RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201206. Apr. 2019 ·
Hallo allerseits,
wow, mit so viel Zuspruch habe ich nicht gerechnet! Schon gar nicht nach so einer langen Pause. Ich freue mich, dass Ihr alle wieder mitlest. Es macht viel Freude, unsere Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die die gleiche Leidenschaft und Sehnsucht in sich tragen. Das tut der Seele gut.
Wenn ich meinen Freunden hier in München von Afrika erzähle, kriegen die immer so einen glasigen Blick... Zugegeben, ich erzähle ziemlich oft davon. Und ungefragt. 😈
@Stefanie: Absolutes Anfängerglück war das. Wir wussten vor unserer Abreise nicht mal was von Ikhaya, sie ist uns buchstäblich in den Schoß gefallen. Dein traumhaftes Bild von Mbali habe ich schon erspäht und Deinen Reisebericht auf die To-Do-Liste für morgen gesetzt.
@Susi: Ja, Du hattest absolut recht! (An dieser Stelle ein Dankeschön an Konni für den Anstoß. Ohne ihren Hinweis hätte ich Dr. Schurch gar nicht anschrieben.) Er sagte auch, dass Ikhaya auf den Fotos sehr gesund aussehen würde und sich in ihrer neuen Heimat wohl gut eingelebt hätte. Ich packe in die nächste Etappe ein paar extra Ikhaya-Fotos für Dich rein.
@Tanja: Hallo meine plattformübergreifende Safari-Freundin! Ja, das Warten ist immer übel… Als Gegengift male ich mir schon hochtrabende Pläne für die Rente aus, mit jährlich mehreren Monaten Aufenthalt im südlichen Afrika. 😄 Wegen der langen Zwangs-Forums-Pause habe ich Deinen Reisebericht noch gar nicht gesehen, der kommt auch auf die Shortlist. So fällt das Warten leichter!
@Sascha: Schön, dass Du dabei bist! Ikhaya war schon ein großes Geschenk unserer Sichtungsfee - aber nicht der Höhepunkt der Reise. Kommt noch!
Wie in Bitterpan einen Tag zuvor entdeckten wir bei der ersten Tasse Kaffee im Morgengrauen einen Cheetah am Camp-Wasserloch. Diesmal war er mit dem bloßen Auge zu erkennen. Unübersehbar war auch die Reaktion der Gnus, die die Nacht in der Nähe des Wasserlochs verbracht hatten. Sie schnaubten und schimpften und avancierten sogar mit geschlossener Front, so dass der Gepard sich kaum traute, etwas zu trinken. Wir schauten uns das Schauspiel nur kurz an, denn wir wollten so früh wie möglich das Camp verlassen, um Ikaya zu besuchen. Das KTC liegt circa drei Kilometer näher an Craig Lockhart als Mata Mata. Das bedeutet rund vier Minuten Vorsprung gegenüber der endlos langen Auto-Karavane aus dem Hauptcamp. Aber nur, wenn man pünktlich losfährt. Wir statteten also Ikhaya einen Besuch ab - sie nagte noch genüsslich an ihrem Springbok - und zogen weiter, sobald der Ansturm aus Mata Mata eintraf. Das nahm schon wieder Kruger-Ausmaße an. Bei der tollen und frei zugänglichen Sichtung aber auch nicht verwunderlich.
Do no harm, but take no shit.
1996: Maasai Mara * 2012: Etosha * 2015: Kruger * 2018: KTP * 2019: Namibia Rundreise * 2021 Uganda Rundreise
Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201206. Apr. 2019 ·
Kleiner Ikhaya-Zuschlag für Susi:
Do no harm, but take no shit.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201206. Apr. 2019 ·
Am 14th Borehole entdeckten wir eine Löwin. Sie schlenderte die weit entfernte Düne herab. Und versteinerte plötzlich. Sie stierte Richtung Westen. Dann nahm sie die Pfoten in die Hand und galoppierte in die entgegengesetzte Richtung davon. Was um Himmels willen hat sie so verschreckt? Wir suchten die gesamte Düne ab, konnte aber nichts sehen. Bis sie sich einer nach dem anderen aus dem Gestrüpp herausschälten und in die flache Ebene spazierten….
Suchbild: Findet das Rudel! 😉
Wir zählten fünf subadulte Männchen, ein junges Weibchen und nur zwei ausgewachsene Löwinnen.
Dann zogen wir weiter Richtung Urikaruus. Der Cheetah-Riss vom Vortag war fast verschwunden. Ein paar Schakale zankten sich noch um die Reste.
Do no harm, but take no shit.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201206. Apr. 2019 ·
Kurz vor Kamqua wurden wir von freundlichen Mitreisenden auf eine Cape Cobra hingewiesen. Obwohl sie quietschorange war, hätten wir sie ohne deren Hilfe komplett übersehen.
Auf unserer Karte sah es so aus, als wäre der Kamqua-Picknickplatz etwas düneneinwärts auf der Short Dune Road, also bogen wir entsprechend ab. Dort irrten wir ein wenig herum, bevor wir merkten, dass der Platz doch im Flusstal sein müsste. Als wir umkehrten, befanden wir uns gerade auf einer Anhöhe - und es fing wie wild an zu blitzen. So ergab sich eine gute Fotogelegenheit. Ein Glück, dass wir uns verfahren hatten.
Es regnete circa zehn Minuten. Danach machte sich ein unheimlich intensiver Geruch breit. Es roch in etwa so, wie ein Sommerregen hierzulande, nur beißender, fast mit einem Ammoniak-Unterton. Das war faszinierend. Werde ich nie vergessen! Ich hoffe, ich erlebe diesen Geruch irgendwann nochmal.
Do no harm, but take no shit.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201206. Apr. 2019 ·
Dann zog ein unerbittlicher Wind auf. Mein Teleobjektiv hat trotz aller Sicherheitsvorkehrungen ziemlich gelitten - es sind immer noch ein paar Staubeinschlüsse in der Linse. Ich werde sie wohl reinigen lassen müssen, wenn wir von der diesjährigen Namibia-Rundreise zurückkommen. Bei meinem Einsteigerbesteck von Tamron fällt das zum Glück aber nicht allzu sehr ins Geld. 😗
(Blöd, wenn der Körperschwerpunkt so hoch liegt... Auf Englisch sagen wir dazu "top-heavy".)
Dieser Wind hörte die nächsten zwei Tage nicht mehr auf. Das wurde uns vor allem in Rooiputs zum Verhängnis. Aber dazu später mehr.
Der Rest des Tages war recht sichtungsarm, das war vielleicht dem Wind geschuldet. Angeblich macht starker Wind die Tiere nervös. Nicht nur, weil ein Sturm droht, sondern weil es bei windigem Wetter schwerer fällt, Raubtiere zu wittern. Wir kehrten zurück Richtung KTC. In unserem Reiseführer lasen wir, dass im Kameldornbaum bei Craig Lockhart - Ikhayas Baum - ein Pearl-spotted Owlet brüten würde. Das Timing war perfekt, wir trafen etwa eine halbe Stunde vor Gate-Schließung dort ein. Wir suchten den gesamten Baum ab - ohne Glück. Die Vögelchen sind ja auch recht klein und gut getarnt. Einige der anderen Parkbesucher schauten ganz irritiert, weil wir den hübschen Leoparden ignorierten und stattdessen hochkonzentriert das knorrige Geäst begutachteten. Plötzlich ein lautes Geschnatter - ein der Elternvögel traf ein, mit einem Happen Beute im Schnabel. Tatsächlich - da war ein Jungvogel! Dort, wo der breiteste Ast des Baumes nach unten biegt, auf der Unterseite.
Für ein Beweisfoto hat das Licht noch gereicht.
Kurz nachdem wir im Camp eintrafen, gab es dann einen Wolkenbruch. Und was für einen! Im gesamten Oktober fallen normalerweise 10 Millimeter Regen. Im regenreichsten Monat des Parks sind es 41 Millimeter. Auf den ganzen Monat verteilt. In dieser einen Nacht vom 21. auf den 22. Oktober fielen 47 Millimeter. Eine ganze Stunde hielt der Platzregen an. Ich zählte mindestens einen Blitz pro Sekunde. Leider waren die Fenster in unserem Zelt auf, so dass in wenigen Minuten meine Bettdecke klatschnass wurde. Davon abgesehen hielt unser Zelt der Sintflut erstaunlich gut stand. Die Planen hinter unseren Betten waren komplett durchnässt, so dass wir sie etwas von der Wand wegziehen mussten. Und der Wind blies die ganze Nacht so stark, dass die Zeltwände ohrenbetäubend laut flatterten. Wie das Schnalzen einer Peitsche, immer und immer wieder. An Braai war unter den Umständen natürlich nicht zu denken - das Abendessen bestand aus Steak aus der Pfanne mit geraspeltem Apfel-Karotten-Salat. Naja, eher Apfel-Karotten-Mus - mit einer unfassbar stumpfen SANParks-Reibe und sehr viel Muskeleinsatz hergestellt. 😄 Dann gruben wir die Reservewolldecken aus der Truhe im Zelt, hingen unseren ganzen nassen Kram an der mitgebrachten Wäscheleine auf und hauten uns in die Federn.
Do no harm, but take no shit.
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Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
so, jetzt bekommst Du noch etwas mehr Zuspruch 😉 Einen super Bericht schreibst Du da. Und Du schaffst das, was ich niemals schaffen werde. Eine überschaubare Zahl von Bildern einzustellen. Ihr habt wirklich tolles Sichtungsglück gehabt. Einen Caracal hatten wir noch nie und einen LIT zumindest im KTP auch nicht.
Ich habe übrigens auch den kompletten Text gelesen und zwar mit viel Freude und einigen Lachern 🙂 Ich bin ab jetzt auf jeden Fall weiter dabei ! Aber jetzt muss ich an meinem KTP Bericht weiter schreiben 😗
der Karakal ist natürlich toll, aber Ikhaya ist einfach zum Verlieben. Vielen, vielen Dank für die extra Bilder!!!
Mein Mann wäre übrigens von der Cape Cobra ganz begeistert. Schlangen können wir (leider) genauso wenig wie Eulen 😉 , von daher bin ich auch von Eurer Eulensichtung ganz begeistert. Ich hätte die wahrscheinlich, trotz Wissen, dass da eine Eule sein soll, übersehen 😗 .
Da wir auch einen Urlaub im KTP planen, lese ich z.Z. einige Reiseberichte.
Ihr wart im Oktober unterwegs. Kann man den Oktober als guten Reisemonat bezeichnen? Für uns würde dieser Monat nämlich gut passen. Lese immer wieder von Luft herauslassen aus den Reifen. Ist das auf den "normalen" Strecken nötig? Tiefsand wollen und können wir nicht fahren, daher wollen wir auf den "Rennstrecken" bleiben. Ich las bei Dir von einem Laufzettel, den man sich morgens holen sollte? Muss man das in jeden Camp morgens? Was bedeutet er?
Hallo Gabriele, „Normale“ Strecken gibt es nicht im KTP, wenn Du befesrigte Straßen meinst. Auch die Hauptstrecken führen durch ausgetrocknete Flußtäler, die immer wieder Tiefsandpassagen beinhalten. Wir hatten einen Toyota RAV4, aber 2-Rad Antrieb, nie mehr! Wir würden nur noch 4x4 mieten. Damit ist man einfach sicherer unterwegs. Ja, die Luft sollte man immer reduzieren, in Twee Rivieren an der Tanke. Und auch dann mal kontrollieren, wenn Du länger im Park bist, je nach Witterung. Der Laufzettel dient zu deiner Sicherheit. Ja, jedesmal bei Verlassen des Camps und wieder „hallo, ich bin wieder da“ bekunden beim Zurückkehren.
Viele Grüße von
Gila
AndreasG2523938 Beiträge · seit 201309. Apr. 2019 ·
Schneewie schrieb: Ihr wart im Oktober unterwegs. Kann man den Oktober als guten Reisemonat bezeichnen? Für uns würde dieser Monat nämlich gut passen.
Der Oktober ist relativ trocken und noch nicht so heiss, es gibt junge Springböcke, Adler die fliegen lernen, ja der Oktober ist ein guter Monat
Schneewie schrieb: Lese immer wieder von Luft herauslassen aus den Reifen. Ist das auf den "normalen" Strecken nötig? Tiefsand wollen und können wir nicht fahren, daher wollen wir auf den "Rennstrecken" bleiben.
Die normalen Straßen sind sandig. Mal mehr mal weniger. Im trockenen Oktober sogar teilweise tiefer (ohne aber schwierig zu sein) auch auf den Hauptstrecken Mata-Mata -> Twee Rivieren -> Nossob. Asphalt gibt es nur in Twee Rivieren. Und da auch nur vom Eingang zum Camp.
Schneewie schrieb: Ich las bei Dir von einem Laufzettel, den man sich morgens holen sollte? Muss man das in jeden Camp morgens? Was bedeutet er?
Den Laufzettel bekommst Du beim Check-In und gibst ihn Abends ab, so weiss man, dass Du im Camp bist. Morgens holst Du ihn vor dem losfahren ab. Alles ganz easy. Da die Ranger ja wissen, dass alle zur Gate-Öffnung los wollen, sind sie rechtzeitig da. (Und stehen auch mal mit den Zetteln am Straßenrand, dass man gar nicht aussteigen muss 😉 )
RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201210. Apr. 2019 ·
@Carsten: Zuspruch von RB-Meister höchstpersönlich! 😉 Ich freu mich sehr, dass Du an Bord bist, und dass ich Dir ein paar Lacher bescheren konnte. (Ich lache auch noch, wenn ich das Bild von Mike in der Badehose sehe, so mitten in der Wüste...) Das mit den Bildern ist verständlich. Ich kann mich vielleicht etwas zusammenreißen, weil ich beruflich viel mit dem Kuratieren von Bildern zu tun habe - und die oberste Regel lautet "kill your darlings". 😈 Wenn Du aber meine Fotoarchiv-Festplatte sehen könntest, wüsstest Du, dass ich es damit in letzter Instanz auch nicht so genau nehme... Ich kenne schon viele Deiner Reiseberichte und lese gerade mit Freude Deinen aktuellen KTP-Bericht. 1000 Dank für das Bereitstellen der vielen wertvollen Einsichten und Erfahrungen der vergangenen Jahre!
@Susi: Gern geschehen! Die Cape Cobra war nur ein paar Meter von der Straße entfernt und bewegt sich recht schnell und auffällig, trotzdem hätten wir sie fast übersehen - wenn uns die netten Menschen im nächstgelegenen Auto nicht auf die Sprünge geholfen hätten. Und keine der vielen Eulen, die wir ablichten konnten, haben wir selbst gefunden. Soviel dazu!
@Schneewie: Grüß Dich! Dir wurde ja schon von Andreas und Gila geholfen. Ich geb noch ein klein bisschen Senf dazu: Ja, wir fanden den Oktober sehr angenehm. Und ich vermute, dass Ihr auch ohne Tiefsanderfahrung auf den recht sandigen Straßen gut zurecht kommen werdet. Vorausgesetzt, wie Gila schreibt, Ihr habt einen 4x4. Allgemein empfehle ich Dir das Buch "Kgalagai Self Drive" (Powell / van den Berg). Damit bist Du bestens vorbereitet. Je mehr Du über den Park weißt, desto mehr wirst Du die Reise genießen! Viel Spaß.
Do no harm, but take no shit.
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Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
Weiter geht’s! Achtung, diese Etappe wird fotolastig.
Montag, 22.10.18 Kalahari Tented Camp - Rooiputs
Eine ziemlich ätzende Nacht lag hinter uns. Immer wieder wachte ich auf und dachte, uns spült’s gleich das Zelt unterm Hintern weg. Als wir wie gewohnt kurz vor Sonnenaufgang - diesmal leicht zerknittert - aus dem Bett stiegen, stand aber noch alles da. 😉 Und von unserer Warte aus wirkte das Flusstal weitestgehend unverändert. Es lag nur wieder dieser beißende Regen-Ammoniak-Geruch in der Luft. Er war etwas schwächer als am Vortag, nach dem kurzen Duscher bei Kamqua. Vielleicht hängt das weniger mit der Regenmenge zusammen als mit der Dauer der Trockenperiode vor dem Niederschlag…?
Wir waren sehr gespannt, inwiefern noch Spuren von der nächtlichen Sintflut in den Weiten des Parks zu sehen waren. Also - wie immer - hurtig ein Espresso hinter die Kiemen gekippt, Stange Biltong zwischen die Zähne gezwickt, unsere sieben Sachen ins Auto gewuchtet und auf zum Game Drive. Das heutige Ziel: Rooiputs, unsere dritte und letzte Nacht ohne Zaun. Kurz hinter dem KTC entdeckten wir in der Morgendämmerung eine Löffelhundfamilie, die über die Ebene davontrabte.
Danach fielen uns immer wieder Gruppen von “geparkten” Springbokkitzen auf. Sie lagen alle auf einem Haufen, während die Eltern rund herum grasten und dem sonstigen Tagesgeschäft nachgingen. (So ähnlich machen wir es zuhause auch, heißt dann Kita.)
Überall waren (erstaunlich kleine) Pfützen auf der Pad. Die wurden von den Tieren auch ausgiebig genutzt.
Do no harm, but take no shit.
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Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast
RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
Dementsprechend dünn war die Sichtungsausbeute an den Wasserlöchern. Es gab heute im ganzen Park Wasser, also verteilte sich auch das Wild. Dann plötzlich - zwischen dem Urikaruus Wasserloch und der Abzweigung zum Camp, dort wo man das Flussbett quert:
Zwei halbwüchsige Cheetah-Kerle, die immer wieder nach ihrer Mutter pfiffen. Ich nehme an, es waren Hanris Söhne. Bei der Sichtung waren zwar vier andere Autos, aber alle verhielten sich umsichtig und höflich, und hielten großen Abstand zu den Tieren. Ich finde, es gibt in dieser Hinsicht einen sehr deutlichen Unterschied zwischen den Gästen im KTP und denen in anderen beliebten Parks. Wir genießen unsere Reise viel mehr, wenn wir uns nicht dauernd latent über das zerstörerische Verhalten der anderen aufregen müssen… 😗 Kurz darauf erschien dann Hanri (vermute ich?). Sie war hinter einer Düne auf der Jagd, hatte aber offensichtlich keinen Erfolg.
Als die beiden ihre Mutter sahen, fingen sie an, entspannt herumzubalgen.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
Die zierlichen Katzen legten sich kurz unter einen Baum und verzogen sich dann im tiefen Busch. Grinsend fuhren wir weiter Richtung Rooiputs. Und unser Sichtungsglück hielt an… Leider ausgerechnet heute, bei wetterbedingt matschigem Licht, aber das ist wirklich Jammern auf höchsten Niveau. 🙂 Auf dem Weg nach Twee Rivieren sahen wir unsere erste Meerkat-Familie. Eine sehr kleine Gruppe, mit nur drei extrem fleißigen Mitgliedern. Dann noch ein Truppe Straußenküken aus nächster Nähe, eine White-faced Owl, einen Yellow Mongoose und die “Bee-Eater-Street” - so haben wir die Strecke zwischen Rooibrak und Batulama getauft. Hier haben wir bei jeder Durchfahrt mindestens drei Swallow-tailed Bee-eater gesehen.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
Brrrr... ganz schön frisch heute! 😄
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
Dann trafen wir eine Fotografin, die wir schon von der Ikhaya-Sichtung bei Craig Lockhart kannten. Dort hatten wir überhört, dass sie einen Monat lang zum Knipsen im KTP unterwegs war (ich wurde ganz blass vor Neid). 😗 Leider haben wir uns nie anständig vorgestellt, daher kenne ich ihren Namen nicht. Sie hatte auf der besagten Bee-Eater-Street gerade eine Erdmännchenkolonie aufgestöbert, mit den kleinsten Jungtieren, die sie jemals gesehen hatte. Leider waren die Zwerge schon wieder weitergezogen, zum nächstgelegenen Bau tief im Gestrüpp. Wir merkten uns die GPS-Koordinaten mit Hilfe unseres Satellitentelefons und nahmen uns vor, am morgigen Tag bei der Fahrt nach Urikaruus hier wieder anzuhalten.
Mittags hielten wir in Twee Rivieren, zum Tanken und ein bisschen im Shop einkaufen. Wir fanden es ganz unheimlich, wie “viel” da los war. Man gewöhnt sich wirklich schnell an die Einsamkeit.
Vor Rooiputs kam uns dann eine größere und sehr quirlige Meerkat-Kolonie vor die Linse. Was sich liebt, das neckt sich…
Dann entdeckten wir noch einen Goshawk, der zu Fuß auf der Jagd war. Er hatte gerade eine Maus gefangen.
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RanguThemenstarter130 Beiträge · seit 201228. Apr. 2019 ·
In Rooiputs bauten wir schon im Nachmittag unser Braai auf - nicht, weil wir wie einige Tage zuvor in Polentswa Schiss vor den Tieren in der Dunkelheit hatten, sondern weil es offensichtlich war, dass ein Regenguss unaufhaltsam im Anmarsch war. Es blies ein extrem starker Wind, wie an der Nordsee. Mike musste einen notdürftigen Windschutz um die Feuerstelle mauern, damit wir überhaupt eine Glut hinbekommen.
Hallo Schwimmhose! 🤩
Der Wind klappte immer wieder unser Dachzelt zusammen. Wir drehten das Auto ein und beschwerten die Leiter vom Zelt mit zwei fünf-Liter-Wasserkanistern, damit es einigermaßen stabil stehen blieb. War aber noch ne recht wackelige Angelegenheit. 😄 Die Leiter lupfte es immer wieder ein bisschen hoch. Zum Essen verschanzten wir uns dann im Windschatten des Hilux. Ständig blies es unsere Bierflaschen um… Ungemütlich das Ganze, aber trotzdem erinnere ich mich gerne zurück. Kurz nach Sonnenuntergang ließ der Wind endlich etwas nach, dafür kam dann ein leichter Regen.
Sieht so harmlos aus...
Nachts wurden wir bestimmt fünf Mal von einem brüllenden Löwen geweckt, der geschätzt 30 Meter entfernt war. Mike hob es leider auch mal bei lauter Techno-Musik aus den Federn. 🙄 Die kam von der Lodge nebenan. Aber nach etwa einer halben Stunde, das muss gegen 22 Uhr gewesen sein, war der Spuk wieder vorbei.
Übrigens ist Platz Nummer vier sehr zu empfehlen, er hat einen schönen Blick in den Busch.
Puh! Beim nächsten Mal krame ich nicht so viele Bilder aus dem Archiv... (Carsten, ich musste heute an Dich denken!) 😏
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