Die Tage mit dem “Voi” Löwenrudel

15 Antworten · 18,8k Aufrufe · gestartet 04. Apr. 2009 von siggi
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Themenstarter387 Beiträge · seit 200904. Apr. 2009 ·


Tsavo Ost - Kenya



In Tsavo-Ost, Kenyas größten Nationalpark haben wir zwei Löwenrudel mehrere Tage begleitet. Hier lebten sie die “Maneater of Tsavo”. Vor über hundert Jahren, beim Bau der Eisenbahn von Nairobi nach Mombasa haben zwei Löwen (Ghost and Darkness) über hundert Bahnarbeiter getötet und zum Teil gefressen. Dieses “erlernte Verhalten” hatte seinen Ursprung in den Zeiten des Sklavenhandels. Tausende von Sklavenkarawanen zogen durch Tsavo zur Küste. Ungefähr 40.000 kranke, verletzte und tote Sklaven wurden zurückgelassen.
Tsavos Löwen haben schnell diese einfache Beute für sich entdeckt. Seit vielen Jahren gibt es keine Attacken mehr auf
Menschen. Tsavo-Ost ist wild, trocken, heiss und henseits des Galana unberührt.

Wenn der Wasserstand des Galana es ermöglicht kann der Fluss auf einer Furt bei den Lugard Falls überquert werden. Oben auf dem “Yatta Plateau” beginnt Tsavos Unendlichkeit. Safarifahrzeuge gibt es hier nicht mehr.
In Tsavo-Ost gibt es M.E. mit die grössten Löwenrudel Afrikas. Das “Voi-Rudel” neunzehn Tiere (September/Oktober 2005). Das „Aruba Rudel“ 17 Tiere. Das sind keineswegs die einzigen Rudel. Leicht erlegbare Beutetiere wie Zebras und Antilopen sind in Tsavo-Ost selten. Besonders zahlreich sind die Büffel in Herden bis zu 500 Tieren. Tsavos Löwen (Löwinnen) haben sich auf die Büffeljagd spezialisiert. Nur ein starkes großes Rudel ist bei der sehr gefährlichen Büffeljagd besonders erfolgreich. Von Mitgliedern des „Tsavo Lions Projekts“ und mit freundlicher Unterstützung der Parkverwaltung informieren wir uns über die letzten Sichtungen und Reviere der Rudel.



Diese Tsavo-Ost Karte ist fast vierzig Jahre alt. Wir benutzen sie noch immer, da sich am Pistennetz kaum etwas geändert hat. Mehr geworden sind die Camps und Lodgen.



1. Tag
Den ganzen Vormittag haben wir in der näheren und weiteren Umgebung der Voi Safari Lodge gesucht. Ab ca. 10:00 Uhr sind die Chancen gering Löwen zu entdecken, da sie den Schatten aufsuchen, dösen und schlafen.
Eigentlich entdecken wir das Rudel per Zufall. Nach dem Lunch in der Voi Safari Lodge, die unser Quartier für die nächste Woche ist, sucht John mit seinem Riesenfernglas den Busch ab - und entdeckt das Rudel in einem Buschdreieck vor der “Pipeline-Piste”. Wir beschliessen um 15:00 Uhr zum Rudel zu fahren. Vorher sprechen wir noch beim Senior Game Warden vor. Obwohl die Büsche niedrig und auseinander stehen, sind die Löwen von den Pisten aus nicht zu entdecken. Johns Augen entgeht nichts. Eine Ohrenspitze über dem Gras, nicht windgerechte Bewegungen in den Büschen - er findet sie relativ schnell. Trotz angestrengtem Suchen, Uli und ich sehen sie nicht. Das Rudel hat sich verstreut. Zwei bis fünf Tiere haben jeweils den dünnen Schatten der trockenen mannshohen Büsche aufgesucht. Alle Tiere machen einen gesunden Eindruck und sind in guter Verfassung. Indikator für den Zustand eines Rudels sind die Jungtiere. Sie sind die letzten die von der Beute fressen dürfen.
Vorsichtig nähern wir uns der ersten Gruppe von fünf Löwinnen. Dort wo die Büsche ein wenig Schatten spenden liegen weitere Löwengruppen. Das Rudel besteht aus neunzehn Tieren, die sich in einem Radius von knapp fünfzig Metern verstreut haben.
An den runden Bäuchen aller ist deutlich zu erkennen, dass sie gestern oder vorgestern einen Büffel erlegt haben müssen. Dann geben sich die Löwen erst einmal der „stillen Freude der Verdauung“ hin. Von vierundzwanzig Stunden können Löwen durchaus achtzehn schlafend oder dösend verbringen.



Die Löwen ignorieren uns völlig. Sie öffnen nicht einmal die Augen. Wer nicht schläft schmust ein wenig.





Sie ist die Größte, die Kräftigste, die Alpha-Löwin, die Rudelführerin. Trotz der Hitze geht sie hin und wieder zu allen Gruppen und tauscht Berührungen, Zärtlichkeiten aus. Die übrige Zeit liegt sie allein, das sind Beobachtungen die wir jeden Tag machen konnten.



Dann kommt die Alpha-Löwin zu unserem Fahrzeug. Ca. zwei Meter entfernt legt sie sich hin.
Sie ist wunderschön.
Top fit. Wir schauen uns lange sehr lange durch die Seitentür an. Ich würde zu gern wissen, was in ihrem Kopf vor sich geht. Nur ihre Augen bewegen sich. Das Fotografieren stört sie nicht im geringsten. In ihrem Gesicht, ihrem Verhalten ist nicht das Geringste von Agression. Ich würde ihr gern das Fell kraulen, ein Küßchen auf den Kopf. Geht nicht, wäre sicherlich der letzte Versuch? Löwen sind ähnlich wie unsere Hauskatzen verschmust. Da sie, ausser sich selbst, niemand sonst zum Schmusen haben, kuscheln sie sich aneinander. Von der ganzen Kuschelei und Schmuserei hält sie sich fern. Etwas lebhafter sind die Halbstarken. Die ein wenig herumtollen. Für uns gibt es keinen Schatten. Obwohl das Hubdach aufgestellt ist und alle Fenster offen sind, wird es im Auto lebhaft warm. Ist das gefährlich? Absolut nicht. In Botswana, Zambia, Südafrika wird schon seit Jahrzehnten in völlig offenen Fahrzeugen zu den “Big Cats” gefahren. Linderung bringt eine leichte Brise.
Ich glaube, wer selbst zu Hause Katzen hat, hat ein anderes Verständnis, Feeling für die “Big Cats”. Manchmal denke ich, die wissen das.
Nach Sonnenuntergang verlassen wir das Rudel.





2. Tag
Sie sind in der Nacht weiter gezogen. Nun müssen wir nach Spuren suchen. Auf dem teilweise betonharten Boden ist das sehr schwer, doch dann entdecken wir Prints an den Pfützen der Pipeline-Road. Sie haben dort getrunken und sind in Richtung des Kanderi Swamp gezogen. Dort wo sie die Piste verlassen haben ist der Boden steinhart. Nun wird es schwer. Nach wenigen Minuten hat John Spuren gefunden. Seinen Augen entgeht nichts. Wenige umgeknickte Grashalme, verschobene trockene Blätter, ein paar Kratzer im Boden. Die Löwen haben sich gradlinig auf die Sumpfregion zu bewegt.
Diese Sumpfregion trocknet nur in sehr regenarmen Jahren völlig aus. Dort gibt es immer grünes Gras und teilweise Wasser. Der Sumpf wird von Elefanten besonders, aber auch von anderem Wild gern aufgesucht.
Etwa beim Abzweig 162 beim trockenen Voi River überscheiden sich die Reviere des “Voi” und des “Aruba” Rudels. Das ist ein Konfliktbereich.



Gegen Mittag finden wir sie. Das Bild ist tagsüber fast immer das Gleiche. Dösend, schlafend im Schatten. Für uns bedeutet das, warten und warten, bis eine den Kopf hebt und die Augen öffnet. Nur so können wir die Fotos schießen, die wir für einen exakten Vergleich/Zählung brauchen. Zum Glück sind sie heute nicht so träge wie am Vortrag.



Blick in den Kanderi Sumpf. Der Boden im Vordergrund bis zu der Baumlinie ist sehr trügerisch und trägt nicht. Die Bäume im Hintergrund sind durch zu hohen Grundwasserstand abgestorben.



Der kleine “Benjamin”. das jüngste Rudelmitglied. Gut genährt, quicklebendig, aber ein wenig schüchtern. Was man hier deutlich sieht, bei jungen Löwen stimmen die Körperproportionen noch nicht. Die Pfoten sind in der Relation zum Körper viel zu groß. Gleichaltrige Spielkameraden hat er nicht. Ist er der einzige Überlebende aus einem Wurf im Rudel? Warum und ob, dass so ist können wir nicht in Erfahrung bringen. Im Rudel sind drei Generationen. Mehrere junge Löwenmänner, die voraussichtlich im nächsten Jahr vertrieben werden, deshalb sind Bestandsschwankungen in den Rudeln völlig normal.

3. Tag
Wieder sind sie abgewandert. Ihr Revier ist für Tsavo relativ klein. Ihre Spuren zu finden ist nun besonders schwer, da die Elefanten alle Spuren vernichtet haben. Wir umfahren den letzten Standort und vergrößern den Radius. Irgendwann müssen wir Spuren finden. Am späten Nachmittag treffen wir auf einer Piste Ranger die das Rudel vor einigen Minuten gesichtet haben. Die Löwen haben, wenige Kilometer entfernt die Piste überquert und sind Richtung Norden gezogen. Die weitere Suche macht keinen Sinn mehr. Die Sonne steht schon dicht über dem Horizont. Nachdem Frühstück und Lunch (wie fast immer) ausfielen, freuen wir uns auf das Dinner und eine (oder zwei) gut gekühlte “Nedderborg Rose” aus Südafrika.



4. Tag
Wo sie sich heute aufhalten werden, können wir nur vermuten. John meint sie sind in etwa an den Platz zurückgekehrt, wo wir sie am ersten Tag fanden, da sie in den nächsten Tagen in ihrem Revier jagen werden. Nach wenigen Kilometern auf der Piste zur Kreuzung 148 finden wir ihre Spuren. Sie haben die Piste von Ost nach West gekreuzt und sind vermutlich ziemlich gradlinig nach Westen gezogen. Gegen Mittag spüren wir sie in Sichtweite der Voi Safari Lodge auf. Da sie in der Tageshitze den Platz nicht wechseln werden, fahren wir zum Lunch in die Lodge.
Nach einem kleinen Mittagsschläfchen sind wir gegen 15:00 Uhr wieder bei ihnen. Im Wesentlichen ist das Bild immer das Gleiche. Sie liegen in kleinen Gruppen im geringen Schatten der Büsche.
Wir haben das Gefühl, diesmal nehmen sie Notiz von uns. Erkennen sie uns? Eine Löwin kommt direkt zum Fahrzeug. Heute sind sie, trotz gleicher Temperaturen wie in den Vortagen nicht so schläfrig. Irgendwie ist Unruhe im Rudel.



Der Ausblick von der Voi Safari Lodge in Tsavos Unendlichkeit ist traumhaft schön. Der Betonkasten ist die erste Lodge welche in Tsavo-Ost gebaut wurde und findet sicherlich nicht die Zustimmung aller. Für uns liegt sie ideal um das “Voi und Aruba Rudel” zu beobachten. Da wir ohnehin nur zum Dinner und Schlafen die Lodge aufsuchen, haben wir keine Probleme mit etwas mehr Betrieb.



Das Revier des Voi Rudels ist das wildreichste in Tsavo. Büffelherden bis zu fünfhundert Tieren sind sehr häufig an den Wasserlöchern zu beobachten.



Noch 4. Tag
Direkt neben der Pipeline-Road leben schon seit Jahren ein paar alte sehr kräftige Büffelbullen. Aufgrund ihrer Größe und Kraft werden sie offensichtlich vom Voi-Löwenrudel nicht gejagt.

5. Tag
Es ist noch dunkel als wir aufbrechen. Doch auf der Pipeline Road und den Wasserlöchern hat sich nichts getan. Wir waren ziemlich sicher das Rudel mit einem gerissenen Büffel zu finden. In der Nacht sind sie nur wenige Kilometer nach Norden gezogen. Auf der Piste können wir deutlich ihre Spuren sehen. Dann haben sie Richtung Norden die Piste verlassen. In Sichtweite der Piste finden wir sie. Über den Tag können wir unsere “Löwenkartei” fotografisch vervollständigen. Am Nachmittag kommen alle Erwachsenen Löwinnen zu unserem Auto. Bei uns entsteht der Eindruck, eine gewisse Vertrautheit stellt sich ein. Die schon am Vortag beobachtete Unruhe im Rudel kommt am Nachmittag wieder. John meint in dieser Nacht passiert es.



Fortsetzung folgt - Die Jagd
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2009
27 Beiträge · seit 200904. Apr. 2009 ·
hallo,
da schlägt das herz einer katzenfreundin höher. mit denen würde man wirklich gerne kuscheln - wahrscheinlich genau 2x - das erst und das letzte mal.
servus aus ö
beimo
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287 Beiträge · seit 200904. Apr. 2009 ·
Hallo Siggi,

wahnsinnig tolle Fotos!!! Und natürlich wieder ein sehr schöner Erlebnisbericht.

Besonders amüsant fand ich "Löwen sind ähnlich wie unsere Hauskatzen verschmust" Aber wahrscheinlich eher untereinander - oder wissen wir nur nicht genau, ob sie sich auch von uns Menschen kraulen lassen würden, weil sich keiner traut? 😛

Das letzte Foto ist ebenfalls wunderschön, da schlägt mein Herz gleich höher, wenn ich diese besondere Farbenpracht sehe. Selbst in Afrika sind diese Farben ja nicht alltäglich zu sehen - daher einfach mal meine freche Frage, ob du es mit einem Filter aufgenommen hast oder sind es wirklich ganz natürliche Farben?

Liebe Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter387 Beiträge · seit 200905. Apr. 2009 ·
Hallo beimo,
zum Kuscheln (mit freilebenden, wilden Löwen) - Dir kann geholfen werden. Gehe bitte davon aus, da es ein sehr tiefgreifendes Erlebnis ist - es findet nur einmal statt.
Kommst auf eine meiner "Save the Grevyzebra" Touren mit. In diesem Jahr ist leider nichts mehr zu machen. Im Mai habe ich schon zum "Schmusen mit den Löwen" (anfüttern?) zwei Personen.
Werde ich bestimmt ganz tolle einmalige Fotos machen.

Spaß beiseite, es sind zwar, wie John unser Scout und Fahrer immer sagt "Mitzekatzen", doch jeder Versuch im Ansatz kann zu dem Verlust von Händen. Armen und Anderem führen.
Im Interesse der Löwen lieber nicht.

Vor einigen Jahren hat im Chobe eine kirchliche Gruppe Jungendlicher gezeltet. Weil es so heiß war hat ein Mädchen nachts die Beine aus em Zelt gestrecht. Irgenwann kam eine Löwin, hat das Mädchen aus dem Zelt gezerrt und getötet.
Am nächsten Tag kamen die Ranger und haben alle Löwen in der Region erschossen.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
325 Beiträge · seit 200605. Apr. 2009 ·
Moin Siggi,
ist es im Tsavo wieder möglich, genauso "offiziell" wie in der Mara, die Straße zu verlassen?
Hatte da mal recht unangenehme Erfahrungen gesammelt?

Gruß
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Themenstarter387 Beiträge · seit 200905. Apr. 2009 ·
Hallo stobi,
das ist in allen kenyanischen Nationalparks und Game Resevaten verboten. Ich rate auch dringend davor ab.
In der Mara hält sich nur niemand daran und es wird auch nichts dagegen unternommen.


Wir haben Permits. Sind auch mehrmals kontrolliert worden.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2009
4’450 Beiträge · seit 200805. Apr. 2009 ·
Guten morgen Siggi,
vielen Dank für die Löwenbilder , eins schöner wie das andere, dennoch ist auch gut, das wir immer auf die Gefahren hingewiesen werden, leider vergisst man tatsächlich, das die hier nicht zum "knuddeln "sind.Der Bejamin ist ja total süß.
Einen schönen Sonntag aus einem sonnigen Bayern
Lieben Gruß
Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
962 Beiträge · seit 200705. Apr. 2009 ·
Hallo, Siggi
erst einmal Glückwunsch zu deinen qualitativ hochwertigen Fotos mit der Super-:) Panasonic-Limux und zu deiner sehr aussagefähigen Webseite.
Dein bisheriges Reisespektrum ist ja enorm und reizt uns zu "neuen Ufern. Was kostet denn eine Reiseteilnahme bei dir z.B. nach Kenia /Tansania?
Herzlich grüsst dich Frank(myrio)
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
Themenstarter387 Beiträge · seit 200905. Apr. 2009 ·
Hallo myrio,
vorab das Wichtigste. Ich bin keine Reiseveranstalter und führe auch keine Safaris gegen Bezahlung durch.
Dann wären meine Beiträge, nach meinem Verständnis, eine miese Masche um hier kostenlos Werbung zu machen.


Auf meine Reisen nehme ich meist nur eine, manchmal auch zwei Pesonen mit. Die dann ihren Flug selbst buchen. Die Gesamtkosten werden aufgeteilt.
Vielleicht als Anhaltspunkt die Safari im Mai 2009
http://www.privatsafaris.de/html/safaris_20091.html
Kosten pro Teilnehmer rd. 2.700 Euro. Das schließt alle übrigen Kosten, Permits, Parkgebühren, Lodge full board,
4x4 Fahrzeug mit unbegrenzter Nutzung und Scout/Fahrer ein. Bei dieser Safari sind wir ausnahmsweise zu dritt.

Sorry, für 2009 sind meine Safaris komplett.
Wenn Du Dich für eine ähnliche Safari interessierst, schau mal bei http://www.sunworld-safari.com/ rein.
Herr Hermann Nowak (Mitinhaber) in Wien berät Dich gern.
Die Kosten reduzieren sich merklich mit der Mehrzahl der Personen. Die Fahrzeuge sind für 9 Personen gedacht. Ich denke mit 4-5 Pesonen ist das noch ideal.

Da ich dieses Jahr noch in den Chad muss, ist noch nicht 100prozentig, wäre eine Safari nach Tanzania Mikumi und Ruaha ggf. noch Katavi Plains im Bereich des Möglichen.
Ich denke, das man hier bei Interesse etwas planen kann und dann auf einen günstigen Preis kommt.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2009
Themenstarter387 Beiträge · seit 200906. Apr. 2009 ·
Hallo bilo,
sorry, ich habe Deine Frage übersehen.
Ich verwende grundsätzlich keine Filter. M.E. sind die UV,- oder Skylightfilter völlig überflüssig. Sie führen nur zu ungeahnten Reflexen etc.
Wenn man möchte kann ein Polarisationsfilter eingesetzt werden. Mit ihm können Spiegelungen im Wasser, Glas usw. beseitigt werden. Bei vollem Sonnenlicht erreicht man mit dem Filter, durch das herausfiltern der Reflexionen Farben die fast unnatürlich wirken.

Das Foto mit dem Baobab/Sonnenuntrgang wurde ohne Filter gemacht. Der Foto wurde beschnitten und der Kontrast leicht erhöht.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2009
93 Beiträge · seit 200606. Apr. 2009 ·
Hallo Sigi,

vielen Dank für den tollen Bericht und die wunderschönen Fotos!

Wir haben Anfang letzten Jahres in der Nähe des Kanderi Sumpfes auch ein Gruppe von Löwen entdeckt. Es waren 4 Löwinnen und 3 Jungtiere.

Ob sich hinter dem Hügel noch mehr Löwen verbargen, war nicht auszumachen und ob es das Voi Rudel war, vermag ich nicht zu sagen.







Da das Wetter nicht so berauschend war, versuchten sie, ein paar Sonnenstrahlen zu ergattern.

Im Februar war der Tsavo wie leergefegt. Wir sind keinem einzigen Auto begegnet.

Liebe Grüße
Maggy
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Themenstarter387 Beiträge · seit 200906. Apr. 2009 ·
Hallo Maggy,
der Kanderi Sumpf liegt im Überscheidungsbereich des Voi und des Aruba Rudels.
Ohne ein Löwenporträt werden wir diese Löwen nicht zuordnen können. Es sind auch noch relativ junge Tiere, was eine Zuordnung zusätzlich erschwert/unmöglich macht. Da sich bestimmte Merkmale mit dem "Erwachsenerden" ändern.

Bestimmt waren noch weitere Tiere für euch nicht sichtbar da.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
1 Beiträge · seit 200910. Apr. 2009 ·
Super Bilder und ein toller Bericht, bin gespannt auf die Fortsetzung
Lachen verlaengert das Leben.
93 Beiträge · seit 200630. Apr. 2009 ·
Hallo Siggi,

ich warte schon so lange auf die Fortsetzung deines Löwenrudelberichtes. Wann geht es weiter?

Es ist immer wieder ein Erlebnis plötzlich auf das satte Grün des Kanderi Sumpfes zu stoßen, wo es doch sonst so extrem trocken im Tsavo-Ost ist.

Wir haben auf dem Weg zum Sumpf diese beiden Löwinnen gesehen.



Auf dieser Seite ist es noch völlig trocken. Sie überquerten die Straße vor uns. Die eine Löwin war noch in der Stillphase.



Ab gings schnellen Schrittes in den supergrünen Sumpf. Wahrscheinlich waren dort irgendwo die Kleinen. Aber es war schon relativ spät und wir mussten die Rücktour antreten.

Rissszenen von Löwen habe ich im Tsavo-Ost nicht gesehen, wir sind aber auch zu spät aufgebrochen. Viele Safarianbieter starten erst nach dem Frühstück, nicht so wie bei Sunworld morgens um 6.00 Uhr oder früher.

Hast du eigentlich immer den gleichen Fahrer, wenn du in Kenia bist?

Liebe Grüße
Maggy
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54 Beiträge · seit 200930. Apr. 2009 ·
Hallo Siggi,

toller Berich - TOLLE Fotos!!!
KOMPLIMENT!!!

LG Robert
http://www.rdf-foto.com - Robert de Flers - Fotografie
Themenstarter387 Beiträge · seit 200901. Mai 2009 ·
Hallo Maggy,
Kompliment, bist eine aufmerksame Beobachterin.
Die hintere Löwin hat mit Sicherheit Junge versteckt. Die Laufrichtung geht durch den Sumpf zu einem lichten Buschgebiet mit einigen hohen schattenspendenden Bäumen. Dort wird sie bestimmt ihre Jungen versteckt haben.
Die erste Löwin ist relativ mager. Sie ist jünger als die zweite Löwin.
Beim nächsten Mal: Zurück fahren, erste Piste links ab. Verläuft in der Nähe des Sumpfrandes.

In Ostafrika haben wir immer den gleichen Fahrer/Scout von Sunworld Safaris.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de