ISIsipisi98Themenstarter3 Beiträge · seit 202607. Jan. 2026 · Hallo ihr lieben,
dieses Jahr im Juni/Juli möchten wir zum ersten Mal nach Namibia.
Geplant ist eine Camping Tour mit Dachzelt über drei Wochen.
Eine grobe Route haben wir uns anhand der Empfehlungen in diesem Forum sowie TikTok überlegt, sind uns hier aber noch ziemlich unschlüssig ob alles so Sinn macht oder ob wir doch noch mal umdenken.
Geplant ist bisher folgendes:
Windhoek 1N
Waterberg 2N
Etosha 4N
Damaraland 2N
Spitzkoppe 2N
Swakopmund 1-2 N
Sossusvlei/Deadvlei 1-2 N
Lüderitz 1 N
Fish River Canyon 1-2 N
Windhoek 2 N
Wir haben insgesamt 21 Nächte zur Verfügung und wollen auch noch einen Stopp zwischen Fish River Canyon und Windhoek machen.
Haben wir uns hier zu viel vorgenommen und sollten noch mal etwas abändern?
Passt es so von der Anzahl der Übernachtungen?
Bzw wie würdet ihr die 22 Nächte verteilen?
Windhoek ist am Anfang und am Ende jeweils bedacht wegen dem Gusthouse wo man Giraffen füttern kann (1. Nacht) und dem Simmenau Farmstay (2 Nächte am Ende)
Hierbei handelt es sich vorerst um eine sehr grobe Planung, da wir noch nie dort waren und wegen der Maße an schönen Orten und tollen Empfehlungen etwas überfordert sind.
Über Tipps und Anregungen würden wir uns daher sehr freuen.
Ganz liebe Grüße
Ulli&Isa
Sanne2’462 Beiträge · seit 200607. Jan. 2026 · Hi,
Lüderitz mit einer Nacht und direkt weiter zum Canyon macht für mich wenig Sinn. Vermutlich wollt Ihr Kolmanskop anschauen und meines Wissens gibt es Führungen nur am Vormittag. Bis zum Canyon sind es über die C13 rund 500 km. Wir rechnen immer mit einem Schnitt von 70km/h auf Gravel und schaffen nicht einmal das zuverlässig. Die Strecke Canyon - Windhoek ist auch sportlich, ist zwar asphaltiert, aber wenn viel LKW-Verkehr (war bei uns immer so auf der B1) herrscht, sind die 120km/h-Schilder eher dem Humor Namibias geschuldet.
1 Nacht Windhoek bei Ankunft würde ich empfehlen. Die zwei Nächte am Ende würde ich streichen. Windhoek ist ein Nest, da hast Du an einem Vormittag alles Sehenswerte abgeklappert. Wir bleiben in Windhoek nur noch am Anfang eine Nacht als Absicherung, falls mit Flug oder Mietwagen Probleme auftauchen. Bleibt lieber länger in Swakopmund, da sind die Möglichkeiten, Unternehmungen zu machen, deutlich vielseitiger.
Insgesamt ist Eure Route mit viel Fahrerei verbunden. Bedenkt, dass es im Juni/Juli früh dunkel wird, dann noch zu fahren, ist keine gute Idee. Das Zelt immer im Dunkeln aufzubauen und im Dunkeln das Essen vorzubereiten, mag auch nicht jeder.
Ich liebe an Namibia, einfach in die Weite zu starren und nichts zu machen. Die meisten Campsites haben eine traumhafte Lage und Aussicht. Von dieser hättet Ihr aber wenig, weil Ihr viel Strecke machen müsst. Ich würde daher Fish River und die letzten Tage in Windhoek streichen und diese auf Swakopmund und Soussusvlei verteilen.
Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ISIsipisi98Themenstarter3 Beiträge · seit 202607. Jan. 2026 · Hallo Sanne,
Danke für deine Rückmeldung!
Wir haben es uns schon gedacht, dass die geplante Route sportlich ist.
Wenn wir Fish River und am Ende die Farm mit dem zahmen Erdmännchen in der Nähe von Windhoek weglassen, hätten wir noch 4 Nächte zum verteilen wenn wir in Swakopmund, Sossusvlei und Lüderitz je zwei Nächte bleiben.
Würdest du die vier Tage komplett auf Swakopmund und Sossusvlei aufteilen oder auch noch andere Aufenthalte verlängern?
Ein Zwischenstopp zwischen Lüderitz und Windhoek wäre sicherlich auch sinnvoll oder?
Danke und liebe Grüße!
Isa&Ulli
WEWeilbacher24 Beiträge · seit 202607. Jan. 2026 · Hi,
ich würde auch Lüderitz bei dieser Reise auslassen. Sonst macht der Verzicht auf Fish-River nicht viel Sinn.
Lieber noch etwas Zeit im Namib-Naukluftpark z.B. Blutkuppe/Vogelfederberg (einsam; Permit erforderlich) oder Erongo/Spitzkoppe verbringen.
Wie planen inzwischen den vierten Trip nach Namibia für 2027 und jetzt soll es endlich ausführlich in den Süden gegen incl. Richtersveld 🙂
Gruß udo
dergnagflow2’566 Beiträge · seit 200707. Jan. 2026 · Hi,
Juni/Juli wird's kalt in der ANcht! Bitte mitbedenken.
Auch bedenken, dass die Tage kürzer sind, das heisst auch, dass man weniger Zeit hat um zu fahren. Fahren in der Dunkelheit ist seitens der Mietwagenfirmen verboten.
Bitte auch unbedingt beachten, dass Zeltabbau, Aufbau, Kochen, wegräumen, Abwaschen, Feuermachen etc. sehr viel Zeit kostet. Wenn ihr das nicht im Finstern machen wollt, müsst ihr diese Zeit auch einplanen.
All das zusammengenommen solltet ihr nicht mehr als vier Fahrstunden pro Tag einplanen. Weil ihr ja unterwegs auch noch stehenbleiben und Fotos machen wollt, eventuell mal was trinken, tanken, einkaufen, etc.
Ich würde beim ersten Mal den Süden ab Sossusvlei komplett weglassen. Das ist nur viel Fahrerei und bringt relativ wenig.
Wenn ihr die Unterkunft in Windhoek bei Ankunf und Abflug gleich wählt, könnt ihr dort eure Koffer deponieren und spart euch die Mitnahme (falls es Platzprobleme geben sollte).
Ich würde die Nächte so aufteilen:
Windhoek 1N
Waterberg 2N
Etosha 4N
Twyfelfontein 2N
Brandberg White Lady Lodge 2N
Spitzkoppe 2N
Swakopmund 3N
Mirabib 1N
Sossusvlei/Deadvlei 2N
Windhoek 2N
So wie ich gelesen habe, seid ihr ohnehin die letzten beiden Nächte nicht in Windhoek direkt. Das könnte als Abschluss dann durchaus passen. Die Stadt selbst hat man an einem Nachmittag mehr oder weniger erledigt, dafür fliegt man ja auch nicht von Europa ins südliche Afrika 😉
Viel Spaß bei der Planung
Wolfgang
Sadie1’835 Beiträge · seit 201507. Jan. 2026 · Wenn das eure erste Afrika Reise ist, würde ich den Etosha Aufenthalt um 2 T verlängern so konntet ihr he 2 N in den größeren Camps übernachten. Die haben alle ein beleuchtetes Wasserloch aber die Camping platze selber sind nicht sehr attraktiv aber gut genug. Das beste ist natürlich all das Großwild in freier Willdbahn zu sehen. Wenn ihr auch Büffel Hippis und Crocs sehen wollt könnte sich vielleicht ein Abstecher in den Caprivi Strip lohnen.
ISIsipisi98Themenstarter3 Beiträge · seit 202608. Jan. 2026 · Hallo zusammen,
Danke für die Rückmeldungen!
Das hat uns schon sehr weiter geholfen 🙂
Vor allem die vorgeschlagene Route mit den zwei Nächten Windhoek, bzw. in der Nähe von Windhoek auf der Farm mit dem zahmen Erdmännchen, sagt uns sehr zu.
Habt ihr hier noch weitere Empfehlungen für Campingplätze entlang der Route?
Bezüglich der Nächte habe ich die Temperaturen auf dem Schirm.
Habt ihr hier auch Tipps?
Ist es im Dachzelt etwas wärmer als im normalen Zelt?
Wie wird man von den Autovermietungen ausgestattet, wenn dabei steht dass Decken usw. enthalten sind?
Reicht das von der Dicke aus oder sollte man sich zusätzlich einen Schlafsack für niedrige Temperaturen zulegen?
Von meinen vorherigen Camping Trips (hauptsächlich Frankreich am Atlantik im Sommer) weiß ich, dass ich eher schnell friere (nachts 12-15 grad) und bin da immer super ausgestattet. Ich bin mir unsicher was ich benötige, um bei den geringen Temperaturen nicht halb zu erfrieren.
Ganz liebe Grüße!
Isa&Ulli
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201108. Jan. 2026 · Hallo,
wir hatten zu der Jahreszeit im letzten Jahr morgens 1 Grad, andere berichten von Frost. Da kann das Aufstehen schon mal unangenehm sein, es wird dann aber bald wärmer. Mütze, Handschuhe nicht vergessen und beim Pep Store zusätzliche Decken und Wärmflasche kaufen.
Ich bin davon überzeugt, dass ein Bodenzelt mit guter Isomatte wärmer ist, da bei dem Dachzelt der Wind prima durch die Lücke zwischen Auto und Zelt pfeifen kann. Ich würde mal eher nicht davon ausgehen, dass ein Dachzelt wärmer ist, warum auch.
Viele Grüße
Karin
P.s. Gute Skiunterwäsche finde ich noch hilfreich plus warme Socken.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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dergnagflow2’566 Beiträge · seit 200708. Jan. 2026 · Hi,
Isipisi98 schrieb:
Bezüglich der Nächte habe ich die Temperaturen auf dem Schirm.
Habt ihr hier auch Tipps?
Ist es im Dachzelt etwas wärmer als im normalen Zelt?
Wie wird man von den Autovermietungen ausgestattet, wenn dabei steht dass Decken usw. enthalten sind?
Reicht das von der Dicke aus oder sollte man sich zusätzlich einen Schlafsack für niedrige Temperaturen zulegen?
Von meinen vorherigen Camping Trips (hauptsächlich Frankreich am Atlantik im Sommer) weiß ich, dass ich eher schnell friere (nachts 12-15 grad) und bin da immer super ausgestattet. Ich bin mir unsicher was ich benötige, um bei den geringen Temperaturen nicht halb zu erfrieren.
Alles anziehen, was du hast, wenn du schon bei 12-15 Grad frierst.
Erwarte eher Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Sobald die Sonne weg ist, wird es kalt. Und es wird erst wieder langsam wärmer, wenn sie in der Früh auftaucht.
Handschuhe, Haube, wahrscheinlich sogar dicke Daunenjacke für den Abend wird nicht ganz verkehrt sein.
Und ich würde mir jedenfalls einen wirklich guten Daunenschlafsack mitnehmen. Oder in Windhoek kaufen. Das bekommst du nicht von der Mietwagenfirma.
Eventuell überlegen, ob elektrisch beheizbare Westen etwas sind für die Nacht. Ev. auch für den Abend aber da kann man sich ja mit einem Feuer helfen.
Bzgl. der Campingplätze:
Damaraland/Twyfelfontein: wenn ihr noch bekommt, würde ich ins Mowani Mountain Camp gehen. Das ist meiner Meinung nach das schönste in der Gegend.
Damaraland/Brandberg: Dort gibt's eh nur die Brandberg White Lady Lodge. Da ist viel Platz, da solltet ihr sicher etwas bekommen.
Spitzkoppe gibt's auch nur eine Campsite mit ~ 13 Plätzen rund um die Felsen.
Etoscha würde ich auch in den Camps übernachten, dann seid ihr bei Sonnenaufgang gleich mitten drin.
lg Wolfgang
YAyanjep1’014 Beiträge · seit 201608. Jan. 2026 · Deshalb habe ich dankend darauf verzichet, im afrikanischen Winter ins südliche Afrika zu reisen und dann zu campen. Die Sonne geht früh unter und dann kann es richtig kalt werden. Das hat uns im afrikanischen Herbst schon gereicht und wir haben von Camping auf Lodges umgeswitscht. In Winterklamotten am Lagerfeuer (so erlaubt) zu hocken bis es endlich Schlafenszeit ist, und dann mit Jogginghose, dicken Socken und Sweatshirt zu schlafen muß man auch mögen.
Yanjep