slickerThemenstarter108 Beiträge · seit 200821. Jan. 2009 · Hallo liebe FoMis,
hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit dem Waterkloof und Olive Trails? Ich hab schon gelesen, dass der Waterkloof Trail 17 km lang ist und 6-8 Std veranschlagt werden müssen, der Olive Trail zwar kürzer aber etwas schwieriger sein soll.
Eure persönlichen Erlebnisse würden mich interessieren. Zeitpunkt des Begehens wäre voraussichtlich im Juni oder September.
Danke schon mal im voraus
Viele Grüße
Susanne
Topobär5’486 Beiträge · seit 200921. Jan. 2009 · Waterkloof hat mir sehr gut gefallen. Grüne bewachsene Schlucht mit kleinen Wasserfällen. Toller Kontrast mit der Wüste rundum. Sehr schön auch, da Rundtour. Ausreichend Wasser mitnehmen, es hat auf der zweiten Hälfte keinen Schatten.
uyukon32 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 · Hallo
beide Trails sind lohnenswert und haben gute Weitblicke. Die vorgegebene Zeit reicht gut. Der Weg klar gekennzeichnet und nicht zu steil.
Am Ende des Waterkloof Trails fanden wir herrliche Pools zum baden und abkühlen.
Der Olive Trail hat am Ende eine Schlüsselstelle - man geht einer Kette entlang oberhalb eines Pools der Felswand entlang. Für Schwindelfreie kein Problem, mir zitterten schon etwas die Knie ist aber gut machbar auch für Ängstlichere wie mich.
Die Jahreszeit ist ideal aus meiner Sicht.
Vorsicht ist geboten auf dem Campingplatz, die Baboons sind echt frech. Sie öffneten die Staubklappe unseres 4x4 und räumten eine Tasche aus. Alle Kleider im weiten Umkreis verstreut und mit meine tollen Souvenirs (Mobiles aus Nüssen und Blättern, geflochtene Teller etc)mit denen sind sie geflüchtet.
Viel Spass
Ursi
slickerThemenstarter108 Beiträge · seit 200821. Jan. 2009 · Vielen Dank für die Hinweise. Ich kann mir das gut vorstellen zu der Jahreszeit. Und wenn man mal die Glieder nach längeren Autofahrten ausrenken will, dann ist so eine Tour doch ideal.
Danke nochmals
Susanne
Stephan M425 Beiträge · seit 200725. Jan. 2009 · Hallo,
ich würde mich an dieser Stelle gleich auch mal mit meiner Frage reinhängen.
Wenn ich den Olive- oder Waterklooftrail machen möchte, bin ich da verpflichtet das Camp mitzubuchen, oder kann ich da auch als "Tagesgast" solch eine (Tor)tour unternehmen?
Rothk181 Beiträge · seit 200826. Jan. 2009 · Hallo Stephan, Hallo Susanne,
du kannst natürlich auch als Tagesgast die Trails nutzen. Du mußt dich nur im Office anmelden. Dort bekommst du auch eine Wegbeschreibung der Trails
Der Campground ist finde ich, aber wirklich zu empfehlen. Er ist zwar sehr "remote", d.h. kein warmes Wasser und kein Strom, aber die Lage ist einfach einmalig.
Wir sind den Olive Trail gewandert. Landschaftlich wirklich sehr ansprechend, immer wieder mit Aussichten in die Einsamkeit des Namib Naukluft Parks. Auch der Abstieg durch das Flußbett ist sehr schön. Die Ketten fand ich persönlich jetzt nicht so ganz einfach ... aber machbar. Ich würde für den Trail inkl. Pausen ca. 4 Stunden einplanen.
Gruß
Karin
Gruß
Karin
Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
myrio962 Beiträge · seit 200726. Jan. 2009 · Grüss dich Susanne,
wir waren nun schon zweimal im Naukluftpark und haben v.a. auch wegen der enormen Hitzebelastung im Oktober den Waterklof bis zur Hälfte geschafft. 2008 trafen wir dann nach unserer Rückkehr zwei fitte Schweizer wieder,die
völlig fertig berichteten, dass eigentlch der schönste Teil der Tour bis auf die Höhe,gegen den Uhrzeigersinn-bei"Last Water"gewesen sei und dass man die Erholung in denklaren Pools dort geniesen sollte.
Viel Spass wünschen dir Frank und Inka
slickerThemenstarter108 Beiträge · seit 200826. Jan. 2009 · @myrio: Vielen Dank, das mit der Hitze hab ich jetzt schon öfters gelesen, trotzdem reizt das unheimlich, wenn man gerne wandern geht. Mal sehen, was wir dann so machen
@rothk: Als Fans vom Canyoning bin ich zuversichtlich, dass wir das schaffen 😵
NONorbert61 Beiträge · seit 200627. Jan. 2009 · Hallo Susanne,
wir haben mit 67 jahren den "Waterkloof Trail" gemacht.
Hier ein Bericht aus unserem Reisetagebuch:
28.03. Früh auf. Wir wollen wandern, ein Stück des "Waterkloof Trail" bis zu den Wasserstellen. Für alle Fälle nehmen wir Nahrung und 4 ltr. Wasser mit. Entlang des Naukluft-Riviers steigt der Weg leicht an. Jede Menge Paviane kreuzen schimpfend unseren Weg. Das viele Schauen kostet Zeit, ab und zu müssen wir die Wegmarkierung suchen. Jetzt stärker ansteigend geht's entlang an unzähligen kleinen Pools und fließendem (!) Wasser. Wir laufen im Schatten hoher Bäume bis zu einem Felsen, wo eine Schrift "last water" verkündet.
Eigentlich wollten wir hier umkehren, doch weil wir so gut voran gekommen sind, wollen wir noch die im Plan verzeichneten Höhlen suchen. Die finden wir aber nicht, bzw. wir erkennen die vielen kleinen Vertiefungen im Fels nicht als solche. Die Landschaft wechselt jetzt ständig von grandioser Weite zu engen Schluchten. Im Schatten eines großen und vorerst letzten Baumes machen wir Mittagsrast. Nach kurzem Weg verkündet ein beschrifteter Stein "half way". Wir beschließen das "Neuland" zu erkunden. Hier oben auf der schattenlosen Hochfläche heißt es die Getränke gut einzuteilen. Am Rand der Fläche führt ein steiler Steig zum höchsten Punkt auf 1910 m. Der Lohn für diese Schinderie ist ein sagenhafter Blick über das gesamte Naukluftgebirge und weit ins Land hinaus, zu den Tsaris-Bergen im Süden und westlich zu den Dünenlandschaften der Namib. Für eine Weile genießen wir die Stille, dann folgt ein mühsamer Abstieg mit "fast-Kletterstellen". Wir fühlen uns wie in den Dolomiten, es fehlt nur die alpine Ausrüstung. So steigen wir ab, umgeben von zeternden Affenhorden, die uns zuweilen recht bedrohlich nahe kommen. Unser Trinkwasser geht langsam zur Neige, es ist unglaublich, wie gut warmes Wasser schmeckt.
Im Hochtal des Gororosib angekommen, sind wir noch lange nicht unten. Vorbei an "trockenen" Wasserfällen, die aber jüngst noch Wasser führten, erreichen wir mehrere wassergefüllte Becken. Gott sei Dank, die Sonne neigt sich und die Schatten werden länger. Einen langen Hang querend, sehen wir unter uns eine Fahrspur. Und dann sind wir im Tal des Naukluft-Riviers. Der 4x4-Spur folgend stehen wir nach knapp 9 Stunden wieder am Zelt.
17 km bei 35°C liegen hinter uns. Wir sind fuß- und kreuzlahm. Wasser, von innen und außen ist jetzt unser einziger Wunsch.
Helga hat eine Riesenportion Gurken und Paprika aufgeschnitten, dazu gibt's gut gewürzte Fleischbällchen. Wir sitzen vor dem Zelt und lassen bei
gut gekühltem "Windhoek Lager" die Tour auf uns einwirken. So haben wir uns unseren "Wandertag" nicht vorgestellt.
Viele Grüße aus Frankfurt
Norbert
slickerThemenstarter108 Beiträge · seit 200828. Jan. 2009 · Hallo Norbert,
wow, Respekt... Man sollte meinen, dass wir mit unseren 37 und 40 Jahren das doch auch hinbekommen sollten, aber manchmal spielt das Alter ja wirklich keine Rolle. Herzlichen Dank für die tolle Beschreibung. Was mir mehr Sorgen macht wie die Hitze und wenig Wasser, sind die AFFEN!!!!!. Die waren mir in Südafrika am Kap schon suspekt, bloß, da bin ich im Auto gesessen 🙂
Klingt aber klasse und wenn man nicht mehr weiter will, kann man ja auch einfach umkehren....
Danke Dir und viele Grüße
Susanne
Norbert schrieb:Hallo Susanne,
wir haben mit 67 jahren den "Waterkloof Trail" gemacht.
Hier ein Bericht aus unserem Reisetagebuch:
28.03. Früh auf. Wir wollen wandern, ein Stück des "Waterkloof Trail" bis zu den Wasserstellen. Für alle Fälle nehmen wir Nahrung und 4 ltr. Wasser mit. Entlang des Naukluft-Riviers steigt der Weg leicht an. Jede Menge Paviane kreuzen schimpfend unseren Weg. Das viele Schauen kostet Zeit, ab und zu müssen wir die Wegmarkierung suchen. Jetzt stärker ansteigend geht's entlang an unzähligen kleinen Pools und fließendem (!) Wasser. Wir laufen im Schatten hoher Bäume bis zu einem Felsen, wo eine Schrift "last water" verkündet.
Eigentlich wollten wir hier umkehren, doch weil wir so gut voran gekommen sind, wollen wir noch die im Plan verzeichneten Höhlen suchen. Die finden wir aber nicht, bzw. wir erkennen die vielen kleinen Vertiefungen im Fels nicht als solche. Die Landschaft wechselt jetzt ständig von grandioser Weite zu engen Schluchten. Im Schatten eines großen und vorerst letzten Baumes machen wir Mittagsrast. Nach kurzem Weg verkündet ein beschrifteter Stein "half way". Wir beschließen das "Neuland" zu erkunden. Hier oben auf der schattenlosen Hochfläche heißt es die Getränke gut einzuteilen. Am Rand der Fläche führt ein steiler Steig zum höchsten Punkt auf 1910 m. Der Lohn für diese Schinderie ist ein sagenhafter Blick über das gesamte Naukluftgebirge und weit ins Land hinaus, zu den Tsaris-Bergen im Süden und westlich zu den Dünenlandschaften der Namib. Für eine Weile genießen wir die Stille, dann folgt ein mühsamer Abstieg mit "fast-Kletterstellen". Wir fühlen uns wie in den Dolomiten, es fehlt nur die alpine Ausrüstung. So steigen wir ab, umgeben von zeternden Affenhorden, die uns zuweilen recht bedrohlich nahe kommen. Unser Trinkwasser geht langsam zur Neige, es ist unglaublich, wie gut warmes Wasser schmeckt.
Im Hochtal des Gororosib angekommen, sind wir noch lange nicht unten. Vorbei an "trockenen" Wasserfällen, die aber jüngst noch Wasser führten, erreichen wir mehrere wassergefüllte Becken. Gott sei Dank, die Sonne neigt sich und die Schatten werden länger. Einen langen Hang querend, sehen wir unter uns eine Fahrspur. Und dann sind wir im Tal des Naukluft-Riviers. Der 4x4-Spur folgend stehen wir nach knapp 9 Stunden wieder am Zelt.
17 km bei 35°C liegen hinter uns. Wir sind fuß- und kreuzlahm. Wasser, von innen und außen ist jetzt unser einziger Wunsch.
Helga hat eine Riesenportion Gurken und Paprika aufgeschnitten, dazu gibt's gut gewürzte Fleischbällchen. Wir sitzen vor dem Zelt und lassen bei
gut gekühltem "Windhoek Lager" die Tour auf uns einwirken. So haben wir uns unseren "Wandertag" nicht vorgestellt.
Viele Grüße aus Frankfurt
Norbert
myrio962 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Kompliment, Norbert
zu eurem Supertrail-Erlebnis!
Wir haben es leider auch beim 2. Mal infolge der Hitze bis über 40° nicht gewagt, den vollen Trail zu bewältigen.
Denn mit 4 l Wasser wart ihr schon gut bestückt, doch wenn es noch heisser wird, dann kann es wirklich kritisch werden!
Susanne,
Wasser ist das Wichtigste, wie du sicher weisst, die Affen brauchst du nicht so zu fürchten, wenn ihr einen gewissen Sicherheitsabstand haltet.
Vor allem sollte man die Paviane nicht durch nachahmende Geräusche reizen, da können sie derartig in Panik geraten, dass sie von den Bergen grosse Steine ins Flussbett werfen. Wir haben das auf dem Waterklof selbst erlebt.
Viel Spass und Energie wünscht euch
für diesen Trail myrio
Stephan M425 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hallo Norbert,
vielen Dank für den schönen Bericht. Ich bin in Gedanken mit euch gewandert 🙂
Ich kann es selbst kaum erwarten, diese (Tor)tour auf mich zu nehmen!
MAmatthias.klein26 Beiträge · seit 200928. Jan. 2009 · Hallo zusammen,
Kann mir jemand einen Link oder ähnliches geben, in dem die beiden Wege etwas beschrieben sind (bei Google finde ich irgendwie nichts sonderlich Hilfreiches)?
Insbesondere die genaue Lage der Trails und die Anfahrt interessiert mich (ich würde gerne wissen, ob es sich für uns lohnt dahinzufahren - wir sind in der Nähe auf der Namtib Farm und Desert Homestead). Klingen tut es auf jeden Fall sehr reizvoll - genug Wasser mitzunehmen ist angesichts der Zeit (März) auch schonmal vermerkt.
Vielen Dank im Voraus,
Matthias
CHChris_83_n28 Beiträge · seit 200828. Jan. 2009 · Matthias:
Die Wanderwege sind im Iwanowski-Reiseführer recht gut beschrieben.
Grüße
Chris
myrio962 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hallo, Chris
der Abenteuertrip in den Naukluftteil lohnt auf jeden Fall, da man wie selten in Namibia( in dem man leider eien grossen Teil im Jeep verbringen muss),endlich einmal das wilde Ursprüngliche von Namibia erspüren und erwandern kann.
mit ah-namibia grüsst Frank( myrio );-)
Stephan M425 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hier die
Wanderkarte zum waterkloof trail
MAmatthias.klein26 Beiträge · seit 200928. Jan. 2009 · Super - vielen Dank!
Matthias (der am Wochenende dann mal den Iwanowski rauskramt)
URUrlauber218 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hallo, welcher Campground ist denn dann empfehlenswert. Eine lange An- bzw. Abfahrt muss es dann nach so einer Wanderung ja nicht unbedingt mehr haben!
Jutta
myrio962 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hallo, Jutta
es gibt nur einen Campground mitten im Park, er liegt direkt am Startpunkt des Waterkloftrail.:P
Grüsse von myrio
Raubkatze62 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · Hallo Susanne,
lass dich nicht von der wunderschönen Waterkloof-Wanderung wegen der Hitze und der Affen abhalten. Wir (deutlich älter als du) haben die Tour im Oktober gemacht, ca. 8 Stunden gebraucht mit genügend Pausen, und die Hitze (über 30 °C) gut vertragen. Im Übrigen ist es auf den Höhen ohnehin kühler als im Rivier, im Juni und September sicher auch nicht so heiß wie im Oktober. Früh zu starten ist empfehlenswert; deshalb haben wir die Nacht davor im Naukluftcamp verbracht.
Auf dem Campingplatz haben wir keinen der Paviane gesehen, aber nach unserer Rückkehr fanden wir zahlreiche Spuren ihrer Anwesenheit in der Zwischenzeit: verstellte Außenspiegel, verbogene Dachklappe an unserem Camper (die wir leider nicht geschlossen hatten), Abdrücke auf Motorhaube und Dach, etc. Also alles gut verschließen und wegpacken! Unterwegs waren sie kein Problem, wie sahen bzw. hörten sie nur aus der Ferne.
Zur Einstimmung und Vorfreude hier noch einige Bilder von unserer Wanderung:
[bild: 108560], [bild: 108563], [bild: 108566], [bild: 108569]
Manfred