Schmierestehen für ein Steak – Südafrika im Feb.

Reisebericht 295 Antworten · 15,9k Aufrufe · gestartet 04. März 2026 von Nacho
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202328. Mai 2026 ·
solitaire schrieb:Hallo Silvia,
soooo schön, wenn man die Stille bzw. nur die Naturgeräusche genießen kann.

Liebe Margit,
ja, das liebe ich an unseren Afrika-Urlauben ganz besonders. Stille, ab und zu ein Tier, das die Stille durchbricht. Einziger Nachteil: Wenn die Normalität zurückkehrt, fühlt sich alles erst mal doppelt so schnell, laut und voll an. 😄
Aber beim Reisebericht schreiben ist es auch schön ruhig 😁
Viele liebe Grüßle
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202328. Mai 2026 ·
Hallo Konrado,
Danke für deine netten Worte.
Ja, die Erdmännchen – ein Satz mit X, aber wir dürfen nicht jammern, denn wir hatten wirklich viele traumhaft schöne Tierbeobachtungen und unser Wunsch, schöne Landschaften zu sehen, wurde uns ja auch reichlich erfüllt. Warum wir nicht im Lazy Lizard eingekehrt sind, weiß ich gar nicht mehr. Stand eigentlich auch auf dem Plan. Vielleicht waren wir einfach noch zu satt vom Frühstück. An diese Kletterpartie auf deinem Foto kann ich mich gar nicht erinnern. Sicher, dass die beim Rust en Vrede war?
Dir auch liebe Grüßle und einen schönen Abend
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202328. Mai 2026 ·
Luxus neu interprätiert

Im Rothman Manor Guesthouse werden wir sehr freundlich begrüßt und bekommen alles gezeigt. Wir haben das Loft gebucht. Wir finden es superschön und es bietet sehr viel Platz. Einzig der Balkon könnte etwas fantasievoller gestaltet sein.

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Der Garten ist riesig. Es gibt einen kleinen Seerosenteich, eine Art Bassin und eine Aussichtsterrasse, von der aus man ein Hauszebra und ein paar Springböcke beobachten kann

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Doch dann wird es Zeit für die erste körperliche Grundreinigung. Im Badezimmer steht ein Eimer in der Dusche – das kennt man ja aus Südafrika zwecks Wassersparen. Aaaaaber die Wassertemperatur lässt sich einfach nicht regeln. Entweder regnet es Eiswürfel oder du verschiebst den Regler nur um einen Millimeter und wirst gnadenlos gebrüht wie ein Hummer. Boah, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welche Geräuschkulisse aus dem Badezimmer dringt, während ich versuche, im Duschkampf zu überleben!

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Abenteuerspielplatz Küche

Eine defekte Mischbatterie geht gar nicht – und dann noch in der Luxus-Suite des Hauses.
Aber hey, wir sind im Urlaub. Chill your base, Silvia! Okay, ich beruhige mich ja schon wieder. Aber mein Nervensystem schreit jetzt ganz dringend nach einem Kaffee.

Die Küche ist ein echter Hingucker und hat eigentlich alles, was man so braucht. Ich nehme den Wasserkocher, halte ihn unter den Wasserhahn und betätige den Hebel für „Wasser marsch!“. Um den hochzuziehen, muss ich direkt ein bisschen Kraft anwenden. Der lässt sich echt schwer bewegen – nur um festzustellen: Huch, der Hahn ist ja komplett lose!

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Während ich die eine Hand brauche, um den schwerfälligen Hebel überhaupt zu bedienen, brauche ich die andere Hand, um nicht die gesamte Armatur aus der Halterung zu reißen. Das ist mir definitiv zu heikel – nachher schießt hier eine Wasserfontäne heraus, die ich nicht mehr stoppen kann. Also gut, Hahnenwasser ist gestrichen. Dann halt aus der Flasche.

Ich fülle den Kocher und drücke den Einschaltknopf. Nichts. Oh, da muss ich wahrscheinlich erst den Schalter an der Steckdose umlegen. Aber nö, der liegt schon, wo er soll. Also: Wasserkocher ist auch tutti kaputti.

Aber so schnell gebe ich nicht auf! Dann wird das Wasser eben ganz altmodisch im Topf gekocht – na bitte, geht doch!
Ich brühe meinen Kaffee auf, dessen Duft mich schon ganz betört.

Dann öffne ich den Kühlschrank, um die Milch herauszunehmen. Nächstes Entsetzen: Das Eisfach hat keine Tür mehr und ist stattdessen ein einziger, gigantischer Eisblock. Die Milch steht aber zum Glück ganz unten und ist immerhin noch flüssig. Da wurde die Minibar wohl zuletzt mit geschlossenen Augen aufgefüllt.
So abenteuerlich habe ich jedenfalls auch noch nie Kaffee gekocht!

Der Blick hinter die Fassade

Wir setzen uns aufs Balkönchen – das Sonnenschirmchen eignet sich bestenfalls als Deko. Schatten suchen wir jedenfalls vergeblich. Der Stoff an der Umrandung versprüht den schmuddeligen Charme einer vielgebrauchten Camping-Ausrüstung. Die Stühle hätten ein Pölsterchen gut vertragen können und direkt neben uns, dominiert der monströse Kasten der Klimaanlage das Ambiente. Den hätte man im Sinne von „Schöner Wohnen“ vielleicht ein bisschen verkleiden oder verstecken können.

Der Sanierungsstau allein im Loft ist jedenfalls enorm. Das ist echt schade, denn eigentlich verbindet man mit einer gehobenen Unterkunft ja ein anderes Erlebnis als das Gefühl in einer edel möblierten Ruine zu sitzen, deren Fassade lediglich Make-up ist.

Auf Safari im Vorgarten

Unser Balkönchen gewinnt heute definitiv keinen Gemütlichkeitspreis mehr. Dafür lädt aber der wirklich schöne und riesige Garten zu einer Entdeckertour ein – die Natur bekommt das mit dem passenden Ambiente eben deutlich besser hin als das hauseigene Handwerker-Team.

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Erste Station: Der Seerosenteich, ein bisschen zugewuchert, aber trotzdem sehr schön. Einige der schönen Wasserblumen blühen sogar gerade. Ich hoffe ja inständig auf Glockenfrösche, die uns heute Nacht romantisch in den Schlaf bimmeln. Bitte bloß keine ordinären Quakfrösche, die einen auf Heavy Metal machen und die ganze Nacht durchrocken!

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Weiter unten stoßen wir auf ein Gehege, das gefühlt bis zum Horizont reicht. Erst herrscht gähnende Leere, doch es dauert nicht lange, da trottet ein Esel ins Bild – ach nee, warte mal, das ist ja ein Zebra! Wie süß! Also, für das Zebra vermutlich weniger, aber immerhin hat es hier deutlich mehr Auslauf als in jedem Zoo.

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Das Tier kommt direkt bis an den Zaun. Ich könnte es theoretisch streicheln und schätze, es würde die Zärtlichkeit sogar genießen. Aber es gilt die eiserne Regel: Keine Wildtiere knuddeln! Wobei ich das mit dem Streichelbedürfnis vermutlich falsch interpretiert habe. Jetzt sieht es nämlich ganz danach aus, als ob es eine Kariesprophylaxe von mir erwarten würde. Ja, Zahnseide und ein bisschen Plaque-Entfernung würden tatsächlich nicht schaden. Gern geschehen – macht fünf Euro bitte!

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Ein paar Minuten später bekommt unser Streifenpferd Gesellschaft: Hinter einer Busch-Insel taucht eine Truppe Springböcke auf. Einer von ihnen wurde wohl mit „Weißer Riese“ gewaschen – ein echter Albino! Die anderen haben offensichtlich nicht mehr mit in die Waschmaschine gepasst. Wie die wohl alle hier gelandet sind? Echt schade, dass ich damals nicht nach der Gründungsgeschichte dieser royalen Wohngemeinschaft gefragt habe. Jetzt im Nachhinein würde mich das brennend interessieren.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
1’674 Beiträge · seit 201228. Mai 2026 ·
Einfach dasitzen, die Schönheit der Natur inhalieren und die Vögel zwitschern hören – Nahrung für die Seele.
Ja, genau so empfinden wir auch. Das sind einfach wunderbare Momente.
Vielen Dank für deinen schönen Bericht.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202329. Mai 2026 ·
Liebe Dagmar,
Danke für deinen netten Kommentar. Ich glaube, was die Stille, Weite und Einsamkeit mit einem machen, können nur diejenigen verstehen, die das schon erlebt haben.
Der Erholungswert ist unglaublich langanhaltend.
Liebe Grüßle und einen schönen Tag
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
6’404 Beiträge · seit 201129. Mai 2026 ·
Hoi Silvia
Nacho schrieb:Im Cockpit brennt die Luft. Uwe ist felsenfest davon überzeugt, dass wir hier illegal unterwegs sind, ich halte vehement dagegen: Es gab keine Alternative, wir müssen hier richtig sein. Ich bin genervt, weil es Uwes Aufgabe war, die Routen ins Navi einzupflegen. Aber auf das ist halt auch nicht immer Verlass.
Warum nur kommt mir die Situation so vertraut vor? 😗 😣 😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202329. Mai 2026 ·
Schockverliebt in Swellendam

Wir schlendern ein bisschen durch die Stadt und ich bin restlos begeistert. Alles ist so unglaublich grün; die Straßen werden von riesigen, alten Bäumen flankiert und die Häuser im touristischen Viertel sind einfach nur zum Dahinschmelzen. Hier gibt es herzige kleine Cafés, Bäckereien, eine Gelateria, eine Pizzeria... ich glaube, Swellendam muss ich bei einer weiteren Reise unbedingt länger einplanen. Ich bin regelrecht schockverliebt!

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Die Gelateria sieht aus, als würde sie Barbie persönlich gehören – ein verspielter Vintage- oder Mädchen Traum, den man eher in einem Hochglanzmagazin vermuten würde. Unser Eis schmeckt fantastisch, wunderbar fruchtig und cremig. Für das Museum ist es leider schon zu spät, also lassen wir uns weiter treiben.

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Auch die Bäckerei muss ich mir von innen ansehen. Was für ein liebevoll gestaltetes Lädchen! Es gibt zwei winzige Nebenräume mit Tischen, und in einem scheint direkt ein Blumenladen integriert zu sein. Wie schade, dass wir kein Brot brauchen – aber für den kleinen Hunger zwischendurch holen wir uns auf jeden Fall morgen früh noch eine Kleinigkeit.

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Sogar die Boutiquen sind hier echte Hingucker. Es fühlt sich alles nicht wie eine typische Stadt an, sondern eher wie ein verträumtes Dorf aus den Fünfzigern.

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Allerdings fällt uns auf, wie viele dieser historischen Häuser zum Verkauf stehen. Vermutlich ist der Sanierungsaufwand für diese alten Schätze nicht mehr finanzierbar. Wir haben auch gesehen, dass das Rothman Manor zum Verkauf steht – das erklärt natürlich einiges. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die Mängel in unserem Loft nicht mehr behoben werden. Trotzdem schade, denn vieles davon wären eigentlich nur Kleinigkeiten, die man mit wenig Aufwand richten könnte. Aber so bleibt es wohl vorerst bei mehr Schein als Sein und Fassaden- Make-up.

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Ein Abend mit Niveau

Fürs Dinner haben wir im Field & Fork reserviert. Wir sind fast eine Stunde zu früh dran, stehen aber nach unserem Sightseeing-Spaziergang schon vor der Tür und fragen einfach, ob wir früher kommen dürfen. „Kein Problem, wenn ihr zehn Minuten warten könnt.“ Na, das machen wir doch liebend gerne!

Das Restaurant empfängt uns mit schlichter Eleganz. Der Raum ist relativ klein. Ein Sprossenfenster mit tiefer Fensterbank erinnert uns sofort wieder daran, dass wir uns in einem historischen Gebäude befinden. Ein alter Holzofen, viele grüne Pflanzen und Holztische, die ohne unnötigen Schnickschnack, aber sehr edel eingedeckt sind – das alles hat echtes Niveau. Es ist der passende Rahmen für ein Dinner, das in Sachen Geschmack und Präsentation in der oberen Liga spielt. Hier lässt es sich aushalten, und deshalb gönne ich mir heute mal ein Weinchen – und für ein Dessert sind wir natürlich auch zu haben

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Vor dem Menü wird uns frisches Brot aus der Bäckerei nebenan serviert – genau die Bäckerei, in die ich mich heute Mittag schon verliebt hatte. Es schmeckt wie aus einer richtig guten, alten Handwerksbäckerei in Deutschland. Ich könnte einen ganzen Laib davon verdrücken! Auch das Personal verdient höchstes Lob: Sie verstehen ihren Job, sind extrem aufmerksam und dabei herrlich unaufdringlich. So macht Essengehen wirklich Spaß.

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Am Nebentisch sitzt ein junges, sympathisches Paar. Wir kommen ins Gespräch und stellen fest: Die beiden haben genau die richtige Dosis Kommunikation drauf – nicht zu viel und nicht zu wenig.

Das Field & Fork fügt sich perfekt in den Eindruck ein, den Swellendam heute bei mir hinterlassen hat. Ich möchte wirklich gerne noch einmal hierher zurückkommen, Ausflugsmöglichkeiten gibt es in der Umgebung mehr als genug.

Ein bisschen überfressen und leicht angedüdelt – letzteres trifft fairerweise nur auf mich zu – machen wir uns nach einem wunderbaren Abend auf den Rückweg.

Unser Bett ist bequem, das Zimmer angenehm klimatisiert und mit dem weihnachtlichen Frosch-Jingle-Bells im Ohr schlafen wir glücklich über all das Schöne ein, was wir heute erleben durften.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
722 Beiträge · seit 202329. Mai 2026 ·
Liebe Silvia,
gerade habe ich wieder aufgeholt, da wir aktuell in Norwegen sind.
Ich habe mir eure Unterkunft gerade mal im Internet angesehen, sie ist ja wirklich sehr gut bewertet. Da erwartet man natürlich schon, dass alles passt. Wirklich sehr schade. Aber ihr macht schließlich immer das Beste aus jeder Situation und euer kleiner Stadtbummel hat mir sehr gefallen. Vorallem Barbies Eisdiele 🙂
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202329. Mai 2026 ·
Liebe Melanie,
ihr wisst schon auch wie man es sich gut gehen lässt 🤩
Habt eine schöne Reise durch Norwegen.
Es ehrt mich, dass du während dessen sogar Zeit findest bei mir mitzulesen.

Falls wir Swellendam noch mal wiederholen, würde ich wahrscheinlich lieber in einem kleinen schnuckeligen Selbstversorger-Cottage oder ähnlichem "hausieren". Ich kann natürlich nicht beurteilen wie die andern Zimmer sind. Der Pool war sehr gepflegt, der Garten wurde gehätschelt, den Tieren ging es gut und das Frühstück war auch hervorragend. Genau wie das Personal mit dem wir zu tun hatten. Ob die Zimmermädchen keine Rückmeldung geben wenn was kaputt ist, oder ob das Management kein Geld investieren möchte und die Mängel ignoriert, kann ich auch nicht beurteilen.
Schön wars in Swellendam trotzdem.

Liebe Grüße und euch schöne restliche Ferien 🙂
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202329. Mai 2026 ·
Warum schrieb:

Hallo Picco,
genau das dachte ich mir beim Lesen deiner Navi-Geschichten auch 🤩

Schönen Abend und gemütliches Wochenende
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202331. Mai 2026 ·
Mittwoch 25. Februar

Guten Morgen Herr oder Frau Zesel


Während Uwe die Zeit bis zum Frühstück für maximalen Schönheitsschlaf nutzt, setze ich auf die Schönheit von innen und brüh mir einen Kaffee. Dann mach ich mich auf die Socken, bzw. mit den Socken in die Schuhe, und auf den Weg in den hoteleigenen „botanischen Garten“. Es hat in der Nacht geregnet. Alles ist nass, aber die Sonne macht sich schon an die Arbeit, um die Kulisse in goldenes Morgenlicht zu tauchen. Ich liebe diese Momente.

Mal sehen, ob der Esel mit Identitätskrise auch schon seine Morgenrunde dreht. Er wollte wohl ganz doll ein Pferd werden – und ist getreu dem Motto „Du kannst alles sein, wenn du nur fest daran glaubst“ beim „Zesel“ hängengeblieben. Och ja – er steht schon am Zaun und sucht Unterhaltung. Er begrüßt mich - scheinbar hat er Halsschmerzen, denn diese Stimme kann unmöglich gesund sein.

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Eine Stunde ist schneller rum, als man bis drei zählen kann. Ruckzuck ist es 8:00 Uhr und ich mache mich vom Acker. Uwe kommt mir auch schon direkt entgegen, bereit für sein Frühstücks-Ei-chen (falls es hier eierlegende Hühner gibt).

Ein Fall für Knigge

Der Garten ist wirklich ein Träumchen. Die Terrasse wird fast vollständig von einem riesigen Baum beschattet. Es sind auch schon einige Tische draußen eingedeckt, und weil wir wie immer die Ersten sind, können wir uns den schönsten Tisch aussuchen.

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Mein Blick bleibt tiefbeeindruckt am Besteck kleben. Wozu in aller Welt braucht man zum Frühstück derart viel Werkzeug? Wollten die einfach mal zeigen, was sie alles in der Schublade haben? Ich glaube, ich muss schnell noch im Knigge blättern. Also, bei diesem Aufgebot erwarte ich ein Frühstücksbuffet, das mich aus den Socken haut.

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Wo ist es denn? Wir schleichen uns mal durch die Räume, die nach öffentlichem Bereich aussehen, und ja: Da ist ein Raum, beidseitig mit Tischen bestückt und mit einer Auswahl, die mich erst mal überfordert. Da gibt es erstaunlich viel, was ich kosten möchte, aber alles wird nicht gehen. Mein Ich und mein Über-Ich diskutieren, wie wir am besten die Prioritäten setzen. Irgendwie werden wir uns einig und es kann losgehen.

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Der Service ist sehr freundlich und es gibt nicht nur schnöden Kaffee, sondern auch Latte oder Cappuccino. Also, in dieser Kategorie gibt es hier keinen Punktabzug von mir – eher ein extra Sternchen.
Saulecker war’s!

Off-Road-Gondel gegen Neuwagen vom Fließband?

Die Zeit schreitet aber unaufhaltsam voran und wir möchten ja heute noch ins De Hoop Nature Reserve fahren. Spät frühstücken, dann noch eine gute Stunde Anfahrt bis zum Gate und noch mal 40 Minuten vom Gate bis zu den Dünen – das bedeutet: Die beste Lichtzeit hat sich schon läääängst verabschiedet.

Ein richtiger, langer Aufenthalt hat leider nicht mehr in unsere Planung gepasst. Aber mal reinschnuppern und die Lage abchecken ist besser als nix – denken wir uns. Also schnüren wir erst mal die Wanderschuhe – zumindest ich –, biegen noch mal kurz ins Badezimmer ab und dann kann es auch schon losgehen!

Während wir ins Gespräch vertieft die Treppe herabsteigen – mit festem Blick auf unser Autochen –, erkennen wir mit absolutem Entsetzen, einen Mitarbeiter des Hauses, wie er bewaffnet mit mehreren Gießkannen, dem Dreck an unserem Wagen eine Kampfansage macht.
Also – wir reden hier nicht von einer netten, gut gemeinten Autowäsche. Nein! Hier geht es um unseren wochenlangen Ritt durch den allerfeinsten Off-Road-Dreck. Den unumstößlichen Beweis dafür, dass wir uns tatsächlich auf abenteuerliche Weise, nervengekitzelt und stolz durch die Wildnis geschlagen haben. Wir sind am Boden zerstört. Wollten wir doch am letzten Urlaubstag ein finales Beweisfoto machen, wenn unser heiliges Blechle maximal pigmentiert aussieht! Und jetzt? Ach Mensch – das strahlende Weiß der Kiste blendet beinahe. Unser Wägelchen sieht aus wie frisch vom Fließband gerollt.
Wir bemühen uns nach Kräften um eine freundliche Gesichtsfassade, die den Fleiß des Mitarbeiters würdigt, und bedanken uns wie anständige Leute. Unser seelisches Gleichgewicht braucht danach allerdings ein paar Kilometer, bis es sich wieder erholt und ins Lot kommt.

Sandsturm-Idylle und die verpatzte Image-Rettung

Aber bevor wir endgültig aus der Stadt rausfahren, biegen wir noch schnell zur schnuckeligen kleinen Bäckerei von gestern ab. Die Auswahl ist bescheiden, aber der Charme dieser Backwerk-Boutique macht das locker wieder wett. Uwe entscheidet sich für ein herzhaftes Schnittchen und ich mich für eine süße Variante. Ich mache noch schnell ein Foto, und dann geht es wirklich Richtung De Hoop.

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Schade nur, dass der Fahrtwind unser Chassis schon getrocknet hat. Wir fahren nun auf einer Staubpiste, die man getrost als „Vom Winde verweht“ bezeichnen könnte. Eine echte Sandsturm-Idylle – allerdings nicht verursacht durch die Natur, sondern von unzähligen Lkw, die uns gnadenlos einpudern, und ebenso vielen Baustellen.
Dieser feine Staub könnte unseren verlorenen Off-Road-Look theoretisch im Rekordtempo wiederherstellen – wenn er denn wenigstens kleben bleiben würde! Da das Blech aber trocken ist, küsst das Puder nur die Oberfläche und vernebelt uns im nächsten Moment lediglich die Sicht- Frechheit!

Süßer Lockruf mit Hinterlist

Irgendwann stehen wir aber doch am Pförtnerhäuschen von De Hoop und zahlen unser Permit. Die Vegetation ist superschön: Fynbos, soweit das Auge reicht.

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Die Dünen sind auch schnell gefunden. Wir parken und spazieren erst mal über die Sandhügel Richtung Meer. Die Aussicht ist ein Traum! Nach so vielen Tagen Wüste und Staub bieten die strahlend weißen Puderzuckersand-Dünen einen wunderbaren visuellen Kontrast. Das leuchtend smaragdgrüne Meer rauscht im Rhythmus und die Wellen befeuchten den Sand am Ufer. Wir schwelgen in Glückseligkeit.

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Wir latschen ein bisschen in den Dünen herum. Oben angekommen genießen wir den Blick aufs Wasser, dessen Oberfläche glitzert, als würden Millionen winzige Spiegelchen darauf schwimmen. Eine leichte Prise wirbelt feine Sandkörnchen auf – Aua, Au… Au… Hey, was soll das? Die Körner schmirgeln uns über die Haut und verpassen uns ein Hochgeschwindigkeits-Peeling. Wir müssen uns ein bisschen im Kreis drehen, damit unsere Haut nicht nur einseitig abgetragen wird. Aber das halten wir nicht sehr lange aus und flüchten in weniger windige Gefilde.

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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202331. Mai 2026 ·
Privatbesitz – Betreten verboten?

Da ist ein schöner Busch mitten im Sand, wie eine kleine grüne Insel, und im Hintergrund das Meer. Ein schönes Fotomotiv.
Doch genau in dem Moment taucht ein vielleicht vierjähriges Mädchen auf und macht mich rotzfrech an. Das Gesicht grimmig verzogen, die Augen zusammengekniffen, die Hände aggressiv zu Fäusten geballt – wie eine kleine, ferngesteuerte Kampfmaschine stampft sie wild entschlossen auf mich zu. Und faucht: „This is my House!“

Was ist denn bei der bitteschön schiefgelaufen? Hat das Kind zum Frühstück irgendwelche illegalen Aufputschmittel erwischt? Ich weiß tatsächlich im ersten Moment überhaupt nicht, wie ich reagieren soll, und denke mir nur insgeheim, dass ich dieser Furie lieber nicht begegnen möchte, wenn sie erst mal 14 oder 15 ist. Im Geiste rechne ich schon fest damit, dass sie mir gleich einen Gong verpassen will.
Doch dann dreht sie plötzlich ab und umrundet demonstrativ ihren Busch, ganz so, als wollte sie damit ihre Grundstücksgrenze markieren. Währenddessen wiederholt sie ununterbrochen ihr Mantra: „This is my House! This is my House!“

Wow, das war jetzt aber mal eine Nummer! Ich knipse mein Foto und beende damit offiziell den Hausfriedensbruch. Und die Mutter oder Begleitperson? Die läuft locker 50 Meter weiter vorne am Strand entlang und interessiert sich nicht im Geringsten für ihren Mini-Terminator.

Gestrandet im Paradies – aber was ist das?

Wir spazieren weiter und finden einen schönen Pfad, der uns ganz runter zum Strand führt. Immer wieder bleiben wir stehen und freuen uns an diesem wunderschönen Ausblick aufs Meer.

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Es sind glücklicherweise nicht allzu viele Menschen da. Im Sand, am Rand der Wasserzunge, liegen viele kleine blaue Dinger. Sie sehen aus wie aufgeblasene Tütchen. Was ist das? Wir haben keine Ahnung. Aber von dem Zeug liegt hier echt viel rum. Also Fotochen gemacht und die KI gefragt. Die sagt, es seien Segelquallen. Aha – wieder eine Erstsichtung! 🤩

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Wir genießen unseren Strandspaziergang eine ganze Weile, doch als immer mehr Badegäste ankommen und sich jeweils zwei Quadratmeter Sand mit ihrem Handtuch als „My House“ markieren, kommt Großstadt-Feeling auf. Nix wie weg hier. Uns steht jetzt der Sinn nach einem kühlen Getränk im Café – oder noch besser: nach einem Eis. Es hat mittlerweile schweißtreibende 35 °C im Schatten, da ist uns jede Erfrischung mehr als willkommen.

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Auf der tollen Terrasse des Park-Restaurants sitzend, haben wir einen wunderbaren Ausblick. Hier lässt es sich echt aushalten! Aber wir möchten unbedingt noch die Lagune sehen und bleiben daher nicht allzu lange sitzen.

Busch-Invasion

Für die Vogelbeobachtung ist es jetzt zwar nicht die richtige Tageszeit, aber ein Spaziergang an der Lagune muss trotzdem drin sein. Wir fahren Richtung De Hoop Collection, weil laut unseren Infos der Weg dort startet.

Doch sehr weit kommen wir erst gar nicht. Hier geht es plötzlich zu wie im Zoo! Damit haben wir nicht einmal ansatzweise gerechnet. Ist das hier immer so? Ich dachte, dass wir vielleicht mit ganz viel Glück auf Fernglas-Entfernung mal ein Zebra oder einen Strauß sehen. Aber das hier…? Das übertrifft bei Weitem alles, was ich mir gewünscht habe.

Zuerst betreten mehrere Strauße die Bühne. Na ja, die sind nach den letzten Wochen jetzt vielleicht nicht mehr sooooo wahnsinnig spannend, aber sie verschönern dennoch das Landschaftsbild und sie gehören ja schließlich auch irgendwie dazu.

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Es dauert allerdings nicht lange, bis wir weiter hinten etwas in Bodennähe entdecken. Wir brauchen zuerst das Fernglas, um genau zu erkennen, um welche Tiere es sich handelt: Aha – Bontebokke! Sie machen gerade Siesta. Bald sind wir nah genug um sie auch gut ohne Fernrohr beobachten zu können. Gleich darauf steht sogar eine gemischte Herde mit riesigen Eland-Antilopen und Bontebokke mitten im Veld. Wir können unser Glück kaum fassen und freuen uns unglaublich.

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Wenn der Bär steppt

Aber da ist noch etwas ganz weit weg, was unsere Aufmerksamkeit fesselt. Diese Tiere sind deutlich kleiner als Antilopen, dafür aber überaus kompakt gebaut. Sie bewegen sich eindeutig wie Affen, sehen von der Statur her aber eher aus wie kleine Grizzlybären. Das Fernglas muss als Detektiv herhalten und löst das Rätsel schließlich auf: Es sind tatsächlich Paviane – aber was für Riesenexemplare! Solche stattlichen Affen haben wir noch nie gesehen. Schon wieder eine Erstsichtung!

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Unsere spätere Recherche bestätigt: Das sind Bärenpaviane. Die herrschaftlichen Tiere können eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 1,15 Metern erreichen und verteidigen stolz den Titel der größten und schwersten Pavianart der Welt. Und sie kommen unaufhaltsam näher. Der unbestrittene Boss der Truppe überquert direkt hinter uns die Pad. Wir wenden das Auto und warten auf den Rest der Gesellschaft, die erst mal Buschpause macht und sich stärkt. Dann schließen sie auf und überqueren ebenfalls im Gänsemarsch die Straße – jetzt natürlich direkt vor unserem Auto. Sooo cool! Trotz ihrer beeindruckenden Statur sehen sie irgendwie flauschig-plüschig aus. Tolle Tiere!
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202331. Mai 2026 ·
Kaum sind die Plüsch-Bären im Gebüsch verschwunden, trabt schon das nächste Spektakel an: Eine riesige Herde Eland-Antilopen überquert die Piste. Eine davon hat ein ziemlich windschief gestyltes, krummes Horn – was macht man nicht alles, um ein bisschen aufzufallen.

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Das Spannende ist: Die Herde wird auf Schritt und Tritt massiv bedrängt. Aber nein, nicht von aufdringlichen Touristen-Autos, sondern von einer Schar weißer Kuhreiher! Die Vögel kleben den Antilopen förmlich wie Leibwächter am Heck. Nicht aus reiner Zuneigung, sondern aus purem Eigennutz: Hungrig lauern sie darauf, dass die vielen Hufe das Insekten-Buffet im Gras aufscheuchen, um die flüchtenden Flugakrobaten zu eliminieren. Ein genialer, fliegender Catering-Service – hocheffizient, wenn auch extrem distanzlos! Da kann’s schon mal passieren, dass dem weißen Vogel auf den Kopf geschissen wird. Dann ist das ein Vogel mit Sonnenhut.
Die Beweisfotos sind leider unscharf geworden.

Zwei Bratheringe auf Wanderschaft

Kurz vor dem Parkplatz beim Restaurant vervollständigt eine Handvoll Zebras unser heutiges Safari-Glück.

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Wir steigen aus, bewaffnen uns mit Wasser und Sonnenhut und laufen los, immer schön auf dem Pfad entlang der Abbruchkante. Leider sind wir hier der prallen Sonne ausgesetzt. Nur ab und zu beschattet uns ein kleiner Busch oder Baum. Zwar weht uns permanent ein leichtes Lüftchen um die Ohren, doch es hat den Effekt eines Heißluftherdes und gibt uns bei jedem Atemzug das Gefühl, wir würden Feuer schlucken. Die 35 °C fühlen sich locker zehn Grad heißer an.

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Wir schwitzen uns den Wolf. Aber ich will diesen Trail unbedingt noch ein Stück laufen. Es ist echt schön hier und meine Leidensbereitschaft ist heute erstaunlich gut drauf. Uwe jammert auch nicht, der guckt nur immer, dass ich genug trinke. Das passt schon. Der Weg, die Felsen, das Wasser glitzernd im Sonnenlicht und wir ganz allein – schließlich ist nicht jeder so bekloppt wie wir und läuft diesen Trail in der Mittagshitze. Aber wir finden es einfach nur schön hier. Irgendwann drehen wir dann um und laufen nach Luft hechelnd zurück.

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Am Ende des Weges steht ein beachtlicher Milchholzbaum direkt an der Wasserkante. Darunter ein paar Bänke und Tische. Da plumpsen wir erst mal ab, lassen uns einen Liter Wasser in den Schlund laufen und schnaufen durch. Am Auto müssen wir auch erst mal die Türen öffnen und warten, bevor wir einsteigen können. Lenkrad und Sitze sind heiß genug, um darauf frischen Fisch braten zu können.

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Feuer und Eis

Es ist schon früher Abend, als wir uns auf den Rückweg nach Swellendam machen. In der Ferne erkennen wir Rauchschwaden in den Bergen hinter der Stadt – oder zumindest grob in dieser Richtung. Wir sehen zwar keine Flammen, aber der Rauch trägt eindeutig die Signatur eines Brandes. Uns wird flau im Magen. Ich informiere mich im Netz und finde einen Bericht, dass es auf der Farm Kleinbegin in der Langeberg-Region brennt. Hoffentlich ist das kein Feuer, das uns gefährlich werden kann. Wenn es nur 25 km Luftlinie von unserer Unterkunft entfernt kokelt, könnten die Flammen bei ungünstigen Bedingungen im Laufe der Nacht Swellendam erreichen. Erst spät am Abend lese ich, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde. Das beruhigt mich wenigstens ein klein bisschen.

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Zurück in der Unterkunft stellen wir uns wieder dem Kampf mit der Dusche. Wir entscheiden uns beide für das Wellness-Eiswürfel-Paket anstatt für den Brühvorgang für frischen Hummer. Dann ist es auch schon Zeit fürs Dinner – das bestätigt uns auch unser schlechtgelaunter Grummel - Magen. Heute fällt die Wahl aufs Koornland Restaurant. Auch hier gibt es wieder einen schönen Garten mit Terrasse. Wir sitzen draußen.

Der Service ist sehr freundlich. Wir bestellen erst mal die Getränke, dann wird uns die Speisekarte an den Tisch geschoben. Sie hat nicht gerade Pocket-Format – eine urige Idee, wenn auch ein bisschen unhandlich. Dafür kann man sie nicht so einfach unbemerkt mitgehen lassen. 😄

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Das Essen wird uns sehr ansprechend präsentiert und schmeckt hervorragend. Die Küchenchefin kommt sogar persönlich an den Tisch, um zu fragen, wie es uns schmeckt. Es würde mich wundern, wenn sie nicht wüsste, was sie auf dem Kasten hat. Aber sie verdient ein großes Lob und bekommt es auch von uns.

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Das späte Essen gibt uns heute nach diesem kompakten Tag mit den vielen Eindrücken den Rest. Wir sind platt. Der Wein setzt vielleicht auch noch ein bisschen Bettschwere-Gefühl obendrauf. Wir schleichen uns zurück in unser Guesthouse, wo wir uns mit letzter Kraft die Treppen hochschleppen, noch schnell unsere Zahnreihen aufpolieren und anschließend in die Federn fallen.

Licht aus – und zack, sind wir im Land der Träume. Gute Nacht, ihr Lieben!
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2026
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202304. Juni 2026 ·
Donnerstag 26. Febraur

Sommerpause oder Winteranfang?


Die Nacht ist vorbei, die Akkus sind voll. Es ist wieder Abreisetag. Ahnungslos setze ich einen Fuß vor die Tür – und werde augenblicklich schockgefrostet. Minus 16 °C im Vergleich zu gestern! Was ist das denn bitte? Mein Körper legt automatisch den Rückwärtsgang ein, und ich überrenne dabei fast Uwe, der ahnungslos hinter mir steht. Er guckt mich an, als hätte ich sie nicht mehr alle – doch dann trifft ihn ebenfalls die erste Kaltluftwelle. Alles klar, er weiß Bescheid.

Ich überfalle den Koffer, der eigentlich schon ordentlich gepackt zum Verladen bereitsteht – das war dann wohl ein Satz mit X. Im Rekordtempo durchwühle ich die Klamottenstapel und ziehe einfach alles an, was der Stoffmarkt hergibt. Der neue Look: augenkrebsverdächtig.

Der Himmel über uns sieht extrem schlecht gelaunt aus. Er macht kein Geheimnis daraus, dass er jeden Moment die Schleusen öffnen wird. Die Frage, ob wir drinnen oder draußen sitzen möchten, stellt sich heute also nicht. Es ist allerdings auch im Inneren sehr gemütlich. Wir platzieren uns und starten gleich darauf die Inspektion am Buffet. Genau wie gestern: eine absolute Schlemmermeile! Während wir das fürstliche Speisenangebot testen, geht draußen die Post ab. Wir hoffen, dass es nur ein kurzes Intermezzo ist.

Stoßstangen-Kuscheln oder Gemüse zählen?

Wir haben heute außer der Fahrt nach Kapstadt keine weiteren Pläne und daher alle Zeit der Welt. Zwischen Joghurt und Spiegelei diskutieren wir über die Route, die wir heute nehmen sollen. Kürzester Weg? Nö, keine Lust auf Stoßstangen-Kuscheln. Lieber auf Umwegen entspannt durchs Gemüse gurken. Machen wir doch die Fahrt zum Tagesausflug! Okay die Entscheidung fällt: Wir fahren über Robertson, Worcester und Paarl.
Koffer rein in unseren blitzblank geputzten Wagen – dessen Motorhaube dank des Hotelservices so sauber ist, dass man eine OP am offenen Herzen darauf durchführen könnte – und los geht’s!

Über Land, aber leider dennoch auf vielbefahrenen Teerstraßen steuern wir also unsere letzte Unterkunft für diese Reise an. Zumindest denken wir das. Denn von der Überraschung, die noch auf uns wartet, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch absolut nichts...

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Der Verkehr hier auf den Landstraßen ist ein anderer als in den vergangenen Wochen. Einsame Pisten sind jetzt die Ausnahme. Wir spüren, wie uns die Zivilisation einholt, wie es lauter, voller und umtriebiger wird. Auf unserer Rückbank hat es sich die Wehmut bequem gemacht und jammert uns die Ohren voll, weil sich der Urlaub dem Ende zu neigt.

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Die Aussichten sind zum Teil aber wirklich sehr schön. Wir fahren an Weinbergen und Obstplantagen vorbei. Sonne und Regen wechseln sich ab und zeichnen uns einen wunderschönen Regenbogen über einen ganzen Ort. Auf einer Weide stehen ein paar Maulesel mit besonders schöner Fellzeichnung.

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Plötzlich kommt mir der Gedankenblitz: Warum nicht einen Abstecher nach Babylonstoren machen, wenn wir eh schon durch Paarl fahren? Wir haben ja heut nichts anders mehr vor. Ja, das würde mir doch sehr gefallen. Uwe ist einverstanden.

Welcome back in Babylonstoren

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Zeitsprung: 2023 waren wir schon einmal hier. Damals teilten wir uns das IDYLL mit gefühlt drei anderen Menschen.
Schnitt zu heute: Hui, hier ist aber ganz schön was los! Nach der zweiten Ehrenrunde auf dem Parkplatz keimt kurz der Fluchtinstinkt auf. Wollen wir uns diese Rummelplatz-Atmosphäre wirklich antun? Aber wir kennen ja die Dimensionen des Landguts – die Menschenmassen werden sich schon irgendwo zwischen den Themengärten verlaufen.

Umgerechnet zahlen wir etwa 8 Euro pro Person für die Eintrittskarte. Klingt im ersten Moment viel, nur um ein bisschen Grünzeug anzuschauen. Aber so ein XXL-Garten macht eben auch extrem viel Arbeit. Zumal die Bereiche für uns Tagesgäste primär fürs Auge designt wurden und weniger der Agrar-Produktion dienen. Es ist halt ein wirtschaftlicher Betrieb und kein Naturreservat. Insofern hat der Eintritt schon seine Berechtigung.

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Die herzige Scheunen-Boutique sticht zuerst ins Auge und zieht mich magisch an. Einmal kurz stöbern! Das Sortiment ist erlesen, vollgepackt mit Produkten aus eigener Herstellung. Aber puh – mir ist das hier drin eindeutig zu viel Mensch auf zu wenig Raum. Nichts wie raus.

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Draußen spenden einige uralte Baum-Giganten reichlich Schatten unter ihren ausladenden Ästen. Darunter wuselt das gefiederte Bodenpersonal: Die Hühner kümmern sich hier pflichtbewusst um die Auflockerung der Erde und die Beseitigung von kriechendem Ungeziefer – zumindest so lange, bis sie von kleinen, sehr jungen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes auf Trab gehalten werden.

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Es ist ein herrlicher Anblick: Erwischt so ein Mini-Erdenbürger ein "Hühnchen", wird es stolz und voller Liebe hochgehoben und ans Herz gedrückt. Dass dabei mal ein Flügel klemmt oder die Henne mehr am Hals als am Rumpf baumelt, wird mit einem empörten Gackern quittiert. Andere Hühner sitzen einfach tiefenentspannt im Staub und genießen die zärtlichen Streicheleinheiten der Nachwuchs-Tierpfleger. Selbst der Gockel lässt die teils recht aufdringlichen Liebkosungen mit bewundernswerter Gelassenheit über sich ergehen. Ich habe selten so tiefenentspannte Hühner gesehen.

Gleich nebenan auf der Eselkoppel herrscht derselbe Trubel; über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich hier kein Vierbeiner beschweren. Wir setzen uns auf eine Bank und schauen dem unterhaltsamen Schauspiel erst mal eine Weile zu.

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Dann wird es aber Zeit für die botanische Hauptattraktion. Wir passieren ein weiteres Tor und ich entdecke Seerosen! Ich kann mich an den Blüten kaum sattsehen. Uwe wartet mit Engelsgeduld, bis ich mich losreisen kann.


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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
722 Beiträge · seit 202304. Juni 2026 ·
Wow, welch intensive Farben bei den Seerosen!
Ich bewundere deinen Uwe auch irgendwie, wie geduldig er immer ist, wenn du wieder etwas entdeckt hast 😎

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt, wie eure Reise endet - du hast ja schon ein bisschen gespoilert 😉
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202304. Juni 2026 ·
Mal wandert man unter schattigen Pergolen, mal durch diese fantastischen, halbrunden Pflanzentunnel. In der Luft liegt ein intensiver Duft-Cocktail aus Rosmarin, Thymian anderen Kräutern. Wir landen im Staudengarten, zwischen den Rabatten wurden Spazierwege angelegt. Das aktuelle Gartenbild wird ganz klar von den Herbstblühern dominiert: Astern, Dahlien, Zinnien leuchten um die Wette. Mein absolutes Highlight ist jedoch eine Bananenpalme, die gleichzeitig Früchte und Blüten trägt. Was für ein Bild! Ich glaube, ich habe noch nie eine blühende Banane gesehen.

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Ein Stück weiter gibt es ein Insektenhotel, das architektonisch auch als Luxus-Resort durchgehen würde – ein echter Hingucker. Überhaupt ist alles von einem fast schon unverschämten Grün aus Sträuchern, Bäumen und Reben überzogen. Der blaue Himmel schickt ein paar fotogene Postkarten-Wolken über das Land, und im Hintergrund setzen sich die Berge in Szene. Ab und zu hockt auch mal ein „Hühnchen“ im Gebüsch. Das ist Bilderbuch- Atmosphäre schlechthin!

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Die Besucherströme verlaufen sich zwar tatsächlich recht gut, zwischen Geißblatt, Quittenstrauch-Einfassungen oder Rosen, aber die Illusion der Einsamkeit fliegt spätestens dann auf, wenn du etwas fotografieren willst, denn dann latscht dir garantiert jemand ins Bild.

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Unsere Runde führt uns schließlich an der Hof-Bäckerei vorbei. Ein neugieriger Blick von außen – und ohne es zu merken, bin ich auch schon drin. Augenblicklich habe ich für alles ein Auge, nur nicht für den Kuchen. Der Laden-Style ist eine Mischung aus historischem kapholländischen Gemäuer und modernem Industrielook. Ich liebe diesen Chic. Typisch Touri mache ich ein paar Fotos. Dann fällt mir wieder ein, warum ich überhaupt rein bin. Noch bevor ich mir die Kuchenauswahl ansehe, fällt mein Blick allerdings auf die Warteschlange an der Kasse – und schon ist mein Appetit auf Kuchen eliminiert. Ich verlasse ohne Leckerli den Laden.

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Aber Rettung naht! Direkt gegenüber liegt die Gelateria. Mein Gehirn schafft es binnen Sekunden, die Erinnerung an den Geschmack vor drei Jahren wiederherzustellen. Ich muss Uwe nicht zweimal bitten: Komm, wir holen uns ein Eis.
Bewaffnet mit zwei Kugeln finden wir ein Plätzchen auf der „Esels-Bank“ und besetzen diese, bevor andere die gleiche Idee haben.

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Während unser Gaumen fruchtig gekitzelt wird, beobachten wir noch ein bisschen die Mini-Menschen, die hier fleißig für ihren späteren Traumberuf „Tierpfleger“ üben. Das war – als unsere Kinder klein waren – bei fast jedem Kind im Kindergartenalter der Wunsch, wenn wir sie nach ihrem Traumberuf gefragt haben. Sieht so aus, als hätte sich daran nicht viel geändert.

Dann ist das Eis weg – und wir sind es auch.

Kapstadt: Ende gut, nicht alles gut

Das letzte Stück nach Kapstadt fahren wir über die Autobahn. Unser Navi spinnt mal wieder, und Uwe ist vor allem vom Großstadtverkehr genervt – kein Wunder nach vier Wochen überwiegend einsamen Fahrens durchs Gehölz.

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Im Parker Cottage werden wir sehr herzlich begrüßt. Das ist ein wunderschönes Guesthouse, und ich freue mich total, die letzten zwei Tage hier zu verbringen. Auch der Garten ist sehr hübsch gestaltet. In meinen Augen ist das Ganze ohnehin eher eine Villa als ein Cottage, aber egal – es ist eine tolle Unterkunft. Uuuund: Das Wasser in der Dusche lässt sich präzise temperieren!


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Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202304. Juni 2026 ·
Wir richten uns gemütlich ein. Für mich gibt es erst mal ein Tässchen Kaffee, dann setzen wir uns auf die Terrasse und lassen es uns einfach gut gehen.

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Überraschung des Tages

Für heute Abend haben wir einen Tisch im „Hussar Grill“ reserviert. Vorab mussten wir für die Reservierung sogar umgerechnet 20 Euro anzahlen, was später mit der Rechnung ausgeglichen werden soll. Verstehen kann ich diese Vorgehensweise absolut – es kommt sicher nicht selten vor, dass Leute reservieren und dann einfach nicht auftauchen. Allerdings habe ich vor dem Aufbruch nicht mehr in meine Notizen gesehen und die Bestätigung nicht eingepackt. Als wir schließlich vor dem Platzanweiser stehen, heißt es: „Wir haben keine Reservierung auf Ihren Namen.“ Ich glaube, ich höre nicht richtig! Man möchte unsere Reservierungsbestätigung sehen. Die liegt aber fein abgeheftet im Koffer.

Bei meinem Hinweis, dass wir eine Gebühr bezahlt haben, werden wir nur ziemlich irritiert angeschaut. Nein, hier liegt keine Reservierung vor und das Restaurant ist restlos ausgebucht.

Wir sind wie vor den Kopf gestoßen und wollen uns so einfach nicht abweisen lassen – zumal ich die 20 Euro Anzahlung auch nicht gerade wenig finde. Man bemüht sich schließlich sichtlich, uns noch irgendwo unterzubekommen, und findet einen extrem ungemütlichen Zweiertisch im Gang. Ich bin ganz schön angepisst. Zu allem Überfluss schmeckt das Essen nicht mal. Wir verzichten dankend auf das Dessert und vergessen beim Bezahlen vor lauter Empörung über diesen furchtbar platzierten Tisch und die schlechte Qualität der Steaks sogar noch, die Anzahlung einzufordern.

Ziemlich frustriert machen wir uns auf den Rückweg ins Cottage. Da hilft jetzt nur noch: Abhaken und bloß nicht die restliche Zeit vermiesen lassen!

Zurück im Zimmer schaue ich erst mal in den Unterlagen nach, ob ich mich bei der Uhrzeit vertan habe. Und dann kommt der absolute Knaller: Wir haben die Reservierungen von heute und morgen vertauscht! Für heute hatten wir eigentlich einen Tisch im Cattle Baron De Waterkant reserviert – und genau dort lagen auch unsere 20 Euro Anzahlung. Das bedeutet, wir haben im Hussar Grill die Leute völlig umsonst rundgemacht, die Anzahlung im Cattle Baron in den Sand gesetzt und zu allem Überfluss auch noch ein gutes Essen verpasst. Na, Prost. Darauf trinken wir erst mal einen.
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
Themenstarter1’068 Beiträge · seit 202304. Juni 2026 ·
Melanie1982 schrieb:Wow, welch intensive Farben bei den Seerosen!
Ich bewundere deinen Uwe auch irgendwie, wie geduldig er immer ist, wenn du wieder etwas entdeckt hast 😎

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt, wie eure Reise endet - du hast ja schon ein bisschen gespoilert 😉
Liebe Melanie,
danke dir für dein Feedback. Bevor die ganz große Überraschung kommt, haben wir noch einen der schönsten Tage überhaupt.
Liebe Grüßle 😄
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023) Frühstück mit Giraffen - Mai 25 (Revidierte Version) https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/10307120-fruehtsueck-mit-giraffen-mai-25-revidierte-version Südafrika 23 - Vom Bushgeflüster zum Walgesang https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/304183-suedafrika-2023-vom-bushgefluester-zum-walgesang?modus=bericht
101 Beiträge · seit 202504. Juni 2026 ·
Du machst es aber spannend, ich bleibe dran.
Viele Grüße
Andrea