fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200815. Dez. 2024 ·
JohannaHen schrieb:Bin weiterhin interessiert dabei 🙂 Jetzt geht's dann Richtung Flusskreuzfahrt, oder? Darauf bin ich ja besonders gespannt! Auf dem Fluss waren die Temperaturen sicher auch besser auszuhalten?
Das freut mich, Johanna. Die Temperaturen waren für uns eigentlich OK, von 13 bis 16 Uhr war es schon sehr heiß. Auf dem Schiff hatten wir ja Fahrtwind und aircon in der Kabine.
Vor der Flußkreuzfahrt lade ich noch einige Fotos aus Saint Louis hoch. Die Stadt ist wegen ihrer vielen kolonialen Gebäude UNESCO Weltkulturerbe. Allerdings sind die Häuser extrem verfallen… es wird aber kräftig renoviert.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200815. Dez. 2024 ·
Wir hatten uns entschieden die Kreuzfahrt (6 Nächte/7Tage) von Podor nach Saint Louis zu unternehmen, da wir wir im Internet erfahren hatten, dass von dort weniger Personen starten als von Saint Louis. Ob das wirklich so ist, können wir nicht sagen. Auf der Tour werden einige Ortschaften besucht und wir wollten nicht in Massen dort einfallen. Das Schiff hat Platz für ca. 50 Personen. Wahrscheinlich weil erst Anfang der Saison, starteten wir mit 29, davon verließ in Robert Toll ein belgisches Paar die Kreuzfahrt vorzeitig. Die Fahrt mit den zwei Minibussen nach Podor dauerte ca. 4,5 Stunden. Das Durchschnittsalter der Gäste lag bei ca. 75 Jahren, davon bis auf einen weiteren Deutschen und eine Deutsche, die seit über 20 Jahren in Frankreich lebt, nur französischsprachige Teilnehmer. Der Guide sprach gut Englisch und übersetzte dann für uns drei.
In Podor besuchten wir das Fort und machten einen Ausflug zum lokalen Markt, der allerdings wegen den Wahlen im Senegal sehr ruhig war.
Unser Cabin hatte aircon. Bei der Hitze auch notwendig.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200815. Dez. 2024 ·
Gemächlich shipperten wir den Senegal River entlang. Nachmittags machten wir halt in einem kleinem Dorf. Die Kreuzfahrtcompany hat Verträge mit einigen Dörfern und Siedlungen am Fluss, damit der Tourist etwas vom Leben mitbekommt und so auch die lokale Bevölkerung unterstützt. Es wurden immer wieder kleine Donations gemacht. Uns wurde die Schule, Landwirtschaft etc gezeigt und erklärt. Sehr ausführlich für die Franzosen und im Schnelldurchlauf für uns drei Deutsche.
Am Abend, es war schon dunkel, brachte uns dann ein Beiboot wieder ins Dorf. Die Bewohner hatten ein Schaf geschlachtet und es gab Reis und Gemüse dazu. Da es schon sehr dunkel war konnten wir das Essen kaum erkennen. Das Schaf war so gar nicht nach unserem Geschmack aber es gab ja noch die Beilagen. Danach wurde etwas getanzt. Hier taten sich besonders die Kinder hervor.
Wie schon erwähnt gab es extreme Überschwemmungen im gesamten Flussgebiet. Wir haben immer wieder auf der mauretanischen Seite gesehen, wie sich die Bevölkerung mit Sandsäcken und einfachsten Mitteln, gegen das Hochwasser versuchte zu schützen. Die Reisfelder des Dorfes, welches wir besuchten, waren zum Glück durch einen kleinen Damm geschützt.
auf dem Schiff
Der Captain war auch schon über 70 und eigentlich mehr 'Dekoration'
Das Hochwasser
Die mauretanische Seite des Flusses
Die Landwirtschaft in dem kleinen Dorf. Die Tiere wurden wegen des Hochwassers in Sicherheit gebracht.
Die weiß schon was sie will
Die Kinder des Dorfes machten sich einen Spaß mit der Besatzung unseres Schiffes
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200817. Dez. 2024 ·
Am nächsten Tag stand morgens der Besuch einer Nomadensiedlung in der Nähe von Danaga auf dem Programm. Uns wurde vorher schon gesagt, dass die Nomaden ihre Hütten wegen des Hochwassers verlassen hatten und jetzt provisorisch mit ihren vielen Tieren hinter der Straße (eine Art Deich) lebten. Mit einer Kalesche fuhren wir auf dem Deich(?) in die Siedlung, hielten kurz an den überschwemmten Hütten an, wo der Chief uns die schlimme Situation schilderte. Mir war aber nicht ganz klar wieso die Nomaden nicht dauerhaft hinter der sicheren Straße lebten… diese war nur ca. 5-10 Gehminuten von der überschwemmten entfernt. Wahrscheinlich war es in der Trockenzeit zu weit zum Wasser. Ich vergaß den Guide zu fragen.
Danach machten wir noch einen Spaziergang durch Danaga und nahmen unser Mittagessen unter einem riesigen Mangobaum ein. Anschließend wurde noch getrommelt und getanzt.
Auf der Deichpiste fuhren wir zu den Nomaden
Die überschwemmten Hütten
sehr viel Rinder und Ziegen
wieder Waschtag
Das Mittagessen unter dem Mangobaum
Unterhaltungsprogramm
die tätowierte Unterlippe bedeutet… ich bin noch ledig. Aber wie sieht das nach der Heirat aus?
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200819. Dez. 2024 ·
Nachmittags besichtigten wir den Lost Place, das Château de Baron Roger, in Richard Toll… die verfallene Villa des französischen Zuckerbarons Roger. Danach fuhren wir mit dem Bus in eine ca. 15.000 Hektar große Zuckerrohrplantage, wo uns von einem Mitarbeiter der Anbau und die Ernte erklärt wurde. Für uns drei fremdsprachigenTeilnehmer gab es wie immer eine verkürzte englische Version. Die Zuckerrohrfelder werden immer noch wie vor hundert Jahren für die Ernte abgebrannt, da es angeblich zu teuer sei, entsprechende Maschinen zu kaufen. Über die Feinstaubbelastung möchte ich nicht nachdenken. Die Plantage bietet ca 8.000 Menschen einen Arbeitsplatz.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200819. Dez. 2024 ·
Den nächsten Tag wollten wir am späten Nachmittag den Djoudj Nationalpark besuchen. Außer uns war kein weiteres Touristenboot im Park unterwegs. Ich bin nicht der Vogelexperte und mein Objektiv ist auch nicht so geeignet, um Vögel zu fotografieren… zumal das Boot auch extrem wackelte. Am Ende der Tour kamen wir noch zu der Pelikaninsel, die ein echter Highlight war bevor wir dann spät Abends zum Dinner das Schiff wieder erreichten.
Die letzten zwei Tage wurde das Programm schon etwas dürftiger. Wir verbrachten bis zum Nationalpark-Ausflug die Zeit bis 15 Uhr auf dem Schiff und am nächsten Tag ging es direkt nach Saint Louis, wo wir den ganzen Tag am Pier ankerten. Hier wäre ein weiterer Ausflug in den Nationalpark ganz sinnvoll gewesen.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200820. Dez. 2024 ·
Wir wollten nicht den ganzen Tag auf dem Schiff verbringen, und ich unbedingt die berühmte Wendeltreppe aus dem franz. Spielfilm 'Der Saustall' von 1981 besichtigen. Deshalb machten wir uns auf den Weg in den südl. Teil der Stadt. Unterwegs schauten wir uns noch einige Foto-Exponate des 'Musée de la Photographie' an. Die Ausstellung ist über einige Gebäude der Stadt verteilt.
Am späten Nachmittag sah das abschließende Programm der Schiffscruise eine Stadtrundfahrt vor. Unter anderem besuchten auch den lokalen Fischmarkt.
Fazit der Flusskreuzfahrt: Eine wundervolle Art die Ortschaften an den Fluss zu erkunden. Einziges Manko, das etwas abgespeckte Programm der letzten zwei Tage.
Das Gebäude der Wendeltreppe wurde gerade renoviert
Nicht mein Foto… ein Exponat der Fotoausstellung. Aber Wrestling ist die populärste Sportart (noch vor Fußball) im Senegal
Die Stadtrundfahrt in der Kalesche
Besuch des Fischmarktes. Hier wird hart verhandelt.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200820. Dez. 2024 ·
Über das Kreuzfahrtunternehmen 'La Compagnie du Fleuve' hatten wir ein günstigeres Taxi für den nächsten Tag zurück nach Dakar gebucht als auf der Hinfahrt über Booking.com. Tags drauf fuhren wir mit der Fähre zur Insel Gorée. Obwohl wir schon sehr zeitig am Schalter waren, mussten wir doch die übernächste Fähre nehmen, wahrscheinlich weil Samstag. Die Insel wirkt trotz der schrecklichen Vergangenheit als bedeutender Ort der Sklavenverschiffung nach Amerika sehr beschaulich und einladend. Als erstes stand das Maison des Esclaves (Sklavenhaus) auf dem Programm, danach schlenderten wir durch die Gassen um dann nach dem Mittagessen wieder nach Dakar zu fahren. Nicht weit vom Fähranleger lag der Marché Kermel mit seiner schönen viktorianischen Fassade. Hier kauften wir Souvenirs.
Am späten Nachmittag fuhr uns ein Taxi zum 'Monument der afrikanischen Renaissance' im Norden der Stadt. Ziemlich gewaltig und monströs und passt eher nach Nord-Korea. Aber mittlerweile doch ein Ausflugsziel für Besucher der Stadt.
Das Maison des Esclaves (Sklavenhaus)… unten der 'point-of-no-return' hier wurden die Sklaven verschifft, oben wohnten die Profiteure
Beschauliche Gassen auf der Insel
Der Markt in der Nähe des Fähranlegers nach Goree
The Wake, Bilder von der Biennale de Dakar
Trotz 96% Muslime wird auch im Zentrum Dakars weihnachtlich dekoriert.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200822. Dez. 2024 ·
Für die letzte Woche unserer Reise haben wir uns am Airport in Dakar ein Auto ausgeliehen. Wir wollten Richtung Süden, an die Petite-Côte und ins Sine Saloum Delta fahren. Als erste Unterkunft hatten wir die wunderbare Tama Lodge am Stadtstrand von M'Bour gebucht. Saly Portudal war – nach unserem Tagesaufenthalt zu Anfang unserer Reise – zu touristisch. Wir wollten das pralle senegalische Leben genießen… und so wars auch. Morgens war der Strand recht ruhig und am Samstag Nachmittag dann überfüllt mit Kindern und Jugendlichen aus der Stadt, die für ein Tohuwabohu sorgten. Es machte Spaß, von der Liege aus, das Treiben am Strand zu beobachten und Fotos zu machen.
Trotz des Massenandrangs fügt sich die Tama Lodge sehr schön in die Umgebung ein. In vielen anderen Ländern Afrikas werden ähnliche Unterkünfte in dieser Lage mit hohen Mauern, Security, Kameras etc. geschützt. Hier nicht… ein Mann passte lediglich auf, das Rinder und Kinder nicht durch die drei Meter lange offene Front hineinspazierten. Ansonsten war die Lodge mit einem lockeren Zaungeflecht aus Zweigen begrenzt.
Die Eigentümerin ist übrigens Sammlerin von afrikanischer Kunst aus den Nachbarländern und diese Kunstwerke verteilt übers das Gelände und in den Bungalows der Lodge, verleihen dem ganzen ein besonderes Ambiente.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200822. Dez. 2024 ·
Die Besitzerin der Tama Lodge empfahl uns, für die Tour durch den Fischmarkt in M'Bour einen englischsprachigen Guide zu nehmen. Das war auch eine gute Idee. Wir wanderten mit dem Guide den Strand entlang hinein in den Ort. Da er selbst in M‘Bour lebte, kannte er sehr viele Menschen und führte immer wieder einen Plausch mit ihnen. Er erklärte uns wie und wo die Pirogen gebaut bzw. repariert werden, wie die Menschen miteinander leben, die 'Schutzheiligen' der Fischer, wo sich die alten pensionierten Fischer treffen und vieles mehr.
Der Markt wirkt total chaotisch und völlig überfüllt, aber anscheinend ist alles gut organisiert und der Fisch wird schnell verkauft. Die besseren Fische gehen nach Übersee und die Haie nach Asien.
'Schutzheilige' der Fischer
Auch die Kaleschen müssen betankt werden? 😄
Diese Männer gehen zu den Pirogen und tragen dann den Fisch ans Land. Die Regenjacke dient wahrscheinlich dazu, den Fischgeruch etwas abzuhalten. Eine sehr schwere Arbeit, meinte unser Guide.
M'Bour Fischmarkt… sehr groß und bunt
Fische für den chinesischen Markt
Der Gemüsemarkt wurde auch noch kurz besucht.
Fand die abgestimmte Farbcombi so toll
Am Abend wieder ein schöner Sonnenuntergang in der Tama Lodge
seit einer guten Woche lese ich schon mit und nun will ich mich auch herzlich Bedanken fürs Berichten! Das mir Deine Bilder gefallen, habe ich schon im Marokko Bericht geschrieben. Auch dass ich mit Hilfe Deiner Fotos versuche Bildkomposition verstehen zu lernen......also einfach vielen, vielen Dank. Ihr hattet traumhaftes Licht. Bei uns wehte leider der Harmattan gerade im Djoudj national park war das traurig. Freue mich auf weitere Fotos, viele Grüße, Elisabeth
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200823. Dez. 2024 ·
Für die letzen Tage fuhren wir ins Sine-Saloum Delta. Hier hatten wir uns für das traumhaft gelegene 'Les Collines De Niassam' entschieden. Nicht gerade günstig, aber ein wirkliches Kleinod und die beruhigende Natur der totale Gegensatz zu dem geschäftigen M'Bour. Mit dem Bungalow hatten wir auch Glück… lag er doch an der Spitze der kleinen Insel, mit direktem Blick auf Sonnenaufgang mit vorbeiziehenden Vogelschwärmen. Eigentlich hätte man hier den ganzen Tag verbringen können und nur den Ausblick auf die Lagune genießen, aber Mittags wurde es dann doch sehr heiß und auch Nachts kühlte es nicht vor 2 Uhr ab. Der Bungalow hatte keine Aircon und die großen Fensterfronten heizten die Hütte ziemlich auf. Na, ja… jammern auf hohem Niveau.
Wir unternahmen zwei Spaziergänge in der Umgebung. Bestaunten die Baobabs, beobachteten Vögel und sahen immer wieder Pfotenabdrücke von Hyänen. Auch Nachts hörte man ab und an eine Hyäne schreien. Im Salzwasser der Lagune standen immer wieder kleine Mini-Hütten auf Stelzen. Hier sicherten die Einheimischen ihre Ernte (Reis und Hirse) vor Ratten und anderen Tieren. Die Insel mit unserem Bungalow
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200829. Dez. 2024 ·
An einem Nachmittag fuhren wir zur Muschelinsel Île de Fadiouth. Gleich am Anfang der hölzernen Fußgängerbrücke erwarteten uns schon drei Guides, zum Glück sprach auch jemand Englisch. Wir spazierten kurz durch den Ort, schauten uns die Kirche an und ließen uns das Leben auf der Muschelinsel erklären. Den christlich-muslimischen Friedhof auf der anderen Seite erkundeten wir selbst. Allerdings haben wir den muslimischen Teil nicht gefunden.
Auf einem Strandspaziergang entdeckten wir das ehemalige 5-Sterne 'Royal Lodge Hotel'. Eine bizarre Umgebung… völlig verfallen… mit riesiger Poollandschaft, verrottenden Jacuzzis und schrottigen Golfcarts im Gelände und einem rieisigen Baobab am Strand mit Ausblick auf ein rostiges Schiffswrack im Meer. Mittlerweile wohnte ein Einheimischer im ehemals luxuriösesten Bungalow direkt am Strand mit Privatpool und Jacuzzi, in dem aber Müll lag. Für den Rundgang wollte er ca. einen Euro. Hier bin ich dann mit meinem Faible für Lost Places doch noch auf meine Kosten gekommen. Gerne wären wir noch im Meer schwimmen gegangen, aber wegen dem vielen übelriechendem Sargassum an den Stränden war das in der Gegend nicht möglich..
Der Tagesausflug in die Mangroven war recht enttäuschend. Wir hatten die Tour übers das Niassam organisiert. Aber unser Guide sprach kein Englisch und hatte auch überhaupt kein Interesse an Natur und Tieren. Er daddelte fast die ganze Zeit auf sein Handy und hörte sich laute Videos bei Tic-Toc oder auf Instagram an.… verrückt und auch etwas bizarr. 😄 😄 Natürlich haben wir uns in der Unterkunft beschwert und der sympathische Eigentümer meinte auf Deutsch 'Wahnsinn, Wahnsinn' 😄
Den letzten Tag wollten wir auf Nummer sicher gehen und fuhren zeitig Richtung Flughafen. Wir verbrachten einige Stunden in einem Resort in Saly in der Nähe des Flughafens und konnten so doch noch im Meer schwimmen gehen.
Die Muschelinsel Île de Fadiouth
Seit Jahrhunderten werden hier Muscheln abgelegt
In den Häusern wurden die Muscheln eingebaut
Auch hier gibts die kleinen Lager für Hirse, Reis etc… als Schutz vor Fressfeinden auf Stelzen und im Salzwasser
Der christlich muslimische Friedhof
Uriger Baobab am Strand
Das verfallene 5Sterne Hotel 'Royal Lodge'
Doch noch einen Vogel auf der Mangroven-Tour entdeckt
robert.vienna255 Beiträge · seit 201329. Dez. 2024 ·
Super Bericht, vielen Dank!
Wir waren schon einmal im Senegal zur Eröffnung der Dak'Art. Kann ich jedem nur empfehlen. Sehr schöne Ausstellungshallen und interessante Kunstwerke.
Auf deinen Bericht bin ich gestoßen da wir 2025 die Flusskreuzfahrt mit der Bou El Mogdad machen wollen und uns nicht sicher sind ob wir da ohne Französisch durchkommen und welche die "bessere" Richtung ist (St. Louis - Podor oder Podor - St. Louis).
Du empfiehlst ja eher Podor - St. Louis, richtig? Die Programmpunkte sind wohl die selben ... die Strömung des Flusses spielt wohl keine Rolle, oder?
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200830. Dez. 2024 ·
Hallo Robert,
der Guide auf dem Schiff ist neu angestellt, da der alte in Rente ging. Er spricht gut Englisch und übersetzt alles… wenn auch viel knapper gehalten. Es ist somit überhaupt kein Problem.
Man erkundet auf beiden Strecken die gleichen Orte, die Strömung spielte trotz Hochwasser keine große Rolle.
Mir wurde damals in einem anderen Forum empfohlen die Tour von Podor zu wählen, da angeblich von Saint Louis die meisten starten. Wir hatten die dritte Tour in dieser Saison. Die Anzahl hat sich von 22 bis auf 29 Teilnehmer von Tour zu Tour gesteigert. Da das Schiff max. 50 Personen beherbergen kann, ist es schon gewöhnungsbedürftig mit dieser Anzahl von Menschen in die kleinen Ortschaften einzufallen.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200830. Dez. 2024 ·
Fazit Senegal.
Wir hatten vorab etwas Bedenken wegen der Sprachproblematik und auch der Vermüllung. Waren wir doch 2020 in Ghana und fanden die Strände extrem verschmutzt und total verdreckt. Klar auch Senegal hat ein Müllproblem aber nicht vergleichbar mit Ghana. Sprachlich war es auch überhaupt kein Problem, individuell zu reisen.
Erfrischend fanden wir, dass im Gegensatz zu vielen anderen muslimischen Ländern – speziell in der arabischen Welt und Nordafrika – Frauen im öffentlichen Leben sichtbar und bunt gekleidet sind, Waren auf Märkten anbieten, auf Fischmärkten handeln, in Hotels arbeiten, Männer und Frauen gemeinsam tanzen usw. Mehr als 90% der Einwohner sind Muslime und das Verhältnis zwischen den Christen und Anhängern des Animismus, der ältesten Religion des Senegals, ist friedlich und harmonisch. Hier stimmt also das Landesmotto… Senegal - Pays de la Téranga.
robert.vienna255 Beiträge · seit 201304. Jan. 2025 ·
Habt ihr für die Bou el Mogdad eine Kabinenempfehlung? Es gibt ja Komfort-Kabinen am 3. Deck vorne und hinten ... ist es hinten laut vom Motor her?
In manchen Decksplänen ist ganz hinten eine Panoramakabine eingezeichnet, die wird aber aktuell anscheinend nicht angeboten.
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200805. Jan. 2025 ·
Hallo Robert, wir hatten die Comfort Cabin No 10. Wir haben uns hinten eine Deluxe Suite angeschaut. Die Frau, die diese gebucht hatte, hatte damals das Problem, dass sie zu Anfang alles offen gelassen hatte und dadurch ziemlich viele Insekten angezogen hat… auch im Bett. Während der Abenddämmerung (vielleicht lags am Hochwasser) flogen extrem viele Insekten vor den Lichtern an Bord rum.
Da man eh die ganze Zeit auf dem Deck abhängt, fanden wir die Kabinen mit Aircon völlig ausreichend. Es gibt auch welche ohne, aber das geht gar nicht bei 38C.