Reisebericht

Kenia 2025 - Kurzreisebericht

von D und M · begonnen 02. Jan. 2026 · 9 Teile

Teil 102. Jan. 2026
Liebe Fomis
Auch von uns wieder mal ein Lebenszeichen. Diesmal ein (Kurz-)Bericht über Kenia.

Prolog: Nachdem wir im März und April dieses Jahres bereits 8 Wochen im südlichen Afrika auf einer Selbstfahr-Camping-Tour waren, wollten wir nochmals nach Afrika, da am Ende der Regenzeit mit dem hohen Gras und dem Wasser überall, die Tiersichtungen doch etwas verhalten waren. Wir entschieden uns für eine geführte dreiwöchige Lodgetour in Kenia, auf der wir Masai Mara bewusst ausliessen wegen des Overtourism.
Wir liessen die Safari von Elvira (Bush Trucker) organisieren und ihr bewährter Driverguide Joseph begleitete uns diese drei Wochen. Es war also ein Rundum-Sorglos-Paket, das wunderbar geklappt hat.
Ich schreibe keinen Tag-zu-Tag-Bericht, sondern pro Park ein Eintrag. Die Fotos sind Handyfotos von mir. Es gibt dabei keine Lodgefotos. Die qualitativ hochwertigen Bilder findet ihr wie immer auf Markus’ Flickr-Seite. Bei Flickr muss man sich registrieren, es ist jedoch kostenlos.
20.10.: Hinflug über Brüssel nach Nairobi mit Brussels Air. Grössere Verspätung in Brüssel wegen eines geplatzten Reifens. Ankunft in Nairobi, Immigration und Fahrt mit Taxifahrer Joseph ins Hotel Rudi. Ankunft ca. um Mitternacht. 2 Nächte Hotel Rudi
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Es wird spannender - versprochen!
Beste Grüsse
Daniela
Teil 203. Jan. 2026
So, es geht weiter, Ihr Drängler 🤪 :
21.10.: Frühstück im Hotel Rudi mit ersten Vögeln. Begrüssung durch Joseph und Fahrt in den Nairobi NP. Der Park ist eine positive Überraschung und erstaunlich vielfältig. Das betont ja auch Picco immer und wir finden, er habe recht. Es hat Wald beim Haupteingang, weite Ebenen, Riverine Forest. Wir sehen Black and White Rhinos, Giraffen vor der Skyline Nairobis, Büffel, viele Antilopen, u.a. Elands, Hippos, Vögel etc. Katzen sind nicht zu entdecken. Etwas merkwürdig mutet die Autobahn an, die auf Stelzen durch den Park führt, Immerhin können die Tiere darunter frei migrieren. Auch die startenden und landenden Kleinflugzeuge vom nahen Flughafen stören etwas das Wildnisgefühl 🙄 😗 Uns hat der Park jedenfalls gut gefallen als Einstieg in die Reise.
Nun versuche ich neben den Fotos mal ein Youtube Video einzufügen. Ich hoffe, es klappt.

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Nach dem Park zurück ins Hotel und etwas Schlaf nachholen.
Schönen Abend
Teil 404. Jan. 2026
Fortsetzung

22.10. – 24.10. Amboseli: Nach dem Frühstück Fahrt Richtung Mombasa Highway und Amboseli NP. Pause in Souvenirshop, wo es die angenehmsten Toiletten gibt.

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Marktszene unterwegs

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Bohnenernte

Ankunft in der Kibo Lodge gleich ausserhalb des Gates am Mittag. Der Garten lädt zum Birden ein. Der Eindruck des Amboseli NP ist etwas getrübt durch die katastophale tiefsandige ungepflegte Hauptpiste vom Gate bis tief in den Park. Wir sehen viele grosse Elefantenherden, für die der Park berühmt ist. Die erhoffte Kulisse des Kilimanjaro ist allerdings während des ganzen Aufenthalts von Wolken verhüllt.

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Ausserdem gibt es 3 Löwenrisse zu sehen, allerdings etwas entfernt von der Piste. Zudem viel Plain Game. Besonders war der jagende Serval und auch ein Honey Badger, der allerdings schnell verschwand. In den Sümpfen waren viele Wasservögel zu entdecken.
https://youtu.be/cNaFAG_a7CA]
Halbherziger Versuch
https://youtu.be/KQulUCS_HSY
Noch immer kein Erfolg

Fazit Amboseli: Viele Elefanten und Wasservögel, auch Huftiere - siehe Flickr, kommen auf dem Handy nicht so gut rüber. Highlight war für uns eindeutig der Serval. Den haben wir bis anhin nur durchs Gras liegend gesehen. Die Lodge war zwar gross, aber angenehm mit einem grossen Garten, wo man sich die Beine vertreten konnte und Strausse und Guineafowls rumspazierten.

Fortsetzung folgt
Teil 508. Jan. 2026
Liebe Fomis, es geht weiter

24.10. – 27.10. Tsavo West:
Fahrt von Amboseli nach Tsavo West. Da die Piste über die Chiulu Hills in einem katastrophalen Zustand sein soll, mussten wir den riesigen Umweg über den Mombasa Highway fahren, sehr schade. Den Lava Flow haben wir dann von der anderen Seite noch besucht.
Wir waren für 2 Nächte in der Severin Lodge und 1 Nacht in der Serena Lodge gebucht. Tsavo West ist ganz anders als Amboseli. Dornbuschsavanne z.T. mit rotem Boden und viele Hügel und Felsen. Es war recht trocken und Regen dringend nötig. Wir entdeckten die für uns neuen Lesser Kudus und Fringe eared Oryxes und viele Dik-diks.

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Ausserdem eine eindrückliche Puffotter
https://youtu.be/y-yin5CAxaQ

und ein sehr hübsches junges Leopardweibchen.

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Am Abend beim Nachtessen gab es eine tolle Show mit dem Besuch von Hunderten von Büffeln, Zebras, Gnus sowie Elefanten bei den Wasserlöchern der Lodge.
https://youtu.be/CdVLsfGb9v4

Am zweiten Abend dann Löwen, die wir allerdings verpassten. Am zweiten Tag wiederum die Leopardin. Bei den Mzimba Springs kleiner Spaziergang mit Ranger, wo es auch Hippos, einen Kirk’s Monkey und ein Croc gab.

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Klipspringer Klipschliefer oder Hyrax (danke für den Hinweis - war wohl unkonzentriert)

Umzug in die Serena Lodge, wo das Wasserloch von früh bis spät von vielen Tieren frequentiert wurde. Am letzten Tag war dann doch noch kurz der Kili sichtbar, sowohl am Morgen früh als auch am Abend.

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Elefanten mit Kili im Hintergrund.

Fazit Tsavo West: Landschaftlich sehr schön, allerdings auch noch sehr trocken. Für uns neue Antilopen und die Leopardin war toll. Der Umzug von einer Lodge zur anderen war wegen mangelnder Verfügbarkeit. War allerdings schön, da beide Wasserlöcher und Lodges ganz verschieden waren.

Fortsetzung folgt
Teil 610. Jan. 2026
...und weiter geht's...

27.10. – 30.10. Tsavo East: Nachdem wir noch einige Zeit am Wasserloch verbrachten, fuhren wir von Tsavo West nach Tsavo East, wo wir in der Lion Hills Lodge auf dem Hügel mit Blick auf kleine Wasserlöcher und den Park logierten.

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Baby Croc und Nilwaran

Der Abendgamedrive führte uns auf die Grasebenen auf der Suche nach Löwen. Wir fanden 2 Gruppen, eine mit Erwachsenen und eine mit 3 kleinen Cubs. Störend waren jeweils die vielen Autos, die wild hin und her manövrierten und am zweiten Abend sogar der einen Löwin den Weg abschnitten. Was für Idioten. Durch Funk und Telefon werden alle Autos zu Katzensichtungen gelotst. Das war für uns nicht einmal nötig, wir konnten gemütlich den rasenden Autos hinterherfahren.

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Hier ging es ja noch, bei den Babylöwen war wirklich der Teufel los.

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Im Tsavo East gibt es unter anderem noch viele grosse Tusker, die oft auch fotogen rot eingepudert sind.

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Joseph entdeckte dann noch einen Geparden, der sich durch uns allerdings rasch gestört fühlte und davon lief. Es gibt natürlich auch viele Vögel und andere Tiere, exemplarisch:

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Gerenuk

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Felsenwaran

Fazit Tsavo East: Landschaftlich sehr schön. Die roten Elefanten sind eindrücklich und auch sonst gab es viel zu sehen. Leider hat es rel. viele Gruppen, die mit unausgebildeten Drivern für eine Übernachtung von ihren Strandferien in Mombasa kommen und unbedingt Löwen und Elefanten sehen wollen. Gerase und rücksichtsloses Verhalten sind die Folge. Sehr schade.
Teil 712. Jan. 2026
Wenn man die südlichen und nördlichen Parks kombinieren und dabei nicht fliegen will, kommt man nicht um lange Fahrtage. Um nicht zwei Tage ausschliesslich zu fahren, haben wir zwei Zwischenstops eingeplant: Nairobi und Ol Pejeta, wo man noch ein wenig gamedriven konnte und es N-horn.-Sichtungsgarantie gibt.

30.10 – 31.10.: Fahrt über Nairobi nach Ol Pejeta: Die Fahrt auf dem Mombasa Highway bis nördlich Nairobi zog sich. Highlight war das Treffen mit Elvira zum Znacht. Wir verstanden uns sofort und verbrachten bei prasselndem Regen und kühlem Wetter einen schönen Abend zusammen.
Am anderen Morgen ging es an landwirtschaftlichen Flächen entlang nach Nanyuki und ins Ol Pejeta Reserve. Leider war das Wetter sehr düster und wir konnten zwar einige Tiere entdecken, aber das Fotolicht war schlecht. Lustig war der Besuch beim blinden Spitzmaulnashorn Baraka, dem man ein Büschel Gras zum Fressen geben darf und für ein Foto resp. Video mit Nashorn posieren kann. Wir haben's ja sonst nicht so mit Mensch-Tier-Interaktion, aber ein blindes Nashorn wäre in der Natur schon lange gestorben und so wird es gut versorgt, unter anderem dank der Trinkgelder der Touristen.

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In Ol Pejeta bringen sie den Elefanten wohl das Lesen bei, damit sie die Brücke nicht zum Einsturz bringen 😉
Teil 814. Jan. 2026
1.11. – 4.11. Meru: Da es am Morgen stark regnete verzichteten wir auf einen weiteren Gamedrive und fuhren Ol Donyo direkt zum Gate. Die Fahrt über Nanyuki, Meru bis zur Ikweta Lodge beim Eingang des Meru NP zog sich. Der Meru NP ist landschaftlich sehr schön mit eindrücklichen Bäumen, aber auch vielen Büschen, die die Sicht behindern. Der Park war sehr trocken, sodass die Sichtungen nicht so überwäldigend waren. Lustig waren die Elefanten, die über den niedrigen Elektrozaun des Rhino Sanctuary stiegen.

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Auch Impalas überquerten den Zaun mit grossen Sprüngen. Wir drehten auch eine Runde im Rhino-Sanctuary, wo wir ein White Rhino mit einem ca. 3-monatigen Jungtier sahen.

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Ansonsten schöne Netzgiraffen, ein weiterer Leopard, der im Gebüsch verschwand, zwei Löwinnen im Tiefschlaf und die übrigen Verdächtigen in allen möglichen Kombinationen.

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In der Lodge gab es für uns noch eine Erstsichtung einer Weissschwanz-Manguste.

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Im Park beobachteten wir auch eine Zeit lang, die Nacktmulle beim Graben. Wir haben diese interessanten Tiere im Zoo Zürich und ich war gespannt, ob wir etwas davon sehen (ich habe sogar eine Patenschaft für eines der Tierchen übernommen). Sogar Joseph fand es interessant, da er den Tieren noch nie Beachtung geschenkt hatte.

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https://youtu.be/caxH5NJYTsE]
hier sieht man wenigstens den Schwanz...

Wer nichts über den Nacktmull weiss, hier ein kleiner Einschub: Die Nagetiere leben als einzige bekannte Säugetiere eusozial, ebenso wie Bienen und Ameisen. Es gibt eine Königin und nur diese gebärt Nachwuchs. Die übrigen Weibchen werden durch Aggresivität davon abgehalten, überhaupt fruchtbar zu werden. Erst nach dem Tod der Königin, die aber bis 30 werden kann, kommen sie in den Östrus. Es gibt eine Arbeitsteilung, Aufzucht der Jungen, Erweiterung der Gänge, Futtersuche und Wächterfunktion. Ausserdem gibt es keine entarteten Zellen, dh. keine Krebserkrankungen wie bei vielen Nagetieren. Mehr Infos hier

Fazit zum Meru-NP: Landschaftlich sehr schön. Leider sehr trocken und daher waren viele Tiere abgewandert. Wir waren aber trotzdem glücklich und zufrieden. Dass es nicht der ideale Moment war für den Park wussten wir vorher.
Teil 918. Jan. 2026
Und weiter geht's:

4.11. – 5.11. Shaba: Fahrt über die Hügel zum Shaba Reserve. Auch dieses besticht durch die schöne Landschaft, die nun am Ende der Trockenzeit allerdings sehr staubig war. Wir sehen unsere ersten Grevy’s Zebras, eine grosse Gruppe.

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Ansonsten haben sich viele Tiere wohl verzogen, weil es kaum mehr etwas zu fressen gab. Leider blieb uns das «Alpenglühen» des Mt. Sheba verwehrt, da es zu viele Wolken gab. Trotzdem schöne Stimmung mit Mond.

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Der Vollmond über dem Fluss vom Lodgegarten aus war auch sehr schön.

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Am Morgen im Hotelgarten dann noch diese Gesellen:

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Fazit Shaba: Landschaftlich sehr schön, aber leider etwas tierarm wegen der Trockenheit. Die Lodge liegt sehr schön und für eine Nacht ist der Park durchaus zu empfehlen.
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