Familie noch ein wenig schlafen. Im Dämmerlicht des neuen Tages gehe ich die paar Schritte zum Seeufer und genieße den Frieden der Szenerie. Alles ist ganz leise. In der Ferne watet ein Reiher. Ein Fischerboot legt ab. Das sanfte Plätschern des eintauchenden Ruders gibt der Stille Struktur. Tief ein- und ausatmen. 


Bald kommt aber ein neues Geräusch dazu: Über den See nähert sich ein Prasseln in beeindruckender Geschwindigkeit und der nächste Regenguss lädt mich unmissverständlich dazu ein, schnell in die Hütte zurückzukehren.

Zum Glück dauert dieser neue Schauer nicht sehr lange an. Und es wird der letzte Regenguss des Tages gewesen sein.

Vor dem Frühstück schauen wir schnell nach dem Oustalet’s Chamäleon und finden es erwartungsgemäß noch in seinem Schlafbaum. Die große Echse bewegt sich aber bereits langsam durch die Äste. Leider ist es durch die Bewölkung und das dichte Blätterdach hier noch so dunkel, dass wir für ein Foto lichttechnisch etwas nachhelfen müssen.

Es folgt ein leckeres Frühstück sowie eine kurze und entspannte Zeit in der Hängematte, am Strand und im See. Zum Entspannen ist das Palmarium Beach Hotel genau der richtige Ort.

Am späteren Morgen wollen wir zu einem Ausflug in den Teil des Palmarium Reservats aufbrechen, der sich bei der Hauptlodge befindet, denn dort leben die meisten Lemuren des Schutzgebiets. Dazu müssen wir gemeinsam mit einer sehr netten deutsch-madagassischen Großfamilie, die mit uns das Beach Hotel bewohnt, auf einer kurzen Bootsfahrt den See queren.

Als wir am Anleger des Beach-Hotels auf unser Boot warten, wird die Stille plötzlich durch ein lautes Brüllen durchbrochen. Wir können die Geräusche erst gar nicht zuordnen. Sie erschallen aus den nahen Baumwipfeln und sind uns völlig fremd. Entfernt erinnern sie an das Krächzen einer Krähe. Nur gestaltet sich der Schrei hier erheblich lauter. Ein genauer Blick zeigt uns schnell die Urheber im dichten Blattwerk: Einige schwarzweiße Varis sind hier unterwegs. Was ist das doch für ein Spektakel, das die hübschen Tiere veranstalten!

Vom Steg aus lassen sich interessante Kreise auf dem Seeboden entdecken, die jeweils von einem Fisch bewacht werden. Ein Nest?

Während der Überfahrt singt die Großfamilie madagassische Lieder. Welch schöner Soundtrack für die Überfahrt! Als der Bootsführer in das Lied einstimmt, entsteht ein richtiger Gänsehautmoment. 

Kurze Zeit später erreichen wir das Ufer an der Hauptlodge und steigen die Treppenstufen vom Anleger zum Garten des Hotels hinauf. Wir trauen unseren Augen nicht: Kaum haben wir die letzte Stufe hinter uns gebracht, sehen wir uns auf Nahdistanz einem kleinkindgroßen Indri gegenüber. Wie alle Lemuren im Akanin’ny Nofy Reservat, so zeigt auch dieses Tier keinerlei Scheu gegenüber Menschen und lässt sich von uns ausgiebig in Augenschein nehmen, bis es schließlich mit einem Riesensatz scheinbar schwerelos den Baum wechselt.

Ganz in der Nähe sind außerdem einige schwarzweiße Varis in den Bäumen unterwegs.

All dies findet in nächster Nähe des Hotelrestaurants in einem sauber angelegten botanischen Garten statt. Das trübt den Wildnis-Charakter natürlich ein. Beeindruckend bleiben die Nahbegegnungen aber trotzdem unbedingt.

Daher noch mal schnell zurück zum Indri, der nicht weniger fotogen als vorhin auf Augenhöhe an seinem neuen Stamm klammert.

Wenig später spazieren wir aus dem Garten in den Wald, etwas unsicher, wo wir nun hingehen können. Es gibt einen breiten Weg, von dem immer wieder kleinere Trampelfade in den tieferen Wald abgehen. Hier ist es schon etwas wilder und Menschen sind auch nicht mehr viele unterwegs.

Wir sehen erste Braune Makis, die ebenso gut an menschliche Nähe gewohnt sind.

Früher war es im Reservat laut diverser Reiseberichte erlaubt, die Lemuren auch als Tourist mit Bananen zu füttern. Bei unserem Besuch war dies (zum Glück!) nicht mehr vorgesehen und nur die Guides dürfen die Primaten mit Leckerbissen versorgen. Der Umgang mit den Tieren des Reservats erscheint uns insgesamt sehr respektvoll zu sein. Das haben wir nicht überall auf Madagaskar so erlebt.

Nach einiger Zeit ziellosen Umherstreifens können wir einen Guide auftun, der uns die nächste Zeit über die Pfade des Reservats führen und die verschiedenen Waldbewohner zeigen wird. Stand 2026 leben im Palmarium mit wenigen Ausnahmen nur noch Lemuren, die auch natürlich im östlichen Madagaskar vorkommen.

Auf dem Spaziergang durch den Wald können wir so einige unterschiedliche Arten beobachten.

Immer wieder zeigen sich uns Braune Makis.

Auch Kronenmakis kommen uns sehr nah. Bei dieser Lemurenart – die ihren angestammten Lebensraum an der Nordspitze Madagaskars hat – unterscheiden sich die Geschlechter farblich deutlich voneinander.


Außerdem finden wir einige Hybridlemuren, die aus der Verpaarung der nah verwandten Braunen Makis und Kronenmakis entstanden sind.


Wir machen eine kleine Pause am Restaurant, bevor es tiefer in den Wald geht. Hier finden wir die Indris wieder.

Im dichten Wald kommt als neue Art für uns der Rotbauchmaki hinzu. Diese Lemurenart finde ich besonders hübsch. Die Weibchen und Männchen kann man unter anderem anhand der unterschiedlichen Gesichtszeichnung gut voneinander unterscheiden. Die weiße Zeichnung zum Nasenrücken hin tragen nur die männlichen Tiere.



Wir laufen eine ganze Weile durch den Wald. Zum Abschluss nimmt ein Hybridlemur durch eine Guide-Banane motiviert für einen Moment auf der Schulter unserer Kleinen Platz. Bei solchen Kontakt-Aktionen haben wir immer ein wenig Bauchgrimmen…

Unser weiterer Weg führt uns zum Seeufer weit entfernt von der Hauptlodge. Auf dem Weg entdecken wir an einem Baumstamm einen Großen Madagaskarleguan.

Am Seestrand zeigt uns der Guide schließlich einige Madagaskar-Riedfrösche in der himmelblauen Farbmorphe. Sie sind nur zwei bis drei Zentimeter groß, aber wegen ihrer Färbung der absolute Hingucker. Auch wenn man sie im dichten Blattwerk, wo sie den Tag verschlafen, schnell übersieht.


Eine letzte Station machen wir bei einer Ansammlung fleischfressender Kannenpflanzen, die unweit des Seeufers in einem Sumpfgebiet gedeihen. Die zahlreichen Trichterfallen haben eine beeindruckende Größe.

Gut gefüllt mit neuen Eindrücken besteigen wir ein kleines Boot, das uns zurück zum Palmarium Beach Hotel bringt. Die Ruhe unserer Unterkunft empfängt uns: Hängematte, Strand und See locken als Nachmittagsprogramm. 


Wir haben die Umgebung quasi für uns allein, nur beäugt von wunderhübschen Taggeckos.

Meine Frau und ich machen außerdem einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wald und am Strand entlang. Das Gebiet verengt sich nach einigen hundert Metern zu einer kleinen Landzunge, die auf den See hinausführt. Hier beobachten wir einige Vogelarten: Schildraben und Schmarotzermilan sind uns aus dem südlichen Afrika wohlvertraut. Ein Neuzugang auf unserer Sichtungsliste ist der Weißstirn-Regenpfeifer, der sich uns zum Glück auf passable Fotodistanz nähert, als wir still und leise am Spülsaum des Sees verharren.

Zu Einbruch der Dämmerung wird unsere Aye-Aye-Exkursion mit der ganzen Familie starten. Im Anschluss daran werden der Vater und die jüngere Tochter noch eine Nachtwanderung im Wald unweit der Hauptlodge machen. Davon aber erst im nächsten Teilkapitel mehr.

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zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2026
1’040 Beiträge · seit 202308. Sept. 2026 ·
Das Foto von dem Boot auf dem See, hat durchaus Ohmmmmm- Wirkung😀

Was für tolle Begegnungen mit den Lemuren und wie cool, dass sie auf Augenhöhe mit euch waren. Besonders begeistert mich allerdings der hübsche Frosch.

Auf dieser Tour wäre ich gerne dabei gewesen. Vielen Dank fürs visuelle Mitnehmen.

Liebe Grüße, Silvia

Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen – Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version
907 Beiträge · seit 201509. Sept. 2026 ·
Was haben die Mädchen zu den niedlichen Lemuren gesagt?

Warum musstet ihr erst einen Guide suchen? War das nicht inklusive?

Gibt es auch Wanderkarten dort, dass man alleine los spazieren  könnte?

Die Nachttour mit der Tochter bei der Hauptlodge muss extra gebucht werden?

Der Ried Frog kommt auf meine Liste. Einen ähnlichen habe ich in Botswana das 1.Mal gesehen. 

https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
8’758 Beiträge · seit 201009. Sept. 2026 ·

Guten Morgen Sascha,

mir gefallen nicht alle der Lemuren, aber diese beiden Gestalten haben es mir angetan 🥰, vor allem die Augen finde ich so beeindruckend!



Gibt es den auf der linken Seite auch als Plüschtier? Ich finde, er hätte Potenzial dafür 🙃!

Ich freu mich schon auf mehr - liebe Grüße von Bele


Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2026
1’070 Beiträge · seit 201309. Sept. 2026 ·

@Bele, 

warte mal, ob Sascha was zu den Gesängen der Indris beschreibt oder gar eine Tonaufnahme einstellt. Das möchtest du dann doch nicht von deinem Plüschtier hören😃

Themenstarter1’841 Beiträge · seit 201610. Sept. 2026 ·
@Nacho 

Hallo Silvia,

das war tatsächlich eine tolle Tour! Die verschiedenen Lemuren nicht nur hoch in den Wipfeln zu beobachten, war ein sehr schönes Erlebnis. Das Fotografieren war hier dadurch vergleichsweise einfach. 

Schön, dass du weiter dabei bist!

@yp-travel-photography 

Liebe Yvy,

wie schön, dass du dich erneut so interessiert zu Wort meldest! 😄

Der Guide war "inklusive" - die Organisation war aber etwas unklar. Alles in allem: Kein Problem. 

Karten gibt es meines Wissens nicht. Aber so richtig verlaufen kann man sich auf der Landstreifen wahrscheinlich kaum.

Die Nachtwanderung haben wir spontan vor Ort organisiert. Das ging an allen Orten problemlos. Und es war nicht teuer.

@Champagner 

Liebe Bele,

mein liebster Lemur ist wahrscheinlich der Schwarzweiße Vari. Aber auch deinen zwei Favoriten kann ich viel abgewinnen. Derzeit gibt es einen Schleich-Indri. Aber der ist natürlich nicht kuschelig. 🙂Marion hat aber unbedingt Recht: Die Spielzeugvariante sollte ohne Stimme auskommen. Sonst hat man Probleme mit den Nachbarn...

Wir freuen uns auf Samstag! 😀

@Mabe 

Liebe Marion,

kurz haben wir die Indri bereits hier im Palmarium hören können. Ein paar Tage später konnten wir uns dann aber von ihrem vollen akustischen Potential überzeugen. Ich werde hier auf jeden Fall davon berichten. Wenn es möglich ist, hier eine Audiodatei einzustellen, werde ich das machen. Den Indri sollte man nicht nur gesehen, sondern auch gehört haben! 🙃

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Themenstarter1’841 Beiträge · seit 2016gestern 18:52 ·

Kapitel 3: Fortsetzung

Kurz nach Sonnenuntergang schippert die ganze Familie über den See: Unser Ziel ist die Fingertier-Futterstelle. Der Besuch gleicht dem am Vortag. Nur ist dieses Mal zu Beginn kein Aye-Aye anwesend und es dauert eine Weile, bis sich eines an der bereitgelegten Kokosnuss zu schaffen macht. Bis wir das beständige Nagen hören, warten wir in absoluter Finsternis, denn wenn die Beleuchtung bereits vor dem Eintreffen des Fingertiers angeschaltet wird, vermeidet das Tier wohl die Annäherung.

Die ganze Familie ist begeistert von der Beobachtung. Für drei von uns ist es eine tolle Premiere. Und auch für mich hat die Begegnung nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Das Aye-Aye ist ein wirklich besonderes Tier.

Heute Abend zeigen sich nach und nach zwei adulte Tiere und ein Jungtier. Ich denke, dass es das gleiche Individuum ist, das sich am Vorabend bereits an den angenagten Nüssen gütlich getan hat.

Der starre Blick aus den gelben Augen, das borstig-struwwelige Fell: Das Fingertier ist unter den nachaktiven Lemuren unbestritten die außergewöhnlichste Kreation.

Sein Aussehen und seine Lautäußerungen, die ihm seinen Namen eingebracht haben, sorgen unter anderem aber auch dafür, dass das Tier auf Madagaskar einen schlechten Ruf genießt. Laut lokalem Aberglauben kündigt eine Begegnung mit einem Aye-Aye den schweres Unglück oder gar den Tod an. Ein bekannter madagassischer Ausspruch dazu lautet „Mangatambo hita miseo tsy tsara“ (etwa: Das Tier zu sehen bringt nichts Gutes). Das Töten des Aye-Aye gilt als einzige Möglichkeit, das drohende Unheil abzuwenden. Der Tourismus hat der Bevölkerung an den Ufern des Kanals aber auch gezeigt, dass Menschen von weither kommen, um das Tier zu sehen. Hoffentlich ein wirksames Mittel gegen den herrschenden Aberglauben.

Nach dem Besuch der Aye-Aye-Futterstelle trennen sich die Wege unserer Familie temporär. Meine Frau und die Große fahren zurück ins Beach Hotel und genießen dort ihr Abendessen und einen gemütlichen Tagesausklang.

Unsere Kleine und ich lassen sich zur Hauptlodge fahren, um dort eine geführte Nachtwanderung zu machen, die wir am Nachmittag organisiert haben.

Zuvor genießen wir aber ein harmonisches Vater-Tochter-Dinner in der Hauptlodge. Auch hier isst man gut. Die Atmosphäre des Beach-Restaurants gefällt mir aber besser. Lustig wird es, als ein Schwarzweißer Vari in die offene Lobby klettert und von den Angestellten herauskomplimentiert werden muss. Kaum sind die Vertreiber jedoch weg, kehrt der Vari zurück und das Spiel beginnt von Neuem… 😄

Nach dem Essen trifft uns unser Guide am Restaurant und kurz darauf streifen wir auch schon zu dritt durch den finsteren Wald.

In den Wipfeln quiekt und grunzt es immer wieder, als wir an den Schlafstellen tagaktiver Lemuren vorbeikommen.

Unser Interesse gilt aber der „Nachtschicht“. Bald finden wir den ersten Östlichen Wollmaki des Abends. Wunderbar frei sitzt das Tier hoch oben in einem Baum.

Besonders freuen wir zwei uns über die Entdeckung eines Stummelschwanzchamäleons. Toll, dass unsere Kleine diesen Winzling jetzt auch zu Gesicht bekommen hat!

Wollmakis sehen wir im Laufe des Abends noch einige. Hier sogar mal mit Schwanz.

Eine Erstsichtung für uns ist ein Kurzhorn-Chamäleon. Da Chamäleons zu den Lieblingstieren unserer Tochter gehören, ist sie sehr glücklich damit, jetzt auch noch ein recht großes Reptil gesehen zu haben.

Wir suchen eine ganze Weile nach den winzigen Mausmakis, leider werden wir heute aber nicht fündig.

Und so kommt es erst, als wir auf unseren Bootstransfer warten, zu einem letzten Höhepunkt unseres Ausflugs. Eine Madagaskarnachtschwalbe jagt ausdauernd Insekten, die von der Stegbeleuchtung angelockt werden. Immer wieder setzt sich der kuriose Vogel dabei kurz auf das Geländer und so können wir ein paar nette Fotos aus recht kurzer Distanz machen.

In unserer Hütte treffen wir vier uns nach rascher Überfahrt wieder. Meine Frau und ich machen noch einen kleinen Spaziergang über die Waldwege hinter den Unterkünften, denn während unserer Trennung konnten sie und unsere Große dort tatsächlich einen Mausmaki durch Geäst turnen sehen.

Nun ist uns dieses Glück leider nicht mehr vergönnt, aber der Abend soll trotzdem noch mit einem kleinen Highlight enden. Plötzlich huscht nämlich nahebei ein kleines Tier über den Pfad und ich traue meinen Augen nicht! Ich rufe kurz aus: Tenrek!

Es handelt sich um einen Großen Igeltenrek, der sich jedoch schnell in den Schutz der Pflanzen am Wegesrand zurückzieht. Es gelingen daher nur kaum zufriedenstellende Belegfotos. Wir versuchen seinen Laufweg zu antizipieren und suchen die nähere Umgebung gründlich ab, um ihn wiederzufinden. Leider scheint das vergeblich zu sein, bis meine Frau damit beginnt, auch die Baumstämme abzuleuchten.

Und dort sitzt es tatsächlich an den Stamm geklammert: Ein Wesen, das an Niedlichkeit kaum zu überbieten ist. Dem europäischen Igel äußerlich sehr ähnlich, ist dieser Tenrek jedoch viel kleiner. Und im Klettern hat er ganz sicher die Nase vorn. Lange betrachten wir den kleinen Kerl und sind ganz verzückt.

Tief zufrieden mit diesem erlebnisreichen Lemuren-Intensivtag verkrümeln wir uns in die Betten. Um 22 Uhr wird der Strom im Hotel abgeschaltet – ab diesem Zeitpunkt herrscht die Dunkelheit am Ampitabe-See.

Morgen früh werden wir das „Nest der Träume“ bereits wieder verlassen. Hier könnten wir uns durchaus vorstellen, noch einmal länger zu bleiben. Das Palmarium Beach Hotel hat das Potential zum Sehnsuchtsort.

Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet gestern 18:53
663 Beiträge · seit 2023gestern 21:06 ·
Ich hab ja von der Tierwelt auf Madagaskar noch so überhaupt keine Ahnung und auch die Namen sagen mir nichts, aber die Bilder sind auf jeden Fall sehr interessant. Manch eines der Tiere sieht richtig knuffig aus ☺️Schade, dass die Zeit dort schon wieder vorbei ist. Vielleicht kommt ihr aber ja wirklich noch einmal hierher zurück. Es hört sich auf jeden Fall sehr gut an und auch die Bilder überzeugen!
907 Beiträge · seit 2015heute 07:57 ·
Ehrlich gesagt sind dunkle gruselige Nachtwanderungen in fremder Umgebung nicht so meins.

Danke also fürs Zeigen. 

Wie habt ihr das Laden der Akkus geregelt? 

Kannst du das Palmarium zu Beginn der Reise auch für 3 Nächte empfehlen?

LG Yvy 

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2 Beiträge · seit 2026heute 08:23 ·

Was hat euch stärker überrascht – die Tierwelt oder wie anstrengend die Wege teilweise waren?

8’758 Beiträge · seit 2010heute 08:38 ·

Guten Morgen Sascha!

H.Badger schrieb:

  Plötzlich huscht nämlich nahebei ein kleines Tier über den Pfad und ich traue meinen Augen nicht! Ich rufe kurz aus: Tenrek!

 

Ich musste so sehr lachen, als ich das gelesen habe 😂! Vermutlich hätte ich gerufen,  "Huch, was war DAS denn??" oder "Ein IGEL!", aber ganz sicher nicht "Tenrek"! Noch nie gehört, diesen Namen 🙄. Hast du dich vor der Reise so intensiv mit der Tierwelt Madagaskars beschäftigt, dass du den einfach so drauf hattest oder gehört das schon zur Allgemeinbildung?


Ach, noch dazu etwas:

@Champagner 
Liebe Bele,
mein liebster Lemur ist wahrscheinlich der Schwarzweiße Vari.  


Da sieht man mal wieder, wie verschieden die Geschmäcker - zum Glück - sind 😉! Ich mag ja schon keine schwarzweißen Vögel, von daher gefällt mir dieser Lemur auch nicht sonderlich 😕.


Bis später - gute Fahrt und liebe Grüße von Bele



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zuletzt bearbeitet heute 08:39