Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis

Reisebericht 201 Antworten · 32,5k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2020 von Old Women
751 Beiträge · seit 201128. Juni 2020 ·
Traumkulisse, Traumwetter - ich träum weiter 😉

Danke für ´s Zeigen,
VG, Nette
3’390 Beiträge · seit 200928. Juni 2020 ·
Hallo Beate,

wieder einmal zum wiederholten Male: was für ein schöner Bericht - vielen Dank dafür und vielen Dank auch für diese tollen Bilder. Der Lago Grey hat schon was ganz Besonderes.

Ich hab mich mit Eurer Tour und unserer für 2021 geplanten Tour, die allerdings bei uns ins Wasser fallen wird, sehr genau auseinandergesetzt. Die Hosteria Pehoé war ganz oben auf unserer Wunschliste gestanden, denn die Lage am See ist traumhaft. Allerdings sind die reviews teilweise grottenschlecht, so dass wir in der Planung auf die von Euch besuchte Pampa Lodge umgeswitscht haben. Haben Eure Bekannten zur Hosteria Pehoe etwas erzählt? Waren sie zufrieden?

Freue mich schon auf die Fortsetzung, denn Zeit zum Lesen hab ich Moment grad genug.

Herzliche Grüße
der bayern schorsch
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1’071 Beiträge · seit 201328. Juni 2020 ·
Was hatten ihr ein Wetterglück!!!
Ich war ja versucht, ein Bild vom Grey im nebligen, trüben Wetter einzustellen, aber ich lass das mal lieber. Und wir dachten der Grey heisst so, weil immer alles grey ist.... 🤪
Als wir dort waren, war übrigens so viel Wasser im See, dass von der Guarderia keine Wanderung möglich war- wir wollten eigentlich auf den Mirador Ferrier. Und auch der Strand war nicht zugänglich.
Wir wurden direkt vom Hotel Grey zunächst mit einem kleinen Boot auf die andere Seite des Sees gefahren und sicnd erst dort in den Katamaran umgestiegen.

Salü
Mabe
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201302. Juli 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,

bevor es Morgen (ich hoffe!) hier weitergeht, will ich kurz auf eure Nachrichten eingehen:

@ Mabe:
Hach, ist das schööön....der Grey bei strahlend blauem Himmel...!!!
@ speed66
Traumkulisse, Traumwetter - ich träum weiter 😉
Ja, ihr habt beide recht, das war traumhaft schön, jedoch bin ich mir nicht so sicher, ob an diesen Tagen die schönsten Fotos entstanden sind 😕 . Wenn ich an Patagonien denke, dann denke ich an Wind, an viele, auch dunkle Wolken, an das, was ich "dramatischen Himmel" nenne. Für Fotos ist ein Wetter, wie wir es hatten, nicht zu toppen, jedoch gefallen mir die Fotos von unserer 1. Wanderung im Torres del Paine am besten. Irgendwie gibt es immer etwas zu meckern, aber auf hohem Niveau 😗 !
Danke euch beiden für die Blumen 😊 😘 😘 !

@ bayern schorsch: schön, dass du noch dabei bist, und danke für die Blumen 😊 😘 !
Wegen der "Hostería Pehoé" habe ich mich einmal bei meiner Bekannten schlau gemacht.
Zum Essen dort kann ich selbst etwas sagen: es ist deutlich preiswerter als in der Pampa Lodge, aber auch einfacher, aber das Essen in der Pampa Lodge ist für die Qualität einfach völlig überteuert, da esse ich lieber einfacher, denn es war gar nicht so schlecht, nichts besonderes zwar, aber durchaus genießbar, und ärgere mich nicht über den Preis. Ich erinnere mich nicht mehr, was Berti/Betti über das Essen im Hotel Lago Grey erzählt hat, aber wenn es eine kulinarische Offenbarung gewesen wäre, dann hätte ich mir das notiert, und wir wären zum Abendessen dort hingefahren. Das Essen ist dort auch sehr hochpreisig, noch teurer als in der Pampa Lodge, aber dafür sitzt du mit Blick auf einen Gletscher, und das schlägt sich immer im Preis nieder.
Über die Hostería Pehoé darf ich mal meine Bekannte zitieren:
Unsere Zimmer sind halbwegs okay, da hatten wir nach diversen Berichten Schlimmeres erwartet. Auch hier gilt: es ist nicht annähernd das, was man normalerweise für so einen Preis erwarten würde, man bezahlt hier halt vor allem die Lage. Aber wir werden es die nächsten drei Tage hier schon gut aushalten.
Über das Essen berichtet sie folgendes:
Zum Abendessen gibt es nicht viele Alternativen und so essen wir im Hotel-Restaurant, wo wir zwischen zwei täglich wechselnden dreigängigen Menüs und Burger oder Sandwiches von der Karte wählen können.

Wir nehmen das Menü, was ganz in Ordnung ist: nichts Besonderes, aber einfache, solide Küche: Kürbissuppe, frittierte Zucchini, Lamm mit Rosmarin-Kartoffeln und ein Stück Kuchen als Dessert.
Also, Claus: die Pampa Lodge hat eine geniale Lage, direkt am Fluss, das hat schon was, das Essen jedoch ist für die Qualität wirklich zu teuer, aber was willst du machen, verhungern geht auch nicht. Die Hostería Pehoé fanden wir von innen ein bisschen "altbacken", aber auch das ist Geschmacksache. Am besten wäre eine Mischung aus beiden Unterkünften: die Zimmer der Pampa Lodge und das Essen der Hostería Pehoé.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

@ Mabe: sorry, um ein Haar hätte ich den Post übersehen 😐 .

Das habt ihr wirklich Pech gehabt, aber sehr oft ist dort das Wetter nicht gerade gut, aber dass ihr die Strandwanderung nicht machen konntet, das ist wirklich sehr schade 🙁 . Ich habe dort einige Steine mit Versteinerungen gefunden, wunderschöne bunte Steine, die jetzt auf meinem Esszimmertisch als Dekoration liegen. Ich weiß, man nimmt so etwas nicht mit, und ich dachte auch, ich hätte alle wieder, nachdem ich sie meinem Mann gezeigt hatte, zurückgelegt, jedoch hatten sich zwei dieser Steine in eine Ecke meines Rucksacks verirrt, und das habe ich dann erst zu Hause bemerkt.

So, ihr Lieben, bis hoffentlich Morgen!

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2020
53 Beiträge · seit 200803. Juli 2020 ·
Liebe Fomis,
wir haben im November 2019 ebenfalls in der tollen Pampa Lodge übernachtet. Auch wir fanden das Essen dort sehr hochpreisig und haben deshalb in dem Hotel direkt nebenan gegessen. Es war etwas billiger und sehr lecker. Dort gibt es ein Restaurant und ein Bistro, in dem es auch Sandwiches, Pizza und Burger gibt. Es heißt, soweit ich mich erinnern kann, Hotel Serrano Lodge und Spa. Wohnen würde ich dort aber nicht unbedingt, weil es viel größer als die Pampa Lodge ist und somit dort auch Gruppen absteigen. Man muss unbedingt reservieren, was aber bei uns kurzfristig ging.
Viele Grüße,
Uli
3’390 Beiträge · seit 200903. Juli 2020 ·
Guten Morgen Beate,

vielen Dank für Deine Rückmeldung bezüglich der Pampa-Lodge und der Hosteria Pehoe.
So ähnlich habe ich mit der Antwort und Deiner Einschätzung gerechnet.

Sag mal - die "Konkashken-Lodge" hatten wir damals in der näheren Auswahl. Sehr gut bewertet (bessser noch als die Pampa Lodge), deutlich günstiger und von der Bildern her zu beurteilen recht nett. Die Konkashken Lodge liegt direkt neben der Pampa Lodge. Ihr hattet bei Eurer Reise diese kleinere Unterkunft nicht auf dem Plan?
Oder habt sie Euch evtl. sogar angeschaut?

Buchbar wäre sie über die verschiedenen Portale, einen Direktkontakt konnten wir nicht herstellen, da der Betreiber anscheinend keine homepage oder ähnliches hat.

Herzliche Grüße,
der bayern schorsch
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1’721 Beiträge · seit 201603. Juli 2020 ·
Old Women schrieb:Ich erinnere mich nicht mehr, was Berti/Betti über das Essen im Hotel Lago Grey erzählt hat, aber wenn es eine kulinarische Offenbarung gewesen wäre, dann hätte ich mir das notiert, und wir wären zum Abendessen dort hingefahren. Das Essen ist dort auch sehr hochpreisig, noch teurer als in der Pampa Lodge, aber dafür sitzt du mit Blick auf einen Gletscher, und das schlägt sich immer im Preis nieder.
Ihr Lieben,

das Essen im Lago Grey war okay, nicht mehr, nicht weniger, aber preislich nicht gerade ein Schnapper. Ausschlaggebend bei dem Hotel ist vor allem die Lage, und die hat (leider) ihren Preis, auch der Stil hat uns sehr gefallen (nicht verspielt, klare Linien, viel Holz und Glas, wahrscheinlich etwas ähnlich wie in der Pampa-Lodge). Es ist vor allem eine Frage der Gewichtung. Uns war das Essen nicht so wichtig, sondern es ging vor allem um die Umgebung im Park, und so sind wir mit Club-Sandwiches, Burgern etc., die es im Lago Grey auch im Angebot gibt, statt eines richtigen Menüs gut gefahren. Der Blick auf den See, den Gletscher und die Berge aus dem Restaurant/Barbereich ist überragend. Das Frühstück habe ich sehr gut in Erinnerung. Wer aber Wert auf Kulinarisches legt und für sein Geld auch richtig was erwartet, wird dort mutmaßlich enttäuscht werden.

An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Danke an Beate für den Bericht! Ich könnte auch schon wieder los 🙂

Liebe Grüße,
Betti
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1’071 Beiträge · seit 201303. Juli 2020 ·
Ah, wie schön, die Fortsetzung naht….

Dann überbrücke ich hier mal die -kurze- Pause....

Wir waren vier Nächste in Calafate….eigentlich hätten es auch drei getan. Aber einen Tag so rumdümpeln tut auch mal ganz gut. Die vielen Eindrücke bekommt man sonst gar nicht verarbeitet.

Dann mach ich noch ein wenig den Pausenfüller, bevor es im Original weitergeht.

Allerdings muss ich jetzt erst mal rückwärts denken, denn wir kamen ja von Süden…
Zwischen der Grenze und Calafate und hatten wir ein „Abkürzung“ genommen, das heisst wir sind auf der 40 geblieben. Wir sind ja einiges gewohnt, aber das war Wellblech der übelsten Sorte. Landschaftlich gelohnt hat es sich auch nicht unbedingt. Es empfiehlt sich auf dem Abschnitt über Esperanza zu fahren (über die 5 und die 7). Sind zwar ein paar Kilometer mehr, aber deutlich besser zu fahren.
Tanken kann man übrigens sowohl in Esperanza als auch in Tapi Aike, wo die 7 wieder auf die 40 stößt.
Den Grenzübergang bei Cerro Castillo /San Guillermo haben wir auch überquert. Die Atmosphäre fand ich irgendwie skurril. Eigentlich ist das ja kein richtiger Ort und wirkte eher wie eine verlassene Westernstadt… streunende Hunde und es fehlte nur der Büschel Präriegras, der über die Strasse weht. Es hingen eine Reihe von schrägen Typen rum, die eine Mitfahrgelegenheit suchten. Aber die sahen weder vertrauenserweckend aus, noch konnten wir uns sinnvoll erklären, warum man ausgerechnet dort strandet….

Achja, der Torres del Paine…seufz. Die Tage dort haben wir auch besonders genossen. Wir hatten unsere Unterkunft ebenfalls im Rio Serrano, eine Selbstversorgerhütte (Lago Tyndall). Die Hütten sind ganz toll auf einem autofreien Grundstück großzügig verteilt. Tagsüber stromerten dort auch ein paar unaufdringliche putzige Hunde rum und Pferdebesuch gab es auch.

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Der Blick von dort auf die Torres ist echt der Hit.
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Ausnahmsweise hatten wir hier auch mal top Wetter und konnten die tollen Wanderungen im Park sehr geniessen…
An unserem Abreisetag von unserem Hüttchen wollten wir eigentlich die lange Wanderung zum Base de las Torres machen. Aber irgendwie war uns nicht nach früh aufstehen und wir liessen es doch ruhig angehen. Erst gegen Mittag sind wir in den Park aufgebrochen und sehen

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….einen Puma! Na, da hatten wir doch mal wieder alles richtig gemacht.

Den nächsten Wanderer/Anhalter haben wir denn erst mal mitgenommen. Er (ein junger Chilene) hatte den Puma auch gesehen, war aber ganz entspannt. Nunja, wir wollten dann zwischen den Ranger-Stationen Amarga und Sarmiento wandern. Aber dort angekommen, sagte man uns, dass der Weg derzeit gesperrt sei- wegen der potenziellen Gefahr durch Pumas. Ja, das war für uns einleuchtend und wir haben den Tag dann am Lago Azul verbracht – auch eine sehr schöne Ecke.

Gegen Abend haben wir dann unser Nachtlager am Zeltplatz Las Torres aufgesucht. Hier hat man eigentlich das erste Mal so richtig mitbekommen, was an Wanderern und Mehrtagestreckern so unterwegs ist. Waahnsinn!

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Nein, das ist keine U-Bahn-Station, sondern gehört zum Komplex Las Torres. Ein Bild von der bahnhofsartigen Haupthalle mit Ticketverkauf etc habe ich leider nicht gemacht.

Wir hatten ein voll ausgestattetes Zelt gemietet, allerdings unser üppiges Abendessen schon vorbereitet und auch ein Flasche Wein dabei. Irgendwie haben wir uns dadurch doch von den anderen Wanderern abgehoben. Aber es war total nett und interessant dort, weil man sich zum Essen und Sitzen an den vorhandenen Sitzgruppen trifft und ins Gespräch kommt.

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Leider fing es über Nacht zu regnen an, so dass wir etwas fluchtartig am nächsten Morgen aufgebrochen sind und froh waren, nicht wandern gehen zu müssen, sondern gemütlich im Auto dem besseren Wetter entgegen schaukelten.

Salü
Mabe
53 Beiträge · seit 200803. Juli 2020 ·
Liebe Beate,
auch ich möchte mich für deinen tollen Reisebericht und die wunderschönen Fotos bedanken. Wir waren von Mitte Oktober bis Mitte Dezember 2019 knapp zwei Monate in Argentinien und Chile unterwegs und können so bei dir noch einmal mitreisen.
Viele Grüße,
Uli
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201304. Juli 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,

bevor es hier gleich weitergeht, kurz ein paar Anmerkungen zu euren Posts:

@ bayern schorsch: Claus, ich meine, wir hatten uns einmal darüber unterhalten. oder? Irgendetwas war da 😕 . Nein, wir haben uns diese Lodge nicht angeschaut, sondern einzig und allein auf Grund der Zimmer so entschieden. Wir waren immer von Regenwetter im Torres del Paine ausgegangen, und daher sollten die Zimmer entsprechend groß sein, und das sind sie wirklich. Wenn du das miteinander vergleichst, dann ist der Preis gar nicht einmal so unterschiedlich. Der Gemeinschaftsraum war ausreichend groß, so dass sich die wenigen Gäste abends am Kamin versammeln konnten. Wenn du in die Konkashken Lodge möchtest, dann buch doch einfach, damit machst du bestimmt nichts falsch, und bei booking.com kann man in diesen Zeiten doch alles ohne Gebühren stornieren. Die paar Schritte abends an den Fluss kannst du auch noch gut zu Fuß machen, das hält fit 😗 !

@ Beatnick: danke Berti/Betti für deine Hilfe 😘 . Ich sehe das genauso, und uns war das Essen auch nicht so wichtig, Burger und Pizza tun es auch, nur bei uns war das Essen für die Qualität viel zu teuer, und Alternativen gab es leider nicht. Es war Hochsaison, und die Serrano Lodge nahm leider keine Tischreservierungen entgegen. Die waren komplett ausgebucht 😠 . Aber egal, wir fanden es nicht so schlimm, denn wir wussten von Freunden, was dort auf der Speisekarte stehen würde: Steak, Lamm, Pasta mit Gemüse (3 Streifen Paprika 😐 ) und Lachs.
Schön, dass du uns auch noch auf der Zielgeraden begleitest.

@ Uli70: erst einmal herzlich willkommen in unserer Runde.
Deine Einschätzung bzgl. der "Serrano Lodge" deckt sich mit meiner. Wenn wir abends zurückkehrten, war der Parkplatz immer rappelvoll. Ich glaube, dass diese Lodge gerne von Busreisen angefahren wird, und danach steht uns auch nicht der Sinn, denn das ist dann häufig sehr laut. Dein Tip mit der Reservierung ist sehr gut, denn die haben eine eigene Homepage, und da könnte man ja vorher reservieren.
Um die zwei Monate Südamerika habe ich dich heute Morgen noch beneidet, als ich aber in einem anderen Thread gelesen habe, dass euch ein Sabbatjahr durch die Pandemie verdorben wurde, tat mir das sehr leid 🙁 . Nicht schön, wenn Träume, auf deren Verwirklichung man vielleicht Jahre hingearbeitet hat, sich so einfach in Luft auflösen.

@ Mabe: danke, Mabe, dass du kurz überbrückt hast. Ihr hattet ja scheinbar auch eine gute Zeit. Dass in der Ecke um das Hotel "Las Torres" ganze Karawanen an Wanderern unterwegs sind, kann ich bestätigen. Als wir dort am späten Nachmittag vorbeifuhren, trauten wir unseren Augen nicht. Bus an Bus parkte dort, um die Wanderer wieder abzuholen. Am besten geht man direkt bei Sonnenaufgang los, denn dann sind die ganzen Wanderer, die in Puerto Natales übernachten, noch nicht da.
Neidisch bin ich 😮 ! Einen Puma haben wir leider nicht gesehen 🙁 , nur der Ranger an der Laguna Azul meinte, wir sollten beim Wandern vorsichtig sein, es würden vermehrt Raubkatzen in der Gegend sein. Ehrlich gesagt, ganz wohl war mir auf unserer einsamen Wanderung nicht. Die Pumas sind ja sehr scheu, aber ab und an habe ich schon in die Berge geschaut, aber da war nichts zu sehen. Im Nachhinein denke ich, wir waren schon ein wenig leichtsinnig 😐 !

So, in einer halben Stunde geht es hier weiter!

Herzliche Grüße
Beate
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2020
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201304. Juli 2020 ·
Unterwegs im Nationalpark Torres del Paine, Tag 3

21.2.2020

Unser letzter Tag im Paradies war angebrochen. Ob das Wetter gut werden wird, wer kann das schon sagen in Patagonien, wo sich innerhalb kürzester Zeit das Wetter komplett ändern kann (ich muss an dieser Stelle „soll“ sagen, denn wir haben eigentlich keinen kurzfristigen Wetterumschwung erlebt 🤩 ). An diesem letzten Morgen war es auf alle Fälle komplett windstill und schon recht warm, und die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel, perfekte Bedingungen für einen unbeschwerten Urlaubstag, den wir heute im nördlichen Teil des Parks verbringen wollten.

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(So sah es kurz nach 8.00 Uhr am ersten Mirador 5 Fahrminuten von der Pampa Lodge entfernt aus)

Im Februar ist Hochsaison im Nationalpark Torres del Paine. Zahlreiche Reise- und Linienbusse durchqueren den westlichen Teil mit Unmengen von Touristen an Bord. Rücksicht wird nicht genommen. Sie rasen über die Schotterpisten, produzieren dabei eine unglaubliche Menge an Staub, und jedes Mal, wenn man fotografieren möchte, muss man erst abwarten, bis sich die Staubwolke verzogen hat. Für den Individualtouristen ist das Verlassen des Autos häufig sehr „abenteuerlich“, denn diese Busse haben mitunter ein sehr sportliches Tempo drauf, und die Straßen sind sehr kurvig. Der Lago Pehoé oder der Lago Grey sind lohnenswerte Ziele für die Tagestouristen, die in Puerto Natales, ca. 100 km vom Nationalpark entfernt, übernachten.

Tip:
Der Osten des Park gilt jedoch als weniger überlaufen, und wer sich nach etwas mehr Einsamkeit und Ursprünglichkeit sehnt, sollte unbedingt auch einmal in den Norden zur „Laguna Azul“ fahren. Völlig abseits der ausgetretenen Pfade ist sie der einzige Ort, von dem die drei mystischen Granit-Türme, das Wahrzeichen des Parks, außerhalb der populären Bergwanderung „Mirador Base de las Torres“ vollständig frei zu sehen sind. Von dort aus gibt es wunderschöne Naturpfade quer durch die Sierra Masle.

Als besonders schön gilt die einfache Wanderung zur „Laguna Cebolla“, ca. 16 km hin und zurück, 5-6 Stunden, Schwierigkeitsgrad: mittel. In der dortigen Ranger-Station bekommt man Informationen zur Wanderung. Hier ist die Wanderung ganz gut beschrieben: https://patagoniadreaming.com/1-day-hike-torres-del-paine-laguna-azul/. Wenn man diese Wanderung machen will, sollte man aber nicht wie wir im Süden des Parks wohnen, sondern zumindest in der Nähe der Laguna Azul, z.B. im Hotel „Las Torres Patagonia“ (hochpreisig), sonst ist es einfach zu weit, und man hat dann keine Zeit mehr für die zahlreichen lohnenswerten Stopps unterwegs, oder man beschränkt sich ausschließlich auf die direkte Anreise zur Laguna Azul und hält nicht alle 10 Minuten an, so wie wir das getan haben 😗 . Mit dem Campingwagen ist man hier deutlich besser aufgestellt, denn direkt an der Laguna Azul gibt es in Traumlage einen wunderschönen Campingplatz.

Ausgerechnet hatte ich knapp 140 km hin und zurück auf nicht gerade perfekter Schotterpiste, und daher ging es früh los, denn Zeit zum Wandern brauchten wir ja auch noch.

Am Lago Pehoé hatten wir einen fantastischen Blick auf den See und die Berge. Eine friedliche morgendliche Stimmung, kein Lüftchen regte sich.

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Ein Stückchen weiter der Blick auf den „Salto Grande“.

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Im weiteren Verlauf der Straße die „Laguna Mellizas“. Da sind wir eine Weile geblieben, kein Mensch weit und breit. Hier gab es leider Anzeichen von Didymo, einer hochgradig invasiven Algenart, die eigentlich in warmen, flachen Gewässern gedeiht. Man vermutet, dass sie durch kontaminiertes Angelzeug einschleppt wurde. Die Parkregeln hat man entsprechend angepasst, und so ist das Angeln nur am Río Serrano und am Lago del Toro erlaubt, natürlich nicht ohne vorherige Desinfektion der Angelausrüstung.

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Trotzdem konnte man hier schön mit der Kamera „herumspielen“.

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Die kleine Lagune auf der anderen Straßenseite direkt gegenüber war schon als solche leider nicht mehr zu erkennen 🙁 .

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Am „Mirador Nordenskjöld“ wieder einmal mehr ein grandioser Ausblick auf den See und die Berge. Wir hatten Glück: eine Busladung Touristen war gerade abgefahren, und die nächste kam erst, als wir wieder wegfuhren 🤩 .

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An der „Laguna de los Cisnes“ waren an diesem Tag leider keine Flamingos 🙁 .

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Wer bislang noch keine Guanakos gesehen hat, ist in dieser Region sehr gut aufgehoben. Fast an jeder Ecke stehen sie in Grüppchen, versperren dabei natürlich auch mal die Straße, aber was macht das schon, wenn man sie dabei beobachten kann, wie sie heftige Kämpfe miteinander ausfechten. Bei den beiden Burschen dachten wir schon, das nimmt kein gutes Ende, aber der Gegner war irgendwann besiegt und trollte sich auf die andere Straßenseite.

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(Die Bildqualität ist schlecht, ich musste das Foto durch die Frontscheibe machen, und die war ziemlich dreckig, und hinter uns hupte ein Kleinbus 😠 )

Hier entstehen wahrscheinlich auch die klassischen Fotomotive des Torres del Paine: Guanakos vor Bergen. Leider war der Bursche sehr weit entfernt 🙁 .

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Wir folgten dem Verlauf des Río Paine, in der Ferne blitzten schon zwei, dann drei der berühmten Spitzen der „Torres“. Eine wunderschöne Landschaft, so dass wir ständig aus dem Auto springen mussten 😐 . Diese Disziplinlosigkeit ist definitiv ein Problem bei uns, aber wir haben schon jedes Mittel dagegen ausprobiert, nichts hat geholfen, und so können wir nur hoffen, dass wir noch lange die Welt auf eigene Faust bereisen können 😛 .

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Weit weniger überlaufen als der Wasserfall „Salto Grande“ ist der „Cascada Río Paine“. Am gleichnamigen Mirador war vielleicht eine Handvoll Touristen, und so konnten wir das grandiose Schauspiel in vollen Zügen genießen, ohne ständig Selfies von unbekannten Touristen machen zu müssen 🤩 .

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Später geht es hier noch weiter.....
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2020
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201304. Juli 2020 ·
Und hier geht es weiter.....

Mittlerweile war es schon 12.00 Uhr 😐 ! Was hatten wir den Tag herrlich "verbummelt" 🤩 . Jetzt aber los, wir wollten ja auch noch wandern. 30 Minuten später sah man schon von oben die „Laguna Azul“. Wir hofften hier endlich ein paar Flamingos sehen zu können, denn die soll es hier geben. Nicht ganz so wie in Namibia in Walvis Bay oder Fishers Pan 😗 , aber immerhin, wir sahen welche.

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Der kleine Campingplatz lag herrlich, nur wenige Fahrzeuge standen dort, u.a. wieder einmal ein deutscher Camper aus einem unserer Nachbar-Landkreise. Ja, die Welt ist wirklich sehr klein 😉 .

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Wenn man hier am See steht, hat man einen freien Blick auf die 3 Torres. Wie mag dies nur beim Alpenglühen aussehen 😕 ?
Zum Baden war der See natürlich zu kalt, aber für Kinder war es trotzdem ein Paradies. Hier trafen wir auch das sympathische französische Paar mit zwei kleinen Kindern wieder, die uns in der Werkstatt von Claudio am Lago General Carrera den Vortritt gelassen hatten. Sie wollten noch ein wenig die schöne Landschaft hier genießen, dann Richtung Feuerland und später durch Argentinien zurück in wärmere Gefilde. Auch diese Pläne dürften der Corona- Pandemie zum Opfer gefallen sein 🙁 .

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Aktivität des Tages:

Wanderung zum Mirador Sierra Masle
Offizielle Infos: 3 km, 1.5 Std., Schwierigkeitsgrad mittel, da es eigentlich stetig ziemlich steil ansteigt.

Für die knapp 6-stündige Wanderung zur Laguna Cebolla war es jetzt leider schon viel zu spät, also musste Plan B her. Um ein noch besseres Panoramabild über den See und die Türme zu haben, kann man alternativ beim Campingplatz den Hügel hinauf wandern. Der Blick vom Aussichtspunkt Mirador Sierra Masle über die Laguna Azul bis zu den Torres del Paine ist atemberaubend und eine absolut lohnende Wanderung. Der Einstieg in die Wanderung war leider nicht sehr einfach zu finden, daher hier eine grobe Beschreibung: am hinteren Ende des Campingplatzes stehen ein paar Ferienhäuschen, und rechts dahinter geht ein kleiner Pfad hoch. Nach einigen Minuten findet man dann auch das Wander-Schild. Der restliche Wanderweg ist gut ausgeschildert.

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Gegen 15.00 Uhr waren wir wieder unten, setzten uns mit unserem mitgebrachten Picknick zu den Franzosen und unterhielten uns eine Weile. Es war warm, ein ruhiger Platz zum Relaxen. Die Kinder spielten am Wasser, und irgendwann fiel eins hinein. Dann war es mit der Ruhe vorbei, denn das Wasser muss wohl mächtig kalt gewesen sein, das kleine Mädchen konnte sich kaum wieder beruhigen 😵 .

Irgendwann mussten wir leider wieder zurück, unsere Zeit in diesem Paradies neigte sich dem Ende zu 🙁 .
Und wieder hatten wir „Wolkenglück“, hier z.B. auf der Rückfahrt am Lago Pehoé.

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Ein letztes Foto von Guanakos in der abendlichen Graslandschaft des Nationalparks.

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Gegessen haben wir wieder einmal notgedrungen in der Pampa Lodge. Ich hatte schon morgens ausrichten lassen, heute Abend Fisch essen zu wollen, denn immer war bisher der Fisch gegen 21.00 Uhr ausverkauft gewesen. So war zumindest an unserem letzten Abend mein Abendessen ganz okay, endlich einmal kein Steak 🤩 .
An diesem Abend war der Himmel ganz eigenartig, wunderschön, so ähnlich wie Farbklekse auf einer Leinwand. Ob es so etwas wohl auch woanders auf dieser Welt gibt? Ich weiß es nicht 😕 , aber wenn es einer weiß, der soll es sagen, denn da möchte ich sofort hin 😗 !

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Gute Nacht!
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2020
664 Beiträge · seit 201604. Juli 2020 ·
Guten Morgen Beate,

Vielen Dank für die Fortsetzung. Echt wunderschöne & beeindruckende Bilder.

Gleich wieder ein paar Hinweise von Dir notiert. 😉

LG & ein entspanntes WE
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
1’071 Beiträge · seit 201304. Juli 2020 ·
Traumhaft! Einfach tolle Bilder!
Schaffst Du am Wochenende noch einen Abschnitt...??? 🤩
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201305. Juli 2020 ·
Hallo, ihr Lieben,

@ Mika1606:
Vielen Dank für die Fortsetzung. Echt wunderschöne & beeindruckende Bilder.

Gleich wieder ein paar Hinweise von Dir notiert. 😉
Dankeschön 😊 , und ich freue mich, dass du etwas damit anfangen kannst. Dir auch ein schönes Wochenende.

@ Mabe:
Traumhaft! Einfach tolle Bilder!
Schaffst Du am Wochenende noch einen Abschnitt...??? 🤩
Danke für dein Fotolob 😊 ! Dieses Wochenende schaffe ich es nicht mehr. Fotos von unserer letzten Etappe habe ich schon ausgesucht, nur Text mäßig habe ich bislang erst 1 Satz zu Papier gebracht. Ich denke bis Mitte der Woche sollte ich diesen Reisebericht zu Ende gebracht haben 😗 😎 .

Euch allen ein traumhaftes Wochenende 😘 ,
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201311. Juli 2020 ·
Punta Arenas, südlichste Großstadt der Welt

22.2.2020

Leider haben ein paar Fotos im unteren Bereich Flecken. Retuschieren war nicht möglich 🙁 , oder ich kann es einfach nicht 😕 . Ich bitte das zu entschuldigen!

Obwohl der Nebel noch ziemlich dicht über dem Río Serrano hing, war es schon recht warm an diesem Morgen. Einmalig schön war es hier 🤩 , nur leider mussten wir heute abreisen 😠 . Der Torres del Paine war definitiv unser Highlight gewesen. Sommerwetter vom Feinsten in dieser Landschaft, das bekommt man nicht alle Tage, denn normalerweise sind von 4 Tagen meistens 2 verregnet. Durchschnittlich fallen im Februar knapp 120 mm Niederschlag, nicht gerade wenig, aber auch nicht so viel, denn in Norwegen z.B. regnet es im Sommer viel mehr.

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Es war Samstag, und unser Flug zurück nach Deutschland ging erst am Montag früh morgens ab Punta Arenas über Santiago nach Paris und dann weiter nach Hamburg. Also hatten wir noch etwas Zeit, uns Punta Arenas und Umgebung anzuschauen, zumindest war das unser Plan. Dafür hatte ich ein schönes Programm zusammengestellt, auf das ich später noch zurückkommen werde.

In Punta Arenas würden wir das Auto nicht brauchen, und ich hatte bei unserer Mietwagenfirma einen satten Rabatt aushandeln können, wenn wir den Wagen bis 14.00 Uhr zurückbringen würden.

So hielten wir uns an diesem Morgen nicht lange auf, packten schnell unsere Siebensachen, und bereits gegen 8.00 Uhr waren wir auf der Straße Richtung Punta Arenas. Knapp 4.5 Stunden Fahrzeit lagen vor uns.

Tip:
Wer Zeit hat sollte einen Fotostopp am alten Pier („muelle histórico“) in Puerto Natales machen. Auf den Fotos in den Reiseführern sieht das sehr malerisch aus. Bei uns war die Zeit dafür leider zu knapp 😠 .

Über die Fahrt auf der „Ruta del Fin del Mundo“ gibt es nichts Besonderes zu berichten. Wo das Gelände offen war, war es teilweise sehr windig, so dass man höllisch in den Kurven aufpassen musste.

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Gegen 13.00 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, das „Innata Casa Hostal“ https://www.innatapatagonia.com/en/. Das Zimmer war schon fertig, und so konnten wir schnell unser inzwischen sehr chaotisches Gepäck (zu den Koffern kamen mittlerweile diverse Pappkartons und Tüten mit entsprechendem Inhalt 😐 ) dort verstauen. Flugtauglich machen würden wir es später. Für die 89$, die wir pro Nacht inkl. Frühstück zahlten, war es sehr komfortabel. Wir waren im ruhigen Seitentrakt untergebracht, und zu unserem geräumigen Zimmer gehörte noch eine recht große Küche inkl. gemütlicher Essecke. Teilen mussten wir uns die Küche mit einem deutschen Pärchen und einem Paar von den Fidschi Inseln, die bei unserem Check-in in der Küche gemeinsam am Kochen waren und uns gleich für den Abend zu einer Küchen-Party einluden. Na, das konnte ja heiter werden, fast so ein wenig wie zu WG-Zeiten während unserer Studienzeit. Okay, wir würden sehen, wonach uns der Sinn heute Abend stehen würde 😕 .

Bei unserem Autovermieter Seelmann lief alles unkompliziert, ein Schreiben auf Deutsch über unseren gemeldeten Schaden lag bereits bereit. Nach 10 Minuten war schon alles erledigt, und wir hatten nun Zeit genug, die wenigen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt zu besichtigen.

Es war sehr warm und leider auch extrem schwül an diesem Nachmittag. Punta Arenas bei knapp 30 Grad, ich glaube, das ist sehr ungewöhnlich 🤨 , und ich nehme es gleich vorweg: diese Stadt hat uns nicht von den Socken gehauen, was auch wohl daran lag, dass sie sehr stark von den jüngsten sozialen Unruhen gezeichnet war. Da war ganze Arbeit geleistet worden: überall lag Dreck herum, Gebäude waren mit Parolen beschmiert, Grabstätten und Denkmäler geschändet, und man rechnete wohl auch noch mit mehr, denn die Mehrzahl der Gebäude in der Innenstadt war verrammelt. Alles in allem nicht sehr einladend 🤢 .

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Lediglich den Besuch des städtischen Friedhofs, des „Cementerio Municipal“, zugleich Zeugnis der Vergangenheit dieser Stadt als auch öffentlicher Park, kann ich empfehlen, aber man sollte ein wenig von der Geschichte Punta Arenas wissen, denn sonst ist es einfach nur ein schöner Friedhof oder ein hübscher Park, und daher hier, bevor ich Fotos zeige, ein kurzer Abriss:

Punta Arenas ist noch keine alte Stadt. Erst vor gut 150 Jahren hat sie sich aus einem Militärposten und einer Strafkolonie entwickelt und ist heute die südlichste Großstadt der Welt. Der Ort hatte durch die Lage an der Magellan-Straße vor dem Bau des Panama-Kanals eine wichtige Position inne und entwickelte sich bereits nach der Gründung recht schnell, denn schließlich mussten alle Schiffe, die zur Westküste Amerikas wollten, an Punta Arenas vorbei, ganz egal, ob es sich um Handels- oder um Passagierschiffe handelte. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man die Region für die Schafzucht. Die mächtigsten Schaf-Barone dieser Zeit waren José Menéndez und Mauricio Braun. Beiden gehörte sozusagen der gesamte Süden Patagoniens. Durch die Heirat der Tochter von Menéndez mit Braun wurde Menéndez dann zum unangefochtenen „König von Patagonien“.
Der 1. Weltkrieg brachte eine Fülle von Flüchtlingen aus Europa nach Punta Arenas. Die Eröffnung des Panamakanals 1914 führte dann dazu, dass Punta Arenas schlagartig für die internationale Schifffahrt unwichtig wurde.

Zur Blütezeit dieser Stadt wollten die reichen Schafbarone noch nach dem Tod mit ihren Reichtum protzen. 1894 wurde deshalb dieser Friedhof von José Menéndez gegründet.
Im Inneren des Friedhofs haben sich die zu Wohlstand gekommenen Einwanderer üppige Mausoleen bauen lassen mit bronzenen Engeln auf den Dächern und vor allem mit viel Marmor, der zum Teil sogar aus Italien per Schiff herangeschafft wurde. Das imposanteste Mausoleum ist das von José Menéndez. Es war mit blutroter Farbe verschmiert, wohl im Zuge der jüngsten sozialen Unruhen.

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Ganze Straßenzüge von prächtigen Mausoleen, und irgendwie wirkte das Ganze gar nicht wie ein Friedhof, eher wie ein schöner Park, in dem viele Menschen an diesem schwül-warmen Nachmittag ein wenig Erholung suchten.

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Doch auch die einfachere Bevölkerung wollte nicht zurückstehen, ihre Grabstätten sind ebenfalls so aufwendig wie möglich gestaltet. Bunte Plastikblumen liegen auf den Gräbern, und man hat Fotos der Toten in kleine Glasfenster im Grabstein gestellt. Ich hoffe, es ist nicht allzu unanständig, dass ich hier ein paar dieser Gräber zeige 😕 .

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Wenn man durch die Alleen säulenartig gestutzter Zypressen von Grab zu Grab spaziert, kann man an den Namen die Herkunft der Kolonisten ablesen: hier liegen Deutsche, Engländer, Franzosen und vor allem viele Kroaten.

Besonders berührt allerdings hat mich das Grab des „Indiecito Desconocido“ „des unbekannten Indianerjungen“. Ihm werden wohl wundersame Kräfte zugeschrieben, denn unzählige Votivtafeln mit Danksagungen für erfüllte Wünsche und Heilung hat man ihm dargebracht. Wir bleiben stehen und schauen den Menschen zu, die im Gebet verharren, danach die goldene Hand der Statue berühren und schließlich etwas Geld, Blumen oder auch einen Rosenkranz zu seinen Füßen legen. Ein kleines Mädchen schenkte ihm eine kleine Puppe. Sehr rührend! Auch ich habe die Hand berührt, etwas Geld da gelassen, vielleicht ist es ja zu etwas nütze 😎 .
Wenigstens an diesem Ort wird noch die Erinnerung an die Urbevölkerung Patagoniens hochgehalten. Hier kann man sich ihrer erinnern, denn die indigenen Völker dieser Region wurden im Zuge der Besiedelung durch die Europäer völlig ausgerottet. Wer nicht bereits durch eingeschleppte Krankheiten verstarb, wurde einfach von den „neuen Herren“ umgebracht. Definitiv das traurigste Kapitel der Geschichte Patagoniens!

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Die meisten Menschen, die hier beerdigt werden, können sich jedoch noch nicht einmal die Art von Gräbern leisten, wie wir das von unseren Friedhöfen kennen. Ihnen bleiben dann nur die stereotypen Mauernischen, in denen liebevoll von Verwandten oder Freunden die letzte Mitgift drapiert wird.

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Später geht es hier noch weiter.....
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2020
Themenstarter1’545 Beiträge · seit 201311. Juli 2020 ·
Und hier geht es weiter.....

Gegen 17.00 Uhr verließen wir den Friedhof, um noch einen kleinen Abstecher ins nahe gelegene Zentrum zu machen.
Ein paar prächtige Gebäude aus der Zeit der Schaf-Barone, eine sehr schöne Kirche mit einer hübschen Kuppel, das war es auch schon.

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Im Gedächtnis geblieben ist mir lediglich die „Plaza de Armas“, in deren Mitte ein gewaltiges Magellan-Denkmal steht. Auch hier war alles mit blutroter Farbe bespritzt.

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Als es zu regnen begann, gingen wir zurück ins Hotel. Unsere Mitbewohner bereiteten gerade das Abendessen vor. Man lud uns ein mitzuessen, aber da auch hier wieder überwiegend Fleisch auf den Tisch kommen würde, lehnten wir dankend ab. Das nahe gelegene Restaurant „La Marmita“ https://www.marmitamaga.cl/ hatte viel Fisch und Gemüse auf der Speisekarte, und genau danach stand mir an diesem Abend der Sinn. Eine ganz klare Empfehlung.

23.2.2020

An diesem Tag habe ich kaum fotografiert, und ich habe große Schwierigkeiten gehabt, diesen Tag noch entsprechend zu bebildern 😐 .

Tip:
Für unseren letzten Urlaubstag hatte ich ein kleines Programm zusammengestellt.
Sehr beliebt ist der Besuch der Pinguin-Insel „Isla Magdalena“. Bei der Agentur „Solo Expediciones“ https://www.soloexpediciones.com/ hatte ich im Voraus zwei Tickets für die 10-Uhr-Fahrt gebucht. Nachmittags hätten wir dann noch Zeit, ein wenig auf der Promenade von Punta Arenas zu bummeln.
Alternativ kann man auch das nahegelegene „Reserva Nacional Magallanes“ besuchen. Dort gibt es einen schönen Rundwanderweg „Circuito las Lengas“ (14 km, 4 Std.). Wenn man kein Auto mehr hat, kann man sich mit einem der sehr preiswerten Taxis hinbringen lassen. Das ist allemal billiger als eine Mietwagen-Tagesmiete. https://de.wikiloc.com/routen-wandern/circuito-las-lengas-r-n-magallanes-21752147

Leider regnete es nach wie vor an diesem letzten Tag unserer Reise. Egal, wir hatten wetterfeste Bekleidung und diese noch nicht wirklich auf dieser Reise austesten können (müssen) 😗 . Punkt 10 Uhr waren wir bei der Agentur von „Solo Expediciones“. Dort wurde uns dann leider mitgeteilt, dass alle Fahrten an diesem Tag wegen des Windes ausfallen müssten. Das scheint dort öfter vorzukommen, und daher bezahlt man die Tickets auch erst bei Abholung.

In der Kathedrale fand an diesem Sonntagvormittag ein Gottesdienst statt. Junge Leute spielten Gitarre, man sang gemeinsam dazu, und das war allemal schöner, als bei Regen weiter durch die Straßen Punta Arenas zu laufen.
Punta Arenas bei Regen ist wirklich sehr, sehr trist 🙁 !

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Danach machten wir unser Gepäck flugtauglich und gönnten uns einen ausführlichen Mittagsschlaf 🤩 .
Gut genutzte Zeit, denn am frühen Nachmittag hatte sich das schlechte Wetter überwiegend verzogen, und wir konnten uns noch ein wenig die Beine auf der Promenade vertreten. Die Promenade ist jetzt nicht besonders schön, aber es war Sonntag, und viele Familien nutzten den Nachmittag für einen Spaziergang.

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Vielleicht noch erwähnenswert sind die bunt angemalten Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

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Der Ozeanriese „Queen Victoria“ lag vor Anker. Deren Passagiere hatten bei dem schlechten Wetter an diesem Tag auch wohl nicht so viel Freude an dieser Stadt und waren sicher froh, wenn es weiter ging.

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Kormorane auf der alten Mole, das ist immer ein hübsches Fotomotiv.

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So verbrachten wir ein paar letzte entspannte Stunden.

Das „La Marmita“ hatte am Sonntag leider geschlossen, und daher gingen wir an diesem Abend ins Restaurant „La Luna“ http://www.laluna.cl/ essen. Leckere Fischgerichte in gemütlicher Atmosphäre, auch hier eine klare Weiterempfehlung.

23.2./24.2.2020

Gegen 6.30 Uhr kam unser vorbestelltes Taxi und brachte uns zum Flughafen. Die Heimreise verlief sehr entspannt, auf der Langstrecke haben wir überwiegend geschlafen.
Am Flughafen in Paris fiel uns dann auf, dass auch viele Menschen nicht asiatischer Herkunft mittlerweile Masken trugen 😮 . Bislang hatten wir das Problem „Corona“ erfolgreich verdrängt, aber hier braute sich definitiv etwas zusammen. „Covid-19“ hatte während unserer Reise auch Europa erreicht. Noch lief alles normal, und wir kamen problemlos nach Hause. 4 Wochen später hätte das anders ausgesehen. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Reise noch völlig unbeschwert haben machen können.
Mittlerweile hat die Pandemie uns fest im Griff. In Deutschland und in weiten Teilen Europas geht es uns relativ gut, wenn ich aber nach Chile und Argentinien blicke, dann sieht das dort ganz anders aus. Nach wie vor gibt es strikte Ausgangsbeschränkungen, in Chile ist das Gesundheitssystem mittlerweile völlig überlastet, Wirtschaft und Politik brechen unter der Last des Virus zusammen.

Mir bleibt nur noch, mich bei allen, die sich für unsere Reise interessiert haben, zu bedanken. Der Austausch mit euch hat mir viel Freude bereitet und geholfen, meinen Fernweh-Blues etwas zu lindern 😘 .
Bleibt alle gesund!

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2020
1’071 Beiträge · seit 201312. Juli 2020 ·
Och nööö, da freut man sich, dass es weiter geht…und dann ist die Reise plötzlich zu Ende 🙁

Die Mole von Puerto Natales will ich dann aber doch der Vollständigkeit halber mal hier einstellen- wenn auch wieder mal bei trüben Wetter.

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Überhaupt hat uns PN ganz gut gefallen. Ein schnuckeliger Ort, der natürlich davon lebt, das Tor zum Torres del Paine Park zu sein. Aber alles fußläufig, viele nette Cafes, Restaurants und unzählige Touranbieter.
Es gibt von dort tatsächlich Tagestouren zum Perito Moreno – was ein Spass?!

Wenn man von Süden kommt und zum Torres del Paine will, muss man sich zwangsläufig mit Lebensmitteln etc hier eindecken. Der Supermarkt hat ein zum Teil sehr begrenztes Angebot, dafür bekommt man „Wandernahrung“ wie Müsliriegel. Allerdings gibt es in PN zahlreiche kleine Läden, die eine deutlich bessere Frischwarenauswahl haben. Wie so oft muss man einfach mehrere Läden aufsuchen bis man alles zusammen hat.

Punta Arenas war ja unser Startpunkt und auch wir wollten von hier zu der Isla Magdalena, allerdings mit tabsa. Nunja, auch unsere Tour wurde wetterbedingt abgesagt und so hatten wir ebenfalls unverhofft mehr Zeit in der Stadt.

An einem Sonntag dort angekommen, war es gar nicht so einfach einen Geldautomaten zu finden. Die Banken alle verrammelt (auch an Werktagen kaum als solche zu erkennen), haben wir uns zu einer kleinen Einkaufspassage durchgefragt.

Die Spuren von den Herbstunruhen fanden wir auch irgendwie bedrohlich. Nirgendwo sonst ist uns das im chilenischen Patagonien so aufgefallen.

An der Plaza de Armas ist an dem Denkmal auch eine Indianerstatue. Man soll den Fuss küssen, dann kommt man auf jeden Fall wieder – so heisst es.
Aufgrund der ausgefallenen Tour haben wir mehrere Stunden dort verbracht. Es war einfach interessant, weil offensichtlich jeder Touri – insbesondere die Kreuzfahrer- dort vorbeigeschleust werden.

Absolut empfehlen können wir zudem den mercado municipal, den lokalen Fischmarkt, wo man auch hervorragend – wenn auch in einfachem Ambiente- Fisch essen kann. Leider machen sie dort schon gegen 18.00 Uhr zu.

Wer nach Punta Arenas kommt und noch ein paar Tage Zeit hat…ein Abstecher nach Feuerland lohnt sich absolut. Wir haben uns knapp eine Woche gegönnt. Es gibt eine direkte Fähre nach Porvenir (nicht montags) und eine etwas entferntere Überfahrt bei Primera Angostura/Punta Delgada. Auch letztere, die kürzere Überfahrt wurde bei uns wetterbedingt zunächst ausgesetzt, nach ein paar Stunden dann aber doch wieder aufgenommen. Damit muss man da unten einfach rechnen. Highlight sind die Königspinguine in der Bahia Inutil, Ushuaia, der Beagle Kanal, die Isla Martillo (Pinguine) und der NP Tierra del Fuego.


Vielen Dank, Beate, für deinen schönen und kurzweiligen Bericht. Ich habe es sehr genossen, noch mal einen Teil unserer Reise zu erleben. Tolle Bilder, tolle Erlebnisse!

Viele Grüße
Mabe
274 Beiträge · seit 201712. Juli 2020 ·
Moin,
besten Dank für den schönen Bericht und den vielen Fotos. Allerdings macht es mich dann auch wieder etwas traurig, wird doch meine 1. Südamerikareise im November wohl ausfallen. Sollte ja mit dem Motorrad durch Peru gehen.