take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201228. Nov. 2021 ·
Tag 12: 19.10.21 - Vom Obias nach Camp Aussicht
Wir haben wunderbar geschlafen.
Wir folgen dem Obias, am Signal Hill worbei durch die Giribes Plains auf die D3707 .
Unser Plan war … in Sesfontein zu tanken. Doch hier gibt es keinen Diesel 🤩 . Vielleicht in 2 Tagen wieder … aber genau wissen sie es nicht.
Unser Tagesziel heute ist Camp Aussicht, wo wir 2 Nächte bleiben wollen. Da wir von dort in die Etosha wollen, allerdings dann nicht über Opuwo fahren wollen, ändern wir unseren Plan und fahren zuerst mal an Camp Aussicht vorbei nach Opuwo.
Hier herrscht das übliche Gewusel. Da aber nur wenige Touristen unterwegs sind, werden wir natürlich noch mehr von den Straßenverkäuferinnen umdrängt wie sonst. Ich kaufe ihnen mal wieder ein paar Armreifen ab (ich könnte damit auch schon einen Marktstand aufmachen ).
Dann noch in den Supermarkt. Nicht einfach zu entscheiden, wer von den Jungs unser Auto bewachen darf. 2 der „Bewacher“ möchten Geld, andere Fragen nach Essen. Somit ist die Entscheidung einfach. Die beiden Jungs bekommen ein paar Dollar und für die anderen gibt es Toastbrot, Butter und Käse. Besonders über die Butter haben sie sich sehr gefreut.
Da gibt es einem mal wieder so richtig bewusst, wie gut es uns und unseren Kindern geht.
Anschließend kaufen wir 2 Marktfrauen, bei denen wir schon bei unserem letzten Besuch etwas gekauft haben, jeweils noch ein paar kleine Mitbringsel ab
und gehen dann ins Kaokoland Restaurant zum Mittagessen.
Gegen 16.00 Uhr erreichen wir dann Camp Aussicht. Wir werden von Marius sehr nett empfangen.
Wo wir stehen möchten, können wir selbst auswählen. Die oberste ist die einzige, die belegt ist. Wir suchen uns eine Campsite mit etwas Abstand. Wenn schon alles frei ist, muss man ja nicht unnötiger Weise eng aufeinander hocken.
Die Stellplätze liegen nach unserem Empfinden alle schön. Die Ausstattung ist einfach, doch sehr gepflegt.
Die Dusche besteht aus einer Eimerdusche. Es ist schon erstaunlich mit wie wenig Wasser man duschen kann.
Abends gehen wir dann noch zum Haupthaus zur Stachelschweinfütterung.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201229. Nov. 2021 ·
Tag 13: 20.10.21 Besuch in 2 Himba Dörfern
Seit unserem 1. Kontakt mit dem Volk der Himba im Jahre 2015, bin ich noch immer tief beeindruckt von der Würde und dem Stolz dieser Menschen. Ich hatte mich damals stark mit der Kultur der Ovahimba beschäftigt.
Doch nichts bleibt wie es war. Leider.
Immer wenn wir uns im Kaokoveld aufhalten, suche ich den Kontakt zu den Menschen. (Vielleicht trage ich dadurch auch zu dem Bild bei, das sich mir dieses Jahr bot 🙁 ).
Da wir aus Zeitgründen dieses Jahr nicht in das wahre Kaokoveld vordringen konnten, wollte ich mit Marius eine Tour zu einem Himbadorf unternehmen.
Unsere frühere Begegnungen mit den Ovahimba waren spontan. Sie ergaben sich einfach so. Oder wir fuhren nochmals an einem Dorf vorbei, in dem wir schon einmal waren. Brachten Bilder mit (auch nicht sehr kulturfördernd) und Geschenke wie Maismehl, Zucker, Öl. Wir fragten, ob wir evtl. das Dorf betreten dürften und holten uns dort die Erlaubnis des Oberhauptes ein. Wir verständigten uns in der Zeichensprache. Doch war da irgendwo eine menschliche Verbindung.
Dieses Mal war das anders.
Gefühlsmäßig war die Begegnung für mich dieses Jahr sehr zwiegespalten.
Wir fuhren also morgens mit Marius los. Unterwegs erzählte er uns, dass wir 2 Dörfer besuchen würden.
Als wir im 1. Dorf ankommen, kann ich meine Gefühle gar nicht beschreiben. Wir wissen, wie das Leben in einem Himba Dorf aussieht. Doch hat sich uns bis jetzt noch kein Bild wie dieses gezeigt.
Kein Hauch von Würde und Stolz dieses Volkes zu sehen. Stattdessen trugen fast alle schmutzige, verlumpte, westliche Kleidung.
Und wie stark die Moderne hier Einzug genommen hat sieht man hier.
Das Handy ist allgegenwärtig.
In früheren Zeiten musste man aufpassen, dass man nicht zwischen dem heiligen Feuer und der Hütte des Häuptlings lief, heute muss man aufpassen, dass man nicht auf eine Solar-Ladekabel tritt.
Die Zeiten haben sich geändert. Die Frage, die sich uns stellt, was WIRD aus diesen Kindern?
Welche Perspektive haben sie, wenn selbst die eigene Kultur zusammenbricht.
In dem 2. Dorf, das wir besuchen, spüren wir noch einen Hauch dieser Kultur.
Doch hat bei den meisten Frauen auch hier das Handy seinen festen Platz.
Und da der Besuch ja „touristisch“ ist, eilen auch die Frauen aus umliegenden Dörfern herbei und es wird ein Himba-Markt aufgebaut. Soweit alles ok. Wir kaufen auch hier einige Gegenstände, verhandeln den Preis und werden uns einig.
Dann fragen sie und durch Marius, ob sie für uns tanzen dürfen und wir ihnen dafür 200 N$ geben. Wir stimmen zu.
Und hier kommt ganz langsam aber stetig die Freude auf. Die Frauen tanzen eigentlich für sich selbst und registrieren uns nicht mehr wirklich. Wir spüren die Freude … die sie beim Tanzen empfinden.
Es war sehr schön, dieses mitzuerleben.
Doch auch hier trifft Tradition auf Moderne. Muschel vs. Handy
Wenn Marius schon mal da ist, fährt er die Frauen auf dem Pickup auch zur Wasserstelle. Wenn er nicht kommt, laufen die Frauen, beladen mit 20 l Wasser auf dem Kopf zu Fuß vom Dorf dorthin und wieder zurück.
Hier einige Impressionen von der Wasserstelle.
Marius hat uns auf der Fahrt erzählt, dass die Regierung blecherne Toilettenhäuschen in jedem Dorf aufgestellt hat. Genutzt wird es allerdings als Vorratsraum und passt so gar nicht in diese Landschaft.
Es ist schwierig und ich maße mir keine Beurteilung an.
Die Ovahimba müssen ihren Weg in die Moderne finden. Ob das ohne Kulturverlust gehen wird, wird sich zeigen.
Nach diesem Tag ist mir das Herz irgendwie schwer. Ich weiß nicht was ich denken soll. Ich denke an die Zukunft der Kinder und an die verlorene Identität durch Verlust der Kultur.
Nachmittags sitzen wir auf unserer Campsite und lassen alles wieder Revue passieren. Es gab hoffnungsvolle Situationen und welche die uns sehr nachdenklich stimmen.
Wir beenden den Tag wieder mit den Stachelschweinen.
Hallo Dagmar 2014 hat uns Marius erzählt, dass die EU die WC-Häuschen bezahlt hat. Schon damals dienten sie als Vorratskammern und die Frauen trugen die Schlüssel statt den traditionellen Schmuck um den Hals. Letzteren verkauften sie für ca. € 100. Liebe Grüsse Grosi
Hallo Dagmar Deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen, es stimmt nachdenklich, wenn die Kultur der Himbas so verloren geht, werden die Kinder irgendwie ihre Wurzeln auch verlieren - dies ist auch bei den San geschehen. Danke für die vielsagenden Bilder. Gruss Regina
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200830. Nov. 2021 ·
Vielen herzlichen Dank für diesen Reisebericht! Es ist sehr schön, euch auf euren Wegen zu belgleiten. Bei uns schmiert ihr damit quasi die „trockengelaufenen Lager“ und bringt unsere Sehnsucht nach der Namib in geschmeidiger Weise wieder in Bewegung… 😁
Ja, es hat sich viel verändert, in den letzten 12 Jahren: 2008 saßen ganze 3 taditionell geschmückte Himbafrauen unterhalb der Christuskirche und boten ihre Waren feil… 2009 waren wir dann das erste Mal im Kaokoveld und es ergaben sich dort auch hin und wieder sehr nette Kontakte zu Ovahimbas, die nicht zu den „Besuchsdörfern“ der Guides und Lodges jeglicher Kategorie gehörten. Derzeit trug maximal ein Drittel der jüngeren Himba die „importierten“ Plastik-Zöpfe mit kleinen Quasten an den Enden. Die älteren Frauen trugen überwiegend noch die feinen dünnen Zöpfe, die sie nicht selten mit (Gras-)Fasern verlängerten, das Ganze mittels rotem Fett-Ocker-Gemisch geschmeidig gehalten. Je älter die Himba, desto schütterer die Haartracht. Die Leder-Krone der verheirateten Frauen meist sehr akkurat. Auf den letzten Fahrten haben wir keine mehr gesehen, dafür aber einige Junge, die sich eine luschige „fertige Perücke“ für die ankommenden Touristen auf den Kopf banden… 😐 - aber die meisten Touristen merken es eh nicht, ebenso wie sie nicht merken, dass der Himbaschmuck mittlerweile aus Plastik und nicht aus Horn gefertigt ist. Mittlerweile haben fast alle „traditionellen“ Himba-Frauen, die sich als Fotomotiv anbieten, diese schrecklichen Plastik-Haare als Fett-Ocker-verkleisterte dicke Zöpfe mit monströsen Quasten. Die Faszination entfleucht ebenso, wie die Echtheit der Ausstattung. Wir holen meist nicht einmal mehr den Fotoapparat hervor, es sei denn, es ergibt sich eine besondere Situation bei längerem Aufenthalt und gutem Kontakt, der sich durch ein besonderes Miteinander ergibt. Und das ist und war sowieso selten, - wenn aber, dann war es immer eine echte Bereicherung. In JEDEM Shop in der Kuneneregion stehen die großen Kartons mit den langen Strängen schwarzer Plastik-„Haare“. Made in China. Ebenso wie die Plastik-Armreifen mit „Himba-Style-Design“, die man überall kaufen kann und die die Himba nun selber tragen, anstatt ihres guten selbst gefertigten Schmucks von zum Teil hoher handwerklicher Qualität. Der liegt nun im Museum… Jahrzehnte exzessiver Vermarktung der „roten Himba-Frauen“ durch den Tourismus fordert ihren Tribut in der Ovahimba-Kultur. Dazu braucht es keine „Moderne Zeit“, die bei den Himba Einzug hält. Das schafft der Tourismus fast ganz ganz allein. Und fehlende Perspektiven, mangels Bildung.
Bitte versteht es nicht falsch und fühlt euch bitte nicht angegriffen. Wir kennen euch und wissen, dass ihr zurückhaltend und einfühlsam seid. Wir können eure Verstörung sehr gut verstehen. Macht es lieber weiter so, wie ihr es bisher gemacht habt! LG
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ich persönlich meide ja gerne diese Art von tourstischer Unterhaltung. In Swakopmund auf dem Markt ist mir eine Himbafrau in typischer obenohne Kleidung aufgefallen, die da anscheinend mit ihren Armbändern etc. auf einer Decke gesessen hat. Ich habe mal in gehörigem Abstand geschaut und abgewartet, was so passiert. Die üblichen Touristen haben Fotos gemacht und wie "aus dem Nichts" sind männliche Begleiter aufgetaucht und haben die "Fotografen" massiv bedrängt, für die Fotos zu zahlen. Für mich war die Frau nichts anderes als ein Lockvogel für einen netten Beutezug. Oder die Frauen in Herero-Kleidung, die an Ständen am Straßenrand auf Kunden und Fotografen warten und sofort aufspringen und sich in ihren voluminösen Röcken drehen, damit man anhält und für Geld ein paar Fotos macht. Sorry, aber das ist für mich Prostitution und Ausverkauf der eigenen Kultur und der eigenen Kinder. Von Stolz auf die eigene Kultur keine Spur. Wer das haben und fördern muß für ein paar nackte Brüste und eine verrotzte Kindernase bitte, aber mein Ding ist das nicht.
Yanjep
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200801. Dez. 2021 ·
Hallo, take-off, immer wieder betrachte ich die Bilder der Frauen und Kinder in den Settlements. Auch eine Herero ist dabei. Das ist ungewöhnlich. Ovaherero vermeiden im Allgemeinen das Zusammenleben mit den von ihnen verachteten Ovahimba.
Besonders ein Bild lässt mich nicht los: Es ist das hübsche Mädchen im rosa Herzchen-Shirt. Ihr tief-trauriger Blick geht mir jedes Mal durch Mark und Bein. Viele Gedanken gehen durch den Kopf und letztlich fragt man sich, warum dieses Mädchen nicht in der Schule ist. Es ist doch Wochentags, vormittag. Beim x-ten Mal merke ich, dass ich die Stammeszugehörigkeit kenne: Gesichtszüge, Haartracht und Schmuck weisen das Mädchen als eine Mucawana aus. Ihre Mutter hat ihre stammestypische Haartracht unter dem rosa Tuch verborgen. Mucawana leben eigentlich nördlich des Kunene, in Angola. Was machen die hier? Der hoffnungslose Blick lässt viel Raum für bittere Fantasien. In beiden Settlements ist die allgemeine Stimmung dem Besucher nicht grad zugewandt, fröhlich werden sie, als sie die Möglichkeit erhalten, durch Tanz Geld zu verdienen. Beim Tanz sind die Mucawana nicht dabei. Es ist nicht ihr Tanz.
Och, wisst ihr was? Jetzt traue ich mich doch, es öffentlich zu schreiben: Wir sind so froh, dass wir damals seinem Angebot nicht gefolgt sind und eine „Fahrt über die Dörfer“ zu buchen, - wir hatten da so’ne Ahnung, nach den langen aufschlussreichen Gesprächen tags zuvor. Besser mit Geduld und eigenem Engagement Begegnungen auf Augenhöhe gestalten oder eben „keinen Kontakt“, so wie ihr es auch sonst gemacht habt. LG
Zum Inhalt meines Vorschreibers: Wer in der Verelendung lebt, hat wenig Auswahl an Verdienstmöglichkeiten. Grundsätzlich betrachten wir derartige Situationen gern etwas differenzierter als über das Merkmal nackter Brüste. Und: Für Fotos Modell zu stehen, ist keine Prostitution!
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Als Modell für Geld vor der Kamera zu posieren ist selbstverständlich keine Prostitution sondern ein übliches Geschäftsmodell. Soweit so gut. Aber wie ich es in Namibia erlebt habe, das ist, für mich jedenfalls, jenseits eines "normalen Modeljobs". Auch wenn Du das anders beurteilst.
lilytrotter schrieb:Zum Inhalt meines Vorschreibers: Wer in der Verelendung lebt, hat wenig Auswahl an Verdienstmöglichkeiten. Grundsätzlich betrachten wir derartige Situationen gern etwas differenzierter als über das Merkmal nackter Brüste. Und: Für Fotos Modell zu stehen, ist keine Prostitution!
Mir persönlich ist es lieber, die Frauen verdienen ihr Geld unabhängig mit Modell stehen, als in der Abhängigkeit zu irgend welchen kriminellen Typen. Sei es Drogendealer, Zuhälter, Sugar daddy oder sonstige Subjekte. Von irgend etwas müssen sie schließlich leben.
LG Logi
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201201. Dez. 2021 ·
Ui, da habe ich ja eine Diskussion losgetreten.
An alle Kommentarschreiber: Zu allererst möchte ich euch mitteilen, dass ich mich über eure Kommentare, Vorbehalte und Einwände gefreut habe und diese auch akzeptiere. Jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern. Wer was machen würde oder auch nicht ... kann jeder frei entscheiden und ist ein Privileg unserer freien Welt.
Ich werde diesemal auch nicht jeden Kommentar einzeln beantworten.
Doch abschließend hier noch ein paar Sätze und Gedanken dazu: Ich persönlich würde die Tour mit Marius nicht noch einmal buchen. Sei es, weil mir der Touri-Charakter zu hoch war, oder weil ich einfach seine Einstellung zur Schulbildung der Himba-Kinder und der gesundheitlichen Versorgung nicht teilen kann. Teilweise hatte er sich hier auch widersprochen. Warum hatte ich diese Tour gebucht: Als ich die Tour bei Marius buchte, war meine Intention, dass Marius quasi als Übersetzer fungieren würde. So, wie es der Junge bei unserer Tour 2015 getan hatte. Damals haben wir viel gelacht und dank seiner Übersetzung konnten wir uns auch "unterhalten". Es war eine sehr entspannte Atmosphäre in mitten seiner Familie. Zum Schluss erhielten wir sogar eine Einladung 14 Tage Urlaub bei ihnen zu machen. Dann würde ich die Sprache und Bräuche kennenlernen. Und ob ihr es glaubt oder nicht ... ich habe lange über diese Einladung und Herausforderung nachgedacht. Denn wir können es uns nicht vorstellen, wie es ist täglich in dieser Hitze zu leben, täglich km weit zu laufen, um Wasser zu holen, auf dem Boden zu schlafen... und ... und ... und Auch dies ist ein Grund, weshalb ich dieses Volk bewundere. Jeder Westeuropäer würde hier wahrscheinlich kläglich scheitern.
Aber das ist nicht das Thema hier: In dem ersten Dorf, welches wir besuchten war in den Gesichtern der Menschen nur Leere, Trostlosigkeit und Hoffnungslosikeit zu lesen. Und genau dies wollte ich mit den Bildern widergeben. Identitätsverlust durch westliche Kleidung, Kinder die aus Plastikeimern essen ... schwer zu ertragen ... und doch leben in diesem Dorf Menschen und sie müssen mit dieser Sitation klarkommen. Daher sind die Bilder eher dokumentarisch zu betrachten.
In dem zweiten Dorf war die Situation schon etwas besser. Natürlich erwarteten die Frauen, dass sie mit uns (den Touristen) ein Geschäft machen können, in dem sie ihren Markt aufbauten. Durch das Handy hat sich sehr schnell herumgesprochen, dass Touristen im Dorf sind. Doch auch dies ist nicht verwerflich. In ihren Augen bringen Touristen Geld. Nichts anderes passiert bei uns in den Touristenstädten.
Und ja, wir haben den Himbafrauen für ihren Tanz Geld gegeben, welcher ihnen Spaß gemacht macht, was man wiederum auch an den Gesichtern sehen konnt. Wir haben auch der Sängertruppe auf der White Lady Lodge Campsite für ihre Darbietung Geld gegeben. Und natürlich und auch berechtigt haben sie darauf gehofft. Auf Leistung folgt Bezahlung. Dies ist das westliche Geschäftsmodell. Nur wird dies in Afrika leider oft vergessen.
Auch macht es einen Unterschied, ob ich Kontakt zu den Ovahimba in ihrem angestammten Gebiet habe, oder auf dem Marktplatz in Swakopmund oder Windhoek.
Wenn immer es sich vermeiden lässt, fotografiere ich die Frauen nicht barbusig. Ich weiß schon, dass sich einige westliche Männer gerne an diesen Bildern "aufgeilen" (entschuldigt bitte dieses Wort) Ich möchte mit meinen Bildern einfach nur die Situation einfangen, wie sie ist.
Noch ein Wort zu dem Mädchen mit dem rosa T-Shirt und dem verlorenen, leeren Blick, in dem sich all die Hoffnungslosikeit dieser Welt spiegelt. Lt. Marius gehört sie dem Stamm der Semba an, welche in Angola seßhaft sind. Und sie arbeiten hier bei den Ovahimba quasi als "Gastarbeiter". Mehr kann ich dazu nicht sagen.
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200802. Dez. 2021 ·
take-off schrieb:
Und ja, wir haben den Himbafrauen für ihren Tanz Geld gegeben, welcher ihnen Spaß gemacht macht, was man wiederum auch an den Gesichtern sehen konnt. Wir haben auch der Sängertruppe auf der White Lady Lodge Campsite für ihre Darbietung Geld gegeben. Und natürlich und auch berechtigt haben sie darauf gehofft. Auf Leistung folgt Bezahlung. Dies ist das westliche Geschäftsmodell. Nur wird dies in Afrika leider oft vergessen.
Genau so handhaben wir es auch! Wir entlohnen auch für Fotos, insbesondere wenn wir dazu angeregt haben. Das haben wir früher, vor Jahrzehnten, nicht so gemacht, aber mittlerweile empfinden wir es als "richtiger".
zu dem Mädchen mit dem rosa T-Shirt und dem verlorenen, leeren Blick, in dem sich all die Hoffnungslosikeit dieser Welt spiegelt. Lt. Marius gehört sie dem Stamm der Semba an, welche in Angola seßhaft sind. Und sie arbeiten hier bei den Ovahimba quasi als "Gastarbeiter".
„Gastarbeiter“? In diesem Ovahimba-Settlement? Was hat der Mann euch da erzählt? „Semba“, aus Angola? Es gibt dort keinen Stamm mit diesem Namen. (Wohl aber einen Tanz u. einen entsprechenden Musikstil. hätte er googeln können.) Die Frauen sind Mucawana, sie sprechen es Mucabana aus (im portugiesischen wird das geschriebene w zum gesprochen b) und sie leben eigentlich im angolanischen Grenzgebiet zu Namibia, nördlich des Kunene. Vor ein paar Jahren haben wir uns dort mehrere Tage aufgehalten und ihre sanfte zurückhaltenden Art hat uns bei den Begegnungen tief beeindruckt. Dass Ovahimba, die selber in großer Armut leben, angolanische „Gastarbeiter“ beschäftigen, ist eine mehr als fragwürdige Darstellung der Situation, - da tut sich grad ein ganz tiefer Abgrund auf, in der Welt des Marius Steiner… - passt zu seinem ganzen krausen Zeugs was er erzählt. 😣 Zum Heulen das Ganze.
Vielen Dank, take-off, ihr habt uns mit eurem Reisebericht nicht nur die Seele gefüttert sondern mit eurem Erlebnis auch die immer wieder gern verträumten Augen geöffnet, für namibische Realitäten.
Danke, dass ihr die Unterbrechung eures schönen Reiseberichtes ertragen habt, aber ich konnte nicht stumm bleiben. Nun bin ich wieder still und wende, gemäß eurem klugen Motto, mein Gesicht der Sonne zu… 😁 …anders kann man das alles auch garnicht aushalten. LG
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201202. Dez. 2021 ·
Tag 14: 21.10.21 Von Camp Aussicht nach Hobatere Roadsite
Bevor wir Camp Aussicht verlassen findet bei uns noch ein Treffen der Vögel statt.
Rosenköpfchen, Rüppells-Papagei.
Wir packen unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von Marius Steiner. Unser Plan war, nördlich von Camp Aussicht den 4x4 Weg Richtung Ombombo und dann weiter auf der D3708 nach Otjondeka. Doch Marius sagt uns, dass die Straße in einem sehr schlechten Zustand sei und es eine neue Straße weiter südlich gibt.
So verlassen wir Camp Aussicht in der südlichen Ausfahrt und kommen wieder auf die C34.
Nach einigen Km kommt links die Abzweigung Richtung Otjozongombe. Sie ist gut durch Straßenschilder ausgezeichnet und trägt auch die Bezeichnung D 3708 (?) (also nicht verwechseln mit der D 3708 von Ombombo nach Otjondeka)
Diese Straße ist in T4A noch nicht verzeichnet. Die Straße ist geschottert und sehr gut ausgebaut.
In Otjozongombe geht es dann rechts weiter auf die D3710.
Irgendwo auf der Strecke haben wir einen falschen Abzweig genommen. Wir irren etwas umher und suchen durch Fahrt nach Himmelsrichtung den richtigen Weg. Letzendlich befinden wir uns auf dem Otjisakumuka Trail. Dieser lässt sich nicht gut fahren. Bulldust, Tiefsand und tief ausgefahrene Fahrrinnen wechseln sich ab. Als Orientierung dienen uns hier die Stromleitungen. Bei Otjokavarare erreichen wir dann die C35.
Nun geht es auf asphaltierter Straße Richtung Hobatere Roadside. Bei Ankunft sind wir hier die einzigen Camper und wir können uns eine Campsite aussuchen. Die Campsite ist komplett neu renoviert.
Jede Campsite hat eine eigene Dusche, WC, und Becken.
Nur ist das WC ist schlecht angeordnet. Denn wenn man darauf sitzt, sieht man den Tisch und die Personen, die sich im überschatteten Freisitz befinden – umgekehrt natürlich auch. 🤩 Wir haben dem Campadjutanten den Verbesserungsvorschlag gemacht – dort noch eine Tür anzubringen.
Ansonsten gefällt es uns hier. Für 1 Nacht lohnt es sich auf jeden Fall. Außerdem liegt es ja quasi gegenüber dem Eingang zur Etosha.
Blick von der Campsite.
Wir gehen noch zur Hide mit Blick auf das Wasserloch. Diese ist schon recht weit vom Wasserloch entfernt. Besucht wurde es von Zebras, Affen und Impalas.
Und dann machen wir mal wieder … einfach nichts!!! Schließlich haben wir Urlaub.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201205. Dez. 2021 ·
Tag 15: 22.10.21 – Etosha Teil 1
Heute geht es in die Etosha. Gebucht hatte ich 2 x Okaukouejo und 1 x Halali. Doch auch hier gab es dann eine Planänderung.
Das Entrance Gate liegt ja quasi auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Nachdem wir dort alle Formalitäten erledigt haben, sind wir „schon“ gegen 8.30 Uhr unterwegs.
Die Etosha ist nicht wirklich unser Lieblingspark. Uns fehlt dort irgendwie die Einsamkeit und „Wildnis“. Jedoch Namibia ohne diese Tierwelt geht auch nicht. Daher bleiben wir auch 3 Nächte hier.
Begrüßt werden wir durch eine Zebraherde.
Am Wasserloch Okawao
Hier tummeln sich Hunderte von Vögeln, fast unmöglich ein Bild ohne sie zu machen.
Am Wasserloch Sonderkop: Wieder eine Herde Zebras
Aber auch Elefanten haben hier ein Treffen.
Wir fahren weiter Richtung Okaukoujo.
Unterwegs treffen wir auf ein Auto, welches am Straßenrand steht. Wir sehen schon das Dilemma. Der linke Hinterreifen ist total zerfetzt und hat sich von der Felge gelöst. Wahrscheinlich zu lange mit zu niedrigem Reifendruck gefahren.
Wir stellen die obligatorische Frage: Do you need help?
Und ja, die beiden nehmen diese gerne an. Denn sie haben, wie es aussieht, noch nie einen Reifen gewechselt.
Irgendwie stellt sich auch die Frage … was tun? Aussteigen ist ja nicht erlaubt … auf der anderen Seite ist es ein sehr übersichtliches Gelände. Sollen wir dafür die Ranger rufen? Ich weiß es nicht sicher, vielleicht haben wir falsch gehandelt. Auf jeden Fall macht sich Jürgen an die Arbeit, legt sich in den Sand und wechselt den Reifen. Ich beobachte derweil die Umgebung, damit wir nicht durch einen jetzt nicht erwünschten Löwenbesuch überrascht werden.
Die beiden sind sehr nett und bedanken sich überschwänglich für unsere Hilfe. Damit haben wir den Ausgleich für die Hilfe unseres Missgeschicks ausgeglichen. 😄
Sie sind mit Freunden mit 2 Autos unterwegs. Die Freunde waren vorgefahren und hatten von dem Missgeschick nichts mitbekommen. Es folgt ein kleiner Informationsaustauch und siehe da: ihr Freund ist gebürtiger SAARLÄNDER!!! Na, wenn das mal kein Zufall ist.
Beim Abgleich der weiteren Route stellen wir fest, dass wir uns noch des Öfteren über den Weg laufen werden.
Wir setzen unseren Weg nach Okaukouejo fort.
Wir checken ein. Die Campsite können wir uns aussuchen, da nicht fully booked.
Ich wage den Versuch einer Umbuchung. Gerne würden wir die 2. Nacht nicht in Okaukouejo verbringen sondern auf Halali umbuchen. Doch die Dame am Schalter meint, dass dies nicht möglich sei.
Ich frage nach dem WARUM, da sie ja nicht ausgebucht sind. Doch keine Chance.
Erst bin ich etwas säuerlich, doch letztendlich hatte ich ja diese Reihenfolge gebucht.
Wir suchen uns eine schöne große Campsite mit einem großen Schattenbaum incl. Webervogelnest.
Und natürlich sind auch die Erdhörnchen sofort zur Stelle
Und während wir es uns gemütlich machen … wer kommt angefahren … die Bekanntschaft vom Reifenwechseln und der SAARLÄNDER! Und wie es nun mal unter Saarländern so ist, ist man sich gleich sympathisch und es gibt ein langes Gespräch.
Die 4 finden auch eine schöne Campsite in unserer Nähe.
Ich laufe nochmals zur Rezeption, um einen Blick in das Sichtungsbuch zu werfen.
Hier war eine Löwensichtung in Ondedeka vermerkt. Natürlich gibt man eine solche Info auch an den SAARLÄNDER und seine Truppe weiter.
Diese überlegen noch, ob sie nochmals losziehen wollen.
Wir fahren um 16.30 Uhr los. Doch am Ondedeka Wasserloch ist … nichts! Wir fahren weitere Wasserlöcher ab … nichts! Ich denke schon, die Tiere verstecken sich vor uns, da die Etosha ja wie schon erwähnt nicht unser Lieblingspark ist. Doch einige zeigen sich uns dann doch noch.
Wir fahren zurück Richtung Okaukouejo und da wir noch gut in der Zeit liegen, beschließen wir noch bis zu Nebrowni zu fahren.
Zwischen Okaukouejo und Nebrowni kommt uns ein Fahrzeug mit Lichthupe entgegen. Wir fragen uns: Was soll das denn? 🤨 Sie haben auch nicht angehalten und wir sind kurz irritiert. Aber nur kurz …. Denn dann sehen wir „Blitzer“ 🤩 in der Etosha. Hektisch schnallen wir uns erst mal an.
Wir halten an. Der Ranger stellt sich mit Ausweis und Namen vor. Es stellt sich heraus, dass er Deutscher ist. Es gibt ein paar belanglose Fragen und Hinweise, wie wir uns in dem Park zu verhalten haben und dann dürfen wir weiterfahren.
Am Wasserloch Nebrowni liegen wirklich Löwen. Was für ein Glück. Es sollen auch die einzigen auf dieser Reise bleiben.
Und wie immer sind sehr faul.
Wir schauen auf die Uhr. Es wird Zeit zur Rückfahrt.
Natürlich achten wir auf die Geschwindigkeit, wie immer, wenn wir in den Parks unterwegs sind.
Die „Blitzer“ sind noch immer da. Allerdings blitzen sie nun die Autos die zurückkommen.
Zurück auf der Campsite beginnen wir zu kochen, als plötzlich Bewegung in die Ruhe kommt.
5 Fahrzeuge eines Tour-Operators kommen an und zwängen sich auf die beiden freien Campsites neben uns. Das heißt jeweils 2 auf 1 Campsite und 1 Fahrzeug bleibt einfach mitten im Weg stehen.
Und nun wir es laut. Koffer werden ausgeladen, ein „Umkleidezelt“ aufgebaut, für das abendliche Catering werden Tische und die Küche aufgebaut ….und was mich total ärgert … alle nehmen die „Abkürzung“ über unser Campsite zu den Ablutions.
Der Tour-Operator erklärt mir, dass seine 10-köpfige Truppe aus Belarus kommt. Auf meinen etwas ungläubigen Blick erklärt er mir, dass Belarus in Russia liegt. Danke, das wir schon klar. Ich war nur wegen der politischen Lage etwas irritiert.
Unsere saarländischen Bekannten kommen vom Essen zurück und schauen ungläubig auf die Wagenburg. Wir machen eine „Gegenveranstaltung“ und setzen uns diesen Abend einfach zum Klönen zusammen. An frühes schlafengehen war sowieso nicht zu denken.
Jep.....Dagmar.....braucht man nicht.....Da sei ihr bedient...... 🙁 🙁 🙁
solche Situationen haben wir fast alle leider schon erlebt........
LG.......................BMW
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201208. Dez. 2021 ·
Tag 16: 23.10.21 - Etosha – Teil 2
Unser Wecker steht heute auf 5.45 Uhr. Doch hätten wir diesen nicht gebraucht, denn schon ab 5.00 Uhr ist die Truppe neben uns am werkeln. 🤩 Aber … man soll sich im Urlaub ja nicht ärgern, sondern immer das Positive an der Situation suchen.
Immerhin sind wir ohne Wecker wach geworden. 🤪
Für alle Fälle schlagen wir unser Lager hier schon mal ab und packen alles ein. Pünktlich zur Toröffnung stehen wir vor dem Selben und warten, dass es geöffnet wird.
Wir fahren Richtung Olifantsbad, jedoch ohne nennenswerte Sichtungen. Dann treffen wir zwischen Aus und Ondongab auf eine kleine Herde Elefanten.
Danach fahren wir das Wasserloch Homeb an. Nichts …. Da wir etwas müde sind (wir sind das frühe Aufstehen nicht gewöhnt) machen wir es uns im Auto bequem und ruhen uns etwas aus.
Plötzlich sehe ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung. Und tatsächlich, da bewegt sich was. 4 Hyänen kommen zum Wasserloch.
Beute ist genügend da. Doch sowohl die „Beute“ wie auch die Hyänen sind nicht aneinander interessiert.
Inzwischen sind wir auch wieder hellwach. Nachdem wir das Treiben eine Weile beobachtet haben fahren wir weiter Richtung Sueda.
Und wieder ist es eine Bewegung, die wir aus dem Augenwinkel wahrnehmen. Dieses Mal ist es ein Rhino und es tut uns den Gefallen genau auf uns zuzulaufen.
Am Wasserloch Sueda tummeln sich 2 Flamingos.
In Salvadora liegen 4-5 Löwen in weiter Entfernung unter einem Baum.
In Rietfontein hat sich ein große Zebraherde versammet.
Da wir nun ja schon fast in Halali sind, beschließen wir dort hin zu fahren und etwas zu essen.
Beim Essen kommt uns der Gedanke hier nochmals wegen der evtl. Umbuchung nachzufragen. Frei nach dem Motto: Wer nicht fragt, der nicht gewinnt. 😗
Und siehe da, die Lady ist mir wohlgesonnen. Alles kein Problem. Natürlich können wir umbuchen.
Auch hier können wir die Campsite frei wählen. Im Gegensatz zu Okaukouejo ist Halali für uns die reinste Erholung. Hier ist es nicht so quirlig und es sind nur ca. die Hälfte der Campsites besetzt. Es kehrt ein Hauch von Ruhe ein. Wir entscheiden uns für die Campsite Nr. 35. Wir klappen unser Dachzelt auf und halten erst mal Siesta.
Gegen 16.00 Uhr fahren wir nochmals zu einem Nachmittags-Drive los. Wir wählen den Rhino Drive. Doch hier ist alles verbrannt und es wirkt irgendwie trostlos.
Wir biegen von dem Rhino Drive ab und ... sichten ein weiteres Rhino – dieses hat noch beide Hörner.
Danach fahren wir durch eine schöne Ebene mit gelben Gras, das sich im Wind leise wiegt. Ideal für Zebras, Gnus und Impalas.
Gegen 18.20 Uhr sind wir wieder auf der Campsite.
Heute gibt es Oryx Steak mit Zwiebeln, Nudeln und Tomatensalat.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201214. Dez. 2021 ·
Tag 17: 24.10.21 – Etosha Teil 3
Auch heute sind wir wieder bei Toröffnung unterwegs.
Zuerst wollen wir nochmals zu den Wasserlöchern Sueda und Salvadora, denn wir hegen die Hoffnung dort noch die 4 Löwen von gestern zu finden.
Unterwegs treffen wir im schönen Morgenlicht auf Giraffen und Gnuherden.
Am Wasserloch Salvadora ist außer einer schönen Landschaft nichts zu sehen.
Bei Suedo sind noch immer die beiden Flamingos, doch sonst ist hier alles sehr ruhig.
Also fahren wir Richtung Namutoni.
In Springbokfontein treffen wir auf eine riesige Zebraherde.
Wir sehen dem Treiben und dem Kräftemessen ca. 1 Std. zu.
Auf dem Weg Richtung Namutoni treffen wir noch auf eine Straußenfamilie.
In Namutoni machen wir erst einmal Mittagspause und essen im Restaurant noch eine Kleinigkeit. Eigentlich könnten wir ja auch fragen, ob wir die Nacht umbuchen können, anstatt wieder zurück bis Halali zu fahren.
So gehen wir zur Rezeption. Hier ist nichts los und die beiden Angestellten langweilen sich sichtlich. Freudnlich trage mein Anliegen einem männlichen Angestellten vor. Nein, das ist nicht möglich, das kann er im System nicht ändern … so seine Antwort. So schnell gebe ich aber nicht auf. Ganz charmant erzähle ich ihm, dass eine sehr nette Kollegin von ihm dies in Halali ermöglicht hat. Nun mischt sich seine Kollegin ein, schaut auf den PC, drückt auf ein paar Tasten …. und siehe da die beiden sind genau so nett wie die Dame in Halali.
Natürlich können wir umbuchen und wir können uns die Campsite aussuchen.
Wir entscheiden uns für Campsite Nr. 4, welche einen großen Schattenbaum hat.
Am Nachmittag fahren wir dann noch ein paar Wasserlöcher ab.
Wir umrunden die Fishers Pan.
Den Sonnenuntergang genießen wir dann am Wasserloch in Namutoni.
Dagmar, natürlich lese ich hier auch mit und eben musste ich herzlich lachen. Ich sehe dich förmlich vor mir, wie du im office von Namutoni erklärst, wie freundlich und kompetent die Kollegen im Nachbarcamp waren.
LG aus dem Norden Lisolu 😘
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201218. Dez. 2021 ·
Ich sehe dich förmlich vor mir, wie du im office von Namutoni erklärst, wie freundlich und kompetent die Kollegen im Nachbarcamp waren.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201218. Dez. 2021 ·
Tag 18: 25.10.2021 Onguma
Von Namutoni nach Onguma macht theoretisch keinen Sinn, da es ja fast um die Ecke liegt. Wir haben aber auch gerne mal einen Tag zum relaxen.
Morgens stehen wir natürlich auch in Namutoni direkt bei Toröffnung bereit. Wir fahren Richtung King Nehale Gate – doch die Ausbeute heute morgen ist sehr mager.
Highlight diese Morning Drives:
Wir verlassen die Etosha durch das Lindquist Gate, um gleich darauf in Onguma anzukommen.
Wir beziehen unsere Campsite Nr 24, richten uns etwas ein und relaxen einfach den ganzen Tag, schwimmen im Pool und lassen die bisherige Reise nochmal Revue passieren.
Wir mögen solche Tage, an denen wir einfach nur Afrika genießen und dankbar sind hier zu sein.
Heute Abend esssen wir im Restaurant. Schließlich ist heute unser Relaxtag.
take-offThemenstarter1’674 Beiträge · seit 201218. Dez. 2021 ·
Tag 19: 26.10.21-Auf dem Weg zum Waterberg
Wir verlassen Onguma Richtung Otavi, wo wie wieder unsere Reserven auffüllen.
Unser Weg führt uns weiter über die D 2512
zur Waterberg Wildeness Campsite.
Hier haben wir Campsite 1, Diese ist sehr groß und hat einen freien Blick auf den Waterberg.
Die neuen CS 13-20 sind nach unserer Meinung nicht empfehlenswert, da zu einem sehr klein und uneben.
Wir fühlen uns hier wohl, hängen die Hängematte auf und wandern noch etwas durch die Landschaft.
Da wir uns so langsam dem Ende unserer diesjährigen Tour nähern, beginnt die Resteverwertung. So gibt es heute Spaghtti mit Hackfleischsoße und Tomaten.