Corona und flexibles Reisen

562 Antworten · 97,2k Aufrufe · gestartet 26. März 2020 von Maputo
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82 Beiträge · seit 202001. Mai 2020 ·
ALM schrieb: Es ist heute noch gar nicht absehbar, welche weitreichenden Folgen die Covid-19-Krise in der europäischen/amerikanischen Gesellschaft hinterlassen wird.
Du schreibt es ist noch nicht absehbar, um dann zu schreiben, dass es absehbar ist, dass es ganz schlimm kommt?

Meine Befürchtung ist, dass negative Aussagen zu einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung werden können. Politiker und Experten sagen in den Medien, dass es keinen Sommerurlaub im Ausland geben wird. Touristik-Unternehmen (oder auch Medien) beauftragen Marktforscher, heraus zu finden, wie die Menschen für dieses Jahr ihren Urlaub planen. Da antworten viele dann das, was sie zuvor von Politikern und Experten in den Medien gehört haben: sie planen keinen Urlaub. Solche Daten der Marktforscher nehmen dann Touristik-Unternehmen für ihre eigenen Planungen. Wenn dann eine Airline die ältesten 20% der Flotte verschrottet, dann werden bereits Pflöcke eingeschlagen, dass der Tourismus tatsächlich auf Jahre nicht mehr das Vor-Krisen-Niveau erreicht, weil Kapazitäten dauerhaft aus dem Markt genommen wurden, die sich kurzfristig gar nicht mehr hinzufügen lassen. Unfundiertes, pessimistisches Gequatsche würde dann eine Negativspirale in Gang setzen, die vielleicht alles andere als unvermeidbar ist.

Gerade wir Deutschen wollen immer Planungssicherheit für alles im Leben, müssen aber vielleicht endlich lernen, mit bestimmten Ungewissheiten zu leben. Vieles in dieser Welt ist ungewiss. Das war schon vor Corona so. Und in der aktuellen Ausnahme-Situation hat erst recht niemand die Daten und die Modelle, um die weitere Entwicklung zeitlich präzise vorher zu sagen. Es wäre eigentlich wünschenswert, häufiger zu hören: "Das weiß ich nicht", "Das hängt davon ab, wie die Fallzahlen sich entwickeln und wann wir billige Schnelltests haben". Aber wer sich als Experte so äußert, ist leider für Medien als Gesprächspartner nicht attraktiv. So etwas lässt sich nicht auf knackige, einprägsame Schlagzeilen verdichten ("Prof. Schlaubi: Sommerurlaub fällt aus!" Bäämmm!!!).

Sicher scheint mir vorerst nur, was schon vor 5 Wochen im Startposting dieses Threads geschrieben wurde: Diejenigen, die lange im Voraus den gesamten Urlaub mit jeder einzelnen Nacht durchgebucht haben wollen, werden so erst mal nicht mehr reisen können. Wer flexibel ist, guckt vielleicht 1-4 Wochen vorher: Was ist zulässig? Was kann ich verantworten? Wohin gibt es Flüge? Und entscheidet und reist dann kurzfristig.

Ich bin sehr zuversichtlich, dieses Jahr noch in Afrika zu sein. Ich weiß nur noch nicht, wann und wo 😎
Gast01. Mai 2020 ·
Es wird viel über die PERSONENmobilität diskutiert, was ja für eine Reiseforum sowieso verständlich ist.
Das Gebot der Stunde ist aber die GÜTER- und WARENmobilität wieder in Gang zu kriegen. Viele stillstehende Fertigungen stehen still, weil diese zum Erliegen kamen, nicht wegen Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz. Das war ein Dominoeffekt.
Wenn das nicht bald gelingt, braucht man sich kurzfristig um das Reisen auch wenig Gedanken zu machen, es sei denn man Einiges auf der hohen Kante.
Ein wenig angesprochener Aspekt ist auch, dass der Flugverkehr in das südliche Afrika eigentlich ein sehr kleiner Nischenmarkt vom großen internationalen Kuchen ist, so dass es bei der Wiederaufnahme von Verbindungen auch eine Frage von "kritischer Masse" und Prioritäten sein könnte. Eine Meinung von Branchenkenner wäre dazu sehr interessant....Schade, dass der DL et al. nicht mehr mitmacht.
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2020
1’739 Beiträge · seit 201001. Mai 2020 ·
Wo geht die nächste Reise hin?

Urlaub.jpg
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
181 Beiträge · seit 202001. Mai 2020 ·
Super,ich wollte eigentlich zu Hause bleiben,jetzt verbringe ich meinen Urlaub lieber daheim 😁 😁
10 Beiträge · seit 201901. Mai 2020 ·
Hallo liebe Foumsmitglieder, wir wollen oder wohl besser wollten am 26.6.20 nach Windhoek fliegen, um dort unsere 3 Wo Rundreise Botswana, Namibia zu starten. Nun geht es uns sicher wie allen und Corona kreuzte unsere wunderbaren Pläne. Nun sind wir ratlos wie wir vorgehen sollen. Wir haben alles individuell gebucht. Der Mietwagen kann aus Kulanz Vermieter im Termin verschoben werden, der Flug Nam Air auch, allerdings, dieser nur in 2020, was uns nicht wirklich hilft, da wir keine Zeit mehr zusammen Urlaub haben werden in 2020. Die einzelnen Lodges und Campsites haben wir noch nicht kontaktiert, da wir echt unentschlossen sind bzw,es ja auch nciht beeinflussen können. Es gibt so viele Fragezeichen. Die Reisebeschränkung in D gelten aktuell bis Mitte Juni, aber was nützt es wenn wir nicht ins Land reinkommen und vor allem , falls wir reinkommen, kommen wir auch auf jeden Fall wieder zurück ? Ich denke wir müssen uns von unserer Traumreise verabschieden, aber vlt. kann mir ja ein "alter" Hase einen Hinweis geben. Würden auch "nur" Namibia machen, haben wir auch schonmal gemacht. Aber wir wollen auch nichts ins Land "schleppen" und die Menschen dort gefährden, Mist ist das alles. Danke und bleibt gesund
82 Beiträge · seit 202003. Mai 2020 ·
loser schrieb:Das Gebot der Stunde ist aber die GÜTER- und WARENmobilität wieder in Gang zu kriegen.
Ich habe zwar nur einige Indizien und keine belastbare Statistik, aber ich glaube, das läuft gerade wieder an. Die Tarife für Luftfracht nach Hong Kong hatten sich zwischenzeitlich verfünffacht, weil nur noch reine Cargo-Maschinen flogen und Beiladung bei Passagiermaschinen nicht mehr zur Verfügung stand. Selbst wenn Kapazität gebucht werden konnte, war das zu den Tarifen teilweise wirtschaftlich einfach nicht mehr darstellbar. Mittlerweile werde einige Passagier-Routen wieder bedient (Hong Kong hat heute jeweils 60-70 ankommende und abgehende internationale Flüge, u.a. 4 nach London). Einige Airlines haben Passagiermaschinen behelfsmäßig zu Frachtmaschinen umgebaut. Die Tarife für Fracht sind nun wieder im normalen Bereich.

Das ist nur eine Momentaufnahme und vielleicht nicht repräsentativ, aber gestern lagen in Hamburg 8 Containerschiffe > 300m (4 davon waren sogar aus der 400m-Klasse). Alle Container-Terminals waren voll belegt. Habe ich so noch nicht gesehen.
https://www.hafen-hamburg.de/de/hafenplan
2’240 Beiträge · seit 201103. Mai 2020 ·
Hallo zusammen,
jetzt gehen die Diskussionen los.
Wer will die Grenzen öffnen, wer nicht.
Spanien will öffnen, Deutschland nicht.
Die EU wird sich über ein gemeinsames Datum eh nicht einig sein.
Es bleibt spannend.
Ich denke, wir fliegen bald wieder...umso schneller muss jetzt wieder Geld verdient werden.
Ein gewisser Druck von Seiten "Wirtschaft/Patient/Konsument und alle anderen Stakeholders" beschleunigt auch die Prozesse des FDA o.ä.
Auch ein Schritt weg von der Bürokratie und ein beschleunigter Prozess muss auch nicht schädlich sein...
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 03. Mai 2020
Themenstarter828 Beiträge · seit 201603. Mai 2020 ·
marimari schrieb:Hallo zusammen,
jetzt gehen die Diskussionen los.
Wer will die Grenzen öffnen, wer nicht.
Spanien will öffnen, Deutschland nicht.

...Jooooo...es ensteht eine gewisse Dynamik jetzt. Spanien generiert 11% des BIP mit Tourismus, Deutschland nur 3,5 % , Thailand 20%

.... es stehen unmengen Flugzeuge am Boden rum, die teuer gewartet werden müssen, Mitarbeiter wollen bezahlt werden... Geld kommt bei Airlines keines rein, jeder Tag an dem nicht geflogen wird macht die Lage noch dramatischer...Sich einzuigeln und Grenzen zu schliessen wird auf Dauer kein Lösung sein... die Politik ist gefordert und kommt mit jedem Tag mehr unter Druck, eine Lufthansa kann man nicht Konkurs gehen lassen, da hängt viel zu viel anderes daran... Let's see...
2’780 Beiträge · seit 200703. Mai 2020 ·
Maputo schrieb:
.... es stehen unmengen Flugzeuge am Boden rum, die teuer gewartet werden müssen, Mitarbeiter wollen bezahlt werden... Geld kommt bei Airlines keines rein, jeder Tag an dem nicht geflogen wird macht die Lage noch dramatischer...Sich einzuigeln und Grenzen zu schliessen wird auf Dauer kein Lösung sein... die Politik ist gefordert und kommt mit jedem Tag mehr unter Druck, eine Lufthansa kann man nicht Konkurs gehen lassen, da hängt viel zu viel anderes daran... Let's see...
In diversen Medien hiess es dass Lufthansa pro Stunde 1 Million Euros "verliert"
Gruss Leona
33,3k Beiträge · seit 200603. Mai 2020 ·
OFF TOPIC
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aber gestern lagen in Hamburg 8 Containerschiffe > 300m (4 davon waren sogar aus der 400m-Klasse). Alle Container-Terminals waren voll belegt. Habe ich so noch nicht gesehen.
Hmmm, vor vier Tagen: "Wegen Corona Immer weniger Container kommen an: Kurzarbeit im Hamburger Hafen" (https://www.mopo.de/hamburg/wegen-corona-immer-weniger-container-kommen-an--kurzarbeit-im-hamburger-hafen-36620368)

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
82 Beiträge · seit 202003. Mai 2020 ·
travelNAMIBIA schrieb:Hmmm, vor vier Tagen: "Wegen Corona Immer weniger Container kommen an: Kurzarbeit im Hamburger Hafen" (https://www.mopo.de/hamburg/wegen-corona-immer-weniger-container-kommen-an--kurzarbeit-im-hamburger-hafen-36620368)
Tja weiß ich auch nicht, ob die Situation vor einer Woche noch ganz anders aussah? Mit Blick auf die Hafenkarte sind zumindest die Container-Kapazitäten auch heute wieder selten voll und der Hafen könnte gar nicht mehr große Container-Schiffe abfertigen. Die seit gestern Abend von der Evilyn Maersk, MSC Carouge, Barzan und ER Soul freigemachten Plätze sind gleich wieder belegt. Für heute Abend werden noch 2 weitere große Containerschiffe erwartet, morgen weitere 3 (plus eine Reihe an Feederschiffen). Groß Leerlauf wird es die nächsten Tage definitiv nicht geben. Das die Schiffe da dann nur 3-5 Tage gelangweilt am Terminal liegen, ohne Container umzuschlagen, glaube ich eigentlich auch nicht. Wenn die Zeit totschlagen müssten, dann wäre es vermutlich billiger, dass auf See durch langsameres Fahrtempo zu machen?

In Wien passiert jetzt genau das, was eben zu erwarten war: Schnelltests. Wer aus dem Ausland am Flughafen Wien ankommt, muss wie in Deutschland und in den meisten anderen Ländern auch erst mal 2 Wochen in Quarantäne. Das macht Reisen nicht so richtig attraktiv. In Wien kann man jetzt alternativ einen kostenpflichtigen Schnelltest machen (normaler PCR-Test). Ist der negativ, bekommt man ein Gesundheitszeugnis und darf man ohne Quarantäne ganz normal einreisen. Kostet 190 EUR und man muss 3 Stunden auf das Ergebnis warten. Das ist weder billig noch besonders schnell. Aber es zeigt einmal mehr die Richtung, in die es überall gehen wird: Schnelltests sind der Weg, um Tourismus wieder zu ermöglichen und je mehr es da gibt, um so mehr wird wieder möglich sein - auch schon im Sommer. Ich vermute selbst bei 190 EUR extra kämen einige hier schon ins Überlegen? Angesichts von geschätzt 2000-6000 EUR Reisekosten pro Kopf für den Afrikatrip ist das ja auch nicht übermäßig viel.
https://www.viennaairport.com/aktuelles
zuletzt bearbeitet 03. Mai 2020
38 Beiträge · seit 201903. Mai 2020 ·
Das Beispiel Wien macht mir dann doch noch Hoffnung, dass wir evtl am 22.09. in den Urlaub Richtung Namibia fliegen können. Die 190€ würde ich sofort bezahlen.
7’333 Beiträge · seit 200603. Mai 2020 ·
A7456 schrieb:
In Wien passiert jetzt genau das, was eben zu erwarten war: Schnelltests. Wer aus dem Ausland am Flughafen Wien ankommt, muss wie in Deutschland und in den meisten anderen Ländern auch erst mal 2 Wochen in Quarantäne. Das macht Reisen nicht so richtig attraktiv. In Wien kann man jetzt alternativ einen kostenpflichtigen Schnelltest machen (normaler PCR-Test). Ist der negativ, bekommt man ein Gesundheitszeugnis und darf man ohne Quarantäne ganz normal einreisen.

… wäre man konsequent, würde man überhaupt niemanden ohne Test erst an Bord eines Flugzeugs lassen. Das würde natürlich bedeuten, dass sich alle Länder einig sein müssten und es Regelungen für den Fall gäbe, dass jemand an Bord gehen wollte und nun positiv getestet würde.

So kommen jetzt z.B. 10 Leute an, die im Flieger eng beisammen saßen und alle negativ getestet werden.

Ein elfter Passagier, der inmitten der anderen saß, geht ohne Test in Quarantäne und erkrankt nach einer Woche. Auf dem Flug hat er die anderen zu einem guten Teil angesteckt, aber der Test (der zehn anderen) schlägt ja nicht unmittelbar an.

Jetzt reisen ein halbes Dutzend mit Gesundheitszeugnis umher, verbreiten das Virus aber bereits selbst wieder.

Aber egal. Andere Maßnahmen sind ja auch nicht logisch …

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 03. Mai 2020
236 Beiträge · seit 201004. Mai 2020 ·
Hallo,
ich wäre mit dem 3.02.21 schon zufrieden den ich gebucht habe.
Wenn das klappen würde wäre ich überrascht aber so richtig glauben kann ich das nicht.
Grüße
Gast04. Mai 2020 ·
Ganz so einfach ist das (derzeit!) bei Reisen per Test am Flughafen auch nicht, tatsächlich läuft das in Wien so:

„.....Bei Reisen von maximal vier Tagen entfällt die Quarantäneverpflichtung bei der Rückkehr nach Österreich, wenn Passagiere zeitnah vor dem Abflug am Flughafen Wien einen Test machen und ein Gesundheitszeugnis mit negativem Covid-19-Befund bei der Rückkehr in Österreich vorweisen. Aus dem Ausland ankommende Reisende können im Voraus einen Termin reservieren und erhalten zeitnah nach ihrer Ankunft in Wien Klarheit, ob eine Quarantäne angetreten werden muss. Es wird auf jeden Fall empfohlen, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Einreise- und Gesundheitsbestimmungen in den jeweiligen Ländern zu informieren.“
https://www.derstandard.at/story/2000117251947/flughafen-wien-bietet-ab-montag-pcr-tests-um-190-euro
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2020
33,3k Beiträge · seit 200604. Mai 2020 ·
Hi zusammen,

ich habe mal eine kurze Frage. In D gibt es ja die Quarantänepflicht nach Ankunft ja scheinbar auch. Sie entfällt aber wohl (pauschal?) wenn man von einem Amtsarzt des Einreiselandes einen negativen Coronatest (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen kann. Weiß jemand was genaueres?

Viele Grüße & Danke
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
82 Beiträge · seit 202004. Mai 2020 ·
loser schrieb:Ganz so einfach ist das (derzeit!) bei Reisen per Test am Flughafen auch nicht, tatsächlich läuft das in Wien so
Ich versteh nicht ganz, was Du damit sagen willst, bzw. was nicht so einfach oder anders als von mir geschrieben ist? Alle Reisenden können diesen Test machen, bekommen dann ein Gesundheitszeugnis und können damit ohne Quarantäne einreisen. Da das Gesundheitszeugnis bis zu 4 Tagen alt sein darf, kann man bei Kurztrips bis zu 4 Tagen den Test schon vor Abreise machen und dann bei Rückkehr mit dem "alten" Gesundheitszeugnis ohne weiteren Test und ohne Quarantäne wieder einreisen. Das macht es noch einfacher.

Besonders sinnvoll finde ich die 4-Tage-Regelung nicht, sondern wäre für einen neuen Test, bei jeder Einreise. Das ist im Moment wohl auch ein Stück Geschäftemacherei. In Deutschland zahlen Krankenkassen für einen PCR-Test auf das neue Corona-Virus 59 EUR. Am Flughafen Wien wird für die selbe Leistung mehr als das Dreifache verlangt... Wie auch immer, das alles sind allererste Schritte. Aber die Richtung, in die es geht, ist absehbar. Wichtig für den Tourismus wird, was es in den nächsten 4-6 Wochen an Fortschritten bei Schnelltests gibt.

Am Wochenende hat Frankreich seinen Gesundheitsnotstand bis 24.07.2020 verlängert. Zunächst hieß es, das damit auch die Grenzen zu bleiben (bzw. 2 Wochen Quarantäne für alle Ankömmlinge, was für Tourismus den gleichen Effekt hat). Nun wird das offensichtlich aufgeweicht und Menschen aus dem Schengen-Raum und Großbritannien dürfen ohne Quarantäne einreisen. Auch da will man offensichtlich das Sommergeschäft mit den Touristen eben nicht herschenken.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-eu-buerger-muessen-doch-nicht-in-quarantaene-a-214e5668-7adf-4143-bc4c-2ed95d3b53f7
82 Beiträge · seit 202004. Mai 2020 ·
travelNAMIBIA schrieb:ich habe mal eine kurze Frage. In D gibt es ja die Quarantänepflicht nach Ankunft ja scheinbar auch. Sie entfällt aber wohl (pauschal?) wenn man von einem Amtsarzt des Einreiselandes einen negativen Coronatest (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen kann. Weiß jemand was genaueres?
Dazu gibt es keine eindeutige Regelung. Wer ankommt muss sich grundsätzlich 2 Wochen in Quarantäne bgeben. Anders als in Namibia wird man aber nicht irgendwo einkaserniert, sondern begibt sich in häusliche Quarantäne (und muss dazu das lokale Gesundheitsamt kontaktieren).

In der FAQ des Bundesinnenministeriums heißt es dazu:
Gibt es durch Atteste von Ärzten die Möglichkeit, die Quarantäne zu umgehen?

Eine Befreiung von der Quarantänepflicht aufgrund eines von einem Arzt ausgestellten Attests ist grundsätzlich nicht möglich. In einem solchen Fall kann allerdings beim zuständigen Gesundheitsamt eine Ausnahme beantragt werden, über die im Einzelfall entschieden wird.
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelkerungsschutz/coronavirus/coronavirus-faqs.html