An Perversion nicht zu überbieten

7 Antworten · 2’279 Aufrufe · gestartet 01. Okt. 2021 von Elchontherun
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Themenstarter1’252 Beiträge · seit 200901. Okt. 2021 ·
Hallo zusammen,

schaut Euch das mal an, es ist einfach nur schrecklich!
https://www.faz.net/aktuell/fotografie/eine-hyaene-als-haustier-17490450.html

Traurige Grüße

vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
7’358 Beiträge · seit 200601. Okt. 2021 ·
Ich erkenne da nicht viel anderes als es hierzulande früher im Zirkus üblich war oder z.B. oft auf Gästefarmen mit zahmen Geparden oder in Asien mit Elefanten. Nicht, dass ich das gutheißen würde, aber es ist nicht neu.

Was ich allerdings erschreckend fand, war der Umstand, dass die FAZ als eigentlich seriöse Zeitung mehrfach den weiblichen Artikel für Python verwendet. Umgangssprachlich sagen die meisten Leute "die Python", aber es heißt "der Python". Und dass die eine Bildunterschrift beim Foto mit der Schlange, die den Nacken spreizt, auch eine(n) Python erwähnt, fand ich auch nicht so gelungen. Da hätte ich von der FAZ deutlich mehr erwartet. Da fragt man sich automatisch, ob der Artikel nicht noch mehr Fehler enthält.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1’252 Beiträge · seit 200902. Okt. 2021 ·
Hallo Wolfgang,

alles was Du aufgezählt hast, finde ich natürlich genauso abartig (Zirkus mit Tieren gehört meiner Meinung nach verboten!). Und dass das Thema nicht neu ist, weiß ich natürlich, aber das mit der Hyäne war mir neu. Es ist schon erschreckend, was der Mensch mit Tieren anrichtet!!

Und leider nehmen es auch die Journalisten bei der FAZ nicht so genau. Diesen 'Umstand' kann man aber leider bei allen seriösen Zeitungen beobachten.

Viele Grüße vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2021
7’358 Beiträge · seit 200602. Okt. 2021 ·
Elchontherun schrieb:
alles was Du aufgezählt hast, finde ich natürlich genauso abartig (Zirkus mit Tieren gehört meiner Meinung nach verboten!). Und dass das Thema nicht neu ist, weiß ich natürlich, aber das mit der Hyäne war mir neu. Es ist schon erschreckend, was der Mensch mit Tieren anrichtet!!

… ich meine, dass im Zirkus zumindest exotische Tiere wie Löwen, Tiger oder Elefanten inzwischen nicht mehr erlaubt sind. Ich weiß es aber nicht genau, da ich im Alltag so viel "Zirkus" erlebe, dass ich dafür nicht noch Eintritt zahlen muss. 😉

Ich habe mal in einem alten (ca. 30-40 Jahre) Reisebericht gelesen, dass man da schon Hyänen benutzt hat, um den (sehr) wenigen Touristen ein Spektakel zu bieten. Allerdings hat man die Tiere dazu nicht eingefangen und angekettet, sondern mit Futter angelockt. Letztlich endete das so, dass sich mutige Einheimische außerhalb des Dorfes an einen Platz setzten und z.B. ein Stück Ziegenbein in den Mund nahmen. Die Hyänen kamen dann heran und schnappten sich das dann von den Einheimischen weg. Auf diese Weise hat man den Tieren natürlich gleichzeitig beigebracht, die Scheu vor Menschen zu verlieren. Das ist bei gefährlichen Tieren ja keine so geschickte Strategie.

Ich weiß nicht mehr genau, in welchem Land das war, vermute aber Mali oder Mauretanien.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
273 Beiträge · seit 201902. Okt. 2021 ·
In Harrar in Äthiopien werden die Hyänen seit Generationen zur abendlichen Fütterung angelockt. Bei Youtube gibt es etliche Filmchen dazu.

Um 1990 gab es am Zeltplatz in Savuti auch eine/einige Hyäne(n), die sich gerne die Knochen und andere Reste vom Grillen abholten und dabei ziemlich zutraulich waren. Die Guides kannten sich aus und die Touristen fanden es spannend. Angst hatte niemand und passiert ist wohl auch nie etwas.
808 Beiträge · seit 201802. Okt. 2021 ·
Hallo zusammen!

Zum Thema "Missbrauch von Tieren" ist schon alles gesagt!
Ob nun wie hier zur "Belustigung", oder Nashörner abschlachten so, dass irgendwelche benebelte, mit beiden Beinen fest im Mittelalter verankerte (Un)Menschen, (wohl hauptsächlich aus dem fernen Osten), die gemahlene "Fingernagelsubstanz" des Horns schnüffeln oder sonstwie zu sich nehmen können, usw, usw.....man könnte die liste unendlich fortführen.....!
Es ist einfach unendlich traurig, macht sprachlos und führt bei mir immer zum "Fremdschämen" für unsere, aus der Sicht fast aller anderen Spezies sicherlich schrecklichste Gattung aller Zeiten!

@Elch:
Ich finde dein "R.W. Emerson" Zitat: "Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut nachdenken kann", sehr gelungen.....wie wahr!
Das schränkt doch die Zahl der wirklichen Freunde erheblich ein.....oder?

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 02. Okt. 2021
785 Beiträge · seit 200802. Okt. 2021 ·
Hallo zusammen,

Tja, sicherlich beschreibt der Artikel nicht gerade die Glanzleistung der Tierhaltung, interessant finde ich jedoch die so schnelle und einheitliche Verurteilung fremder oder Menschen anderer Kulturkreise.

Nur zur Info, in Deutschland wurden im letzten Jahr ca. 52.000.000 Schweine geschlachtet, diese kamen zum größten Teil aus Massentierhaltungen und die Haltungsbedingungen dort sind den meisten bekannt.

Jetzt kann man sich natürlich über die Haltungsbedingen einer Hyäne in Nigeria aufregen, alternativ könnte man auch erst mal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man andere verurteilt!

Viele Grüße

Markus
1’162 Beiträge · seit 201202. Okt. 2021 ·
Hallo an alle,
ich möchte keinen verurteilen, wenngleich ich viele Haltungsformen als unerträgliche Tierquälerei einstufe. Das gilt weltweit!
Auf meinen Reisen bin ich oft mit schockierenden Erlebnissen konfrontiert worden. In Guinea Bissau lernte ich eine Tüpfelhyäne kennen, die auf kleinstem Betonraum eingefercht war. Dieses (soziale) traumatisierte Tier war dermaßen vereinsamt, dass es sich bei jedem sich nähernden Menschen gegen die Gitterstäbe schmiss und sich kraulen ließ. Ein völlig anderes Verhalten zeigte ein jugendlicher Chimpanse, der mit einer Halskette an eine Palme gefesselt war. Das Tier war (verständlicherweise) derart aggressiv, dass jegliche Futterversorgung nur mit einer Stange erfolgen konnte. Ein in Fangenschaft gehaltenes (ausgewachsenes) Wombat mochte mich so sehr, dass es mir mit seinem runden Hinterteil derart in die Kniekehlen haute, dass ich das Gleichgewicht verlor. Ein auf engstem Raum gehaltener Honigdachs liebte mich so sehr, dass ich fast 3 Tage brauchte, um alle seine Flöhe wieder loszuwerden.
Der Chimpanse hat sich offensichtlich nicht dem Diktat des Menschen unterworfen. Der Wille der anderen Tiere wurde gebrochen.
Ich habe selbst viele kranke Tiere gepflegt und kenne nur zu gut die sich entwickelnde Freundschaft, auch seitens des Tieres. Aber alle Pflegekinder wurden erfolgreich ausgewildert. [Eulen entwickeln keine Freundschaft.]
Es gibt einen Fernsehfilm über die Fütterung von Hyänen. Er ist schon etwas älter, und ich habe keine Erinnerung mehr daran, wo die
Aufnahmen entstanden.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer