Kannst Du im Nachgang (Du bist ja jetzt in Ndowu UND Mahangu übernachtet )
die beiden Lodges gegeneinander beurteilen bzw. vergleichen........?
LG...................BMW
Hallo BMW,
puh, das ist schwierig. Vor allem, weil unser Aufenthalt in der Mahangu ja schon 8 Jahre zurückliegt. Unsere damaligen Eindrücke lassen sich wahrscheinlich kaum noch mit den heutigen Gegebenheiten der Lodge vergleichen. Zumal zwischenzeitlich auch das Management gewechselt hat, soweit ich weiß. Wir fanden damals die Lodge etwas anonymer und unpersönlicher als Ndhovu, die Unterkünfte vergleichbar, soweit vom Vergleich her möglich. Auf Mahangu wurde zwischenzeitlich bestimmt renoviert, und auf Ndhovu hatten wir ja keines der üblichen Safarizelte, sondern ein Chalet. Das Essen fanden wir auf Ndhovu besser, aber wie gesagt, Mahangu ist 8 Jahre her. EIn großes Plus der Mahangu Lodge ist das Frühstücksboot. Das gibt es auch heute noch. Jetzt haben sie auch noch ein Dinnerboot, aber das fährt überwiegend bereits bei Dunkelheit.
BMW schrieb:Kannst Du im Nachgang (Du bist ja jetzt in Ndowu UND Mahangu übernachtet )
die beiden Lodges gegeneinander beurteilen bzw. vergleichen........?
Hallo BMW,
puh, das ist schwierig. Vor allem, weil unser Aufenthalt in der Mahangu ja schon 8 Jahre zurückliegt. ..... Auf Mahangu wurde zwischenzeitlich bestimmt renoviert, ... EIn großes Plus der Mahangu Lodge ist das Frühstücksboot. Das gibt es auch heute noch. Jetzt haben sie auch noch ein Dinnerboot, aber das fährt überwiegend bereits bei Dunkelheit.
wir waren jetzt (nur) in der Mahangu Lodge, einmal 2014 und 2020. Einen großen Unterschied in den beiden Jahren konnte ich nicht feststellen, der Bereich der Terrasse mit der Bar ist wohl erweitert worden, aber so wirklich kann ich da keinen Vergleich ziehen. Die Chalets + Zelte wirkten für mich mehr oder weniger identisch. Zu meckern gab es für unsere Ansprüche gar nix, das Essen fand ich gut. Ndhowu habe ich nie in Betracht gezogen, da ich dort keine Air-Condition gefunden habe auf der Web-Seite.
Wir waren top zufrieden in beiden Jahren , sonst wären wir auch nicht wiedergekommen. Das Dinnerboot fuhr 03/2020 bei Helligkeit los, normalerweise zu einer Insel mit "Feuerstelle", bei uns war Hochwasser und da hat sich das auf die reine Schiffsfahrt beschränkt. Der Service war bei uns jedenfalls Top, auch da wir ein bzw. mehrere "Probleme" lösen mussten, da ich den Mietwagen geschrottet hatte im Nationalpark (Kudu).
Mein Eindruck war auch nicht, dass das Management gewechselt hätte, scheint wohl nur an eine jüngere Generation übergeben worden zu sein. Ich habe da aber nicht nachgefragt.
Hallo BMW, wir waren schon etliche Male in der Ndhovu Lodge, das letzte Mal 2021, und einmal wegen der Frühstücksbootstour 2019 in der Mahangu Lodge . Die Mahangu Lodge war uns viel zu unpersönlich, das Essen höchstens mittelmässig (deutsch angepasste Kost wie Rouladen z.b.). Die Ausstattung der Zelte bzw. Bungalows war in etwa gleich wie die Ndhovu. Seit Ralph aber die Ndhovu uebernommen hat, ist es deutlich besser. Das Essen in der Ndhovu war 2021 ein Gedicht und von dem tollen Porzellan kaufe ich mir jedes mal ein, zwei Exemplare, so dass wir zuhause mittlerweile zumindest für 4 Personen damit decken können, was immer wieder Freude macht. Liebe Grüße Yawa
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201317. Juni 2022 ·
Hallo Burkhard, hallo Yawa, es scheint sich also in der Mahangu seit 2014 kaum etwas verändert zu haben. Jedenfalls decken sich eure aktuelleren Erfahrungen ja weitestgehend mit meinen aus 2014. Das Geschirr auf Ndhovu ist wirklich einzigartig und das schönste, das wir in unseren bisher 5x Namibia gesehen und benutzt haben. Auch wir haben dort im Curio-Shop eingekauft, allerdings als Mitbringsel für unsere Katzen- und Blumensitter.
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201317. Juni 2022 ·
Samstag 23. April: Volles Programm Bwabwata – Teil 1
Heute morgen leuchtet es blutrot durchs Fenster direkt aufs Bett. Es hilft nichts, ich muss raus auf die eigene Terrasse. Tatsächlich, der farbenprächtigste Sonnenaufgang unserer Reise steht unmittelbar bevor. Was für ein Farbrausch 🤩 .
Später überlegen Beate und ich, was wir nun wegen der Rolliproblematik machen sollen. Heute morgen konnten wir unsere Abläufe weiter perfektionieren. Wir entscheiden uns daher, wegen lediglich einer einzigen weiteren Nacht nicht umzuziehen, sondern hier im Chalet zu bleiben. Trotzdem weisen wir Ralf auf unsere Problematik hin, damit er zukünftig auch die Innenausstattung bei Rollstuhlgästen berücksichtigt. Ansonsten ist ja alles OK und es war ja auch ein wenig unser Fehler, dass wir gestern im Eifer des Gefechts beim Bezug des Chalets nicht auf das Bad geachtet haben 😏 .
Beate und ich wollen heute morgen in den Mahango Park fahren. Sabine ist heute wenig begeistert. So ein wenig ist sie bereits übersättigt von den vielen Eindrücken während der Reise und würde den Vormittag lieber am Pool verbringen. Schon wieder ewig im Auto sitzen und ewig durch die Gegend fahren, das ist heute nicht so ihr Ding. Thomas erklärt sich solidarisch und will Sabine nicht alleine lassen. Schade 🙁 .
Während des Frühstücks entscheidet sich Sabine doch um 🤩 . Poolen kann man fast überall, den Mahango Park gibt es nur hier und heute. Zudem ist er ja nur gut 4 Kilometer von der Lodge weg und damit problemlos als 3-4 stündiger Ausflug zu besuchen. Dann haben wir immer noch genug Zeit zum Relaxen, bevor heute Nachmittag unsere geführte Tour in die Buffalo Core Area startet.
Am Parkeingang sind Beate und ich überrascht. Ein nigelnagelneues Gebäude steht da, mit Bezahl- und Infotheke, Toiletten und allem Pipapo. Wir haben an gleicher Stelle noch eine einfache Hütte in Erinnerung.
Im Park sehen wir heute verhältnismäßig wenige Tiere, gefühlt deutlich weniger als vor 8 Jahren. Auf Roan Antilopen hoffen wir beispielsweise leider vergebens 🙁 . Trotzdem:
Zebras (Bild: Thomas)
Eine sich spiegelnde Red Lechwe
Ein Nimmersatt / Yellow Billed Stork, auch ein paar Nilgänse haben sich dazu gemogelt ...
Ein paar Kudus und im Hintergrund unsere ersten und einzigen Büffel:
Und noch ein Kudu:
Ein einsames Krokodil:
Ein Goliath-Reiher
Ein paar Meerkatzen (Bild: Thomas)
Bild: Stefan
Die Überreste des großen Baobabs stimmen uns traurig 🙁 :
Was war das früher ein eindrucksvoller Baum, hier zwei Bilder von 2014 🙂 : 2014
2014
Andere Baobabs im Park kommen nicht ansatzweise an das ehemals so imposante Exemplar heran:
Und Dank der Elefanten haben einige auch wohl kaum eine Chance, sich so zu entwickeln:
Apropos Elefanten: Urplötzlich bricht einer durchs Gebüsch und überquert wenige Meter vor uns die Straße.
Bilder: Thomas
Der wird wohl nicht alleine sein. Also Vorsicht. Wir hören sie im Dickicht, können aber erst mal keine entdecken. Dann plötzlich:
Irgendwann trauen wir uns und fahren weiter. Gegen Ende unserer Tour, schon wieder auf der Hauptstraße, entdecken wir noch diesen stattlichen Adler hier:
Kann das ein Raubadler / Tawny Eagle sein ?????
und die ersten und einzigen Strauße auf unserer Reise:
Bild: Thomas
Na also, am Ende hat es sich doch gelohnt. Auch Sabine ist nach anfänglicher Skepsis mehr als zufrieden 😁 . Und Zeit für Pause und Shopping ist auch noch, bevor wir heute Nachmittag in Richtung Buffalo Core Area aufbrechen 😎 .
Hallo Beate und Stefan, tolle Fotos zeigt ihr uns! Der Sonnenaufgang ist ja bombastisch! Bitte vergesst nicht, diese Fotos am 23.04.2023 im Thread "Sonnenauf- und Untergänge weltweit" einzustellen. Darüber würde nicht nur ich mich sehr freuen 🙂 .
da schließe ich mich doch freshy an! Wow, was für ein irrer Sonnenaufgang. Ich bin ja gespannt, wie uns der Caprivi gefallen wird, ich bin da noch sehr ambivalent, aber Dein Bericht macht schon Laune. Ndhovu haben wir auch gebucht, allerdings eine Campsite. Schön Euch bei der Reise zu begleiten, mal wieder einen herzlichen Dank fürs Berichten. VG Elisabeth
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201319. Juni 2022 ·
Claus, Yawa, freshy, Elisabeth,
schön daß ihr weiter dabei seid 🙂 . Ja, den Sonnenaufgang empfanden wir schon als sehr besonders. Wobei die Sonnen auf- und -untergänge am Okavango schon immer außergewöhnlich waren, sowohl 2014 als auch in diesem Jahr. Es geht da schon eine gewisse Magie vom Okavango aus. So empfinden zumindest wir 😁 .
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201319. Juni 2022 ·
Samstag 23. April: Volles Programm Bwabwata – Teil 2
Heute Nachmittag fahren wir zur Buffalo Core Area. Die ist auch für uns Loeffels Neuland, denn vor 8 Jahren hatten wir diesen Bereich aus Zeitgründen ausgelassen. Wir haben die Tour bei der Lodge gebucht. Der Riesenvorteil: Wir müssen nicht den Riesenumweg über die Brücke bei Divundu fahren, denn bei der gebuchten Tour setzt man mit dem Boot über den Okavango und steigt dann ins Safarifahrzeug um. Die Buffalo Core Area liegt ja gerade am gegenüberliegenden Ufer des Okavango. Zudem profitieren man bei geführten Touren grundsätzlich von der Erfahrung der Guides, was wir sehr schätzen 🙂 .
Heute ist Klaus unser Guide. Er ist Miteigentümer der Lodge, allerdings aber nicht immer hier, sondern pendelt mehrmals im Jahr zwischen Deutschland und Namibia. Er hat sich hier in Namibia zum Guide ausbilden lassen und kennt die Parks rund um die Lodge wie seine Westentasche.
Es gibt am anderen Ufer keinen Bootsanleger. Deswegen gab es im Vorfeld auch wieder jede Menge Überlegungen wegen Beates Rolli und wir nehmen mehrere Holzplanken mit, um Beate mit Rolli von Bord zu bekommen. Aber das Ufer ist relativ flach, und Beate lässt sich auch hier mitsamt Rolli problemlos von Bord tragen 😎 .
Wir sind zu viert mit Klaus unterwegs. Ein weiteres Fahrzeug nimmt noch ein paar Gäste der Nachbarlodges mit. Man kooperiert gut nachbarschaftlich.
Klaus als Guide erweist sich für uns als absoluter Glücksfall. Er erklärt uns sehr kundig und informativ diverse ökologische und auch historische Zusammenhänge, in dieser Beziehung eine der besten Touren, die wir auf unseren bisherigen 5 Namibiareisen erleben durften. Daumen hoch 🤩 !
Ein „paar“ Bilder sind auf dieser Tour natürlich auch entstanden 😗 :
Gabelracke (Bild: Thomas)
Kudus auf Mineraliensuche
Grautoko
Unvermittelt liegt hinter einer Kurve plötzlich eine Löwin an der Piste.
Sie trägt einen Sender. Hier in der Region sind einige Löwen mit Sendern versehen, um ihre Wanderbewegungen zwischen Angola. Namibia und Botswana besser verfolgen und erforschen zu können. Nach einem ausgiebigen Gähner verkrümelt sie sich allerdings rasch ins Unterholz. (Bilder: Thomas)
Ein unerwartetes, aber kurzes Vergnügen. Es bleiben nur Spuren.
Ansonsten gibt es auch immer wieder weite Ausblicke auf die Floodplains.
Und der Himmel hängt voller Leberwürste:
Irgendwann gibt es auch mal in Treffen mit den anderen Gamedrive-Fahrzeugen und eine Pause.
Dabei entdeckt eine Teilnehmerin von einem erhöhten Standort aus einen einzelnen Elefanten, der genau auf uns zusteuert. Aber er dreht vorher ab und behelligt uns nicht.
Im weiteren Verlauf wird die Landschaft schon langsam in warmes Spätnachmittagslicht getaucht:
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Wir fahren auch an den Überresten der südafrikanischen Militärbasis vorbei. Irre, was hier für die Militärs aus dem Boden gestampft wurde, inklusive Läden, Kino, Turnhallen und und und … Alles rottet nun so vor sich hin und verfällt, aber schon durch die schiere Größe der Anlage ist beeindruckend. Fotos haben wir hier im Vorbeifahren allerdings keine gemacht.
Ein Frankolin scheucht vor uns seinen Nachwuchs von der Piste
Bild: Thomas
Und ein stattlicher Kudu steht malerisch im Gegenlicht
Bild: Thomas
Hier lasse ich mich auch mal zu einem nostalgisch anmutenden Schwarzweiß-Bild hinreißen:
Im Schein der tiefstehenden Sonne erreichen wir wieder unser Boot ...
Bild: Thomas
... und sind rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder auf dem Wasser.
Bild: Thomas
Was wir aber in der Buffalo Core Area nicht gesehen haben, sind Büffel ...
Kurz danach ist schon wieder Zeit fürs Dinner. Heute sind etwas weniger Gästen da, deswegen passen heute alle gemeinsam an einen großen Tisch.
Gerade freue ich mich über den ersten Bissen des beeindruckend großen Zebrasteaks auf meinem Teller, da durchzuckt mich urplötzlich ein stechender Schmerz im linken Bereich des Rückens 🤢 . Ein Krampf, ein eingeklemmter Nerv ? Ich rutsche unruhig auf meinem Stuhl hin und her, aber es wird nicht besser 😵 . Im Gegenteil, der Schmerz wird noch heftiger, ich kann nicht weiter essen. Mit einer Entschuldigung verlasse ich das Dinner in Richtung unserer Unterkunft, durchsuche dort unsere Reiseapotheke und werfe eine ordentliche Dosis Schmerzmittel ein. Hoffentlich wirkt es bald, denn ich kann nicht stehen, sitzen liegen. Nur das unruhige Hin- und Herlaufen lenkt minimal ab 🙁 . Was das wohl ist ? Rücken, eingeklemmter Nerv, Niere ? Ich kann den Schmerz nicht eindeutig lokalisieren und einordnnen. Eine Viertelstunde später setzt die erste leichte Wirkung der Schmerzmittel ein und ich schleppe mich wieder in Richtung Restaurant. Unterwegs kommt Thomas mir entgegen um nach dem Rechten zu sehen. Ich sei urplötzlich am Tisch kalkweiss geworden und sehe aktuell wohl aus wie ein Zombie 🤢 , erzählt er mir. Im Restaurant entschuldige ich mich für heute endgültig, denn ich bin zu nichts mehr fähig, wie in Trance schleppe ich mich zurück in unser Häuschen 🙁 . Später kommen Beate, Sabine und Thomas vorbei, schauen nach dem Rechten. Keine Sorge, die Schmerzen lassen langsam nach, die (vielen) Tabletten wirken. Ich bin zwar nach wie vor wie in Trance, kann aber Beate beim Zubettgehen wie gewohnt unterstützen.
Dann bin ich aber auch fix und fertig und schlafe relativ schnell ein. Über etwaige Konsequenzen meiner Unpässlichkeit kann ich gar nicht nachdenken. Aber morgen verlassen wir die Lodge ...
deine Kudu-Bilder im Gegenlicht finde ich meegatoll! 🤩
Ich hoffe, deine Schmerzen legen sich schnell und ihr könnt problemlos weiterreisen. 🙁 Nicht zu wissen, was die Ursache ist, stelle ich mir wirklich schrecklich vor...
Die Ndhovu Lodge durften wir 2017 genießen und das Abendessen fanden wir grandios gut. Uns haben dort vor allem die grasenden und grunzenden Hippos im Dunkeln zwischen den Zelten sehr beeindruckt.
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201320. Juni 2022 ·
Hallo Bianca,
danke fürs Bilderlob 😘 . Gebe ich auch gerne an Thomas weiter, eines der Kudubilder stammt ja von ihm 🙂 . Gegen- und Streiflicht gehören für mich zu den spannendsten, aber auch herausforderndsten Lichtsituationen beim Fotografieren. Nicht immer kommen dabei so ansprechende Ergebnisse heraus wie hier bei den Kudus.
Die Schmerzursache klärt sich schon am folgenden Morgen. Und sie wird mich noch ein paar Tage verfolgen, zum Glück nicht kontinuierlich.
Ndhovu fanden wir toll, auch ohne Hippos zwischen den Zelten. Das haben die wohl bei Hochwasser nicht nötig ...
jetzt habe ich mir Eure Erlebnisse im Caprivi in einem Rutsch angeschaut..... und zwar mit großer begeisterung. Welch tolle Wolkenstimmungen habt Ihr da eingefangen 😎
Der Caprivi steht bei uns irgendwann auch mal wieder an...... Gerade wegen der Birds und den schönen, ruhigen Flussfahrten.
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201322. Juni 2022 ·
Hallo Carsten,
ja, die Wolkenstimmungen hatten uns ja schon 2014 fasziniert und wir wurden auch dieses Jahr nicht enttäuscht. April - also gegen Ende der Regenzeit - ist ideal dafür. Caprivi war ja jetzt auch die erste Region Namibias, die wir bewusst zum zweiten Mal besucht hatten, neben dem Abstecher ins Ovamboland. Den kann ich euch auch nur ans Herz legen, denn der fehlt euch ja meines Wissens noch 😉 . Bis bald in Büsnau.
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201323. Juni 2022 ·
Sonntag 24. April: Abschied vom Caprivi
Heute bin ich schon wieder früh wach. Ich habe gut geschlafen, fühle mich besser, wenn auch nicht komplett schmerzfrei. Aber ich kann rechtzeitig zum Sonnenaufgang schon wieder die Kamera halten:
Bild: Thomas
Nicht ganz so farbenprächtig wie gestern, aber trotzdem toll. Und noch besser: ich kann ihn tatsächlich auch genießen 🙂 .
Auch das Frühstück schmeckt, und danach ist leider Zeit für den Abschied. Wir müssen heute Ndhovu und das Team um Ralf und Klaus verlassen 🙁 . Schade, denn auch wenn unser „Elefantenhaus“ für uns nicht optimal war, haben wir uns doch sehr wohlgefühlt. Eine unkomplizierte, herzliche und familiäre Atmosphäre, die jeder Gästefarm alle Ehre machen würde. Dazu klasse Game- und Sundownerdrives, leckeres Essen und nach dem ersten Falscheindruck auch nette Zeltunterkünfte, einwandfrei. Da kommt auf unserer Namibia-Unterkunftsliste ein dickes Plus dran 🙂 .
Hier noch Bildeindrücke von Sabine & Thomas’ Zelt (Bilder: Thomas):
Knapp 480 Kilometer liegen heute vor uns. Wir verlassen den Caprivi und fahren bis Grootfontein, genauer gesagt bis zur Dornhügel Guestfarm. Thomas übernimmt die erste Etappe, denn so ganz schmerzfrei bin ich noch nicht. Inzwischen ist auch die Ursache klar, denn ich hatte heute morgen etwas Blut im Urin 😮 . Damit ist mir klar: Eine Nierensache, ich vermute einen Nierenstein. Also zunächst mal Schmerzmittel und viel trinken, dann sehen wir weiter. Die Schlagloch-Strecke zwischen Divundu und Rundu ist meinem Zustand erst mal nicht förderlich. So fährt Thomas heute durch, gibt mir die Gelegenheit zur Erholung (und zu etlichen Pipipausen), und tatsächlich geht es mir nach Rundu zunehmend besser. Als wir die Dornhügel Guestfarm erreichen, bin ich nahezu schmerzfrei und kann auf die Schmerztabletten jetzt sogar verzichten 🤩 .
Bild: Thomas
Dornhügel haben wir leider nur als Zwischenstation auf dem langen Weg zurück nach Windhoek vorgesehen. Begrüßt werden wir von John, der hier als rechte Hand von Melanie und Götz fungiert. Unsere Gastgeber selbst lassen sich entschuldigen. Denn sie sind erkältet und meiden daher vorübergehend den Kontakt mit ihren Gästen. Das empfinden wir als sehr rücksichtsvoll uns Gästen gegenüber. Andererseits ist es aber auch schade, da durch den fehlenden direkten Kontakt mit der Gastgeberfamilie natürlich auch etwas von dem verlorengeht, was wir auf einer Gästefarm als das Besondere empfinden. Während wir uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen, kommt Götz dennoch auf ein kurzes Hallo und einen kleinen Plausch in respektvollem Abstand vorbei. Nett.
Wir bekommen das Surricat-Zimmer. Es ist barrierefrei und tatsächlich ist hier alles problemlos, inklusive des unterfahrbaren Waschbeckens 🙂 .
Die Zimmer sind hier übrigens immer ihrem Namen entsprechend dekoriert. Bei uns im Surricat-Zimmer gibt es Erdmännchen-Bilder, - Bettwäsche usw. Sabine & Thomas haben das Gecko-Zimmer. Entsprechend gibt es hier überall Geckos als Bilder, Bettwäsche etc.
Gecko-Zimmer (Bilder: Thomas)
Ansonsten passiert hier heute nicht mehr viel. Unsere Damen nehmen eine kleine Auszeit, Thomas und ich führen unsere Kameras an die frische Luft und wir erfreuen uns an den vielen Details, liebevollen Deko-Elementen, Katzen und Hunden in dieser wirklich schönen und gepflegten Anlage.
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Abends genießen wir noch einen Sundowner am Feuer ...
... später dann ein leckeres Dinner, wobei uns John Gesellschaft leistet. Mit uns ist heute noch eine französische Familie mit zwei kleinen Kindern zu Gast.
Danach endet für uns dieser lange und auch recht anstrengende Fahrtag. Erfreulich: Mein Nierenproblem scheint ausgestanden, keine Schmerzen und keine Probleme mehr. Juhuu !
wir haben in 2018 auf dem Weg in den Caprivi eine Nacht auf der Dornhügel Guestfarm verbracht und uns hat es ebenfalls wirklich gut gefallen. Schön, dass John noch dort ist, ein netter Kerl. Hat bei euch auch die Köchin die Essenfolge in der Click- Sprache erläutert? Das war beeindruckend. Die Farm hat tatsächlich einige lauschige Plätze. Wir haben damals zufällig die liebe Angelika ( Dahlie) aus dem Forum auf Dornhügel getroffen, das war ein sehr netter und feuchtfröhlicher Abend 😉
Liebe Grüße und danke für den schönen Bericht Kordula 🙂
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201323. Juni 2022 ·
Claus, der bayern schorsch und seine Schorschine hätten da zusammen mit uns vieren perfekt in dieses lauschige Plätzchen reingepasst 😎 🙂 . Mehr trinken ... noch mehr ??? 😄 😄 😄 Es sind Unmengen Savannahs und Rockshandys durch meine Nieren geflossen ... und beim Zitat beachte das Wort "scheint" 😮 😉
Kordula, ja, auf Dornhügel gibt es so einige lauschige Plätzchen zum Wohlfühlen. Das Menü wurde uns auch in der Click-Sprache der San erläutert, mit gestenreicher "Wirkung" der einzelnen Gänge 😄 . John und die Köchin selbst hatten sichtlich Spaß daran (wie wir auch 🙂 ). Ähnliches haben wir auch vor gefühlten Urzeiten auf der Kalahari Anib Lodge erlebt. Auch dort wurde das Menü klickreich erläutert 🙂 .