D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201214. Jan. 2026 ·
1.11. – 4.11. Meru: Da es am Morgen stark regnete verzichteten wir auf einen weiteren Gamedrive und fuhren Ol Donyo direkt zum Gate. Die Fahrt über Nanyuki, Meru bis zur Ikweta Lodge beim Eingang des Meru NP zog sich. Der Meru NP ist landschaftlich sehr schön mit eindrücklichen Bäumen, aber auch vielen Büschen, die die Sicht behindern. Der Park war sehr trocken, sodass die Sichtungen nicht so überwäldigend waren. Lustig waren die Elefanten, die über den niedrigen Elektrozaun des Rhino Sanctuary stiegen.
Auch Impalas überquerten den Zaun mit grossen Sprüngen. Wir drehten auch eine Runde im Rhino-Sanctuary, wo wir ein White Rhino mit einem ca. 3-monatigen Jungtier sahen.
Ansonsten schöne Netzgiraffen, ein weiterer Leopard, der im Gebüsch verschwand, zwei Löwinnen im Tiefschlaf und die übrigen Verdächtigen in allen möglichen Kombinationen.
In der Lodge gab es für uns noch eine Erstsichtung einer Weissschwanz-Manguste.
Im Park beobachteten wir auch eine Zeit lang, die Nacktmulle beim Graben. Wir haben diese interessanten Tiere im Zoo Zürich und ich war gespannt, ob wir etwas davon sehen (ich habe sogar eine Patenschaft für eines der Tierchen übernommen). Sogar Joseph fand es interessant, da er den Tieren noch nie Beachtung geschenkt hatte.
Wer nichts über den Nacktmull weiss, hier ein kleiner Einschub: Die Nagetiere leben als einzige bekannte Säugetiere eusozial, ebenso wie Bienen und Ameisen. Es gibt eine Königin und nur diese gebärt Nachwuchs. Die übrigen Weibchen werden durch Aggresivität davon abgehalten, überhaupt fruchtbar zu werden. Erst nach dem Tod der Königin, die aber bis 30 werden kann, kommen sie in den Östrus. Es gibt eine Arbeitsteilung, Aufzucht der Jungen, Erweiterung der Gänge, Futtersuche und Wächterfunktion. Ausserdem gibt es keine entarteten Zellen, dh. keine Krebserkrankungen wie bei vielen Nagetieren. Mehr Infos hier
Fazit zum Meru-NP: Landschaftlich sehr schön. Leider sehr trocken und daher waren viele Tiere abgewandert. Wir waren aber trotzdem glücklich und zufrieden. Dass es nicht der ideale Moment war für den Park wussten wir vorher.
Bist Du Dir sicher dass es ein Breitmaul ist? Von der Rückenform her würd ich eher auf ein Spitzmaul tippen...man siehts aber nicht wirklich gut in diesem Winkel.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201215. Jan. 2026 ·
picco schrieb:Hoi D odrr M
Erstmal danke für den Bericht!
Bist Du Dir sicher dass es ein Breitmaul ist? Von der Rückenform her würd ich eher auf ein Spitzmaul tippen...man siehts aber nicht wirklich gut in diesem Winkel.
Hoi Picco
Wir hatten einen Ranger im Auto, der sich von uns mitnehmen liess für eine Kontrollfahrt. Er sagte, es seien Breitmaul. Ich hätte auch auf Spitzmaul getippt. Aber Ranger zweifle ich selten an.
Noch zu deinem letzten Post wegen der Elis. Ol Pejeta engagiert sich auch in Schulen in den umliegenden Dörfern. Gut möglich, dass die Elis über die Schultern der Schüler gucken 😉
Vielen Dank für Euren Bericht. Es ist ja schön, dass die Nacktmulle noch immer ihr zuhause auf der Fahrbahn im Meru haben. Wir hatten sie 2016 auch entdeckt, als Staubwolken aus einem Loch hochgeschleudert wurden.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201216. Jan. 2026 ·
Botswanadreams schrieb:Vielen Dank für Euren Bericht. Es ist ja schön, dass die Nacktmulle noch immer ihr zuhause auf der Fahrbahn im Meru haben. Wir hatten sie 2016 auch entdeckt, als Staubwolken aus einem Loch hochgeschleudert wurden.
LG Christa
Liebe Christa Super Bild! Da bin ich fast ein bisschen neidisch.
HIer noch ein Bild von den Nacktmullen im Zoo Zürich. Markus hat meinem Patentier die Zehennägel (mit Fotoshop) rot lakiert. Er macht sich immer ein wenig lustig über meine Begeisterung für diese Tierchen. 😊
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201218. Jan. 2026 ·
Und weiter geht's:
4.11. – 5.11. Shaba: Fahrt über die Hügel zum Shaba Reserve. Auch dieses besticht durch die schöne Landschaft, die nun am Ende der Trockenzeit allerdings sehr staubig war. Wir sehen unsere ersten Grevy’s Zebras, eine grosse Gruppe.
Ansonsten haben sich viele Tiere wohl verzogen, weil es kaum mehr etwas zu fressen gab. Leider blieb uns das «Alpenglühen» des Mt. Sheba verwehrt, da es zu viele Wolken gab. Trotzdem schöne Stimmung mit Mond.
Der Vollmond über dem Fluss vom Lodgegarten aus war auch sehr schön.
Am Morgen im Hotelgarten dann noch diese Gesellen:
Fazit Shaba: Landschaftlich sehr schön, aber leider etwas tierarm wegen der Trockenheit. Die Lodge liegt sehr schön und für eine Nacht ist der Park durchaus zu empfehlen.